Da dachte man, die Politik sei endlich angekommen: Gender Mainstreaming allenthalben, seitdem selbst die bayerischen Stiernacken eingesehen haben, dass ohne Frauen nichts mehr geht. Aber was Hans am Ende noch gelernt hat, ist für Hänschen überhaupt nicht selbstverständlich. Gewisse Jungmänner gefallen sich neuerdings darin, betont unkorrekt zu agieren.
Sei es, dass sie wie die Piraten nach ihrem Sensationssieg das ganze Geschlechterdrama für beendet erklären und selbstbewusst (fast) ohne Frauen auf Kaperfahrt gehen; sei es, dass sie den Frauen ganz offen den Krieg ansagen, indem sie männerrechtlerische Positionen gegen eine als bedrohlich empfundene Frauendominanz setzen. Dass es sich bei Letzteren, wie in der gerade erschienenen Studie Die antifeministische Männerrechtsbewegung von Hinrich Rosenbrock nachzulesen ist, nur um eine kleine versprengte Minderheit handelt, mindert nicht ihre aggressive Durchschlagskraft, die sie gegen die angebliche "Feminisierung der europäischen Kultur" und die "Kriegsführung gegen den europäischen Mann" insbesondere im Internet entfalten.
Kritik läuft ins Leere
Der Vergleich zwischen Piraten und Männerrechtlern mag zunächst provokant erscheinen. Denn wer sich bereits in der Postgender-Community wähnt und alle Widersprüche zwischen den Geschlechtern im gleichmacherischen Netz aufgehoben sieht, muss kein martialisches Kriegsgeschrei mehr erheben und offen gegen Frauen mobilmachen. Angesichts solcher achselzuckenden Gelassenheit bleiben die erbosten Kommentare meiner geschätzten Kolleginnen, die darauf verweisen, dass Lohnungleichheit, gläserne Decke und die ewige Kinderfrage nach wie vor der Erledigung harren, einfach stumpf oder schliddern sogar in die biologistische Sackgasse, wenn sie, wie vor einiger Zeit in der Süddeutschen Zeitung, Frauen raten, mittels ihrer besonderen "weiblichen" Kommunikations- und Vernetzungsfähigkeiten die Bastion der Nerds, den digitalen Kosmos, zu entern.
Immerhin fordert der offen proklamierte "transparente" Postfeminismus heraus. Die Piraten wollen die fußlahmen Altparteien (einschließlich der Grünen) nicht nur auf der Netzautobahn überholen, sondern überbieten sie auch in der ewig rumorenden Beziehungskiste. Wenn dort nichts mehr rappelt, muss nichts befriedet werden. Geschlechterdebatten empfinde sie als "zopfig", behauptet Piratin Marina Weisband, die selbst schon mit Timoschenko-Zopfkranz auftrat.
"Affektive Abwehr"
Wer aber seine Zeit hinter sich zu lassen meint, kommt ganz unversehens in der Vergangenheit an. Denn mit den Männerrechtlern teilen die Piraten so manches. Zwar sehen sie sich nicht unbedingt als Opfer einer angeblichen "Femokratie", aber wie die Antifeministen werden sie nicht müde, Gender als soziale Kategorie und damit die faktische Diskriminierung zu leugnen. Die "affektive Abwehr" feministischer Belange und Forderungen, die Rosenbrock als Kennzeichen der Männerrechtler ausmacht, scheint den Piraten nicht fremd zu sein. Haben auch die Piraten, Inbegriff selbstgewisser Männlichkeit, vor Frauen in ihren eigenen Reihen einfach nur Angst? Halten sie sie deshalb "unter Deck"?
Im nerdischen Netzuntergrund, aus dem sie sich rekrutieren, bestimmt bekanntlich der User die Distanz, und das andere Geschlecht kann man sich auch durch einen Identitätswechsel vom Leibe halten. In der politischen Realität ist Berührung aber unvermeidbar. Wollen die Piraten nicht an den einsamen Ufern militanter Männerrechtler stranden, werden sie ihr Schifflein irgendwann in den Gender-Mainstream steuern müssen.
Die wöchentliche Kolumne "Frauensache/Männersache" im Alltagsressort widmet sich Genderthemen und wird abwechselnd von weiblichen und männlichen Autoren geschrieben. Zuletzt schrieb Axel Brüggemann über Frauen bekannter Ex-Politiker, die nun selbst in die Politik drängen.
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"Haben auch die Piraten, Inbegriff selbstgewisser Männlichkeit, vor Frauen in ihren eigenen Reihen einfach nur Angst? Halten sie sie deshalb "unter Deck"?"
Konkret - mit welchen Mitteln halten die Piraten Frauen "unter Deck", wenn Geschlecht bei der Mitgliedschaft keine Rolle spielt? Die affektiv irrationale Furor altfeministischer Parteigängerinnen wird den gestern von Marina Weisband bekannt gegebenen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen wohl auch noch auf Diskriminierung zurück führen. Hoffnungslos und eigentlich nicht der Rede wert, würden nicht genau diese gestrigen Parteigängerinnen den Geschlechterdiskurs noch immer bestimmen. Klar machen zum ändern, *********. Der Kommentar wurde von der Moderation editiert. |
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"Klar machen zum ändern, *******."?!?
***************** Der Kommentar wurde von der Moderation editiert. |
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Den letzten Satz finde ich deutlich unangebracht.
Davon abgesehen: Ich glaube, Marina Weisband hat hier und da durchblicken lassen, dass sie sich in der Rolle der "Vorzeigefrau", bei der die Medien seitenweise über die Frisur, aber höchstens ansatzweise über politische Aussagen berichten, zutiefst unzufrieden ist, dass sie das als diskriminierend empfunden hat, und dass es eine Rolle beim Rückzug spielt. (Übrigens wird sogar von Frau Baureithel ein Halbsatz auf Marina Weisbands temporäre Bezopfung verwendet; ich hab noch nirgendwo eine Beschreibung von Martin Lauers Haartracht gelesen.) Es fiel auch auf, dass ihre gelegentlich als naiv empfundenen Aussagen ("wir sind angetreten um uns überflüssig zu machen") in den Kontext ihrer Mädchenhaftigkeit statt (wie bei anderen Piraten in vergleichbaren Fällen) in den ihrer politischen Unerfahrenheit gesetzt wurden. Glauben Sie nicht, dass das nervt, und eine Rolle dabei spielt, ob man Lust hat, im Rampenlicht zu stehen? |
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Hier wie sonst im Leben gilt wohl: Mann macht lächerlich, was er nicht erträgt - z.B. durch Diminutive.
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schrieb am
27.01.2012 um 08:57
Deutlich unangebracht?
Augsburgs Satz ist ein Fall für den Staatsanwalt. Und wer Diminutive wie "Hänschen" und "gewisse Jungmänner" ins Spiel bringt, darf sich nicht wundern, wenn etwas Kleingeld rausgegeben wird. |
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@Hotel Ostoria
Du scheinst auch ein 'Jungmann' zu sein - für Dich übersetzt: ein junger Mann. Das schließe ich aus der offensichtlichen Tatsache, dass Du die heute nur noch selten zu hörende Wendung vom Hänschen, der nur ein richtiger Hans werden kann, wenn er beizeiten dazulernt, nicht kennst und deshalb persönlich nimmst. Die sich ganz besonders deutlich in der an eine erwachsene, gestandene Frau gerichteten Ansprache ******** ausdrückende "affektive Abwehr" könnte ebenfalls ein Indiz für eine altersbedingte Unreife sein. Ich habe aber schon mitbekommen, dass diese Art Gereiztheit auch bei Menschen nicht mehr ganz so frischer Jahrgänge, die sich als Angehörige rundum unterdrückter, von übermächtigen Feindinnen umgebender Minderheiten fühlen, vorkommt. Der Kommentar wurde von der Moderation editiert. |
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schrieb am
27.01.2012 um 09:33
... warum geht ihr dann auf den scheiss ein, den "hotel ostoria" hier anschleppt?
das ist auch eine bekannte strategie: einem artikel gleich mal mit invektiven gegen seine/n urheber/in zu kommen mit dem "erfolg, dass sich die halbe welt dann nur mehr um die beleidigungen kümmert - aber nicht mehr ums thema. |
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schrieb am
27.01.2012 um 09:41
Angehörige gewisser Minderheiten sprechen von "gewissen Jungmännern", goedzak. Wenn schon denn schon.
Und dass in Rede stehender Artikel der erwachsenen, gestandenen Frau Baureithel weniger erwachsen als in aller Deutlichkeit affektiv diffamierend und ohne Beantwortung einer dreimal gestellten Frage daher kommt, ist Ihrer wie auch immer bedingten Wahrnehmung bisher entgangen. |
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schrieb am
27.01.2012 um 09:46
********
Wahrlich, schlagende Argumente. Der Kommentar wurde von der Moderation editiert. |
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schrieb am
27.01.2012 um 09:52
"Wahrlich, schlagende Argumente."
nee, nur der keil, der auf klötze passt wie: - "affektiv irrationale(r) Furor" - "altfeministische(r) Parteigängerinnen" - "Hoffnungslos" - "eigentlich nicht der Rede wert" - "diese gestrigen Parteigängerinnen" das ist: scheiss. |
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schrieb am
27.01.2012 um 10:14
- "dass sie den Frauen ganz offen den Krieg ansagen"
- "offen gegen Frauen mobilmachen" - "Bastion der Nerds" - "Halten Frauen "unter Deck"?" - "nerdischer Netzuntergrund" - "Piraten an den einsamen Ufern militanter Männerrechtler" Scheiss hoch 3. Keil auf Klotz auf Keil... Keile und Kotz. |
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"Mann macht lächerlich, was er nicht erträgt" - stimmt hier natürlich. Ist aber auch keine Männerdomäne, sondern leider allgemein menschlich.
Davon abgesehen ist es bedrückend, wie die Diskussion entgleist! Persönliche Anwürfe wechseln sich ab mit allgemeiner Leugnung der anhaltenden Diskriminierung von Frauen in der Gesellschaft. Es wäre interessanter, darüber zu reden, ob die Piraten tatsächlich in Geschlechterfragen ein Problem haben (und wenn ja, wieso), ob man das mit Gendermainstreaming in den Griff bekommen könnte, ob sie überhaupt die richtige Interessenvertretung dafür sind, ob es in Ordnung ist, wenn sich Nerds aus dem Informatikerumfeld (das, ganz gleich was die Ursachen sind, überwiegend männlich dominiert ist) zu einer Partei zusammenschließen und dann weniger Frauen drin sind, und ob Gendermainstreaming unzeitgemäß, gescheitert oder auf dem Vormarsch ist. |
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Ulrike Beureithel: "Aber was Hans am Ende noch gelernt hat, ist für Hänschen überhaupt nicht selbstverständlich. Gewisse Jungmänner gefallen sich neuerdings darin, betont unkorrekt zu agieren."
Und dann wird die Gute kritisiert und wirft daraufhin beleidigt ihr Glashaus ein: "Hier wie sonst im Leben gilt wohl: Mann macht lächerlich, was er nicht erträgt - z.B. durch Diminutive." Bestätigt das meine These, dass die "älteren" Feministinnen durch ihren Kampf gegen die Männer, selbst vermännlicht wurden? |
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Richtig! Wer Gender als soziale Kategorie leugnet, leugnet die faktische Diskriminierung des Weiblichen. Zumal die Unterdrückung des Weiblichen global betrachtet werden muss. Zumal hinzugefügt werden muss, dass die Frauen hierzulande die Verbesserung ihrer rechtlichen und faktischen Situation opfervoll gegen die normsetzende Männlichkeit erkämpfen mussten.
Zum Trost: Die Piraten (der Name schon verweist auf eine reine Männervereinigung) gehören zur Verfallsgeschichte des Politischen und werden ebenso schnell aus den Medien verschwinden wie ihre schwedische Bruderpartei. Die schwedischen "Piraten" erreichten bei der Parlamentswahl 2010 gerade mal 1 Prozent der abgegebenen Stimmen - nach den 7 % bei der Europawahl 2009. Und die "Männerrechtler" werden sich in der realen Welt als das erweisen, was sie in der virtuellen Welt längst schon sind: als feige, aus der Anonymität aus operierende potenzielle Gewalttäter - als Fälle für den Staatsanwalt und anschließend für die Resozialisierungsmaßnahmen von Anti-Männergewalt-Projekten. |
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schrieb am
26.01.2012 um 22:29
Die reale Welt droht zwei Zeilen über dem so männlichen Kahlkopf ************. Für was, weiß er selber nicht.
@U.Baureithel Konkret - mit welchen Mitteln halten die Piraten Frauen "unter Deck"? Der Kommentar wurde von der Moderation editiert. |
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Unter dem "Weiblichen" verstehe ich eine biologische Entität, d.h. Daseinsweise, die überformt wird durch soziokulturelle (und mentale und habituelle) Zuschreibungen seitens der normsetzenden Männlichkeiten.
