Lutz Herden
Ausgabe 1114 | 14.03.2014 | 06:00 214

Das große Fressen

Kalter Krieg Russland verhält sich in der Ukraine-Krim-Krise so, wie es vom Westen jahrzehntelang behandelt wurde – als gegnerische Großmacht

Das große Fressen

1990 bekommt Kanzler Kohl beim Gipfeltreffen mit Michail Gorbatschow außer der deutschen Einheit auch Blumen geschenkt

Foto: Picture Alliance / DPA

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hatte im ARD-Brennpunkt vom 4. März ein Einsehen mit der Wahrheit und ließ sie anklingen. Nach 1990 sei bei der Ostpolitik des Westens der Appetit beim Essen gekommen und groß gewesen. Worauf Asselborn anspielte, das war der Vorwärtsdrang, mit dem sich westliche Bündnissysteme – die NATO nicht anders als die EU – Russlands Grenzen im Norden, Westen und Südwesten genähert hatten. Polen, Ungarn, Tschechien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowenien, die Slowakei – an Staaten wurde sich einverleibt, was zu haben war, einstige Verbündete Moskaus ebenso wie ehemalige Sowjetrepubliken. Damit war kein Schlusspunkt des Kalten Kriegs gesetzt, wie allenthalben suggeriert wurde. Vielmehr erfüllte sich der Westen mit der Ostausdehnung einen Traum aus der Zeit desselben. Ließ sich Kalter Krieg auf diese Weise beenden?

Man hatte unwillkürlich den Herrn Jakob Schmidt aus der Mahagonny-Oper von Bertolt Brecht und Kurt Weill vor Augen. Dieser verzehrt ein Kalb nach dem anderen und kann nicht mehr aufhören. Jetzt habe ich gegessen zwei Kälber, stöhnt Schmidt wollüstig, und jetzt esse ich noch ein Kalb. Wer ihm zusieht, fragt halb belustigt, halb besorgt, ob es für ihn ein Glück sei, so viel zu essen. Leider kann Schmidt nicht antworten. Er muss ja weiteressen.

Mit der Ukraine kommt nun ein ganz großer geostrategischer Happen auf den Tisch. Stehen dort irgendwann NATO-Truppen oder gar -Raketen, dann hätte das weitreichende Folgen. In Moskau befürchtet man die Degradierung zum Vasallenstaat des Westens. Übrig bliebe eine limitierte Regionalmacht, die sich ihrer Umgebung anpassen und womöglich damit abfinden müsste, dass der Zugang vom Schwarzen ins Mittelmeer versperrt bleibt. Die Schwarzmeerflotte, die auf der Krim stationiert ist, könnte dann getrost verschrottet werden. Alles Hirngespinste? Erinnert sich noch jemand daran, wie die USA einst reagierten, als 1962 plötzlich sowjetische Raketen auf Kuba auftauchten und sich eine Supermacht bedroht fühlte?

In Russland hat die Sowjetunion bekanntlich nicht überlebt. In der Weltsicht des Westens schon. Eigentlich dürfte es niemanden überraschen, wenn sich Russland dieser Tage so verhält, wie es seit gut zwei Jahrzehnten behandelt wird: Als Gegner, den Feind zu nennen sich aus taktischen Gründen – nicht aus Überzeugung – verbietet. Indem Russlands Präsident den Konflikt um die Krim anheizt, begräbt er quasi die Hoffnung, dass es je anders werden könnte. Wladimir Putin hat mit der faktischen militärischen Einnahme der Krim zweifellos Völkerrecht gebrochen, aber eben auch eine geostrategische Herausforderung angenommen, aus der es kein Entrinnen gab. Es sei denn durch Kapitulation. Der Westen sollte Russland keinesfalls noch weiter einkreisen. Aus Moskauer Sicht war eine „rote Linie“ erreicht.

Eine Rückblende scheint angebracht. Als im Juli 1990 Kanzler Helmut Kohl den sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow zum „Strickjacken-Gipfel“ im Kaukasus traf, um sich den Segen Moskaus für die deutsche Einheit zu holen, gab es ein Junktim: Die sowjetische Führung lässt die DDR ziehen, sofern NATO-Militär deren Gebiet meidet. Vermutlich hat niemand in Moskau ernsthaft geglaubt, das vereinte Deutschland werde neutral sein; doch NATO-Bindung sollte nicht NATO-Vormarsch heißen. Was seinerzeit die Allianz kaum anders sah. Bei einer Rede in Brüssel erklärte der damalige NATO-Generalsekretär Manfred Wörner am 17. Mai 1990: „Die Tatsache selbst, dass wir bereit sind, keine NATO-Truppen jenseits der Grenzen des Territoriums der Bundesrepublik zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.“

Diese Garantien waren bald Schnee von gestern. Andere Varianten der Bindung von Ost- an Westeuropa als Vollmitgliedschaften in NATO und EU kamen nie ernsthaft in Betracht. Stattdessen entstand eine Militärallianz, die sich gegen Russland richtete und fast einen ganzen Kontinent umfasste. Wohl nicht zufällig enthielt sogar der Assoziierungsvertrag EU-Ukraine, den Ex-Präsident Wiktor Janukowytsch im November nicht unterschreiben wollte, eine Klausel zur Einbindung des Landes in die Militärstrukturen der EU.

Es erliegt daher einem Fehlschluss, wer die Ukraine-Krim-Krise als Rückfall in den Kalten Krieg deutet. Der musste nach der Epochenwende von 1990 zwar ohne die gewohnten Blöcke auskommen, fand sich aber zusehends durch einen System- und Kulturkampf mit Russland ersetzt. Wenn der inzwischen immer unversöhnlicher ausgetragen wird, hat dies viel damit zu tun, dass Putin Anfang 2000 das marode Patriarchat eines Boris Jelzin aus den Angeln hob, als neuer Staatschef das Land stabilisierte und so geostrategische Interessen einer Großmacht nicht nur reklamieren, sondern verfolgen konnte. Seit Ausbruch der ukrainischen Staatskrise lässt sich erfahren, wie unerschrocken und entschieden dies geschehen kann.

Auf Augenhöhe

Man ist versucht, von Revanche zu sprechen, mit der Jahrzehnte der politischen Demütigungen quittiert werden. Hält Putin dem Westen einen Spiegel vor? Seht her, wir können wie ihr einem imperialen Impuls nachgeben und Machtpolitik betreiben – durch militärische Stärke, in konfrontativer Absicht und mit viel patriotischer Propaganda. Tatsächlich geht es um ein Kräftemessen auf Augenhöhe, weil der Westen bei allem, was er unternimmt – seien es ökonomische oder militärische Sanktionen – auf seine eigene Verwundbarkeit stößt. Und die ist beachtlich. Größer als die Russlands. Selbst bei der Auslegung des Völkerrechts. Immerhin gibt die Moskauer Führung zu verstehen, wenn es der NATO 1999 einen Luftkrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien (mit mehr als 500 Toten) wert war, den Ruf der Kosovo-Albaner nach einer Abspaltung von Serbien zu erhören, warum sollte dann Russland den Ruf der Krim-Russen nach einem Ausstieg aus der Ukraine überhören? Weshalb sollte man so tun, als gäbe es in Kiew keine nationalistische, russenfeindliche Regierung, in der auch Rechtsextreme einflussreiche Positionen besetzen? Und hat der Westen beim Kosovo-Konflikt etwa nicht das Recht auf nationale Selbstbestimmung über Serbiens Recht auf territoriale Integrität gestellt? Schließlich wurde diese Priorität durch den Friedensplan des Kosovo-Emissär Martti Ahtisaari von der UNO gebilligt, von der EU und der NATO sowieso.

Es gibt keinen Kompromiss

Für Russland scheint die Devise obsolet: Lasst uns verhindern, dass die Ukraine an den Westen fällt. Stattdessen gilt nun offenbar: Wir behandeln sie wie ein Abruchhaus und sorgen dafür, dass sie für den Westen an Wert verliert. Insofern ist der Kampf um die Ukraine vor allem ein Kampf um Russland. Da sind Kompromisse kaum denkbar. Worin sollten sie bestehen? In einem Verzicht auf die Strategie des „near abroad“ (Nahen Auslands), die sich zur Verantwortung für russische Bürger in der Nachbarschaft bekennt? In einer Zusicherung aus Washington oder dem NATO-Hauptquartier in Brüssel, dass eine Mitgliedschaft in der Allianz für Kiew von der politischen Agenda getilgt bleibt? Wer glaubt in Moskau oder Simferopol daran? Da erscheint es Putin doch sinnvoller, Tatsachen zu schaffen, sodass die Ukraine laut internem NATO-Reglement gar nicht aufgenommen werden kann, weil sie einen offenen Regionalkonflikt auf der Krim mit sich herumschleppt.

Wie besonders die USA auf all das reagieren, grenzt an Selbstparodie. Außenminister John Kerry hat die Stirn, von einem „unfassbaren Akt der Aggression“ zu reden. Man dürfe im 21. Jahrhundert nicht einfach „unter einem erfundenen Vorwand“ in ein Land einfallen, sagt der oberste Diplomat des Staates, der unter herbeigelogenen Vorwänden in einen Krieg gegen den Irak zog und Hundertausende von Opfern zu verantworten hat. Noch immer steht die US-Armee als Besatzer in Afghanistan. Die Obama-Regierung war in den blutigen Regime Change in Libyen verwickelt, das im Chaos versinkt. Und wie „unfassbar“ ist die Ermordung von Zivilisten durch US-Drohnen?

Bis 1990 galt als Axiom – bei aller Konkurrenz der Systeme darf es keine thermonukleare Konfrontation geben. Die Atomarsenale der Supermächte dienten als Machtprojektion, erfüllten aber gleichsam den Zweck, durch gegenseitige Abschreckung ein Inferno zu verhindern. Die Frage wird sein, ob für den sich abzeichnenden neuen West-Ost-Gegensatz ein ähnliches Prinzip gelten soll. Es müsste nicht vertraglich fixiert, sondern nur allseits beachtet sein: Kein Krieg um Einflusssphären – es kann nur Verlierer geben!

Schließlich hat auch Herr Jakob Schmidt den Verzehr eines dritten Kalbs nicht überlebt. Er starb in „konsequenter Glückseligkeit“, glaubten die Leute in Mahagonny.

 

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 11/14.

Kommentare (214)

apatit 14.03.2014 | 07:59

Wie immer von diesen Redakteur ein lesenswerter Beitrag, der sich ( zum Glück ) von der sehr einseitigen Berichterstattung in den deutschen Medien abgrenzt. Was für mich sehr interessant und gleichzeitig bedenklich ist, hier in Deutschland wird versucht die NPD zu verbieten, man beschäftigt sich mit einer Mörderbande des NSU und in der Ukraine wird irgendwie der beträchtliche Einfluss von Nazis klein geredet. Das funktioniert ab der Ernennung eines Politiker der faschistischen Swoboda-Partei der den Posten des Generalstaatsanwalts der Ukraine nicht mehr. Jüdische Organisationen warnen vor einer neuen Welle des Antisemitismus. So ist das eben mit den Maßstäben der Doppelmoral und Heuchelei!

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 08:29

Die Diskussion um die Ukraine ist doch überaus spannend. Dort treffen die kurzfristigen Gelüste der EU auf den Phantomschmerz einer ehemaligen Weltmacht und dies alles um den Preis eines durch und durch korrupten Staates namens Ukraine. Das hat das Zeug zur griechischen Tragödie. Die Oligarchen werden der Politik schon zeigen, wo die Grenzen der zeitlich limitierten Macht liegen, denn die Ukraine ist ihr Spielplatz.

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 08:42

Kann es sein, dass mit der Ukraine eine Art zweites Afghanistan geschaffen wird, werden soll? Mit freundlicher Unterstützung in allen Belangen von USA/EU/NATO/CIA, Swoboda, Rechter Sektor, Al-Qaida und was da sonst noch so kreucht und kämpft. Direkt vor der Haustür.

Ob dabei die marode Industrie zerbröselt wird dürfte egal sein, die wird eh von der EU neu aufgezogen. Phönix aus der Asche ...

Hans Springstein 14.03.2014 | 09:23

Ihr "Vertrauen" in die Oligarchen ist bewundernswert. Wie schon an anderer Stelle erwähnt folgten sie, meist KPdSU- und Komsomol-Fuktionäre nach dem Zusammenbruch/der Auflösung der UdSSR nur einem alten kapitalistischen Prinzip: "'Enrichissez vous' - Bereichert Euch! Mit dieser Parole kam das Juste Milieu des Großbürgertums, der Geldaristokratie einst in Frankreich zur Macht." An dieses "unschlagbare Programm von genialer Kürze", erinnerte Michael R. Krätke 2007 in einem Text. Die "Oligarchen" nutzten dabei ihre noch durch das staatssozialistische System bedingte privilegierte Stellung und dadurch mögliche Zugriffsmöglichkeit auf die staatlichen, nationalen und anderen Reichtümern aus, samt Zugriff auf das vormalige staatliche Gewaltmonopol. Sie wurden damit einfach sowas wie nationale Großkapitalisten, nationale Bourgeoisie und unterscheiden sich damit nicht von jenen im Westen, mit denen sie in Konkurrenz getreten sind und manchmal, wenne s nützlich erscheint,. kooperieren. Den Unterschied mag das jeweilige Privatvermögen ausmachen, aber auch da wird sich noch zeigen, wer am längeren Hebel sitzt. Interessantes dazu war schon 2007 in einer Broschüre der Friedrich-Ebert-Stiftung in deren Reihe "Kompass 2020" zu erfahren: "In den Ländern Osteuropas und in Russland, denen zunächst keine „europäische Perspektive“ eingeräumt worden war, verläuft der Reformprozess auf anderen Wegen. Während Moldawien vom rumänischen Wirtschaftswunder mitgerissen wird, erweist sich in der Ukraine und nach dem Sturz Lukaschenkos auch in Belarus die oligarchisch geprägte Wirtschaft sowohl als reformfähig als auch als kompatibel mit den institutionellen Standards der EU. Mehr noch: Die oligarchische Wirtschaftsstruktur erweist sich ex post als vorteilhaft, weil dank der Oligarchen Produktionskomplexe erhalten worden sind, die in Zentraleuropa „abgewickelt“ wurden. Genau diese Komplexe sind in der veränderten internationalen Konjunktur besonders profitabel. ..."

