Nick Cohen
13.01.2015 | 15:28 21

Gebt doch wenigstens zu, dass ihr Angst habt

Charlie Hebdo Journalisten leben mit der Lüge, den Mächtigen furchtlos die Meinung zu geigen – dass sie sich aus Angst auch selbst zensieren, gestehen sie sich dabei nicht ein

In Großbritannien gibt es ein Blasphemie-Gesetz. Es wurde zwar von keinem Parlament verabschiedet und nie haben die Bürger darüber abgestimmt. Es gibt keine Richter, die über seine Anwendung wachen und keine Jury entscheidet über etwaige Verstöße. Es gibt keine Möglichkeit, ein Urteil, wenn es erst einmal gesprochen wurde, anzufechten, und wer gegen das Gesetz verstößt wird mit dem Tode bestraft. Nicht die Polizei sorgt für seine Einhaltung, sondern eine Angst, die noch nicht einmal als solche benannt wird. Wir fürchten uns sogar davor zugeben, dass wir Angst haben.

Wir sind Feiglinge. Es ist das eine, zu sagen, man finde die Karikaturen von Charlie Hebdo nicht gut. Doch die BBC, Channel 4 und viele Zeitungen scheuen sich, überhaupt irgendwelche Darstellungen Mohammeds auszustrahlen oder abzubilden. Sie könnten diese Selbstzensur wenigstens einräumen und sagen, sie hätten Angst um ihre Mitarbeiter – damit würden sie sich einen Rest ihres Ansehens bewahren. Sie könnten erklären: „Unsere Selbstzensur hat nichts mit Respekt zu tun. Wir hassen Leute, die ihre Tabus mit Kalaschnikows durchsetzen. Aber wir wollen uns nicht unser ganzes Leben lang verstecken müssen wie Salman Rushdie. Oder auf der Straße erstochen werden wie Theo van Gogh. Oder miterleben müssen, wie man uns die Tür mit einer Axt einschlägt wie Kurt Westergaard. Also halten wir uns zurück.“

Ein ehrliches Eingeständnis, dass die Einschüchterung funktioniert, würde mit der Mär aufräumen, Journalisten würden den Mächtigen stets furchtlos und unerschrocken die Wahrheit entgegenschmettern. Und es wäre eine kleine Geste der Solidarität mit säkularen Pakistanern, die bedroht werden, weil sie die Barbarei im Namen Gottes ablehnen, oder britischen Eltern, die krank vor Sorge sind, weil sie befürchten, ihre Söhne könnten sich dem IS anschließen. 

Stattdessen leben viele Journalisten, Künstler und Comedians seit Jahren mit der Lüge, sie würden es mit den Mächtigen aufnehmen. Dabei tun sie das nur solange die Mächtigen, die sie angreifen, nicht gewaltbereit sind und uns im Zweifel sogar töten würden.

Der Massenmord an den Karikaturisten von Charlie Hebdo, den Polizisten und Juden wird unsere Welt verändern – fast mit Sicherheit zum Schlechten. Es sei denn, wir schaffen es, die Angst und die Selbstzensur zu überwinden, die nicht nur in den Medien weit verbreitet ist.

Als Kollegen in der vergangenen Woche Historiker anfragten, in einem Londoner Museum über die lange Geschichte von Mohammed-Darstellungen in der Kunst zu sprechen, versuchten Pressesprecher sie panisch zum Schweigen zu bringen. Der Historiker Tom Holland, der Morddrohungen erhielt, nachdem er den Schöpfungsmythos des Islam infrage gestellt hatte, sagte: „Ich kenne kein anderes Gebiet der Geschichtswissenschaft, wo die Debatte so von Angst bestimmt ist.“ Er hofft zwar, dass die Geschichtswissenschaft auch weiterhin an der Überzeugung festhält, dass der Koran von Menschen geschrieben wurde, zweifelt aber daran, dass Journalisten diesbezügliche Forschungsergebnisse allzu bereitwillig an die Öffentlichkeit tragen werden.