Das "Männliche" zeigt sich (ebenso wie das Weibliche) zersplittert in viele Männlichkeiten, die miteinander um VorHERRschaft konkurrieren, miteinander Zweckbündnisse eingehen und/oder verworfene Männlichkeiten ausgrenzen und unterdrücken. Die Hierarchie der Männlichkeiten ist somit ständig im Umbruch und lokal und global unterschiedlich aufgestellt. So könnte auch irgendwann -aber bestimmt nicht morgen- eine "schwule Männlichkeit" zur dominierenden Männlichkeit werden. Und hierzulande dominiert eine andere Männlichkeit als beispielsweise in Afghanistan. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der "Männerrechtler" habe ich mich lediglich als Kassandra resp. Kassandros betätigt. Würde im Netz nicht der permanente Ausnahmezustand HERRschen, dann würden sie im dort schon als kriminelle Gewalttäter verfolgt werden müssen. Für eine Entschuldigung sehe ich deshalb keinen Anlass. |
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"Die Piraten (der Name schon verweist auf eine reine Männervereinigung) ..."
Auweia. So in etwa wie die "GrünEN" anti-feminstisch sind, weil sie nicht die "Grüninnen" heissen? "Die Piraten" ist so geschlechtsneutral, wie "die Menschen". Oder müssen wir jetzt etwa auch "die Menschinnen" sagen? Ich wünsche mir eine Welt in der Frauen regieren, aber bitte macht die Sprache nicht albern und kompliziert! Entweder man lässt sich eine Alternative für das "-innen" einfallen oder ich diskriminiere aus reiner Faulheit weiter. Und für den Fall, dass ich die Kritik missverstanden habe ... Falls es einfach generell gegen den Begriff "Pirat/in" ging, dann möchte ich erwidern: Die/der Pirat/in ist ein vorbildlicher Beruf. Sie treiben z.B. gerade in Somalia Geld von den Großkonzernen für die eigene Gesellschaft ein. Als positiver Nebeneffekt erholen sich sogar die Fischbestände vor der Küste Somalias. Aber unsere KanzlerIN schickt lieber Soldatinnen und Soldaten hin, um diese Menschinnen und Menschen zu bekriegen. Traurig. |
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Das Meiste: Paste und Copy …
Sinnfreier Blog ergänzt sinnlose Forschung Sei es, dass sie wie die Piraten nach ihrem Sensationssieg das ganze Geschlechterdrama für beendet erklären und selbstbewusst (fast) ohne Frauen auf Kaperfahrt gehen; sei es, dass sie den Frauen ganz offen den Krieg ansagen, indem sie männerrechtlerische Positionen gegen eine als be¬drohlich empfundene Frauendominanz setzen. Hinrich Rosenstock Hinrich Rosenbrock, Jahrgang 1985, studierte von 2005 bis 2008 Soziologie und Geschichte (B.A.) und von 2008 bis 2011 Gender Studies, Sozialpsychologie und Sozialanthropologie (M.A.) an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2009 bis 2011 arbeitete er am Lehrstuhl von Prof. Dr. Ilse Lenz, Soziologie: soziale Ungleichheit und Geschlecht. Seine Studien- und Forschungsschwerpunkte sind soziale Bewegungen, Intersektionalitätsansätze, Migrationssoziologie und Sozialstrukturforschung. Neben seinem Studium arbeitete er 3 Jahre als Freier Mitarbeiter bei der Westfälischen Rundschau. Was macht denn dieser Mann eigentlich … Intersektionalität Unter Intersektionalität wird die Analyse der Verwobenheit und des Zusammenwirkens verschiedener Differenzkategorien sowie unterschiedlicher Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft in einer integrativen Perspektive verstanden. Die Analyse von Ungleichheits- und Unterdrückungsverhältnissen lässt sich nicht auf die isolierte Untersuchung von Kategorien wie etwa Geschlecht, Klasse oder Rasse. Im deutschsprachigen Kontext erscheint in der gender- und queertheoretischen Literatur der Begriff Rasse mit Rücksicht auf die nationalsozialistische Vergangenheit zumeist in Anführungszeichen oder alternativ findet der englische Begriff race statt Rasse Verwendung. Da jedoch mit der Kategorie Rasse und der Analyse ihrer sozialen Konstruktion, ihrer gewaltförmigen Naturalisierung und Hierarchisierung Prozesse der Rassisierung und damit Prozesse der Ausgrenzung und Unterdrückung beschrieben werden, wird hier auf die Anführungszeichen bewusst verzichtet. Diese drei ungleichheitsgenerierenden Faktoren lassen sich auch nicht im Sinne einer „triple-oppression-theory“ bzw. „Mehrfachunterdrückungsthese“ (Lenz 1995) einfach addieren. Denn sie treten in verwobener Weise auf, können sich wechselseitig verstärken oder auch abschwächen. Mit dem Zusammenwirken verschiedener Ungleichheitsmechanismen ändern sich diese sogar. Diese Problematik – die Verwobenheit zwischen verschiedenen Formen der Differenz – führte schon in den 1970er Jahren zur Forderung nach einer vermittelnden und integrativen Analyse von zunächst einmal den drei erwähnten Kategorien Rasse, Klasse und Geschlecht. In den 1990er Jahren tauchte dafür in der englischsprachigen Diskussion der Begriff intersectionality (oder auch intersectional analysis) auf, den die amerikanische Juristin Kimberlé Crenshaw (1989, 1991) ins Spiel gebracht hatte. Dieses Konzept ist auf dem besten Weg, zu einem neuen Paradigma in der Geschlechterforschung zu avancieren (Knapp 2005, Klinger/Knapp 2005). Denn über die Kategorien Klasse, Rasse und Geschlecht hinaus sind auch Kategorien wie etwa Sexualität, Religionszugehörigkeit, Nationalität oder Alter grundsätzlich integrierbar. Sagen Sie mal, Frau Baureithel, haben sie auch Autoren im Programm, die schon mal am Leben teilgenommen haben? Ihre Absonderungen werden in Ermangelung substanzieller Ansätze immer absonderlicher … gibt es keine Schonung? |
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Obwohl ich Ulrike Baureithel hier inhaltlich nicht unbedingt zustimme, finde ich es völlig unangemessen, sie zu beschimpfen. Wenn Sie den Artikel nicht substanziell genug finden, um im Rahmen normaler Umgangsformen zu bleiben, dann lesen Sie doch vielleicht einfach was anderes? Ich finde es schade, wenn die Diskussion nicht inhaltlich stattfinden kann.
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Joscha Bach schrieb am 27.01.2012 um 02:05
Obwohl ich Ulrike Baureithel hier inhaltlich nicht unbedingt zustimme, finde ich es völlig unangemessen, sie zu beschimpfen. Ja, ich hatte gerade auf den SendButton gedrückt, da dachte ich so … Hhmmm vielleicht doch etwas starker Tobak, aber da war’s weg. Tat mir denn auch leid, aber Shit happens. Wenn Sie den Artikel nicht substanziell genug finden, um im Rahmen normaler Umgangsformen zu bleiben, dann lesen Sie doch vielleicht einfach was anderes? Ich finde ihn nicht nur nicht substanziell genug, ich erkennen nichts, das Frau Baureithel nicht schon einmal in modifizierter Form hier von sich gegeben hat und vermeine daraus eine gewisse Zwanghaftigkeit zu erkennen, deren Sinngebung ich nicht im Feminismus verorte. Ich lese nicht nur anderes, ich schreibe auch anderes. Und offen gesagt, werde ich ies hier erst dann ernst nehmen können, wenn meine Friseurin beim nächsten Kahlschlag des noch vollen Haupthaares den emanzipatorischen Aspekt einer geschliffenen Schere mit der Hebung des Brustgewebes durch ein nicht zertifiziertes Implantat korreliert und dann das Menschenrecht auf einen lebenslang wohlgeformten Busen argumentiert bevor sie zu Manni in den Manta steigt. Wenn Frau Baureithel sich dann noch erkühnen könnte, sich dafür einzusetzen, dass diese Friseurin mit 1800 € Brutto nach Hause geht, anstatt sich die Haare von jemandem legen/föhnen/schneiden/locken oder was auch immer zu lassen, der mit 1200 € zufrieden zu sein hat, sind wir dann schon ein ganzes Stück weiter. Was ich damit sagen will … Nun, die ganze Diskussion findet auf einer argumentativen Ebene statt, die diejenigen, die es angeht, gar nicht erreicht. Insofern steht hinter dem argumentativen (für mich äußerst fragwürdigen) Komplex ein akademischer Herrschaftsanspruch, der ÜBER jene sich erheben will, denen helfen und befreien zu wollen er vorgibt. Ich finde es schade, wenn die Diskussion nicht inhaltlich stattfinden kann. Inhalte? Wo? Ausgetretene Pfade in Begleitung einer missgestimmten Leier. Die Menschen in Deutschland und die Menschheit haben definitiv andere als diese Luxusprobleme. Gruß |
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@KunibertHurtig
"Und offen gesagt, werde ich ies hier erst dann ernst nehmen können, wenn meine Friseurin beim nächsten Kahlschlag des noch vollen Haupthaares den emanzipatorischen Aspekt einer geschliffenen Schere mit der Hebung des Brustgewebes durch ein nicht zertifiziertes Implantat korreliert und dann das Menschenrecht auf einen lebenslang wohlgeformten Busen argumentiert bevor sie zu Manni in den Manta steigt." - Verstehst Du eigentlich selber, was Du schreibst? Na schön, das Wesentliche wird recht deutlich, kennt man ja auch bei Dir zur Genüge: Arroganz und Verachtung jedem/jeder gegenüber, dessen/deren Auffassungen Dir nicht passen. Wenn ich mir ganz große Mühe gebe, lese ich aus dem Zeilenwust heraus, dass Du in dem Text von UB die Sozialanalyse und -kritik vermisst? Verständlich, ich habe auch einiges vermisst, z.B. eine Kritik am Musikgeschmack der Piratenmänner. Aber duldsam wie ich bin, sage ich mir, man/frau kann nicht alles in ein paar Zeilen Text unterbringen. Apropos, Sozialkritik und Politikkonzepte. Das wäre doch ein schönes Thema für Dich, den erbarmungslosen Analytiker und Kritiker: Wie sieht es aus mit dem Zusammenhang (!) von Rasse, Klasse und Geschlecht in den Politikansätzen und gesellschaftspolitischen Konzepten der Piraten? Du wirst auch bei denen nicht viel finden. Aber es wäre doch wieder eine gute Gelegenheit, viele, viele Sätze voller Arroganz und Verachtung 'abzusondern', um mal ein Lieblingswort von Dir zu benutzen. Oder bist Du gegenüber den Jungs nicht in der Lage, so 'ne richtige Verachtung aufzubringen? |
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goedzak schrieb am 27.01.2012 um 09:58
Aber es wäre doch wieder eine gute Gelegenheit, viele, viele Sätze voller Arroganz und Verachtung 'abzusondern', um mal ein Lieblingswort von Dir zu benutzen. Oder bist Du gegenüber den Jungs nicht in der Lage, so 'ne richtige Verachtung aufzubringen? Ich werde mich mal kundig machen, weil das mit den Piraten wollte ich eigentlich mal ein paar Jahre abwarten ... Was meinst Du denn? Sollte ich mir das Parteiprogramm vornehmen, oder bestätigte antifeministische Äußerungen oder unbestätigte antoemmanzipazorische Ergüsse? Das ist ja immer so ein Problem, die Frage wo steht das? wer hat das gesagt? wann hatter das gesagt? in welchem Zusammenhang hatter das gesagt? Die Frage nach dem wie hatter das gemeint? wird dann schon von anderen erklärt, aus dem Ansitz heraus, mit entsicherter Flinte, geladen mit Grobschrot, Soziologenprosa und Rehposten. Da heißt es dann in Deckung gehen. Gruß |
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@goedzak
PS Wie sieht es aus mit dem Zusammenhang (!) von Rasse, Klasse und Geschlecht in den Politikansätzen und gesellschaftspolitischen Konzepten der Piraten? Die 10 Seiten geben nicht viel her, ich sagte ja schon: mal ein paar Jahre warten. Aber ich glaube nicht, dass die Patentgesetze ausgehebelt werden können ... Und das mit dem Urheberrecht ... Ich weiß wirklich nicht ob Lady GAGA ein solches zusteht oder ob das was sie so von sich gibt, schutzwürdig ist. Eigentlich sind es Themen, die beileibe nicht gendergebunden sind; warum sich dann jemand darein drängen muss, um gerade diese Debatte in einem Findungsprozess auch noch anzustoßen, geht nach meinem Dafürhalten am Parteiprogramm vorbei. Und wenn ich mich für eine Partei interessiere oder ihr gar beitrete, so doch wohl unter der Ägide des Parteiprogramms. Ansonsten sollte sich doch einfach eine Feministinnenpartei gründen, mit einem entsprechenden Parteiprogramm und sich dann im demokratischen Prozess dem Wahlvolk präsentieren. DAS, und nur das ist der Maßstab, mit dem in einer Demokratie gemessen wird. Aber es bedeutet auch, dass ich mich von den Elfenbeintürmen akademischer Isolation lossagen und dann in die Niederungen des Banalen begeben muss, es bedeutet, dass der Anspruch, den ich erhebe der demokratischen Legitimation bedarf ... und das sehe ich derzeit nicht. |