Und am besten gefällt mir in dem Zusammenhang eine Textstelle auf S. 10 der Broschüre: "Zwar haftet ihnen [den Oligarchen] im Westen oft der Ruch des „Archaischen“ an. Doch es sei an ein Land erinnert, dessen Elite sich unter vergleichbaren Bedingungen entwickelte und das heute als in jeder Hinsicht erfolgreich gilt: Die USA, deren robber barons im 19. Jahrhundert die Grundlage des amerikanischen Kapitalismus legten." Es ist alles eine große Gemeinschaft ...

apatit 14.03.2014 | 10:44

Ansatzmärkte und Spielwiesen müssen her, koste es was es wolle. Da werden schon mal paar kleine und große Nazi in Kauf genommen nach der Devise von Churchill “Ich glaube, dass der Tag kommen wird, an dem alle zweifelsfrei erkennen werden – und nicht nur die eine Seite dieses Hauses – sondern die gesamte zivilisierte Welt, dass es eine unermessliche Segnung für die Menschheit gewesen wäre, den Bolschewismus schon bei seiner Geburt erdrosselt zu haben … [das] hätte den Krieg verhindert.”Ich weiß nicht ob das C. nach den 10 Weinbrand geäußert hat, jedenfalls wird danach gehandelt auch ohne “ Bolschewismus “

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 11:10

Als unannehmbar und diskriminierend hat man in Moskau die Nichtzulassung der russischen Journalisten zu der Pressekonferenz von US-Präsident Barack Obama und dem durch die Rada ernannten Interimspremier Arseni Jazenjuk bezeichnet.

„Es sieht so aus, dass Washington, wo man so gerne über die Pressefreiheit und die Rechte der Journalisten redet, nicht bereit ist, diesen Grundsätzen zu folgen“, heißt es in einer Erklärung des russischen Außenamtssprechers Alexander Lukaschewitsch.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_03_14/Russische-Journalisten-bei-Pressekonferenz-von-Obama-und-Jazenjuk-unerwunscht-0691/

Hans Springstein 14.03.2014 | 11:18

Nachfrage: Wladimir Putin hat mit der faktischen militärischen Einnahme der Krim zweifellos Völkerrecht gebrochen, schreibt Lutz Herden. Ist das nun gesicherte Erkenntnis oder Gruß an einen Gessler-Hut?
Da gibt es ja diese interessanten historischen Fakten:
"4. September 1991: Die Autonome Republik der Krim erklärt sich "innerhalb der UDSSR" für souverän (somit nicht Teil der Ukraine)
1. Dezember 1991: Referendum über die Unabhängigkeit (90% Zustimmung) und Präsidentschaftswahlen. Es siegt Leonid M. Krawtschuk. Beim gleichzeitig abgehaltenen Referendum auf der Krim sprechen sich 54% der Abstimmenden für die Unabhängigkeit aus."
Das ukrainische Paralament gestand der Insel per Gesetz vom 30.6.92 aber nur "weitgehende wirtschaftliche und kulturelle Autonomie" zu.
(Quelle)

Hat Russland (nicht Putin) in irgendeiner Weise die Autonomie oder gar Unabhängigkeit der Krim verletzt?

Das ist das Problem der Freitag-Originalbeiträge, dass sie die multimedial-digitalen Möglichkeiten leider nicht nutzen und so dem Leser keine Chance bieten, Informationen und Behauptungen nachzuvollziehen, gewissermaßen digital nur analog sind.

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 11:27

Es ist ja an allem zu zweifeln ...

hieran wohl eher nicht:

„Interimsinnenminister Arsen Awakow wurde darüber informiert, dass aus den Waffendepots im Gebiet Lwiw Ende Februar mehr als 5000 Kalaschnikows, 2741 Makarow-Pistolen, 123 Maschinengewehre sowie 12 Feuerwerfer des Typs Schmel gestohlen wurden. Ferner wurde der Verlust von 1 500 Handgranaten F-1 und einer großen Menge Munition festgestellt.“

http://de.ria.ru/security_and_military/20140314/268032133.html

Hans Springstein 14.03.2014 | 11:56

Wer hat sowas schon behauptet: Wladimir Putin hat mit der faktischen militärischen Einnahme der Krim zweifellos Völkerrecht gebrochen, ...?

•"Vor der Unionsfraktion hat die Kanzlerin für einen entschlossenen Kurs gegenüber Moskau geworben. "Man kann schon von einer Annexion der Krim sprechen", sagte Merkel." (Quelle)

• "„Das Vorgehen auf der Krim ist eine Annexion, die man Russland nicht durchgehen lassen kann“, sagte Merkel vor der Unionsfraktion. Wenn es Sanktionen gebe, müsse man sich auch auf Nachteile einrichten." (Quelle)

• "Die Regierungschefs der sieben größten Industriestaaten der Welt (G 7) und die Europäische Union haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin deutlich vor der Annektierung der Krim gewarnt und mit Sanktionen gedroht. "Wir rufen die Russische Föderation auf, alle Versuche zur Änderung des Status der Krim zu beenden, die gegen ukrainisches Recht und das Völkerrecht verstoßen", heißt es in der am Nachmittag verbreiteten Erklärung." (Quelle)

• "Das US-Repräsentantenhaus hat Russland in einer Resolution die Verletzung der ukrainischen Souveränität vorgeworfen." (Quelle)

• "Die Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) haben Russland vor einer Annexion der Krim gewarnt." (Quelle)

• "Auch für Russland gilt das Gewaltverbot der UN-Charta. Man darf keinen anderen Staat mit Gewalt oder der Drohung von Gewalt nötigen. Was sich nun im Einzelnen auf der Krim und in der Ukraine abspielt, und ob tatsächlich das russische Militär beteiligt ist, ist nicht ganz klar. ... " (Quelle)

Wo sind die Fakten, die vielleicht von den Diplomaten aus diplomtischen gründen noch nicht so offen als Fakten anerkannt werden dürfen? Weiß der Autor mehr?

JR's China Blog 14.03.2014 | 12:04

Polen, Ungarn, Tschechien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowenien, die Slowakei – an Staaten wurde sich einverleibt, was zu haben war,

Das ist ja eine ziemlich seltsame Sicht auf (National)staaten. Es ist genau dieser heulerige Ton, der mich an der Moskauer Position abstößt. Als hätten Staaten wie die hier aufgezählten nicht einigen Grund gehabt, sich für die gegnerische Großmacht im Westen zu entscheiden.

Auch mit einer Sicht, die Nationen lediglich als Spielsteinchen der Großmächte beschreibt, kann sich Geschichte wiederholen.

JR's China Blog 14.03.2014 | 12:16

Ich weiß nicht, ob die EU von Moskau schon einmal gefragt wurde. Aber wenn meine Sicht der Dinge gefragt ist: ich würde Brüssel empfehlen, mit Russland zu verhandeln, ebenso wie mit der Türkei. Nicht hinhaltend, sondern im besten Sinne des Wortes ergebnisoffen.

Von heute auf morgen würde allerdings nichts passieren - es sei denn, die EU verabschiedete sich von den Kopenhagener Kriterien.

Hans Springstein 14.03.2014 | 13:15

Ergänzung: Interessant waren in dem Zusammenhang die Signale, die der damals neugewählte russische Präsident Dmitri Medwedew bei seinem ersten Besuch in der Bundesrepublik im Juni 2008 und bei der gemeinsamen Pressekonferenz am 5.6.08 mit Bundeskanzlerin Merkel aussandte. Leider ist die Mitschrift der PK online nicht mehr zu finden, ich habe sie nur als pdf-Datei abgespeichert. Medwedew sagte damals u.a.:
"... Ich bin der Meinung, dass für Russland die europäische
Ausrichtung von einer sehr großen Bedeutung ist. Zurzeit ist Europa der wichtigste Handelspartner der Russischen Föderation. Wir werden diese Kontakte auch weiterhin entwickeln und ausbauen. Was die vertragliche Basis anbelangt, muss sie natürlich hinreichend und modern sein sowie den
Realitäten des heutigen Tages entsprechen. Dass diese rechtlichen Fragen in der letzten Zeit ein bisschen eingefroren und auf Eis gelegt worden sind, ist nicht besonders gut. Aber man ist jetzt vorangekommen.
Ich hoffe, dass wir in Chanty-Mansijsk die Verhandlungen für dieses Abkommen endgültig abschließen können. Das ist ein gutes Zeichen. Ich glaube, dass wir diese Kontakte weiterhin bei einem neuen vollwertigen Abkommen voranbringen werden.
Was die Kontakte und Beziehungen zu unseren europäischen Partnern anbelangt, so beschränken diese sich nicht auf irgendwelche Forderungen. Wir sprechen von einer gegenseitigen vorteilhaften Zusammenarbeit. Das steht im Mittelpunkt der Gespräche der Spitzenpolitiker der entsprechenden europäischen Staaten. Das ist auch von Vorteil für die Bürger unserer Staaten. Das ist das Wichtigste.
Diese Kontakte können natürlich verschiedene Inhalte haben: die gesamte Palette der Handelsbeziehungen, die Kulturbeziehungen, die humanitäre Zusammenarbeit. Je breiter diese Kontakte gefächert sein werden, desto besser.
Ich glaube, dass die gemeinsamen Investitionen in Bezug auf Großvorhaben besonders wichtig sind, denn nichts bringt Menschen näher als das gemeinsame Geschäft. Je mehr Anlässe es für gemeinsame unternehmerische Aktivitäten gibt, umso näher werden unsere Völker zueinander stehen und desto besser
können wir die moderne wirtschaftliche Kooperation ausbauen. Deswegen glaube ich, dass diese Investitionskomponente unserer Beziehungen einer zusätzlichen Entwicklung bedarf. Ich meine die Investitionen unserer deutschen Partner auf dem russischen Territorium, die bereits sehr beachtlich sind,
aber auch die Investitionen der russischen Unternehmen in die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland und der EU-Länder insgesamt.
Das ist ein sehr wichtiger Bereich der Zusammenarbeit. Wir müssen ständig daran denken. Ich glaube, dass heutzutage ‑ besonders dann, wenn wir bald ein neues Abkommen haben werden ‑ diese Zusammenarbeit gestärkt und gefestigt wird."
Hier ein Online-Beitrag, der Inhalte wiedergibt. Das ist nur ein Beispiel für die russischen Signale an die EU. Weil es inzwischen anscheinend behandelt wird, wie nie gewesen, habe ich es so ausführlich zitiert.

Doch dann kam kurze Zeit später der Georgien-Krieg und Merkel durfte/musste Russland wieder kritisieren. Das ist immer noch online bei der Bundesregierung zu finden. Die Entspannungssignale, die Medwedew für mehr Kooperation aussandte, tauchen vielleicht nicht mal in den Geschichtsbüchern auf ...

Hans Springstein 14.03.2014 | 13:47

Ich frage mich schon, ob ich mich immer wieder neu wiederholen muss. Aber das ist ja ein anerkanntes pädagogisches Mittel und da ich mal Lehrer werden wollte, tue ich es einfach:

Das, was auch Herden beschreibt, ist doch alles bloß nicht verwunderlich, denn das folgt einfach einem der beiden Grundprinzipien des Kapitalismus: dem Konkurrenzprinzip. "Die einzige Weltmacht" (Brzezinski) wird alles, was sie kann und so lange sie kann, dafür tun, um das Heranwachsen, den Aufstieg einer anderen Macht neben ihr zu verhindern, ob das nun China oder Ruslsland ist oder ein tatsächlich vereinigtes Europa mit einem Teil Asiens. Das gilt selbst für die EU alleine. Grundlage dafür ist wiederum ein anderes kapitalistisches Grundprinzip: der Profit, gewissermaßen der Bruder der Konkurrenz. Der wird nicht gern geteilt und das eigene Stück vom Kuchen soll auf keinen Fall kleiner werden, was es würde, würde es geteilt ... Zwietracht säen ist eines der dabei eingesetzten Mittel, neben Korrumpierung durch Einbeziehung in elitäre Kreise (Council on Foreign Relations, Atlantik-Brücke, etc.), Überwachung, aber auch Lob, Aufgabenteilung und ähnliches.

Solange das nicht klar gesehen und auch benannt wird, stochern wir alle im Nebel rum, wundern usn mal über dieses, mal über jenes, nennen die einen Demokraten, die anderen Diktatoren, geben dem einen einen Friedensnobelpreis und bezeichnen den anderen als Hitler oder mindestens Goebbels ... Und so dreht sich weiter alles schön im Kreis. Und die am großen Rad drehen, lachen sich eins und freuen sich, dass sich alles immer schneller dreht und die Menschen davon ganz verwirrt im Kopf werden ...

Hans Springstein 14.03.2014 | 14:24

Sie sind aber hartnäckig ...

Ach wissen Sie: Es ließe sich so erklären: Der Titel mit seinen möglichen Assoziationen, die Pfanne, China, das manchem mindestens so gefährlich wie Russland gilt ... alles in einen Topf, rumrühren und schupss kommt ein schönes (un)passendes Bild heraus ... Wer fing eigentlich mit China im Zusammenhang mit dem Thema des Textes an? Der ist schuld!

