Lutz Herden
05.02.2012 | 13:15 97

Mit dem Mut der Verzweiflung

Syrien-Veto Russland ist mit seinem Nein im UN-Sicherheitsrat unfreiwillig zum Herold einer brisanten Nachricht geworden – für sich, aber auch für andere Akteure in der Region

Die USA, Großbritannien, Frankreich und alle, die sie seinerzeit gewähren ließen, ernten nun die Früchte ihres über Monate hinweg betriebenen Missbrauchs der UN-Libyen-Resolution 1973. Deren Auftrag zum Schutz der Zivilbevölkerung wurde im Sinne aktiver militärischer Parteinahme für eine Bürgerkriegspartei umgedeutet. Russland wie auch China hatten die Resolution am 17. März 2011 durch Stimmenthaltung im Sicherheitsrat passieren lassen und fühlten sich düpiert, als sie zur Legitimation für eine Luft-Intervention der NATO wurde.

Dies soll, und dies wird sich in Syrien nicht wiederholen. Die Risiken sind ungleich größer, würde auch in diesem Fall auf Gewalt mit Gewalt reagiert. Allerdings dürfte die Vermutung – das libysche Muster werde auch den syrischen Bürgerkrieg entscheiden – den russische UN-Botschafter nicht oder nicht vorrangig zum Veto gegen die jüngste UN-Syrien-Resolution bewogen haben. Offenkundig setzt Moskau auf die politische – nicht moralische – Legitimation und Fähigkeit der Führung um den Präsidenten Assad, aus eigener Kraft die syrische Staatskrise soweit einzudämmen, das daraus kein Systemwechsel wird. Die Chancen dafür scheinen begrenzt– sie würden sich weiter verschlechtern, wären per UN-Resolution das Assad- wie das Anti-Assad-Lager auf eine Stufe gesetzt, ohne zu erklären, wer derzeit den syrischen Staat repräsentiert und das Recht beanspruchen darf, ihn zu verteidigen.

Dass Russland auch Mut der Verzweiflung dazu treibt, im UN-Sicherheitsrat gegen Staaten wie Indien, Südafrika, Nigeria oder Brasilien zu votieren, liegt gleichsam auf der Hand. Syrien ist nicht nur ein langjähriger, sondern auch der letzte Partner im Nahen Osten. Im syrischen Mittelmeer-Hafen Tartus unterhält die russische Marine ihren einzigen Stützpunkt in der Region. Eine geradezu verschämt anmutende Bastion angesichts der Militärpräsenz allein der Vereinigten Staaten auf der Arabischen Halbinsel. im Mittelmeer und im Persischen Golf. Was wäre ohne den Vorposten Tartus der Part Russlands etwa im Nahost-Quartett (ansonsten zählen dazu die USA, die UN und die EU) noch wert? Wenn das System Assad fällt, wird Tartus kaum zu halten sein. Es droht Vertreibung ohne Wiederkehr. Die 1990 begonnene geostrategische Flurbereinigung im Nahen und Mittleren wäre vollendet.

Alawitische Gralsburg

Was momentan im Feuerschein der syrischen Staatskrise ausgeblendet wird, aber selbstredend die Interessen der externen Parteigänger des Anti-Assad-Lagers wie des Regimes in Damaskus beeinflusst: In diesem Bürgerkrieg verglimmt nicht nur irgendein, sondern der inzwischen letzte arabische Frontstaat an der Demarkationslinie zu Israel, dessen Armee mit den Golan-Höhen syrisches Territorium von einigem strategischen Wert besetzt hält. Und das seit fast 45 Jahren, wogegen etliche im UN-Sicherheitsrat einstimmig beschlossene Resolutionen nie etwas ausrichten konnten.

Es leuchtet ein, wem die Parteinahme der USA, Großbritanniens oder Deutschlands in Syrien gilt. Sie glauben an die mögliche Entlastung für Israel, wenn ein syrischer Staat im Orkus der Geschichte versinkt, der seit mehr als 60 Jahren in seinem und im Namen der arabischen Nation drei Krieg gegen Israel geführt, drei Kriege gegen Israel verloren und sich doch behauptet hat. Das Syrien des Assad-Clans war eine alawitische Gralsburg für eine unter großen Mühen und eben solchen Opfern gewahrte arabische Balance zu Israel und seinem westlichen Hinterland. Nicht allein aus großsyrischer Hybris – auch deshalb stand die syrische Armee bis zum Abzug 2005 für Jahrzehnte in einem zwischen den Fronten hin und her geschleuderten Libanon.

Wie es auch immer ausgeht in Damaskus, Homs und Hama – im Kampf um das Heilige oder arabische Kern-Land geht ein Kapitel zu Ende, und eine Tür fällt krachend ins Schloss. Ein neues, möglicherweise blutigeres Drama hat begonnen. Ob man sich in Washington, Paris oder Berlin wirklich darüber im Klaren ist, wer künftig Israel gegenüber stehen könnte, wenn die fundamentalistischen Bruderschaften der Sunniten aus den Hochburgen des Aufstands gegen Assad in Damaskus nach dem Staatsruder greifen, auf das in Tripolis, Tunis und Kairo ihre Brüder im Geiste und Glauben schon die Hand gelegt haben?

Nicht von Vorteil

So vieles deutet inzwischen darauf hin, dass der Arabische Frühling einer Arabischen Einheit Vorschub leistet, die sich durch den Zusammenhalt der islamischen Umma aufrichtet, regeneriert und definiert. Russland wird das nicht aufhalten (auch in Syrien nicht). Es ist jedoch mit seinem Veto im Sicherheitsrat unfreiwillig zum Herold einer brisanten Nachricht geworden: Die Zeit der alten Schutz- und Ordnungsmächte im Nahen Osten, die sich entlang der Frontverläufe des bipolaren Zeitalters sortiert haben, scheint für immer abgelaufen. Mit dem Arabischen Frühling endet der Kalte Krieg mit seinen vielen verworrenen orientalischen Finessen um gut zwei Jahrzehnte verspätet, aber unwiderruflich. Das muss dieser Region nicht zum Vorteil gereichen. Wenn die neuen arabischen Staatswesen ihrer weltanschaulichen Grundierung wegen bei denen um Legitimation ringen, die sie hervorgebracht haben – den in religiöser Hingabe aufgestandenen Völkern –, werden sie sich auf Feinde besinnen. Wer in Betracht kommt,  ist schon heute entschieden. Nicht unbedingt der Sturz Bashar al-Assads als Person, aber der Zusammenbruch des syrischen Staates, wie wir ihn kennen, wird dies beschleunigen.   

Kommentare (97)

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Ehemaliger Nutzer 05.02.2012 | 15:38

Ich bin auch entsetzt und schockiert, dass China und Russland die Resolution nicht unterschrieben haben.
Was ich allerdings nicht in Ordnung finde ist, dass in der Überschrift des Kommentars eben nur wieder von Russland die REde ist. Ich finde diese einseitige Art einfach nicht in Ordnung!!!!

isam almatlub 05.02.2012 | 18:28

Hier ist der Tenor: Danke Russland! Danke China!
Dazu aus einem anderen Blog:
"Als die Russen im März 2011 den Fehler machten, in der UNO dem Überfall auf Libyen zuzustimmen, gab es einen Krieg mit Zehntausenden Toten. Diese "Pflichtausübung" der Amis haben die Russen heute verhindert. Dazu gehört Rückgrat. Gut so. Sollte es nicht zum Krieg kommen, haben die Russen Zehntausende Menschenleben gerettet und einen Krieg in der ganzen Region verhindert. Eine Resolution, die jede Gewalt in Syrien verurteilt und nach Wegen sucht, die Lage friedlich zu lösen, wäre für Russland tragbar gewesen. Doch die "Psychologische Kriegsführung" kreischt in Politik und Medien weiter." (hinter-der-fichte.blogspot.com/2012/02/massaker-von-homs-logik-gegen.html) den ich nicht so schlecht finde.

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Ehemaliger Nutzer 05.02.2012 | 19:25

@isam almatlub,

ich habe natürlich nicht gewußt, dass Russland den Überfall auf Libyen zugestimmt hat. Ihre Zeilen haben mich überzeugt. Es kann durchaus sein, dass die Westmächte hinsichtlich der Zustimmung von Russland und China, Syrien jetzt in Grund und Boden gebombt hätten. Gut, dass ich wieder etwas gelernt habe. Ich bin aber der Meinung, dass die Westmächte hier ihr eigenes Ding machen, schließlich müssen die Waffenarsenale wieder geleert werden. Und Menschenleben sind ja wie wir von den USA gehört haben Kollateralschäden. Die müssen unbedingt sein.

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Ehemaliger Nutzer 05.02.2012 | 20:34

Es ist klar, das die USA Syrien benutzen wollen, um weiter die Macht bzw. den Einfluss Russlands in der Region zu unterbinden.
Israel wird ja als heiliges Land betrachtet und mit ALLEN Mitteln verteidigt. Da gehört die Destabilisierung der Nachbarstaaten als erstes mit dazu. Aber wie in dem Artikel schon erwähnt, kann das alles auch nach hinten losgehen!
Und warum sollten Russland und China zustimmen, dass wieder ein Land zur Not zum Systemwechsel nach westlicher Art gebombt wird - denn darauf wird es hinauslaufen?

