Wolfgang Michal
10.01.2013 | 17:50 67

Die Krise der Blogger

Debatte Bei Facebook posten, statt bloggen? Nein! Nur konfliktscheue Menschen können bei Facebook glücklich werden

Die Krise der Blogger

Sind Blogs etwa von gestern?

Fotomontage: Mike Licht

Sascha Lobo hat es getan. Johnny Haeusler hat es getan. Die beiden Altstars der deutschen Netzkultur haben die Internet-Community unlängst dazu aufgerufen, aus den sozialen Netzwerken heraus „ins Offene“ zu kommen und wieder „als freie Menschen“ zu bloggen. Ihre fast flehentlichen Aufrufe sind ein Indiz dafür, dass die Luft in der Blogosphäre dünner geworden ist. Selbst prominente Leitartikler stellen aufatmend fest, die aufmüpfigen Blogs hätten ihre beste Zeit wohl hinter sich. Ist Bloggen ein Auslaufmodell?

„Ein Blog“, so der Internet-Pionier Dave Winer, „ist die unredigierte Stimme einer Person“. Spiegelt ein Blog „das Ergebnis eines Gruppenprozesses, in dem man sich lieber bedeckt hält und Konfrontationen vermeidet, dann ist es keins.“ Ein Blog ist also charakterisiert durch persönliche Färbung, Offenheit, Mut und die Bereitschaft zum Konflikt. Laut einer Studie von ARD und ZDF nutzen inzwischen 43 Prozent aller Internetuser soziale Netzwerke, aber nur acht Prozent bloggen. „Warum ist das so?“, fragt sich die Bloggerin Antje Schrupp und gibt die Antwort gleich selbst: „Ich behaupte, dass der Grund gerade der ‚bevormundende‘ Ansatz von Facebook ist.“

Soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ machen es ihren Nutzern leicht und bieten im Vergleich zu Blogs enorme Vorteile. Etwa eine größere Effizienz. Der Facebook- oder Google-Kunde kann unerwünschte Personen ausgrenzen und sein Publikum ohne Zeit- und Streuverluste erreichen. In dieser „Filterblase“ schreibt es sich angenehmer und bequemer als in einem öffentlich zugänglichen Blog, bei dem man doch stets etwas das Gefühl hat, des Nachts in einem erleuchteten Schaufenster zu sitzen.

Alles beherrschbar

In sozialen Netzwerken exponiert man sich nicht so schutzlos wie in einem Blog. Man verbringt seine Zeit in einem umzäunten Gehege, in einer Art „Club Robinson“ des Internets: Alles ist beherrschbar. Man braucht sich keiner offenen Debatte zu stellen, ja, man muss sich nicht einmal sonderlich anstrengen. Antje Schrupp: „Für ein neues Blog Aufmerksamkeit zu bekommen, ist heute viel schwerer als vor drei, vier Jahren. Und Mitdiskutieren in den Kommentaren? Meine Güte, reihenweise Bloggerinnen machen neuerdings ihre Kommentare wieder zu, weil sie den ätzenden Tonfall, der dort normalerweise herrscht, selbst nicht ertragen.“

Auf Facebook oder Google+ ist es auch nicht nötig, eine eigene Form oder einen eigenen Stil zu finden, denn alles ist vorgegeben. Die Einstiegs-Hürden und Anforderungen sind niedrig. Das kommt den Couch-Potatoes des Internets in ihrem Neobiedermeier entgegen. Ein Blog gleicht eher einer zugigen Haltestelle als einer Wohlfühlnische. Zum konstatierten Rückzug der Blogs trägt aber noch eine deutsche Besonderheit bei: Anders als in Frankreich, wo das Bloggen den „großen Egos“ und der Tradition des aufbrausenden öffentlichen Debattierens entgegenkommt, anders auch als in den USA, wo die hemmungslose „Selbstverkaufe“ in den Blogs nie auf missbilligende Ablehnung stieß, zählten Zurückhaltung, vorwurfsvolle Skepsis und die Urheberrechte in Deutschland zu den garantierten Spaßbremsen.

Doch es gibt bei den Bloggern auch eine Mitschuld: Ihr elitäres Gehabe gegenüber Anfängern, die Vernachlässigung der gegenseitigen Unterstützung und die unzulängliche Moderation in den Kommentarspalten haben die deutschen Blogger ziemlich einsam werden lassen – und ihre großen Egos in die Arme der Altmedien getrieben.

Kommentare (67)

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Ehemaliger Nutzer 10.01.2013 | 19:26

Eine „Krise“ der deutschen Bloggerszene kann ich anhand der paar „prominenten AussteigerInnen“ nicht erkennen.
Ich vermute eher, daß der Zulauf zu Facebook & Co. dafür sorgt, daß BloggerInnen dahin abwandern, weil das Publikum dort größer und oft auch treuer ist.
Außerdem hat man keine Shitstorms u.Ä. zu befürchten, wenn man die Einstellungen entsprechend vornimmt und erreicht dennoch bei guten Voraussetzungen und einer Vielzahl von Multiplikatoren ein größeres und vor allem homogeneres Publikum.
Das sind ganz praktische Vorteile gegenüber der Portal – Bloggerei wie hier in der FC, in der die Platzhirsche und ihr Gefolge sich festgesetzt haben und bei Bedarf den Ton angeben – Ranking – Pushing via Hintergrundabsprachen ist da keine Seltenheit, man braucht sich bloß die aktuelle Top5 ansehen.
Dabei kommt es auch vor, daß ein den Alteingesessenen mißliebiger Blog so weit hoch gepusht wird wie möglich, dieser aber in seiner Kommentarspalte von allen Seiten verrissen wird – es ist ein beliebtes Spiel, das gern mit Neuzugängen veranstaltet wird. Hatten wir in den letzten Tagen immerhin dreimal in kurzer Folge.

Sowas muß man als AutorIn erstmal überstehen, um sich überhaupt klar zu werden, was in der FC und vielen anderen deutschen Blogger-Communities so läuft. Da haben sich inzwischen Geltungshierarchien etabliert, die EinsteigerInnen mit Überraschungs - Ranking – Erfolgen zu Zielpersonen machen, die durch Bashing, Pushing, Pissing usw. zermürbt werden.
Kurz gesagt, das „Betriebsklima“ in vielen Blogosphären ist durch die Geltungssucht und ausgelebte Profilneurosen von Blog-“Autoritäten“ die ihre Fußtruppen gut im Griff haben vielerorts vergiftet. In der FC ist aufgrund der Zusammensetzung nach dem Relaunch die Suppe am Kippen.
Es macht daher immer weniger Spass, das ist alles.

Georg von Grote 10.01.2013 | 20:12

Punktgenau getroffen!

Und das ist wohl auch das größte Problem der hiesigen Bloggerszene:

Anders als in Frankreich, wo das Bloggen den „großen Egos“ und der Tradition des aufbrausenden öffentlichen Debattierens entgegenkommt, anders auch als in den USA, wo die hemmungslose „Selbstverkaufe“ in den Blogs nie auf missbilligende Ablehnung stieß, zählten Zurückhaltung, vorwurfsvolle Skepsis und die Urheberrechte in Deutschland zu den garantierten Spaßbremsen.