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Hallo Kunibert,
Deine Frisörin wird vermutlich niemals in den fragwürdigen Genuss eines Brustimplantates kommen, bzw. müsste sich dieses entweder vom Mund absparen, oder durch diesen Manni finanzieren lassen. Hast Du sie mal gefragt, was sie verdient und in welchem Anstellungsverhältnis sie steht? Am Thema (z.B.), prekäre Beschäftigung, lässt sich sehr deutlich zeigen, dass Leute, die Realpolitik ohne Genderdebatte machen wollen, fehl am Platz sind. Denn sie ignorieren die Realität. Es gibt unendlich viele Themen, die "irgendwie" gendermäßig sind, und beiweitem betreffen nicht alle Frauen. Letzteres wäre dann auch ein Argument gegen eine FeministInnen-Partei, denn die Dinge passieren mitten im Leben. Sich (als Partei) nur mit feministischen Themen zu beschäftigen, wäre genauso ein Mumpinz, wie zu behaupten man(n) sei Postgender. Zu den Elfenbeintürmen: Witzig ist, dass immer da, wo Leute (oft Frauen, aber der Zusammenhang sei dahingestellt) den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis -naja- versuchen, ganz schnell andere Leute auftauchen und abwerten, beschimpfen, oder ins Lächerlicherliche ziehen, um dann später zu fordern, man solle sich mal ins echte Leben begeben. Da sind "wir" schon, Kunibert, im echten Leben. Feministische (jung)AkademikerInnen wagen den Schritt aus den Elfenbeintürmen (zum Beispiel zur Frisörin, um sie zu fragen, ob sie es gerecht findet, dass sie sich krumm arbeitet und der Chef der Billigfrisörkette, den Reibach macht), hören den Menschen zu und versuchen zu ändern. Nur: wenn "wir" dann für das, was "wir" beobachten, was "wir" wahrnehmen, beschimpft werden, ist damit niemandem geholfen. |
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luzieh.fair schrieb am 27.01.2012 um 15:47
Hi Luzieh, welch angenehme Überraschung bei seltenem Aufschlagen hier. Deine Frisörin wird vermutlich niemals in den fragwürdigen Genuss eines Brustimplantates kommen, bzw. müsste sich dieses entweder vom Mund absparen, oder durch diesen Manni finanzieren lassen. Das wird sie wohl, da hast Du Recht, war aber auch nur im Zusammenhang mit dem Vorherigen zu sehen. Manni wird seine Kohle in seinen Manta stecken, ist doch auch so was wie ein Implantat oder? Prekäre Beschäftigungen sind inzwischen Stand der Dinge. Und nachdem der europäische Gerichtshof gestern entschieden hat, dass mehrere Arbeitsverhältnisse hintereinander beim gleichen Arbeitgeber unter Zeitvorbehalt abgeschlossen werden können, scheint mir das kein gutes Signal. Breitbrüstig brachte vor kurzen der Verband der Zeitarbeitgeber zur Kenntnis, dass inzwischen mehr als 1 Mio. Mitarbeiter unter Vertrag stehen. Menschliche Jongliermassen, argwöhnisch beäugt von den so genannten festen Mitarbeitern, die vielleicht irgendwann zu 60% des Lohnes auch wieder dort arbeiten dürfen. Elfenbeintürme … Das Problem liegt doch nicht in diesem überschaubaren Rahmen hochintellektuell argumentierender Frauen, die bleiben unter sich und veröffentlichen von Zeit zu Zeit einen Artikel. Das Problem liegt in einer Analyse, die auf Unterstellungen beruht, wie hier schon mehrfach beklagt. Die Diskussion ist abgehoben und gruppenzentriert, damit auch ein wenig verlogen. Was vor einiger Zeit von David Davenport zu lesen war, soll einmal die theoretische Grundlage des Feminismus gewesen sein. Ausdrücklich distanziert hatte sich aber niemand, obwohl die haarsträubenden Thesen jenseits jeden intellektuellen Anspruchs angesiedelt waren. Wie auch immer … Ich sehe in der gebetsmühlenhaften Wiederholung des immer Gleichen keinen Sinn; es wird deshalb nicht wahrer und es ändert nicht viel. Mir will es manchmal so scheinen, als wenn sich dort ein fragiles selbst erhaltendes Netzwerk entstanden ist, sich selbst genugend und stets bestätigend. Und dann kommt wieder die Friseurin ins Spiel; wann wird sie die Sprache verstehen, die sich mit ihr befasst? Oder soll sie die Sprache vielleicht gar nicht verstehen? Dann wäre diese was ich schon zum Ausdruck brachte: Sie ist Herrschaftsinstrument, dient also hauptsächlich dem Selbsterhalt … das ist so ähnlich wie in China: Das Mandarin wird hauptsächlich von der Herrscherkaste benutzt. Und wenn ihr zu den Friseurinnen geht, gut, das ist was Sinnvolles und auch das was ich meine; aber hier eine Kampfschrift abliefern, die Diffamierung, Spaltung und Vermutetem das Wort redet (ist ja nicht das erste mal) ist nicht Schweigen gebietend. Ob die Piraten nun postgender sind oder nicht, sei einmal dahingestellt. Aber die Mechanismen der Politik greifen sofort. Als unter Ferner liefen gestartet, landen die Piraten bei einem Prozentsatz, der postwendend Personalnotstand offenbart. Aber sobald das Geschacher um Posten und Einfluss startet, wird der Mensch, vor allen der politische Mensch, zum Herdentier. Vielleicht hat das krank gemacht … oder abgeschreckt. Gruß |
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Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit, ohne Geifer bestimmte Themen hier im Freitag zu diskutieren? Zum Kotzen ...
Ich hätte eine Frage und eine Anmerkung für Herrn Reitzel. Die Frage: Wieso verwenden Sie den Begriff des "Weiblichen"? In meinen Ohren (und in meinem Kopf) ist das ein biologischer Begriff, der daher die soziale Konstruktion der Geschlechter konterkariert. Ist Ihr Begriff ein anderer - und wenn ja, welcher Art? Die Anmerkung: Auch wenn ich jetzt unfairerweise die anderen drei Kommentare ausblende - Sie sollten sich schämen. Ohne jetzt auch nur den Hauch von Sympathie für irgendwelche selbsternannten "Männerrechtler" bei mir finden zu können (sind sie in ihrer aggressiven Verzagtheit nicht eher niedlich?) - eine beliebige Gruppe von Menschen nur aufgrund einer aus Ihrer Sicht abseitigen Position als Kriminelle zu bezeichnen, ist derart unterirdisch, dass mir die Worte fehlen. Eine Entschuldigung wäre angebracht. |
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Verzeihung, Herr RATZEL muss es heißen. Mea culpa! :-)
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Ich hatte meine Antwort versehentlich weiter oben eingefügt. Deshalb hier noch einmal:
Unter dem "Weiblichen" verstehe ich eine biologische Entität, d.h. Daseinsweise, die überformt wird durch soziokulturelle (und mentale und habituelle) Zuschreibungen seitens der normsetzenden Männlichkeiten. Das "Männliche" zeigt sich (ebenso wie das Weibliche) zersplittert in viele Männlichkeiten, die miteinander um VorHERRschaft konkurrieren, miteinander Zweckbündnisse eingehen und/oder verworfene Männlichkeiten ausgrenzen und unterdrücken. Die Hierarchie der Männlichkeiten ist somit ständig im Umbruch und lokal und global unterschiedlich aufgestellt. So könnte auch irgendwann -aber bestimmt nicht morgen- eine "schwule Männlichkeit" zur dominierenden Männlichkeit werden. Und hierzulande dominiert eine andere Männlichkeit als beispielsweise in Afghanistan. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der "Männerrechtler" habe ich mich lediglich als Kassandra resp. Kassandros betätigt. Würde im Netz nicht der permanente Ausnahmezustand HERRschen, dann würden sie dort schon als kriminelle Gewalttäter verfolgt werden müssen. Für eine Entschuldigung sehe ich deshalb keinen Anlass. |
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schrieb am
28.01.2012 um 11:00
"Unter dem "Weiblichen" verstehe ich eine biologische Entität, d.h. Daseinsweise, die überformt wird durch soziokulturelle (und mentale und habituelle) Zuschreibungen seitens der normsetzenden Männlichkeiten."
Und diese normsetzende Überformung hat zum Ergebnis, dass jene gegen ihren Willen Überformten eine um sechs Jahre höhere Lebenserwartung ertragen müssen. Wirklich übel. Hier betätigt sich kein Kassandros, sondern eher ein *********. |
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Mir scheint, dass der Beitrag übers Ziel hinausschiesst. Das Assoziieren der zumeist männlichen Piraten mit dem Maskulismus geschieht hier primär aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Das geht ja wohl gar nicht. Solang das nicht anders belegt wird, scheint mir das plump sexistisch.
Die These, dass nur offensives Bekenntnis zur Gender-Debatte die Piraten vor dem Maskulismus retten könnte, scheint mir absurd: außerhalb von bestimmten Teilen der Grünen ist die entsprechende Begriffswelt nirgendwo in der Parteienlandschaft anschlußfähig. Daraus zu konstruieren, die FDP oder SPD seien maskulistische Parteien, ist sicherlich absurd. (Umgekehrt heißt das natürlich ebensowenig, dass diese Parteien nicht in Geschlechterfragen unterbelichtet wären.) Übrigens hat Marina Weisband sich durchaus und wiederholt zur Geschlechterproblematik geäußert (die anscheinend weniger innerhalb der Piratenpartei, sondern vor allem im Umgang der Medien mit ihr eine Rolle spielte). Dabei hatte ich den Eindruck, dass sie durchaus sensibel für feministische Themen ist, aber keine Lust hat, sich bei den Genderkampfnerds einzureihen. Das ist ganz unabhängig von der Frage, ob die daran beteiligten Menschen prinzipiell irgendwo rechthaben: sie sind aber eine so kleine und von den derzeit in der Breite stattfindenden Diskursen entfernte Gruppe, dass sie für die Piraten anscheinend keine große Rolle spielen. Die Piraten sind gewissermaßen eine Post-Postmoderne Partei. Wer Frauenrechte auf die Piratenagenda setzen will, wird es schwer haben, wenn er oder sie dabei aus der intellektuellen Rumpelkammer der postmodernen Genderstudies heraus argumentiert. |
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Wer reale Widersprüche und Ungleichheiten nicht zur Kenntnis nimmt, indem er sie einfach leugnet, ist nicht nur realitätsblind, sondern muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich auf diese Weise Privilegien zu sichern. Genau das ist auch das Ziel der sich als Opfer gerierenden Maskulisten. Wer also argumentiert hier mit welchen Versatzstücken aus welcher Rumpelkammer?!
Ich würde nicht behaupten wollen, dass Weisband die Partei verlässt, weil sie sexistisch ist - aber ich nehme sie beim Wort: Sie sagt, dass sie "aus gesundheitlichen Gründen" geht und weil sie ihr Diplom machen will. Es waren mal Frauen, die männliche Politikstrukturen, die mit "dem Leben" unvereinbar sind, kritisiert haben. Aber auch das ist - wie so vieles - vergessen. |
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schrieb am
27.01.2012 um 09:01
Marx und Tonsteine Scherben waren Frauen?
Okay. Konkret, Frau Baureithel - mit welchen Mitteln halten die Piraten Frauen "unter Deck"? |
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schrieb am
27.01.2012 um 09:21
Und Sie gehe zudem an dieser Stelle bloß nicht dem fundamentalen Widerspruch "mit dem Leben unvereinbare Privilegien" nach.
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Indem z.B. Frauen-Netzwerke in der Partei unterbunden werden; das geht aus den Äußerungen von Leena Simon hervor, die deshalb von den Partei-Gurus wegen "parteischädigenden Verhaltens" verwarnt wurde. Um nur ein Beispiel zu nennen. Es muss ja Gründe geben, warum Frauen keine Lust haben, sich in dieser Partei zu engagieren.
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schrieb am
27.01.2012 um 10:03
Leena Simon? Ist das also Ihr "Beweis"?
Der Vorstand des Piraten BzV Stuttgart von 2009/10: Drei von fünf Vorstandsmitgliedern waren damals weiblich, einschließlich der Vorsitzenden. Ganz ohne Quote, ganz ohne dass 60 % der Mitglieder weiblich wären (damals waren das wohl eher 6 %, wenn überhaupt!). 100 % der Frauen, die damals für ein Vorstandsamt kandidiert haben, wurden gewählt. Ein anderes Beispiel ist der aktuelle Bundesvorstand, der auf dem Bundesparteitag 2011.1 gewählt wurde. Für den Vorstand haben insgesamt 23 Männer und zwei Frauen kandidiert. Gewählt wurden fünf Männer und zwei Frauen. Es war also die Kandidatur von 100 % (!) der Frauen erfolgreich, während die männlichen Kandidaturen nur zu 21,7 % erfolgreich waren. |
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schrieb am
27.01.2012 um 10:19
"Es muss ja Gründe geben, warum Frauen keine Lust haben, sich in dieser Partei zu engagieren."