Free World 05.02.2012 | 21:34

ob syrien wirklich ein zweites lybien würde halte ich für zweifelhaft. eben weil syrien als grenzland zu israel aber auch als grenzland vom irak und iran ein ganz andere bedeutung für einen krieg in der ganzen region hat als zb lybien. die haltung der arabischen liga zum regime in syrien aber auch zum verhalten russllands ist bemerkenswert.

zudem hat der westen wie auch russland derzeit ein viel näher liegendes problem ein land weiter als syrien. der iran. hier geht es ebenfalls um ein brutales regime.

aber viel wichtiger: hier es geht um die bombe - auch gegen isreal.

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allezhop 05.02.2012 | 21:43

Bei aller Kritik an möglichen Interessen des "Westens", scheint mir aber doch, dass Russland und China mit ihrer Politik nicht gerade zu einer Besserung der Lage beitragen. Im Artikel und vor allem bei den hier geschriebenen Beiträgen zeigt sich aber ein Verständnis für diese Politik, das mir nicht ganz logisch erscheint. Russland könnte ja auch die Bevölkerung unterstützen, oder zumindest darauf verzichten weiterhin Waffen zu verkaufen, dann könnte man vielleicht auch seine geostrategischen Interessen in einer späteren Zeit wahren.

Russland setzt aber alles auf die Karte dieses Regimes, welches nach all dem, was passiert ist, von der Bevölkerung wohl kaum noch einmal akzeptiert werden kann. Der Verlust an Einfluss im Nahen Osten - wie sich auch an den anderen Staaten zeigt - ist somit zumindest zu einem großen Teil auch selbst verschuldet. Statt auf die Bevölkerung zu setzen, setzt man lieber auf die Herrscher.

Und mir sind immer noch Mächte lieber, die - auch wenn sie dabei andere Ziel verfolgen - sich für die Bevölkerung in Syrien einsetzen, als Mächte, die auch ihre eigenen Interessen verfolgen und dabei sich an einen Diktator klammern.

Dass man kein Bombardement in Syrien wollte, war doch auch nur ein Grund für die Ablehnung. Genauso lehnte man auch ab, ein Waffenembargo zu verabschieden und den Sturz eines in der Bevölkerung anscheinend ungeliebten Tyrannen zu fordern.

Deswegen noch einmal meine Frage: Was tut denn Russland für eine Verbesserung der derzeitigen Lage ? Gespräche zwischen einer gejagten Opposition und dem jagenden Regime vorzuschlagen, kann ja kaum ernst gemeint sein.

Ich finde es ja gut, wenn man sich immer zuerst an die eigen Nase fasst und somit den "Westen" kritisiert. Wenn es dann aber so klingt als wäre man dankbar für die Haltung eines anderen Landes, wenn es dann soweit kommt, dass das Handeln einer Großmacht wie Russland immer als Reaktion auf die "westliche" Gier verstanden wird, dann klingt das dann doch ein bisschen komisch.

Free World 05.02.2012 | 22:00

meinerseits bitte ich um differenzierung. das ein ist die haltung ruslands und chinas. für meinen teil gibt es dafür kein verständnis. allerdings glaube ich auch nicht daran, dass eine resulotion auch nur ein menschenleben in syrien rettet. hier müsste sich wohl in der tat ein zweites lybien ergeben, dass der westen ams sicher nicht vorhat.

im fokus des westens aktuell ist der iran. und da hat man zb so "lustige" sanktionen im kopf wie ab juli 2012 (derzeit ist ja winterzeit) kein öl mehr zu importieren. eine vergleichbare sanktionspolitik gegen syrien würde sicher leben retten. sorry für den zynismus, aber das eine ist das russische verhalten - absurd, dumm und selber zynisch. das andere ist die hoffnung in eine resulotion, die am ende auch keine konsequenzen hat, folgt kein zweites lybien.

Hans Springstein 05.02.2012 | 22:18

Ein weiteres Mal erfreut mich ein Beitrag von Lutz Herden. Es ist die differenzierende und auf Fakten basierende sowie Zusammenhänge aufzeigende Sicht, die wohltuend ist im vergleich zu anderen Beiträgen zum gleichen Thema. Das ging mir auch schon beim Thema Libyen so.
Ich war erfreut, dass China und Russland diesmal nicht einknickten vor dem Willen der "internationalen Staatengemeinschaft", diesen selbst ernannten Menschenrechtskriegern. Auch wenn ich ähnlich wie der Autor skeptisch bin, was den Ausgang des syrischen Falls angeht.
In der jungen Welt vom 6. Februar 12 ist ein interessanter Bericht zum Thema zu lesen: "Auffälliger Zeitpunkt: Unmittelbar vor der Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu Syrien häuften sich Berichte über ein Massaker in Homs. Danach wurden die Opferzahlen korrigiert" (www.jungewelt.de/2012/02-06/034.php)
So läuft das ...

koslowski 05.02.2012 | 23:26

Am Artikel gefällt mir, dass er die geopolitischen Interessen der beteiligten Mächte nüchtern analysiert und nicht antiwestliche Affekte bedient. Die Prognose allerdings bleibt reichlich orakelhaft: Auf welche "Feinde" werden sich die arabischen Nachfolgestaaten besinnen? Auf Israel? Muss, wer Israel wohl will, den Fortbestand des Assad-Regimes wünschen?

hanni 05.02.2012 | 23:54

Dieser Artikel ist blanker Zynismus. Höchstwahrscheinlich in dieser Stunde wird wieder ein Syrier/in erschossen. Und die Welt die, anders als bei anderen scheußlichen Völkermorden in Afrika oder Mexiko, Handlungsmöglichkeiten hat Druck aufzubauen und zwar friedlich, kann nicht handeln.
Die Resolution hatte zuletzt die Ablösung Assads, Waffenembargo und Neuwahlen gar nicht mehr zum Inhalt und wurde von Marokko und der arabischen Liga eingereicht. Es ist keine Flugverbotsresolution.
Ich glaube schon das Assad zumindest Neuwahlen zulassen sollte. Wenn die Syrier ihn mehrheitlich befürworten, wird sich das dann zeigen.

Welche Front wird den hier aufgemacht. Ist es jetz en vogue gegen die arabische Revolution zu sein weil sie von der USA und co. nicht bekämpft werden und weil sie eben doch eine islamische/panarabische Revolution ist und keine sozialistische?

Die Alliierten sind also schuld, dass Russland und China Angst vor dem eigenen Volk haben und jedwede Protestbewegung gegen Diktatoren in anderen Ländern ablehnen, wenn sie nicht gerade zu blöd sind Texte durchzulesen und zu verstehen. ??!

Die Analyse das die Revolution sich eben auch gegen die Fremdbestimmung der Region aus West wie Ost wendet, ist irgendwie nicht neu - sorry.

Ich verstehe das Anliegen des Artikels nicht - beführworten Sie den Blutrausch Assads - vllt ist am Ende auch das Vorgehen des Militärrats in Ägypten gegen 12-jährige Fans gerechtfertigt, weil Russland eigtl Geschäfte mit dem Militär machen will. Was sind die wirklichen Gründe für das Veto der neuen alten Ostmächte (nicht meine Rhethorik - aber ein unheiliges Bündnis sind beide in jeden Fall)?
Was ist wohl der Bewegrund von Putin und Hu? Ich glaub am allerletzten hier in den Kommentaren geäußerter Friedenswillen.

hanni 06.02.2012 | 00:03

Noch kurz zu Israel - ich glaube/hoffe dort ja auch auf einen Aufstand der Anständigen - gabs doch schonmal letztes Jahr - z.Z. ist Israel in Geiselhaft von 10% Tea-Party-Juden. Ich hoffe mal nicht, dass sich dieses eigtl kluge Volk das gefallen lässt. Und die Kriegserklärung der Revolutionäre im Süden Israels ist ja bisher auch ausgeblieben - man sollte die Vernunft der Demokraten, auch der muslimischen nicht ausblenden. Ein Krieg gegen Israel wäre ja schnell vorbei und nicht mit günstigen Ausgang für den Angreifer.

Geierwally 06.02.2012 | 06:13

warum richtet sich die resolution eigentlich nur gegen assad, darf die "opposition" in form von bis an die zähne bewaffneten rebellen, die teilweise aus dem ausland kommen mordend und plündernd durch die straßen ziehen und willkürlich zivilisten töten um es dann auf assads armee zu schieben.
man darf auch nicht vergessen, das die mehrheit der syrier hinter assad stehen, aber sowas erfährt die bevölkerung im westen über die mainstream medien nicht, ganz im gegenteil, von denn wird gezielt einseitig berichtet und propaganda betrieben.
wenn assad fällt ist der nächste schritt der angriff gegen den iran um nix anderes geht es, deswegen wird versucht von außen, das land zu destabilisieren, wie es nach assad weiter geht in syrien ist den herrschaften im westen völlig schnuppe.

deviant 06.02.2012 | 06:44

Verstehe...der Westen rüstet politisch-medial zum Krieg gegen Syrien, die Öffentlichkeit wird zugeballert mit immer neuen Informationen über den "Schlächter" Assad und das alles nur im Namen der Menschenrechte.

Wenn aber die Beobachtermission der Arabischen Liga feststellt, dass diese Version offenbar nicht stimmt, sondern dass eine vom Westen unterstützte Gruppe von Terroristen versucht, das Regime zu destabilisieren, dann wird das ignoriert.
Und wenn Russland und China sich nicht vom Westen an der Nase herum führen lassen, und der NATO einen weiteren imperialistisch motivierten Krieg legitimieren wollen (der schon in Libyen so gut funktioniert hat), dann geht es einzig und allein um geostrategische Erwägungen der Russen.

