Gerburg Treusch-Dieter

Abschied 13. November 1939 - 19. November 2006

Mit dreißig hängte sie ihren Schauspielberuf an den Nagel, studierte Soziologie und Literaturwissenschaft und startete eine Uni-Karriere. Sie lehrte in Berlin, Wien, Innsbruck und Freiburg und fungierte als Herausgeberin des "Freitag" und der Zeitschrift "Ästhetik und Kommunikation". Zuletzt erschien von ihr "Die Heilige Hochzeit - Studien zur Totenbraut"


Patriotin des wilden Denkens

Mit großer Bestürzung, nicht zuletzt deshalb, weil mir eine Krankheitsgeschichte unbekannt war, habe ich den Tod Gerburgs zur Kenntnis genommen. Es klingt kalt, distanziert, wenn ich das so niederschreibe; aber sie hat sich wohl dagegen gewehrt, als Kranke wahrgenommen zu werden. So ist es die Wahrnehmung eines Lebensabschlusses, den ich mir, nachdem ich sie zuletzt beim Kongress über Zukunft der Nicht-Arbeit in der Volksbühne im Mai 2001 gesehen und gesprochen hatte, so gar nicht hatte vorstellen können: in kräftiges Rot gekleidet, lebenszugewandt, mit attraktiven Stiefeln bodenständig, unentwegt mit Menschen ihrer unmittelbaren Umgebung redend.

Als ich sie Anfang der siebziger Jahre zum ersten Mal traf, war sie in meinen Vorlesungen eine in vieler Hinsicht auffällige Studentin. Auch im Hörsaal war ihr das Theatralische ihrer professionellen Herkunft nicht fremd. Als wir uns näher kennenlernten, zeichneten sich für mich allmählich die Grundzüge einer jungen Frau ab, die sich in einem Kampf um ihre eigene, unverwechselbare, persönliche und professionelle Identität befand.

Viele Fragen stellten sich, die die bewusste Beendigung ihrer Karriere als Schauspielerin betrafen. Ich weiß nicht, ob sie eine gute Schauspielerin war - ich habe sie auf der Bühne nie gesehen. Aber der Schritt, mit Anfang dreißig ein Studium der Soziologie aufzunehmen, sollte wohl ein Signal setzen - dieser Schritt ist für sie von existenzieller Bedeutung gewesen. Ich glaube, sie war entschieden, nicht mehr fremde Texte auf der Theaterbühne möglichst publikumsgerecht zu vermitteln, sondern eigene Texte zu produzieren. Eigensinn bestimmt jede Linie ihres Lebenszusammenhangs. Aber das kann man in dieser Gesellschaft nicht durchhalten, ohne sich anzulegen, ohne Reibungen und Einmischungen, die andere verletzen. In diesem Sinne hat sie eine Reihe höchst strittiger Diskurse eröffnet.

Gerburg hat sich gern und oft gestritten, sie hat bewusst die dunklen, unklaren Stellen aufgesucht, wie zum Beispiel die "Spindel der Notwendigkeit" in Platos zehntem Buch, der Politeia. Spindel hat viele Bedeutungen, das hat sie gereizt daran: Mittelsäule der Wendetreppe, Hauptachse gegliederter Blätter, allgemein: ein zentral bewegendes Mittelteil. Überhaupt war die Entschlüsselung, ja vielfach auch die Umdeutung von Mythen und Märchen ihr lustvolles Untersuchungsgeschäft. Man könnte sie eine Patriotin des wilden Denkens nennen. Aufbrechen eingefrorener Texte, deren Wahrheitsgehalt sie immer auf der Unterseite vermutete. Die Lust, Philosophie zu inszenieren, damit viele Menschen sie besser verstehen, hat sie bis zum Ende nicht im Stich gelassen.

