George Monbiot
30.08.2012 | 09:44 21

Nach dem Hochmut

Treibhauseffekt Mit den Polkappen wird die Selbstgefälligkeit der reichen Welt schmelzen. Die Annahme, Europa und die USA seien vom Klimawandel kaum betroffen, ist überholt

Es gibt nichts, womit man es vergleichen könnte. Das hier ist nicht wie Krieg oder eine Seuche oder ein Börsencrash. Wir sind historisch und psychologisch schlecht darauf eingestellt, es zu verstehen.  Unter anderem deshalb wollen so viele nicht akzeptieren, dass es passiert.

Was wir hier und jetzt erleben, ist die Transformation des atmosphärischen Physik unseres Planeten. Drei Wochen vor dem wahrscheinlichen Minimum hat die Schmelze des arktischen Eises bereits den Rekord von 2007 gebrochen. Die tägliche Rate des Verlusts ist heute um 50 Prozent größer als vor fünf Jahren. Das tägliche Gefühl des Verlusts – jener Welt, die wir liebten und kannten – ist dagegen kaum beziffern.

Die Arktis hat sich etwa doppelt so schnell erwärmt wie die übrige nördliche Hemisphäre. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Klimakatastrophe dort selbst verstärkt. Unter dem schmelzendem Eis zum Beispiel kommt dunkler Ozean zum Vorschein, der Hitze absorbiert, die sonst zurück ins All reflektiert würde.

Zu oft zu optimistisch

Eis und Gewissheit lösen sich nun derart schneller auf, als die meisten Klimaforscher vorhergesagt haben, dass einer von einen schreibt: „Es fühlt sich an, als sei alles, was ich gelernt habe, obsolet“. In seinem jüngsten Gutachten, das 2007 erschien, bemerkte das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Ende des 21. Jahrhunderts verschwinde das arktische Meereis einigen Projektionen zufolge “in den Spätsommern  fast vollständig“. Das waren die extremsten Vorhersagen, die das Panel berücksichtigt hatte. Nun sagen einige Wissenschaftler vorher, dass das arktische Meereis im Spätsommer schon in diesem oder dem nächsten Jahrzehnt vollständig verschwunden sein könnte.

Ich habe immer wieder, wenn auch vergeblich, davor gewarnt, dass  das IPCC eher zu konservativen Schätzungen neigt. Es leuchtet ein, wenn man bedenkt, wie viele Leute diese Prognosen  absegnen müssen, bevor sie veröffentlicht werden. Nur einige wenige Male – wie mit der Schätzung der Geschwindigkeit, mit welcher die Gletscher des Himalaja verschwinden – war das IPCC mit seiner Vorhersage zu pessimistisch. Offenkundig weit häufiger war es aber zu optimistisch.

Mit dem Eis schwindet auch eine andere Überzeugung: Dass die klimatisch gemäßigten Teile der Erde – in denen die meisten reichen Nationen liegen – als letzte und am schwächsten betroffen sein werden. Neue Erkenntnisse darüber, wie die Zerstörung des arktischen Meereises sich in Nordeuropa- und Amerika auswirkt, legen nahe, dass dies ein Irrtum ist. Ein Anfang dieses Jahres in den Geophysical Research Letters veröffentlichtes Paper zeigt, dass die Erwärmung der Arktis wahrscheinlich Grund für die extremen Wetterlagen ist, die die Länder – in denen einst ein eher gemäßigtes Klima herrschte – derzeit heimsuchen.

Schön wird es nicht

Der nordpolare Jetstream ist ein mehrere Hundert Kilometer breiter Luftstrom, der in östlicher Richtung durch die Hemisphäre wandert. Er stellt eine Barriere dar, die das kalte, nasse Wetter des Nordens vom wärmeren und trockeneren des Südens trennt. Viele der Variationen in unserem Wetter werden durch große Mäander innerhalb des Stroms – sogenannte Rossby-Wellen – ausgelöst.

