HURTS' 3. Single aus dem 5. Album "Faith"

Musikkritik "Redemption" ist wieder kein Radiotauglicher Hit von Hurts. Langweiliger Gesang trifft auf geniale instrumentale Komposition.
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Dass die große Zeit um Hurts längst vorbei ist, war bereits spätestens nach dem vierten Album "Desire" klar. Als sich Adam Anderson und Theo Hutchcraft 2017 in Berlin bei der Echo-Verleihung blicken ließen, schrieben Zeitungen berechtigterweise bereits: "Was, die gibt's noch?"

Wer sind Hurts?

Die beiden in den 1980er Jahren Geborenen kommen aus Manchester. Vor 10 Jahren hatten sie vor allem in Deutschland zwei große Hits, "Wonderful Life" und "Stay", Song-Titel, die bereits in den 80er und 90er Jahren mit Black und Shakespears Sister Erfolg bescherten - keine Coverversionen wohlgemerkt. Große Hits gab's danach nicht mehr, nur als Feature bei Calvin Harris, wo Adam Anderson im Videoclip nicht mitwirkte, wie in anderen Hurts-Videos er ebenfalls keine große Nummer spielte. Während Hurts im Laufe der Jahre keine erfolgreichenen Chart-Hits in West-Europa mehr hatten, blieb der Erfolg in Ost-Europa konstant.

"Redemption"

Hutchcrafts eher dünnes Stimmchen wird von Adam Andersons wuchtigen und bemerkenswerten instrumentalen Arrangements völlig ertränkt, was die letzte Minute des neuen Songs "Redemption" betrifft. Während Adam Anderson sich als Produzierender stets weiterentwickelte, blieb Theo Hutchcraft ein Jahrzehnt lang einerseits an selber Stelle gesanglich stehen, entwickelte sich andererseits mit seinen Vocals massiv zurück - sei es live bei den hohen Tönen oder bei Studioaufnahmen. Hurts harmonieren nicht mehr zusammen, Qualität trifft auf Quantität, Theo Hutchcrafts Gesang ist seit den letzten vier Alben eins: langweilig. Stellenweise sogar nervig wie ein Insekt ("Ready to go",...) oder als hätte er einen Schnupfen. Rotz. Hurts sind schon sehr lange keine gute Kombi mehr.

Musikvideo "Redemption" Hurts

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