Matthias Dell
04.12.2011 | 21:45 58

Ohne Speck, bitte

Tatort Oh, no, he did it again: Felix Murot aka Ulrich Tukur macht im "Tatort: Das Dorf" einen Ausflug: von Wiesbaden aus in die schnieke Parallelwelt eines Geschmacksdiktators

Wo Ulrich Tukur auftritt, leuchtet keine Farbe mehr, weshalb man sich im Tatort: Das Dorf den Übergang vom Einleitungsschwarzweiß ins entsättigte Geschmackvolldunkel eigentlich hätte sparen können – man sieht den Unterschied ja doch kaum. Das Geschmackvolldunkel ist das Zepter in der Hand von Tukur, der – ob nun durch vorauseilenden Gehorsam oder tatsächliche Mitwirkung – als wahrer Auteur des zweiten HR-Tatorts in Wiesbaden zu wirken scheint. Alles so: Als die Autos H-Kennzeichen trugen.

Der erste Ausflug führte Tukurs LKA-Ermittler Felix Murot – den die herzallerliebste Sekretärin Wächter (Barbara Philipp) tatsächlich französisch, also "Moureau" ausspricht – vor einem Jahr bekanntlich ins Herz der Finsternis der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte (RAF-Trauma). Da Murot nur einmal im Jahr kommt, es folglich was Besonderes sein sollte, pimpt der aktuelle Provinzfall seine Geschichte mit Surrealism, einem pseudoschicken Kunstkackelook und einem Bösewicht im grand format: Thomas Thiemes sattes Thüringisch steht hier im Dienste eines Mannes (Bemering), der in diesem strangen Dorf ein ebenso stranges Regiment führt. Bemering hat den späten Nietzsche, den er weltläufig zitiert ("Gott ist tot"), falsch verstanden und nimmt ihn als Anleitung zur Herrschaftsausübung: Wie man dazu sagen soll, ist nicht ganz klar – Bonvivantokratie? Geschmacksterror? Icktatur?

Es ist nämlich so, dass Bemering die öffentlichen Institutionen (Gesundheitswesen, Polizei) und privaten Dienstleister (Schrottwerkstatt, Gasthof) bedient nach seinem Gusto – also ungefähr so wie sich die James-Bond-Bösewichte das mit der Weltherrschaft immer vorgestellt hatten, hätte James Bond sie im letzten Moment darum nicht doch noch immer gebracht. Bemering korrigiert diesen alten Dr. No-Largo-Drago-Fehler und backt in seiner Hybris ersma kleinere Brötchen: First we take this Dorf, das er mit seinem Wohlstand gekapert hat, der sich vermutlich dem Organhandel im großen Stil verdankt, then mal sehen. Dummerweise hat so ein Dorf eine relativ überschaubare Haute Volée, weshalb Bemering meistens allein in der Bel Etage vom Gasthof abhängen muss – mit diesem Dietrich (Tobias Langhoff), der nie was sagt und in Rumänien noch so jung war.

Ein Flügel

steht nicht lang allein

Die Ärztin (die große Claudia Michelsen) kommt noch in Frage genauso wie die Mutter (Alice Kessler), aber das ist auf Dauer etwas öde. Deshalb freut sich Bemering ("Zudem umgeb' ich mich sehr gern mit Menschen, die Sinn für Qualität und gutes Essen haben") wie Bolle, als mit Murot einer vorbeikommt, der einen Fasan noch am Zubereitungsgeruch von der Wildente unterscheiden kann und Weine mit Namen kennt. Mit Murot lässt sich nicht nur das schnieke Gesellschaftszimmer ("22 Uhr Salon, 4 Gläser") mit Leben füllen (unvermeidlicherweise setzt sich Tukur irgendwann hinter den Flügel), es gibt auch jemanden, dem man "philosophische" Gespräche ans Knie nageln kann, die vom "Wert des Menschen" handeln.

Spätestens an dieser Stelle hätte irgendjemandem auffallen können (Buch: Daniel Nocke, der es doch eigentlich besser kann, Regie: Justus von Dohnanyi), dass beim Tatort nicht Laberskat gespielt wird, sondern Fernsehen ist. Wenn schon Wert des Lebens, dann bitte in der Geschichte als Dilemma, aber nicht doch als eitle Diskurslocke auf der Glatze dieser völlig irrelevanten Handlungen (Warum ist Murot seinem Kollegen zu Hilfe geeilt? Wo ist der vom großen Markus Hering gespielte Kollege? Warum musste wer zu Beginn eigentlich sterben? Und wozu liegt dann "Top", gespielt von Matthias Scheuring, wie wir Freunde sagen, auf dem Krankenbett? Was macht dieser Devid-Striesow-Polizist eigentlich sonst so? Warum wird der Schrottwerkstattlehrling abgemurkst? Um es abzukürzen: Was soll der Driss?).