Aus dem Paper geht hervor, dass die Erwärmung der Arktis die Rossby-Wellen bremst und sie steiler und breiter macht. Statt sich zu verändern, bleibt das Wetter hängen. Regionen, die südlich der festsitzenden Wellen liegen, warten wochen- oder monatelang auf Regen. Nördlich davon liegende Regionen warten wochen- oder monatelang darauf, dass der Regen wieder aufhört. Statt einer freundlichen Abfolge von Sonnenschein und Schauern erleben wir Hochwasser oder Dürren. Während des Winters kann ein langsamer, steiler Mäander uns direkt mit dem polaren Wetter verbinden und heftiges Eis und Schnee viel weiter nach Süden tragen als üblich. Anhand dieses Mechanismus lässt sich die Entwicklung hin zu anhaltenden – und damit extremeren – Wetterereignissen in der nördlichen Hemisphäre erklären.

Ich habe keine Ahnung, was in Folge der Rekordeisschmelze in diesem Winter und dem nächsten Sommer auf Europa und Nordamerika zukommen wird, schön wird es aber wohl nicht werden. Bedenken Sie, das dieser Rekord im Vergleich mit dem langfristigen Durchschnitt einem Verlust von dreißig Prozent des arktischen Eises gleichkommt. Sollte diese Zahl auf 50 oder 70 oder 90 Prozent ansteigen, werden die Folgen noch schlimmer.

Erschließung freigelegter Ölfelder

Unsere Regierungen aber tun nichts. Nachdem sie auf dem Earth Summit im Juli nicht einmal mehr vorgaben, sie würden auf die Umweltkrise reagieren, gucken sie nun blöd aus der Wäsche, während das Eis, auf dem wir stehen, weiter schmilzt. Ihre einzige unzweideutige Reaktion auf die Eisschmelze besteht darin, die Erschließung des freigelegten Öls zu erleichtern und die Ausbeutung der nun erreichbaren Fischbestände zu ermöglichen.

Diejenigen Firmen, die für diese Katastrophe verantwortlich sind, balgen sich nun um den Profit. Am vergangenen Sonntag hat Shell eine Verlängerung des Zeitraums seiner Explorationsbohrungen im Chukchi-Meer vor der Nordwestküste Alaskas beantragt. Damit würden die Operationen des Unternehmens fast bis zu dem Augenblick dauern, an dem sich wieder Eis bildet. Öl, das bei den Bohrungen verschüttet wird, würde dann ins Eis eingeschlossen. Der russische Öl-Riese Gazprom nutzt die Schmelze, um im Pechora-See nordöstlich von Murmansk zu bohren. Nachdem man die eigenen arktischen Gebiete in der Komi-Republik zum Niger-Delta des Nordens gemacht hat (immer wieder wurden Öllachen in der Tundra zurückgelassen), will Russland diese Industrie auf eines der fragilsten Ökosysteme der Erde ausdehnen, in dem Eis, Stürme und Dunkelheit jede Dekontamination annähernd unmöglich machen.

Während ich dies hier schreibe, sind Aktivisten der Organisation Greenpeace, die ich als Helden betrachte, an ein Versorgungsschiff von Gazprom gekettet und verhindern die Arbeit auf einer Ölbohrinsel des Unternehmens. Diese Menschen greifen dort ein, wo die Regierungen versagt haben. David Cameron, der immer noch behauptet, die grünste britische Regierung aller Zeiten anzuführen, umarmt keine Huskies mehr. Im Juni hat er ein Abkommen mit dem norwegischen Premierminister geschlossen, das „die nachhaltige Entwicklung der arktischen Energie ermöglichen“ soll. Nachhaltige Entwicklung meint dabei natürlich das Bohren nach Öl.

Alles andere wichtiger?

Wird es sich unseren Kindern einmal so darstellen, dass wir die freundlichen Bedingungen, die unsere wundervolle Welt möglich gemacht hätte, zerstört und den Schaden noch weiter vergrößert haben? Natürlich können wir alle von uns behaupten, anderes im Sinn gehabt zu haben oder auch gar nicht getan zu haben, weil all die anderen Dringlichkeiten des Lebens wichtiger schienen. Doch wenn wir nicht endlich reagieren, werden die Folgen mit ebenso großer Sicherheit eintreten, als wenn wir sie absichtlich herbeigeführt hätten.

