Tanja Busse
Ausgabe 0216 | 15.01.2016 | 06:00 16

Bauer sucht Geld

Tierschutz Ohne bessere Haltungsbedingungen schwindet die gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft

Bauer sucht Geld

Wie kann das Vieh anständig leben, ohne dass der Landwirt pleitegeht?

Foto: Panoramic/Imago

Es ist sein Traumberuf und trotzdem überlegt er, einfach aufzuhören: Klaus Lange ist Landwirt im ostwestfälischen Körbecke, hat von seinen Eltern einen traditionellen Bauernhof geerbt und ihn zu einem modernen Intensivbetrieb ausgebaut. Rund 12.000 Ferkel produziert er nun im Jahr. Unter Kollegen gilt er als erfolgreich und innovativ. Doch mittlerweile hat er die Nase voll. Es ist die Perspektivlosigkeit, die ihn verzweifeln lässt, der Zwang zu immer weiterem Wachstum. Erst vierzig Sauen, dann hundert, dann vierhundert, und noch immer, sagen die Berater, reicht es nicht, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Gleichzeitig fühlt sich Klaus Lange als „Buhmann der Nation“, von der Öffentlichkeit pauschal als „Tierquäler“ diffamiert.

Wenn am Samstag in Berlin wieder Zehntausende Tier- und Umweltschützer unter dem Motto „Wir haben es satt“ gegen Massentierhaltung und für eine bäuerliche Landwirtschaft auf die Straße gehen, kann Klaus Lange gar nicht genau sagen, ob diese Demo für ihn oder gegen ihn ist. Für ihn, weil er seinen Bauernhof auch in Zukunft erhalten will? Oder gegen ihn, weil seine drei großen Ställe als Massentierhaltung gelten?

Konzerne diktieren den Preis

Klaus Lange zeigt gerne seine Ställe, die Leute sollen sehen, dass er und seine Frau sich gut um die Tiere kümmern, auch wenn sie eingesperrt sind. Und er sagt ihnen auch, dass er nach Alternativen sucht. Und nicht weiß, was er seinem Sohn, der den Betrieb übernehmen will, raten soll. „Sauen in Kastenständen, das ist nicht die Zukunft“, sagt Klaus Lange. „Aber was dann?“ Als er von der Initiative Tierwohl hörte, war er einer der Ersten, der investierte: mehr Licht in den Stall, mehr Platz für die Tiere. Und er hatte Glück: Er gehörte zu den Landwirten, die tatsächlich Geld vom Lebensmittelhandel bekamen. Das ging nicht allen so, das Geld im Fonds reichte bei Weitem nicht aus, um alle Bauern in das Programm aufzunehmen. Aber wie geht es weiter? Klaus Lange sieht verzweifelt aus. „Ich bin bereit für Veränderungen, ich will das gerne anders machen, aber wie soll der Weg dahin aussehen?“ Wie kann er den Tieren ein besseres Leben bieten, ohne dabei pleitezugehen?

Investitionen in den Tierschutz kosten eine Menge Geld: größere Ställe, mehr Licht, Einstreu mit Stroh, Ausläufe nach draußen, Spielmaterial für die neugierigen Schweine – all das ist nur schwer zu finanzieren, wenn die mächtigen Fleischkonzerne die Preise diktieren und sich dabei an der billigsten Produktionsmethode auf dem Markt orientieren. „Wenn mir einer den Weg zeigt, wie mehr Tierschutz zu bezahlen ist, wäre ich sofort dabei“, sagt Klaus Lange.

Eigentlich ist dieser Weg längst bekannt: Der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat im Frühjahr des vergangenen Jahres ein Gutachten herausgebracht. „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ heißt es, und die Wissenschaftler kommen darin zu dem klaren Urteil: So, wie es jetzt läuft, geht es nicht weiter. Die momentanen Haltungsbedingungen der allermeisten Nutztiere seien schlicht „nicht zukunftsfähig“. Doch Alternativen seien möglich, sie kosteten aber Geld, sagen die Wissenschaftler und weisen der Politik den Weg. Ihre Hauptforderungen: ein staatliches Tierschutzlabel, mehr Geld aus dem Brüsseler Subventionstopf direkt für den Tierschutz und ein höheres Budget der Wirtschaft für die Initiative Tierwohl.