Wenn es wirklich der Einfluss Tukurs ist, der einem dieses Machwerk eingebrockt hat, dann ist der Einfluss Tukurs entschieden zu groß. Diese Der-richtige-Geschmack-Gehubere geht ordentlich "auf den Docht" (René Artois) und ist in solchem Setting feige wie nichts Gutes – wenn Das Dorf an seine ästhetischen Überzeugungen glauben würde, müsste es die Wirklichkeit nicht auf geschmackvolldunkel dimmen, damit alles so erlesen aussehen kann.

Selbstgespräche auf höchstem Niveau

So aber kennt die Selbstverliebtheit keine Grenzen: Statt eines Kollegen hat Murot für die Diskussion bekanntlich seinen Tumor namens Lilly, der hier zurück spricht und tolle Halluzinationen erlaubt, in die Justus von Dohnanyi seine in Männerherzen und Männerherzen 2 performte Vorliebe für die Revue packen kann (– wegen der Hallus bekommt man auch den Eindruck, die Mutter sei nur ins Drehbuch geschrieben worden, damit die großen Kessler-Twins Quando, Quando, Quando tanzen können – was nicht die schlechteste Motivation ist). Weniger weihevoll könnte dieser Surrealism sogar lustig, das Ganze, wie die eigene Titeloptik nahe legt, tatsächlich die Parodie einer Groschenhefträuberpistole sein, in der Leute wie Bemering leben. Nur dafür bräuchte es einen Funken Humor.

Stattdessen putzt sich dieser Tatort permanent den Mund mit gestärkten Servietten. Und hat seine metonymische Szene in dem Moment, als Tukur gleich mit drei Hallus seiner selbst spricht, die alle auf verschiedene Weise zeigen dürfen, zu welch darstellerischer Vielfalt ein Großschauspieler fähig ist. Man ertappt sich bei dem Gedanken, dass die katholische Kirche umgehend ein großangelegtes Comeback feiern sollte, damit die Leute wieder etwas Respekt vor der Liebe zum Selbst kriegen.

Die Lächerlichkeit des Ganzen zeigt sich am Schluss, als eine einzige Ausfahrt der Sekretärin ausreicht, um Murot aus diesem fiesen Nest rauszuhauen. Der alte Peinsack, eben noch auf der Todesliege, jetzt schon wieder auf der Showbühne, hat umgehend Höhe und muss den Bemerwicht im Rausgehen noch so was von demütigen, indem er ihm unter die Nase reibt, dass sein endgeiler Wein leider falsch gelagert war. Don't mess with the Supertopchecker: So wird das nichts mit der Weltherrschaft.

Vorschlag zur Güte: Drei Straffolgen für Murot auf VHS und im Reihenhausmilieu mit Verbundfenstern, Laminat und Gelsenkirchener Barock.

Etwas, das auch Bushido über sich sagen würde: "Er ist ein guter Junge."

Eine Frage von gesellschaftskritischem Format: "Bin ich euer Tanzbär?"

Mal wieder was für den Grabstein: "Ein Altruist"
 

Kommentare (58)

Magda 04.12.2011 | 23:05

Ach hier sind Sie, Herr Dell.

Ich habe andauernd gejault, wenn schon surreal, dann stilvoll.

Dann dachte ich bei den Kesslers noch an Elisabeth Flickenschildt, die in alten Edgar Wallace Filmen immer die Mutter der Strolche spielte.

Ansonsten - diese "Diskurse". Nee, wirklich. Haben wir für sowas nicht den Sloterdijk?

Und dann kommt die Assistentin wildentschlossen und meint: Jetzt ist aber Schluss hier: Ahoi. Prachtvoller Blödsinn.

Der Song zum Tatort wäre: Es macht immer TuTu - (Tukurs Tumor)

Blinkfeuer 04.12.2011 | 23:16

Durch die prächtige Frühgabe eines Radiosenders aus NL (ArrowRock.nl, da hat auch "der große Ronnie Wood" zum Glücke des online- Lauschers eine Sendung) summte den depperten Adventssonntag lang nun "Long may you run, Neil Young", durch das Resthirn, das die ARD ja wohl auch noch töten will. Das kann ich aber autark.
Aber dann kam Ballroom Blitz. DANKE!

Zum Thema: Als beim Film- Tanz im Hintergrund "Stan Olli" sanft aus den OFF grinsten, war wieder alles gut.
Wie? Habt Ihr nicht gesehen? Ne, so watt aber auch. Ich sah auch keinen Tatort. Da hilft das Bier des Sponsors leider nicht.