GWalter 14.03.2014 | 14:41

Die Drohung mit Sanktionen gegen Russland ist das Dümmste was man machen kann, besonders da ja der Westen den ganzen Mist verursacht hat !! - Es wird nicht die eigene Wirtschaft treffen, diese hält sich schadlos. Bei der Regierung sowieso. Die Zeche zahlen die Bürger in diesem Lande. - Russland steht nicht so alleine da, wie vielfach dargestellt wird. China wird geflissentlich unterschlagen. Ein Blick auf den Globus genügt, um die Größen- und somit auch Machtverhältnisse zu erkennen. Russland und China besitzen Rohstoffe (GAS, Öl, seltene Erden etc.), die wir benötigen. - Wir besitzen doch nur bedrucktes Papier, das sich Aktie, Geld nennt – mehr nicht. Ohne dieses Papier lebt es sich auch ganz gut, ohne Gas und Öl eher weniger. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie stark Tatsachen verdreht werden wenns der Propaganda dient. - Und was wäre wenn: Die Schweizer Banken den reichen Russen ein Angebot für deren Schwarzgeld machten und diese reichen Russen ihre Immobilien verkauften, ihre Gelder vom Finanzplatz London, Frankfurt abzögen? - Mal schauen, wer am Ende wirklich auf der Verliererspur ist. Deutschland / Europa in jedem Fall, besser gesagt die Bürger dieses Landes.

GWalter 14.03.2014 | 14:42

Frau Merkel, halten Sie Ihren Amtseid ein, und wenden Sie Schaden vom deutschen Volke ab!
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Die Drohgebärden Russland gegenüber haben nichts mit vernünftiger Diplomatie zu tun, Sie verschachern unsere Interessen wieder hemmungslos an die USA!
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Kriege, Mord und Folter der USA ...schon über 60 Jahre sind natürlich vom Völkerrecht gedeckt!!??
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Russland ist im Gegensatz zu den USA (NATO) ein friedliches Land und man verarscht die Russen schon seit Jahren mit der NATO-AUSDEHNUNG, die man laut Versprechen von NATO-Generalsekretär Wörner nicht machen wollte !!!
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Also wenden Sie Schaden ab und treten Sie zurück, möglichst heute noch!

GWalter 14.03.2014 | 14:43

Die westliche Welt mitsamt ihren Völkerrechlern ist an Heuchelei nicht zu übertreffen: Was im Kosovo durchgesetzt wurde, ist in der Krim völkerrechtlich illegal. -
Volksabstimmungen sind undemokratisch, aber finanzielle und logistische Unterstüitzung von Volksaufwiegelung (Kiew, Syrien, Ägypten) ist o.k. Waffengänge auch (Irak, Libyen), um die betroffenen Bevölkerungen zu beglücken. -
Gefährliche Machtpolitik pur ist der Kern heutiger westlicher Aussenpolitik: Vorbild Ex-Sowjetunion.-Dass in Russland heute die Kommunisten in der Opposition sind, scheint der Westen noch nicht gemerkt zu haben.

Hans Springstein 14.03.2014 | 15:06

Apropos Kosovo: Hier gibt es eine interessante Sicht aus Österreich auf Russland und den Kosovo-Krieg. Der Autor ist von der Landesverteidiungsakademie des österreichischen Verteidigungsministeriums. Der Unterschied ist schon allein: "In der Nacht auf den 24. März 1999 gibt US-Präsident William Clinton den Befehl, Jugoslawien militärisch anzugreifen." (Quelle) Der russische Präsident hat die Ukraine nicht angegriffen für die Unabhängigkeit der Krim. Und an ein Detail des Kosovokrieges muss auch erinnert werden: "Noch bevor das Gros des NATO-Trosses mit seinen 50.000 Soldaten von Makedonien aus in Richtung der kosovarischen Hauptstadt Pristina/Prishtine aufbrach, besetzten allerdings am 11. Juni 1999 500 russische Fallschirmjäger den Flughafen von Pristina. Aus Bosniens SFOR-Truppe kommend, hatten sie an ihren Panzerfahrzeugen nur das »S« durch ein »K« – für Kosovo Force – übermalt und auf diese Weise Präsenz gezeigt. Für Russlands damaligen Präsidenten Boris Jelzin kam die Aktion ebenso überraschend wie für die atlantische Allianz. Der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen (SACEUR) für Jugoslawien, General Wesley Clark, stand wohl unter Schock, als er am 11. Juni 1999 dem für den Kosovo-Einsatz zuständigen britischen Kommandierenden Michael Jackson den Befehl gab, den russischen Vorstoß auf Pristina mit militärischen Mitteln zu stoppen. „Für Sie, General Clark“, so antwortete Jackson besonnen, „riskiere ich nicht den 3. Weltkrieg.“3 Russlands Fallschirmjäger wurden tags darauf von Jelzin zurückgepfiffen. Dem Einmarsch der NATO in den Kosovo stand am 12. Juni 1999 nichts mehr im Wege." (selbe Quelle)

berlino1010 14.03.2014 | 15:14

Boris Jelzin hat Anfang der 90er einige Verträge unterschrieben, die die Krim faktisch aufgaben, obwohl sie völkerrechtlich, moralisch und politisch zu RUS gehörte. Die meisten Russen erkennen Jelzin aber als westdominiert nicht an und vergleichen es mit Abkommen, die die Vichy-Regierung für FR getroffen hätte.

Gorbatschow bezeichnete heute die derzeitige Krise auf der Krim als Folge des Zusammenbruchs der Sowjetunion vor mehr als 20 Jahren. «Ich habe vor den gefährlichen zerstörerischen Handlungen der damaligen russischen Führung gewarnt», schrieb Gorbatschow weiter. Der damalige russische Präsident Boris Jelzin (1931-2007) hatte mit seinen Kollegen der Ukraine und Weißrusslands 1991 die Auflösung der UdSSR vertraglich besiegelt. «Der Oberste Sowjet der Russischen Föderation nahm diese Zerstörung der Sowjetunion mit Applaus auf, ohne auch nur mit einem Wort an die Krim und Sewastopol zu erinnern», kritisierte Gorbatschow.

Man sollte beachten, dass die Krim schon spätestens wieder ab 1991 eigentlich wieder hätte zu RUS kommen müssen, wo sie völkerrechtlich, moralisch und politisch hingehörte. Jelzin war zu sehr mit anderen, akuten Problemen überfordert, Zusammenbruch der UdSSR, Tschetschenien-Krieg, Vertreibung der Russen aus Kazachstan, Usbekistan, .. und zu sehr vom Westen erpresst, RUS zu schwach ...

Obermüller 14.03.2014 | 15:19

Dieser Artikel zum Konflikt Nato Russland läßt sich auf Tatsachen und logischen Schlussfolgerungen ein. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, müsste man meinen. Dem ist leider nicht so. Die Leitmedien in der deutschen Presselandschaft (zb. Süddeutsche und Die Zeit) verraten ihre bedingungslose Komplizenschaft mit den Macht- und Herrschaftsstrukturen des Westens. Sie betreiben Kriegshetzte und Desinformation. Wir werden sie zur Verantwortung ziehen.

Hans Springstein 14.03.2014 | 15:22

Interessante Frage und interessante Antwort:

Eine Stimme aus den USA, der Historiker Anton Fedyashin, veröffentlicht von der taz am 7.3.14: "

Will Putin einen Keil zwischen die USA und die EU treiben?

Das hat er nicht nötig, diese Spaltung ist ja bereits da. Nur 2 Prozent des US-Außenhandels laufen mit Russland. Bei Europa sind es 11-mal so viel. Putin weiß von diesen grundverschiedenen ökonomischen Beziehungen. Sanktionen sind unvorteilhaft für Europäer.

Wem misstraut Putin?

Einmal den doppelten Absichten der EU. Aber noch mehr den USA. Dass die kein großer Geldgeber in der Ukraine sein werden, zeigt sich bereits: Die USA wollen 1 Milliarde Dollar geben, die EU 11 Milliarden Euro. Die USA sind nicht ökonomisch an der Ukraine interessiert, sondern haben militärische, geopolitische Interessen. Putin vermutet, dass auf eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine bald auch die Nato-Ausweitung folgt. Damit stünde das Bündnis an der russischen Grenze."

Magda 14.03.2014 | 15:35

Als hätten Staaten wie die hier aufgezählten nicht einigen Grund gehabt, sich für diegegnerische Großmacht im Westen zu entscheiden.

Das mit dem "Einverleiben" stimmt. das macht aus den Staaten unwesentliche "Objekte", die gar keinen eigenen Willen hatten. Die Gründe aber wurden ihnen schon reichlich oktroyiert. Ängste geschürt...und sicherlich auch Hilfen in Aussicht gestellt.

JR's China Blog 14.03.2014 | 16:31

Es gibt einen - übrigens ebenfalls chinesischen - Sprachgebrauch für den zwischenstaatliche Verkehr, und der lautet "demokratische internationale Beziehungen". Das kann zwar auch ein chinesischer Außenminister ganz schnell vergessen, wenn er sich über ein paar ASEAN-Regierungen ärgert, aber der Begriff an sich ergibt Sinn.

"Hilfen" waren in Polen sicher nicht das ausschlaggebende Thema; weit eher geschichtliche Themen. Vor der endgültigen Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze hätte die EU (oder EG) Polen Hilfen ohne Boden anbieten können: die hätte man im Westen stehenlassen.

Ich finde, man kann echte, zu Recht bestehende Vorbehalte auch zu Tode relativieren. Dann erlebt man aber im internationalen Umgang auch immer wieder unangenehme Überraschungen. Es wird eben nicht alles nach Mark oder Euro abgerechnet.

Nicht dass Sie das behaupteten, Magda. Aber ich finde, der "Hilfe"-Faktor in der EU-Politik wird auch in der FC vielfach überschätzt. Auch Griechenland wollte sicher nicht nur der Finanzen wegen ins Euroland. Man fand die Vorstellung beleidigend, "draußen bleiben" zu müssen. Geschichtlich betrachtet sehr nachvollziehbar.

Magda 14.03.2014 | 16:38

Ja, stimmt schon, das "Geben und Nehmen" muss man wirklich nicht alles in Mark und Pfennig rechnen. Mit Polen, das stimmt -die hätten nix genommen vor einer Anerkennung usw. usw. ---Einverstanden.

Man fand die Vorstellung beleidigend, "draußen bleiben" zu müssen. Geschichtlich betrachtet sehr nachvollziehbar.

Ja, das ist sicherlich z. B. bei der Türkei so, obwohl die auch wirtschaftlich schon besser da stehen als die Griechen, wie es scheint.

janto ban 14.03.2014 | 18:33

|| warum sollte (...) Russland den Ruf der Krim-Russen nach einem Ausstieg aus der Ukraine überhören? ||

Keine Ahnung. Aber mal sehen, was Russland noch so an Rufen vernimmt. Geht ja schon los. Das Bild der Ukraine als Abruchhaus aus russischer Sicht könnte jedenfalls passen. Dass sie dadurch aber unattraktiver für den Westen wird, glaube ich nicht. Denn egal, wo die Ukraine geteilt wird, entsteht immer eine Grenze zu Russland. Woraus man meine Prognose für's Ende vom Lied schon ablesen kann. Und am meisten können einem die Ukrainer leid tun. Was es heißt, wenn ein Land in zwei Hälften geteilt wird, um als 2-Kammern-Schwanzvergleichs-Zone zu dienen, wissen wir ja..

|| Weshalb sollte man so tun, als gäbe es in Kiew keine nationalistische, russenfeindliche Regierung, in der auch Rechtsextreme einflussreiche Positionen besetzen? ||

Weiß ich auch nicht. Und die Angesprochenen sind wohl nicht nur dem Russen gegenüber feindlich gestimmt. Wer oder was die noch entwaffnen soll, wenn die sich da erst mal festgebissen haben, weiß in Brüssel vermutlich niemand. Also können die westlichen Anrainer der Ukraine sich schon mal überlegen, vor wem sie mehr Angst haben wollen. Vor'm Russen - oder vor dem, was von der Ukraine übrig bleiben könnte, nachdem Putin mit ihr fertig ist..

Tusja 14.03.2014 | 19:01

Ich und mein Mann haben es vor, an diesem Samstag 15.03 vor Ard-Hauptstudio in Berlin zu demonstrieren. Wir haben schon 6 Plakate drücken lassen. Wir sind aber nur zu zweit. Hat jemand von Ihnen Interesse und die Möglichkeit mitzukommen? Hier ist eine kurze Erklärung zu unseren Beweggründen:

Anlässlich der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine fiel uns erneut auf, wie einseitig die Berichterstattung von ARD und ZDF ist. Wir sind besorgt, da dies zur Anheizung der aktuellen Krise führt. Hinsichtlich der deutschsprachigen Berichte fallen uns unrichtige Darstellungen und lückenhafte Berichte in Abgleich zu den Berichten aus der Ukraine auf. Es fehlen uns als Mediennutzer sowohl Meinungsvielfalt, ausgewogene Berichte als auch saubere Recherche. Zumal wir GEZ-Gebühren zahlen. Wir möchten ein Zeichen setzen und aufmerksamkeitswirksam gegen ARD und ZDF etwas unternehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Margarita Kovaleva und Dmitri Polferov

knattertom 14.03.2014 | 19:55

Wo in diesem ganzen Zusammenhang "Hilfen" gewährt werden, erschliesst sich mir allerdings noch immer nicht......, es geht um Kredite, die zurückgezahlt werden müssen, und womit werden die im Zweifelsfall von der Ukraine zurückgezahlt?

Ich tippe mal auf "Grund und Boden......, selbst wenn am Ende "nur" eine Kapitalrendite von wenigen Prozent dabei rauskommt, bei nicht existenten Finanzierungszinsen durch die EZB, bleibt immer noch ein Gewinn übrig, oder um es auf Norddeutsch zu sagen. "Kleinvieh macht auch Mist".

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 21:33

Es ist keine Doppelmoral. Leider ist diese Moral( bitte beschimpft mich nicht wenn ich es so sehe) eine deutsche Moral. Wenn eine R. Harms eine Abstimmung hervorbringt fuer den Maulkorb im europaeischen Parlament, wird es anderen Voelkern Angst und Bange.

Bei uns ist keine Partei verboten. Denn bei uns zaehlt die Verfassung. Wer Maulkoerbe vergibt, wer mordet oder zum Mord aufruft wird bei uns geahndet. Keine Partei, ob rechts oder links, kann an unserer Verfassung vorbei. Deutschland sollte sich wahrhaftig hueten vor solchen Leuten wie Harms. Harms ist nicht harmlos.Ich persoenlich werde mich einsetzen die Namen zu erfassen der 166 Europaparlamentarier die fuer diesen "Maulkorb" gestimmt haben. Jeden bei Namen moechte ich wissen, da die Presse sich nicht verantwortlich fuehlt.Schlimm genug in diesen Europa.