Hier zeigt sich der wahre Einflussverlust des US-amerikanischen Imperiums: Er hat seine Legitimität weitgehend verspielt und macht keine Anstalten, sie zurückgewinnen zu wollen. Selbst die Revolutionen, die er anstößt, kann er nicht auf seine Seite bringen.
Die Amis mögen ja noch jede Menge "hard power" haben, "soft power" haben sie keine mehr, selbst wenn aus den Satellitenstaaten ein "Friedensnobelpreis" verliehen wird.

Menschen- und Völkerrecht wird heute immer mehr in Peking verteidigt - und das macht mir ernsthaft Angst (- auch weil Peking wenig Interesse daran hat, z. B. soziale Rechte innerhalb der deutschen Parteiendiktatur nicht nur anzumahnen, sondern auch durchzusetzen).

Free World 06.02.2012 | 09:40

was wiederum frage aufwirft. was ist unter "freiwilligen" zu verstehen ist? woher sie kommen und für was sie stehen und wer sie bezahlt? ich vermute "freiwillige und waffen aus den beständen gaddafis" sind nicht unbedingt diejenigen, von denen man erwartet auf die syrische armee zu schießen. eher auf das volk. hätte man ja erfahrungen mit.

die andere fragen sind warum man meint regime gleich welcher art verteidigen zu müssen und woher sie wissen, dass die mehrheit des volkes hinter assad steht? gab es richtig freie wahlen, die das in irgendeiner form belegen?

Rosa Sconto 06.02.2012 | 10:32

Der "Arabische Frühling" konnte durch saudische Truppen in Bahrein niedergemetzelt werden und Syrien ist nicht mit den anderen Staaten im Nahen Osten zu vergleichen. "Arabische Frühling" wird ganz offen zu einer von aussen instrumentalisierten "Revolte", - und vieles deutet in der Tat darauf hin das sich die politisch Verantwortlichen vor allem in London Washington nicht im Klaren sind, was sie dort anstellen.

Vergessen wird vollkommen das Syrien seit 2003 durch einen Flüchtlingsstrom aus dem Irak an die Grenzen seiner Möglichkeiten angelangt war und bewusst destabilisiert wurde. Nicht einmal der UNHCR war es möglich gewesen eine halbwegs geordnete Versorgung dieser irakischen Flüchtlinge sicher zu stellen. Und in den Jahrzehnten zuvor hatten schon unzählige Palästinenser Aufnahme gefunden. Unkontrollierte Flüchtlingsaufnahme hält auf die Dauer eben kein Staat aus.

Das ist allerdings Ansichtssache: "drei Kriege gegen Israel verloren und sich doch behauptet hat" , denn wenn Syrien sich behauptet hätte, wären die notwendigen Reformen eingetreten, von denen Assad in seinem Interview in dem WSJ Geduld angemahnt hatte. Er konnte die Reformen allein schon wegen der schier unvorstellbaren Korruption nicht einmal ansatzweise durchsetzen, nicht einmal gegen seine eigene Familie, die den wichtigsten Schlüsselpositionen das Land abzockt. Das ist wie Gorbatschow einmal im Zusammenhang mit den zeitlichen Entwicklungen sagte. So wird heute wohl eine Stadt wie Homs in eine Friedhofsruhe gebombt aus der dann diese unvorteilhafte Konstellation einer "Arabischen Einheit" hervorgehen wird.

Kritiker 06.02.2012 | 11:52

Ist es jetzt bei Teilen der Linken usus: Der Feind meines Feindes ist mein Freund? Oder enttarnt sich da das alte Blockdenken und die Sehnsucht nach der linken Diktatur?
Sie glauben doch nicht allen Ernstes, das es den Diktatoren aus Russland und China auch nur um ein syrisches Leben, geschweige dann von Zehn-oder Hunderttaussenden geht? Dazu brauch man sich nur mal deren Politik gegen das eigene Volk oder gegen die Völker in ihren Einflußspären anschauen.
Und glauben sie wirklich, Assad würde auch nur langer eine Patrone gegen das eigene Volk abfeuern, wenn er nicht den Goodwill aus Moskau und/oder Peking hätte?
Und das der Großteil der Bevölkerung hinter Assad steht, sollte generell Mißtrauen hervorrufen. Haben die Deutschen nicht bis fast zuletzt ihrem Kaiser zugejubelt, Hitler bis zum Schluß die Treue gehalten, Honecker noch am 7. Oktober 89 zugejubelt?
Wenn ich die Schulterschlüsse von Teilen der deutschen Linken sehe, schäme ich mich. Das zeigt doch nur, wie sehr ihnen selbst die Menschenrechte egal wären, wenn sie ihren Einfluß verteidigen müssen.

SchmidtH. 06.02.2012 | 12:24

Der CDU-Politiker Willy Wimmer betonte einmal hier im "Freitag":
"Wo Richard Hoolbrooke draufsteht, ist Krieg drin!" (frei wiedergegeben!)
Als es um den massiven, militärischen Einsatz in Afghanistan und seine Ausweitung ging, tat sich ein Deutscher, ein Grüner hervor. Tom Koenigs, ein Spezie von unserem hochgelobten Joschka Fischer. Also ich will mal so sagen:" Wo Koenigs draufsteht, steckt wenig Befriedung drin!"

Nun meldet er sich wieder in seiner Eigenschaft als "Brandbeschleuniger" zu Wort. Auf "dradio" ist er zu hören.

"Deutschland müsse eine Führungsrolle bei der Unterstützung der Aufständischen übernehmen - und Flüchtlingshilfe anbieten."
www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1669988/

Hätte er nur diese differenzierte, nachdenkliche Kommentierung von Friedrich Küppersbusch
www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/kommentar/friedrich_kuppersbusch.html

gehört, vielleicht wäre nicht nur ihm, auch so manch anderem ein Licht aufgegangen.

22 Jahre nach dem Fall der Mauer, dem abgeblichen Ende des Kalten Krieges, stolpern wir von einer kriegerischen Auseinandersetzung in die Nächste. Immer unter Führung der selbsternannten Friedenstauben aus dem Westen.

hanni 06.02.2012 | 13:10

@Gaierwalli
Genau, die Provokateure in Syrien sind alles Feinde des Volkes!? Jeder anständige Syrier hat sich auf die Seite des geliebten großen Steuermanns zu stellen - auch in der eigenen Familie kann der ausländische Feind eingedrungen sein. Heveling würde sagen: Auf zur Wacht.
Welche Propaganda haben Sie denn übernommen - und Herr Herden, Gaddafis Freiwillige oder wie (?) und der ehemalige CIA-Offizier(?) Es ist doch müßig sich an so etwas aufzuhalten oder darüber zu streiten, wenn die Bilder aus Homs zeigen, was da passiert. Ich für meinen Teil glaube den UN und den anderen 13 Staaten eher als China und Russland. Und den Bildern

www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/syrien193.html.

Und den Menschen - eine gute Freundin von mir ist Syrierin und wohnt hier in Deutschland - ihre Familie wohnt z.T. noch dort (ich glaub Damaskus) und gehört/e dort zu den Profiteuren des Regimes. Sie erzählt mir gelegentlich, wie die Stimmung dort ist und v.a. ihr Entsetzen über die Morde durch die Armee. Sie wäre bestimmt traurig über dieses menschen-verachtende Gerede.

Wenn die Mehrheit für Assad ist dann sollte er einfach wählen lassen.
Und der Irankrieg ist m.E. zumindest im Westwing nicht auf der obersten Agenda - man hat doch gerade erst aus anderthalb Kriegen fliehen müssen. Wenn der Iran weiter Zusammenarbeit mit der IAEA verweigert/die Bombe weiter bauen will dann gibt es ein paar Luftschläge wie gegen die Trägerraketenstation vor kurzen aber nicht mehr.

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allezhop 06.02.2012 | 13:25

@ Kritiker: Vielen Dank für Deinen Beitrag.

@ Apatit: Ich denke, dass es in diesem Forum kaum Menschen gibt, die keine Fragen stellen. Leider hört bei den Meisten hier das Fragestellen auf, sobald man beim "Westen" eine Mitschuld erkannt hat und diese dann zur alleinigen Schuld erklärt.

Es ist so natürlich alles viel einfacher. Erst entwickelt man ein Weltbild und dank des Informationsreichtum finde ich auch überall und irgendwo eine Quelle, die mir dieses Bild bestätigt. Dann kann ich andere Quellen getreue meines Weltbildes als gesteuert darstellen und merke selbst nicht mehr, dass ich völlig indoktriniert bin - was ich natürlich abstreite, denn das sind ja die Anderen.

Und dann verteidigt und bedankt man sich auch schnell einmal bei Ländern wie Russland, die weiterhin Waffen nach Syrien verkaufen. Ah, ich höre Euch schon schreien: "Und das "US-Imperium" hat das vielleicht nicht gemacht?!". Und dann würde ich am liebsten heulen, weil ihr es immer noch nicht verstanden habt:

DIE WELT LÄSST SICH NICHT MONOKAUSAL ERKLÄREN!

Tatsache ist aber, dass in Syrien Menschen abgeschlachtet werden und das eine Weltgemeinschaft etwas dagegen tun muss, wenn sie Weltgemeinschaft genannt werden will. Denn nichts tun, heißt schon Partei ergreifen.

hanni 06.02.2012 | 13:31

Was hat die Mission festgestellt ?! Die sind z.T. wieder gegangen wegen der Farce der sie aufgelaufen waren und den eigtl. stattfindenden Morden unter ihrer Nase die ihnen aber verborgen wurden.
Die Resolution wollte ein Embargo und Wahlen - wurde aufgrund Russlands gestrichen und dann wurde alleine die öffentliche Ächtung gefordert und abgelehnt. Weil Russland nicht schon wieder um seine Rüstungsaufträge wie in Lybien bangen will und weil China scheinbar große Angst vor der eigenen Bevölkerung hat - ich erinnere mich da an so etwas wie die brutal unterdrückte Jasmin-Revolution oder die Lohnaufstände kürzlich.
Das der Westen die islamische Revolution ausgelöst/gesteuert hat ist sehr fraglich - von Ben Ali bis hin zu EU-Vorhofwärter Gaddaffi waren alle mit dem Westen verbündet. Ganz zu schweigen von eigtl noch zu erwartenden Bewegungen in Saudi Arabien.

