Fotografin Dora Maar: Als Pablo Picasso Muße tat

20. Jahrhundert Dora Maar ist vielen nur als Muse von Pablo Picasso bekannt. Ein Einblick in den Nachlass der Künstlerin zeigt, wie herausragend ihre Arbeit als Fotografin war
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 28/2022
Dora Maar, Sommer 1937 im Hotel Vaste Horizon im südfranzösischen Mougins
Dora Maar, Sommer 1937 im Hotel Vaste Horizon im südfranzösischen Mougins

Foto: Doro Maar/Courtesy of Artcurial

Für viele ist sie einfach nur La Femme qui pleure – die weinende Frau. Pablo Picassos Geliebte und Muse, deren Leid er in einer Serie von Gemälden darstellte.

In Wahrheit war Dora Maar, das Modell für diese Bilder, selbst Künstlerin, bevor sie den Liebhaber kennenlernte, der einen langen Schatten auf ihr Leben und ihr Werk werfen sollte. Eindrücklich zeigt das eine Sammlung bisher größtenteils unbekannter und unveröffentlichter Fotografien von Dora Maar, die in Paris kürzlich in einer Auktion zum Verkauf standen. Sie halten einen historischen Moment der Kunst und Geschichte Europas fest – darunter auch Aufnahmen von Picasso –, und sie inspirierten später die surrealistischen Malereien der Künstlerin.

Etwa 750 Fotografie