Rene Artois 04.12.2011 | 23:29

Jetzt will ich aber mal ein dicker Dell-Lob: Ich habe soeben diese gequirlte Fäkalie timeshiftig bis zum bitteren Ende geschaut und bin ihm damit zumindest ebenbürtig. Zumal auf ZDFneo ein hervorragender Lynley (Part1) lief und mir dadurch die erste halbe Stunde des ZDF-Barnaby (dt. Erstausstrahlung ...) entgangen ist (was eher minder schlimm ist, da beide auf dem anderen TV-PC aufgezeichnet werden ...)

Sarah Rudolph 04.12.2011 | 23:39

Ich hatte großen Spaß. Kopfschmerzen und schlechte Laune, aber: wow. Der krasseste Tatort aller Zeiten. Ich hab die meiste Zeit keine Ahnung gehabt worum es eigentlich geht, aber völlig egal. Film Noir, Kafka, Lynch und Mary Poppins in einen Cocktailmixer, ein paar hübsche Schauspieler hinzu, durchrütteln und wundern.
Das war kein Tatort, das war absurd.
Kunstkacke deluxe, quasi.

Ich finde Experimente müssen sein. Kein großer Film, schon gar kein großer Krimi, nein, aber ein großes Experiment.

Aber auch wenn ich dieser Kritik nicht im Geringsten zustimmen mag, trotzdem hab ich sie gern und mit Verngnügen gelesen. Ist doch auch was.

Uwe Theel 04.12.2011 | 23:47

Lieber herr Dell,

Sie schrieben fast erschöpfend, allerdings vergaßen Sie, wahrscheinlich aus Erschöpfung, zu erwähnen, dass sich nicht nur am James-Bond-Genre und den deutschen Edgar-Wallace-Filmen der 60er incl. Klaus Kinski vergangen wurde, sondern dass gleich noch Orson Welles und Fritz Lang sowie die Hammer Studios ausgeräubert wurden.

Dass Alice Kessler, wie Magda schon richtig bemerkte als Elisabeth Flickenschildt, letztere schon in Reinls "Die Bande des Schreckens" notorisch, auftreten mußte, eröffnete mir die Frage, wer sollte da mit wem filmhistorisch erschlagen werden und ob das gerecht sei?

Hat Tukur das wirklich nötig?

P.S.: Murot wäre franz. [Müro] nicht [muroo]

luke5strings 04.12.2011 | 23:53

Aber aber, Herr Dell, nu seien Sie doch nicht so streng.

Ich habe mich jedenfalls blendend über diese surrealistische Wallace-Hommage amüsiert, mich an den Schauspielkünsten Tukurs und den wunderbaren Traumszenen - die riesige Plastik-Haselnuss! ein Gruß von den Coen-Brüdern - erfreut, und gerade die Schlussbemerkung über den schlecht temperierten Burgunder war doch gerade das Tüpfelchen auf dem I.

Fragen an die Plot-Logik verbieten sich hier, sonst ist man wirklich "im falschen Film".

Uwe Theel 05.12.2011 | 00:06

@luke5strings am 04.12.2011 um 22:53

diese surrealistische Wallace-Hommage

Widerspruch: Eine Hommage ehrt das Vorbild. In diesem Tatort wurde zu diesem Zweck nicht ironisch oder sonstwie ehrlich zitiert, sondern es wurde sich leichenfledderich einiger Versatzstücke - nicht nur bei Reinl geklaut - bedient um höchstens ein Aha-ich-hab`s-erkannt-Erlebnis beim Zuschauer auszulösen, das diesem Tatort aber dann auch nicht weiter auf die Sprünge half.

Schauen Sie sich die Wixxer-Filme an, dann wissen Sie wie es, wenn überhaupt mit den Wallace-Filmen ginge, was der Tatort hier vortäuscht.

Mann und Maus 05.12.2011 | 00:46

Kunstkacke. Sehr richtig, Frau Rudolph!
Da müssen zwangsläufig Bewertungen wie diese kommen:
menschenzeitung.de/?p=10926

Ich zweifle daran, dass es sich dabei um hohe Kunst handelt. Wohl eher um das zwanghafte Bemühen danach.

Letztendlich freut mich aber dieser Tatort sehr. Nicht weil er besonders gut ist, sondern schlicht und einfach deshalb weil er so anders ist. Da wurde das Ritual des Sonntag Abend Tatorts mal schön aufgerüttelt.
Das nächste mal kommt dann wahrscheinlich 90 Minuten Tukur auf einem Stuhl sitzend. Und danach wird für 90 Minuten die Farbe Magenta ausgestrahlt. Ganz große Kunst. Ich fände es super :D

koträppchen 05.12.2011 | 02:08

Lieber Herr Dell,

schon seit der ersten Tatortsekunde fieberte ich heute Abend Ihrem Freitag-Beitrag entgegen! Jedes Mal (und das war oft!), wenn ich eine Parallele zu (teilweise bereits o.g. (Danke Sarah Rudolph und Uwe Theel)) Film Noir, Edgar Wallace, Stephen King oder der Rocky Horror Picture Show sah, freute ich mich bereits auf Ihr (Kunst)Kennerauge, das in sprachlich versierter Analyse auch in dieser Woche wieder die 'Tiefe' des Tatorts erkennt oder zumindest ergründet.

