Politik

NATO/Libyen | 31.10.2011 13:45 | Lutz Herden

Kollateralschäden zuhauf

Der Sturz Gaddafis gehörte nicht zum UN-Auftrag für den nun beendeten Libyen-Einsatz der NATO. Sie hat ihn dennoch erledigt und damit erneut gezeigt, wozu sie fähig ist

Die NATO hat beachtliche sieben Monate lang mit großer Überlegenheit und kleinem Risiko in einen inneren Konflikt eingegriffen, um einen Bürgerkrieg zugunsten einer Seite zu entscheiden. Es wurden seit März über 26.100 Angriffe geflogen. Da in Libyen größtenteils Städte umkämpft waren und deshalb bombardiert wurden, kann niemand ernsthaft behaupten, durch die Luftschläge seien keine Zivilisten zu Schaden gekommen. Wie viel von den bislang gezählten über 50.000 Kriegstoten muss die Allianz verantworten? Die Frage zu stellen, ist das Mindeste, was aus Respekt vor dem Schicksal der Betroffenen, geschehen muss.

Zum letzten Akt dieser Intervention geriet die Beihilfe zur Tötung des ehemaligen Staatschefs Gaddafi. Ohne NATO-Raketen auf dessen Konvoi am Rand von Sirte, wäre der vermutlich nicht so schnell erschossen worden. Offenbar galt das Prinzip, jeder Atemzug des Diktators – und sei es der letzte – bedroht die libysche Zivilbevölkerung. Es ist daher mandatskonform, ihn gezielt zu töten. Egal, ob dafür in letzter Konsequenz die NATO oder der Übergangsrat zuständig sind – Tatsache bleibt, ein Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) wurde verhindert oder extrem verkürzt, indem an der Peripherie von Sirte das Urteil gefällt und vollstreckt wurde. Man sollte sich allerdings davor hüten, die Selbstermächtigung zur Selbstjustiz als Empfehlung zu verstehen. Sie ist es weder für das westliche Bündnis noch für künftige Autoritäten in Tripolis. Es sei denn, man findet Gefallen an einem archaischen Rechtsverständnis.

Satanisierung des Schurken

Dass sich nach diesem Tod Gaddafis der UN-Sicherheitsrat nicht einmal zu der Erklärung aufraffen konnte, dafür habe man garantiert keine Resolution 1973 beschlossen, ist eine Schmach für die UN-Diplomatie. Sie komplettiert die politischen Kollateralschäden der Libyen-Operation und erinnert nur allzu deutlich an eine – wie man heute zugibt – überaus fragwürdige Kollaboration des Sicherheitsrats mit der Bush-Administration nach dem Irak-Einmarsch im April 2003. Inzwischen weiß jeder, wie falsch und fatal dieser Schulterschluss war. Wer das unmissverständlich zum Ausdruck bringt, muss nicht mehr damit rechnen, versteckter Sympathien für den ehemaligen Staatschef Saddam Hussein verdächtigt zu werden oder den Vorwurf zu hören, dessen Verbrechen zu verharmlosen. Bei Gaddafi hat die Satanisierung des Schurken einen Grad erreicht, dass selbst das Recht auf Leben von dieser propagandistischen Hybris nicht verschont bleibt.

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Aber Schaden genommen haben nicht nur die Vereinten Nationen. Gleiches trifft – und da schließt sich der Kreis – für den Haager Weltgerichtshof zu. Dessen Chefankläger Luis Moreno-Ocampo hatte am 16. Mai 2011 Anklage gegen Muammar al-Gaddafi, seinen Sohn Saif al-Islam und Geheimdienstchef Abdullah Senussi erhoben – es ging um Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Plötzlich – zwei Monate nach Beginn der Luftangriffe – wurde die Intervention juristisch legitimiert. Oder der Anschein erweckt, das sei der Fall. Warum nicht gleich, als die ersten Bomben fielen? Ist es für das Prestige dieses Tribunals wirklich annehmbar, wenn sein Chefankläger in den Geruch kommt, politisch instrumentalisiert zu sein? Während die NATO-Raketen einschlagen, wird die Führung des Gegners angeklagt. Welch zweifelhafter Eindruck von Kausalität wurde da in Kauf genommen? Dabei schien es Moreno-Ocampo nicht im Geringsten zu stören, mit den USA einer Interventionsmacht das juristische Geschäft zu besorgen, die sich seinem Gerichtshof kategorisch verweigert und mit militärischen Aktionen droht, sollte je ein US-Bürger in einer Haager Zelle landen.

