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Kurzmeldungen Liberia wieder im Diamanten-Geschäft ...

Liberia wieder im Diamanten-Geschäft

Das Israeli Diamond Institute und die Regierung Liberias von Ellen Johnson-Sirleaf unterzeichneten am 20. November einen Handelsvertrag für Diamanten, meldet die Nachrichtenagentur afrol. Laut Vertrag sollen nun israelische Experten helfen, die Diamantenfelder zu erschließen und eine staatliche Infrastruktur für den Abbau errichten. Möglich wurde der Vertrag, nachdem die UNO im April ihr Moratorium aufgehoben hatte, das den Diamantenhandel mit Liberia untersagte. Das Embargo wurde 2001 verhängt, weil Liberias damaliger Präsident Charles Taylor so genannte Blutdiamanten verkauft hatte, um Feldzüge gegen die Nachbarstaaten zu finanzieren.

www.afrol.com


Uribe verbietet Chávez weitere Verhandlungen

Die Beziehungen zwischen Kolumbien und Venezuela sind wieder im Keller. Nachdem Kolumbiens Präsident Alvaro Uríbe Venezuelas Staatschef Chávez bereits am 21. November förmlich untersagt hatte, weiter mit der Führung der Guerilla-Organisation FARC über eine Freilassung ihrer politischen Gefangenen zu verhandeln, brach Chávez seinerseits alle Kontakte zu Kolumbien ab und zog nun sogar seinen Botschafter aus Bogota ab. Der Streit war ausgebrochen, nachdem Chávez drei Monate mit der FARC Kontakt hatte und sie damit - wie Uribe glaubt - bewusst politisch aufgewertet habe.

www.semana.com


Warnung vor überzogener PISA-Euphorie

Die neue PISA-Studie möge besser ausgefallen sein als die vergangene, dennoch gebe es keinen Grund für die Kultusminister der Länder, euphorisch zu werden, sagte Marianne Demmer, Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin. "Die großen Probleme des Schulsystems sind noch längst nicht gelöst." Offenbar hätten sich die Schüler in Physik, Chemie und Biologie verbessert, das ließe jedoch nicht auf mehr Lese- und Mathematikkompetenz schließen.

www.gew.de


Biomarkt-Kette trennt sich von Discounter

Nachdem viele Kunden bei der Biomarkt-Kette Basic protestiert hatten, trennte sich diese von der Schwarz-Gruppe, der unter anderem der umstrittene Discounthändler Lidl gehört, berichtet die Zeitschrift Publik-Forum. Im Laufe des Jahres hatte sich die Schwarz-Gruppe bei Basic eingekauft und besaß 23 Prozent an dem Bio-Unternehmen. Der Vorstand der Basic AG räumte ein, man habe die psychologische Wirkung des Einstiegs der Schwarz-Gruppe auf die Kunden unterschätzt. Ursprünglich hatte sich die Basic AG vom Einstieg des Discounters zusätzlich 50 Filialen pro Jahr versprochen, was in der Biobranche als aggressive Verdrängungskampagne gedeutet wurde. Basic will nun wieder ein moderates Wachstum anstreben.

www.public-forum.de


Zwingt die EU Österreich zum Gen-Mais?

Die EU-Kommission wird Österreich womöglich noch 2007 zwingen, seinen Markt für Gen-Mais zu öffnen, befürchtet Autorin Christine Wicht auf den NachDenkSeiten. In Österreich hatten sich 1999 in einem Volksbegehren 1,2 Millionen Bürger dafür ausgesprochen, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht vertrieben werden sollen. Die Regierung in Wien untersagte danach die Einfuhr der Maissorten MON810 YieldGart (Hersteller Monsanto) und T25 (Bayer), obwohl beide Sorten in der EU bereits zugelassen waren. Darauf hin klagten die USA, Argentinien und Kanada vor dem Gericht der Welthandelsorganisation gegen die EU und bekamen Recht. Die EU-Kommission forderte Österreich darauf hin auf, das Verbot aufzuheben. Die Frist dafür läuft am 11. Januar 2008 ab.

www.nachdenkseiten.de

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