Es mag paradigmatisch für ihren intellektuellen Lebenszuschnitt sein, was sie vor wenigen Jahren mit Hegel angestellt hat, als sie auf dem von ihr mit organisierten und geistig geprägten Volksbühnen-Kongress Recht auf Faulheit die Herr-Knecht-Dialektik in eine dialogische Alltagssprache der auf Leben und Tod kämpfenden Kontrahenten rückübersetzte. Ein Kabinettstück dramatischer Umsetzung von Philosophie. So ist ihr manchmal der Wunsch über die Lippen gegangen, dem Spielerischen im aufklärerisch-begründenden Denken wieder mehr Geltung zu verschaffen; und damit, durch vermehrte Phantasieproduktion, die eingemauerten Frontstellungen der gegeneinander abgedichteten Einzelwissenschaften aufzubrechen.

Diesem Ziel, Kunst und Wissenschaft wieder einander anzunähern, diente offenbar auch ihr Engagement als Herausgeberin des Freitag. Die kulturelle Linke verliert mit Gerburg Treusch-Dieter eine markante Persönlichkeit. Viele werden um eine gute Freundin trauern.

Oskar Negt

Oskar Negt ist Sozialphilosoph und war bis 2002 Professor für Soziologie an der Universität Hannover


Präsenz und Furor

Zu meinen eindrücklichsten Erlebnissen mit Gerburg Treusch-Dieter gehört ein gemeinsamer Besuch im Berliner Pergamon-Museum, ziemlich zu Beginn unserer Bekanntschaft, um das Jahr 1990 herum. Nie werde ich vergessen, wie sie durch die Hallen schritt und das antike Personal plötzlich lebendig wurde, Mitspieler in einem Stück, das sie aus dem Stand heraus schuf. Wie die Figuren eine neue Stimme, einen anderen Sinn bekamen bei diesem Gang durch den abendländischen Mythos, der unser Denken bestimmt und den sie - wie alles! - nicht bar nahm, sondern drehte und wendete, bis die Zeugungsgeschichten und ihre Opfer ihr Geheimnis preisgaben. Ich gestehe, dass ich das, was mich da überflutete, nicht alles verstand und ich mich neben dieser Raum füllenden Frau verloren fühlte. Sie hatte eine Präsenz und ein Feuer, die mir den Atem nahmen.

Das Spiel, das sie aufführte, hätte heißen können "ich sehe was, was du nicht siehst". Niemals rechthaberisch und kleinlich, im Dialog immer die Denkfäden ihres Gegenübers aufnehmend und fortspinnend, aber auch weit ausgreifend, rücksichtslos radikal und nicht immer um Vermittlung bemüht. Wenn sie auf einer Redaktionssitzung ausholte, um in "großem Wurf" ein Problem zu skizzieren, war es mit unserem eingeübten Schongang vorbei. Unseren Zeitrastern und Arbeitsplänen setzte sie ihre Forderung nach Stellungnahme entgegen, mit der Unbedingtheit, die sie aus dem pietistischen Milieu Tübingens mitgebracht haben mag: "Hier stehe ich und kann nicht anders". Das konnte mitunter auch anstrengend sein. Doch langweilig und uninspiriert war es mit Gerburg nie.

Was uns beide zusammenbrachte und umtrieb, war der biowissenschaftliche Epochenbruch: Was bedeutete es für die Reproduktion der Gattung und die Gesellschaft, wenn "Leben" außerhalb und unabhängig von der Frau erzeugt werden kann? Gerburg hat schon sehr früh gesehen, dass sich Frauen, als sie sich im Namen der Selbstbestimmung befreiten, auch ihrer wichtigsten Position entledigten, der "Mutterposition", wie sie in ihrem ersten Interview im Freitag erklärte. Das meinte sie nicht im Hinblick auf irgendein "Wesen" der Frau, denn Geschlechteridentitäten waren ihr ebenso ein Gräuel wie ein sozialdemokratisch befriedetes Geschlechterarrangement. Aber sie war der Auffassung, dass Frauen selbst die Akteurinnen in einem Prozess waren, der sie "von ihrem biologischen in ihr biotechnologisches Schicksal" beförderte.