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 21:43

Liebe Tusja

Egal ob Sie nur zu zweit sind. Es gibt im Leben eines jeden Menschen, ich wiederhole, eines jeden Menschen der Zeitpunkt, wo er sich entscheiden muss und es mit seinem Gewissen vereinbart haelt.Sie brauchen keine anderen dazu. Seien Sie schon dankbar hier schreiben zu duerfen, denn wo anders werden Sie schon zensiert.Und zur Meinungsvielfalt, da haben Sie genug von den Foristen Weltweit. Wenn Sie die Sprache nicht beherrschen, versuchen Sie englisch oder Googleuebersetzung( geht zur Not) und Sie werden sehen, sogar von Amerikanern aus dem Volk werden Sie verstanden und haben Sie auf ihrer Seite.

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 23:03

Kerry nimmt in seiner heutigen Kriegserklärung mal eben die gesamte Menschheit in (Geisel)Haft, die sich für den zu erwartenden Schaden, gefälligst und vorsorglich schon mal bei den Russen bedanken könne.

Und wie schon seit Anbeginn menschlicher Kriegskultur, macht der Absender einer Kriegserklärung den aus dem Weg zu räumenden Adressaten zum Urheber und Schuldigen seines Beschlusses.

Die ausgebliebene und verlangte Kapitulation der Russen, „wäre eine Entscheidung von enormer Tragweite, und zwar der gesamten Weltgemeinschaft...“ Kerry nimmt in seiner heutigen Kriegserklärung gegen Russland(und faktisch gegen die Ukraine) mal eben die gesamte Menschheit in (Geisel)Haft, die sich für den zu erwartenden Schaden, gefälligst und vorsorglich schon mal bei den Russen bedanken sollte.

Und wie schon seit Anbeginn menschlicher Kriegskultur, macht der Absender dieser Erklärung den aus dem Weg zu räumenden Adressaten zum Urheber und Schuldigen seines Kriegsbeschlusses.

Die ausgebliebene und verlangte Kapitulation der Russen, „wäre eine Entscheidung von enormer Tragweite, und zwar der gesamten Weltgemeinschaft, wie die Tagesschau heute abend berichtete…

Wünsche angenehme Träume

Gute Nacht

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 23:17

...nach 2 Apirin und einen 3 Zäpfchen...nochmal richtig...

Kerry nimmt in seiner heutigen Kriegserklärung gegen Russland(und Ukraine) mal eben die gesamte Menschheit in (Geisel)Haft, die sich für den zu erwartenden Schaden, gefälligst und vorsorglich schon mal bei den Russen bedanken könne.

Und wie schon seit Anbeginn menschlicher Kriegskultur, macht der Absender dieser Kriegserklärung den aus dem Weg zu räumenden Adressaten zum schuldhaften Urheber seines Kriegsbeschlusses.

Die ausgebliebene und verlangte Kapitulation der Russen, „wäre eine Entscheidung von enormer Tragweite, und zwar der gesamten Weltgemeinschaft...“, wie die Tagesschau heute meldete…

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Ehemaliger Nutzer 14.03.2014 | 23:20

Es ist eine Tragödie, wie sich Europa von einem Teil der US-Machtelite in eine katastrophale und letztlich kriegsträchtige Situation locken lässt, die sogar dem kontinentaleuropäischen Kapital verbundene ehemalige Politiker zu skeptischen Äußerungen bezüglich der US-geführten westlichen Vorgehensweise bringt, aber an der Koalition offenbar unbemerkt vorübergeht. Was allerdings die Grünen angeht, wendet sich die Tragödie zur Tragikomödie:

"Sind die Grünen nur gaga? Oder warum wollten sie Ex-Kanzler Schröder den Mund zur Ukraine verbieten?" http://wipokuli.wordpress.com/2014/03/14/sind-die-grunen-nur-gaga-oder-warum-wollten-sie-ex-kanzler-schroder-den-mund-zur-ukraine-verbieten/

Andreas Schlüter

Soziologe

Berlin

mymind 14.03.2014 | 23:44

Keine Ahnung was da gerade passiert ist, mitten im Schreiben wurde der Text gesendet....

Nochmal: Nicht alle dusseligen Aussagen der US-Kens als auch Kommentare der Jenseitigen sprechen Bände. In meinen zeitlichen Möglichkeiten habe ich heute auch das Ergebnis von dem Gespräch in London verfolgt, wobei ich inzwischen eher die Wortwahl von Lavrov gewichte. Diese klingt erstmal nicht dramatisch.

In USA & ihren New-Europe-Partnern tobt der reine Machtkampf, bei dem offensichtlich völlig enthemmte Kräfte sich gerade frei offenbaren. Das wundern nicht nur angesichts der Bigotterie in USA oder des ´reinen´ Wojtyla-Katholizismus bei den KleinGeisterBrüdern, sondern zeigt auch die chauvinistische Fratze einer Allianz, die offensichtlich nicht mehr unter Kontrolle ist, kaum zu kriegen ist.

Noch mag ich behaupten, dass die Bande O & K & CO verbal dieser Gegenbande nach dem Maul redet, um sie auszuknocken. Sicher bin ich mir allerdings nicht, vor allem nicht wer sich von diesen Banden durchsetzt...

subjekt 14.03.2014 | 23:58

"Wladimir Putin hat (...) eine geostrategische Herausforderung angenommen, aus der es kein Entrinnen gab. Es sei denn durch Kapitulation."

Ich bilde mir nicht ein, viel von internationaler Politik und Militärischem zu verstehen. Aber mir scheint doch, als würde hier in Kategorien gedacht, die nicht in unsere Zeit passen. Was bedeutet denn "geostrategische Herausforderung" konkret? Im Zeitalter der Interkontinentalraketen und Atomsprengköpfe sollte es doch ziemlich unerheblich sein, ob etwa der Natoblock bis zur Weichsel, zum Dnepr oder zur Elbe reicht. Welchen Nutzen bringt der Nato/Russland die Kontrolle über die Ukraine? Brauchen sie sie als Pufferstaat für den Fall, dass der Gegner die Infanterie losschickt? Absurd... Eine Argumentation, die ich teilweise nachvollziehen kann, ist, dass es beim Ringen um die Ukraine um kulturelle Einflusssphären geht. Verwestlicht die Ukraine, so wird die geistig-kulturelle Autonomie Russlands noch schwerer aufrecht zu erhalten sein. Aber diese Auseinandersetzung wird man mit Waffen eh nicht gewinnen können.

mymind 15.03.2014 | 00:10

Schauen Sie sich einfach mal die Weltkarte an, die lange Grenze zwischen RU & UKR.

Sie dürfen auch darüber reflektieren, dass in diversen Konfliktherden, Kriegen etc. mdst. immer einer der üblichen Verdächtigen auftritt. Warum ist das so & was bedeudet es konkret?

Die Geschehnisse & Entwicklungen in der Ukraine verdeutlichen die signifikante Tendenz der ´geheimen´ Einmischung anderer Staaten dar, gesponsert von...? Einmal dürfen Sie raten...

Möchten Sie so eine Welt, mal abgesehen von Hollywood, , in der es ´nur Einen geben kann´?

subjekt 15.03.2014 | 01:14

Dass die Ukraine an Russland grenzt ist mir nichts Neues. Mir ist nur nicht klar, welche militärischen Vorteile die USA daraus ziehen können sollten. Einen Angriff à la 1941 hat Russland im Atomzeitalter nicht mehr zu befürchten. Aus militärischer Sicht könnte sich Russland also zurücklehnen und sagen "na dann umstellt uns mal schön". Anders sähe es natürlich aus, wenn durch die Einkreisung die Errichtung eines Raketenabwehrschildes realistisch wäre und für Russland die Aushebelung seines atomaren Drohpotenzials konkret zu befürchten wäre. Das wäre ein Argument, mit dem ich etwas anfangen könnte.

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 02:29

Die Gruenen sind nicht nur Gaga, die sind innen braun. Wer das immer noch nicht begriffen hat, wird es eben eines tages am eigenen Leib erfahren muessen. Diese gruppe muss man nur einfach richtig studieren. Und ich stehe dazu, egal wie die gruenen dagegen wettern. Nicht umsonst, aus genau diesen Gruenden( bei uns war es ganz schlimm ausgepraegt) haben die nur 2% bekommen.

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 02:47

Warum sollten wir nicht zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, auch wenn wir uns aus zwei verschiedenen Richtungen darauf zubewegen? Mist bleibt immer Mist und stinkt wenn die Sonne darauf scheint.

Es ist nur so, dass die Mechnismen und Wortungetüme des Kalten Krieges einfach nicht passen, weil sich seit dem viel verändert hat und neue Situation nicht immer und zwingend mit alten Methoden erklärt werden können. 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Krim die erste militärische Landnahme in Europa. Das ist ein markanter Schnitt auf der Geschichtsachse, der nach vorn in die Zukunft interpretiert werden sollte und nicht mit dem Blick nach hinten.

Stereotype Antworten dürften, da sind wir uns vermutlich einig, den Blick vernebeln.

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 02:54

Mir sind die Oligarchen ein Gräuel, sie sind nur da und die Rechtssysteme der Staaten, in denen sie leben, schützen sie.

Wenn Sie sich ansehen, wie Rinat Achmetow in der Ostukraine agiert oder sich den neuen Vizepräsidenten in Kiew ansehen, dann ist eindeutig, wer dort Koch und wer Kellner ist. Wenn Putin durch sein Agieren die Börsenkurse in Moskau um 27% herunterknüppelt und die Kreise von Norilsk Nickel oder Rusal stört, dann bekommt der trotz seiner nur 160cm Größe demnächst noch eine gebeugte Haltung und wirkt noch kleiner. Politiker in Osteuropa sind in den eigenen Ländern doch oft nur ein Hans Wurst.

mymind 15.03.2014 | 03:03

Hallo Taylor,

in welcher Sphäre leben Sie eigentlich, wenn Sie folgende Passage schreiben?

25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Krim die erste militärische Landnahme in Europa. Das ist ein markanter Schnitt auf der Geschichtsachse, der nach vorn in die Zukunft interpretiert werden sollte und nicht mit dem Blick nach hinten.

Die erste militärische Landnahme in Europa war Bosnien, danach Kosovo, in der mit Bondsteel die größte US-Base in EU eingerichtt wurde!

Es ist nur so, dass die Mechnismen und Wortungetüme des Kalten Krieges einfach nicht passen, weil sich seit dem viel verändert hat und neue Situation nicht immer und zwingend mit alten Methoden erklärt werden können...

Kann ichnicht erkennen, g

mymind 15.03.2014 | 03:23

Stereotype Antworten dürften, da sind wir uns vermutlich einig, den Blick vernebeln.

Ist Ihr Zweitname Scherzkeks?

25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Krim die erste militärische Landnahme in Europa. Das ist ein markanter Schnitt auf der Geschichtsachse, der nach vorn in die Zukunft interpretiert werden sollte und nicht mit dem Blick nach hinten.

Auf welchem Planeten leben Sie? Die erste westlich militärische Landnahme innerhalb Europas war in den 90ern in Bosnien, 1999 im Kosovo _ in Folge die Errichtung von Bondsteel...

Auch das darf den Blick nicht vernebeln. Die Errichtung dieser NATO-Alliance war komplett völkerrechtswidrig!!!

e

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 03:53

Bosnien und Kosovo sind doch völlig andere Beispiele als es die Ukraine jemals sein wird. Der Auslöser war zwar auch hier ein in Verwesung übergegangener Staat, der sich in viele Einzelstaaten teilte. Die Katastrophe entstand doch dann erst durch die ethnischen Säuberungen, etwas was den Ukrainern hoffentlich erspart bleiben wird.

Das Chaos, was dann kam, ist mit dem, was gerade auf der Krim abläuft, auch nicht vergleichbar. Nach meinem Empfinden nach Besuchen vor Ort macht die Welt dort sogar zu wenig, um das Rechtssystem wiederherzustellen und die Massaker aufzuarbeiten, man lässt die Menschen ohne Hilfe sich selbst einen Weg suchen.

Momentan sehe ich in der souveränen Ukraine als Fremdmilitär nur Russen, oder habe ich etwas verpasst?

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 03:59

Wenn Sie jetzt Serbien genannt hätten (und nicht Bosnien und Kosovo), hätte ich zugestimmt, zumindest zum Passus "Kriegführen".

Gibt es noch NATO-Truppen in Serbien? Nein. Der Krieg dort ist zu Ende und der Rest soll, so weit in den dortigen Zeitungen (in Belgrad) lesen konnte, abziehen, sobald die strittigen Fragen zwischen Kosovo und Serbien geklärt sind. Je schneller das geht, desto besser für alle.

apatit 15.03.2014 | 08:05

+++19:22 Uhr: Lawrow: US-Drohne über Krim abgefangen +++
Über der Krim ist nach Angaben eines russischen Rüstungsunternehmens eine US-Überwachungsdrohne abgefangen worden. Der Flugkörper mit der Identifizierungsnummer UAV MQ-5B sei nach einem elektronischen Störmanöver „nahezu intakt“ in die Hände von „Selbstverteidigungskräften“ gefallen, teilte das Unternehmen Rostec mit. Zuvor sei der Kontakt zwischen der Drohne und der US-Kommandozentrale durch ein Rostec-Kampfsystem unterbrochen worden.

Hans Springstein 15.03.2014 | 09:38

Ja sehen Sie, da sehen wir manches auch sehr unterschiedlich, auch wegen der anderen Ausgangspunkte: 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Krim die erste militärische Landnahme in Europa. Das stimmt schon faktisch nicht, worauf Sie ja schon hingewiesen wurden. und angesichts der Geschichte der Krim, wie sie zur Ukraine kam, ist das alles diskussionswürdig. Das mit den Stereotypen ist an sich richtig. Aber für mich als jemand, der von der anderen Seite des Kalten Krieges bis 1989 kommt, bzw. auf der anderen Seite lebte, ist es verblüffend, zu erleben, wie die übrigegebliebene Seite seit 1989 in Tat, Sprache und Propaganda anscheinend an dem ihr liebgewonnen Katlen Krieg festhält. Bloß die andere Seite hat oder wurde verändert. Das sehe ich als in der DDR Geborener auch als Vorteil, dass ich gewissermaßen zwei Systeme am eigenen Leib erlebt habe und erlebe, mit all ihren Machtverhältnissen und allem, was dazu gehört. Das hat auch den Blick geschärft. Aber das ist jetzt nicht das Thema hier. Und Sie wissen es ja sowieso besser.