Dummheit, Gier, Untätigkeit? So, wie Vergleiche sich in Luft auflösen, tun es auch diese Worte. Das Eis, dieser solide Grund, auf dem, wie wir jetzt erkennen, so vieles ruhte, löst sich ebenfalls auf. Unser Anspruch auf Frieden, Wohlstand und Fortschritt wird wohl folgen.

"Wie dieses Scheines lockrer Bau, so werden / Die wolkenhohen Türme, die Paläste / Die hehren Tempel, selbst der große Ball /Ja, was daran nur Teil hat, untergehn“

(William Shakespeares Der Sturm - Vierter Aufzug, Erste Szene)

 

Übersetzung: Holger Hutt

Kommentare (21)

Sägerei 30.08.2012 | 11:58

Wird es sich unseren Kindern einmal so darstellen, dass wir die freundlichen Bedingungen, die unsere wundervolle Welt möglich gemacht hätte, zerstört und den Schaden noch weiter vergrößert haben?

Nein, denn sie werden zu sehr mit ihrem Überleben beschäftig sein und auf der erfahrbaren Ebene nichts anderes kennen als die Gegenwart. Auch uns ist völlig unmöglich zu begreifen, was alles mit dem mitteleuropäischen Monarchien unterging. Da können wir noch so viel Joseph Roth lesen, Museen besuchen oder Flüsse rauf-und runterschippern.

denkii 30.08.2012 | 15:41

Ich glaube es gibt tatsächlich eine Verdrängung. Wir befinden uns wohl in einem Katastrophenzustand aber es gibt zu viele Katastrophen. Und manche von ihnen scheinen heute dringender für das Leben der Menschen.

Erst wenn uns das Wasser bis zum Kopf steht, werden wir die Leute überzeugen können, dass wir alles ändern müssen.

schlesinger 30.08.2012 | 16:35

„In irgend einem abgelegnen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegoss’nen Weltall’s gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Thiere das Erkennen erfanden.

Es war die hochmüthigste und verlogenste Minute der Weltgeschichte, aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Athemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Thiere mußten sterben." (Nietzsche)

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Ehemaliger Nutzer 31.08.2012 | 09:12

Ergänzung:

Mal ganz abgesehen davon, dass der Mensch sich seine eigene Lebensgrundlage zerstört, hat die Natur sich schon immer verändert! Alles unterliegt einem ständigen Wandel....WERDEN UND VERGEHEN sind die Dinge des Lebens. Wir werden geobren um zu sterben....paradox aber so ist die Natur.

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Ehemaliger Nutzer 31.08.2012 | 12:43

Na ja, die schwimmende eiskappe schmilzt und die Ölsäufer stecken ihre Claims ab, das ist nichts Nneues. Auch auf Grönland schmilzt die Eiskappe, auch schon länger bekannt, aber jetzt kommt etwas seltsames hinzu: natürlich habt sich durch die Schmelze und den Gletscherabfluss die darunter liegende Landmasse mit (wahrscheinlich) erstaunlichen Folgen: Ich sach ma ... Prost Mahlzeit

Oberham 31.08.2012 | 14:01

... ein Kind greift in die Regel nur einmal mit der Hand auf die heisse Herdplatte - wird es erwachsen, läßt es die Hand liegen, bis sie verkohlt ist.

Das Schlimme, der Mensch schafft es, seine Dummheit auf andere zu deligieren, die Chance diese zu tun, wird sich eines Tages erledigt haben, nur - dann ist es eben für das zurückziehen der Hand zu spät.

Wir sind schon ein absurdes Primatenvieh!