Sehr zu meinem Bedauern muss ich allerdings feststellen, dass Sie heute Abend mit zwei blinden Augen geschaut haben. Ich habe mich - ganz tatortuntypisch - aufgeregt (excited und nicht angry) vor dem Bildschirm hin und her gewunden und Spaß am Detail gehabt, wenn etwa das Auto stecken bleibt und der Kommissar zum Bleiben gezwungen wird (RHPS: das junge Paar verirrt sich an einer Baustelle, hat einen Platten und ist zum Pausieren gewungen) oder die Ärztin das Gehirn auf dem Tablett serviert (RHPS: Eddies Gehirn wird verspeist) oder gar die Gastwirtschaftsgemeinde plötzlich musical-esk zu Singen beginnt - nicht zu letzt (um dennoch weitere RHPS Elemente auszusparen) der eifersüchtig-loyale 'Diener' und die Frankenstein=Rocky-Übersetzung als Organtransplantations-Gauner-Organisations-tum.

Funivia 05.12.2011 | 03:20

Ja, es ist wohl die Einsamkeit des Bösen, die den Tatort gut ausgehen lässt.
Bemering braucht dringend einen, der auf hohem Niveau zuhören kann und mit dem man vor lauter Langeweile ins Geschäft kommen will, die Großmutter jemanden, der Nachts im Dunkeln ungefragt mit ihr in Fotoalben stöbert, und die Ärztin will endlich einen Mann heiraten, zu dem sie sich augenscheinlich nicht hingezogen fühlt und der in wenigen Monaten den Löffel abgeben wird. Soweit, so holprig.
Aber wie schon erwähnt, sind es wohl die ästethischen Griffe ins skurile Dunkel, die diesen Tatort ausmachen sollen.
Zu diesen Griffen sollte dann wohl als Pendant der moralische Abgrund über den Wert und Unwert des menschlichen Lebens gesellt werden. Schade nur, dass dieser elitäre Ansatz, der humouristisch lösbar gewesen wäre, nur als Rattenfänger-Ansatz hingestellt wird und sich dann in NS-Arzt-Manier als Keule herausstellt, die jeden treffen soll, der auch nur ein Fünkchen Sympahie für Bemering aufzubringen wollte. Insofern, geglückte Unterhaltung mit hohem Wohlfühlfaktor und trippigen Visuals.

Wirihrich 05.12.2011 | 05:34

Dies hier ist mein erstes Post.

Ich musste das Wort "Bonvivantokratie" nachschlagen, denn ich hatte in meiner Müdigkeit irgendwie an "Bovin"(Rind) gedacht und das hat mich sehr verwirrt.

Ich frage mich wer die "Kessler-Twins" sind, (die man zu "ihrer" Zeit wohl noch "Kesslerzwillige") nannte und warum ausgerechnet sie so "groß" sind. Wikipedia sagt mir: "sie zu den schönsten Frauen der Welt gezählt". aha..soso... also vor meiner Zeit..der Autor ist sicherlich auch in etwa Jahrgang '36.
"René Artois", sagt mir auch nichts, dabei "kenne" ich eine Menge Menschen und Dinge.

Nun ja...vielleicht gehöre ich nicht in den erlesenen Kreis des Blattes "der Freitag". Die Frage, die ich mir stelle ist: wie kann ich dazugehören? Über die "Önologie"(Weinkunde - jetzt komme ich mal mit einem schlauen Wort! haha!) ja, anscheinend nicht!

Muss ich nur ein Abo bestellen um die Auflage an der 14000er Grenze zu stabilisieren und schon bin ich einer von euch?
(ja, der Junge hat recherchiert...gibt ja heute "Internet")

Ihr - die Ihr einen Totalveriss herausbringt über einen "Film", was denkt ihr euch dabei so?
Wo ist der Gegenvorschlag?
Was wäre heute Abend "besser" gewesen?
Welches erlesene Getränk hat sich der erhabene Autor dieses Artikels heute Abend reingezogen(Wein wohl nicht..(schmeckt auch scheisse imho)) und was hat er wohl getan ab 20:15, als das niedere Volk sich in "seinem Reihenhausmilieu mit Verbundfenstern, Laminat und Gelsenkirchener Barock" den "Tartort" im (evtl. "noch" Röhren-)Fernseher mit angeschlossenem VHS-Rekorder, geschaut hat, um vor dem allsonntaglichen Lagerfeuer, etwas serviert zu bekommen, dass es aufgrund ihrer altersbedingten Abgeschlagenheit und Prädemenz wohl nicht im Detail verstanden hat, der Autor aber anscheinend sehr wohl?!?