Ihr letzter Abschnitt ist so absurd.

hanni 06.02.2012 | 13:42

@apatit
Zwei Fragen:
Afrika hat kein Öl/Rohstoffe?
Oder hat es einfach so schwache Regierungen und Strukturen, dass die Ölindustrie sich einfach so bedienen kann für ein paar Autos und Schlösser für die Eliten?

Der Plan den er schildert ist ein Memo von 2001 von Wolfowitz und Rumsfeld. Auf den Höhepunkt ihrer Hybris.
Ich glaub, wenn man bei Jörg Schönbohm, Erika Steinbach und Udo Voigt sucht wird man in einer Schublade auch Pläne zur Bildung eines Korridors nach Königsberg finden.

Lutz Herden 06.02.2012 | 14:10

Da kann man doch der angekündigten diplmatischen Mission des russischen Außenministers nur Erfolg wünschen, um das "Abschlachten" zu beenden. Sie wird jedoch ebenso keinen Erfolg haben wie es bei zweimaligen Versuche den Vermittlungsdelegationen der Afrikanischen Union (AU) im Vorjahr nicht vergönnt war, Gespräche zwischen Gaddafi und den libyschen Rebellen in Gang zu bringen. Die hatten es wegen der Unterstützung der NATO einfach nicht mehr nötig, nach einem Kompromiss zu suchen, und das Morden im libyschen Bürgerkrieg ging weiter bis zum Sturz Gaddafis im Oktober.
In einem ähnlichen Gefühl werden sich auch alle Fraktionen oder Parteien des Anti-Assad-Lagers strikt weigern, mit Sergej Lawrow zu sprechen - sie haben es nicht mehr nötig, da der Westen so geschlossen hinter ihnen steht. Es geht nicht um das Ende der Massaker, an denen im Übrigen auch die Aufständsischen ihren Anteil haben - es geht nur noch um den Sturz Assads.

SchmidtH. 06.02.2012 | 14:15

Das allein wird nicht der Grund sein, wenn auch ein wichtiger.
Vielmehr geht es um Putin. Wenn man schon seine mögliche Wiederwahl nicht verhindern kann, muss er den "menschenrechtsbewegten" Heuchlern wenigstens als der Mann vorgeführt werden, der auch noch selbst Hand anlegt in Syrien durch Unterlassen.

Es besteht meiner Ansicht nach sogar ein Interesse Russland ein wenig zu destabilisieren. Was allerdings ein weiteres Zeichen für das Spiel mit Feuer wäre.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 14:22

@ hanni schrieb am 05.02.2012 um 22:54

>>>Dieser Artikel ist blanker Zynismus.

Nein, ist er nicht. Es sei denn, Sie betrachten jede Art von politischer Analyse als Zynismus.

Von dieser Ihrer nachvollziehbaren, aber unpraktischen Haltung einmal abgesehen, schätzt Lutz Herden das politische Kräfteverhältnis sehr genau ein. All die "Menschenrechte", "NGO" und "Freiheit" erscheinen hier eben als das was sie sind: Operative Größen in der Auseinandersetzung um Macht und Einfluss.

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allezhop 06.02.2012 | 14:36

Das liegt im Sinn der Sache, wenn ich eine Revolte gegen eine Diktatur mache, dass ich den Diktatur stürzen will. Und ich erinnere Sie daran, dass die Bewegung in Syrien lange Zeit aus Demonstrationen bestand. Assad hat dennoch auf die Demonstranten schießen und sie bis nach Hause verfolgen lassen.

Und dann glaube Sie, dass die Opposition nicht mit Russland sprechen will, weil Sie es aufgrund der Unterstützung des "Westens" nicht "nötig haben"?

Aber weil Sie ja Vergleiche so sehr lieben: Dann hätten Sie der Französischen Revolution bestimmt auch vorgeschlagen unter der Verhandlungsleitung Österreichs, Louis XVI als Herrscher zu behalten.

Hartmut Beyerl 06.02.2012 | 14:56

Zweimal Einspruch. Erstens. Die Resolution gegen Syrien enthielt genau die gleichen Formulierungen wie in der UNSC-Kriegsresolution Nr. 1973 vom März 2011. z. B. "alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen...". Syrien ist gerade wegen des Angriffes auf den Iran von großer Bedeutung. (Nähe zum Iran, und Partner des Iran.) Zweitens. Die "Bombe" des Iran ist ein uraltes Märchen, wieso wiederholen Menschen wie sie, die die Fakten im Internet finden können, solche Propaganda? Dafür gibt es keine Beweise und andere Länder MIT der Bombe sind da viel gefährlichere Kandidaten. Natürlich haben die Systeme von Iran und Syrien keine "freiheitlich-demokratischen Grundordnungen". Doch dann müsste die UNO die gesamte Region bombardieren. Übrigens: Dass ausgerechnet Katar Demokratie, freie Wahlen und eine demokratische Regierung für Syrien fordert und deswegen einen theatralischen Hilferuf an die UNO schickt, sollte doch zumindest zu denken geben.

Kritiker 06.02.2012 | 14:58

Mein Kommentar bezog sich mehr auf die "pro-syrisch-russischen"Kommentatoren vor mir. Ich denke, sie repräsentieren "linke" Meinungen, wobei das für mich keine linken Meinungen sind. Genauso wie die von diesen "Teilen der Linken" bejubelten Regimes, wie Russland und China, es nicht Wert sind, von Linken verteidigt zu werden, da diese Regierungen mit "linken" Ideen überhaupt nichts gemein haben und die von der Linken so hochgehaltenen Menschenrechte mit Füßen treten.

Hartmut Beyerl 06.02.2012 | 15:10

Ein Hinweis noch, der FÜR die Kriegsabsichten des Westens spricht. Auf der Welle der Hysterie wurde von den NATO Staaten, so berichtet die "Welt", verkündet, man werde "andere Wege finden". Zum Beispiel könne der Westen die Freie syrische Armee unterstützen. Ist schon mal aufgefallen, dass nur die Veto-Länder China und Russland von Frieden und Nichteinmischung reden? Die "Schutzverantwortung" (responsibility to protect), von Kriegsbefürwortern gern ins Feld geführt, ist eine Erfindung der NATO. Sie wurde von der NATO in die UNO eingeführt.
Weltweit wird jetzt das Veto der Russen kritisiert, während von den zahlreichen Vetos der Amerikaner, wenn es um die Verhinderung von Bombardierung der Palästinenser ging, keine Rede ist. Wer einmal lügt....

hanni 06.02.2012 | 15:27

Ich denke wir müssen nicht streiten über die Natur Chinas/Russlands als Diktaturen oder Oligarchien seine inneren Gegner zu unterdrücken. Die Occupybewegung wäre in China unterdrückt worden ehe auch nur ein Zelt gestanden hätte. Der Casually Pepper Spray Everything Cop ist in den USA oder BaWü die Spitze eines wirklich schlimmen Umgangs mit Demonstranten - in China wäre das sicher die Vorzugsbehandlung. Und das China Angst hat, dass sich die privat bleibenden 'Jasmin-Internet-Revoluzzer' mit den um seinen Lohn kämpfenden Mob in den Fabrikstädten irgendwie verbinden, scheint mir schon realistisch. Oder warum zahlt China so schnell die ausgefallenen Löhne für Arbeiter deren Chefs pleite und geflohen sind (weil China die Kredite verteuert und sie so in den Schwarzmarkt gedrängt hat). Chinas Erfolg baut auf die Unterwerfung des Volkes auf. Und zwar mit geringen Wohlstand als Gegenleistung für politische Unfreiheit - ganz ähnlich wie Putin. Ich glaub sogar, das die Regierung in China auch richtige Wahlen gewinnen könnte mit der eigtl erfolgreichen Politik die sie macht. Sie macht das aber nicht und das ist der wesentliche Punkt. Es mag stimmen, dass man auch bei uns oder v.a. in den Staaten gelegentlich die Wahl zwischen Pest und Cholera zu haben glaubt - spätestens auf kommunalebene oder wenn der eine Abgeordnete doch umgestimmt wird und das auch machen kann, lernt man die nicht süßen aber wichtigen Früchte der Demokratie zu schätzen.

hanni 06.02.2012 | 15:33

apatit, natürlich nicht - ich möchte eigtl auch nicht den Verteidiger der amerikanischen Politik spielen und ich glaube auch, dass etwa im Falle Romney oder Gingrich wieder solche tödlichen Gedankenexperimente auf die Tagesordnung kommen. Ich schätze die jetzige Administration aber so ein, das sie weiß, dass die USA im jetzigen Zustand sich eine so weitreichende Operation nie leisten können, dass die Taktik ja schon im Irak gescheitert ist und ja, ein bisschen glaub ich als Idealist an Obamas zumindest nicht kriegshetzerische Attitüde.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 15:36

@ Kritiker schrieb am 06.02.2012 um 13:58

>>>Ich denke, sie repräsentieren "linke" Meinungen, wobei das für mich keine linken Meinungen sind.