Denn wer das macht, der muss ein sehr dickes Fell haben. Sieht man am Kommentar vor meinem. Wer sich so exponiert, auch hier im Freitag, der bekommt es von alle Seiten reingeprügelt. Manches will man, Wie Schrupp richtig sagt, gar nicht mehr lesen, so sinnentleert und so hasserfüllt sind die Kommentare manchmal. Sachliche Diskussion sind kaum mehr möglich, schon gar nicht, wenn das Thema polarisiert.

Ob sich das irgendwann wieder ändert? Ich habe da so meine schweren Bedenken.

Rupert Rauch 10.01.2013 | 21:22

"Laut einer Studie von ARD und ZDF nutzen inzwischen 43 Prozent aller Internetuser soziale Netzwerke, aber nur acht Prozent bloggen."

Äpfel und Birnen und so? Was hat das eine mit dem anderem zu tun? Man bloggt um seine Meinung loszuwerden, vielleicht darauf zu verlinken und eine Diskussion auszulösen. In "sozialen Netzwerken" hält man sich hingegen aus vielerlei überwiegend anderen Gründen auf.

"In sozialen Netzwerken exponiert man sich nicht so schutzlos wie in einem Blog."

Das Gegenteil ist der Fall, immerhin sind viele so naiv und verwenden Klarnamen und das ist von den Betreibern von facebook und Co auch ausdrücklich so gewollt und wird sogar eingefordert. In einem Blog kann man das hingegen leicht vermeiden. Klar, man kann das Publikum im Blog nicht eingrenzen, aber ein Blogger will genau das ja idR auch nicht.

 

"Doch es gibt bei den Bloggern auch eine Mitschuld: Ihr elitäres Gehabe gegenüber Anfängern"

Ja und alle Frauen sind dick. Was für ein pauschalisierender Quatsch. Oder gibt es irgendeine ernstzunehmende Studie? Es würde mich extrem wundern.

 

"die Vernachlässigung der gegenseitigen Unterstützung"

Klar, die kennen sich alle, haben alle die selbe Meinung und sowieso zuviel Zeit.

 

"und die unzulängliche Moderation in den Kommentarspalten"

*lol* ganz sicher, die alten Medienhäuser leiden darunter, dass sie zuviel zensieren, so rum wird ein Schuh daraus. Grottig ist die Forensoftware leider (fast überall) bei beiden.

 

"haben die deutschen Blogger ziemlich einsam werden lassen"

Irgendwelche Belege?

 

"und ihre großen Egos in die Arme der Altmedien getrieben."

Lieber Wolfgang, auf welchen Blog beziehst du dich? Blogger sind eine heterogene Masse, überwiegend Leute die zu faul sind eine eigene Webseite aufzumachen. Und die "Altmedien" profitieren von ihrer Bekanntheit, die ein Blogger nur selten erreicht und die die meisten auch vollkommen überfordern würde.

Wenn ein berühmter Blogger zu einem Medienhaus wechselt, weil er dort leichter Geld verdienen kann, ist das seine Sache, daraus eine Blogger-Krise abzuleiten, halte ich für nicht zulässig. Für die meisten Blogger ist bloggen ein Hobby, es gibt sogar Journalisten die bloggen, weil sie nur in blogs die Wahrheit verbreiten können

Ein Blog ist nicht mehr als eine Zettelsammlung, auf die man Gedanken und Erlebnisse bringt. Ich habe erfolgreiche Blogs gesehen, die eingestellt wurden, weil der Betreiber es zu aufwendig fand. Manche versuchen Geld zu verdienen, manche nutzen es als offenes Tagebuch. Manche Blogs gibt es ewig, obwohl sie kaum jemand liest. Manche wollen lediglich alternative Infos und Gedanken ins Netz bringen (vielleicht stolpert per Suchmaschine jemand drüber). etc.

Bloggen ist eine relativ junge Mode und sie wird auch nicht aussterben, solange sie ein Minimum an Anonymität garantiert und die Möglichkeit bietet allen im Netz seine Meinung mitzuteilen.

Sie wird evtl. von den sozialen Netzwerken ergänzt und vielleicht bereichert oder teilweise ersetzt, aber ganz ehrlich: ich würde meine politische Meinung niemals irgendwo posten wo ich nicht anonym bin und man sie 20ig Jahre danach immer noch findet . Sie nur einem ausgewählten Freundeskreis zur Verfügung zu stellen, macht ebenfalls wenig Sinn.

Erstaunlicherweise findet man trotz des social-network-hypes kaum Verlinkung zu inhaltlich relevanten facebook-Beiträgen, zumindest ich stolpere sehr selten darüber.

 

Achtermann 10.01.2013 | 21:30

"…dass große Teile der deutschen Blog-Szene einfach mehrheitlich thematisch uninteressant sind (und oft auch wirklich schlecht schreiben)…"

Dem ist nicht zu widersprechen. - Die Ursachen der Zeitungskrise darin zu suchen, dass große Teile der deutschen Journalisten-Szene einfach mehrheitlich thematisch uninteressant sind (und oft auch wirklich schlecht schreiben), ist nicht eventuell jemandem der JournalistInnen in den Sinn gekommen? 

Rupert Rauch 10.01.2013 | 21:33

"Sachliche Diskussion sind kaum mehr möglich, schon gar nicht, wenn das Thema polarisiert."

Sachliche Diskussionen sind fast immer möglich, außer die Forensoftware erschwert das unangemessen oder ein "Moderator" fährt mit der Zensurschere dazwischen.

Ich kommentiere seit über 10 Jahren und in all der Zeit hat sich fast nichts verändert. Es gibt immer einige Meinungsstarke mit denen man reden kann und andere die nur trollen wollen. Es gibt immer eine Menge schweigende Mitleser und einige (noch) unerfahrene Neuposter.

Natürlich gibt es auch immer Themen, bei denen die Volksseele kocht und sich unterdrückte Gefühle und Wut Bahn brechen, die Deutschen schlucken ja sehr viel, im Netz können die das dann halt auch mal anonym artikulieren.

Alles nicht neu, alles keine Krise.

 

IngoKognito 10.01.2013 | 21:46

Unter diesem Artikel ist ja mal wieder eine konstruktive Diskussion entstanden. Leider ist das, soweit ich das als täglicher Leser mitbekomme, doch ziemlich selten. Aber in diesem Thema mal ein Kommentar an die IT bzw. die Software Abteilung. Wäre es nicht möglich die Autoren privat zu bewerten? Ich hätte gern eine gewisse Übersichtlichkeit, wenn ich die Kommentare durchgehe. Dann sieht man die Kommentare von Autoren, die man positiv bewertet hat schneller und kann frustrierendes Lesen von Sinn entleerten und Hass erfüllten Abschnitten vermeiden. Vielleicht trägt das allzu arg zur Frontenbildung bei, aber die scheint es ja ohnehin zu geben.

Rupert Rauch 10.01.2013 | 22:01

Dem schliesse ich mich an. Generell würde mir eine Forenstruktur wie bei heise.de besser gefallen, in der man einzelne Diskussionsstränge verfolgen kann und idR auf einen Blick erkennt, wo die sinnvollen oder zumindest interessanten Kommentare zu finden sind.

Leider habe ich die noch nirgendwo sonst gesehen, scheint die 0815 Webentwickler total zu überfordern, trotz Ajax und all dem neumodischen Webentwicklerkram. Die heise-Software ist ja schon uralt und imho rein servbasiert.