Vergessen habt ihr dabei, dass das "Tartortgucken" wieder voll angesagt ist(das bedeutet so viel wie "en vogue" oder chique).
Den gemeinen "Tartortgucker" passt tatsächlich nicht mehr in das dargestellte Bild, sondern ist auch bei bürgerlichen Jugendbohème anzutreffen(eine interessante Entwicklung die ich nicht verstehe aber auch gar nicht bewerten möchte)...und weiß Gott wo noch überall.....Mein Motiv den Film eben anzuschauen war Bild.de, normalerweise sehe ich ihn auch nicht(versprochen!).

Ich fand den Film eigentlich ganz gut.

Es wurden doch schöne Clichés geboten, die jetzt von "Linken"(vereinfachen wir das mal so) ausgeweidet werden könnten: Es gab den Korrupten Bullen, den Selbstverlieben Machtpaten, der in seinem darwinistischen Gottkomplex kleine, arme Kinder schlachtet und nicht zuletzt haben wir mal wieder das böse, böse Gesundheitssystem erlebt bei seiner Lieblingsaufgabe: "schlechtes tun".

Warum also so ablehnend?
Warum so streng?
Warum muss es immer einen geben der "dagegen" ist?
Warum bin ich gerade "gegen" diesen Artikel.....

..ich frage meinen Tumor, wenn er für mich Zeit hat.
(man kann übrigens übrigen kein Gehirn transplantieren - mit auf die "Mängelliste" bitte.)

Nacht.

Matthias Dell 05.12.2011 | 10:36

chapeau, R.A., wenn das mit dem "dicker dell-lob" gemeint ist. wir endlich mal so, nur bei der frage, ob das ein "tatort" war, das würde ich etwas anders akzentuieren: "tatort" ist alles, was 20.15 uhr nach dem vorspann kommt. interessant scheint mir aber der tukur-akzent, der sich mit dem schweiger-engagement womöglich zur tendenz auswächst: dass das die stare ihr eigenes süppchen kochen. ob das dem format hilft, muss beobachtet werden

linagru 05.12.2011 | 10:51

Es ist so ein bisschen wie wenn ein Freund sturz besoffen ohne Talent auf die Karaoke Bühne kraxelt.
Da singt er dann und man weiss nicht ob das jetzt so peinlich ist wie man grade denkt. Und in dem Moment in dem er über sich selbst lacht, weiss man dann dass alles gut ist.
Es ist einfach nur witzig. Dieser Humor hat aber gefehlt.

Matthias Dell 05.12.2011 | 10:53

@luke5strings oben
das mit der plot-logik ist richtig, das bringt hier überhaupt nichts. ist aber schon interessant, dass sich das dann irgendwann auflöst, spuren von plot noch da sind, nicht erzählt werden - diese verunglückte szene mit den fotoalben, die murot des nachts heimlich anguckt, da steckte doch was dahinter, odr
@luke5strings
nach oben wird zitiert, nach unten geklaut.

ausbein 05.12.2011 | 11:03

Meistens übertreffen die Texte von Matthias Dell den albernen und drögen Tatort ja deutlich an Esprit, aber hier sehe ich das mal anders: Sehr schöner, unterhaltsamer, amüsanter Tatort und eine etwas verkrampfte Kritik dazu.

(Im Sinne der Macher dieses Tatorts hoffe ich, dass er nicht bierernst genommen werden sollte. Sonst funktioniert er tatsächlich nicht.)

---

Ach ja, was den Pool der möglichen Zitate betrifft, ist unbedingt noch "The Singing Detective" hinzuzufügen.

Vielleicht sogar auch noch "The Big Lebowski". Die Parallelen der Tanzszene: K.O. durch verabreichte Droge + perspektivische Spielereien vor dunklem Sternenhimmel + Musik und Tanz + Todesengel/Walküre + Haselnuss/Bowlingkugel.

Ahoi.

Matthias Dell 05.12.2011 | 11:11

koträppchen!
bin untröstlich, sie enttäuscht zu haben. halte (wie uwe theel ad luke5strings) einen anderen umgang mit dem zitat für nachvollziehbar: das reine wiederkennen macht noch keinen sommer. entscheidend ist, was eigenes aus dem zitieren entsteht: RHPS ist dafür doch ein sehr schönes beispiel, weil da ja auch lauter standardsituationen, referenzen and so on zu etwas verwurstet werden, das damit eine eben etwas neues, zumindest eine neue perspektive aufs material entsteht. das kann ich hier nicht entdecken, und auch wenn jedes zitat natürlich von einem bewusstsein für die (film)geschichte zeugt, dann ist memory doch ein recht einfacher sport