Das ist ja absurd. Sie "denken", dass diese Meinungen "links" sind, aber gleichzeitig sind es für Sie "keine linken Meinungen"?

Welche "Linken" "bejubeln" denn China und Russland?

Die Eigenschaft des Beitrages von Lutz Herden ist es eben, nichtideologisch an den Konflikt heranzugehen. Er benutzt eine "geostrategische" Grundlage für seine Analyse. Die Parameter hier sind Machtgewinn/ Machtverlust. Dazu trägt er interessante Fakten vor.

Aus einer mir unklaren Gemütslage heraus versuchen Sie dieser nachvollziehbaren Analysemethode von Lutz Herden willkürlich ein Rechts/ Links Schema überzuhelfen.

Das ist hier doch vollkommen fehl am Platze und mit allem Respekt Ihnen gegenüber: Sie wirken durch solche Einwürfe vollkommen konfus, weil es scheint, als hätten Sie nicht verstanden worum es hier geht.

deviant 06.02.2012 | 16:08

Sie haben wirklich eine sehr naive Vorstellung von den Regimen in Ost und West...aber ich seh's nicht als meine Rolle, ihnen diese zu nehmen, Unwissenheit ist ein Segen, vielleicht hilft Ihnen diese Ignoranz ja durch den Tag zu kommen, zumindest wird es sie davor bewahren, je für Ihre eigenen Rechte auf die Straße zu gehen und dann von einem Polizisten niedergeknüppelt, oder in einer Zelle gefesselt und angezündet zu werden.
Schönes Leben noch.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 16:21

@ koslowski schrieb am 05.02.2012 um 22:26

>>>Am Artikel gefällt mir, dass er die geopolitischen Interessen der beteiligten Mächte nüchtern analysiert

Genau.

>>>Muss, wer Israel wohl will, den Fortbestand des Assad-Regimes wünschen?

Zumindest sollte derjenige, der einen großen Krieg in der Region noch verhindern will, keine ambivalenten Propagandakampagnen zu den "Menschenrechten" fahren, nicht geheimdienstliche operative Aktionen durchführen und nicht massiv mit einer Intervention in Syrien drohen.

Da das offensive, vielleicht darf man sogar sagen aggressive Vorgehen der Sicherheitsratsmitglieder USA, GB und Frankreich, aber genau das alles tut, stellt sich die Frage, was die vorhaben.

Dem überlegenen Propaganda-Apparat dieser drei Sicherheitsrats-Mitglieder gelingt es, die öffentliche Meinung, zumindest im Westen, so zu steuern, dass die Haltung Chinas und Russlands als das Problem erscheint. Deshalb müssen sich nicht die USA, GB und Frankreich gegenüber der Öffentlichkeit für Ihre offensive Haltung rechtfertigen, sondern China und Russland für ihre defensive.

Die weitaus größte Gefahr für den Frieden in Nah- und Mittelost aber geht gegenwärtig ganz praktisch von diesen 3en + Israel aus und nicht von Russland und China + Syrien. Keinesfalls geht es mir darum, den Interessen Chinas und Russlands das Wort zu reden, oder irgendwelche despotischen Regenten in der Region und deren politische Planungen zu verharmlosen.

Wenn die überlegene politische, propagandistische und militärische Macht des Westens deeskalierend eingesetzt würde, kämen wir zwar nicht in einer idealen Welt an aber es gäbe größere Chancen auf eine Eingrenzung der Gewalt in der Region. Da der "Westen" aber eine idealisierte Welt der "Demokratie" und "Menschenrechte" offensiv als Ziel propagiert und so agiert, als könnte man diese wirklich erreichen, esakliert er die Spannungen und gefährdet den Frieden.

Kritiker 06.02.2012 | 16:38

Lieber Rapanui,
mir fällt immer wieder auf, das gerade auf linken Blogs oder Foren von Einigen sehr schnell Partei genommen für den Feind der USA, unbesehen davon, für welches Unrechtsregime dabei Partei ergriffen wird. Sei es in der Vergangenheit Irak, Iran, Libyen, Ägypten und jetzt eben Syrien. Hauptsache es geht gegen den sogenannten US-Weltimperialismus.
Und wie gesagt, bezog sich mein Kommentar mehr auf einige Kommentatoren hier.
>>>Das ist ja absurd. Sie "denken", dass diese Meinungen "links" sind, aber gleichzeitig sind es für Sie "keine linken Meinungen"?
Für mich ist es keineswegs absurd, Meinungen aus dem linken Lager diese dem auch zuzuordnen, auch wenn sie für mich nur kopschütteln hervorrufen. Nicht zuletzt deswegen wird auch das Gesamtpaket Linkspartei vom Verfassungsschutz überwacht, weil sich abstruseste Strömungen unter diesem Mantel "Die Linke" eingehüllt haben.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 16:43

Staatsbürger die ihrer Obrigkeit deren Propaganda unbedingt glauben WOLLEN, müssen ja gerade DESWEGEN jeder wahrhaftig kritischen Überprüfung feindlich gegenübertreten. Diese stört doch nur den schon längst gefällten und parteilichen Beschluss für die „eigene“ Gewalt, der man sich ja auch schon in Friedenszeiten ganz selbstbewusst (per Wahlzettel!) unterwerfen WILL.

Die ÜBERLEGENDE (und in Syrien doch schon längst seit einen knappen Jahr, wenn auch „verdeckt“ zuschlagende!) Gewalt „SEINER“ Obrigkeit IST dann auch schon dass schlagende, einzige und Verstand ersetzende Argument für die GÜTE der Derselbigen.
Und deswegen WIRD dann auch die aberwitzigste und sich jeder Logik widersetzende Hetze, Hysterie und Diffamierung glauben geschenkt, wenn die eigene Propaganda sie einfach nur unter die Leute bringt.
Das ist der moralische und Verstandfreie Zirkelschluss von sich SELBEWUSST und FREIWILLIG unterwerfenden BÜRGERN – fügsamen, beflissenen, kannibalischen und nützliche Affen seiner Staatsgewalt.

Soviel zu den moralischen Gehirnspendern und Kommentatoren hier, die Terror, Folter, Massenmord, Verstümmelung und Zerstörungen jedweden Ausmaßes ausgerechnet deswegen für ihr Gegenteil halten, weil da die „eigene“ Gewalt - Terror, Folter, Massenmord, Verstümmelung und Zerstörungen jedweden Ausmaßes ins Werk setzt!

Aber zur eigentlichen Sache.
Der Umstand, dass das Imperium seine kriegerische „geopolitische Neuordnung“ (manche nennen das auch „Arabischer Frühling“) seit einiger Zeit wieder einigermaßen „verzweifelt“ unter EINBEZIEHUNG und mit Zustimmung (oder zähneknirschender Billigung) der Konkurrenzmächte durchziehen WILL, deutet doch auch (wie auch dass entschiedene Nein der russisch-chinesischen Vetomächte und wie überhaupt die global-strategischen „Absprache“ dieser Mächte und der BRICS-Staaten insgesamt!)) auf eine Schwächung der transatlantischen Kriegsallianz hin (was vermutlich die die wild gewordenen und weltweit auf Krieg setzenden westlichen Eliten nicht weniger aggressiv machen wird)?

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 16:53

@ Kritiker schrieb am 06.02.2012 um 15:38

Vielleicht können wir uns darauf verständigen, dass Sie deutlicher schreiben, wen und was Sie meinen.

Benennen Sie die Posts, auf die sich Ihre Kritik bezieht, nennen Sie ebenso die Politiker und Fraktionen, die Sie meinen. In der SPD z.B. gibt es eine starke proatlantische Fraktion, ebenso bei den Grünen. Auch die Partei die Linke hat sich von einer reflexartigen antiamerikanischen Meinung entfernt.

Sie sind in diesem Thread derjenige, der voraussetzungslos das Rechts/ Links Schema als einen Verdacht eingeführt hat. Dieser Verdacht hilft bei der Analyse wirklich überhaupt nicht. Keine der in diesem Konflikt handelnden Parteien verortet sich in dem von Ihnen herbeigezerrten Schema.

cuchulainn 06.02.2012 | 17:33

"Das ist der moralische und Verstandfreie Zirkelschluss von sich SELBEWUSST und FREIWILLIG unterwerfenden BÜRGERN – fügsamen, beflissenen, kannibalischen und nützliche Affen seiner Staatsgewalt."

absolut richtig. deshalb ergeht in dem zusammenhang dann auch oft die als bescheidene frage getarnte NAGELPROBE an den, der dagegen einspricht: ja bist du vielleicht ein parteigänger von assad (oder gadhafi oder kim jong-un oder weiss der deibel)?

wer von vornherein nicht anders denken kann als in der logik von herr und knecht, von macht und unterwerfung, also in kategorien der GEFOLGSCHAFT, der kommt gar nicht umhin, im andern stets einen gefolgsmann des FEINDES zu wittern, der auf dem sprung ist, zu zu schlagen.

