Das Mädchen & die Stadt (5)

Das Mädchen fuhr mit dem Zug, jetzt fährt sie mit dem Fahrrad aufs Land. Viel Staub um nichts. Das Mädchen fährt in Richtung einer Kaschemme. ...

Das Mädchen fuhr mit dem Zug, jetzt fährt sie mit dem Fahrrad aufs Land. Viel Staub um nichts. Das Mädchen fährt in Richtung einer Kaschemme. Unterwegs kräuseln sich die Gedanken, wollen aber nicht raus. Panikattacken auf dem Fahrrad kommen uncool, sagt sich das Mädchen zum Beispiel, um sich zu beruhigen, als sie fast vor einen Trecker fährt. Ansonsten bleibt es still. Ein paar Kühe rechts warten auf Fotografen oder junge Designerinnen, die die Gestaltung von Plattencovern oder Operplakaten erledigen. Nicht warten, sagt sich das Mädchen, sondern treten. Sie hat kein Date, seit der Morgenzeitung hat sie niemanden gesprochen. Mobiltelefone sind ihr fremd geblieben, Science Fiction ist nichts als eine Erinnerung, findet sie, wovon die Morgenzeitung glücklicherweise nichts weiß. Warum fährt sie in die Kaschemme? Sie hat die Stadt verlassen, und irgendwo will ein Anfang gemacht sein, könnte ihre Antwort lauten, aber sie backt sich keinen Gedanken dazu.

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