Matthias Dell 05.12.2011 | 11:14

ich fänd ja interessant, wo man "bonvivantokratie" nachschlagen kann. ansonsten
@wirihrich
das hier ist keine sekte, und wie sie richtig erkannt haben, muss man zum kommentieren auch nicht die abo-kundennummer eingeben. was zählt, ist das gute argument, die hübsche beobachtung, der spaß an der freud. das wäre auch meine antwort auf ihre warum-fragen. warum denn nicht streng? ist alles ausdruck der liebe zum format, die hier voll angesagt, wenn nicht en vogue ist

Matthias Dell 05.12.2011 | 11:26

danke. die traumszene ist ja schön, und natürlich denkt man, wow, das so was im deutschen fernsehen am sonntagabend möglich ist. aber zugleich steckt die dann fest in einer irgendwie biederen, sich selbst ernstnehmenden fernseherzählung, die natürlich kollabiert. trash reinsten wassers (was nicht negativ gemeint ist). der unterschied zu "the big lebowski" ist aber der ums ganze - es mangelt hier an einer ironischen erzählhaltung, die dort einen großen film produziert

ausbein 05.12.2011 | 13:39

Hmm. Ich selbst glaubte das mit der "ironischen Erzählhaltung" ja sehen zu können, ganz deutlich sogar!
(Werde mal in ein paar Monaten prüfen, ob sich dann daran etwas geändert hat.)

Nebenbei: In der Größe gibt es natürlich große Unterschiede. Zu "The Big Lebowski". Zum Beispiel wird dort wird keine Szene gegen die Wand gefahren, im Gegenteil.

In "Das Dorf" aber wird ausgerechnet die, wie ich finde, zunächst sehr elegante Verhaftungsszene noch vollkommen vermasselt. Der Spruch mit dem falsch gelagerten Burgunder ("Viel zu kalt, Herr Bemering. Raumtemperatur!") ist nämlich nicht nur überflüssig, sondern auch noch dumm und demontiert den gerade triumphierenden Murot auf's Peinlichste. Wer sich so hervortut, sollte auch tatsächlich recht haben.

Nicht, dass ich mir Burgunder leisten könnte, aber Folgendes gehört einfach zum Grundwissen eines Weintrinkers.

Erstens hieße es richtig nicht "gelagert" sondern "serviert" (Gelagert wird weit unter Raum-/Zimmertemperatur. Unterschieden wird in Lager, Servier- und Trinktemperatur. Serviertemperatur je nach Umweltbedingungen mehr oder weniger knapp unter Trinktemperatur).

Zweitens stammt der Rat mit der Raumtemperatur aus einer Zeit, als die Temperatur der Räume bei 16 bis 18 Grad Celsius lag. Heute einen Pinot Noir/Burgunder mit Raumtemperatur zu servieren, wäre ein höchst dilettantischer Frevel.

Uwe Theel 05.12.2011 | 14:02

@ luke5strings schrieb am 05.12.2011 um 07:51

"Was ist denn der Unterschied zwischen Zitieren und Klauen?

Das Zitat ist als erstes kenntlich, es wird also nicht gezuguttenbergert.

Kenntlich heißt, dass das Zitat sowohl den Herkunftsort (Film) kenntlich läßt, als diesen in intelligenter Weise kommentiert, verfremdet, wobei dieser Kommentar Teil der Chiffrierung der Botschaft des Films ist innerhalb dessen zitiert wird.

Klauen ist "copy and paste" mit anderen Darstellern ohne sich Scheren um Ausdruck dort oder hier. Hauptsache Effekt irgendwie, ohne Dankbarkeit und Verständnis oder im Zweifelsfall auch nur ehrliche Bewunderung für das Original.

Ich sagte es schon: Ein Weltmeister darin war Peter Sellers.

Matthias Dell 05.12.2011 | 14:14

das mit dem wein ist doch mal ein hinweis! darüberhinaus: gerade diese szene zeigt, was ich meine mit der fehlenden selbstironie - da mischt sich so ein irrer surrealism dann mit so nem biederen kindergarten-meiner-ist-aber-der-schönste-bagger. vielleicht wird man in ein paar jahren das scheitern der gegenläufigen intentionen auch milder beurteilen. voraussetzung von gelungenem trash ist ja, dass es ernst gemeint ist, was dann scheitert

Rene Artois 05.12.2011 | 14:28

Vom Blog www.rotwein-weisswein.at:

"Die ideale Serviertemperatur?

Alleine durch das Einschenken des Rotweines in die Gläser bekommt dieser schnell ein bis zwei Grad dazu. Daher ist es empfehlenswert, den Wein erst kurz vor dem Öffnen aus dem Keller zu holen.

12 bis 14 °C: Weine mit wenig Tannin, leichte Rotweine, wie zum Beispiel Beaujolais, Kalterersee oder liebliche Rotweine.

14 bis 16°C: fruchtige Rotweine mit weichen Tanninen. Max. leicht im Holz ausgebaut. Beispiele: Leichte Weine aus Frankreich oder Spanien, Shiraz, Zweigelt, Pinot Noir.