Ja, die gibt es. Nur dass diese Gründe nicht in ideologischen Rumpelkammern zu finden sind. |
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"Wer reale Widersprüche und Ungleichheiten nicht zur Kenntnis nimmt, indem er sie einfach leugnet, ist nicht nur realitätsblind, sondern muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich auf diese Weise Privilegien zu sichern."
Darin muss man Ihnen absolut zustimmen. Männer stellen beispielsweise geschätzte 90 Prozent der Obdachlosen, 93 Prozent aller Berufsunfälle mit Todesfolge, 90 Prozent der Haftinsassen und 75 Prozent der Selbstmörder. Wer solche Ungleichheiten und realen Widersprüche zur Frauen-sind-Opfer-Ideologie nicht zur Kenntnis nimmt, ist nicht nur realitätsblind, sondern muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich auf diese Weise Privilegien zu sichern. |
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Wo werden denn Frauen-Netzwerke in der Piratenpartei unterbunden? Die männerfreie Mailingliste, die Simon einforderte, wurde prompt eingeführt. Das Ergebnis der dortigen Diskussion allein unter Frauen war nullkommanichts, es kam nicht einmal eine Forderung zustande. Außer der "AG Männer" gab und gibt es in der Piratenpartei drei verschiedene Gender-AGs. Ergebnisse? Keine. Und warum solte man Simon für ihr parteischädigendes Verhalten kein parteischädigendes Verhalten vorwerfen? Der Vorwurf ist automatisch falsch, nur weil sie sich politisch geschickt als unterdrückte Frau inszeniert?
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Sidney Davenport schrieb am 27.01.2012 um 11:12
Herr Davenport!!! Wie kommen sie dazu, Frau Baureithel mit einer Wirklichkeit zu konfrontieren, die in Frau B.'s ideologischen Ansatz keine Schublade hat? :-D |
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Die Wirklichkeit hat viele Gesichter. Ich würde mir ja überlegen, in wessen Horn ich hier blase.
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Auch ich stehe der Piratenpartei distanziert ggü, aber eher wegen der diffusen Programmatik und der Auswahl von Streitthemen.
Die Ablehnung die Geschlechterfrage vorrangig bzw. gleichrangig mit anderen zu behandeln hat n.m.E. eher was mit der Prioritätensetzung ggü Reizthemen zu tun und mit Diskurserfahrungen wie hier im thread, die von der Mehrheit als eher kontraproduktiv gesehen werden. Daraus und aus Indizien den Schluss zu ziehen: "Wollen die Piraten nicht an den einsamen Ufern militanter Männerrechtler stranden, werden sie ihr Schifflein irgendwann in den Gender-Mainstream steuern müssen" finde ich etwas abenteuerlich und auch nicht sachlogisch - so als wären Männer mit Vorbehalten ggü Gender-Mainstreaming Männerrechtler oder die Kritik daran würde aus den geistigen Quellen des Maskulismus stammen. Das ist doch arg vereinfachend und befördert eine Kritiklosigkeit an GM-Prozessen, welche sich z.B. auf deren Wirksamkeit beziehen könnte. Um die strukturelle Benachteiligung von Frauen zu beseitigen sind m.A.n. GM wenig geeignet, sie mildern nur die Umstände, erklären und verändern aber nicht die Ursachen. So wählen Frauen nicht nur Berufe mit wenig Perspektiven, sie wählen auch entsprechende Partnerschafts/Familienformen und wundern sich dann über die entstehende Frauen/Mütterfalle und die Schieflagen die dann i.V. zu Männern im Lebenslauf, im Beruf und i.d. Familie entstehen... :( Daran, d.h. an passgenau zu den gesellschaftlichen Erwartungen ausgerichteten individuellen Lebensentwürfen und Bewältigungsstrategien von Frauen , werden auch parteiinterne Frauen-Netzwerke und AKs nichts ändern, fürchte ich. Es braucht mehr berufliche und persönliche (Lebensform) Wahl - und Betätigungsmöglichkeiten für Frauen und Männer (habe ich Lust auf o.g. Schieflagen i.d. Partnerschaft und das bürgerl. Familienidyll im modernen Mütterzuschnitt? Ne Danke!) im Vorfeld - die auch angenommen und gesellschaftl. akzeptiert sind, meine ich. Wenn ich dazu bspw. eine Initiative starte und diese auf eine Parteigründung hinausläuft, kann ich vorhersagen, dass sich wieder eine meinungsführende Gruppe von Frauen absetzt und den Anspruch auf eine geschlechtsexklusive parteiinterne Debatte erhebt, die sich auf kurzem vom Gesamtdiskurs abhebt und verselbständigt. So entstehen parallele Geschlechter-Welten, bzw. so werden sie rekonstruiert. Argumentiert wird dann immer mit dem latenten Dominanzverhalten von Männern in Debatten wie im Netz... Und schon drehen wir uns in dieser Frage wieder im Kreise. Sicherlich sind alle politischen Fragen auch in geschlechtsbezogenen Kontexten zu reflektieren und zu erörtern, aber gehandelt werden muss zwecks Veränderung dann doch politisch und d.h. es geht um eine parteiliche Solidarität und Handlungsfähigkeit - die durch geschlechtszentrierte Lager - und Fraktionsbildungen nicht sonderlich effizient ausgerichtet ist und als solches ganz sicher nicht zur Veränderung von apolitisch-individualistischen Bewältigungsstrategien in der Bevölkerung beiträgt. Da wäre anzusetzen - das macht der Gender-Mainstream aber nicht bzw. da bleibt er wirkungslos, soweit ich sehe. Also warum sollte ich als Mann darauf einschwenken, wenn meine Interessen bspw. an Teilzeitarbeit, an egalitären Bezügen und Beziehungen, an deutungsoffeneren Lebens, Arbeits - und Familienformen dort weder angesprochen noch überhaupt Gegenstand des GM-Diskurses sind? Nene, als Fußvolk mitzugehen für eine Sache, für die nicht einmal die Betroffenen - ausser von gewissen Vorteilen partizipierend - aktiv einstehen, ist meine Sache nicht. I. |
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schrieb am
28.01.2012 um 21:25
Es waren mal Frauen, die männliche Politikstrukturen, die mit "dem Leben" unvereinbar sind, kritisiert haben. wie kommts denn, dass männer und einige frauen politik mit "dem leben" vereinbaren können? was machen die falsch in ihrem leben??? |
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schrieb am
28.01.2012 um 21:26
warum sollten leute ihres geschlechtes wegen netzwerke bilden?
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"Männer stellen... 90 Prozent der Haftinsassen": Sie wollen sicher nicht behaupten, dass die Frauen sie da hingebracht hätten, oder?
Ich finde die These, dass die von Ihnen geschilderten Punkte an der größeren Varianz von Persönlichkeitsmerkmalen bei Männern, und der im Durchschnitt größeren Bereitschaft zum Risiko liegen, ziemlich überzeugend. Es ist auch klar, dass Aggression und Risikobereitschaft dabei helfen, in Führungspositionen aufzusteigen. Den risikobereiten Chefs stehen dann die Gefängnisinsassen gegenüber. Übrigens sind Chefs auch oft überdurchschnittlich groß und imposant, kommen aus sehr reichen und konservativen Familien und fallen nicht jahrelang durch Schwangerschaft, Stillzeit und Krankes-Kind-Betreuen aus. Das sind alles Punkte, die Frauen strukturell beim Aufstieg (und nicht nur da) benachteiligen. |
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Mir ist nicht klar, dass und wo die Piraten die realen Widersprüche und Ungleichheiten (die ich selbst auch nicht in Abrede stelle) leugnen. Ich stimme Ihnen auch zu, dass die Maskulisten das tun, bzw. eine entweder eine Umkehrung dieser Ungerechtigkeiten behaupten, oder aber sich offensiv zu ihnen bekennen (dh. die Benachteiligung von Frauen als positiv, weil naturgemäß darstellen).
Dass die Geschlechterthemen nicht im Kernbereich der Pirateninteressen liegen, ist sicherlich auch klar. Aber wenn man ins Parteiprogramm schaut, so sind die Piraten sicher nicht mit den Maskulisten kompatibel. Mein "Rumpelkammer"-Vorwurf richtet sich nicht gegen den Feminismus (und auch nicht gegen Sie!), sondern gegen die postmodern geprägte Ideologie, die sich in weiten Teilen in den akademischen Genderstudies-Diskursen findet. Diese Strömung hat sich im Universum des eigenen Nabels ein so tiefes Loch gegraben, dass es schwer ist, sie an breite gesellschaftliche Diskussionen anzuschließen. |
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Dieser Postgender-Trick ist mir bei den Piraten sehr suspekt, dazu noch einer, der nicht funktioniert. Es wäre doch viel einfacher gewesen, zu sagen, dass sich tatsächlich noch zu wenig Frauen dafür interessieren oder man sich zuwenig um sie bemüht hat. Und dass sie das ändern wollen usw.
"Der Vergleich zwischen Piraten und Männerrechtlern mag zunächst provokant erscheinen. " Da gibts ein Büchlein von Andreas Kemper "Die Männerrechtler entern die Piratenpartei". www.freitag.de/community/blogs/magda/die-maennerrechtler-entern-die-piratenpartei Da gabs aber auch noch andere Stimmen hier im Freitag dazu. Mir schien das einleuchtend. |
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schrieb am
27.01.2012 um 13:32
Noch einfacher wäre es doch, wenn Sie Magda in Vertretung für jene Frauen offen aussprächen, dass sie wie ehedem auf Händen über die Schwelle getragen werden möchten.
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Unsachliche Unterstellungen - welcome to the Hotel Ostoria...
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"Noch einfacher wäre es doch, wenn Sie Magda in Vertretung für jene Frauen offen aussprächen, dass sie wie ehedem auf Händen über die Schwelle getragen werden möchten."
Wie denn jetzt "Schwelle", ich denke die Piraten haben niederschwellige Angebote. Wenn das "um sie bemühen" in Ihnen nur solche Assoziationen weckt...naja. |
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schrieb am
28.01.2012 um 10:46
Dass zwei drei Zentimeter Holz für die älteren Jahrgänge zuweilen ein Hinderniss darstellen können, ist ja unbestritten. Jedoch ist die körperliche und geistige Verfasstheit dieser Jahrgänge nicht der Maßstab für unsere der männlichen Hilfestellungen längst nicht mehr bedürfenden Selfmadefrauen - schon gar nicht bei zwei drei Zentimetern Holz (siehe luzieh.fair). Erst recht nicht, wenn es wie bei den Piraten keinerlei Schwelle gibt, da bekanntlich nicht in Weiblein und Männlein geteilt wird, was nach Magda wiederum ein "postgender-Trick", denn mit keiner Schwelle hält Mann Frau "unter Deck". Perfide diese Piraten.
Wie leicht sich doch Frauen weiterhin austricksen lassen. Aber Respekt, Magda, für Ihre durch keinerlei Patriarchatstricks zu beirrende, kristallklar Analyse. Ihnen kann Mann eben nix vormachen. ;) usw usw |
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Frau Baureithel,
da ich aus Bayern komme, fühle ich mich durch Ihre Bezeichnung "Bayerische Stiernacken" verächtlich gemacht. Ich bin nicht gewillt, das hinzunehmen! § 130 StGB, Abs. 2 (Volksverhetzung): ...die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft." Ihre Männerverachtenden Untertöne zeigen mir vor allem eines: "Gestrig" sind alte, richtig ALTE Feministinnen, die die Situation der Geschlechter auf die der 50er Jahre reduzieren, die die Zeichen der Zeit nicht kapieren können, und KEINEN PLAN haben, was sich für die Frauen und Männer verändert hat. Für alle anderen, die Interessierten: DIE ZEIT: "Die Schmerzensmänner" www.zeit.de/2012/02/Maenner/seite-1 DER SPIEGEL "Lieber Nicht" www.spiegel.de/spiegel/0,1518,809420-2,00.html Und Frau Weisband hat doch nur schlechten Sex, wie sie neulich bei Facebook / Twitter postete: "Verschiedene, legitime Meinungen gegen einander zu diskutieren ist besser als Sex." Frau Baureithel, ich denke, dem können Sie zustimmen?! |
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Ich bin doch immer wieder überrascht, dass ein solch kleiner Einwurf, der nie vorgab, eine Gesamtanalyse der Piraten (samt ihres Musikgeschmacks, für den ich mich auch nicht kompetent fühle) zu sein, solche Erregungszustände hervorrufen kann. Mit dem letzten Satz sollte übrigens nur angedeutet werden, dass, wollen die Piraten sich auf Dauer stellen, sie doch an den Frauenstränden fischen müssen, es sei denn, sie wollen als viriles Fähnlein weitersegeln. Mich überzeugt die fehlende Netz-Affinität von Frauen übrigens nicht; es ist eher das damit verbundene Sozialverhalten, das Frauen abschrecken dürfte.