Hans Springstein 15.03.2014 | 09:49

Laut der ins Englische übersetzten russischen Meldung wurde russische elektronische Technik eingesetzt, um die US-Drohne zu "übernehmen" und zu landen:

03/14/2014 10:34

March 13 A reconnaissance drone impact MQ-5B was intercepted in the skies over Perekop. Judging by the board labeling it was part of the 66th US Military Intelligence Brigade with major base in Bavaria. It is reported by " military observer ."

In early March 2014 the 66th US reconnaissance brigade was transferred to Kirovograd in Ukraine, informs anaga.ru. It is from here that reconnaissance drone raids are launched towards the Crimea and the Russian border regions.

MQ-5B flew at an altitude of about four thousand meters from the setting sun and was not visible from the ground. It was captured almost intact by the self-defense forces with the help of Russian electronic warfare complex (EW ) 1L222 "Depot". The "Depot" severed the drone's link with its US operators severed, after which it made an emergency landing .

Using a similar equipment of Russian electronic warfare, the Iranian military landed a secret American drone RQ- 170 Sentinel in December 2011.

The 66th US reconnaissance brigade is armed with 18 MQ-5B. They lost two of them over Crimea..."

Die 66. Military Intelligence Brigade ist in den NSA-Stützpunkten in Wiesbaden und Darmstadt-Griesheim stationiert udn gehört zu jenen Einheiten, die den "Geheimen Krieg" der USA führen, war in der Süddeutschen Zeitung zu lesen.

Hans Springstein 15.03.2014 | 09:55

Hier finden Sie Angaben zu NATO-Truppen in der Ukraine. Laut der russischen Informationen wurden die über der Krim abgefangenen US-Drohnen von der 66. 66. Military Intelligence Brigade der US Army eingesetzt, die inzwischen auch in Kirovograd/Ukraine im Einsatz sein soll, während sie eigentlich zu den in der Bundesrepublik stationierten gehörenden NSA-Einheiten gehört.

Mag sein, dass Sie vieles wissen und schon erlebt und gesehen haben. Aber Ihr scheinbar allwissendes Gehabe ist etwas unangenehm und unangebracht.

JR's China Blog 15.03.2014 | 10:02

Aber Ihr scheinbar allwissendes Gehabe ist etwas unangenehm und unangebracht.

Darüber sollten Sie eigentlich hinwegsehen können und thematisch fokussiert bleiben, Herr Springstein. Seien Sie mal ganz ruhig und entspannt. Sie wollen doch nicht aussehen wie jemand, der mit zweierlei Maß misst, oder?

(War übrigens total ironisch gemeint - nur dass da keine Missverständnisse entstehen.)

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 10:07

Ich glaube einfach nicht, dass die Ukraine, ein komplett korrupter Moloch, das alles wert ist, was wir da hinein interpretieren.

Entscheidend sind doch nur zwei Fakten:

a) Welche fremden nicht-ukrainischen Truppen beifnden sich auf dem Staatsgebiet der noch souveränen Ukraine ? Ein Tipp: Die aus Andorra sind es nicht.

b) Warum ist Sewastopol Putin angeblich so wichtig, wenn er doch gerade vor der Olympiade Novorossiysk für viel Geld ausgebaut hat? (Während Sewastopel aussieht wie 150 Jahre nicht mehr bewohnt)

Das ist kein neuer Kalter Krieg, das etwas völlig neues.

Hans Springstein 15.03.2014 | 10:14

Wissen Sie, wenn Sie zumindest auf dieser Plattform nachweisen können, dass außer den laut Vertrag zur Schwarzmeerflotte die in Verbindung mit dieser erlaubten 25.000 russischen Militärangehörigen auf der Krim sich weitere russische Truppen auf ukrainischem gebiet aufhalten, dann wäre das zumindest ein inhaltlicher Beitrag. Ich suche tatsächlich nach belegen dafür, um die ständigen Behauptungen derselben im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten prüfen zu können. Und wie in dem obigen Kommentar geschrieben befinden sich eben anscheinend tatsächlich nicht-ukrainische Truppen auf ukrainischem Territorium: Diejenigen NATO-Soldaten, die die Übung "Rapid Trident 2014" im Gebiet Lviv vorbereiten und die Drohnen-Steuerungseinheit der 66. Military Intelligence Brigade der US Army. Diese Aussagen beziehen sich auf nachprüfbare Informationen, die zum Großteil nicht aus russischen Quellen stammen.

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 10:22

Der Status des Kosova, das habe ich geschrieben lieber Springstein, ist nicht Serbien. Das ist ungeklärt, momentan. Dort gibt es Scharmützel, die sich bei dem Hass, der sich gegenseitig aufgestaut hat, archaisch auflösen würden, wenn man die Volksgruppen ungebremst aufeinander loslassen würde.

NATO-Truppen sind aber, so weit ich meinen serbischen Ansprechpartnern glauben darf, die sich ansonsten eher anti-europäisch/nationalitisch äußern und deshalb nicht als befangen gelten können, nicht auf originär serbischem Staatsgebiet (eben mit Ausnahme Kosovo).

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 10:29

Lieber Springstein, die Dinger fliegen über allen militärischen Ansammlungen und haben einen roten Stern oder die Stars and Stripes, selbst dann, wenn sich die Soldaten vor Langeweile im Hintern pulen und an ihrer Bräune arbeiten.

Die kennen sogar gegenseitig und voneinander die namentlichen (!) Dienstpläne - oder haben Sie in der NVA nie dem Funkverkehr gelauscht.

Drohnen schwirren sogar entlang der polnischen Grenze und suchen nach Autodieben, also Vorsicht beim Nacktbaden.

Zum letzten Satz: dito

(... sind wir jetzt wieder Freunde ?)

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 10:33

Das würde ich gerne tun, aber dazu müsste man andere Menschen dazu bringen gegen ein Gesetz zu verstoßen, etwas, was in Russland genau so hart bestraft würde wie in anderen Staaten.

Deshalb die Preisfrage Herr Springstein: Was glauben Sie, welche Feldpostnummer haben die Soldaten, die dort ohne Kennung durch die Gegend robben?

Wären es reguläre Truppen aus dem Kontingent, müsste man sie nicht bezüglich ihrer Herkunft tarnen, oder?

Hans Springstein 15.03.2014 | 10:56

Nur aus Zeitgründen eine Zitat-Antwort aus einem anderen Text von mir:

"Dabei muss aber auch auf eine Meldung von RIA Novosti vom 11. April 2012 verwiesen werden: „Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat die Idee zur Schaffung eines Systems privater Militärunternehmen unterstützt, die Dienstleistungen beim Objektschutz sowie Trainings für ausländische Militärs im Ausland anbieten könnten.“ Ein Abgeordneter habe zudem den Einsatz von privaten Militärunternehmen als ein mögliches Beeinflussungsinstrument im Ausland bezeichnet. Putin sagte damals laut RIA Novosti dazu, dass „man darüber nachdenken kann“. „Russian ‘Blackwater’ Takes Over Ukraine Airport“ hatte anscheinend passend das Onlinenachrichtenportal The Daily Beast am 28. Februar gemeldet. Die Uniformierten ohne Kennzeichen auf der Krim könnten von privaten Sicherheitsfirmen stammen und im russischen Auftrag eingesetzt seien, so der Bericht. Quellen aus Moskau hätten ihren US-Gesprächspartnern gesagt, die Uniformierten gehörten zur Firma "Vnevedomstvenaya Ochrana", die im Auftrag des russischen Innenministeriums russische Marine-Anlagen und Vermögenswerte auf der Krim schützen soll. Das Portal zitierte Dimitri K. Simes, Präsident des „Center for the National Interest“ und ehemaliger Berater von Richard Nixon, der meinte, die Uniformierten sollten u.a. verhindern, dass über die Flughäfen prowestliche Demonstranten auf die Krim kommen. Sollten diese Informationen zutreffen, deuten sie zumindest nicht auf eine „False Flag“-Operation der russischen Seite hin."

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Ehemaliger Nutzer 15.03.2014 | 11:21

Herr Springstein, zwischen uns besteht in der Bewertung des Desasters nur ein Unterschied. Für mich sind alle Politiker Verbrecher, für Sie nur ein Teil. Das ist alles.

Mich ärgert, dass WIR in der Diskussion um die Frage der Krim entweder die Position Russlands, die Position der NATO oder die EU ansehen und diskutieren, dabei findet direkt vor unseren Augen ein Verbrechen statt, denn Russland, NATO und EU scheißen doch auf die Souveränität der Ukraine !!!

Jede Diskussion sollte doch aus der Sicht der Ukraine geführt werden, oder sehe ich das wirklich so falsch?

Zu den Nachrichten. Die verfolge ich auch und warte noch darauf, dass Henry Kissinger seinen Senf dazu gibt oder Gorbatschow eine Vortrag auf dem Maidan hält.

Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, aber meine Erfahrung aus der Zeit des Kalten Krieges ist, dass man sich überschlagende Nachrichten kopfüber der Reihe nach auf den Schreibtisch legt und erst 3 Tage später liest. Ich habe den Propagandamüll nie ernst genommen.

Hans Springstein 15.03.2014 | 12:29

Russland hat sicher kein Problem mit einer tatsächlich souveränen Ukraine. Dafür gibt es mehrere Hinweise und Belege. Für die russische Regierung ist sicher ein Problem, wenn die führenden westlichen Kräfte mit Hilfe derjenigen, die per Staatsstreich in Kiew die Macht übernahmen, versuchen, die Ukraine zum Bollwerk gegen Russland, zum Brückenkopf zu machen. Damit hat sicher nicht Russland angefangen. Nicht auf der offenen politischen Bühne und auch nicht backstage.

Insofern führe ich keine Diskussion gegen Russland, und werde das auch künftig nicht tun. Wie auch im Fall Syrien.

Ja und es wäre gut, wenn es um die Ukraine und die Menschen dort ginge.

Hans Springstein 15.03.2014 | 12:31

Korrektur: ... ist dagegen sicher ein Problem ...

Nachsatz: Russland hat ja tatsächlich genug mit der eigenen Entwicklung zu tun, als dass es aktiv versuchen würde und könnte, die Ukraine zum "Satellitenstaat" zu machen, ganz abgesehen von den (nicht vorhandenen) Ressourcen dafür. Dass sie reagieren bei Versuchen anderer, genau das zu tun, ist keinesfalls verwunderlich.

janto ban 15.03.2014 | 16:40

|| Warum ist Sewastopol Putin angeblich so wichtig, wenn er doch gerade vor der Olympiade Novorossiysk für viel Geld ausgebaut hat? (Während Sewastopel aussieht wie 150 Jahre nicht mehr bewohnt)

Das ist kein neuer Kalter Krieg, das etwas völlig neues. ||

Das ist eine sehr interessante Frage. Aber die Schlussfolgerung bekomme ich nicht in Einklang.

Ging's beim Kalten Krieg nicht auch irgendwo um's Prinzip..? Oder ganz anders gefragt: Ist gefühlter Machtverlust für die Damen und Herren an den Rädern der Macht nicht immer schon in etwa das Gleiche gewesen, wie realer Machtverlust..? Von den überwiegend leicht beeinflussbaren Regierten der verschiedenen "Systeme" ganz zu schweigen..?

janto ban 15.03.2014 | 17:07

|| Russland hat sicher kein Problem mit einer tatsächlich souveränen Ukraine. Dafür gibt es mehrere Hinweise und Belege ||

Das Gefügigmachen durch Drehen am Gashahn und die dazugehörige Schuldenfallen-Mühle dürften allerdings nicht zu diesen Belegen gehören. Und das allzu eng umarmende Prinzip der "Rettung vor.." ist uns sogenannten Gesamtdeutschen auch nicht gerade unbekannt, wonnich. Und zwar hüben wie drüben..

|| Widerspruch ist die Triebkraft der Entwicklung (und der Erkenntnis - eigener Zusatz) ||

Dummes Zeuch. Sie sind ja total uninformiert und fallen auf feindliche Propaganda rein. (Nee. Nur ein kleiner Scherz am Rande.. :o)

janto ban 15.03.2014 | 18:23

Vor so etwas hat Putin natürlich Angst. Hätten andere Staatschefs aber auch. Jedenfalls könnte es ihm auf der Krim auch um Signale nach innen gehen. Die offenbar vernommen, aber nicht von allen im Putin'schen Sinne gedeutet werden, wie's aussieht. Was der Kreml so natürlich nicht gewollt haben kann. Denn das ist ja auch irgendwie Querfront, nur halt andersrum.

Darüber, wie das schnelle - ja, blutige, aber im Vergleich doch recht geräuschlose (die Opfer und ihre Angehörigen mögen mir verzeihen) - 'wegrevolutionieren' Janukowitschs auf Putin wirken musste, wird recht wenig laut nachgedacht, wie ich finde. Das wäre - neben der sich nähernden NATO - nämlich schon der zweite Punkt zum Thema "Die Einschläge kommen näher"..

die Realistin 15.03.2014 | 18:40

@Taylor: Ja, Sie haben etwas verpasst. Ca.300 US-Militärs sind bereits in Kiew (zum Schutz der Putschisten-Regierung), ein unbemanntes US-Spionageflugzeug wurde bereits auf der Krim abgeschossen). Und gerade erhielt ich von einem Freund aus Dnepropetrowsk eine hochaktuelle us-Landkarte, die ihm seine Tochter aus den USA schickte. Doch wird gezeigt, das Russland demnächst die gesamte Ost-Ukraine okkupieren wird...

