Ach, mir tut das Herz so weh....

NSA, Wahlkampf, Die Nachrichtenlage ist bedrohlich. Wir alle leben in Angst vor dem Morgen und..... leben einfach so weiter.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ich bin ein begeisterter Nachrichtenseher. Mindestens einmal pro Tag tue ich mir das an, ergänzt vom Blick in Onlinemedien.

Immer wieder denke ich dann, dass dies ja dann wohl der absolute Tiefpunkt in der Weltgeschichte ist.... und täusche mich. Schlimmer geht immer.

Von Staatsverschuldung in einer schwindelerregenden Höhe über desaströse Europapolitik, folgenschweren Handlungen, halbherzigen Handlungen oder auch Nichthandlungen in der Energiepolitik, Vertrauensbruch durch Extremschnüffelei durch die USA (unserem angeblich engstem Verbündeten gegen die Achse des Bösen), dem Absterben der gerade erst erblühten Pflanze Demokratie in Russland und anderswo, dem Aussterben von Arten, unsäglichen Milliardenüberschüssen der VR China (oder sind es Billionen?), dem Abschlachten von Christen durch Moslems, dem rigorosen Vorgehen christlicher Staaten gegen muslimischen, den sinnlosen Vergewaltigungen in Indien oder anderswo, dem Vorhandensein der Bombe in Israel und dem baldigen Vorhandensein eben jener Bombe im Iran, dem C-Waffen Einsätzen in Syrien und den reflexartig vorgetrgenen Drohungen der USA und anderer Staaten und den ebenso reflexartig vorgetragenen Gegendrohungen Russlands, and so on.....

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Mir wird zunehmend schlecht, wenn ich das alles höre oder lese.

Und ich weiß nicht, wie Sie reagieren, aber bei mir entsteht als Reflex und Gegenmittel gegen diese Übelkeit eine gewisse Gleichgültigkeit diesen Meldungen gegenüber; man wird irgendwie schläfrig.

Können wir das lösen? Können wir als Deutsche zu all dieen Problemen beitragen?

Es entsteht ein Bedürfnis nach Ruhe. Es entsteht ein Bedürfnis danach, das Fernsehen auszuschalten, Facebook zu öffnen und sich die niedlichen Katzen- und Hundebildchen anzuschauen, die dort geteilt werden. Es entsteht das Bedürfnis einfach auszublenden. Das ist sehr verführerisch.

Auf der Brücke regiert die ruhige Hand. Die Bundeskanzlerin ist vollkommen unaufgeregt und wischt die Ängste der Bürger mit ihrem ruhigen und stets gleichbleibenden Gesichtsausdruck weg. Ok... die Mundwinkel sind im Laufe der Jahre etwas nach unten gerutscht... aber das kann ja auch das Alter sein.

Frau Merkel bezieht keine Position. Sie lässt die Probleme auf sich zukommen und schaut dann mal.

Die meisten in der Bevölkerung finden dies, wenn sie angesprochen werden nicht gut. "Handeln" und "Agieren" sind positiv besetzte Worte. Positiver jedenfalls als "Herumlavieren".

Aber bei der Gemengelage, die uns jeden Tag präsentiert wird, verliert ja jeder den Überblick. Jeder ist dann froh, dass es da oben eine Chefherumlaviererin gibt und wir selber gewöhnen uns das auch an.

Wer steht denn heute noch auf für mehr Gerechtigkeit in Deutschland? Wer fordert den bedingungslosen Abzug der Amerikaner aus diesem UNSEREN Land? Wer ist noch wirklich verärgert über diese hohle Phrase für hohle Köpfe, dass auf deutschem Boden kein Gesetz gebrochen wird im Abhörskandal? Wer verweigert die Zustimmung zu weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen im nahen Osten. Haben wir nicht eigene Probleme im eigenen Land oder vor der eigenen Haustür? Warum ist es nötig, dass im Wohlstandsland Deutschland Hilfsprogramme aufgelegt werden, damit Kinder eine warme Mahlzeit erhalten? Wann werden endlich die großen Firmen, die diese Welt im Klammergriff ihrer geldgeilen Klauen halten, zerschlagen? Wann wird endlich Nachhaltig gehandelt?

Fragen über Fragen... Und wer gibt die Antworten? Und wer will die Antworten überhaupt hören.

Die Antworten könnte ja heißen, dass die Deutschen sich insgesamt an Weniger gewöhnen müssen. Stellen Sie sich vor, dass es allen Menschen so gut geht, wie den Deutschen oder den Amerikanern oder Franzosen.... Das würde die Erde nicht ein Jahr aushalten. Umgekehrt? Wer will es den Menschen weltweit verbieten, nicht in die sog. Wohlstandsstaaten Familie aufzusteigen?

Agieren heißt auch Ehrlichkeit (aber wer will schon ehrlich sein?) Aber Herumlavieren, den Problemen aus dem Weg gehen ist auch kein Weg, der auf Dauer erfolgreich beschritten werden kann. Auf Dauer werden die Probleme nicht kleiner.

Von daher weg mit der merkelschen Kohlpolitik. Wir wollen einen starken und ehrlichen Staat und ja, wir wissen, dass sich in diesem Land und auf dieser Welt etwas verändern muss. Sie alle sind eingeladen aufzuwachen aus dem Koma und mitzumachen. Machen Sie mit.... Machen Sie was. Gehen Sie auf die Straße für Dinge, für die Sie schon immer mal auf die Straße gehen wollten. Wehren Sie sich, gegen die zunehmende Ungerechtigkeit. Lassen Sie es nicht zu, dass den gewählten Vertretern dieses Volkes die Macht immer weiter durch Lobbyisten und deren Arbeitgebern entrissen wird. Lassen Sie es nicht zu, dass wir alle nur noch kapitalhörig sind.

Hören Sie sich zum Beginn die 50 Jahre alte Rede von Dr. Martin Luther King jun. an, die mit den Worten begann: "I have a dream!". Es freut mich, dass aus diesem Land auch einmal so viel Größe herkam. Martin Luther hat nicht sein Leben geträumt, sondern seinen Traum gelebt und vieles bewirkt.

Fangen auch Sie wieder an, Ihren Traum zu leben!

10:25 26.08.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Kommentare