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Ulrike Baureithel schrieb am 27.01.2012 um 11:39 Ich bin doch immer wieder überrascht, dass ein solch kleiner Einwurf, der nie vorgab, eine Gesamtanalyse der Piraten (samt ihres Musikgeschmacks, für den ich mich auch nicht kompetent fühle) zu sein, solche Erregungszustände hervorrufen kann. Ihr Artikel ist ein Honey-Pot ;-) |
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Frau Baureithel,
KÖNNEN oder WOLLEN Sie nicht verstehen? SIe ahnen ja gar nicht, wie sch..egal mir Ihre Analyse der Piraten ist...! Wie Gender sind die Piraten, ..? Gott, ist das langweilig!!! Keine "Erregungszustände" sondern WUT bekomme ich, wie sie mit Ihrer Männerverachtung auch mich meinen - und das glauben, auch noch ungestraft äußern zu dürfen. Und Männerdiskriminierung leugnen? => Posting Sidney Davenport! Sie werden sich noch wundern... |
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@Männerschmiede
Ein Mann, der gewählt hat, seines Glückes Schmied zu sein, gestaltet das rohe Stück Eisen nach dem Bild, das er von seinem Ziel, seinem Glück im Kopf hat: In der Männerschmiede steht Mann kraftvoll in der Hitze zwischen Esse und Amboss, in den Händen den Hammer und die Zange, die das Werkstück festhält, es wandert zwischen Esse, Amboss und Wasser, so bearbeitet der Mann mit Kraft und Sorgfalt sein Werkstück, sein Glück, er schaut auf sich und sein Werkstück, Schweiss rinnt, und es wird … Es spricht nicht gerade für den kraftvollen Mann, wenn so ein bißchen Kritik Sie derart in Wut versetzen kann. |
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@Maennerachmie.de:
Sie haben mit Ihrer Anmeldung in der Freitag-Community bestätigt, dass Sie die AGBs und die Netiquette befolgen werden. Das Bedrohen einer Redakteurin verstößt eindeutig gegen diese. Sollten Sie Ihr Verhalten nicht entsprechend mäßigen, werden wir Ihren Account sperren. Betrachten Sie dies als gelbe Karte. |
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schrieb am
27.01.2012 um 13:12
Na aber hallo derfreitag, am Beginn des Threads steht noch immer eine Drohung
**********. ********** Der Kommentar sowie der, auf den er sich bezieht, wurden von der Moderation editiert. |
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schrieb am
27.01.2012 um 13:25
Im Gegenteil, Tictacgirl, IM GEGENTEIL!
Es spricht für einen kraftvollen Mann, dass er zu seinen Gefühlen steht, sie im Positiven wie im Negativen lebt, auslebt, um sich, seine Werte zu schützen und zu verteidigen. Ein WERT ist Respekt, auch und gerade vor Männern und Andersdenkenden. Und der geht der Autorin offensichtlich gründlich ab. Was ich da oben lese ist nicht "ein bißchen Kritik", sondern Diffamierung! DAMIT MUSS SCHLUSS SEIN, und bei mir ist da eine Rote Linie überschritten - und JA! Das macht mich WÜTEND! "Stiernackig"e Grüße aus Bayern! Thomas @Freitag: SIE publizieren doch Männerverachtung - da wird sich die Redakteurin auf Konsequenzen einstellen müssen. Seien Sie einfach dankbar, dass ich Sie gewarnt habe! |
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Maennerachmie.de schrieb am 27.01.2012 um 13:25 Im Gegenteil, Tictacgirl, IM GEGENTEIL! Wenn Sie keine anderen Argumente haben, als die Verballhornung meines Namens ... Ein WERT ist Respekt, auch und gerade vor Männern und Andersdenkenden. Finde ich auch, deshalb: mein Nick ist THINKTANKGIRL Ansonsten: Es braucht niemanden um Sie zu diffamieren, das erledigen Sie schon ganz gut selber. |
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schrieb am
27.01.2012 um 14:41
Meine Argumente konnten Sie lesen, vielleicht nicht verstehen, Sie sind auf jeden Fall nicht drauf eingegangen.
Weil und wenn SIE kein Argument haben, als auf die korrekte Schreibweise Ihres Nicks zu pochen, da weiss ich, wo die Frauenbewegung steht. Daher, völlig diffamierungsfrei, Think!, Tankgirl: Girl? Gut, Mädchen, ich sage: DANKE! |
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Dieser Artikel erscheint mir doch sehr undifferenziert.
Das in der Piratenpartei die Repräsentanz der Männer überwiegt, bestreiten selbst die Piraten nicht. Aber tatsächlich ist dies strukturell in allen Parteien der Fall, Geschlechtsquotierung hin oder her. Anstatt nun herumzujammern, machen die Piraten das einzig richtige, sie setzen sich über diesen Umstand hinweg und ignorieren das Gendermainstreaming einfach. Dass ist nicht rückständig, sondern sogar höchst fortschrittlich. Immerhin ist Frauendiskrimierung nicht strukturell sondern kulturell angelegt - keine Quote kann über die Bewertung und über die Betrachtung von Frauen in der Politik hinwegtäuschen. Tatsächlich bringt die Frauenquote eben auch so manche Idiotie mit sich, da werden innerhalb der Parteien dann tatsächlich händeringend Frauen für irgendwelche Posten angequatsch, weil sie sonst nicht besetzt werden können, während sich bei gemischten (oder Männer)-Listen die Konkurrenz verschärft wird. Das Ergebnis ist dann eine Besetzung mit unwilligen oder inkompetenten Frauen, mangels Alternative und Nicht-Berücksichtigung fähiger Männer wegen ihres Geschlechts. Teilweise artet dies sogar dahingehend aus, dass transgender Frauen wegen ihres amtlichen Geschlechts nicht als Frau anerkannt werden - oder: Es zählt nicht die Eigenbetrachtung sondern die gesellschaftliche Norm. Ähnlich absurd ist die Begründung quotierter Redelisten: Frauen werden hier die Attribute Schüchternheit, Ängstlichkeit und Devotheit zugeschrieben. Damit wird das traditionelle westliche Frauenbild reproduziert und nicht hinterfragt. Abgesehen davon, dass diese Eigenschaften auch auf viele Männer zutreffen. Wenn die Argumentation für quotierte Redelisten stichhaltig sein soll, dann müsste es eine Liste für dominante Personen und eine devote Personen geben - unabhängig ihres Geschlechts. Nur wer will denn hier eine Einteilung vornehmen die bürokratisch-formalen Kriterien standhält? Konsequent ist es daher, das Geschlecht nicht mehr als Kriterium heranzuziehen, um danach das Handeln auszurichten. Genau dies macht die Piratenpartei eben auch. Daraus aber Chauvinismus abzuleiten, ist ein sophistischer Trugschluss. Wenn es Chauvinismus in der Piratenpartei gibt, dann aus kulturellen Gründen, die in der Gesellschaft zu suchen sind und nicht aus strukturellen Gründen. Entsprechend ist die Lösung in der psychoanalytischen Introspektive statt in der administrativen Erbsenzählerei zu suchen. Genau dies liefert Gendermainstreaming aber nicht, im Gegenteil: Gendermainstreaming ist ein reaktionäres bürgerliches Projekt, welches auf die Verhärtung von kulturellen Geschlechterdifferenzen abzielt. Hier geht es um die Identität mondäner Frauen und Männer in ihrer bürgerlichen Geschlechterrolle, wo lediglich über die Verteilung gesellschaftlicher Beuteressourcen gestritten wird. Die Autorin hätte gut daran getan, einmal die Klassiker des emanzipatorischen Feminismus zu lesen, beispielsweise Jutta Menschik "Gleichberechtigung oder Emanzipation?", wo gerade über den historischen Materialismus die Unterschiede proletarischer und bürgerlicher Frauenbewegung hergeleitet werden und das Fazit gezogen wird, dass bürgerliche Frauenbewegung in ihrem Kern reaktionär ausgerichtet ist. Etwas, was die modernen "feministischen" Akademikerinnen so ungern hören, da es eben immer um ihre Privilegien geht. |
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Wenn ein Artikel schon mit "werden ... müssen" endet ...
Aber egal, ich sehe das recht locker. Solche Gender-Domga-Artikel mitsamt einer dazugehörigen Pregender-Community verschwinden bald hinter einer Paywall, wo sie dann ganz unversehens in der Vergangenheit ankommen und ihrer zahlenden Leserschaft das Abo vermiesen werden, während die Piraten offene und freie Strukturen weiter ausbauen. Man muss nicht unbedingt Geschichte, Wirtschaft, Soziologie, Psychologie, Marketing oder Medienwissenschaft studiert haben, um zu wissen, wer letztendlich Erfolg haben wird. |
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Was haben Print-Medien mit Holzkäfigen gemeinsam?
So einiges, sagt mein Verstand. |
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Ich möchte darauf hinweisen, dass der Artikel abgesehen von einem einzelnen Zitat von Marina Weisband keinerlei Belege bringt für die vorgebrachte Position (z.B. wo "die Piraten" explizit Geschlecht als soziale Kategorie leugnen). Weder hat die Autorin offenbar das Parteiprogramm zur Geschlechter- und Familienpolitik gelesen (wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Geschlechter-_und_Familienpolitik), noch hat sie sich mit der feministischen Diskussion innerhalb der Piratenpartei auseinandergesetzt (kegelklub.net/blog/).
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schrieb am
27.01.2012 um 16:59
Auch wenn es "nur" die Meinung der Autorin ist, sollte es trotzdem erlaubt sein anscheinend zu geringe oder unvollständige Recherche anzumerken ;-)
Besonders wenn sie so harsche Kritik beinhaltet! |
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Ich stimme der Autorin zu:
In der Geschlechterfrage ist die Piratenpartei leider wirklich von gestern. Das ist sehr schade. Denn die strukturelle Diskriminierung von Bevölkerungsteilen (und Frauen machen sogar 51% der Bevölkerung aus!) in der Gesellschaft wurde noch nie durch die primitive Behauptung abgeschafft, dass es keine Diskriminierung gäbe und alle Menschen doch längst gleich behandelt werden würden. Die Behauptung der Piratenpartei, das Geschlecht spiele heutzutage keine Rolle mehr, ist absolut unrealistisch. Sie verschleiert nur die Realität, was es erschwert gegen die Diskriminierung anzugehen und somit die weitere Diskriminierung begünstigt. Die lange Auflistung der bestehenden Frauendiskriminierung in unserer immernoch patriarchalischen Gesellschaft, von der Lohndiskriminierung (Frauen erhalten über 20 % weniger Lohn für die gleiche Arbeit) bis zur enorm weitverbreiteten Gewalt gegen Frauen, spare ich mir jetzt, sonst würde dies ein ellenlanger Kommentar. Nur soviel: Jede Person, die weder Tomaten auf den Augen, noch auf den Ohren hat, kriegt mit, das Frauen in unserer Gesellschaft heutzutage immernoch massiv diskriminiert werden. Warum die Piraten diese Tatsache nicht wahrnehmen (wollen?), ist unverständlich. |
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schrieb am
28.01.2012 um 21:39
Jede Person, die weder Tomaten auf den Augen, noch auf den Ohren hat, kriegt mit, das Frauen in unserer Gesellschaft heutzutage immernoch massiv diskriminiert werden. frauen diskriminieren sich in erster linie selbst und gegenseitig, indem sie nach wie vor "weibliche" stereotype eigenschaften kultivieren. als rechtfertigung für nichtbeteiligung wird dann männliche dominanz resp. diskussionskultur vorgeschoben, um gemütlich in passivität verharren zu können und die anderen auch noch schuld sind. es wird zeit, dass feminismus mal bei den frauen selbst ansetzt. |
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"frauen diskriminieren sich [...] selbst und gegenseitig, indem sie nach wie vor 'weibliche' stereotype eigenschaften kultivieren." Dem stimme ich in dieser Form voll zu.