Mit einem Wort, die US-Bevölkerung wird schon über die Hintertür informiert, das der Krieg bevorsteht. Das gleiche sagen auch die ukrainischen Medien (die in der Hand von Oligarchen sind) und schüren damit Panik unter der Bevölkerung ( hab ich gerade über skype aus Tschernigow erfahren).

Und was die ethnischen Säuberungen in der Ukraine betrifft: Jarosch und Tjaginbok sprechen ganz eindeutig davon, Mosklis, Juden und Kommunisten vernichten zu wollen . (Moskali nennt man in der Westukraine Leute russischer Nationalität oder russlandfreundliche Menschen).

Hier noch ein Witz aus Lwiw, der bereits vor Jahrzehnten entstand:

Ein Vater gießt im Garten die Pflanzen mit Maschinenöl. Kommt der Sohn dazu und meint, die Pflanzen würden doch von dem Öl eingehen. Sagte der Alte: lieber sollen die Pflanzen eingehen als das die vergrabenen Waffen rosten!

Der Berliner sagt dazu "Nachtigall, ick hör Dir trapsen!"

Frank Linnhoff 15.03.2014 | 18:40

Sei es wie es sei, ob diese geplante Krim-Einverleibung tatsächlich eine kluge Entscheidung von Putin und seiner Gefolgschaft ist, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht geschieht ja noch ein kleines Wunder und die Krimianer entscheiden sich für eine eigenständige Krimrepublik. Eine kleine Enklave wird Steueroase für russische und andere Milliardäre mit Casino und Roulette in jeder Bucht, mit Marinas und Edelhostessen à Gogo. Das Ganze finanziert ein auskömmliches Grundeinkommen für alle Krimianer, welche heiteren Sinnes der Kunst des Lebens und des Liebens frönen.

die Realistin 15.03.2014 | 18:56

@Taylor: Sicher sch... NATO und EU auf die Ukraine. Bezüglich Russlands sehe ich das etwas anders, da ich die russisch-ukrainische Geschichte ganz gut kenne...Aber auf alle Fälle sch...auch die ukrainischen Oligarchen und Politiker auf ihr Land und was sich dort jetzt abspielt, ist eben das Resultat dessen.

Aber noch was zum Nachdenken: Der Maidan war wohl doch nicht so spontan, denn man kann Auftritte Jaroschs von Kämpfern des Rechten Block in einem militärischen Sommerlager sehe, wo er sie aufrief, sich gut vorzubereiten, denn ca. in einem halben Jahr kämen sie zum Einsatz.

Bitte um Enschuldigung, das ich nicht den entsprechenden Link geben kann,so weit sind meine Computerkenntnisse noch nicht.

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 07:45

Nun, wenn man alle zukünftigen Entscheidungen nach einem einmal definiertem Prinzip trifft, dann nimmt die Trefferwahrscheinlichkeit automatisch mit der Zeit ab.

Hätte Putin beispielsweise eine rote Linie definiert, die da hieße "Bis hier her und nicht weiter, du geile nimmersatte EU", dann mag das nach dem Desaster in Lettland, Litauen, Estland und Polen irgendwann einmal angebracht gewesen sein, um eine weitere Erosion zu verhindern, muss aber spätestens dann durch das eigene Verhalten korrigiert werden, wenn es nicht fruchtet.

Diese Einsicht gedeiht nun einmal nicht in Betonköpfen, womit Putin's Problem umfassend umschrieben ist.

Putin hätte es auch anders sehen können, beispielsweise: "Lass die dämliche EU doch die Schuden der Ukraine übernehmen, alle Hoffnungen der Menschen enttäuschen und Frust erzeugen, in spätestens 5 Jahren kann ich als Retter auftreten."

Das hätte Charme und würde sogar funktionieren. Nur braucht man dazu eine Glühbirne im Hirn, die mehr als 5Watt Leistung hat.

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 08:09

Wäre ich ein Realist, würde ich sagen: "300 Amerikaner in Kiew sind eine biblische Flut, das müssen wie sofort Noah berichten".

Da ich ein normaler Mensch bin, weiß ich, dass die Propagandamaschinen Russlands, des Westens und aller möglichen Interessengruppen auf Hochtouren laufen. Die hauen da Dinger raus, da weiß ich manchmal gar nicht, wer sich den Schwachsinn tagsüber ausdenkt ohne daran zu krepieren.

Andere Frage: "Was glauben Sie, warum die verschiedenen Gruppen die Öffentlichkeit mit Nachrichten emotional auf die Palme bringt - wobei die Palmen alle Farben und Formen haben dürfen? Nebel, Konfusion, Chaos ! Das sind die Dinge, die die Mächtigen brauchen, um hinter den Kulissen das zu tun, worüber sie sich ohnehin schon einig sind.

Politik ist ein Spiel und wenn Sie sich da emotional einbringen, haben Sie schon verloren. Die sind sich längst einig, sondern würde die Eskalation ganz anders laufen.

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 08:24

Nein, sorry liebe Realistin. Russland ist ein Staat wie jeder andere auch und nicht die Neverland Ranch.

Russland hat wie alle anderen Staaten der Welt die Souveränität zu achten - schließlich bestehen sie für sich selbst ja auch auf diesem Prinzip.

Für mich sind alle Staaten, die die Souveränität der Ukraine missachten, Verbrecher - konkret: Russland ist für mich ein Verbrecher wie die EU und die NATO und all die, die da noch ein Süppchen auf Kosten anderer kochen.

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 08:47

Herr Springstein, wenn Russland kein Problem mit der souveränen Ukraine hat, warum drücken die das dann mit Panzern und nicht mit Worten aus?

Sie sollen doch auch keine Diskussion gegen Russland führen. Es reicht doch völlig, wenn Sie Russland als normalen Staat mit Rechten und Pflichten begreifen.

Russland hat die Pflicht die Grenzen anderer Staaten zu achten, so wie Russland das Recht hat, dass andere Staaten seine Grenzen achtet. Nicht mehr und nicht weniger. Russland bekommt keine Sonderrechte, nur weil Herr Springstein das so wünscht.

apatit 16.03.2014 | 11:04

Wenn mir jemand verspricht, ich schlage dich nicht in die Fresse – tut das aber trotzdem und nicht nur einmal, dann darf er damit rechnen dass ich ihm auch eins aufs Maul gebe! “ “Russlands Präsident Medwedew wirft dem Westen Wortbruch vor. Die Nato-Osterweiterung verstoße gegen Zusagen, die 1990 in den Verhandlungen zur deutschen Einheit gegeben worden seien. Dokumente aus westlichen Archiven stützen den russischen Verdacht. “ Das heißt eigentlich nur, ich nehme paar blaue Flecke in Kauf lasse mir aber nicht den Kiefer noch brechen! Dazu braucht man keine Panzer nur den einfachen gesunden Menschenverstand.

navigant 16.03.2014 | 11:14

"...Der musste nach der Epochenwende von 1990 zwar ohne die gewohnten Blöcke auskommen, fand sich aber zusehends durch einen System- und Kulturkampf mit Russland ersetzt. Wenn der inzwischen immer unversöhnlicher ausgetragen wird, hat dies viel damit zu tun, dass Putin Anfang 2000 das marode Patriarchat eines Boris Jelzin aus den Angeln hob, als neuer Staatschef das Land stabilisierte und so geostrategische Interessen einer Großmacht nicht nur reklamieren, sondern verfolgen konnte."

Putin hat nicht nur das land stabilisiert, sonder es vor dem Ausplündern durch den Westen bewahrt. Amerikanische Ölgesellschaften standen unmittelbar vor der Übernahme riesiger Ölfelder in Sibirien. Dass dieser und ander Coups in letzter Sekunde von Putin verhindert wurde, das haben sie bis heute nicht verwunden. Hinzu kommt, dass man die djüngsten diplomatischen Niederlagen nicht verwinden kann, die da wären, die Verhinderung eines Militärschlages in Syrien und eben dass Snowden in Russland im Asyl sitzt. Und in gewissen politischen Kreisen deutschlands hat man die totale Niederlage von 1945 bis heute nicht verwunden...

h.yuren 16.03.2014 | 11:37

Anders sähe es natürlich aus, wenn durch die Einkreisung die Errichtung eines Raketenabwehrschildes realistisch wäre und für Russland die Aushebelung seines atomaren Drohpotenzials konkret zu befürchten wäre. Das wäre ein Argument, mit dem ich etwas anfangen könnte.

was dachtest du denn, würden die nato-krieger tun? manöver abhalten wie in korea oder anderswo? die sogenannten abwehrraketen sind doch anderswo längst eingerichtet, angeblich gegen die bedrohung europas aus korea und dem iran.

janto ban 16.03.2014 | 12:01

|| Die sind sich längst einig, sonst würde die Eskalation ganz anders laufen ||

Habe mich sowieso immer schon gefragt, wie Telefonate zwischen z.B. Merkel und Putin (und/oder die "diplomatischen Hintergrundgespräche" drumherum) ablaufen..

M: Willst du die Krim..?

P: Ja, ich brauche sie.

M: Um der Welt zu zeigen, dass du noch mitspielst.

P: Genau. Und für zuhause. Starker Mann, Stabilität usw.

M: Natürlich. Aber du weißt, wie wir das verkaufen müssen.

P: Selbstverständlich. Starke Frau, stabile Kurse usw.

M: Ich sehe, wir verstehen uns.

P: Brauchst du die Ost-Ukraine..?

M: Nicht unbedingt. Kommt drauf an, wie sie sich macht.

P: Also kein Kostenvoranschlag.

M: Schwierig. Da ist ja noch O's lästige Preisgarantie.

P: Dass du mit dem überhaupt noch..

M: ..nicht am Telefon. Erstmal nur Referendum bitte.

P: Und Ostseegas, wie gehabt. Kommst du zu den Spielen..?

M: Kann ich doch nicht.

P: Und wenn ich die Homo-Gesetze lockere..?

M: Auch nicht, du Scherzkeks. Bis denne mal.

P: Nu, tschüssi.

...

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 12:21

Auch wenn das nur fiktiv ist, liest es sich doch wie ein Mitschnitt. Nicht übel!

Die verkaufen den Menschen einen Streit als wäre es ein Theaterstück und viele fallen darauf rein. Diejenigen, die das erschaffen, die zweite und dritte Reihe, ist auf ihre Art und Weise schon fast genial zu nennen.

Es ist aber nicht echt, sonst hätten wir ganz andere Überschriften und eine ganz andere Art von Aktionismus zu sehen bekommen. Es ist ein Spiel, dreckig-schmutzig-widerlich, aber nur ein Spiel.

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 12:32

Wissen Sie, wenn Politiker sich gegenseitig Wortbruch vorwerfen, lasse ich mich immer vor Lachen auf die Erde fallen und kringle mich. Das Lügengesindel hält sich doch generell nicht einmal nur 5 Sekunden daran, was gerade den Mund verlassen hat.

Das ist wie im Theater: "Du hast mich betrogen Gatte, hinfort mit Dir, ich will Dich nicht mehr sehen!. "Liebste, verzeihe mir, es kommt nicht wieder vor". Und was passiert, Liebhaber und Liebhaberin der streitenden Eheleute kommen auf die Bühne und es wird gesungen und gestritten bis Wein ausgeschenkt wird.

Richard Zietz 16.03.2014 | 12:42

Entweder–Oder-Erpressung, als »Step Two« eine in Szene gesetzte Machtübernahme durch einen putschähnlichen Coup; nunmehr die Verhinderung einer Separation im neu hinzugewonnenen Machtgebiet: Alles in allem ein Konflikt, den man sich mit Augenmaß sowie der fachgerechten Anwendung von Backgroundinfos gut hätte sparen können. Fakt ist: Krim sowie weite Teile der Ost- und Zentralukraine denken russisch, sind russisch und orientieren sich politisch-kulturell an Russland – und nicht an einem historisch fragwürdigen, aufgesetzten ukrainischen Nationalismus. Selbstverständlich hat man das im Westen vorher gewusst. In unterschiedlich akzentuierter Gier – der nach Billiglohnarrealen vor der europäischen und der nach NATO-Abschussrampen direkt vor der russischen Haustür – haben sich die politisch Verantwortlichen von EU und NATO allerdings dazu durchgerungen, in Sachen Ukraine ein Va-Banque-Spiel auf den Weg zu bringen. Mit dem – möglicherweise ebenfalls beabsichtigten – »Nebeneffekt«, aus dem bereits länger latenten, sich anbahnenden Kalten Krieg gegen Russland einen echten »Cold War II« zu machen.

Ende der Geschichte: Open End. Dass das Kriegsgetrommel des Westens im Fall Ukraine noch verlogener und durchsichtiger ist als bei früheren Anlässen und nunmehr ein demokratischer Mehrheitsentscheid als illegitim und »völkerrechtswidrig« abklassifiziert wird, zeigt, wie dünn die demokratische Firnis im Westen mittlerweile geworden ist. Botschaft des Ganzen: Wer nicht so abstimmt wie wir wollen (oder: dann abstimmt, wenn wir nicht wollen), wird in die Menschenrechtsfeind-Ecke abgedrängt und potenziell gar vor unserem Hausgerichtshof in Den Haag angeklagt. Wie lange dieses Hasardspiel gutgeht, und welche inneren Kollateralschäden das nach sich zieht, steht aktuell in den Sternen. Allerdings: Die Europäer und Europäerinnen, deren Entscheidungsbefugnisse seitens ihrer Machthaber ebenfalls immer stärker beschnitten werden, werden die Etablierung derartig doppelter Standards sicher im Gedächtnis behalten. Langfristig wird so die EU der Verlierer sein – Gelegenheiten, Abstimmungen in Szene zu setzen, um aus diesem lediglich den Eliten nützenden Verband auszutreten, sind jedenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche.

die Realistin 16.03.2014 | 16:50

Zum Nachdenken:

1. D.Jarosch hat verkündet, man wolle die Gaspipeline in der Ukraine, mit denen die russischen Okkupanten ihr Geld verdienen, sprengen!