"Der Umstand, dass das Imperium seine kriegerische „geopolitische Neuordnung“...seit einiger Zeit wieder einigermaßen „verzweifelt“ unter EINBEZIEHUNG und mit Zustimmung...der Konkurrenzmächte durchziehen WILL, deutet doch auch... auf eine Schwächung der transatlantischen Kriegsallianz hin"

das sehe ich anders, denn von einer dezidierten "schwäche" ist gar keine rede, immerhin verfügt das imperium nach wie vor - und auch auf absehbare zeit - über die unbestrittene kapazität, seine ziele und zwecke überall durchzusetzen, wo es seine interessen bedroht sieht.

geändert hat sich nur die FORM in der das geschieht.

sehr schön zu besichtigen war das beim feldzug in libyen. die europäische abteilung des imperiums, GB und F, definierte ziele, gründe und zeitplan für den krieg und testete auf diesem wege gleich noch schlagkraft und reichweite ihres arsenals (was den widerspenstigen dritten im bunde, deutschland, vor die frage stellte, wie dies zusammenwrken künftig auszusehen habe) und gleichzeitig haben sich die USA die materiellen lasten dieser intervention gespart, ohne freilich von ihrer letztinstanzlichen HOHEIT über das bündnis auch nur einen abstrich zu machen.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 18:07

@ Phineas Freek schrieb am 06.02.2012 um 15:43

Jeder Psycholge weiß, dass seine handwerklichen Interventionen nur dann Veränderungen bewirken können, wenn der Patient diese WILL. Kein Psychologe aber käme auf die Idee, seinen Patienten vorzuwerfen, dass sie keine psychologischen Grundkenntnisse haben. Das tut er deswegen nicht, weil er erstens selbst vieles nicht weiß und er zweitens die Chance auf einen Therapieerfolg gefährdet.

Zur eigentlichen Sache:
Die Schwächung der westlichen Kriegsallianz ist, wenn überhaupt, nur relativ. Absolut ist diese Allianz ihrer Konkurrenz weiterhin deutlich überlegen.

Aber: Lutz Herden schreibt >>>Die Zeit der alten Schutz- und Ordnungsmächte im Nahen Osten, die sich entlang der Frontverläufe des bipolaren Zeitalters sortiert haben, scheint für immer abgelaufen.

Jede politische Strategie einer imperialen Macht aber ist an solch ein Denken gebunden. Das bedeutet zwangsläufig eine Zunahme von "Irrtum", "Verrat", "Interessenskonflikt" usw. und fordert die strategische Potenz der imperialen Macht in einem deutlich stärkeren Ausmaß als bisher.

Damit aber steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die USA wie jede historische imperiale Macht "überdehnen" und absteigen. Wird also Tartus abgeräumt, dann ist auch noch der letzte Anschein der machtpolitischen Konstellation des Kalten Krieges verschwunden und auch noch die letzten Antikommunisten werden erkennen, dass ihr Gefasel die alte bipolare Welt nicht retten kann.

hanni 06.02.2012 | 18:39

Wer persönlich wird, hat die Argumente aufgebraucht. Nur so viel, auf Straßen hab ich auch schonmal gestanden - für meine vor allem aber gegen die Rechte. (sry kleines Wortspiel)
Ich muss mich auch nicht berichtigen lassen. Ich bin weder westlich noch östlich noch sonst dogmatisch. Ignoranter als ich ist, wer die Demonstranten vergisst die am Anfang all dieser Kämpfe standen. Oder wer Wahlen fälscht oder wer gar keine zulässt.

Aber ich kenne diese Diskussionen - Sie haben recht. Lieber jetzt aufhören - denn Sie werden mich nicht überzeugen.
Ich Sie auch nicht.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 20:07

Da meine Frage einen für mich tatsächlich noch ungeklärten Sachverhalt aufmacht – danke erstmal @cuchulainn und @Rapanui für eure Antworten, die aber keine befriedigenden Argumente auf meine Frage enthält. Leider habe ich wenig Zeit, um ausführlicher zu antworten.

„das sehe ich anders, denn von einer dezidierten "schwäche" ist gar keine rede, immerhin verfügt das imperium nach wie vor - und auch auf absehbare zeit - über die unbestrittene kapazität, seine ziele und zwecke überall durchzusetzen, wo es seine interessen bedroht sieht.“

„…sehr schön zu besichtigen war das beim feldzug in libyen…“

@cuchulainn
Die komplette Zerstörung und „Somalisierung“ Libyens zeigt aber auch gerade,
dass diese neokoloniale Aneignung von Land und (einigen) Leuten, alles Andere als so rund lief und (immer noch) läuft, wie sich das die imperialen Damen und Herren gedacht haben – und wie Du dass hier beschreibst.
Außer man erwäge die Möglichkeit, dass genau DARIN, nämlich in der kompletten Zerstörung, Zerschlagung und dauerhaften! „Somalisierung“ (störender) ehemaliger Herrschaft, der strategische Schlüssel zur Wahrung und Durchsetzung eigener Interessen liegt (vorrangig US-Interessen, denn den Europäern wird auf diese Weise und unter ihrer eigenen Mitwirkung ein stetig kriegerisches und explosives Kuckucksei direkt vor die Nase drapiert).

Eins sollte aber klar sein. Setzt sich dieser wahnwitzige Kriegskurs durch (und alles sieht danach aus) können die Mächte, gegen die sich LETZTENDLICH dieser Krieg richtet, gar nicht anders als in STELLUNG zu gehen!

Und in welch „strategische Partnerschaft“ eine europäische Staatsmacht seine Untertanen auch immer führen mag – wir können uns dann ALLE schon mal DARAUF einstellen, wie es sein wird, ein lebendes Schutzschild seiner eigenen Herrschaft zu sein.

„Jeder Psycholge weiß, dass seine handwerklichen Interventionen nur dann Veränderungen bewirken können, wenn der Patient diese WILL. Kein Psychologe aber käme auf die Idee, seinen Patienten vorzuwerfen, dass sie keine psychologischen Grundkenntnisse haben. Das tut er deswegen nicht, weil er erstens selbst vieles nicht weiß und er zweitens die Chance auf einen Therapieerfolg gefährdet.“

Ich hab’s nicht so recht begriffen – ahne allerdings worauf Du hinaus willst.
Versuche später näher darauf näher einzugehen.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 20:45

@ Phineas Freek schrieb am 06.02.2012 um 19:07

>>>Ich hab’s nicht so recht begriffen – ahne allerdings worauf Du hinaus willst.

Ich reagiere damit auf Ihre massive (hier sozial-) psychologische Intervention im ersten Teil Ihres Postings.

>>>danke erstmal @cuchulainn und @Rapanui für eure Antworten, die aber keine befriedigenden Argumente auf meine Frage enthält.

Ich beschreibe die Zunahme des Stress' der imperialen Macht, weil deren strategische Potenz zwar in der nächsten Zeit weder absolut noch relativ abnehmen wird, aber durch die Potenzierung der Handlungs-Optionen in Ihren Wirkungen begrenzt werden wird. Damit differenziere ich Ihr Argument von der "Schwächung der westlichen Allianz".

Diese wird also nicht deshalb schwächer, weil die operativen Mittel geringer werden, sondern weil sie sich systematisch selbst widersprechen wird.

Die Liquidierung des Schuldners Irak z.B. schädigte die Gläubiger Frankreich und Deutschland wesentlich mehr als die USA. Relativ noch größer war der Schaden für Russland. Ein Angriff auf den Iran schädigt Deutschland wirtschaftlich stärker als die USA, ...usw.

Die Reaktion auf diesen Stress muss nicht unbedingt "aggressiv" sein. Gerade für die europäische Macht böten sich vorerst deeskalierende Optionen, mit aus deren Sicht günstigeren Folgen, an. Ein Wechsel der strategischen Allianz von atlantisch zu kontinental steht historisch noch nicht an, aber selbst leichte Schwenks erzeugen den oben beschriebenen strategischen Stress bei der imperialen Macht USA.

Geierwally 06.02.2012 | 20:53

niemand sagt, das assad ein guter kerl ist, den meisten geht es nur darum, das in unseren medien zu einseitig berichtet wird und irgendwo die wahrheit auf der strecke bleibt. es ist also nur legitim, das man auch mal die rolle der rebellen und ihrer hintermänner durchleuchtet. man muß sich auf blogs berufen, auch wenn die für einige fragwürdige adressen sind, offiziell liest und hört man ja kaum was, da muß man genau aufpassen, wie z.b. im bayrischen radio oder auf ne vernünftige stimme, wie todenhöfer hören, der als cdu mitglied nun nicht im verdacht steht ein linker spinner zu sein, der wird sich jetzt auch hüten, wie in libyen, die rebellen über den klee zu loben, weil ja mittlerweile bekannt ist, das die rebellen libyen mit terror und lynchjustiz überziehen.

wer finanziert eigentlich die rebellen, wer gibt ihnen waffen ?
die heuchelei und scheinheiligkeit des westens plus ihrer vasallen in saudi arabien und katar ist zum kotzen, wer glaubt denn wirklich, das es denen um die menschenrechte und demokratie dort geht.
in syrien ist längst ein bürgerkrieg im gange, wo beide seiten aufeinander schießen, friedliche demonstranten gibt es dort doch schon längst nicht mehr, so wie man uns das hier erzählen will, die die darunter zu leiden haben, sind die friedlichen zivilisten, die dort leben und die in die schusslinie beider seiten geraten. greultaten und propaganda gibt es auf beiden seiten, nur erzählt man in offiziellen medien, nur die version der rebellen und die "angeblichen"informationen von al jazerra, die bekanntermaßen mit assad auf kriegsfuß stehen.

ich wiederhole beider seiten und das muß von unseren medien hier im westen auch mal gesagt werden anstatt sich nur auf assad einzuschießen.

es sind solche staaten wie saudi arabien oder katar, die den westen im kampf für menchenrechte und freiheit so unglaubwürdig machen und wo alle alarmsirenen angehen müssen, wenn sie wie in syrien anfangen zu heucheln.
weißt du ich finde es auch zum kotzen, wenn man user, die nicht ganz die mainstreamlinie vertreten, immer als sympatisanten von assad hinstellt.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 21:33

Teile herrsche.
Die Zerschlagung, Zersplitterung von nicht konformen Staaten, daraus folgend Unregierbarkeit durch Zentralen, scheint nach dem Scheitern in Vietnam die Devise der heute einzigen Weltmacht Brothers in Arms zu sein. Oben stehend schon als Somalisierung gekennzeichnet.
Die Sowjetunion als Gegenpol ist in diverse, sich untereinander teilweise bekriegende Staaten zerfallen, nur hat's der Supertanzbärdemokrat Jelzin nicht geschafft Russland völlig zu verscherbeln.
Böser Putin. Guter Chodorkowski bleibt als Hoffnungsträger.
Ex-Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, bestes Pflaster für Warlords Waffenlieferungen. Drogen Menschenhandel geben Profite zum Waffenkauf wo kein Öl vorhanden, zudem ideal als Miltärstützpunkte, geostrategisch und zum Durchgreifen gegen missliebige Eingeborene.
Syrien und Iran sind als nächste auserkoren, nobel humanitär interveniert zu werden. Friedensnobelpreis schon im Voraus vergeben.