Auf der anderen Seite gibt es definitiv "männliche dominanz resp. diskussionskultur" usw. die immer noch genau die vorher benannten 'weiblichen' Eigenschaften erwarten, und dadurch auch mit bedingen. Eine Frau die sich von einem gesellschaftlich geformten 'weiblichen' Rollenbild lösen will, muss sich an allen Fronten mit verkalkten Erwartungshaltungen auseinandersetzen. Gemütlich passiv ist das ganz sicher nicht. Eher furchtbar nervig und ermüdend. Ich persönlich verstehe den post-gender Ansatz der Piraten so, dass sich von der geschlechtsspezifischen Diskriminierung (egal ob auf biologischer oder kultureller Ebene) gelöst werden soll. Das kann ich nur befürworten. Man muss sich aber tatsächlich die Frage stellen warum nicht mehr Frauen Führungspositionen übernehmen (wollen). Und das liegt meiner Meinung nach an einer Diskriminierung durch beide Geschlechter. An einer mangelnden Netzaffinität kann es m. E. bei den Piraten nicht liegen. Frauen sind zum Beispiel häufiger im Netz, oder spielen Online-Games etc. als man vermutet (die Quelle müsste ich jetzt erst suchen)... Ich habe schon häufiger die Feststellung gemacht, dass Frauen sich im Internet weiblich (oder in einem 'weiblichen' Rahmen) darstellen. Ich tagge das mal Prinzip fluchende Elfe. Auch schön sind 'Feministinnen' die sich in Hotpants und high heels ablichten lassen. Frauen können anziehen was sie wollen und trotzdem feministisch sein. Allerdings sollte man sich doch bewusst sein, dass ein veröffentlichtes, derart sexuell aufgeladenes Bild bereits in den Medien und der Werbung vielfach als Projektionsfläche der Männlichkeit dient. Die Bildunterschrift Feministin bricht da keine Muster. Auch nicht wenn man im Interview dann erzählt dass man strickt. Fehlt nur noch Kochen als Hobby. Das ist meiner Meinung nach kein post-feminism oder was weiß ich, sondern einfach nur kontraproduktiv. |
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mich würde bei derartigen Problemzeichnungen eines interessieren: muss ich mir das so vorstellen, dass da eine große Gruppe Frauen sind, die sich für die entsprechenden Positionen interessieren, aber von den Männern mit Macht davon abgehalten werden, sie zu besetzen? Oder gibt es gar nicht genug Frauen, die so an den zur Debatte stehenden Positionen interessiert sind, dass sie sich aktiv darum bemühen würden?
Manchmal habe ich den starken Verdacht, dass viel zu viele Idealisten davon ausgehen, dass in Politik oder Wirtschaft Positionen nach Kompetenzen besetzt werden, dass der/die Leistungsstärkste den Chefposten bekommt, und überhaupt alle Positionen nach den Kompetenzen der zur Verfügung stehenden MitarbeiterInnen besetzt werden. Jeder, der real in Politik, Industrie, Wissenschaft oder wo auch immer arbeitet, weiß, dass das Blödsinn ist. Den Chefposten bekommt der, der sich durchsetzt, selbst wenn der Konkurrent fünfmal so kompetent ist. Männer untereinander gehen so miteinander um. Ich weiß nicht, was Frauen auf die Idee bringt, mit ihnen würde anders umgegangen werden. Irgendwelche obskuren Ideen aus SozialarbeiterInnengehirnen vielleicht, edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Vergesst es. Manchmal habe ich das Gefühl, manche Frauen wollen auf die Sessel der Macht gehievt werden, statt sie sich zu erkämpfen. Und danach sollen alle rundum vergessen, dass sie dorthin gehievt wurden. So funktioniert das aber nicht. Beruf und Politik sind Orte massiver Verdrängungswettbewerbe. Stellt euch dem Wettbewerb, stellt euch um jeden Preis, wenn ihr ein Interesse daran habt. Aber jammert nicht, wenn die Mehrzahl von euch, wie auch die Mehrzahl aller Männer nicht an die großen Fleischtöpfe gelangt. Willkommen im wahren Leben. |
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Reale Widersprüche und Ungleichheiten...
Zeit für meine, hier und dort schon bekannte, kleine Lieblingsgrafik zu dem Thema: meykosoft.jimdo.com/anderes/ |
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Kannst Du die Statistiken, die dem Zugrunde liegen auch online stellen?
Momentan sehen die Zahlen nämlich aus, als gäbe es einen direkten Zusammenhang zwischen der Tätigkeit in Aufsichtsräten und den anderen aufgezeigten quantitativen Ungleichheiten... Das wäre ja eine Erkenntnis, die veröffentlicht gehört... ...ein Skandal nahezu: "Aufsichtsräte fördern Krimininalität, Depressionen, Suchtproblematiken und Benachteiligung von Männern im Bildungs- und Sozialsystemsystem" |
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Hier wird derselbe Fehler gemacht, der mich auch bei den Gründen ständig aufregt: Es wird nicht zwischen einer Partei und dem Rest der Gesellschaft unterschieden. Daraus, dass Frauen in der gesellschaftlichen Praxis noch merklich benachteiligt werden (jedenfalls im Ergebnis), kann man nicht folgern, dass das auch innerhalb einer Partei so ist.
Man wird auch mit noch so viel Gerede nicht darum herumkommen, dass sich irgendwann mal eine Frau entscheiden muss, irgendwas zu tun. Also zu kandidieren oder auch nur mal etwas zu sagen (auf den durchquotierten Parteitagen der Grünen klappt ja nicht mal letzteres; es ist erbärmlich). Es ist nicht sachgerecht, da von Unterdrückung zu sprechen. Und wenn "die Frauen" keine Lust haben, bei den Piraten mitzumachen, dann ist das zunächst mal die Schuld, genau, der Frauen. Es ist nicht so, dass man zwingend Frauen braucht, um frauenförderliche Politik zu machen. Bei den Piraten könnte keine einzige Frau aktiv sein, und dennoch könnten sie sich am stärksten für den Abbau praktischer Benachteiligungen einsetzen. Umgekehrt kann auch eine Partei mit hohem Frauenanteil dabei versagen. Es ist deshalb wichtig, beide Aspekte getrennt zu betrachten. Entweder machen die Piraten gute Frauenpolitik, dann ist es völlig egal, wie ihr interner Frauenanteil ist, oder sie machen schlechte Frauenpolitik, dann muss man nach den Gründen dafür fragen bzw. sie dafür kritisieren. Aber nur auf den Frauenanteil zu schauen und daraus die Andeutung zu basteln, die Frauenpolitik der Piraten könne nur schlecht sein, ist eine Unverschämtheit. Aber solche Unverschämtheiten gehören offenbar in einer bestimmten Ecke einfach dazu. |
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guter Artikel. Zu mehr haben ich keine Zeit. Man kann sich nicht jedes mal wieder im Forum bei Sexismus-Diskussionen aufreiben. Zu Aufmunterung deshalb ein kleiner Comic, der das wütende Gepöbel hier ins rechte Licht rückt :-D:
www.gabbysplayhouse.com/wp-content/doodles/sexism-all.jpg |
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Liebe KommentatorInnen,
ob substanziell oder nicht, danke für eure lebhafte Entrüstung. Und danke auch für die vereinzelten Verteidigungsreden. Die Auseinandersetzung könnte in der Community immerhin dazu führen, das Piraten-Gewese (vor Ort) genauer zu verfolgen, ich scheue auch den Aug-in-Aug-Streit nicht mit ihnen. Wenn 5 Prozent der Bevölkerung offenbar relativ blind bereit sind, die Piraten zu wählen, lohnt sich das schon - und übrigens nicht nur hinsichtlich ihrer frauenpolitischen Positionen, sondern auch im HInblick auf das Einpunktprogramm "Transparenz", diesem Kampfbegriff zur Vernebelung tatsächlicher Verhältnisse. Wer es aber mit wirklicher Transparenz hält, sollte nicht zu feigen anonymen Anwürfen und Schlimmerem im Netz greifen. Oder was meinen Sie? |
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Die Piratenpartei ist nach meiner Wahrnehmung zuallererst ein Magnet für ein diffuses Protestpotential in der Bevölkerung, dass ein erhebliches Mißtrauen ggü den etablierten Parteistrukturen besitzt.
Als eine echte Protestpartei, d.h. eine die das Sprachrohr außerparlamentarischer Opposition sein könnte, sehe ich sie nicht und glaube auch nicht, daß die Kokettierei der Führungsspitze damit irgendwie wahlrelevant werden könnte. Vielmehr ist es die basisdemokratisch orientierte Partei-Diskussion das wesentliche Kennzeichen der Piraten. Damit haben gerade Frauen allerdings schlechte Erfahrungen gemacht, denn oft entscheidet in der Basisdemokratie das Mitbringen von Freunden und lautstarkes Vertreten von publikumswirksamen Thesen. Die inhaltliche Debatte scheint mir der Knackpunkt dieser Parteistruktur, was bei aller parteiinternen Transparenz am diffusen Parteiprogramm ablesbar ist. Dennoch: die Piraten versammeln einen oft jugendlichen Unmut, mit dem zu diskutieren sein wird. Daher plädiere ich dafür mit den Parteigängern zu reden und mit Zielrichtung auf eine erneuerte politische Diskussionskultur zusammenzuarbeiten. Diese Debatte an der bei den Piraten vernachlässigten bis übergangenen Geschlechterfrage aufzuhängen, scheint mir mit Blick auf die dort vorhandenen - hier nachlesbaren - Ideologisierungen und Polarisierungen wenig hilfreich. Vielversprechend scheinen mir punktuelle Bündnisse und die Erörterung von Streitfragen bspw. auf Podiumsdiskussionen, wo Geschlechterparität viel leichter herstellbar ist, als in Vollversammlungen die von Rede-Platzhirschen dominiert werden können. Ansonsten denke ich, dass organisierte Frauen mit den Piratenfrauen zu konkreten Sachthemen zusammenarbeiten können und diese Fragen in überparteilichen Diskursen am Besten angesiedelt wären - jedenfalls wäre da für mich der Zugang als Mann erheblich erleichtert und nicht von o.g. Erblasten so derart vorbelastet, dass mir jedweder Beitrag zu einem konstruktivem Geschlechterdialog schon im Vorfeld aufgrund meines Geschlechts abgesprochen wird. DAS, d.h. die Exklusivbeanspruchung von Geschlechter - als Frauenthemen ist nämlich meine Erfahrung mit ansonsten berechtigten und produktiven Zusammenschlüssen in Parteien und Orgs in den letzten Jahren. Soweit erstmal dazu. I. |
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schrieb am
30.01.2012 um 08:46
Baureithels lebhafte Entrüstung mit einer ganzen Reihe von Kampfbegriffen wie
- "dass sie den Frauen ganz offen den Krieg ansagen" - "offen gegen Frauen mobilmachen" - "Bastion der Nerds" - "Halten Frauen "unter Deck"?" - "nerdischer Netzuntergrund" - "Piraten an den einsamen Ufern militanter Männerrechtler" - "Piraten-Gewese" - "Vernebelung" ... ist weniger ein "genauer verfolgen", als haltloses diffamieren. In Werl ist bekanntlich der Ortsverband der Linken samt Fraktion zu den Piraten übergetreten. “Wir wollen soziale Politik machen, aber ohne Denkverbote”, begründet der 40-jährige Fischer seinen Wechsel. Zu dogmatisch, ideologisch und autoritär sei die Linkspartei gewesen. Er und seine sechs Mitstreiter seien hingegen “Freigeister”. Deswegen würden sie sich nun auch besser bei den Piraten aufgehoben fühlen. Das sieht deren Vorsitzender im Kreis Soest, zu der die Stadt Werl gehört, genauso. ... Der Werler Aderlass ist für die Linkspartei kein Einzelfall. Zahlreiche Aktivisten, darunter auch etliche Mandatsträger, haben der bunten Truppe mittlerweile an Rhein und Ruhr den Rücken gekehrt. www.taz.de/Linke-Politiker-treten-Piraten-bei/!86454/ Der Eindruck entsteht, dass mit Mitteln der gezielten, wenn in vorliegendem Fall auch tumb offensichtlichen Diskreditierung ein politischer Mitbewerber als "NO-GO" gekennzeichnet werden soll. |
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"Als eine echte Protestpartei, d.h. eine die das Sprachrohr außerparlamentarischer Opposition sein könnte, sehe ich sie nicht und glaube auch nicht, daß die Kokettierei der Führungsspitze damit irgendwie wahlrelevant werden könnte."
Wohl wahr. Und ich habe auch gar nicht bestritten, dass die Piraten einer gewissen Klientel "zu ihrem Ausdruck verhilft". Aber wenn sie es nötig haben, die Gesellschaft grundierende Widersprüche zu leugnen und daraus noch eine Ideologie machen, muss das schon Gründe haben. Wenn Frauen zu Sachthemen mit ihnen zusammenarbeiten wollen - wohl denn. Wir werden sehen, was dabei herauskommt. PS. Ich lese gerade, dass die Piraten künftig in Sachen Gesundheit mit der Rentnerpartei zusammenarbeiten wollen. www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article13843390/Piraten-und-Rentnerpartei-ruecken-zusammen.htmlAlte und Junge, wohl denn. Es soll ja auch Rentnerinnen geben... |
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Feministinnen die Springer lesen!
Nur weil Friede Spinger den Verlag besitzt und die "Kanzlerin" gemacht hat, sind ihre Blätter noch lange nicht seriös. Schon gar nicht für Feministinnen! |
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Sie bereiten die gängigen Vorurteile gegen diejenigen gesellschaftlichen Bewegungen, welche nach den Alt-68er Bewegungen, No-Future-Angehörigen oder Wiedervereinigungsverlierern in diesem Land gebildet haben, herzerfrischend auf. Beruhigend für die eigene (paranoide) Seele ist dabei, dass nicht nur Man(n) - ich liebe diese feministische Verballhornung der Weltmacht "man" - sich über Ihresgleichen köstlich amüsiert. Soviel zum Inhalt Ihres Beitrages.