Ein Siegel braucht Werbung

Seit neun Monaten liegen diese Vorschläge nun auf dem Tisch. „Doch in Bezug auf die Finanzierung und damit letztlich die Machbarkeit von mehr Tierschutz ist wenig Konkretes daraus entstanden, das muss man ganz nüchtern sagen“, bilanziert Harald Grethe, Professor für Agrarpolitik an der Universität Hohenheim und Vorsitzender des Beirats des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Zwar gebe es verschiedene nicht staatliche Tierschutzlabel, die aber noch zu unbekannt seien. Der Deutsche Tierschutzbund hat eines mit Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums erarbeitet, und das vom BUND mitgegründete Neuland-Siegel für artgerechte Tierhaltung schreibt Auslauf, Einstreu und kurze Wege zum Schlachter vor. „Aber um so ein Label bekannt zu machen, müsste man dafür so intensiv werben wie damals für das deutsche Biosiegel“, meint Grethe. „Und das kann am besten der Staat tun. Das Bundesministerium dagegen fordert ein europäisches Label, welches aber nicht absehbar ist. Also wurde bisher nicht viel erreicht und gekennzeichnete Tierwohlprodukte kommen nicht aus der Nische von zurzeit etwa ein Prozent des Marktes.“ Immerhin: Minister Christian Schmidt (CSU) will nun prüfen lassen, wie man tierische Produkte klar und einheitlich kennzeichnen kann.

Auch der zweite Vorschlag des Gutachtens wurde bislang nicht umgesetzt. Die Wissenschaftler fordern, einen Teil der europäischen Agrarsubventionen nicht länger wie mit der Gießkanne über die landwirtschaftlichen Flächen auszuschütten, sondern gezielt für den Tierschutz einzusetzen. In Deutschland könnten so in zwei Jahren schon 530 Millionen Euro aufgebracht werden. Landwirte wie Klaus Lange hätten damit eine verlässliche Unterstützung für tierfreundliche Ställe, ohne dass sie Wettbewerbsnachteile fürchten müssten. „Bisher ist das Bundesministerium da aber kritisch“, sagt Grethe und fügt vorsichtig hinzu: „Diese Diskussion wird allerdings noch weiter geführt werden.“

Der dritte Vorschlag des Gutachtens richtet sich an die Wirtschaft: Das Budget für die Brancheninitiative Tierwohl soll zügig ausgebaut werden. Bislang zahlt der Lebensmitteleinzelhandel vier Cent pro Kilo Fleisch und damit insgesamt etwa 85 Millionen Euro. Das sei bloß „ein Tropfen auf den heißen Stein“, findet Grethe. „Würde der Beitrag auf vierzig Cent erhöht, würde damit ein substanzieller Beitrag zur Bewältigung der Herausforderung geleistet.“ Aber damit kann er sich nicht durchsetzen. „Der Lebensmittelhandel fürchtet, an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber nicht teilnehmenden Unternehmen zu verlieren.“

Im Gutachten ist zu lesen, wovor sich die Fleischbranche und der Handel tatsächlich fürchten sollten: „Beispiele wie Pelzproduktion oder Tierversuche für Kosmetika zeigen, wie Branchen im Laufe der Zeit ihre gesellschaftliche Akzeptanz verlieren können“, warnen die Wissenschaftler. Klaus Lange und seine Kollegen, die ihre Tierhaltung in den letzten Jahren unter dem Diktat der Wettbewerbsfähigkeit intensiviert haben, mussten das schmerzhaft erfahren. Harald Grethe sagt: „Wir brauchen jetzt klare politische Signale, dass die Regierung es ernst meint mit dem Tierschutz und dafür auch Geld in die Hand nimmt.“ Das würde den Tieren helfen – und den Landwirten.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 02/16.

Kommentare (16)

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Ehemaliger Nutzer 15.01.2016 | 09:16

Na da sollte man doch Grün wählen. Bei den Grünen postuliert Kretschmann doch stolz, dass man als Durchblicker den lange gesuchten Weg gefunden hat, Wohlstand und Ökologie miteinander zu verbinden. Genau dieser Weg führt zum Elend des Bauern. Das Elend des Tieres als Folge der nötigen Massenproduktion auf engstem und billigstem Raum zieht natürlich bei allen, die sich weigern, das Stück Fleisch freiwillig aus dem Mund zu nehmen. Betteln in der Fußgängerzone bringt auch mehr ein, ein ein Hund treu und traurig in die Gegend guckt.

