blue61

Softwerker, vh, 50+, 2 Kids. kommunalpolitisch aktiv.
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RE: Mut zum Kompromiss – Verbesserungen erreichen | 01.12.2013 | 22:17

Alle diejenigen, die ernsthaft die Vor- und Nachteile des Koalotionsvertrags überlegen halte ich für verantwortungsvoll. Auch wenn sie sich dagegen entscheiden. Sie müssen aber die Konsequenzen sehen. Dass ich mir das selbst nicht leicht mache können alle Leser in meinen vorherigen Beiträgen nachlesen. Einfach nur sagen: da mach ich nicht mit, ohne für die Konsequenzen mit Verantwortung zu sehen - das ist in meinen Augen dumm.

RE: Terrorismuswarnung | 04.08.2013 | 21:55

Das ist leider völlig richtig.

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die "Terroristen" nicht von dieser Medienmaschine nun gerade zu Taten angeregt fühlen. Vielleicht haben sie ja Verstand genug zu erkennen, daß sie sich selbst am besten nützen, wenn sie in diesem Fall die Geheimdienste Lügen strafen.

RE: Eva Illouz analysiert „Shades of Grey“ | 31.07.2013 | 23:34

Mir klingt dieser "Erfolg" nicht so sehr nach einer Antwort auf die Frage "wie sind die Frauen/Männer/Menschen von heute?" als vielmehr als Audruck des Zeitgeist, also als Antwort auf: "was halten Frauen/Männer/Menschen für angesagt?". Das beides muss nicht viel miteinander zu tun haben.

Vor allem muss man den Ursprungsort USA im Kopf behalten, wenn man über die dort ausgedrückten Bedürfnisse nachdenkt. Die US-Gesellschaft produziert bekanntermassen erheblich mehr verklemmte Gemüter als Europa. Ein land, in dem das Kettensägenmassaker als jugendfrei gilt, ein einziges öffentich sichtbares Schamhaar aber zur nationalen Krise führt ist nach europäischen Maßstäben wohl weder emanzipiert noch überhaupt erwachsen.

Auf der Grundlage der in den "Kiss"-Filmen und der "Purity"-Bewegung gezeigten Entwicklung ist die Shades-Reihe doch nichts weiter als eine logische Fortsetzung. Autor und Verlag haben vermutlich den US-Markt gut analysiert. Dass sie auch international so erfolgreich wurden dürfte aber auch für sie eine Überraschung sein. Für Europäer sind die Verkaufszahlen mehr ein Indikator für die Invasivität der US-Kultur. Ob aber dabei die Franzosen nach der kulturellen Abschottung besser abschneiden als die Deutschen? Man darf in die Kristallkuge schauen.

RE: Kein Mut zur Sünde | 31.07.2013 | 21:12

die deutsche Aussenpolitik der letzten Jahre kam reichlich planlos vor.

das schlimmste ist, dass man mit dem alten (us-affinen) europa mittut, und eher (wie an früher sagte) imperialistisch handelt als emanzipatorisch. dazu gehört ebenso das endlose geld-versenken ohne zielvorgaben im bereich der "entwicklungspolitik". vom größten teil dieser mittel sehen die eigentlichen addressaten sicher kaum etwas. kein wunder, der fachminister wollte das ressort ja zuvor ganz abschaffen, bevor es der erbhof der fdp wurde.

RE: Abhörschnittstellen sind Teil der Standards | 17.07.2013 | 23:47

Das alles weiß ich heute auch. Aber: wusstet Ihrdas denn auch schon im Jahr 2000?

Wie ich schon an anderer Stelle schrieb konnte man natürlich in den letzten Jahren auch einiges bei heise lesen oder beim C3 hören. Klar. Aber der Verdacht, dass Daten in Einzelfällen misbraucht werden könnten ist ja ganz etwas anderes als die beinahe-Sicherheit dass es in allen Fällen so ist.

RE: Schneiden wir den Kuchen neu an | 15.05.2012 | 14:34

Hallo Herr Seliger, hallo Kollegen,

es sind interessante Gedanken zu Verwertungsrechten genannt. Von Urheberrechten möchte ich dabei explizit *nicht* sprechen, denn es geht m. E. in dieser Debatte insgesamt weniger um die Rechte von Kreativen

Und da komme ich zu einem Punkt, der mich an der Diskussion hier ungemein stört: die Verengung dessen was schützenswert ist auf Dinge die gemeinhin als 'Kunst' betrachtet werden. Kreativität ist aber viel mehr als der etablierte Kunstbetrieb.

Als Software Entwickler sehe ich meine Arbeit ebenso zu einem erheblichen Teil als eine kreative Tätigkeit. Deren Ergebnisse aber gleichwohl kein Mensch für schützenswert hält. Bis auf einen Haufen von problematischen Grossfirmen der IT-Industrie, die per eigener "Patent"-Abteilung einfach alle Ideen der Communities abfischen, zu Patenten verarbeiten und danach deren eigentliche Urheber (hier passt der Begriff) zu Lizenzzahlungen klagen wollen. Das ganze in Komplizenschaft mit einer politisch verrückten Patentbehörde.

Und ähnlich geht es kreativ denkenden in anderen technischen Disziplinen.

Das europäische Patentrecht bedroht die Lebensgrundlage ganz vieler technisch Kreativer ebensosehr wie die Klau-Börsen die Lebensgrundlage von Musikern in Frage stellen.

Gruss aus Unna,
Thomas Nagel

RE: Hat das deutsche Fernsehen ein ­Qualitätsproblem? | 20.11.2010 | 17:20

Und wenn diese Serie noch so viele Insider-Preise gewinnt - ich fand schon die Ausschnitte abstoßend, nervig, oberlehrerhaft, furchtbar political correct, und dazu zynisch. Mag sich das ansehen wer will... vermutlich Fans des Kettensägennmassakers, oder dieses geknebelten Kanibalen, mir egal. In meinen Augen ist es eine Sache der Qualität so einen Murx abzusetzen. Mehr Kultur: ja. Aber bitte fragt vorher mal das Publikum was es möchte. Das hat mit Quotenschielerei nix zu tun, nur mit Demokratie statt oberlehrerhafter Arroganz. Und: ja, ich habe auch eine Uni von innen gesehen. Nur eben nicht nur genickt dort.

RE: Tanz auf den Köpfen der Schlangen | 05.11.2010 | 22:49

Der Artikel ermutigt dazu, die Lage in den arabischen Ländern differenziert zu sehen. Das ist auch richtig und wichtig. Mein Mitgefühl gilt den gewaltfreien Opfern der religiösen Faschisten auch in diesen Ländern. Mit schrankenloser Offenheit den Gewalttätern gegenüber ist aber auch nichts gewonnen. Zur Zeit sehe ich keine andere Möglichkeit für die Ländern Mitteleuropas mehr als verstärkte Abgrenzung. Müssen denn wirklich Güter aus diesen Ländern ohne Zwischenstopp nach Europa transportiert werden? Ich glaube nicht. Luftfracht kann auch über Drittländer geliefert werden. Aber wahrscheinlich sind die größten Luftfrachtauftraggeber in und aus dem Jemen die westlichen Geheimdienste selbst, neben den westlichen Medien.