Morgendämmerung der Odyssee

Hört man jetzt vom Chefankläger auch nur ein Wort des Unmuts oder gar der Empörung darüber, dass in Libyen Vorsorge getroffen wurde, Gaddafi auf keine Anklagebank setzen zu müssen? Was hätte es da zu hören gegeben? Etwas über Waffen- und Ölgeschäfte des Westens mit einem Regime, das nach jetziger Überzeugung nicht einmal minimalen zivilisatorischen Standards genügte? Oder über die Kumpanei mit Gaddafi bei der Jagd nach nordafrikanischen Flüchtlingen im Mittelmeer?

Es lässt sich nichts beschönigen. Die rechtlichen, moralischen und politischen Kollateralschäden der NATO-Operation Morgendämmerung der Odyssee sind beachtlich, wenn nicht desaströs. Übertroffen werden sie allein vom Desinteresse oder der Weigerung im Westen, sich dessen bewusst zu werden. Ein durch und durch trostloser Befund. Ein beschämender dazu, wenn ohne Skrupel vorgeführt wird, wie das Gewaltverbot der Vereinten Nationen pragmatischem Zugriff unterliegt, diktiert vom Recht des Stärkeren, getrieben von der Macht der Interessen und gesalbt von politischem Opportunismus. Man mag dem entgegenhalten, das war nie anders. Sicher richtig, doch spürte man beim Kosovo-Krieg der NATO mehr als den Hauch eines schlechten Gewissens. Und es gab eine Öffentlichkeit, nicht zuletzt in den Medien, die damit etwas anfangen wollte.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Matto schrieb am 31.10.2011 um 14:30
Guter Bericht. Ich möchte hier nichts hinzufügen, es ist alles gesagt worden. So ist eben der Westen, immer mit gegrault.
Maxi Scharfenberg schrieb am 31.10.2011 um 17:23
"Es lässt sich nichts beschönigen." Leider ist das so. Sie haben in allen Punkten Recht. Ist das nicht schlimm? Nicht, dass Sie Recht haben, ist schlimm, sondern dass niemand aufsteht und sagt, Freunde, so geht das nicht!

Was alles besonders schlimm macht, ist das ungestrafte Töten fremder Leute, die uns nichts getan haben. Normal sind rechtsstaatliche Verfahren, in deren Ergebnis ein ordentliches Gericht über Schuld und Unschuld befindet. Erst schiessen, dann fragen, heisst es heute.
Deutsche, rote und grüne Demokraten, die sich ansonsten über die Todesstrafe in den USA aufregen können, befinden sich nun in einer Art Rauschzustand, was die Normalität des ungestraften Tötens von Tausenden Menschen betrifft, was ich erstaunlich finde und als Zeugnis für die absolut verderbte Verlogenheit dieser komischen Untergangsgesellschaft ablegen muss. Man kann ja sowieso nichts machen.
Es grüsst aus dem Tal der Ahnungslosen
Maxi S.
Lutz Herden schrieb am 31.10.2011 um 20:18
Doch man kann etwas dagegen tun, indem man diese Zustände einfach so beschreibt und benennt, wie sie sind.
Phineas Freek schrieb am 01.11.2011 um 16:48
"Doch man kann etwas dagegen tun, indem man diese Zustände einfach so beschreibt und benennt, wie sie sind."

...und genau DAS habt IHR in einer Zeit wo es drauf angekommen wäre NICHT getan, nämlich die Zustände einfach zu beschreiben und zu benennen, wie sie waren und wie sie sind!