Zur Form sei angemerkt, dass Sie an den entscheidenen Argumentationspunkten ausweichen und methaphorische Platitüden bemühen, um die inhaltlichen Schwächen Ihrer Darbietung zu übertünchen. Beispielsweise ist das "Zopfbild", welches Sie bewusst mit Frau Timoschenko verbinden, um die Unaufgeklärtheit des Zoftragens in quasi diktatorischer Disharmonie aufgehen zu lassen, nur der blasse Versuch, Frau Weisbands Äußerungen solzialevolutionär VOR Ihr eigenes Geburtsdatum zu setzen - fehlt nur noch, dass Sie die Müttervereine aus der Vorkriegszeit heranzitieren - bravo! Dass es diese Generation - und da beziehe ich die "Piraten" und ihre Zielgruppe mit ein - mit dieser mutmaßlichen Unaufgeklärtheit und Verblendung bezüglich tatsächlich überkommener Genderdebatten geschafft hat, Weiblichkeit und Frausein vom Konkurrenzdenken und Wettbewerbsstreben abzukoppeln, dem Sie in Ihrem Alter wohl noch zu häufig begegnen, können Sie natürlich nicht aus persönlichem Erleben kennen - woher auch? Genausowenig kennen die Jungen Menschen U30 in diesem Land aber die Gegensätze, deren Existenz Ihresgleichen posthum verherrlicht und Männer pauschal brandmarkt! Schämen Sie sich Ihrer Verblendung und behalten Sie Ihrerseits Platitüden und rethorische Seniorität gefälligst an den Stellen zurück, wo sich demokratische Blüten auf dem Boden verrotteter Genderdebatten entwickeln - danke. |
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Schäumende Bobos, die sich getroffen fühlen, weil sie getroffen wurden, sind doch immer wieder vergnüglich zu lesen. Wie könnt ihr euch selbst ernst nehmen?
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Was für eine gequirlte Scheiße!
Eine Frau von gestern, will der jungen Generation von heute die heutige Welt erklären? Schon mal auf die Idee gekommen, dass es an den Frauen selbst liegt? Was kann ich zum Beispiel dafür, dass sich meine Klassenkameradinnen Mitte der 90er noch keinen Computer zum Geburtstag gewünscht haben? Mal ganz davon abgesehen, dass viele Männer das Internet auch anders nutzen. Da fühle ich mich eher übrigens eher wie die meisten Frauen, weil ich das Internet auch eher fülle als programmiere. Und ja ... die Piraten haben ein paar bescheuerte Arbeitsgruppen, die zum Glück auch nicht viele Mitglieder haben. Dazu gehört auch die AG Männer. Schreckliche Gruppe. Dem kann ich nur 100% zustimmen. Aber wenn jetzt altbackene Feministinnen aus Ignoranz die Partei für Frauen unattraktiv machen, dann ist nicht die Partei schuld, wenn sie zu wenige Frauen anziehen. Die Piraten sind anders als andere Parteien. Und das ist das Moderne, was hier scheinbar ein paar Frauen nicht bemerken wollen. Die Piraten sind wie WikiPedia. Der Schwarm bestimmt den Inhalt. Und die AG Männer wird hoffentlich nie die kritische Masse erreichen, um das Programm der Partei zu beeinflussen. Demokratie 2.0! www.freitag.de/community/blogs/harm/we-are-borg-resistance-is-futile-you-will-be-assimilated |
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Und nur so als kleinen Hinweis:
Nur weil die Piraten sich selbst als "PostGender" bezeichnen - womit ich persönlich auch nicht 100% zufrieden bin, wenn ich ehrlich bin - müssen sie ja nicht gegen die Frauenquote anderer Parteien seien. So altmodisch wie die Parteien funktionieren und sich organisieren, mag es ein Vorteil sein. Wobei da ja auch nur von der Spitze vorgeschlagene Frauen an die Macht kommen, die von Delegierten dann in einer beinahe albernen Wahl legitimiert werden. Wahlen mit Werte bis an die 90% Marke ran. DDR lässt grüßen! Die Idee mag ein optischer Sieg für den Feminismus sein. Praktisch sind jetzt halt auch weibliche Lobbyisten und Opportunisten am Werk. Juhuu! Da hat sich die Politik aber stark geändert. Diese Diskussion zeigt eher, dass dem Feminismus ein Papyrussieg lieber ist, als eine echte Veränderung der Gesellschaft! Das Spielen von Computerspiele, könnte die verstaubten Feministinnen die Augen öffnen! Bei den Sims ist jeder gleichberechtigt. Und das Spiel ist sogar so programmiert, dass zwei Frauen oder zwei Männer heiraten und Kinder adoptieren dürfen. Selbst beim Fantasy-Rollenspiel Skyrim sind Homo-Ehen möglich. Und da junge Menschen eh sehr viel mit Pseudonyme im Netz unterwegs sind, ist das biologische Geschlecht wirklich irrelevant geworden. Man kann bei den Piraten online mitarbeiten, ohne einen Namen oder das Geschlecht angeben zu müssen. Man bekommt nach der Anmeldung die Zugangsdaten und dann kann man theoretisch als Bibi Blockberg Politik mitgestalten. Das sollte auch gerade für wirklich stark diskriminierte Menschen ein Vorteil sein. Transgender fällt mir da z.B. ein! Oder Homosexuelle, die in ihrem Ort keine Chance in der örtlichen Arbeitsgruppe der anderen Parteien hätten. Man muss erst einmal das Neue an der Partei verstehen können, um nachvollziehen zu können, dass man die Piraten nicht mit der selben Kritik angreifen kann, die noch bei alten Parteien funktioniert hat. Und vor allem berechtigt war!!! |
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schrieb am
31.01.2012 um 18:47
"Selbst beim Fantasy-Rollenspiel Skyrim sind Homo-Ehen möglich."
warum schreibst du "sogar"? fantasy (und science fiction) sind traditionell die genres, in denen zuerst die traditionelle heteronormativität durchbrochen wurde - das bezieht sich dabei nicht (nur) auf games, sondern auch die dazugehörige literatur. und was computerspiele anlangt, so ist die selbstverständlichkeit, mit der an das thema geschlechterverhältnis(se) rangegangen wird, bei bethesda (dem hersteller der elder scrolls-reihe) mittlerweile tradition und etwa auch in der "fallout"-reihe der fall, weswegen übrigens die leut regelmässig in den USA kamagnen religiöser sekten am hals haben, die ein verbot dieser spiele fordern, weil dort "unzucht und hedonismus beworben" würden. ps. das wort "Papyrussieg" finde ich süss. :) |
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Das "selbst" habe ich benutzt, weil ich nicht davon ausgehe, dass die Kritiker hier nur annähernd das Nerd-Universum gestreift haben. Die sehen vermutlich Schwerter schwingende Figuren und gehen davon aus, dass es sowas "böses" wie ein "Ballerspiel" ist. Welche ja auch eine bessere Alternative zum abreagieren darstellen, als der altmodische Schützenverein. Ich habe in den 90ern das verbotene Wolfenstein 3D gespielt und bin trotzdem schwuler Pazifist und digitaler Hippie geblieben. *lach*
Aber ich glaube nicht, dass man hier zu sehr in die Materie der Computerspiele gehe sollte. Die Kritiker können sich ja nicht einmal ohne Vorurteile und alte Denkmuster einer neuen Partei annähern. *lach* |
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Auweia ... Papyrussieg gibt es ja gar nicht. Dafür wurde es aber im Internet schon häufiger verwendet, laut Google.
Ich dachte das kommt von Papyrus, weil es nur ein Sieg auf dem Blatt Papier ist. Macht doch auch Sinn, oder nicht? |
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schrieb am
31.01.2012 um 19:18
<irony> Ja so sind die Kids heute, schreiben ins Internet und denken Papier wär' nix wert. </irony>
Aber mal im ernst, wann schreibst Du denn mal wieder was? |
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Ja, muss ich mal wieder.
Mir war der Freitag einfach zu langsam auf Dauer. Und ich wurde auch viel zu häufig ausgeloggt. Dann ging auch noch mein eigener Computer kaputt und nun sitze ich immer mal wieder am Rechner meines Freundes. Finde da aber auch nicht so die Muse. Aber das 32-jährige Kind bedankt sich! |
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schrieb am
31.01.2012 um 19:55
"... nun sitze ich immer mal wieder am Rechner meines Freundes. Finde da aber auch nicht so die Muse."
ja kein wunder, mein lieber harm! eine "muse" ist eine person, die einen zu gewissen artistischen höchstleistungen motiviert - also zb dein freund. "muße", mit scharfem s, hingegen ist die freie zeit, die man zum chillen hat - zum beispiel mit der muse, deinem freund. :) |
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schrieb am
31.01.2012 um 21:04
@cuchulainn
... dit is' ja voll Telekolleg hier! @Harm ... dann hoffe ich mal auf den Frühling (Relaunch). |
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schrieb am
01.02.2012 um 10:48
@ich
"... dit is' ja voll Telekolleg hier!" nee, ick bekomm immahin keene jebühren für. |
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In der Zukunft geht es nur noch um die Inhalte und weniger um die Hülle, die uns die Natur schenkte.
In der Zukunft gibt es mehr Demokratie und weniger Showbiz. Frauen in der alten Politik sind wie Quoten-Tunten im Fernsehen. Es hilft die Menschen optisch daran zu gewöhnen, dass die Welt gleichberechtigt sein sollte. Hat aber bislang noch viel zu wenig an den alten Hierarchien verändert. Und vielleicht können die jungen, männlichen Piraten, die ja meistens von weiblichen Lehrerinnen sozialisiert wurden und für ältere Männer viel zu verweichlicht und weiblich sind, das verändern, was die Feministinnen nicht geschafft haben. Eben weil sie durch ihren Kampf selbst so männlich geworden sind. |
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So, so Frauen in der alten Politik seien wie Quoten-Tunten im Fernsehen.
Vielleicht einfach nochmal auf Start zurückgehen und schauen, wer den Satz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" im Grundgesetz durchgesetzt hat. Und noch weiter zurück: Rosa Luxemburg war ein Quotenhäschen? |
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Quatsch. Ich meinte die etablierten Parteien. Vor allem die Union und FDP. Aber auch Frau Künast oder Frau Nahles. Typische Quoten-Frauen, die sich verhalten wie ihre männlichen Kollegen.
Ich konnte nie verstehen, wieso Frau Schwarzer die Kanzlerin unterstützt hat. Als Journalistin hätte sie doch mal seriös hinter die Kandidatin schauen können und hätte einen schrecklichen Männer-Verein vorgefunden. Frauenquote hin oder her! Das will hier wohl keiner bestreiten, oder etwa doch? |
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Ausserdem ist Rosa Luxemburg nicht durch eine Quote zur Politik gekommen. Die hatte Ideale!!! Die vermisse ich heute ganz allgemein in der Politik.
Und während man das Grundgesetz verfasst hat, hat das auch keine Quote geregelt. Wie schon gesagt: Bei den altmodisch organisierten und vor allem schön "etablierten" Marionetten ... ähem ... Parteien, finde ich die Quote durchaus gut. Selbst wenn sie leider nur zu oft die Opportunistinnen befördert. (Siehe Merkel und Künast.) |
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Aus dieser ganzen Diskussion spricht immer noch das alte Streben nach einer Karriere! Karriere-Geilheit pur.
Ich glaube die meisten Piraten sind in der Partei, damit sie basisdemokratisch mitbestimmen können. Selbst für schüchterne oder gar soziophobe Menschen gibt es die Möglichkeit sich gleichberechtigt vom Heimcomputer aus zu beteiligen. Allein die vorschnelle Wahl der Marina Weisband zeigt doch, dass die Partei nichts gegen Frauen in hohen Positionen hat. Ganz im Gegenteil. Es zeigt aber auch die Schwachstellen der Partei. Niemand scheint an den Posten innerhalb der Piratenpartei großartig interessiert zu sein, die man aufgrund der alten Parteienlandschaft übernehmen musste. Da kam die Marina ohne jegliche politische Meinung zu ihrem ersten Piratenparteitag und wird direkt - ohne Quotendruck - Geschäftsführerin. So ganz ohne Ideale und ganz ohne politischem Engagement. DAS habe ich viel mehr kritisiert. Das man zulässt, dass - nur weil niemand Bock hat in der Öffenlichkeit zu stehen und sich als Berufspolitiker von Basis und Medien kritisieren zu lassen - da ein Mädchen ohne eigener politischen Meinung einen solchen Posten hinterhergeworfen bekommt. Und nach dem unerwarteten Sieg in Berlin musste sie dann plötzlich das Bürgerlichen Grundeinkommen erklären, obwohl sie sich weder damit richtig auseinandergesetzt hatte, noch selbst vom BGE überzeugt war. Und ich glaube, dass haben hier viele einfach noch nicht verstanden. Es gibt eine neue Generation, die gar nicht selbst Mittelpunkt der Welt sein möchte. Aber dennoch gleichberechtigt mitbestimmen will. Schwarmintelligenz!!! Parteien statt Personen! |
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@Harm,
die offenen Strukturen der Piraten sind eine spannende Entwicklung. Schwarmintelligenz ist ein Teil davon. Nun gibt es meiner Meinung nach doch noch einen gewissen Unterschied zwischen Heringen und Menschen. Den bitte nicht aus den Augen verlieren. "Parteien statt Personen" ist überholtes, dummes und auch gefährliches entweder-oder-Denken und hat weder mit Intelligenz noch mit den modernen Erkenntnissen bezüglich dynamischer Prozesse etwas zu tun. Spiel in der Richtung vielleicht mal ein kleines Wissensupdate ein. |
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Na, dann hilf mir und gebe mir ein Link, der mich davon überzeugt, dass Personenkult - wie ihn die westlichen Demokratien betreiben - die Politik verbessert.