 

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Ehemaliger Nutzer 10.01.2013 | 22:37

schön, daß du selbst darauf gekommen bist was das Kürzel FC bedeutet, willkommen im Club.
;-)

Man kann hier Artikel und Blogs ins Top5-Ranking pushen, wenn man sich ordentlich ins Zeug legt und bspw. MitforistInnen mit kurzen Seitenhieben provoziert, einen Haufen irrelevanter Kurzkommentare abfeuert oder als BlogautorIn bspw. auf jeden eintreffenden Kommentar mehrere folgen lässt.
Beliebt sind auch Hintergrundabsprachen mit anderen ForistInnen den eigenen oder fremde Blogs durch sinnfreie "Diskussionen" in Endlosmanier vollzuballern - ist ja egal, jeder Kommentar zählt.
Ich könnte hier auch so vorgehen:
Sagen wir ein Dreizeiler - Blog online stellen und dann mit einer Zeile pro Kommentar in einer Art Fortsetzungsgeschichte - sagen wir 500 - durchs Dach der Top5 schießen.

Machbar ist das, ich fürchte bloss, dass mir damit auch der account abhanden kommt.
;-)

Wolfgang Michal 10.01.2013 | 23:18

Geert Lovink schreibt in seinem Buch “Das halbwegs Soziale. Eine Kritik der Vernetzungskultur”: “Rückblickend übersehen wir leicht, dass der rationale Netzbürger eine libertäre Gestalt war, eine Figur des neoliberalen Zeitalters der Deregulierung”.

Und dieses Zeitalter geht womöglich (auch mit Hilfe des Freitag) langsam zu Ende. Die Deregulierung der schön geordneten demokratischen Öffentlichkeit (Zeitungen, Fernsehen) brachte u.a. die Figur des Bloggers hervor. Nun  verschwindet diese Figur in den Zerfallsprozessen des Liberalismus (FDP, Piraten).

Der libertäre Allein-Blogger (Der Einzelne und sein Eigentum) wird von den sozialen Netzwerken abgehängt. Denn dort geht es ziviler und - ja - auch sozialer zu. Dieses Bedürfnis nach normalen Umgangsformen, nach Gleichgesinnten und nach geschützten Räumen ist in der ganzen Blogszene spürbar.

Leider verschwindet mit der Figur des Bloggers aber auch ein Stück Originalität, Freiheit und Unabhängigkeit. Das ist der Preis.

Ist diese Überlegung zu akademisch? Oder gar zu Lovinkisch?

(drüben bei carta.info habe ich das Thema noch ein bisschen ergänzt)

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Ehemaliger Nutzer 11.01.2013 | 00:05

Hallo Herr Michal, auf den ersten Blick hin:

Sie widersprechen sich, denn hier eröffnen Sie den Abgesang auf die Blogosphäre und das Verschwinden der "libertären Gestalt" des Allein-Bloggers - weil aufgesogen von sozialen Netzwerken und demoralisiert von dem Niedergang des Liberalismus - auf der anderen, verlinkten, Seite erzählen Sie uns:

"Nein, die alte Feindschaft zwischen Zeitungen und Blogs hat sich aufgelöst, unbeschadet manch ideologischer Nachhutgefechte und Sandwich-Phantasien. Die Blogs sind der würzige Belag zwischen dem täglichen Journalistenbrot und der eingezäunten Freunderlwirtschaft in den sozialen Netzwerken. Und das heißt: Sie haben ihre besten Zeiten noch vor sich."

Hm.

Ich jedenfalls bin nicht traurig um das massenhafte Verschwinden pseudo-libertärer BloggerInnen im Gefolge neoliberaler Netzfreiheitsideologen.

Zurück bleiben die Netz-Bohèmiens, die was zu sagen haben und sich einen Scheiß um Kulturpessimismus und Untergangsszenarien von Print-Medien scheren, weil sie nicht zu jedem verwertbaren Thema was bloggen müssen, sondern nur zu dem was sie interessiert und andere etwas angehen sollte.

Weniger ist da mehr und wenn ich mir die Masse der Blogs so ansehe, dann ist eine Trennung der Spreu vom Weizen nicht nur zu Orientierungszwecken durchaus wünschenswert.

Josef Knecht 11.01.2013 | 09:06

"Laut einer Studie von ARD und ZDF nutzen inzwischen 43 Prozent aller Internetuser soziale Netzwerke, aber nur acht Prozent bloggen."

Etwas anders gedacht heisst dies, 43% können "gefällt mir" klicken, und nur 8% können schreiben. In der Tat passen beide zahlen überhaupt nicht zusammen. Und dem bloggen eine Kriese zu unterstellen ist meines Erachtens eine Fehlbehauptung. Ich kenne etwa ein duzend Leute die letztes Jahr angefangen haben in ihrem eigenen Blog zu werken.


Wenn ausserdem die ARD/ZDF umfrage schreibt das 43% aller I-net-user Facebook nutzen, dan sollten sie mal fragen wie viele I-net-user Blogs nutzen. Ich wette da kommt sowas wie >90% raus, von daher Blog'n & Roll.

anne mohnen 11.01.2013 | 09:59

@ Augsburg

Danke für das kurze prägnante Statement.

@ Michal

Ihr  Pauschalurteil,  Herrn Michal, teile ich nicht. Ihr Artikel ist eine Behauptung, ohne Belege, das ist ärgerlich. Für Zeitungskommentare dieser Art, möchte ich nicht mehr bezahlen. Statements waren gestern, Analyse ist heute!.

Der Liberalismus war übrigens längst zerfallen bevor es die Piraten gab. Offenbar hat die FDP weder das Personal noch das Interesse, daran anzuknüpfen, wo Darendorf einst das Handtuch schmiss. Das war immerhin anno 1980ziger Jahre. Also, bitte nicht schwadronieren: erst informieren, dann nachdenken, dann schreiben, Herr Michal! 

@ vGrote

Die dFC ist ein offenes Forum. Das muss man aushalten können. Inzwischen habe auch ich den Eindruck, dass die Sorge um Kinderpenisse  und ein kleines Land, das nicht größer als Hessen ist, hier den Blick vernebelt. Zur Verbreitung solcher Nebelkerzen tragen Sie mächtig bei. Also, bitte keine Krokodilstränen!! Und dieses ewige Community-Bashing, puuuuuuuuh. Machen Sie doch einmal Pause. Das meine ich ganz unpolemisch.

 

Ganz allgemein:

Meiner Meinung nach eignet sich Facebook rein von seinem formalen Aufbau nicht zum Bloggen. Auch nicht alle haben  ein Interesse daran, ihre  Gedanken unter die Datenhoheit  zu stellen, die Facebook und Google für sich in Anspruch nehmen. Dieses Selbstbewusstsein sollte man räsonierenden Bloggern schon einräumen.

Grundsätzlich ist doch einmal zu fragen, wie und ob man überhaupt in einen „WWW“ über und von einer „Szene“ reden kann. Aus meiner Sicht ist das nicht nur soziologisch nichts her: Stichwort „Gesetz der großen Zahl“; Stichwort „Generierbarkeit“! Dann setzt eine „Szene“ einen Begriff von „Vergesellschaftung voraus“. Darüber wird derzeit in hochinteressanten „Bloggerszene“ diskutiert. Herr Lobo ist nicht das Maß aller Dinge und wird z.B. von mir nur mehr wahrgenommen, weil er eben in „oldfashioned“ unterwegs ist. Spiegel, Konferenzen, TV.