Oberham 31.08.2012 | 14:05

..hm - ich hätte schreiben müssen die Auswirkungen seiner Dummheit.... (der Plutokrat leidet in der Regel noch nicht unter den Auswirkungen seiner maßlosen Ignoranz..... - es sei denn er verunglückt mit seinem Rennboot etc...... / auch wir leiden noch nicht - zumindest mehrheitlich  - .... nur etwa 4 Milliarden Menschen dürfen heute schon täglich ausbaden, was wir verursachen - sowohl ökonomisch, als auch ökologisch)

http://oberham.wordpress.com/2012/07/31/von-der-realitat-gefressen/

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Ehemaliger Nutzer 01.09.2012 | 19:43

@Kuntz

Das, lieber Kuntz, ist falsch! Der Begriff Katastrophe in Bezug auf ein nicht deterministisches System, und etwas anderes ist das Klima nicht, enthält keinerlei Wertung, sondern beschreibt den Zusammenbruch einer Funktion.

Diese kann z.B. darin bestehen, dass durch bestimmte Einflüsse eine positive Rückkopplung eintritt. Das ist im Fall des Klimas auf dem Weg, ist in Gang gekommen, aber nicht erst seit Neuestem.

Ihre Einlassung ist insofern wertlos.

Der Faktor CO2 und damit einhergehend und folgend CH4 aus Ausgasungen der Methanhydratschelfe sowie höhere Mengen Wasserdampf bewirken in der Folge eine Temperaturerhöhung der atmosphärischen Gase.

Man sollte es geschehen lassen suggeriert, dass man/Mensch (noch) etwas ändern könne, weist dem Menschen in diesem globalen Experiment also die Rolle eines steuernd Handelnden zu. Das ist falsch: Er hat dieses Geschehen zwar auf den Weg gebracht, aber durch den Tatbestand eines autopoisiischen Prozessgeschehens seine Rolle auf die eines Beobachters und Erleidenden relativiert .

Das Problem der technischen Zivilisationen liegt einzig darin, dass die technologischen Installationen den veränderten Bedingungen nicht schnell genug angepasst werden können. Das ist eigenlich alles.

Das 7 Mrd. Menschen (soviele Großsäugetiere haben wohl noch nie gleichzeitig auf der Erde gelebt) beliebig weitermachen können stellt sich, entgegen den Hoffnungsträgern der Religionen (Der Herr wird's schon richten), als brutale Illusion heraus. Was in den nächsten Jahren zu beobachten ist, wird brutal und es ist keine systemimmanente Kapitalismusfunktion, sondern ein (im wahrsten Sinne des Wortes) Massenproblem.

Konfuzikuntz 02.09.2012 | 17:57

@ Kunibert

Das, lieber Kunibert, sehe ich anders. :)

Wenn das Klima nicht deterministisch ist, wie Sie schreiben, warum ist dann da diese anthropogene Kausalität in der Debatte?

A la  "Viele Menschen + Industrieabgase + pupsende Kühe + was der Mensch sonst noch treibt = Erderwärmung".

Allerdings gebe ich Ihnen recht, dass der Mensch kein neutral steuernder Handelnder sein kann (das auch nur zu glauben ist - ich habe es geschrieben - Hybris). Und die technische Zivilisation wird enden.

Nicht durch Rückbau. Sondern durch Zusammenbruch.

Es wird nicht ein Captain Kirk durch den Weltraum jetten. Eher werden keulenbewehrte Höhlenmenschen Industrieruinen im Ruhrgebiet bestaunen.

Oberham 03.09.2012 | 08:11

Fazit? Sind Menschen die sich dem Massenkonsum verweigern, die, hoffend auf eine bessere Zukunft, eine andere, sanftere, nachhaltigere Art zu existieren, anstreben, nichts weiter als Irrgeleitete?

Sollten wir uns sofort, die wir noch nicht hemmungslos dem Hedonismus fröhnen, die letzten Zweifel aus dem Hirn pusten?

Folglich, jedwede geistige Resource dem Ziel der Kaufkraftsteigerung, koste es was es wolle, widmen?

.... und dann verbrauchen was auch immer zu verbrauchen angeboten wird?