Ihr wart durch Euer Schweigen und der Übernahme von desinformierenden "Artikeln" aus dem Guardian, zumindest kleiner Teil einer bisher beispiellosen "öffentlichen" Gleichschaltung und Kontrolle, welche die gesamte westliche "Medienwelt" umfasste und unverändert anhält.!
ostello jaeger schrieb am 31.10.2011 um 18:56
danke für die klaren worte, und für die courage sie hier auszusprechen. dass ist leider nicht selbstverständlich.
hg
Maria Jacobi schrieb am 31.10.2011 um 23:06
"Man sollte sich allerdings davor hüten, die Selbstermächtigung zur Selbstjustiz als Empfehlung zu verstehen."

Aber aber! Das ist doch längst Wirklichkeit! Oder wie sind die Kriege im Irak, im Kosovo, in Afghanistan und nun Libyen zu verstehen, wenn nicht als Selbstermächtigung zur Selbstjustiz? Diese Sucht zur Selbstjustiz ist jedem politischen Herrschaftsapparat inherent und Großmächten in besonderem Maße. Während des Kalten Krieges wurde diese Sucht durch die Furcht vor einer Selbstauslöschung drastisch und wirksam gebremst. Heute ist das anders. Heute glauben gewisse Mächte, auf nichts und niemand mehr Rücksicht nehmen zu müssen, am wenigsten auf andere Länder, die Regeln der Uno und am wenigsten auf die eigenen Gesetze. Es zeigt sich aber, dass die Selbstermächtigung zur Selbstjustiz in allen Fällen seit dem Irak-Krieg völlig unerwartete, dem Weltverständnis der Selbstermächtiger diametral entgegengesetzte Folgen hatte: statt westlich gefärbter Demokratien regenerierten sich jahrhundertealte Stammesgesellschaften unter dem Banner des politischen Islam.
Lutz Herden schrieb am 01.11.2011 um 10:03
Ich meinte das mit der Selbstermächtigung anders. Mir ging es um das Zusammenspiel zwischen Militärinterventionen und internationaler Gerichtsbarkeit, die sich im Fall Libyen zu einem recht makabren Zusammenspiel arrangiert haben.
antares56 schrieb am 01.11.2011 um 09:41
Wenn Mord und Völkermord zum Programm der NATO gehört, sollte man diese Organisation doch lieber auflösen! Von der UN wurde bestimmt nicht der Mord an Ghaddafi und an vielen Zivilisten gefordert. Ganz im Gegenteil, die NATO sollte Zivilpersonen schützen. Was sie dann aber nicht getan hat.
Und so wird es immer sein, solange die USA dort das grosse Sagen haben! Ich warte darauf, das endlich G.W.Bush vor das Haager Kriegsverbrecher-Tribunal gestellt wird wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Massenmord. Auch andere Amerikaner gehören vor dieses Gericht!
Solange das nicht passiert, ist das ganze Gericht nur ein schlechter Witz. Und die UNO eigentlich auch.
Dirk Bellmann schrieb am 01.11.2011 um 10:59
Die NATO ist in meinen Augen nichts anderes als eine verbrecherische Vereinigung kriegstreibender Staaten. In Libyen wurde der Umsturz nicht von den sogenannten Rebellen herbeigeführt, vielmehr wurde der Weg zu Gaddafi systematisch freigebombt.
Die Libyen-Aggression war nichts anderes als ein erneuter Präventionskrieg und ein Einstieg in die neue Qualität von Wirtschaftskriegen. Die USA sind auf dem absteigenden Ast und fortan müssen wir mit Aggressionen rechnen, die ihren schwindenen Einfluss und Wohlstand kompensieren sollen.
koslowski schrieb am 01.11.2011 um 14:14
Informatier Artikel mit bedenkenswerten Überlegungen, in dem mir nur ein Satz wie dieser fehlt: "Ohne NATO kein Sturz der Diktatur und keine Chance auf ein Libyen, in dem Menschen- und Bürgerrechte respektiert werden."
Lutz Herden schrieb am 01.11.2011 um 14:48
Wie derzeit die Menschen- und Bürgerrechte respektiert werden, kann man den Übergriffen gegen Gaddafi-Anhänger entnehmen, über die seit Tagen vermehrt berichtet wird.
koslowski schrieb am 01.11.2011 um 20:26
Ja, leider, deshalb schrieb ich von der "Chance". Ich hoffe, die ist jetzt zu Beginn der Transformation Libyens noch nicht vergeben.
gweberbv schrieb am 01.11.2011 um 14:41
Was wäre ohne die Parteinahme der NATO denn besser gelaufen? In Lybien säße vermutlich immernoch der Revolutionsführer höchstselbst oder einer seiner Söhne auf dem Thron und die Niederschlagung des Aufstandes hätte ihren Blutzoll gefordert. Ob die neuen Herren in Tripolis ihre Versprechungen wahr machen, bleibt abzuwarten. Aber immerhin besteht nun die Chance auf eine freiere Gesellschaft.