Ich blättere in ihrer schönen Homepage und stoße auf ein Bild, das Gerburg glückstrahlend mit einem Kind im Arm, ihrer Enkelin, zeigt; eine Pose, die man von der öffentlichen Streiterin nicht gewohnt ist. Was will sie uns damit sagen?

Nun wird sie nie mehr wie sonst gelegentlich donnerstagnachmittags mit wehenden Röcken in die Redaktionssitzung stürmen, wie immer eine halbe Stunde zu spät, wohl wissend, dass das zum Auftritt gehört, samt dem atemlosen "grüßt Euch, entschuldigt, dieser Verkehr!" Die U-Bahn, die sie vom Westend geradewegs und stressfrei zu uns hätte bringen können, hatte sie immer verschmäht. Denn ihre Liebe, da war sie ganz Frau ihrer Generation und beseelt von deren Glauben an die Mobilität, gehörte dem Auto. Vielleicht weil es jene Autonomie und Schnelligkeit verbindet, die Gerburgs Denken kennzeichnet - mit der Nadel am Anschlag, manchmal über die Zielgerade hinaus, doch sich selbst immer treu.

"Nur wenn die Toten weiter unter den Lebenden sind", schrieb sie uns anlässlich des Herausgeberwechsels vor kurzem ins Stammbuch, "kann in einer Zeitung etwas entstehen, was mit Foucault Geschichte der Gegenwart heißt." Wir wissen nicht, ob sie sich da schon auf jener Grenzlinie zwischen den Welten sah. Aber wir wissen, dass ihr unruhiger Geist uns weiterhin anstacheln wird und nach einer "Wahrheit" suchen lässt, die in der Geschichte verankert - und eben auch mit ihrer Person verbunden ist.

Ulrike Baureithel


Leidenschaftliche Diskursflaneurin

Gerburg Treusch-Dieters zu früher Tod ist trostlos. Gerade jetzt hätten wir sie gebraucht, weil das Interesse an all den Fragen, die der Feminismus aufgeworfen hat und von denen die meisten keinesfalls gelöst sind, wieder wächst. Und wenn man jetzt wieder anfangen wird, alles das oft Verstreute zu lesen, was sie gedacht, geschrieben und von Podien geredet hat, kann sie nicht mehr zeigen, dass sie in ihren Erkenntnissen inzwischen schon weiter war.

Sie hatte eine unerhörte Fähigkeit, alles in Rohstoff für das Denken zu verwandeln. Ihre Aufmerksamkeit, die sie auf Sprache, Dinge, Zeichen lenkte, war total und vollkommen unhierarchisch. Nichts war ihr zu hoch oder zu gering. Ihr Denken war nicht wild, es kannte sehr wohl Kategorien, Strenge, Ableitungen, aber sie hatte auch eine leidenschaftliche Lust, alles auch mal ganz anders und nicht nur abgesichert zu denken.

Es ging ihr um Auseinandersetzung, nicht um Unterwerfung. Sie kannte keinen intellektuellen Sadismus. Sie war ein großzügiger Mensch im Denken wie im Handeln. Deshalb war sie eine großartige Lehrerin. Studenten wussten, warum sie in Scharen zu ihr kamen und blieben. In einem ganz altmodischen Sinn war sie selbstlos.

Sie sah ihren Platz zwischen der Universität und den Künsten, von denen ihr das Theater, in dem sie angefangen hatte, wohl immer noch der liebste war. Das machte sie dem akademischen Betrieb auch verdächtig. Sie stand mehrmals auf universitären Berufungslisten, nie bekam sie einen Lehrstuhl, weil die Breite ihrer Kenntnisse und ihr leichtfüßiger Wechsel von einem Feld zum anderen für manche, die ihr da nicht folgen konnten, eher gefährlich und irritierend war.