Nein, Herr Kretschmann, einen Scheiß haben Sie gefunden. Aber man profitiert hier vom kauzigen Opi-Bonus. Der kann sagen, was er will, es wird ihm als gut gemeint ausgelegt, vielleicht als lustig, als naiv, auf jeden Fall als sympathisch und deshalb auf jeden Fall wählbar... Gerade leider bei den naiv-jungen Wählern, die die grüne Elendspolitik der Vergangenheit noch nicht real existent erlebt haben. Ökofaschismus heißt sie.

Dass alle anderen Wirtschaftsbereiche dasselbe Problem, noch schlimmere Probleme haben als das des Bauern, darüber versucht man mit Tierbildchen und großen Joints hinwegzutäuschen.

Grün und links widersprechen sich. Das ist wie Nuhr, wenn er der Masse erzählt, er sei gegen die bösen Nazis. Tatsächlich täuscht er gezielt darüber hinweg, dass sein Ist-doch-alles-ok-Individualismus Faschismus produziert. So hält sich rechts für die Mitte, die Mitte für links, links für extremistisch. Das ist die Ausschließeritis, die demokratisch im Parlament nicht tragbar ist... Die Mitte kapselt sich ab, neoliberal getrimmt, sich als einzig verbliebene Schicht wahrnehmend, neben dem sich vergrößernden Extremistenheer...

Die Lösung ist sozial-ökologische Politik, keine nationalistische Pseudo-Ökologie...

Heinz Lambarth 15.01.2016 | 10:18

"In Deutschland könnten so in zwei Jahren schon 530 Millionen Euro aufgebracht werden. Landwirte wie Klaus Lange hätten damit eine verlässliche Unterstützung für tierfreundliche Ställe, ohne dass sie Wettbewerbsnachteile fürchten müssten."

Wieso muss in einer "markt"wirtschaft geld durch sonderfonds aufgebracht werden? Wenn die kosten steigen, steigt der preis - so (sollte) "markt"wirtschaft funktionieren!

Um es ganz klar zu sagen: In d-land sind lebensmittel um mindestens 100 prozent zu billig, dh. sie müssten das doppelte kosten, wenn die ansprüche der kunden (ökologisch, ohne zusatzstoffe, regional, frisch etc.) erfüllt werden sollen.

Natürlich würden die grosslonzerne gern ihren profit verdoppeln und von den höhen preisen möglichst wenig an die erzeuger weitergeben. Aber, was alle wie der teufel das weihwasser fürchten (bauern wie konzerne), ist eine eine änderung des konsumverhaltens. Das würde nämlich bei einer verdopplung der preise, rasch einen (stark) sinkenden fleischkonsum bedeuten. Das wäre zwar (volx)gesund, aber eben nicht profitabel. Deshalb sitzen - trotz aller jammerei - bauern und konzerne im selben (interessen)boot.

Übrigens, auch bei einer preissteigerung und damit 'grösseren wertschätzung' durch die verbraucher/innen ginge es immer noch nicht um einen solch absurrden begriff, wie "tierwohl" - denn es geht um mast und schlachtung...

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Ehemaliger Nutzer 15.01.2016 | 10:31

"Um es ganz klar zu sagen: In d-land sind lebensmittel um mindestens 100 prozent zu billig, dh. sie müssten das doppelte kosten, wenn die ansprüche der kunden (ökologisch, ohne zusatzstoffe, regional, frisch etc.) erfüllt werden sollen.

...

Übrigens, auch bei einer preissteigerung und damit 'grösseren wertschätzung' durch die verbraucher/innen ginge es immer noch nicht um einen solch absurrden begriff, wie "tierwohl" - denn es geht um mast und schlachtung..."