Die Kapitulation, von der ich spreche, ist nicht gerade klein. Im 19. Jahrhundert hat die Textkritik deutscher Gelehrter gezeigt, dass es sich bei dem, was die Bibel als Wort Gottes ausgab, um ein Durcheinander einander widersprechender Geschichten handelt. Für Christen- und Judentum war das ein ebenso schwerer Schlag wie die Erkenntnisse Darwins. Jeder, der das gleiche heute auch mit dem Koran und die Hadith wiederholen will, muss vielleicht mit der Angst leben, dass ihm dasselbe widerfährt wie den Karikaturisten von Paris.

Mein Freund und Genosse Maajid Nawaz war Dschihadist, bevor er zum Liberalismus konvertierte und versteht, wie diese Leute ticken. Er glaubt, die Menschen verstünden immer noch nicht, dass es den radikalen Islamisten nicht nur darum geht, ihre Tabus mit Waffengewalt durchzusetzen. Vielmehr wollten sie einen Bürgerkrieg entfachen, dafür sorgen, dass die Rechtsradikalen Zulauf erhalten, ein normales Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen nicht mehr möglich ist und die europäischen Moslems so zu der Einsicht bringen, dass sie nur in einem Kalifat leben können. Wenn man einer ihrer Forderungen nachkommt, werden sie den Druck weiter erhöhen und zu der nächsten Forderung übergehen.

Wenn man sich die Inhalte und Forderungen ansieht, dann zerbröseln die Unterschiede zwischen den Fanatikern von Paris und dem, was etwa in Saudi Arabien gängige Rechtspraxis ist. Das Land gilt als Partner Großbritanniens, erhält jede Menge Waffen und Rüstungsgüter und verbreitet massiv Propaganda in britischen Moscheen und Universitäten. Zur gleichen Zeit, in der Paris aussah wie ein Kriegsgebiet, wurde in Saudi Arabien Raif Badawi ausgepeitscht, weil er den Islam beleidigt hatte. Wenigstens haben sie ihn nicht umgebracht, denken Sie sich jetzt vielleicht. Doch wenn das Religionsgericht ihn schuldig befunden hätte, vom Glauben abgefallen zu sein, hätte es auch die Todesstrafe verhängt.

Liberale Europäer müssten in Anbetracht von Badawis Auspeitschung innehalten und sich fragen, ob es wirklich stimmt, dass sie kein gutes Gefühl dabei haben, den Glauben der „Ohnmächtigen“ und „Marginalisierten“ zu kritisieren. Die saudische Monarchie ist nur allzu mächtig, das gleiche gilt für die anderen Diktaturen des Nahen und Mittleren Ostens. Doch auch der Arbeitslose mit dem Gewehr ist mächtiger als ein unbewaffneter Pariser Journalist. Der marginalisierte Geistliche mag ein schweres Leben haben, doch wenn er in einem Scharia-Gericht sitzt und britische Muslima nach frauenfeindlichen Gesetzen richtet, dann muss man Angst vor ihm haben.

Liberale Europäer sollten ihren Grundsätzen treu bleiben und sich mit Dissidenten, Liberalen, Linken und Freidenkern in den moslemischen Communitys verbünden.

Übersetzung der gekürzten Fassung: Holger Hutt

Kommentare (21)

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Ehemaliger Nutzer 13.01.2015 | 16:10

Selten so etwas Beeindruckendes gelesen, intelligent und mutig. Danke! Nicht so ein angepasstes Gesülz, den Mächtigen immer im vorauseilendem Gehorsam entgegen arbeitend, wie man es hierzulande in der Geschichte schon viel zu oft hatte und es nun sogar als wahrhafte " Pressefreiheit" zu lesen bekommt. Dabei ist es seit Rosa Luxemburg klar, was Freiheit ist.

Nicht, dass ich mir erlauben würde, im Luxemburgischen Sinne anders zu denken, weil ich bin einer der beschriebenen Feiglinge, obgleich auf andere Art, gleichwohl freue ich mich, wenn andere mehr Mut haben und gratuliere dazu.