16 bis 18°C: kräftige Rotweine mit deutlichen Tanninen. Rotweine mit Lagerpotenzial, wie zum Beispiel Barolo, Bordeaux, hochwertige Rotweincuvées und alle kräftigen Rotweine."

ausbein 05.12.2011 | 15:33

Ja, diese Übersichten kenne ich auch so. (Die Weißweine und Schaumweine noch kühler.)

Aber der Satz "Daher ist es empfehlenswert, den Wein erst kurz vor dem Öffnen aus dem Keller zu holen." sollte lieber gestrichen werden. Richtig ist er ja nur, wenn ich für jeden Weintypus einen eigenen Keller habe ... oder das "kurz vor dem Öffnen" für jeden Wein neu definiere. (Und was ist mit dem Thema Dekantieren?)

Detailliert hier: www.wein-plus.de/glossar/Weintemperatur.htm

paulart 05.12.2011 | 15:56

Tumor ist, wenn es trotzdem kracht

Ach, hätte es doch bloß ein wenig im TuKurSchattigen Tatort gekracht! Aber nichts davon. Nur eine zu hohe Anzahl kryptischer Szenen. Wieder mal der Beweis: Gute Schauspieler können ein schlechtes Drehbuch nicht retten. Oder lag's gar nicht am Drehbuch? Lag's - wie Matthias Dell nicht zu Unrecht vermutet - am Dreh- und Angelpunkt Ulrich Tukur?

Ich habe überlegt: Doch besser auf den WhyNachtsmarkt? Oder AufSchalke? Und hab mich dann für die Eifel entschieden, weil ich a) den ersten Tukurowitsch verpasst und b) eine besondere Beziehung zur Eifel habe:

zweifel
ich sammle zweifel für die klaren fälle
denn in der eifel gibt es eine stelle
wo ich sie hinterlegen kann
und kommt die zeit... mal dann und wann
steh ich bereit - - - und zweifel an

Das Dorf - ein zweifelhafter Tatort. Ach hätte der Regisseur doch wenigstens Rösler oder Bahr gefragt, ob sie die Bemering-Helfer-Rolle übernehmen könnten - so wäre am Ende die Gesundheitsreform wieder in aller Munde gewesen.

Erich Landsberger 05.12.2011 | 16:44

"Wenn Das Dorf an seine ästhetischen Überzeugungen glauben würde (...)"

Welche "ästhetischen Überzeugungen"? Basiert diese Sendung auf irgendwelchen "Überzeugungen" oder konsequent umgesetzten Konzepten?

"Großes Experiment" (Sarah Rudolph). Was war denn hier "experimentell"? Angefangen von den Musikeinlagen (die waren schon in den 1970er Jahren bei "Kottan Ermittelt" spätestens beim dritten Mal vorhersehbar/langweilig) über die Zitate/Parodien (ohne erkennbare Haltung gegenüber dem zitierten/parodierten, vgl. Kommentare von Uwe Theel) und dem Vorspann (warum nicht konsequent und am Schluss auch was "originelles"?) knüpfte "Das Dorf" ästhetisch / konzeptionell an andere "Machwerke" (Dell, treffend) des Hessischen Rundfunks an, zum Beispiel an "Die Ute Lemper Show" (Regie: Ekkehard Böhmer, der ansonsten sein Handwerk verstand).

Spätestens seit den 1980er Jahren (MTV-Ästhetik) sind die formalen Spielereien (Bildsprache etc), aus denen sich "Das Dorf" mehr schlecht als recht zusammen fügt, zu Klischees verkommen: Da gibt es nix zu entdecken, zu decodieren usw.

Und die Geschichte/Handlung, insofern davon überhaupt die Rede sein kann, war wirr und langweilig.

Die Hauptprobleme der HR-Tatorte (seit Brinkmann pensioniert wurde), und der Reihe insgesamt, sind die (Achtung Ironie!) wahnsinnig innovativen Konzepte, die originellen Konstellationen zwischen den ach so unterschiedlichen Typen (ein Bayer im Saarland, das gab's noch nie!), der ganze Ballast, den die armen Kommissare/Ermittler mit sich herumschleppen (eine Kommissarin, deren Eltern ermordet wurden, ein Kommissar, dessen Frau und Kind getötet wurden) - und der dann nach ein paar Folgen keine Rolle mehr spielt (Schüttauf/Sawatzki), auserzählt ist (Saarbrücken) oder aus sonstigen Gründen (Hamburg) nicht langfristig funktioniert.

Die "Ulrich Tukur Show" von gestern abend war jedenfalls ein Tiefpunkt, der (hoffentlich) so schnell nicht mehr erreicht werden wird.

Statt ständig die Kommissare/Ermittler auszutauschen, sollte man mal den verantwortlichen Redakteuren genauer auf die Finger schauen ...