2. Bei Anne Will hat die Deutschland-Korrepondetin des Oligarchen-TV-Kanals 1+1 verkündet, der Rechte Block sei NICHT antisemistisch, sondern SCHÜTZE die Kiewer Synagogen.

Vor zwei Tagen wurde jedoch ein Kiewer Rabbi von Radikalen des Rechten Blocks schwer geschlagen und mit Messern verletzt...

Und die Ex-Piratin Frl. Weisband meint, es gäbe in der Ukraine nur eine Handvoll Faschisten...

Hans Springstein 16.03.2014 | 19:43

Entschuldigung, aber was für ein Quatsch: Russland bekommt keine Sonderrechte, nur weil Herr Springstein das so wünscht.

Wenn es tatsächlich um die souveräne Ukraine gehen würde bei all den Ereignissen, dann hätten nicht vor dem Staatsstreich in Kiew am 22. Februar zahlreiche westliche Politiker sich auf dem Maidan neben die radikal nationalistische Swoboda und die Faschisten des "Rechten Sektors" gestellt – ohne auch nur den Anschein von Scham zu zeigen oder an die Souveränität der Ukraine oder das Völkerrecht zu denken. Nun palavern hiesige Medien und auch Sie und manch anderer von kaum etwas anderem als von der russischen „Einmischung“. Worum es aus meiner Sicht dem Westen bei dem ganzen Geschehen geht, habe ich schon mehrfach beschrieben, das kann und will ich nicht wiederholen. Auf jeden Fall geht es den westlichen Politikern und ihren Lakaien in Kiew, die das Land an den IWF ausliefern wollen, um alles, bloß nicht um die Souveränität der Ukraine und die Interessen der ukrainischen Bürger und deren sozialen Probleme, auch wenn diese bzw. viele unter ihnen gerade von der EU und dem Westen sich das Heil und die Lösung aller Probleme erhoffen.

Und wenn Sie belegen können, dass Russland bzw. irgendwelche Behörden dieses Landes, Organe oder wie auch immer das zu nennen ist, die Grenzen der Ukraine völkerrechtswidrig verletzt haben, dann bringen Sie diese doch. Damit hätte ich kein Problem, so wie ich das, was ich schreibe, auch immer belege, wenn es mir möglich ist. Aber da haben Sie sicher wieder ganz geheime Informationen, die Sie nicht preis geben können, um die Quellen zu schützen ... Das kann ich als Journalist schon verstehen ...

Nein, da brauchen wir auch gar nicht weiter rumdiskutieren. Vor allem da ich sowieso auch bei Ihnen an die Propagandapatrouille erinnert werde, wenn Sie uns immer erklären, was wir zu ernst nehmen und wie wir das eigentlich sehen sollten. Aber sicher werde ich langsam auch paranoid ... Möglich ist alles.

Hans Springstein 16.03.2014 | 19:48

Möglich ist alles. Um etwas beurteilen zu können, bin ich natürlich auf die mir verfügbaren Informationen angewiesen, die sicher nicht vollständig alles tatschächlich Geschehenden wiedergeben. Aber eine davon ist Folgende: Der EU-Botschafter in der Ukraine, Jan Tombinski, bestätigte: "Die Kredite der EU und des Internationalen Währungsfonds waren gebunden an Reformen. Das ist die Hilfszahlung Russlands nicht." (Epoch Times, 21.12.13) Hm, kann natürlich sein, dass der auch lügt oder gar vom Kreml gekauft oder von einem der russisch-ukrainisch-brüderlichen Oligarchen gekauft wurde ...

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 21:04

Herr Springstein, ich habe schon gelesen, was Sie über die deutschen Überschriften in den Tageszeitungen geschrieben haben. Wissen Sie, was ich richtig gut gefunden hätte? Wenn Sie dazu einmal im Gegensatz die russischen Zeitungen gestellt hätten!

Ich habe mir heute die Artikel und Überschriften der letzten 7 Tage aus russischen Zeitungen und deren Übersetzung geben lassen. Das sollten Sie auch einmal tun, es erdet ungemein.

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Ehemaliger Nutzer 16.03.2014 | 21:36

Nicht traurig sein. Mein Arbeitgeber hat eine Datenbank, über die wir Presseartikel abrufen können, wenn wir Reisen vorbereiten.

Ich selbst spreche in etwa so viel russisch wie ein Goldfisch, mir würde es nicht einmal etwas nutzen, wenn ich die Zeitungen online suchen würde, es sei denn, die bieten es in meiner Muttersprache an - aber da traue ich deren Übersetzung nicht.

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Ehemaliger Nutzer 17.03.2014 | 08:51

Stellen Sie sich einmal vorVenetien soll durch ein Referendum unabhängig werden

Vorbild sind Schottland und vor allem Katalonien. Während in Schottland die britische Regierung dem Referendum zugestimmt hat, stemmt sich die spanische Regierung gegen ein Referendum und droht mit allen möglichen Mitteln, auch wenn eine große Mehrheit der Katalanen die Unabhängigkeit wünscht. Für die EU, die nach der Abspaltung von Slowenien oder von Kroatien auch die Unabhängigkeit des Kosovo vorangetrieben hat, aber sich nun gegen das Referendum auf der Krim sperrt, werden die Unabhängigkeitsbestrebungen zu einem wachsenden politischen und rechtlichen Problem

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41261/1.html

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Ehemaliger Nutzer 17.03.2014 | 09:16

"Warum ist Washington so sehr gegen die Selbstbestimmung der Krim? Die Antwort lautet, weil einer der wichtigsten Zwecke des Washingtoner Staatsstreichs in Kiew war, dass die neue Hampelregierung Russland aus seinem Schwarzmeer-Marinehafen auf der Krim hinauswirft. Washington kann die Regierung, die Washington in der Ukraine für diesen Zweck installiert hat, nicht dafür benutzen, wenn die Krim nicht mehr Teil der Ukraine ist.

Washington hat völlig offenkundig gemacht, dass „Selbstbestimmung” eine Waffe ist, die von Washington bei der Verfolgung seiner Agenda benutzt wird. Wenn Selbstbestimmung Washingtons Agenda befördert, dann ist Washington dafür. Wenn Selbstbestimmung Washingtons Plänen nicht entspricht, dann ist Washington dagegen.

Nach Washingtons Interpretation des Internationalen Rechts ist die Ukraine noch immer ein Teil von Russland. Als Chrustschow die Krim (nicht aber Sevastopol, den Militärhafen am Schwarzen Meer) an die Ukraine angliederte, haben die Russen nicht darüber abgestimmt. Daher ist es gemäß der Logik Washingtons ungültig, die Krim als Teil der Ukraine zu betrachten. Das gilt auch für andere Teile Russlands, die Lenin an die Ukraine angliedert hat. Gemäß der Logik der UNO-Resolution Washingtons gehören große Teile der Ukraine nicht rechtmäßig zur Ukraine. Sie sind Teile Russlands geblieben, weil die Russen nicht über ihre Angliederung an die Ukraine abstimmen durften. Das Thema „Russland annektiert die Krim“ gibt es also gar nicht, da nach Washingtoner Logik die Krim noch immer ein Teil Russlands ist.

Wenn Putin sich verhält, wie Rand Paul in seiner Ignoranz behauptet, dann folgt Putin den Beispielen, die Clinton in Serbien, Bush in Afghanistan und im Irak, und Obama in Afghanistan, Libyen, Syrien und Ukraine gesetzt haben. Washingtons Argument beschränkt sich auf: „Wir, die außergewöhnliche und unersetzliche Nation können uns auf diese Weise verhalten, aber kein anderes Land darf das.“ "

http://www.antikrieg.com/aktuell/2014_03_16_washington.htm

karamasoff 17.03.2014 | 09:41

Da die Krim eine autonome Republik darstellt und es nun zur eindeutigen Abstimmung kam, kann und muss die ukrainische Regierung nur noch ablehnen oder zustimmen.

Lehnt sie die Unabhängigkeit ab verliert sie ihr demokratisches Feigenblatt, stimmt sie zu verliert sie nicht wirtschaftlich nicht viel und politisch sowieso nichts, ausser eventuell das brennende Interesse Deutschlands und der USA am "Raum" Ukraine und dessen "Gefolgschaft".

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Ehemaliger Nutzer 17.03.2014 | 10:24

danke, lieber fahrwax, ich übe und übe ... gegen die magengeschwüre + fusskrankheiten ...

"Muss man im Konflikt um die Ukraine auf einer Seite stehen? Ja, muss man. Erstens auf der Seite der Demokratie, zweitens auf der Seite der Wahrheit, drittens auf der Seite der Vernunft.

Und viertens muss man alles drei unter einen Hut bekommen, womit nicht wenige Leute derzeit offenbar ein Problem haben"

Patriarch 17.03.2014 | 11:19

Was für eine beschämende und angewandte"zweierlei Maß"in der Aussenbeziehungen des Westens.Plötzlich errinnern sich EU/US Autokraten an UA Verfassung wegen Krim Referendum und zugleich total "vergessen"haben wie sie diese Verfassung mit Füssen getretten haben,als sich die Symbiose der Ultranazis & Oligrachen an die Macht geputcht hat und schnellstens anerkannt wurde!Russland ,nach allem was passiert worden ist,glaubt dem Westen nicht mehr über dem Weg.

1)Versprochene Nicht-Osterweiterung der NATO-gebrochen.

2)Installierung des Rakettenschildes mit makabrerer Begründung vom Schutz gegen NK oder Iranischen Rakettenangriffs auf Europa.

3)Assozierungsabkommen mit UA,wo die UA sich entscheiden sollte zwischen EU & RU,wohlbemerkt dass Osten der UA mehr als 65% des UA BIP ausmacht und zu 90% wirtschaftlich von RU abhängig ist.

4)EU/US Drang nach Osten mit angehenden Aufnahmen Georgiens & UA in die NATO,was das Eingrenzen Russlands als FAKT bedeuten wird.

Durch nicht Einhaltung des am 21.02.2014 ausgehandelten und unterschriebenen Abkommens in Kiew,hat der Westen seine Glaubwürdigkeit und Vertrauen Russlands endgültig verspielt.

Russland fühlte sich zurecht wieder zum zischten mal über den Tisch gezogen. Das war das letzte Tropfen des Moskauerge-dulds.Das was wir jetzt erleben in Krim,Ost und Südteilen der UA ist das Ergebnis der verantwortungslosesten Politik der EU aller Zeiten, mit„selbstlosen“ und arroganten Durchboxen seinen Standards & Werte.

Es gibt aber einen Ausweg aus diesem Schlamassel.Und zwar eng mit der grundlegenden Reformierung der OSCE durch Erarbeitung eines neuen zukunftsorientierten Vertrages.Dieser Vertrag soll die Interessen der Beteiligten ausbalancieren und festlegen.Dieser Vertrag soll „zweierlei Mass“ in der zwischenstaatlichen Beziehungen abschaffen und das Vertrauen zueinander wiederherrstellen.

Patriarch 17.03.2014 | 16:15

Ab 1933 dauerte es 5 Jahre bis zu den Pogromen.Die EU/US smart alecks "scheinen" das Münchner Abkommen 1938 vergessen zu haben.Der nicht legitime Premier der UA aufm Wege zu Obama am 07.03.2014 ,brachte aus den Reserven der UA Nationalbank paar Tonnen Gold und Skifsche Schätze gleich mit.Am Tag davor hat Rada Beschluss gefasst über ENTSTEHUNG der National Guard,dessen Kern sollen die Banditen ausm Rechten Sektor,UNAUNSO und UPA formieren.Das ist die schleichende Verschleierung der Bewaffnung der Banden durch den Staat.Dieses in die USA gebrachte Gold soll diese Banden finanzieren.Und was machen die EU Täubchen?Sanktionen,ja wohl.Aber gegen wen?Genau,gegen "Russischen Schweine"!Weiter so!Bald sind wir im Jahre 1939!!!

fahrwax 17.03.2014 | 18:18

Der Tip zur Lipizzaner-Anschaffung (unter deinem Link gefunden) erscheint mir glaubwürdig.

Ne völkerrechtswidrige Volksabstimmung wird halt von den Akrobaten des Völkerrechtes kreiert.

Die paar Bombardierungen die diesen Athleten aus dem Ruder liefen, darfste mal nicht so ernst nehmen. Schließlich sind die Herrschaften alle DEMOKATEN, der eine sogar ein lupenreiner.

Die wissen noch nicht einmal wie IMPERIALISMUS geschrieben wird. Hoffentlich bomben die Faschos Gas-Gert und seinem Spannemann mal nicht die Pipeline in den Arsch (könnte aber auch schon wieder Zweckpropaganda von dem lupenreinen sein).

fahrwax 18.03.2014 | 10:50

Die von diesen Herrschaften deklarierten Absichten sollen ihre Beweggründe verschleiern. Ihre im Mund geführten Begrifflichkeiten sind verlogen und wertlos. Was diese "Beschützer" der Armen und Enrechteten wollen ist profaner.

Auszug aus einem "Merkblatt" des LKA Mecklenburg Vorpommern zu dieser Form der Kriminalität:

"Was sind Schutzgelderpressungen?
Die Schutzgelderpressung ist kein Straftatbestand im Sinne des Strafgesetzbuches. Das Wesen der Schutzgelderpressung besteht in einer Nötigung, durch die das Opfer zugunsten des Täters in der Regel Geldleistungen erbringt, um persönliche/ geschäftliche und/ oder körperliche Nachteile für sich oder ihm nahe stehende Personen abzuwenden. Die Mittel der Einschüchterung sind vielfältig. Sie reichen von der Einschüchterung mit Worten in manchmal sehr zweideutigen Formen über psychische Gewaltanwendung bis hin zu massiven Angriffen gegen die persönliche Freiheit, die körperliche Unversehrtheit sowie das Eigentum."

Diese "Beschützer" sind hochgradig gefährlich.