Magda 13.01.2015 | 16:58

Ein ehrliches Eingeständnis, dass die Einschüchterung funktioniert, würde mit der Mär aufräumen, Journalisten würden den Mächtigen stets furchtlos und unerschrocken die Wahrheit entgegenschmettern.

Diese irregeleiteten Terroristen - sind das denn die Mächtigen? Die sind sehr sehr gefährlich, aber mächtig? Mächtig ist der Grand Chef im Hause, der den Beitrag so nicht durchlässt, weil er der Linie des Blattes nicht entspricht, der bei entsprechender Klage leicht sagen kann: Gehen Sie doch anderswo hin. Mächtig sind die Politiker, die - hinter den Kulissen - Enthüllungen verhindern können, indem sie Journalisten einschüchtern. Und die geben klein bei. Sie haben Familie, eine Karriere und Existenzängste.

Die Journalisten setzen den inneren Zensor selten wegen irgendwelcher Mohammed-Abbilder in Betrieb sondern aus ganz anderen Gründen. Zug um Zug vereinheitlichen sich die Medien. Zunehmend traut sich kaum ein Medium in einer Kampagne eine andere Meinung. Zunehmend schwimmen sie alle mit dem Strom. Die Pressefreiheit ist ein bedrohtes Gut, wie alle wissen. Die islamistischen Wirrköpfe und Mörder sind nur ein Teil dieser viel umfassenderen Bedrohung.

Iceland62 13.01.2015 | 17:55

Wenn das Schweigen ein typisch deutsches Problem wäre, würde ich vermuten, dass es die Angst ist, für einen Nazi gehalten zu werden, der für die Zensur sorgt. Das ist es aber nicht. Von daher vermute ich, dass nicht die Angst, sondern der Wunsch nach einem friedlichen Miteinander aller Menschen und aller Kulturen, die Menschen wegsehen lässt (aber vielleicht ist das sogar dasselbe). Und so prägen "diplomatische Formulierungen" den Diskurs.

Max Irrational 13.01.2015 | 19:07

Der Titel der Übersetzung (hab das Original nicht gelesen) liest sich für mich, als ob die Macher von "Charlie Hebdo" zugeben sollten, das sie Angst hätten.

Davon ab ein guter Artikel - hab mich die letzen Tage ein paar mal gefragt, ob ich den Mumm hätte Karikaturen den Islam betreffend irgendwo unter meinem Namen zu veröffentlichen und musste mir eingestehen, dass ich das nur in der Anonymität des Internets machen würde.

Fände es prima, wenn wenigstens einige große Medien irgendwie so etwas wie "Liebe Leser aufgrund von Ängsten, verzichten wir mehr oder weniger auf den Abdruck von Karikaturen den Islam betreffend. Vielen Dank für Ihr Verständnis!" im Impressum hätten.

Gold Star For Robot Boy 13.01.2015 | 21:13

Richtig. Das beste Beispiel für die Bedrohung der Pressefreiheit ist der Krieg der Obama Regierung gegen Whistleblower. Cameron ließ im Guardian Festplatten schrotten.Greenwalds Partner wurde unter Terrorverdacht am Flughafen festgesetzt.Laura Poitras und Jeremy Scahill wurden ebenfalls regelmäßig an Flughäfen durchsucht und festgehalten.

Der frappiernste Fall von Selbstzensur ist übrigens immer noch die Berichterstattung zum 11.9.2001.Mit wenigen Ausnahmen:

Seit mehr als einem Jahrzehnt blieben offene Fragen über die mögliche Rolle der saudischen Regierung bei den Angriffen des 11. September 2001 zurück, selbst als das Königreich in den Augen amerikanischer Diplomaten ein entscheidender Anti-Terror-Partner wurde. Jetzt sagen zwei ehemalige Senatoren, die in streng geheime Informationen über die saudischen Aktivitäten eingeweiht waren, in eidesstattlichen Erklärungen, die wahrscheinlich die Debatte neu entfachen, sie vermuten, die saudische Regierung könnte eine direkte Rolle bei den Anschlägen gespielt haben.