Ich selbe blogge mit Wissenschaftlern verschiedener Kontinente. Das klappt wunderbar. Es herrscht halt ein gemeinsamer Habitus in solchen Foren vor, und ein wirklich spannender Austausch ist dann möglich. Wir wissen das Netz zu nutzen. Es ist eine Frage der  sozialen Intelligenz und des Engagements. Im Übrigen findet „Begegnung“ online statt!

So ein Forum, ich wiederhole mich da gerne, hat eine Außenwirkung. Wer interessante Leute um sich scharen will, muss, was dafür tun – auch als Forist. Is‘ im Netz nicht anders, wie im richtigen Leben. Distanzlosigkeit ist da wie dort hinderlich! 

 

utecht 11.01.2013 | 10:51

Dass ein Blog die "uredigierte Stimme einer Person" sei, ist mir persönlich Kernaussage des obigen Artikels und wichtiger Erinnerungsruf an überkommenes Wissen. Für mich ist Bloggen Ausgleichssport zur im Berufsalltag omnipräsenten Schere im Kopf. Im Übrigen ist die beschworene Krise natürlich keine: Die Zahl interessanter neuer Blogs nimmt wöchentlich zu, rasant.

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Ehemaliger Nutzer 11.01.2013 | 11:05

Mag sein, daß die zitierte Aussage von am für die FC u.a. und den angesprochenen User zutreffend ist. Das Problem bei dieser Art Nebel ist jedoch, daß dieser nicht nur virtuell ist, sondern sich als eine Art Bodennebel im Land verbreitet, wovon mensch natürlich wenig mitbekommt, wenn er / sie sich in den linksakademischen Bloggerturm zurückzieht und von der dort sicher vorhandenen und theoretisch substantiell angereicherten Kommunikation schwärmt. Das sind bestimmt auch als hübsche virtuelle Örtchen, die die sozialwissenschaftlich Beschlagenen gern zum Verweilen einladen, jedoch bleiben diese weitgehend unter sich, was evtl. auch der Sinn dieser Zusammenkünfte ist - der Bodensatz bleibt außen vor, stattdessen wird aus dem Kaffesatz das Weltschicksal gelesen.

Da fand ich ihre Hinweise zum weiterlaufenden Waffenhandel und der Ausweitung der Börsendiplomatie schon etwas näher dran, aber gut - auch das hilft denen nicht weiter, die das Würgen bekommen beim Lesen von Themenbeschreibungen wie "Kinderpenissen" für die Beschneidungsdebatte und "ein Land nicht größer als Hessen" für den Nahostkonflikt mit Israel im Zentrum des Geschehens.
Was ist das für eine Optik, die die Dimensionen dieser Vorgänge geradezu krampfhaft miniaturisieren muß, obwohl diese nicht nur in den Medien, sondern z.B. wie bei uns durch unsere Kinder als interessierte Jugendliche beim Abendessen angesprochen werden?

Da stellt sich dann doch die Frage, wie man mit den Fragen und Ansichten der kommenden Generation im aktuellen Umfeld umgeht, oder?

Jedenfalls erscheint aus dieser Perspektive der Standpunkt den Sie mit am einnehmen doch recht drübersteherisch und am Leben vorbei, sorry.

tlacuache 11.01.2013 | 11:18

Gar nich Sorry,

Sie haben Recht, es ist alles eine Frage des Focus.

Wo bin ich?

Was geht sonst noch so in der Welt ab?

Reden in 191 anderen Staaten auch alle ueber Broder vs. Augstein?

Was sagen die 7,01 Milliarden Menschen auf der Welt - 82 Millionen in Deutschland, da bleiben noch satte 6 928 000 000 Menschen auf der Erdplatte, die GAANZ GAANZ sicher auf die "Broder vs. Augstein" Debatte gewartet haben...

Gruss

 

anne mohnen 11.01.2013 | 11:30

@ Michal

Sorry Ihren Kommetar vom 10.01. habe ich überlesen. Der hätte halt in den Artikel gepasst. Dem stimme ich zu, wie ich Ihren eigenen Blog ja gerne lese. Dennoch halte ich die Grundaussage für überzogen und Antje Sch. , na, ja...

Ich meine nur, dass gute Blogger noch lange keine guten Journalisten sind. Das ist der Punkt. Ich lege da unterschiedliche Maßstäbe an.

 

Asasello 11.01.2013 | 12:06

Ich muss gestehen, dass ich unter anderem über den Satz "Laut einer Studie von ARD und ZDF nutzen inzwischen 43 Prozent aller Internetuser soziale Netzwerke, aber nur acht Prozent bloggen" ziemlich gestolpert bin. Nur acht Prozent? Mir kommt das eher viel vor. Immerhin macht es doch viel Arbeit, ständig seine Gedanken zu diesem und jenem Thema aufzuschreiben, Leserkommentare zu moderieren usw. Und die allermeisten Blogger verdienen damit kein Geld. Ich hätte wahrscheinlich geschätzt, dass nicht mal ein Prozent der Internetnutzer bloggt.

Außerdem finde ich, der Vergleich zwischen Bloggen und sogenannten sozialen Netzwerken wie Facebook hinkt ganz gewaltig. Ich glaube, das hat schon ein anderer Leser angemerkt. Wer bloggt, will seine Meinung zu einem bestimmten Thema mitteilen. Wer Facebook nutzt, kann ganz Verschiedenes wollen. Ich denke, für die meisten ist es vor allem eine Methode, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten oder zu bleiben, Termine zu vereinbaren, Einladungen zu verschicken oder, ja, auch peinliche Party-Fotos zu posten. Natürlich kann man über Facebook auch seine Meinung zu einem relevanten (oder auch weniger relevanten) Thema kundtun, aber ich glaube, dass das für die wenigsten Facebook-Nutzer der Grund ist, warum sie Facebook nutzen.

Andererseits kann man selbstverständlich auch in einem Blog peinliche Party-Fotos hochladen, aber für solche Blogger interessiert sich der Autor des Artikels ja offenbar weniger. Wenn ich den Artikel nicht völlig falsch gelesen habe, geht es Herrn Michal eher um solche Blogger, die etwas zu einer ernsthaften öffentlichen Debatte beitragen. Und da finde ich den Vergleich mit sozialen Netzwerken ziemlich unpassend, weil diese als Diskussions- und Debattenforum einfach keine besondere Rolle spielen.

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Ehemaliger Nutzer 11.01.2013 | 12:18

Danke für die Replik, ich stimme weitgehend zu. Allerdings finde ich es durchaus wichtig auch wenn´s mir selbst zu den Ohren raus kommt bzw. ich aufgrund der Nebelkerzen in der FC manchmal Tränen des Bedauerns über soviel Flachsinn in den Augen habe, den Fokus z.B. auf der Beschneidungs - im Kontext der Israeldebatte zu halten - weil sich an diesem exemplarisch die Geschichtslosigkeit und darauf gründende mediale Verzerrungen, die übrigens auch auf Facebook & Co. längst Wurzeln geschlagen haben bzw. von dort aus die Debatte befeuern, vieler Zeitgenossen exemplarisch aufzeigen lassen.