Tobi-Eiki 05.12.2011 | 17:34

Sicherlich bekam der Zuschauer am Sonntagabend einen ganz anderen Tatort geboten. Trotzdem sollte neuen Stilrichtungen und Ideen zur Gestaltung der Tatort-Serie eine Chance gegeben werden. Natürlich war es gewöhnungsbedürftig. Trotzdem auch interessant. Ein zweites Mal werde ich diesen Teil sicher auch nicht ansehen. Dafür sind Jan Josef Liefers und Axel Prahl einfach zu genial. Dennoch bin ich als Zuschauer offen für neue Ideen und Experimente, auch beim Tatort.

Achtermann 05.12.2011 | 17:53

Höhepunkt war eindeutig der Auftritt der 150 Jahre alten Twin-Kesslers. Dass die zwei Hupfdohlen immer noch für sowas zu gebrauchen sind… Die Geschichte mit dem Tumor ist nicht nur humorfrei, sie ist auch unglaubwürdig. Ein deutscher Beamter mit dieser Diagnose würde seinen Dienst, hier sogar den Außendienst, nicht versehen dürfen bzw. müssen. Ohne Knappe unterwegs, ständig der Gefahr ausgesetzt, doppelt, doppelbödig oder zweigespalten in die Welt zu blicken, würde er nicht mal zu Fuß auf Dienstreise geschickt werden. Die Tumor-Geschichte würde eher in einen Roman passen. Man könnte dort den inneren Dialog des Leidenden mitverfolgen: Wie entwickelt sich der Hirn-Insasse? Welche Wahrnehmungsstörungen sind künftig zu erwarten? Was sagt der Arzt, der den inneren Karbunkel am besten kennt? Wie stehen die Heilungschancen nach einem chirurgischen Sanierungsversuch? Muss ich mich auf den nahen Tod einstellen? Wann greift der Verdrängungsmechanismus. Das alles bleibt in diesem Film nicht nur im Dunkeln. Es kommt einfach nicht vor. Zumindest habe ich es beim Dösen nicht wahrgenommen. Vielleicht hat mich auch ein Hirntumor behindert?

Ullrich Läntzsch 05.12.2011 | 19:25

Liebe Sarah Rudolph,

vielleicht haben Sie gelacht, weil Sie sich so das Vergnügen gönnen konnten, sich an einem sensationellen Schauspieler zu erfreuen, ohne sich gleichzeitig über ein mieses Stuck zu ärgern. Das nenne ich schlau sein. Ich war leider zu doof, un ärgerte mich über den hanebüchenen Inhalt.

Grüße

ps
Rene Artois hat sicher recht - nach dem alten Kritiker Motto, wenn ich nichts verstanden habe, dann muß es Kunst sein.

Matthias Dell 06.12.2011 | 13:10

@Erich Landsberger
ketzer würden sagen, dass ihre kritik vielleicht e t w a s pauschal ausfällt.
und die schelte der "verantwortlichen redakteure" geht in diesem fall wirklich fehl: die tatort-redakteure des hessischen rundfunks gehören zweifellos zu den mutigsten und experimentierfreudigsten (wie man ja selbst am vorliegenden fall sieht, wie man auch an der conny-mey-figur aus frankfurt sieht). schütte und sawatzki auf nebenaspekte zu reduzieren, verkürzt die wahrnehmung doch arg, filmisch waren die folgen gewagt: der legendäre schweighöfer-tatort, in dem der totschläger ungeschoren davon kommt und der anstifter/mörder ein sympathieträger ist - das muss man sich erstmal trauen um 20.15 uhr in der ard

Grundgütiger 08.12.2011 | 10:55

Selige Erinnerung der Kindheit, die Wundertüte. Nie wusste man, was es für einen Groschen so gab.
Tatort am Sonntag als Wundertüte? Im Ansatz schon.
Drehbuch, Redaktion, immer die gleiche Frage, was koche ich heute?
Bewährte Zutaten, exotische Gewürze? Manchmal ist einem nach zuviel Süßem nach Saurem.
Mir hat´s gefallen. Und geschmeckt. War ja mal was anderes, oder?
Und dafür ist er ja bekannt, oder auch genommen worden, der Tukur, schwer verdauliches geniessbar zu machen. Wer den Surrealismus nicht mag, kann ich verstehen, ist ja nicht durchweg lustig. Aber mal eine schöne Unterbrechung beim morden.
Die Anzahl der Plot´s, die den Mord zum Thema haben, ist begrenzt. Mit persönlich war es eine Prise zuviel des surrealen.
Als Streckmittel sollte man ihn nicht benutzen.
Schließlich gilt es einen greinenden Lümmel zu unterhalten, der nicht immer weiss, was er will.
So, und jetzt freuen wir uns auf die nächste Wundertüte.
Danke Matthias Dell.