Heureka - endlich - der Zweck meines Daseins ist erkannt - wie dumm ich doch war, es sind keine Zweifel angebracht - der Zusammenbruch ist unausweichlich , was soll das larmoyante Gedöns -

lasst mich gleich heute anfangen - Geldsammeln - Geldausgeben - wer es nicht zum persönlichen Lear-Jet bringt - der hat seinen Lebenszweck nicht erfüllt - ist gescheitert und kann sich das Paradies des ewigen Lebens bei welcher Sekte auch immer abschminken.

Vereinslose Gesellen müssen aber auch ran, ihr werdet euch wundern, wieviel Erfurcht und Achtung der Mitmenschen euch plötzlich entgegenbranden. 

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Ehemaliger Nutzer 04.09.2012 | 00:22

Wenn das Klima nicht deterministisch ist, wie Sie schreiben, warum ist dann da diese anthropogene Kausalität in der Debatte?

Es ist insofern grundsätzlich nicht deterministisch, als seine Bildungsgesetze über die Zeit eine Vorhersagbarkeit nicht zulassen, da die (unvollständigen) Differentialgleichungssysteme nicht in allen beteiligten Elementen erfassbar und damit berechenbar sind. Dies gilt für Gleichungssysteme, die Umgebungen repräsentieren, die außer Druck, Temperatur und/oder Volumen keinen Veränderungen unterliegen.

Verändert sich jedoch die Umgebung, indem z.B. ein Faktor für den Wärmeaustauschprozess mit der Umgebung (dem umgebenden Vakuum) verändert wird, indem eine erhebliche Menge CO2 eingetragen wird, verändern sich die Wärmeprozesse, weil das CO2 Absorptionsbanden im nahen Infrarot aufweist und entsprechende Wärmestrahlung durch Schwingung in mechanische Energie umsetzt: schwingende Gasmoleküle, ergo: Wärme.

Das jedoch, lieber Kuntz, verändert die Faktoren:

Druck, Temperatur und Volumen (s.o.)

Streben einem neuen Gleichgewicht zu, was in Anbetracht der Größe des Systems eben einige Jahrzehnte benötigt.

Dass allerdings die technische Zivilisation enden wird, glaube ich nicht. Wir gehen einem anderen Ereignis entgegen … man kann es sehen wie man will; betrachtet man es jedoch rein biologistisch, sehen wir Ozeane aus Blut und Tränen … und sie teilen die Welt.

rioja 04.09.2012 | 05:30

Die Natur braucht den Menschen nicht. Aber der Mensch die Natur, weil er Teil davon ist. Verhält sich der Mensch nun widernatürlich, was er ja tut, zerstört er sich final selbst. Der Natur ist das egal, völlig. Dieser Prozess des self-distroy läuft auf Touren, noch nicht wohl auf Hochtouren, oder? Man könnte auch eine gewisse "Lust am Untergang" diagnostizieren und ein "Verhalten wider besseren Wissens". Offensichtlich ist der homo sapiens krank, ja irre, da er so etwas tut. Und nach Darwin macht das die Natur dann schon, sie entledigt sich der unfähigen Spezies. Also, alles nix Dolles! Es gibt da nur einen Haken, der mögliche atomare SuperGau, der dann alles, aber auch alles platt machen könnte. Tja, die Schöpfung Gottes ist eben kein Disneyland! 

Klaus Rohde 06.09.2012 | 02:52

Hiezu ein neues Buch, in dem ein Team internationaler Wissenschaftler die Folgen des Klimawandels und anderer vom Menschen verursachten Umweltschäden beschreiben:

New book: The Balance of Nature and Human Impact

August 10th, 2012 by Klaus Rohde

A new book, dealing with effects of climate change, habitat destruction and fragmentation, and invasive species will be published by Cambridge University Press early next year. I am the editor and about 30 leading scientists from around the world have contributed chapters. A further 20 have contributed by reviewing chapters.

Some examples of chapters are: physics of climate, effects of climate change on Arctic vegetation, amphibian decline, the futures of coral reefs, emerging infectious diseases, effects of climate change on insect populations, alternative stable states of plant communities, the mathematics of species invasions, effects of climate change on North American and Australian birds, and a concluding chapter dealing with measures necessary to conserve biodiversity.