Und der Rest der Welt? Da geht es weiter wie gewohnt. Dass eine UN-Resolution ganz offensichtlich missbraucht wurde, ist auch kein größerer Schaden als das frühere Versagen der UN bzw. ihrer Mitgliedsstaaten im Angesicht von schweren Verbrechen an an Zivilisten.

Sobald die Möglichkeit zur Intervention in fremden Ländern gegeben ist, werden dies die ausführenden Staaten zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen nutzen. Gibt es umgekehrt diese Möglichkeit nicht bzw. wird davon nicht Gebrauch gemacht, dann kann eben jeder Halsabschneider in seinem Herrschaftbereich nach Gutdünken morden und plündern.
claudia schrieb am 01.11.2011 um 18:59
>>Sobald die Möglichkeit zur Intervention in fremden Ländern gegeben ist, werden dies die ausführenden Staaten zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen nutzen.<<
Ja klar.
Also rüstet man mal in aller Stille eine Bürgerktiegsarmee auf. Die besetzt dann eine Stadt, sagen wir, es wäre Benghasi. Dann sagt man: "Das sind ganz friedliche Demostranten, wie auf dem Tahrirplatz. Nur eben mit Schnellfeuergewehren, Bazookas und so Kram, aber wer hat das heutzutage nicht? Und schaut nur, sie haben Fahnen mit dem König Idris I, das ist libyische Folklore, wie in Bayern Ludwig II. Putzig, nicht wahr?"
Dann rückt die Armee in Richtung Hauptstadt vor, und die Staatsarmee vesucht, sie zurückzuschlagen.
Dann sagt man: "Oh weh, unsere Freiheitskämpfer werden wohl verlieren, weil sie ja im Gegenteil zur Staatsarmee keine Luftwaffe haben. Da müssen wir ihnen unsere NATO-Luftwaffe zur Verfügung stellen. Jetzt ist das alternativlos. Wie es dazu kam, muss man ja nicht mehr wissen."
Und dann bombte eben die NATO die Städte zu Klump und Asche.

Und sonst?
Die Öl- und Gasförderung wird jetzt wieder hochgefahren, die Aktien steigen. Der Ölpreis fällt wie vorauskalkuliert. Und die Chinesen sind weg.
Ein voller Erfolg wieder mal.

---
„Um mit Libyen ins Geschäft zu kommen, akzeptieren die ausländischen Energiefirmen harte Bedingungen. BP etwa zahlte knapp 250 Millionen Euro alleine an Provision. Zudem wird der Konzern fast 80 Prozent seiner künftigen Produktionserlöse an die staatliche libysche Ölgesellschaft NOC abtreten müssen. Sie kontrolliert das Geschäft mit den fossilen Ressourcen des Landes. Überhaupt darf keine ausländische Firma in Libyen ohne einheimisches Partnerunternehmen aktiv werden. Meist schreiben die Vereinbarungen die Zusammenarbeit gleich über einen Zeitraum von 25 oder 30 Jahren fest.
[---]
Algerien etwa deckt gegenwärtig 13 Prozent von Europas Gasverbrauch, Libyen ist Deutschlands drittgrößter Öllieferant. In etwa 12 Jahren werde ebenso viel Öl aus dem Maghreb nach Europa fließen wie aus Russland, schätzt der EU-Energiekommissar Andris Piebalgs.“
Quelle: www.zeit.de/online/2008/09/libyen-oel

Dass die Energiekonzerne die „harten Bedingungen“ auf lange Sicht akzeptieren würden war wohl wieder mal eine grandiose Fehleinschätzung.