Es gäbe also viel zu tun, allein die Quantität sich wiederholender statements aus den untersten Schubladen erscheint erdrückend und bringt die die das Niveau heben könnten zusehends in die Verlegenheit des Eingeständnisses, daß linke Aufklärung eben doch nicht so wie erhofft "in der Mitte der Gesellschaft" verankert ist, sondern ein leider ernstzunehmendes Gegengewicht vorhanden, daß aus meiner Sicht nur die Spitze des Eisbergs andeutet.

Mithin erweist sich ein linkes Vorverständnis von "herrschaftsfreien Diskursen" u.Ä. nicht nur als utopisches Fernziel, sondern als unhaltbare Illusion in Zeiten, wo die Linke in der politischen Öffentlichkeit und im gesellschaftlichen Leben schon lange nicht mehr die Rolle spielt, die sie gerne spielen würde.

Auf dem Boden der Tatsachen angekommen bräuchte es schon den kräftigen Wind einer starken außerparlamentarischen Bewegung mit gemeinschafts - und identitätsstiftenden Elementen und Inhalten um den Bodennebel im reallife, der im Virtuellen sich zur Schlechtwetterlage verdichtet, zu vertreiben, denke ich.

Dazu müssten insbesondere die linken Intellektuellen aber mal aus ihrem Elfenbeinturm heruntergekommen und sich die Bescherung ansehen, die sie selbst - in der Vernachlässigung der Nachwuchsarbeit bzw. politischen Bildung vor Ort - mit zu verantworten haben.

Kein leichter Gang das, daher schreibt Grass Gedichte und Augstein Kolumnen, die die Jugend bzw. die jungen Leute hierzulande weder ansprechen noch erreichen - weil sie nicht mit Realpersonen verknüpft sind, mit denen die Inhalte diskutierbar wären z.B.

So bleibt diese Verantwortung an den Eltern und Lehrkräften hängen, die aber - gerade von der geistigen Elite in D - selbst aus dem akademischen Viertel heraus ins Kreuzfeuer der Kritik gestellt werden.
DAS ist nicht nur eine Frage der Tonart, das ist eine Frage inwieweit die Etablierung der Alt-Linken - und linken Intelligenz bspw bei den Grünen inzwischen auf die kommende Generation zurückschlägt, die deren abgehobene statements wohl nur noch als genauso unglaubwürdig abhakt wie die vom Rest des Establishments.
Anders gesagt, haben die falschen Leute die (Blog u.a.) Megaphone in der Hand und die jüngeren verziehen sich dann lieber auf FB und bleiben unter sich - ohne dass dabei etwas herauskommt, klar, das aber haben wir Älteren ja schon vorher gewusst, nicht wahr?

;-)

 

Calvani 11.01.2013 | 12:38

Mich hat diese Gegenüberstellung sehr angesprochen. Schon oft war ich versucht, über ein Thema zu bloggen, scheute dann aber doch den Aufwand und vielleicht manchmal auch die Reaktionen und begnügte mich damit, im Bekanntenkreis, im Büro oder bei Facebook meine Meinung kund zu tun - teilweise mit Befriedigung, teilweise doch sehr unbefriedigt, weil die Ausarbeitung eines Textes oder die Initiierung eines Blog-Projektes eine ganz andere Intensität und Eigendynamik entwickeln, die durch andere Formen der Meinungsbildung und des -austauschs nicht entstehen.

Als besonders eindringlich empfinde ich die beiden Metaphern, die Michal hier bringt: die zugige Haltestelle und das nächtliche Sitzen im Schaufenster. Ja, genau so fühlt es sich an, dachte ich bei der Lektüre, und dass Qualität womöglich von Qual kommt, daran dachte ich auch.

Don Dahlmann 11.01.2013 | 13:50

Die Krise der deutschen Blogszene hält jetzt schon seit zwei, drei Jahren an. Erfolgreich waren Blogs, als sie meist in Netzwerken wie twoday, antville usw. aufgehangen waren, weil sich in diesen Netzwerken eine stärkere Verlinkungsmöglichkeit ergeben hat, die mit selbstgehosteten Wordpress Blogs so nicht möglich ist. Dazu kommt, dass die ersten Blogs auch eine Art Navigator für die Blogszene insgesamt darstellten, denn neue deutschsprachige Blogs gab es Anfang der 2000er nur in geringer Stückzahl. Danach fragmentierte die Szene zusehends. Die Fragmentierung führte dann dazu, dass die Blogszene unüberschaubar wurde und man Ewigkeiten brauchte, die besten Blogs zu finden.Anders, als in den USA gibt es keine Portale, keine Magazine, die Blogs redaktionell aufarbeiten und dementsprechende Empfehlungen abliefern, die Einsteigern als Hilfe dienen können. Versuche hat es gegeben, aber das Geld fehlte halt dauernd. (Siehe Carta und auch die FAZ hat es versucht.)

Das bedeutet aber nicht, dass Blogs nicht relevant sind. Auch deutsche Blogs nicht. Es haben sich etliche Seiten entwickelt, die ihre Nische sehr erfolgreich besetzt haben. Dazu zählen Mode-, Technik und Sportblogs. 

Das sind aber eben nicht die Themenbereiche, die eine breite gesellschaftliche Relevanz haben. Es gibt in Deutschland, anders als in Frankreich oder den USA, keine wirklich relevanten Polit-Blogger. Das wird unter anderem auch daran liegen, dass es für Blogautoren kein Finanzierungsmodell gibt, schon gar nicht für "schwere" Themen wie Politik. Die Klickraten sind zu niedrig für Werbung. Was nicht unbedingt etwas mit den Inhalten zu tun hat, sondern mit der Sprache/Reichweite. Englischsprachige Blogs tun sich da naturgemäß leichter. 

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Ehemaliger Nutzer 11.01.2013 | 15:39

*****Sehr guter und informativer Kommentar.

Polit-Blogger haben es zudem schwer gegen die Online-Portale der großen Printmedien hierzulande, da sitzen eben auch teils hochkarätige Leute, gegen die klickmäßig "anzustinken" kaum vorstellbar ist.

Ansonsten würde ich sagen, es ist auch eine Frage der politischen Online-Kultur, wo sich hierzulande die Hauptakteure immer noch mit schwertun bzw. dies an ihre Pressesprecher u.a. delegieren.
Tja, bestes Gegenbeispiel könnte J. Augstein sein, aber der ist auf Facebook viel aktiver als hier in "seiner" Community...

Soweit ich sehe, ist das auch bei weiteren Polit-Prominenzen so, die sich weniger im Blogosphären umtun als in sozialen Netzwerken, die sie halbwegs steuern können.

Vielleicht hat das ja Vorbildcharakter und die durchfragmentierte Blogszene pilgert  lieber zur FB - Seite von Augstein u.a. und sucht ihr Publikum über Following, Twittering und öffentliche Diskussionen herzustellen? Ist nur mein Eindruck, belegen kann ich das nicht.