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Ehemaliger Nutzer 18.03.2014 | 10:54

Amerika bedroht nicht nur Russland durch die Nato-Osterweiterungen, Georgien, Ukraine, Raketenschirm usw. sondern auch Europa mittels der Freihandelszone(EU-Ausplünderungszone), Medienmanipulationen Finanzspekulationen wie der Immobilienblase oder gegen den Euro, NSA-Bespitzelung und dem Wirken von Goldmann Sachs in Griechenland als auch durch seine Goldmann Sachs Lobbyisten wie Barroso. Sind das nicht genug Beweise? Amerika welches eine Oligarchie von Superreichen ist, die die eigene Bevölkerung Misshandeln und weltweit permanent Völkerrechtsverletzungen begehen wie zum Beispiel Irak, Lybien, Jugoslawien, Drohnenmorde, usw. versuchen ihr Ausplünderungskonzept weltweit mittels Subversion zu etablieren und wir Europäer haben das noch nicht verstanden bzw. sind schon so weit von Lobbyisten unterwandert das eine Politik entgegengesetzt der Interessen der europäischen Bevölkerungen gemacht wird. Russland kann nicht der Feind sein weil wir allesamt Europäer sind und gemeinsame Interessen haben bzw. Russland lange nicht so viele Menschen in den letzten Jahren umgebracht hat wie Amerika daher ist das Gerede in Zusammenhang mit der Krim die klar im ein sehr starkes Interesse von Russland darstellt lächerliches Gerede und eine einseitige Darstellung der Realitäten und gezielte Desinformation der Europäer.

Europa sollte langsam aufwachen bevor es zu spät ist aus der Nato austreten und Bündnisse mit unseren Nachbarn anstreben wie Russland oder wollen wir etwa einen Atomkrieg in Europa? Die Amerikaner haben schon zwei Kriege in Europa geführt und dabei immer die Faschisten unterstützt, später bekämpft und dabei immer profitiert. Es sollte doch langsam den Dümmsten aufgehen das immer dasselbe Konzept benutzt wird. Erst werden Diktatoren unterstützt, Umstürze finanziert und dann wird das Land angeblich von Amerika befreit und später ausgeplündert und dem Imperium hinzugefügt.

fahrwax 18.03.2014 | 12:24

Es fällt mir schwer mein idealistisches Menschenbild vor diesen Abgründen zu bewahren. Die Auftraggeber dieser eingeschleusten Killer sind nicht eindeutig zu verorten.

Hatte ich dir das hier schon verlinkt (?):

"Gleichzeitig bläst die russische Propaganda immer schrillere PR in die Welt: Ein regelrechter Infowar, mit erfundenen Nachrichten und völlig tendenziöser Desinformation tobt vor allem im Internet. Was von bezahlten Info-Kriegern bei "Voice of Russia" ausgeheckt wird, fällt aber im Westen bei linken Globalisierungsgegnern und rechten Wirrköpfen von der Tea Party bis zu den FPÖ-Verschwörungstheoriefreunden von "unzensuriert" auf fruchtbarem Boden.

Wär's nicht so komisch, wär's richtig lustig: Etwa, dass Faschisten andere Leute als "Faschisten" beschimpfen. Oder dass sich Fürsprecher des russischen Imperialismus als "Antiimperialisten" sehen, statt, wie doch eigentlich viel logischer wäre, als "Pro-Imperialisten". (Robert Misik, derStandard, 2.3.2014)"

http://derstandard.at/1392686860685/Infowar-Der-Propagandakrieg-um-die-Ukraine?ref=rss

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Ehemaliger Nutzer 18.03.2014 | 12:35

Es fällt mir schwer mein idealistisches Menschenbild vor diesen Abgründen zu bewahren.

ja, mir auch:-)))

abgründe gibt wohl z.zt. viele ??? reale und herbeipropagierte ... die ICH nicht unterscheiden kann ... bin aber auf der seite der putin-versteher ... im sinne von: im zweifel für den angeklagten

im sinne von: die russen sind schuld

wenn ich meine meinung ändern sollte, sag ich bescheid ;)))

fahrwax 18.03.2014 | 13:29

Es erscheint mir "vernünftig" tendenziell die Seite des Schwächeren zu vertreten, ausgleichshalber.

Putin ist mehr als suspekt, aber Obama versucht seinen Vorgarten zu bewirtschaften. Wenn ihm der Einbruch in den Vorratskeller gelingt, ist es aber zappenduster.

Beidseitig werden es indoktrinierte Geblendete sein, die den Allerwertesten für diese Bonzerei hinhalten müssen. Dabei sind beide Systeme bankrott und korrupt bis auf die Knochen.

Letztlich eierlose Gesellen, die mit ihrer Potenz protzen, damit ihnen die Klientel nicht davon läuft.

fahrwax 18.03.2014 | 14:28

Mir sind omnipotente Machthaber grundsätzlich suspekt, spätestens da endet mein Glaube an das "Gute" in Menschen, wegen der Korrumpierbarkeit durch dieses Medium.

Aber trotzdem:

"Stattdessen lügen die deutsche Kanzlerin, der französische Präsident, der britische Premierminister und die westlichen Medienhuren weiterhin: Es war legitim für den Westen, Kosovo von Serbien und die Regierung der Ukraine zu stehlen, aber es ist nicht legitim für die russische Bevölkerung der Krim, ihr Recht auf Selbstbestimmung auszuüben und zu Russland zurückzukehren. Washington und seine EU-Hampelmänner haben sogar die Unverfrorenheit, fälschlich zu beteuern, nachdem sie eine gewählte Regierung in der Ukraine gestürzt und eine nicht gewählte installiert haben, dass die Selbstbestimmung der Krim gegen die ukrainische Verfassung verstößt, welche keine Gültigkeit mehr hat, weil Washington sie zerstört hat.

Die kriminell verrückte Regierung in Washington hat den russischen Bären in ein Eck gedrängt. Der Bär wird nicht klein beigeben."

http://www.neopresse.com/politik/dach/das-versagen-der-deutschen-fuehrung/

fahrwax 18.03.2014 | 18:09

Warum sorry?

Ich wünsch mir gerade ein Raumschiff, oder besser ne Insel.

Die Schlimmsten kamen mit nem Granattrichter in der Birne aus Stalingrad zurück und hatten noch immer nichts begriffen.

Habs gerade eher mit unterhaltsamer Leserei (Dackelliteratur):

"Wie aufregend war das doch aufregend 1989. Wir hatten uns gerade von den alten Mottenkugeln befreit, da tauchten diese wandelnden Flokatis auf. Ein braunes Fellbündel eingewickelt in A&C vom Krabbeltisch das sich auf die DDR stürzte, von blühende Landschaften faselte und nach Dackelmanier überall hinpieselte.
Damals wussten wir noch nicht was Monokultur, also Aldi und Unilever eigentlich bedeutet. Die meisten hielten das sogar für Vielfalt, aber ich – Pittiplatsch der Freche – wusste sofort, das sich unter dem aufgeplusterten Schäferhund nur ein schielender Bundesdackel versteckt."

http://qpress.de/2014/03/18/pitti-und-der-bundesdackel/

Tusja 18.03.2014 | 23:04

Neuigkeiten aus der Ukraine :(
Mitglieder der Swoboda-Partei haben den Redakteur des ukrainischen Fernsehersenders"Perschii" sein Rücktritt zu unterschreiben gezwungen, weil er ihrer Meinung nach die russische Propaganda betrieben hat. Dieses Video bitte bis zum Ende schauen. So sieht die neue Demokratie in der Ukraine.

http://www.youtube.com/watch?v=1c6eYId4fPE

Grundgütiger 19.03.2014 | 08:42

Gestern im "Morgenecho von WDR5:

"Berlin (dpa) - Der ehemalige EU-Erweiterungskommissar, Günter Verheugen (SPD), hat die Unterstützung der Bundesregierung für die Ukraine im Konflikt mit Russland scharf kritisiert. «Das Problem liegt eigentlich gar nicht in Moskau oder bei uns. Das Problem liegt ja in Kiew, wo wir die erste europäische Regierung des 21. Jahrhunderts haben, in der Faschisten sitzen», sagte Verheugen am Montag im «Morgenecho» von WDR 5. Noch sei es nicht zu spät, um den Konflikt zwischen Russland und dem Westen zu lösen.

«Es kommt jetzt darauf an sehr besonnen und sehr ruhig zu reagieren, und auf jeden Fall zu verhindern, dass eine Eskalation von Sanktionen in Gang gesetzt wird, an deren Ende dann tatsächlich ein neuer Kalter Krieg stehen würde», sagte Verheugen. Stattdessen müsse die EU auf die russische Regierung zugehen. «Wir könnten, glaube ich, das Problem dadurch lösen, dass wir Russland einen gesamteuropäischen Wirtschaftsraum anbieten von Lissabon bis Wladiwostok.» Dies würde auch helfen, andere Konflikte in Osteuropa zu entschärfen"

Des weiteren liess er verlauten, "welcher Teufel den SPD-Vorstand reiten würde, sich mit Faschisten auf eine Marschrichtung zu einigen".

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Ehemaliger Nutzer 19.03.2014 | 08:57

Scharfschützen auf der Krim: Wiederholung der Maidan-Strategie? Florian Rötzer19.03.2014

Die Nachrichtenlage ist unklar, angeblich wurde auf ukrainische Soldaten und Krim-Milizen geschossen, die ukrainische Regierung scheint auf Konflikt zu setzen

Nach der Unabhängigkeitserklärung der Republik Krim und dem Beschluss Russlands, diese in die Russische Föderation aufzunehmen, nehmen die Konflikte auf der Krim zu. Die Interimsregierung in Kiew hat bekundet, dass die Krim immer ein Teil der Ukraine bleiben wird und dass das Referendum sowie die Aufnahme der Krim durch Russland rechtswidrig seien. Niemals, so der ukrainische Präsident Turtschinow, werde man eine Abspaltung der Krim von der Ukraine dulden. Möglicherweise nutzen dies nun pro-ukrainische Kräfte aus, um Unruhe zu stiften.

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41281/1.html

apatit 19.03.2014 | 09:19

"Der Justizminister Pavlo Petrenko drohte gestern auf einer Pressekonferenz, dass alle Separatisten verfolgt würden und dass Nationalisierung des staatlichen Eigentums der Ukraine schwere finanzielle Folgen habe. Er verwies auch auf die Rechte Ukrainer auf der Krim" Der kann ja nun und mit Oleh Makhnitsky "ein symphatischer Abgeordneter von Svoboda" der nun Generalstaatsanwalt der Ukraine geworden ist in die Spur schicken! Kommt bestimmt das gewünschte Ergebnis raus. Das ist so, als würde die SS die Verbrechen in Buchenwald untersuchen. " Damit ist klar, dass auch ein Ein­satz in even­tu­el­len Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Russ­land denk­bar sind. Der Kampf gegen Russ­land ist für viele der ul­tra­na­tio­na­lis­ti­schen und rechts­ra­di­ka­len Mai­dan-​Kämp­fer eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit." Und wir in Deutschland ( nicht alle ) schweigen! Ich sage nur

Tucholsky - Gedichte: Merkt ihr nischt –? - Textlog.de

Grundgütiger 19.03.2014 | 09:42

Es ist schon beinahe gruselig, wenn TV-Moderatoren, Berichterstatter der ARD, usw. zum Aussenamtssprecher der gegenwärtigen Interimsregierung der Ukraine mutieren. Da wird´s einem schon beim Frühstück übel.

Eine andere Sicht, als die von der Ukraine angebotene, bekanntlich wedelt der Schwanz mit dem Hund, scheint verboten zu sein, oder gefährlich vor Ort.

WDR5 bietet mir dann eine gern gehörte Alternative(mit Zuhörertelefon) zum ewigen Sirenengesang.

Die "Lanz-Seuche" ist in den Medien weit verbreitet.

Neu ist einigen Redakteuren offenbar die Volksbeteiligung bei den Medien.

Mit erstaunen wird vernommen, die Bevölkerung hat eine eigene Meinung.

Und dann noch eine andere als der "Experte", der rein zufällig im Studio ist, und den Dummen dieses Landes die Welt erklärt.

Da musste ich doch in den letzten Wochen öfters lachen, über die selbsternannten Experten.

Schön war auch ein Interview mit dem früheren Moskau-Korrespondenten Fritz Pleitgen.

Da konnte man etwas lernen.

Auch er findet die Haltung der Bundesregierung höchst fatal.

Näheres im Archiv des WDR5.

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Ehemaliger Nutzer 19.03.2014 | 10:05

Mit erstaunen wird vernommen, die Bevölkerung hat eine eigene Meinung.

breites grinsen***

okay, halten wir fest: pleitgen, verheugen, dirk müller, augstein, krone-schmalz, gysi, wdr5, telepolis ............................................................

vielleicht schreiben wir eine liste ... immer weiter und aktivieren unsere volksbeteiligung in den medien (applaus!!! buh!!!)

also, NUR freitag ist wohl zuwenig :-)))

Grundgütiger 20.03.2014 | 08:33

Den WDR kann man kostenlos anrufen. Was ich auch zu diversen Anlässen getan habe und weiterhin tue.

Das einfache Mittel der E-Mail ist schnell bei der Hand.

Wozu gibt es denn das Internet?

Soll ich es Amazon überlassen?

Noch herrscht Meinungsfreiheit.

Eitlen und ziemlich faulen Redakteuren, und "Experten" gilt es es zu vermitteln, das es auch eine andere Sicht der Dinge geben kann.

Von der Wirkung auf die Zuhörer mal ganz abgesehen.

Roger11 21.03.2014 | 01:17

Liebe Leute, bitte zurück zum Thema!

Wenn man das Tischtuchgezerre um die Ukraine neutral einzuordnen versucht, kommt man nicht umhin, die Tischtuchzerrer zu in höchstem Masse zu geisseln.

Was geht es die EU oder Russland eigentlich an, den angesetzten Wahlen im Mai vorzugreifen? Gar Null, und den Amis schon Mal garnichts!

Es bleibt zu hoffen, dass bis zur Wahl keine Bürgerkriegs-Provokationen angezettelt werden. 40 Mio. Leute sollten sich der Gemengelage bewusst sein und die Wahl als demokratisches Dekret verstehen. Egal, wie es ausgeht: Ein souveräner Staat hat das Wort. Das sollte sich jeder klar machen.