Eine immer größer werdende Zahl der Verbraucher in D hat dank grüner Politik auch gar nicht die Möglichkeit, den höheren Preis zu zahlen. Lebensmittel und auch andere Produkte sind natürlich viel zu billig. Aber was wäre hier los, würden diese Produkte für ein Viertel der Bevölkerung unerschwinglich werden? Dann fliegen noch mehr Steine, als es jetzt schon der Fall ist.

Rotherbaron 15.01.2016 | 12:03

@schwarzweiß"Die Lösung ist sozial-ökologische Politik, keine nationalistische Pseudo-Ökologie..." Da stimme ich voll und ganz zu: Leider haben die Grünen den Weg zur Natur verloren und die Sozialdemokraten zu ihrem sozialen Gewissen. "Links" bezeichnet nur noch einen bestimmten unüberlegten Reflex bestimmte Dinge wie bspw. Windkraft gut zu finden und andere schlecht. Es fehlt der Aspekt der Aufklärung und des Nachdenkens: http://rotherbaron.com/2015/09/18/lechts-und-rinks-kann-man-sie-wirklich-nichts-velwechsern/

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Ehemaliger Nutzer 15.01.2016 | 13:04

Danke, da habe ich gerne reingelesen.

Was ich beim Punkt Abtreibung noch, und gleichzeitig beim Libertären für wenigstens wirklich diskussionswürdig halte, das ist die Frage der Motivation. Dasselbe Handeln, z.B. die Abtreibung, kann aus linker wie aus anderer Position heraus geschehen.

Platt formuliert treibt die karrieregeile Kapitalistin ebenso gerne ab, wie die Linke, die sich emanzipieren will. Erst man ungewertet lasse ich das so stehen.

Libertär und wirtschaftsliberal mögen ebenfalls nahtlos ineinander übergehen, das tun sie häufig auch.

Sehr interessant finde ich auch die Position zu Polizei und Militär. Pauschal ablehnender Reflex ist so oft kontraproduktiv, so angenehm der Gedanke an den Weltfrieden ist. Er ist, jedenfalls zunächst, utopisch.

Hat da schon jemand heimlich einen Graben an der Querfront gebuddelt? :D

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Ehemaliger Nutzer 15.01.2016 | 13:13

Ich mag ja keine Zitate. Wissen, das zu dem führt, was ich kritisiere, sehe ich mindestens kritisch. Aber zum Militär dann doch eines, auf das sich doch so viele berufen... würden...

"Wir treten dafür ein, daß der Krieg abgeschafft wird, wir wollen keinen Krieg; man kann aber den Krieg nur durch Krieg abschaffen, und wenn man will, daß es keine Gewehre mehr geben soll, muß man das Gewehr in die Hand nehmen." (Mao Tse-tung)

Na hoffentlich werde ich jetzt nicht wegzensiert :D, weil auch das ja eine Frage der Motivation ist... :D

Heinz Lambarth 15.01.2016 | 17:18

@SCHWARZWEISS

"Eine immer größer werdende Zahl der Verbraucher in D hat dank grüner Politik auch gar nicht die Möglichkeit, den höheren Preis zu zahlen."

Das ist auch so ein 'marktwirtschaftliches' missverständnis. In der realität ist es eben andersherum als die ideologen der FDP + Schäuble & Co. uns weiss nmachen wollen. Nicht die derzeitigen einkommen der verbraucher bestimmen den preis, sonder die reproduktionskosten der arbeitskraft bestimmen das einkommen - auch das passive (also Hartz IV, rente, stipendien etc.).

Dh. bei einer verdopplung der lebensmitelpreise, müssen sich auch alle einkommen entsprechend erhöhen - und das werden sie auch, denn sonst treten nicht nur mangelerscheinungen und verelendung auf, sondern auch profitrückgänge (wer mit lebensmitteln proft machen will, muss das entsprechende einkommen der verbraucher/innen sichern!).

Die volkswirtschaftliche konsequenz wäre allerdings eine erhöhung der lohnstückkosten in d-land, was die konkurrenzfähigkeit d-lands im aussenhandel verringern würde - das wiederum würde z.B. Griechenland und den anderen EU-staaten helfen...

Fazit. wenn die dt. verbraucher/innen mehr verdienen und mehr für lebensmittel ausgeben, hilft das allen (den bauern, den konkurrenten und uns selbst). Worauf warten wir eigentlich noch?