---
„Mit Genugtuung sieht man in der deutschen Delegation indessen, dass die Chinesen auf absehbare Zeit wenig Chancen haben. Sie haben vor und während der Revolution wohl aufs falsche Pferd gesetzt, heißt es. Vor der Revolution waren immerhin 50 000 Chinesen im Land. Mit dem Sturz Gaddafis waren sie weg.“
www.wintershall.com/2440.html?&L=1

---
Der Krieg um Öl, Gas, Erze wird weiter gehen. Auch in Afghanistan geht es wie in Libyen darum, China von den den Rohstoffquellen wegzuhalten. Die China wird aber irgendwann versuchen müssen, die NATO wieder wegzubomben, wenn es seinen industriellen Expansionkurs weiter fahren will.
Dann geht es los: Kauft rechtzeitig Rüstungsaktien, Leute: die werden noch knusprige Renditen einfahren.
apatit schrieb am 02.11.2011 um 09:34
Ich frage mich immer, wo sind die Bürgerrechtler mit dem Banner “Schwerter zu Pflugscharen“ – vor 1989 ein anerkannte Truppe, da gegen den Warschauer Vertrag genutzt und heute? Keine Aufgaben mehr bei NATO?
claudia schrieb am 02.11.2011 um 09:53
>>...vor 1989 ein anerkannte Truppe, da gegen den Warschauer Vertrag genutzt...<<
Ja eben. Der Warschauer Vertrag ist weg die NATO hat keine Verwendung für Pazifisten.

Das ist wie mit der "Demokratie jetzt!"-Bewegung: Gut, solange das in der DDR stattfand, aber die BRD kann halt keine Demokraten gebrauchen.
apatit schrieb am 02.11.2011 um 15:59
Oder Rainer Eppelmann, der evangelischer Pfarrer, der CDU-Politiker und Minister für Abrüstung und Verteidigung in der letzten DDR-Regierung, was sagt der zu den “gerechten“ demokratisierungs- Militäreinsätzen der Nato ! Krieg sagt ja keiner so richtig, ist auch besser so.
Lutz Herden schrieb am 03.11.2011 um 09:02
Diese Aufgabe zur Konversion von enormen Rüstungsbeständen gibt es jetzt vor allem in Libyen, weil dort riesige Waffenlager existieren. Es ist merkwürdig oder eben bezeichnend, dass die NATO ihre Mission in einem Augenblick beendet, da es darum geht, wer sich darum kümmert, wie damit umgegangen wird usw.
claudia schrieb am 03.11.2011 um 11:12
Na ja, da müssen eben die Dealer ran, die wieder wo anders "Rebellen" ausrüsten, oder?

Ich tippe ja auf Venezuela. Eine "Demokraten gegen Chavez"-Truppe, die sich den Weg frei schiesst und natürlich Unterstützung der NATO-Demokraturen braucht.
Vielleicht mit dem Konterfei eines früheren, korrupten Präsidenten?

Oder die Waffenlager sind vielleicht doch nicht ganz so riesig und das neue Regime übernimmt einfach die Ausrüstung der bisherigen libyschen Armee?
Die werden schon wissen was sie damit machen.
Maxi Scharfenberg schrieb am 06.11.2011 um 18:51
Nur mal so nebenbei: ich habe sie in ihrem Widerstandskampf damals nicht bemerkt, denn er fand zu lautlos statt und ausserdem wollten die Bürgerrechtler schliesslich niemand in Gefahr bringen, das versteht man doch? Deshalb ist es vielleicht so, dass sie im Untergrund ganz vehement für die Freiheit kämpften, aber eben schön leise..? So, wie in der DDR, da waren sie erst in Farbe zu sehn, als Dr. Kohl da war, vorher waren sie im harten Untergrundkampf, vermute ich und ausserdem gab es in der DDR kein Farbfernsehen, las ich neulich. Nun fehlen sie optisch schon wieder, die bärtigen Gesellen.
Beste Grüsse Maxi S.


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