Ich werde wirklich NIE verstehen, dass es Pro-Merkel Feministinnen gab. Wie kann man so sträflich die Partei hinter den Marionetten vergessen? Beim Schröder hat sich die "Feministinnen" ala Schwarzer noch über die Basta-Politik der Macho-Politiker beschwert. Um dann eine Frau an die Macht zu hieven, die einem der schlimmsten Männervereine der deutschen Politik angehört. Basisdemokratie statt Basta-Demokratie. Ich bin noch nicht einmal gegen die Frauenquote. Sehr gerne auch bei den Piraten, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Das man leicht an die Posten rankommt, hat ja die unpolitische Marina bewiesen. Aber die Frauenquote darf nicht zu einer reinen kosmetischen Korrektur verkommen. Nur ein paar weibliche Marionetten zu installieren, schadet dem Feminismus viel mehr, weil es (zu Recht) etwas albern wirkt. Hier wurden ja schon die Errungenschaften der Frauen in der Politik thematisiert. Aber hat wirklich die Frauenquote die meisten und vor allem bedeutendsten Veränderungen bewirkt? Was haben z.B. unsere schwarz-gelben Ministerinnen bisher für die Rechte der Frauen getan? Das ist so wie mit Westerwelle. All die aalglatten, schwulen Liberalen. Sind bei jedem CSD zu meinem bedauern dabei. Verteilen Unmengen von Werbematerial. Haben aber bislang immer nur große Töne gespuckt, die sie aufgrund ihrer festen Bindung an den konservativen Koalitionspartner nicht wirklich einlösen konnten. Weswegen ich privat auch immer für ein CDU/FDP-Verbot auf CSDs werbe. Nur ein paar Quoten-Schwule in hohe Posten zu heben, reicht mir politisch nicht aus. Das macht mich sogar ziemlich wütend. Da fühle ich mich verars...! Von daher verstehe ich nicht, wie ernsthafte Feministinnen sich durch Quoten-Frauen politisch befriedigt fühlen. Bei mir funktioniert das nicht, wenn ich an homosexuelle Politiker denke. Und übrigens: Würden wir als Schwarm abstimmen, dann hätten wir längst das Matriarchat! Immerhin sind die Frauen in Überzahl. Es gibt also Hoffnung! |
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Wer redet denn davon, dass Personenkult die Politik verbessert?
Und ob ein Schwarm mit Frauen zwangsläufig Matriarchat bedeutet, öhm, naja... |
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Oh ... und ich sage auch nicht, dass die Piratenpartei bereits perfekt ist und so bleiben soll, wie sie gerade ist. Da habe ich selbst viel zuviele Verbesserungsvorschläge.
Aber dieses herumgereite auf der fehlenden Frauenquote und das benutzen von Einzelmeinungen, die in der Partei keine Mehrheit haben, finde ich ungerecht. Gerade weil diese Partei versucht Politik neu zu gestalten. Diese Partei versucht der Basis mehr Mitbestimmungsrechte zuzugestehen. Das würde ich mir von allen anderen Parteien so sehr wünschen. So gesehen hat Marina Weisband - trotz ihres unpolitischen Hintergrunds - etwas tolles gesagt: "Unser Ziel ist, uns selbst überflüssig zu machen" Ein toller Satz! Dieser Satz sagt alles über die Besonderheit der Piraten aus! Sie wollen lediglich die politische Landschaft demokratisieren. Verbessern. Basisdemokratischer machen. Nicht nur in der eigenen Partei. Und seien wir doch mal ehrlich: Wenn man sich gerade die drei möglichen Kanzlerkandidaten der SPD anschaut, wünschte man sich eine piratigere SPD. Ich glaube/hoffe, dass die SPD-Basis genauso genervt ist, dass in den Medien und Umfragen nur diese drei Verlierer zur Wahl stehen. Ich wünschte mir einfach, dass man erst einmal objektiv das Neue an der Partei analysiert. Damit auch der letzte "Journalist" versteht, wie diese Partei tickt. Niemand muss das gut finden. Lobbyisten schon gar nicht. Aber gerade für Aktivisten aller Art (auch Feministinnen) ist diese Basisdemokratische Struktur eher ein Gewinn. Vor allem, weil sich - Dank Basisdemokratie - sogar sehr schnell eine Quote installieren lassen würde, wenn die Feministinnen handeln statt klagen würden! Keine Partei macht es den Mitgliedern leichter, selbst Politik zu gestalten! |
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Es tut mir leid. Ich hätte wohl erwähnen sollen, dass ich leicht ins ironische/sarkastische/zynische abrutsche. Das macht diese Welt aus mir!
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Unser Ziel ist, uns selbst flüssig zu machen - Liquid Democracy
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Tut mir leid, dass mit Argumente überzeugen wollte. Es muss aber niemand drauf eingehen und etwas dazu schreiben.
Finden sich nicht genug Sätze, die man mir falsch auslegen könnte, um die Kritik an die "gestrigen Piraten" zu retten? |
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@ Ulrike Baureithel
es wird immer absurder. nachdem die post-feministinnen gemerkt haben, sich an der in den 70ern, 80ern sehr wichtigen und aktiven alice negativ abzuarbeiten die öffentlichkeit langweilt, erkennt man in diesem beitrag sehr schön, die kritik an den "umständen" ist noch immer nicht so erwachsen geworden, das sie zur selbstkritik fähig ist. da wird jetzt ein-gehackt auf ein paar jungs, nerds, wie auch immer genannt, die eben wie jungs sich dem unsinnigen spieltrieb hingeben und dabei vielleicht wie schon so oft in der vergangenheit, dem gesellschaftlichen zusammenleben einen intelligenten schub nach vorne geben ... respektive, geben könnten. natürlich würde ich es lieben, wenn sich unsere gesellschaft weiter entwickelt durch stärkere einflussnahme von frauen ... nur was, wenn die es eben nicht tun? man kann ja, wenn man will die zurückliegende geschichte auch als matriarchat lesen: ist die berühmte bauern-hochzeit, alter bauer heiratet junge bäuerin um hof und erbe weiter zu geben wirklich eine männliche idee gewesen? - oder machtgeilheit der frau? ist die kritik an dem manne, der sich nicht im äquivalenten masse an der erziehung der gemeinsamen kinder beteiligt, nicht oft gespeist aus der sorge vor der frage, schatz wenn wir beide uns kümmern, wieso arbeite eigentlich nur ich? und ... ist eine spielregel nicht immer eine vereinbarung zwischen den spielenden? wäre diese spielregel für einen mitspielenden unerträglich, warum spielt er noch mit? das ganze hat für mich so etwas wie: ich habe einen spielvorteil im bestehenden system, den ich nicht aufgeben will und muß jetzt die mitspieler davon überzeugen die regeln so zu verändern, das ich meine vorteile behalte und noch mehr dazu bekomme - und mein druckmittel ist "du bist nen chauvi". mädels, probiert was aus, riskiert etwas, macht euch lächerlich wie die nerds der piraten, 2012 ist "Brutpflege" auch nicht ein allein-verhinderungs-Argument, formuliert was ihr wollt "aktiv" und nicht "passiv-agressiv" indem ihr "spielende Jungs" kritisiert, macht was selber! Erlebt dann, wie schwer das ist ... und dann, wenn wir im schweren geschäft gesellschaft positiv zu beeinflussen feststellen wie schwer das ist, dann begegnen wir uns auf augenhöhe! |
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eine schöne polemische kolumne, die offenbar einigen auf die füsse tritt, wie an den kommentaren abzulesen ist.
interessant auch, wie dermaßen postgender die debatte hier abläuft... da wird frauen einerseits ein zuviel, dann wieder ein zuwenig an weiblichkeit attestiert (highheels und strickhobby hier; "männliches verhalten" da). nur woran orientiert sich das, wenn nicht an tiefsitzenden stereotypen, die doch angeblich längst überwunden sind? besonders die gesellschaftspolitisch wohldurchdachten kommentare eines "harm" fallen auf. bei den piraten könne man sich online diskriminierungsfrei einbringen, weil die angehörigkeit zur diskriminierten gruppe nicht sichtbar gemacht werden müsse. tja, dass das diskriminierende verhalten so nicht getriggert wird, heißt noch nicht, dass die diskriminierung/die entsprechenden einstellungen weg sind. über den restlichen quatsch der da so kam, macht es eh keinen sinn was zu schreiben. lichtblicke: die zwischenkommentare von frau baureithel und der verlinkte comic von jassim jensen - leider nur zu wahr. |
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Die Medusa ist ja auch eine sehr humorvolle Person und erkennt Ironie und Satire, auch wenn sie nicht explizit als solche gekennzeichnet wurde.
Aber ich vergass. Überspitzt, polemisch, unfair und provozierend auf Stereotype herumreiten, dürfen nur noch Schwarzer und Co.!? Und natürlich die Autorin dieses Blödsinns. Männer nicht mehr. Obwohl das sicher mal Attribute waren, die frau Männern vorgeworfen hat. Und natürlich geht es gerade in der Gender-Debatte um Stereotype. Gerade Feministinnen halten diese den Männern ja auch ständig vor. Meistens auch zu Recht. Da bin ich absolut auf deren Seite! Wenn es also typisch "männliches" Verhalten geben sollte, müsste es ja zwangsläufig Unterschiede geben. Ich bin ja nicht einmal einseitig unfair. Ich stelle Männer sogar viel negativer dar, aufgrund der Geschichte und dem was frau mir über die Dominanz der Männer so gelehrt hat. Zumal ich als Homosexueller sehr wohl weiß, wie rückständig Männer ticken können. Genau genommen müssten sich Männer über meine Beiträge beschweren. (Aber vielleicht ist Medusa ja ein Mann?) Selbst Piraten hätten ein Recht darauf, weil ich ja sogar meinerseits Schwachstellen genannt habe und auch betont habe, dass ich sogar für eine Quote wäre. Gerade weil ich die Gesellschaft auch noch nicht für "Post-Gender" halte. Man kann ja nicht nur von sich ausgehen. Mich provoziert eigentlich am meisten, dass frau sich scheinbar mehr über kosmetische Korrekturen freut, als über gesellschaftliche Erfolge. Da darf die Welt genau so "herrisch" weiterregiert werden, Hauptsache die Frauen dürfen zu 50% beteiligt sein. Mir wurde noch nicht die Frage beantwortet, welche feministischen Erfolge wir vermelden konnten, seitdem die etablierten Parteien alle mehr oder weniger auf eine bestimmte Quote achten? Was hat Frau Schwarzers Kanzlerin denn so für die Frau getan? Was hat Westerwelle für Homosexuelle erreicht, ausser das man sich ein wenig schämen durfte? Das ist so lächerlich. Da stellt man uns ein paar Gesichter hin und schon ist alles super, oder was? Eigentlich macht mich erst diese Debatte zum Quoten-Gegner, weil ich den Erfolg der Quote immer mehr in Frage stelle. Würde man nicht ständig diese Quotenfrauen zeigen, gäbe es vielleicht mehr Frauen, die sich intensiv engagieren würden, um mit ihren Idealen in den Parteien zu punkten. Der Feminismus hat ja sicher nicht grundlos an Stärke verloren. Es wird uns ja ständig vorgegaukelt, dass alles mehr oder weniger auf dem richtigen Weg ist. Dank Merkel und Künast! Unsere Quotenfrauen kämpfen ja sogar - obwohl in der selben Partei - zeitgleich für und gegen eine Quote in der Wirtschaft. In der selben Regierungspartei wohlgemerkt!!! Und eine Quote in der Wirtschaft halte ich für viel nötiger, weil die Wirtschaft undemokratisch ist. Dort HERRscht Mann wirklich noch, wenn Frau nicht zufällig das Imperium geerbt hat. Und wenn sich Zensursula und die deutsche Kartoffel öffentlich streiten, um für die CDU Befürworter und Kritiker gleichermassen zu umwerben ... kommt dann die Kanzlerin daher und beendet die Debatte einfach. ERFOLG!!! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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