Ich sehe sie vor mir in den zum Teil nächtelangen Diskussionen über die Frage: Wie lebt es sich als denkende Frau? In welcher Beziehung von Schrift und Bild, Symbol und Körper befindet man sich da? Ihre langen eisblonden Haare wehten um den Kopf, die mit schlechtem Gewissen gerauchten Zigaretten gingen nicht aus, ihre raumgreifenden Gesten verdeutlichten Gedankenbögen. Es war nicht vorstellbar, Gerburg anders als leidenschaftlich und sprühend vor Gedanken und Kraft zu sehen. So sah sie sich auch selbst. Sie konnte ihre Krankheit nicht akzeptieren. Darin lag nicht nur eine Schonung der anderen, sondern auch ein existenzielles Unvermögen, ihren Körper als etwas anderes zu begreifen als ein gehorsames Werkzeug bei Tag und Nacht, auf Autobahnen, vor dem Schreibtisch, auf Podien und Bühnen. Das hat sie uns hinweg gerissen.

Jutta Brückner

Jutta Brückner ist Filmemacherin und Autorin und lehrt an der Universität der Künste Berlin.


Gerburgs Geheimnis

Eine solche Kraft - man hätte nie gedacht, dass der Tod ihr gewachsen sei! Gerburg konnte Vorträge von zweieinhalb Stunden und mehr halten; ihre Seminare setzte sie manchmal gleich tageweise an. Danach fuhr sie noch mit dem Auto von Innsbruck nach Berlin. Über Nacht natürlich: Am nächsten Tag gab es doch so viele Dinge zu tun! Unverkennbar diese tragende Stimme, die manchmal beißend, manchmal herzlich dazwischenfahren konnte. Schnell, schlagkräftig, genau formuliert. Ein Blatt vor dem Mund? Das war eine Vorstellung, die Gerburg immer fremd geblieben ist. Warum auch? Die Sprache ist doch dazu da, gesprochen zu werden! Sonst hätten die vielen schönen Worte nicht erfunden werden müssen. Ich glaube, das Geheimnis ist: Gerburg kannte den Schlaf nicht. Er war ihr fremd. Nun ist sie entschlafen. Aber ich bin mir sicher, sie ist schon jetzt dabei, Unruhe zu stiften auf der anderen Seite des Styx: mit ihrem Witz, ihren schnellen Formulierungen und ihrer tragenden Stimme. Bestimmt wird sie auch dafür sorgen, dass drüben endlich mit dem Gender Mainstreaming ernst gemacht wird. Und ihre langen, langen Vorträge? Dort wo sie jetzt ist, haben alle viel Zeit.

Christina von Braun

Christina von Braun ist Filmemacherin, Kulturwissenschaftlerin und Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin


Adams Apfel

Noch höre ich Gerburgs Stimme. Als frühere Bühnenschauspielerin, spätere Professorin konnte sie sprechen. Fast jeder Professor gewöhnt sich eine offiziöse Sprechweise an, die oft nur die Würde der Position markiert. In der kann man Dinge sagen, die des Tons entkleidet weder klärend noch neu wären. Gerburg, wenn sie "ex cathedra" sprach, wollte deshalb nicht aufhören, Neues zu sagen. Da hörte man dann, wie paradox es ist, die Wendungen des Denkens mit der ordentlichen, schwerfälligen Struktur des Offiziösen zu vereinbaren. Alle, die öffentlich sprechen oder schreiben, stehen vor diesem Paradox, denn wer die Öffentlichkeit erreichen will, muss sich in eine vordefinierte Sprecherpositionen begeben. Wie Gerburg das Paradox auflöste, war bewundernswert.

Wahrscheinlich half ihr die Bühnenerfahrung. Auf der Bühne spricht man nicht würdig, außer die Rolle, die hohl sein kann, gibt es vor. Aber immer äußert man Neues und wird verstanden. Einmal erzählte sie mir, ihre Männerkollegen auf der Bühne hätten die Dichtertexte selten gelernt, sich vielmehr auf den Souffleur verlassen. So verhielt sie sich nicht, sondern sprach die Gedanken der Texte. Denken mit Schiller war der bezeichnende Titel, unter dem sie im Frühjahr 2005, zu ihren Anfängen zurückkehrend, das Schiller-Heft der Zeitschrift Ästhetik Kommunikation herausgab. Für die manchmal irren Stromschnellen des Neuen finden Bühnendichter eine Vortragssprache. Gerburg hatte auch eine gefunden, ihre Studenten müssen glücklich gewesen sein.