Details can be found here:

http://www.cambridge.org/gb/knowledge/isbn/item6964672/The%20Balance%20of%20Nature%20and%20Human%20Impact/?site_locale=en_GB

Here are some excerpts from the book:

“It is clear that nature is undergoing rapid changes as a result of human activities such as industry, agriculture, travel, fisheries and urbanisation. What effects do these activities have? Are they disturbing equilibria in ecological populations and communities, thus upsetting the balance of nature, or are they enhancing naturally occurring disequilibria, perhaps with even worse consequences? It is often argued that large-scale fluctuations in climate and sea-levels have occurred over and over again in the geological past, long before human activities could possibly have had any impact, and that human effects are very small compared to those that occur naturally. Should we conclude that human activity cannot significantly affect the environment, or are these naturally occurring fluctuations actually being dangerously enhanced by humans? This book examines these questions, first by providing evidence for equilibrium and non-equilibrium conditions in relatively undisturbed ecosystems, and second by examining human-induced effects.”

Contents:

“Preface Introduction Klaus Rohde Part I. Nonequilibrium and Equilibrium in Populations and Metapopulations: 1. Reef fishes: density dependence and equilibrium in populations? Graham Forrester and Mark Steele 2. Population dynamics of ectoparasites of terrestrial hosts Boris Krasnov and Annapaola Rizzoli 3. Metapopulation dynamics in marine parasites Ana Perez del Omo, Aneta Kostadinova and Serge Morand

Part II. Nonequilibrium and Equilibrium in Communities: 4. The paradox of the plankton Klaus Rohde 5. A burning issue: community stability and alternative stable states in relation to fire Peter J. Clarke and Mike J. Lawes 6. Community stability and instability in ectoparasites of marine and freshwater fish Andrea Simkova and Klaus Rohde 7. Ectoparasites of small mammals: interactive saturated and unsaturated communities Boris Krasnov 8. A macroecological approach to the equilibrial vs. nonequilibrial debate using bird populations and communities Brian McGill

Part III. Equilibrium and Nonequilibrium on Geographical Scales: 9. Island flora and fauna: equilibrium and nonequilibrium Lloyd Morrison 10. The turbulent past and future of arctic vascular plants: climate change, spatial variation, and genetic diversity Christian Brochmann, Mary E. Edwards and Inger G. Alsos

Part IV. Latitudinal Gradients: 11. Latitudinal diversity gradients: equilibrium and nonequilibrium explanations Klaus Rohde 12. Effective evolutionary time and the latitudinal diversity gradient Len Gillman and Shane Wright

Part V. Effects Due to Invading Species, Habitat Loss and Climate Change: 13. The physics of climate: equilibrium, disequilibrium and chaos Michael Box 14. Episodic processes, invasion and faunal mosaics in evolutionary and ecological time Eric Hoberg and Daniel R. Brooks 15. The emerging infectious diseases crisis and pathogen pollution Daniel R. Brooks and Eric Hoberg 16. Establishment or vanishing: fate of an invasive species based on mathematical models Yihong Du 17. Anthropogenic footprints on biodiversity Camilo Mora and Fernando Zapata 18. Worldwide decline and extinction of amphibians Harold Heatwole 19. Climatic change and reptiles Harvey B. Lillywhite 20. Equilibrium and non-equilibrium in Australian bird communities – the impact of natural and anthropogenic effects Hugh Ford 21. Population dynamics of insects: impacts of a changing climate Nigel Andrew 22. The futures of coral reefs Peter Sale

Part VI. Autecological Studies: 23. Autecology and the balance of nature-ecological laws and human induced invasions Gimme Walter 24. The intricacy of structural and ecological adaptations: micromorphology and ecology of some Aspidogastrea Klaus Rohde

Part VII. An Overall View: 25. The importance of interspecific competition in regulating communities, equilibrium vs. nonequilibrium Klaus Rohde 26. Evolutionarily stable strategies: how common are they? Klaus Rohde 27. How to conserve biodiversity in a nonequilibrium world Klaus Rohde, Hugh Ford, Nigel R. Andrew and Harold Heatwole

Index.”