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 22:24

@Rapanui

Bitte genauer lesen.
Ich formulierte die mögliche(!!) "Schwächung der westlichen Allianz" als Frage(!!) an die Foristen, die sich aus der im Vergleich zu früher, (nicht nur formal!) unterschiedlichen Vorgehensweisen ihrer Kriegsvorbereitungen herleitete!
Das war und ist keine argumentativ begründete Feststellung oder Behauptung!

Wie wär’s wenn Du neben Deiner „Reaktion“ auf meine Sozialpsychologischen(!?) Einlassungen, mir darüberhinaus einfach nur mitteilen würdest, wo ich verkehrtes Zeugs aufgeschrieben habe.

„für die europäische Macht böten sich vorerst deeskalierende Optionen, mit aus deren Sicht günstigeren Folgen, an."

Das ist hübsch.
Hast Du Deine Vorschläge schon den jeweiligen Regierungen der entsprechenden europäischen Mächte unterbreitet?

"Ein Wechsel der strategischen Allianz von atlantisch zu kontinental steht HISTORISCH (Hervorh. der Verf.) noch nicht an“

Wann steht der historische Wechsel denn an? Wenn der Dollar implodiert und seine globale Geltung als Leitwährung verliert? Vor ein paar Jahren war ja 2015 im Gespräch. Und falls eine global- militärische Erzwingung der Dollarweltgeltung nicht so richtig hinhaut, wohl schon früher. Genau dass aber werden die entscheidenden US-amerikanischen Eliten auf jeden Fall nicht zulassen. Vor dem Dollar im- und explodiert da erstmal so einiges anderes - inkl. auch der Euro und große Teile seines Geltungsbereiches!

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Ehemaliger Nutzer 06.02.2012 | 23:35

@ Phineas Freek schrieb am 06.02.2012 um 21:24

>>>mir darüberhinaus einfach nur mitteilen würdest, wo ich verkehrtes Zeugs aufgeschrieben habe.

Sie erklären anderen Menschen, wie sie funktionieren - hier wie sie Herrschaft und Unterwerfung verinnerlicht haben - das halte ich für eine Anmaßung. Es gibt auch die Gewohnheit, die Angst, die Dummheit, die Erfahrung, die Not, den Hass,...nicht nur das "WOLLEN".

>>>Hast Du Deine Vorschläge schon den jeweiligen Regierungen der entsprechenden europäischen Mächte unterbreitet?

Ich unterstelle, dass entsprechende pragmatische Abwägungen dieser Regierungen andere als die militärische Option geeigneter erscheinen lassen. Das ist weder "hübsch" noch "moralisierend", sondern eine Option machtpolitischen Handelns, die dem zur Verfügung stehenden Potenzial angemessen ist.

>>>Wann steht der historische Wechsel denn an? "Historisch" bedeutet hier, dass es irreversible Veränderungen in den machtpolitischen Konstellationen geben wird. "Historisch" bedeutet kein Zeitmaß. Unter den gegenwärtigen Konstellationen ist es eben nicht vorstellbar, dass West-Europa sich politisch soweit von den USA entfernt, dass es zu politischen Auseinandersetzungen bis hin zu offenen militärischen Konflikten kommt. Dazu ist die z.B. die Bindung der westeuropäischen Bevölkerung und der westeuropäischen Eliten an die USA ökonomisch, politisch, kulturell viel zu stark.

Die Implosion des Euro-Raumes auch als einen Herrschaftsanspruch der US-amerikanischen Eliten zu begreifen, davon sind doch alle sehr sehr weit entfernt. Gauweiler auf der "Rechten" und Elsässer auf der "Linken" aber stehen exemplarisch für Muster einer antiamerikanischen Emanzipation.

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Ehemaliger Nutzer 07.02.2012 | 00:58

Nein, Rapanui, erklärt, wie sich feindliches und herrschaftliches Interesse als moralisches Staatsbürgerbewusstsein in das „Seelenleben“ des Einzelnen einhaust,
wie auf diese EIGENTÜMLICHE Weise der Gemeinwohlorientierte und dienstbare Kretin entsteht,
welche „kulturellen“ und zurichtenden Quellen so einen Menschen zum mündigen und vollwertigen Staatsbürger machen,
davon war noch gar nicht die Rede.

Die Rede war ausschließlich von der, einer äußerlich sichtbaren, zu beschreibenden und Herrschaftlichen Borniertheit, gegen die jede grundsätzliche Kritik DESWEGEN keinerlei Chance hat, weil diese Kritik sich nicht bloß mit IRRTÜMERN anlegt, sondern ausschließlich mit den WILLEN politisierter Menschen, in dieser kritisierten und schädlichen Polis zu RECHT kommen zu WOLLEN (im Gegensatz zum MÜSSEN)!
Da ist jede wahrhaftige Kritik zur Ohnmacht verurteilt und kann überhaupt nicht anmaßend sein!

cuchulainn 07.02.2012 | 02:50

@Rapanui

vielleicht sollten sie die kommentare von Phineas Freek einfach nochmal lesen- und ich schlag vor, sie fangen damit bei seinem ersten an.

sie sind nämlich ein schönes beispiel dafür, wie man die macht von vorn "kritisch" sehen kann, ihr dabei aber hinten unersehens wieder aufsitzt, indem man sich bloss in die bereits vorgängige konkurrenz der machthaber und ihrer prätendenten verstrickt - das heisst die herrschaft selber so oder anders IMMER fein raus ist.

bei ihnen sieht das so aus, dass sie sich vor die wahl gestellt sehen, welchem der möglichen imperialisten sie tätig aufs pferd helfen wollen -und da sie schonmal den gauweiler und den elsässer genannt haben, kann man sich lebhaft vorstellen, wem sie da die ehre geben wollen.

fragen sie sich lieber mal, weshalb es ihnen so schwer fällt, sich eine welt OHNE herren vorzustellen, statt nach herren zu suchen, denen sie sich einfach lieber unterwerfen wollen.

Roger11 07.02.2012 | 03:23

Nach Durchsicht sämtlicher Beiträge und Widerreden komme ich zu dem Schluss, dass die kurzweiligen Generationen auf diesem Planeten stets geneigt sind, kurzweilige Lösungen vorzuschlagen und rein garnichts aus vergleichbaren Szenarien der vergangenen 2000 Jahre zu lernen.
Den Horror des Genozids gab es verheerend oft. Die sogenannten kultivierten Mächte empörten sich immer schon gerne ob der Unterdrückung und Abschlachtung des jeweiligen Heimvolkes. Aber wehe, es krachte bei einem zu Hause. Da wurde im alten Rom aufgeräumt mit Twitter-Dissidenten und Symphatisanten. Putin wird den Teufel tun, im Namen der UNO in Syrien aufräumen zu lassen, und seinerseits im eigenen Laden Transperency zu gewähren.
Ein Romney würde auch nicht den Deckel vom Topf nehmen, wodurch der ganzen Welt sichtbar würde, dass mittlerweile 50 Mio. Amerikaner - und das ist fast ein Sechstel der Bevölkerung - von staatlich ausgegebenen Essensmarken leben.
Hey Leute, wacht auf! Der Reset steht mal wieder bevor. Der alle Nationen betreffende Schuldenberg und seine globale Haircut-Lösung wird alle lokalen Scharmützel überstrahlen. Auch die derzeitigen Pseudo-Probleme wie Atom-Iran, Afghanistan oder komplett Nordafrika.

Denkt über Euren physischen Horizont, Leute. Dann trefft Ihr vielleicht die richtigen Entscheidungen.

cuchulainn 07.02.2012 | 09:13

der vollständigkeit halber will ich noch erwähnen, dass es auch eine andere form von vergötterung und vergötzung der macht gibt, die sich - scheinbar paradox - als ihr gegenteil darstellt.

kurzform: wenn die antiken germanen hinter jedem baum, der im teutoburger wald jemals umgefallen ist, den römischen kaiser persönlich vermutet hätten, so hätten sie dem römischen imperium bisweilen soviel "gloire" zugewidmet, wie dieses gar nicht hatte.

