Im Abenddunst verirrter Ararat

Armenien Mit Franz Werfel durch das Land der kahlen Berge
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Noch vor drei Jahren war Armenien für mich nur der Name eines Landes, das ich - wie andere auch - nicht kannte. Doch dann lernte ich während eines Arbeitsaufenthalts in der Denkmalschmiede Höfgen/ Internationale Studios in der Nähe von Leipzig den armenischen Komponisten Wahram Babayan kennen. Mit ihm zugleich seine Musik und einen Hauch des Armenischen, einen Hauch des Landes, das als erstes das Christentum zur Staatsreligion erhob und seit dem Jahre 396 ein eigenes Alphabet besitzt, dem Lautklang der armenischen Sprache angepasst. Ein Kulturland, dessen Territorium sich über die Jahrhunderte ständig verkleinert hat - das einmal durch die Perser, dann wieder durch die Türken besetzt wurde. Und dann den Genozid von 1915-1921 hinnehmen musste - die Jahre,