Claus 11.01.2013 | 17:55

43 Prozent aller Deutschen haben gerne Sex mit ihrem Partner, aber nur 8 Prozent arbeiten als Pornodarsteller

43 Prozent aller Deutschen singen gern , aber nur 8 Prozent versuchen einen Plattenvertrag zu bekommen

43 Prozent machen gern Radtouren mit Freunden, aber nur 8 Prozent nehmen an Radrennen teil 

........43 Prozent aller Blogbeiträge entbehren jeglicher Grundlage, aber nur 8Prozent der Verfasser bemerken das?

 

Georg von Grote 11.01.2013 | 19:47

Nein, nein, keine Panik. Keine Krokodilstränen, purer Realismus :-)

Die FC ist ein Forum wie jedes andere auch, aslo warum sollten sich die Leutchen plötzlich anders verhalten? Hier kommt nur eine nicht unerhebliche Portion an Pseudointellektualität hinzu und der Drang, immer linker zu sein als der andere.

Das erschwert es einigen Neulingen natürlich Fuß zu fassen, wobei sie sich, wie in jedem anderen Forum auch, erst Mal den Platzhirschen/innen erwehren müssen und dieses dicke Fell hat nun nicht jeder. Braucht er aber, wenn er nicht im FC-mainstream mitschwimmen will.

Das ist aber nichts Neues, allerdings schon typisch deutsch. Wer in Frankreich oder in den USA zur Schule geht, lernt da oft anderes, zumal es dort eher gefördert wird, sich zu exponieren. Im deutschen Schulsystem ist das eher unerwünscht und hinderlich, heute mehr als zu meiner Zeit.

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Ehemaliger Nutzer 11.01.2013 | 20:07

"Hier kommt nur eine nicht unerhebliche Portion an Pseudointellektualität hinzu und der Drang, immer linker zu sein als der andere.

Das erschwert es einigen Neulingen natürlich Fuß zu fassen, wobei sie sich, wie in jedem anderen Forum auch,

erst Mal den Platzhirschen/innen erwehren müssen und dieses dicke Fell hat nun nicht jeder. Braucht er aber, wenn er nicht im FC-mainstream mitschwimmen will."

mann, mann, mann ... - wenn ich an meinen einstieg zurückdenke, hier in der ffffffffffr-c - holla.

hätte mir niemals träumen lassen, dass ausgerechnet sie zu derlei fundamentaler selbstkritik fähig wären - hut ab!

- der max

ps. und sollte jetzt der welthandelspreis für tafelkreide in die höhe schießen ... - dann werden sie hoffentlich dafür zur vollen verantwortung gezogen werden, sie ge-platzter hirsch, sie.

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Ehemaliger Nutzer 11.01.2013 | 20:40

"Ich könnte Ihnen jetzt was mit auf den Weg geben, hebe es mir aber lieber auf (...)"

aber nicht dass sie dann um die ecke kommen, und mich für ihr messie-chaos in ihrem kopf verantwortlich machen, wenn all das, was sie bisher, hier im fffffffr-c so angedroht haben, ihnen aus den ohren wächst und quillt, um auf anderer leute kleidung zu tropfen!

- der max

ps. wenn selbst die sieben geißlein keine angst mehr haben, vor dem bösen wolf ... - warum sollte ich vor einem ge-platzen hirsch angst haben müssen, der, einmal seiner aufgeblasenen höhe selbst-verlustig, doch nur noch niederwild sein kann; zumindest für mich.

für sie reicht allemal eine schlinge, die sie sich immer und immer wieder selbst legen, großer meister(?). 

ich habe weder respekt im eigentlichen sinn, vor ihnen - also nicht mehr, noch beschleichen mich irgendwelche'angst'gefühle, wenn mir der user-name 'grote' unterkommt. ganz im gegenteil.

mit dem user-namen 'grote' verbinde ich, seit geraumer zeit schon, unterhaltung. nicht die beste, also nicht immer die beste, aber sie geben sich wenigstens redlich mühe, was selbst ich anerkennen muss.

und "zerschießen" ... - ich möchte keine ihrer beiden(?) kniescheiben sein. echt nicht.

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Ehemaliger Nutzer 11.01.2013 | 22:44

meint, daß ich den Grote als Rattenfänger schon länger verfolge als Sie. Ihr virtueller Tod und Wiederauferstehung auch.

Sie amüsieren sich? Ich auch.

Die GvG - Muster zur Rekrutierung von UnterstützterInnen seiner eitlen Ambitionen sind doch FC-weit bekannt. Ihnen nicht?

Herr GvG fühlt bzw sieht sich von Herrn Augstein mißachtet und fordert von diesem eine förmliche Entschuldigung, falls Ihnen entgangen worum es hier geht.

Und Sie trudeln hier mit reichlich Verspätung ein und schlucken sämtliche ausgelegte Köder.

Beim Erbrechen derselben wünsche ich gutes Gelingen.

sarah liebkind 12.01.2013 | 02:39

Google, You Tube und Facebook ist innovativ,

wird zu sehr verteufelt,

man sollte  damit nur vorsichtig umgehen, Vorsicht bei Freundschaftsanfragen u.a.,  

beides wird in den nächsten Jahren immer wichtiger für globale politische Aktionen, siehe arabischer Frühling.

Hinter Google, Facebook etc stehen Geschäftsinteressen, beides kann auch umgekehrt benutz werden, zur

Arbeit Erkenntnisse Spionage für Geheimdienste, mein You Tube Account wird laufend angegriffen, letzes Mal aus den USA laut

Google.

Und ein mal aus Asien!

Sarah Liebkind

 

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Ehemaliger Nutzer 12.01.2013 | 19:26

Eine kluge Definition für Blogger, ich habe mich aus dem Gesichtsbuch abgemeldet.

Wer einen Blog machen will, sollte es auch auf einem eigenen Server tun, denn diese Freiheit ist wichtig.

Natürlich werden sie in den Blogs (kleine eZeitungen) vor allem das lesen was der Hauptstrom gar nicht mehr darstellen kann oder will.

Wer "Weltenaufgang" sucht, wird auch ankommen!

 

IronCandy 13.01.2013 | 03:28

Im Prinzip geht niemand mit einer Message freiwillig zu Facebook...

Es ist schlicht der Zwang dieser Platform seine Nutzer einzusperren und andere so zu zwingen ebenfalls den Käfig zu betreten.

Aber keine Sorge... die Zoobetreiber drehn irgendwann durch und dann kommt der Facebook Jailbreak nur wird dieser nicht die alten unvernetzten Blogs favorisieren sondern das Blog was andere Blogs mitintegriert.

Es wird noch dauern bis die Protokolle OpenID und andere Technologien richtig sitzen und funtzen aber so wirds kommen.

Kollektive-Suche über mehre Blogs... Zitate von anderen Blogs usw.. da is viel möglich.

anne mohnen 15.01.2013 | 11:23

Lieber GvG,

meine Kritik  lautet hier : Das es eben kein Blog des Herrn Michal ist, die ich gerne lese, sondern ein Zeitungsartikel, insofern wenden sich meine Einwände in erster Linie  an die/den, die diesen Einlassungen auf die Titelseite der aktuellen dF-Ausgabe gebracht haben.

Für einen Blog ist das ja alles gut und schön: provokante These, prominenter Gedankengeber/"Autorität" -Lobo . Das reicht für Facebook und  Netzbeiträge, die der Logik wahr/falsch resp. gefällt mir/gefällt  folgen. In dem Fall hat der/die Autor_in -meinetwegen je nach Lust und Laune- die Möglichkeit, Argumente aufzustocken.