ähnlich liegen die fälle, in denen jede lappalie "geistig" im weissen haus, an der wall street oder im state department "endet".

auch dämonisierung ist eine form von verehrung. so erklärt es sich auch, warum nicht wenige "anti-amerikaner" unter den härteren abteilungen der US-republikaner zu finden sind.

apatit 07.02.2012 | 09:37

"Wenn die überlegene politische, propagandistische und militärische Macht des Westens deeskalierend eingesetzt würde, kämen wir zwar nicht in einer idealen Welt an aber es gäbe größere Chancen auf eine Eingrenzung der Gewalt in der Region."Und hier liegt genau der “ Hase im Pfeffer “! Ich glaube nicht, dass alle friedliche Optionen ausgeschöpft werden – und das es Kräfte gibt die wollen ordentlich verdienen, egal mit was, neue Waffen werden verbraucht, neue müssen hergestellt und dann exportiert werden. Will man den nahen Osten nach westlicher Vorstellung umgestalten? So wie in Afghanistan, wo der Opiumhandel auf Rekordhöhe liegt?

SchmidtH. 07.02.2012 | 12:31

Als wenn man es geahnte hätte, schon liefert die israelische "Friedenstaube" Bibi den Beweis.

"Netanyahu schäumt wegen palästinensischer Einigung"

derstandard.at/1328507039287/Netanyahu-schaeumt-wegen-palaestinensischer-Einigung

"'Palestinian Authority must choose between an alliance with Hamas and peace with Israel. Hamas and peace don't go together,' Netanyahu says at Likud meeting.
By Avi Issacharoff
www.haaretz.com/print-edition/news/pm-slams-deal-to-form-unity-cabinet-headed-by-abbas-1.411435

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Ehemaliger Nutzer 07.02.2012 | 20:48

@ cuchulainn schrieb am 07.02.2012 um 01:50

>>>sie sind nämlich ein schönes beispiel dafür...
>>>bei ihnen sieht das so aus....
>>>kann man sich lebhaft vorstellen, wem sie da die ehre geben wollen...
>>>fragen sie sich lieber mal, ...

Das ist es, was ich meine: Anmaßung, Urteil, Intervention.

>>>dass sie sich vor die wahl gestellt sehen, welchem der möglichen imperialisten sie tätig aufs pferd helfen wollen

Was soll ich auf einen solchen Satz noch sagen?

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Ehemaliger Nutzer 07.02.2012 | 22:07

Nein, Rapanui, ZU ERKLÄREN, wie sich feindliches und herrschaftliches Interesse als moralisches Staatsbürgerbewusstsein in das „Seelenleben“ des Einzelnen einhaust, HAB ICH DOCH NOCHGAR NICHT VERSUCHT,

und wie auf diese EIGENTÜMLICHE Weise der Gemeinwohlorientierte und dienstbare Kretin entsteht, HAB ICH AUCH NOCH NICHT ZU ERKLÄREN VERSUCHT
und welche „kulturellen“ und zurichtenden Quellen so einen Menschen zum mündigen und vollwertigen Staatsbürger machen, AUCH DAVON
war noch gar nicht die Rede...

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Ehemaliger Nutzer 08.02.2012 | 09:01

@ Phineas Freek schrieb am 07.02.2012 um 21:07

Ihre Grammatik bleibt rätselhaft. Sie verwenden jetzt den gleichen Satzanfang "Nein, Rapanui,..." der offensichtlich mich zum Adressaten hat. Bei dem ersten Satz "Nein, Rapanui,... (06.02.2012 um 23:58) wenden Sie sich an einen rätselhaften Dritten, dem Sie das Denken Rapanuis erklären.

Wer der Dritte ist, bleibt unklar. Unklar bleibt auch, warum Sie dem rätselhaften Dritten die Verfassung Rapanuis erklären müssen. Unklar bleibt überhaupt, warum Sie statt sich mit dem machtpolitischen Konstellationen zu befassen, die ja den thematischen Rahmen dieses Threads bilden, bloß diesen Rahmen in Frage stellen.

sockevollpopcorn 08.02.2012 | 16:04

Weil der Assad Clan seit über 40 Jahren die politischen faden zieht. Deswegen.

"warum richtet sich die Resolution eigentlich nur gegen assad, darf die "opposition" in form von bis an die zähne bewaffneten rebellen, die teilweise aus dem ausland kommen mordend und plündernd durch die straßen ziehen und willkürlich Zivilisten töten um es dann auf assads armee zu schieben."

Ihr Argumentation erinnert mich an die heuchlerischen Appelle der UNO im Gaza Krieg, die beide Seiten aufgefordert haben die Waffen niederzulegen.

"wenn assad fällt ist der nächste schritt der angriff gegen den iran um nix anderes geht es, deswegen wird versucht von außen, das land zu destabilisieren, wie es nach assad weiter geht in syrien ist den herrschaften im westen völlig schnuppe."

Blödsinn. Wenn überhaupt würde es darum gehen die "Waffen-Pipeline"Von Iran zu Hezbollah zu unterbrechen. Iran kann schon auf sich selber aufpassen.

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Ehemaliger Nutzer 08.02.2012 | 18:38

@ Phineas Freek schrieb am 08.02.2012 um 12:57

>>>All diese "machtpolitischen Konstellationen" würden ohne ihr WILLIGES Mitmachen doch gar nicht das Licht der Welt werblicken...

Wer macht wo WILLIG mit? An diesem Satz kann ich noch einmal zeigen, wozu Ihre unklare Grammatik führt. Das "ihr" ist genau so unsauber wie "Rapanui", den Sie oben in der 3. Person ansprechen. Führen Sie Klage über die Welt? Führen Sie Klage über das hier vorgefundene Material? Führen Sie Klage über mich?

Gegenstand des Beitrages von Lutz Herden ist die Untersuchung der geopolitischen Konstellationen, insbesondere der Russlands, anhand des syrischen Beispiels. Diese Konstellation wird anhand des Begrifsspaares Machtzuwachs/ Machtverlust betrachtet. Dazu äußerte ich mich. Außer einer Frage, die grammatisch nur eine als Frage getarnte Feststellung ist (viel zu lang, um die hier einzufügen), äußern Sie sich nicht.

Stattdessen wechseln Sie unvermittelt die Ebene und betrachten statt dieser Machtkonstellation, das Verhalten des westlichen Staatsvolkes und eines durch sie willkürlich und zufällig markierten Individuums. Das Verhalten des westlichen Staatsvolkes aber ist nur ein Parameter bei der Verschiebung der Machtkonstellationen. Wesentlich ist das Verhalten der nationalen bzw. supranationalen Eliten und den durch sie eingesetzten Machtmitteln.

Wenn wir vielleicht bei diesem Thema bleiben könnten. Außerdem schlage ich vor, dass Sie von meinem persönlichen Beitrag zur Verschiebung der Machtkonstellationen in Nahost abstrahieren. Wenn Sie sich aber fürderhin der singulären These von cuchulainn anschließen, dass ich diversen imperialen Mächten den Steigbügel halte, sehe ich mich gezwungen anderen Diskussionen meine Aufmerksamkeit zu widmen.

sockevollpopcorn 09.02.2012 | 02:28

China und Pepe Escobar sind links? Echt!?

nein mit perwoll gewaschen.

Links und Rechts sind eigentlich überholte Begriffe. Ist China links? oder Russland? oder Iran?.

Wenn ich so überlege stehen doch alle irgendwie rechts.

Jedenfalls tritt Pepe Escobar mit Vorliebe im russischen Kanal RT auf und beim amerikanischen liberalen Democracy Now. Mit dem üblichem Abgesang auf die westlich Welt.

P.s: liberal hat in Amerika eine andere Bedeutung als hierzulande. Liberal steht in America für links.

"Ganz langsam zum Mitlesen: R A P A N U I. Gelle?"

Schön das ich was für ihr Selbstbewusstsein tun durfte. Wenn sie weitere Rechtschreibfehler finden, können sie sie ruhig behalten.

Grundgütiger 09.02.2012 | 15:03

Danke Lutz Herden, für diese wohltuende Differenzierung und einem kleinen Einblick in die dortigen geopolitischen Zusammenhänge.
"Russland könnte ja auch die Bevölkerung unterstützen".
Welche Bevölkerung, und wie? Die zum Teil seit Jahrhunderten bestehenden Strukturen erlauben keine eindeutige Zuweisung zu bestimmten Gruppen oder politischen Vertretern. Sicherlich gibt es religiöse Zugehörigkeit, Stammeszugehörigkeit und Clans.
Wer kämpft in Horms gegen wen? Ich bin mir sicher, das dies der NDR ebensowenig weiss wie einige selbsternannte Eingreifkrieger.
Die Behauptung allein ist entweder abgeschrieben, verordnet, oder schlicht dumm.
Da sind diplomatische Künste erstmal erste Wahl.
Wenn ich jeden Konflikt Regierender gegen Regierte mit Waffengewalt für eine Seite entscheiden müsste, wären eine Menge "befreundeter" Länder sturmreif.
Nur hat jetzt auch ein Westerwelle dazulernen müssen. Noch eine Enthaltung bei geostrategischen Interessen des "Westens", und der anstrengungslose Wohlstand ist perdu`.
Denen, die jetzt hier immer die Menschenrechte als Drehleier benutzen,empfehle ich, helft mit das Assad nicht syrische Probleme mit Gewalt löst, beendet die Kämpfe. Wie, fragt ihr? Da bin ich im Moment ein wenig ratlos. Ich setze auf Verhandlungen.

Urmel auf dem Eis 12.02.2012 | 01:05

°Die Zeit der alten Schutz- und Ordnungsmächte im Nahen Osten, die sich entlang der Frontverläufe des bipolaren Zeitalters sortiert haben, scheint für immer abgelaufen. "

Sicher.

Die neuen Kriege (bereits begonnen) spielen sich aus dem Weltall kommend ab.

Schauen Sie mal - nüchtern oder auch besoffen- bei Dunkelheit in den Himmel:

Wie wir die Drohnen lieben lernten.

Auf die vielen "Sterne".