JMBecker

Man sollte immer ein gewisses Understatement wahren.
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RE: "Auto in der Stadt ist out" | 24.06.2012 | 17:41

Der Trend, Autos als reines Fortbewegungsmittel anzusehen, wird von den Herstellern selber leider nach wie vor mit aller Gewalt unterdrückt. Gerade die Werbekampagnen dieser Branche treiben eine ideologische Aufladung des KFZ immer noch voran. Auch (Fach)Zeitschriften geben da kein besseres Bild ab, hier wird in nahezu jedem Artikel der "Charakter" des jeweiligen Fahrzeugs analysiert. Ein Auto hat dann schonmal einen "grimmigen Blick" oder "schaut fröhlich aus seinen Kulleraugen".

Auch online tobt ein regelrechter Markenkampf, besonders wird hier den Volkswagen oft "Charakterlosigkeit" nachgesagt.

In der von iPhone-Besitzern und Grünwählern geprägten Bildungsschicht der jungen Städter mag dies alles keine Rolle mehr spielen. Aber die ideologischen Lagerbildungen werden in der breiten Masse wohl noch länger Bestand haben als es uns lieb sein sollte. Denn diese Diskussionen blenden die akuten Probleme der Automobilindustrie aus.