Für einen Zeitungsartikel gilt das nicht, der sollte punktgenau in der Argumentation sein. Nachträglich wichtige Argumente zu liefern, gemäß der  Devise –kapiert doch, ich weiß um eure Argumente etc., wäre unprofessionell und verprellte Leser. Das gilt auch dann, wenn alle nur diese online-Ausgabe läsen - für lau, versteht sich. Übrigens war das ja seinerzeit auch das Problem mit dem Kolumnisten Jörg Friedrich. Der brauchte am Ende  –gefühlt-  dreimal so viel Kommentarplatz, um zu erklären, dass er alles anders gemeint hatte als es in seiner Print-Kolumne stand. Sie erinnern sich?

That’s my the point, lieber Journalist.

Wer hier rein oder rausgeht im Forum interessiert mich in dem Zusammenhang weniger. Ich habe auch nicht die Zeit, das zu verfolgen.

Obwohl Sie noch anders zu bedenken gaben,  bin ich ein wenig kurz angebunden, da ich das in der Pause schreibe. Schönes Restwoche am

 

 

rolf netzmann 16.01.2013 | 09:57

Was treibt Menschen zum Bloggen? Welche Beweggründe haben sie, sich mit Blogs in gesellschaftliche, politische und intellektuelle Debatten einzubringen? Blogger mit einem solchen Anspruch sind selbstbewusste Menschen. Sie stellen sich mit ihren persönlichen Ansichten offen ins Netz, ohne zu wissen, wer ihre Posts liest und wie ihre Leser darauf reagieren. 
Und viele Blogger interagieren mit ihren Blogs in sozialen Netzwerken. Sie verweisen in Twitter, Facebook und Google + auf ihre Blogs und verbinden diese mit den social networks. Damit erreichen sie in der Regel höhere Zugriffszahlen und erhöhen den Bekanntheitsgrad ihrer Blogs. Wenn sie einzelne Posts auch noch in den sozialen Netzwerken einstellen, erreichen sie eine höhere Streuung. Doch liegt darin auch eine Gefahr. Wissen sie doch nicht, wer alles mitliest und geben sie die Kontrolle ihrer Blogs nahezu vollständig auf. Wer sich als Blogger zu brisanten Themen äußert, muss zwangsläufig auch mit Widerspruch zu den von ihm veröffentlichten Meinungen rechnen.  Und ein einmal in der Netzwelt entfachter Shitstorm lässt sich auch mit den besten sachlichen Argumenten nicht mehr eindämmen. Der Blogger steht ihm quasi hilf- und machtlos gegenüber. Die Eigendynamik eines solchen Widerspruchs generiert meistens auch Unsachlichkeit und persönliche Angriffe gegen den Verfasser. Bewegt sich der Blogger auch noch in Communities, lässt sich ohne großen Aufwand durch Quervergleiche schnell ein relativ umfassendes Profil von ihm erstellen, was persönliche Angriffe vereinfacht.
Jonny Häusler und Sascha Lobo plädieren dafür, die geschützten Räume der sozialen Netzwerke wieder mehr zu verlassen. Ein lobenswerter Appell, sicherlich. Nur sind Blogger in Deutschland eben auch Einzelkämpfer. Eine intensive Vernetzung in der Bloggerszene existiert nicht. 
Was also treibt Blogger, sich so gegenüber einer anonymen Leserschaft zu öffnen? Es ist sicherlich auch Idealismus, der unerschütterliche Glaube daran, mit der Kraft des gebloggten Wortes etwas verändern zu können. Vielleicht erreiche ich den einen oder anderen Leser ja und bewege etwas in ihm. Der Idealfall wäredann gegeben, wenn mit einem Post eine Diskussion angestoßen würde, an deren Ende eine praktische Veränderung konkreter Zustände passiert. Das wäre die Höchstform des Idealismus. 
Sind in der offenen Netzwelt Blogs noch notwendig? Ja, denn Blogger sind schnell, flexibel und vor allem unabhängig. Wenn sie Nachrichten posten, die im Mainstream des täglichen Informationswahnsinns untergehen, haben sie ihre Funktion. Wenn sie Fakten mit den persönlichen Erkenntnissen und Empfindungen des Bloggers abgleichen und dann hinterfragen, sind sie wertvoll.  Doch genau das ist die Gratwanderung eines Bloggers, der eben kein Journalist ist. Und doch greifen viel gelesene Blogs auch in den Meinungsbildungsprozess ein und beinflussen ihre Leser. 
Ich wünsche mir weiterhin Blogger, die in ihren Posts ihre persönliche Meinung offen äußern und zum Nachdenken anregen. Ich wünsche mir für die Zukunft eine stärkere Vernetzung der Bloggerszene und Leser, die sachlich und konstruktiv diskutieren, aber den Verfasser nicht persönlich angreifen. Sondern Leser, die den Blogger als Persönlichkeit sehen, der seine Meinungen offen und für eine aus seiner Sicht anonyme Leserschaft vertritt. Und allein dafür gebührt ihm Achtung.

 

zuerst gepostet unter mann-im netz@blogspot.com

rolf netzmann 16.01.2013 | 11:47

 

Hier noch einmal eine leicht überarbeitete Fassung des Beitrags:

 

Was treibt Menschen zum Bloggen? Welche Beweggründe haben sie, sich mit Blogs in gesellschaftliche, politische und intellektuelle Debatten einzubringen? Blogger mit einem solchen Anspruch sind selbstbewusste Menschen. Sie stellen sich mit ihren persönlichen Ansichten offen ins Netz, ohne zu wissen, wer ihre Posts liest und wie ihre Leser darauf reagieren. 
Und viele Blogger interagieren mit ihren Blogs in sozialen Netzwerken. Sie verweisen in Twitter, Facebook und Google + auf ihre Blogs und verbinden diese mit den social networks. Damit erreichen sie in der Regel höhere Zugriffszahlen und erhöhen den Bekanntheitsgrad ihrer Blogs. Wenn sie einzelne Posts auch noch in den sozialen Netzwerken einstellen, erreichen sie eine höhere Streuung. Doch liegt darin auch eine Gefahr. Wissen sie doch nicht, wer alles mitliest. Wer sich als Blogger zu brisanten Themen äußert, muss zwangsläufig auch mit Widerspruch zu den von ihm veröffentlichten Meinungen rechnen.  Und ein einmal in der Netzwelt entfachter Shitstorm lässt sich auch mit den besten sachlichen Argumenten nicht mehr eindämmen. Der Blogger steht ihm quasi hilf- und machtlos gegenüber. Die Eigendynamik eines solchen Widerspruchs generiert meistens auch Unsachlichkeit und persönliche Angriffe gegen den Verfasser. Bewegt sich der Blogger auch noch in Communities, lässt sich ohne großen Aufwand durch Quervergleiche schnell ein vermeintlich umfassendes Profil von ihm erstellen, aus dem man dann meint, mutmassliche Handlungen des Verfassers ableiten zu können.
Jonny Häusler und Sascha Lobo plädieren dafür, die geschützten Räume der sozialen Netzwerke wieder mehr zu verlassen. Ein lobenswerter Appell, sicherlich. Nur sind Blogger in Deutschland eben auch Einzelkämpfer. Eine intensive Vernetzung in der Bloggerszene existiert nicht. 
Was also treibt Blogger, sich so gegenüber einer anonymen Leserschaft zu öffnen? Es ist sicherlich auch Idealismus, der unerschütterliche Glaube daran, mit der Kraft des gebloggten Wortes etwas verändern zu können. Vielleicht erreiche ich den einen oder anderen Leser ja und bewege etwas in ihm. Der Idealfall wäre dann gegeben, wenn mit einem Post eine Diskussion angestoßen würde, an deren Ende eine praktische Veränderung konkreter Zustände passiert. Das wäre die Höchstform des Idealismus. 
Sind in der offenen Netzwelt Blogs noch notwendig? Ja, denn Blogger sind schnell, flexibel und vor allem unabhängig. Wenn sie Nachrichten posten, die im Mainstream des täglichen Informationswahnsinns untergehen, haben sie ihre Funktion. Wenn sie Fakten mit den persönlichen Erkenntnissen und Empfindungen des Bloggers abgleichen und dann hinterfragen, sind sie wertvoll.  Doch genau das ist die Gratwanderung eines Bloggers, der eben kein Journalist ist. Und doch greifen viel gelesene Blogs auch in den Meinungsbildungsprozess ein und beinflussen ihre Leser. 
Ich wünsche mir weiterhin Blogger, die in ihren Posts ihre persönliche Meinung offen äußern und zum Nachdenken anregen. Ich wünsche mir für die Zukunft eine stärkere Vernetzung der Bloggerszene und Leser, die sachlich und konstruktiv diskutieren, aber den Verfasser nicht persönlich angreifen. Sondern Leser, die den Blogger als Persönlichkeit sehen, der seine Meinungen offen und für eine aus seiner Sicht anonyme Leserschaft vertritt. Und allein dafür gebührt ihm Achtung.