Einige Stromschnellen, durch die sie Gesprächsteilnehmer trieb oder helfend begleitete, sind mir unvergesslich. Vor 13 Jahren moderierte ich ihre Debatte mit Friedrich Kittler aus Anlass des 175. Geburtstags von Karl Marx. Der Medientheoretiker zitierte Nietzsche: "Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll", und bezog es auf die Evolution der Maschine. Auch Foucault habe ja vom Ende des Menschen gesprochen. Das sei okay. Gerburg wandte ein, in ihrer Sicht habe Foucault nur den Begriff des Menschen abschaffen wollen, "wie übrigens schon Marx, wenn er sich gegen das Hegelsche Subjekt wandte". Doch Kittler beharrte: "Es gibt nur den einen Weg, wie Adam in den Apfel zu beißen und zu sagen, die Maschine shall take over." Da fiel Gerburg in einen fast weichen Ton, überhaupt war es ein Gespräch zwischen Freunden in der Privatküche; ganz leise stellte sie fest: "Also die Maschinen sollen ›übernehmen‹ und er selbst schafft sich ab." "Ja." "Und das find´st du okay." "Find´ ich okay." "Warum?" "Theoretisch find´ ich das okay, wie alles, was Foucault gemacht hat." "Machst du auch Selbstmord?" Das Gespräch ging noch lange weiter, und Kittler, indem er sich fragte, "wie Leute unter Unix besser als unter DOS überleben", modifizierte dann doch seine Position.

Dieses Tonband habe ich nicht mehr, aber andere mit ihrer Stimme. Zehn Jahre später moderierte ich ein Podium, auf dem man über Religion stritt. Wieder hatte sie Anlass, das Leben zu verteidigen, das weibliche zumal, diesmal gegen den Nihilismus, den sie in der Theologie fand. Wolfgang Ullmann war sie nicht gewachsen, weil der die heiligen Texte besser kannte. Aber sie ließ sich auch von ihm nicht beirren. Als Ullmann ihr vorwarf, sie erzähle nur Geschichten ohne schlüssigen Gehalt, schrie sie: "Nein!! Die Kapitalisierung der Gene basiert ganz und gar auf der Zeichenmaschine!!" An diesem Tag konnte sie sich nicht verständlich machen, außer durch den Schrei. In der Druckfassung wollte ich daher formulieren: "TREUSCH-DIETER (schreit): ..." Das war ihr zwar nicht recht, aber unaufgefordert sagte sie, denn sie war redlich, dass "schreit" als Bühnenanweisung treffend gewesen wäre.

Michael Jäger


Teil der Gegenöffentlichkeit

Mit Bestürzung haben wir vom Tod unserer Kollegin, der Mitherausgeberin Gerburg Treusch-Dieter, erfahren. Uns waren nur wenige Begegnungen mit ihr vergönnt, die Zusammenarbeit sollte erst richtig beginnen. Dabei hatten wir damit gerechnet, von ihren langjährigen Erfahrungen mit dem Freitag und ihrer Kenntnis der Arbeit des ersten Herausgeberkreises profitieren zu können. Ihre spontanen, anregenden, weil immer eigenwilligen Überlegungen und ihr selbstloses Engagement für die Belange dieser Zeitung werden uns fehlen. Das Vermächtnis von Gerburg Treusch-Dieter aufgreifend versichern wir, das alternative Profil dieses Blattes als Teil der Gegenöffentlichkeit auch künftig zu wahren und fortzuschreiben. Modische Beliebigkeit wird weiterhin keinen Platz finden. Angesichts sich verschärfender Konflikte soll unsere Berichterstattung und Argumentation so offensiv wie phantasiereich, so problembewusst wie tabubrechend sein.

Die Herausgeber des "Freitag"
Daniela Dahn, György Dalos,
Frithjof Schmidt, Friedrich Schorlemmer

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00:00 01.12.2006

Ausgabe 42/2021

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