Veg Rev 16.01.2016 | 01:42

Das Tierwohl hört spätestens bei der Schlachtung auf, denn es gibt keine artgerechte Schlachtung - dafür sehr viele Gründe den Tierprodukte-Konsum einzustellen. Infomieren Sie sich. Es ist einfacher als es vielleicht den Anschein hat. Bleiben Sie offen für Neues. Stellen Sie Dinge in Frage. Denken Sie utopisch. Zustände sind veränderbar. Keiner hat geweint als die Todesstrafe abgeschafft wurde und die Henker 'arbeitslos' wurden. Und wenn ein Strukturwandel zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln eine existenzielle Bedrohung für bestimmte Menschen darstellt, dann unterstützen wir diese mit den 'europäischen Agrarsubventionen'.

Veg Rev 16.01.2016 | 01:42

Das Tierwohl hört spätestens bei der Schlachtung auf, denn es gibt keine artgerechte Schlachtung - dafür sehr viele Gründe den Tierprodukte-Konsum einzustellen. Infomieren Sie sich. Es ist einfacher als es vielleicht den Anschein hat. Bleiben Sie offen für Neues. Stellen Sie Dinge in Frage. Denken Sie utopisch. Zustände sind veränderbar. Keiner hat geweint als die Todesstrafe abgeschafft wurde und die Henker 'arbeitslos' wurden. Und wenn ein Strukturwandel zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln eine existenzielle Bedrohung für bestimmte Menschen darstellt, dann unterstützen wir diese mit den 'europäischen Agrarsubventionen'.

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Ehemaliger Nutzer 16.01.2016 | 02:09

Meinen, wenn auch bescheidenen, Fleischkonsum stelle ich nicht zugunsten von grün-verblendeter Ideologie ein. Einen grünen Kapitalismus gibt es nicht. Die von Grünen angestrebte Ramsch-Dynastie verbrät ein Vielfaches der Ressourcen, die bedarfsorientierte Produktion auf ökologischer Basis benötigen würde. Jedermann findet dieses Faktum beim Versuch, sich zu informieren. Eine totalitäre Veggie-Diktatur, aus einem Gefühl des Dahinschmelzens beim Anblick trauriger Kuhaugen etabliert, unterstütze ich auch nicht.

Welche Gründe gäbe es noch, den Fleischkonsum einzustellen?

CO2? - Widerlegt

Tierwohl? - siehe traurige Kuhaugen

Hinauszögern des letzten Atemzuges eines destruktiven Systems? - Da könnte wohl was dran sein

Gibt es keine weiteren Gründe, beiße ich jetzt in mein Steak... :-)

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Ehemaliger Nutzer 16.01.2016 | 03:26

Es ist pervers, dass Tiere bereits lebendig auf einen Wert pro Kilogramm reduziert werden. Es ist pervers, dass selbst beim Auslauf der Tiere der Kalorienverbrauch und das Gewicht, das dabei verloren geht, berechnet und in Gewinn umgerechnet wird.

Was soll man tun?

Diversifizieren?

Zur Finanzierung interessante Browsergames mit Werbung und paid contend anbieten?

Kapitalmarkt?

Transparenzkampagne?

Effizienz steigern?

Kooperation mit anderen Erzeugern?

Tierpatenschaften anbieten?

Wasseranteil erhöhen?

Campact-Campagne starten?

McKinsey beauftragen? (Die werden ein Finanzierungsproblem feststellen)

Sich nicht auf Wirtschaft und Subventionen verlassen? (Drum besteht das Problem)

Zahlungsziele überarbeiten?

Nichts von der CSU prüfen lassen!

Bananenprinzip?

Günstiger einkaufen?

Aufstocken?

Linke Politik unterstützen?

denkzone8 17.01.2016 | 07:24

die akzeptanz der herkömmlichen landwirtschaft schwindet, wie die akzeptanz jeder umwelt-feindlichen industrie. aber wenn das potential der unzufriedenen kunden nicht durch die regierung in gesetze gegossen wird, die nicht-nachhaltigen produzenten wettbewerbs-vorteile haben, gilt auch hier: wenn die regierung nicht abgewählt wird, bleibts beim grummeln.