aber 16.01.2013 | 22:00

prima artikel. und spätestens jetzt könnten sich ja alle wieder liep haben, oder?

.

mein credo:

die euphorie der anfangsbloggerei ist bei mir vorbei. alles reguliert sich so langsam.....denn das lesen von beiträgen, das schreiben....all das frißt ungemein viel zeit.

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und nebenher müssen ja noch die brötchen verdient werden und der hund gassi geführt und sport und ...und.....und....

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was mich an der FC so verblüfft hat? die umgangsformen!

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ich lese seit den 1975igern DVZ und danach den FREITAG. es war immer MEINE wochenzeitung. seit 1982 wohne ich nicht mehr in berlin sondern in einem dorf. ich kenne hier keinen FREITAG-leser und wenn ich in irgendeinem café einen FREITAG-leser gesehen hätte, hätte ich ihn bestimmt spontan umarmt und selbstverständlich geduzt. dass hier so verletzend miteinander umgegangen wird, hat mich anfangs sehr verstört.

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nebbich.

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ein weiterer punkt, der mich "überfordert" ist das er-googelte schreiben. ich schreib "aus-der-lamäng".....und vertüddeln liegt da auf der hand. die PLAUDEREI ist mir wichtig. ellenlange mauskopierte wahrheiten öden mich an.

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conclusio: ein mittelding zwischen FC und FB täte mir ....so glaube ich....gut gefallen.

anne mohnen 18.01.2013 | 15:07

Lieber Rolf Netzmann,

nur ein paar Überlegungen zu Ihrem Statement.

Das Netz ist hierzulande offen für Menschen, die bloggen wollen. Nur was heißt Offenheit, was bedeutet „sich zu zeigen“ in diesem Kontext?

Ich meine, wenn ein Journalist oder eine Blogger hierzulande mit seinem Klarnamen für seine noch so steilen Thesen eintritt, dann tut sich da ein Graben an Mut auf gegenüber denen , die ihre Thesen, seien sie noch so begründet und schlau, hinter einem Pseudonym verbergen.

Ja, richtig. Auch ich verberge mich hinter einem Pseudonym, auch wenn das schnell sichtbar ist. Ich meine deshalb, dass sich hinter einem Pseudonym Kritik ganz anders ausnehmen kann, sowohl für den, der sie austeilt als auch für den, der sie einstecken muss. Ich denke, man kann da vor allem mehr aushalten.

Wenn sogar Namen und Bilder von Toten benutzt werden, um eigene Meinungen zu verbreiten, dann muss man meiner Meinung nicht zustimmen, und das für schäbig, gar unethisch halten! Es gibt keine Netzethik. Und es zeichnet sich auch keine ab. Doch ist es leicht durch Argumente nachzuweisen, dass solche Vorgehensweisen wohl kaum die Plakette für Offenheit oder gar Zivilcourage anzuheften ist, zumal es ja unmöglich ist, bei einem Toten nachzufragen, ob er den Argumenten seines lebenden  "Alter Eogos" denn Folge leisten mag. 

Eine andere Sache ist ,die inhaltliche Ebene, auf der kann be- und verurteilt werden. Da zählen nur die Argumente.

Doch um diesen Gewicht zu verleihen, sind diese nicht von Personen zu trennen sind, die über die Offenheit verfügen, mit ihrem Namen dafür gerade zu stehen. Denkt man die Überlegungen eines Sascha Lobos u.a. zu Ende, heben sie, trotz meiner oben gemachten Einwände, zu Recht auf eine Weiterentwicklung des Netzes ab, adressiert an die User, denen es e z. B. tatsächlich etwas geht - um Verränderung. Für die braucht Offenheit- Rahmenbedingen, Ansprechbarkeit, Verantwortlichkeit. Alle womit der Schwarm, und kommt   er noch so intelligent daher noch nichts zu tun hat und nichts zu tun haben will. Beispielhaft dafür steht Occupy. Occupy ist alles andere als tot, nur den Schwarm interessiert das nicht mehr, der ist davon geschwommen.

Sicherlich - das Netz als Meinungsplattform, Speaker’s Corner tut das alles keinen Abbruch. Da haben Sie Recht.

LG am

 

TmoWizard 24.01.2013 | 15:09

Hallo Herr Michal,

 

eine sehr interesannte Theorie über den Niedergang der Blogger, der ich jedoch nicht ganz zustimmen kann. Soziale Medien wie Facebook oder G+ kann man mit einem eigenen richtigen Blog nicht vergleichen, daß wissen sie aber durch ihr eigenes Blog wohl selbst!

 

Die wahren Spaßbremsen beim Bloggen sind in meinen Augen die Verlage und Abmahnanwälte, aber auch manche Kommentatoren. Gerade das von den Verlegern gewollte LSR wird sich noch ziemlich negativ auf die Bloggosphäre auswirken, auch wenn die Verleger das Gegenteil behaupten. Ich warte schon darauf, daß auch bei mir irgendwann ein Schreiben eines Anwaltes ins Haus flattert. Sollte das passieren, dann darf ich mein "Castle" wohl dicht machen!

 

Hi @Olena. Schön, wenn man seine Leser auch wo anders trifft! ;-)

 

Du schreibst: "Soziale Netzwerke – sind ein wichtiger Teil von Blogs und Blogger(innen) geworden.Aber das Bloggen  ein Auslaufmodell sein soll, das glaube ich nicht."

Dem kann ich nur zustimmen!

 

Grüße nun aus TmoWizard's Castle zu Augsburg

 

Mike, TmoWizard