“Ich bin überzeugt, dass es eine direkte Verbindung zwischen zumindest einigen der Terroristen, die die Anschläge vom 11. September verübten und der Regierung von Saudi-Arabien gab”, sagte der ehemalige Senator Bob Graham, ein Demokrat aus Florida, in einer eidesstattlichen Erklärung, als Teil einer von den Familien der Opfer des 11. September und Anderen eingereichten Klage gegen die saudische Regierung und Dutzende von Institutionen des Landes. Graham leitete 2002 eine Kongressuntersuchung der Anschläge vom 11.September.

Sein ehemaliger Senatskollege, Bob Kerrey aus Nebraska, ein Demokrat, der in der gesonderten 9/11 Commission tätig war, sagte in einer eidesstattlichen Erklärung, dass “wesentliche Fragen” zur Rolle saudischer Institutionen “unbeantwort bleiben”. “Beweise, die sich auf die plausible Beteiligung möglicher Agenten der saudischen Regierung an den Anschlägen vom 11.September bezogen, wurden nie vollständig verfolgt, ” sagte Kerrey.

Columbus 13.01.2015 | 22:15

Alles gut und schön, Nick Cohen. Weder dem anlagebewussten, dogmatischen, noch dem terroristischen und bandenkriminellen Islamismus sollten wir auch nur ein Jota nachgeben, selbst wenn uns dafür ein gewisses, allerdings geringes Risiko droht, weggebombt, erschossen oder auf dem Sklavenmarkt verkauft zu werden.

Die größte Angst haben wir doch davor, dass der Londoner oderf New Yorker Finanzmarkt nicht mehr funktioniert, wenn die besten Anleger und Plünderer ihrer Nationen, bei weitem sind es nicht nur reiche Saudis, da keine Profite mehr machen könnten.

Alle diese islamistischen und terroristischen Gefahren hebeln unserer Gesellschaften weniger aus, als wachsende Ungerechtigkeiten, Doppelzüngigkeit, doppelte Standard für uns und "die", fehlendes Bewusstsein für die Grundrechte, einschließlich des Habeas corpus und des Post- und Telekommunikationsgeheimnisses, verselbstständigte Sicherheits- und Verteidigungsapparate und eine regierungstreue Pressesprecherkultur in den Hauptmedien.

Der Terror ist, selbst in seinen schlimmsten Attacken, völlig hilflos, gegen unsere Gesellschaften und er ist eine todbringende Seuche dort, wo er ganze muslimische Gesellschaften versucht zu unterwerfen und um Schutzgeld zu erpresst.

Der Sonntag in Paris war ein überzeugender Tag, mit einer Antwort der Mitte der Bürger. Ihr völlig richtiger Appell jedoch, kommt mir ergänzungsbedürftig vor.

Eine wichtige Aufgabe für Journalisten, besonders auch für solche beim Guardian, lautete doch, immer wieder zu fragen: Warum hassen sie uns, unsere Presse, unsere Politik, unsere Art und Weise zu leben und auch ihre Welt zu unseren Zwecken zu konsumieren? Warum bleibt ihnen nicht viel mehr, als ihre Glaubensbrüder in Massen zu schlachten, auszutreiben oder zu unterwerfen?"

Ohne diese zweite Art der Fragen, die zum Beispiel zu einem anderen nahostpolitischen Handeln veranlassen müssten, bleiben nämlich auch Liberalität und gar linkes Denken, dort wo Muslime sich dem gerne anschließen würden, weil es frei machte, völlig leer.

Linkes Denken täte gut, weil es grundsätzlich dialektisch ist. Was schrumpelt aber zusammen? - Genau das linke Denken, von GB bis Israel, von Südafrika, wo es einst die Basis der Anti- Apartheid mit anlegte, bis nach Palästina und dem Maghreb, wo es einst mit die Grundlage für den Antikolonialismus bildete.

Wer nur Worte und Grundsatzpredigten zu hören bekommt, aber nichts, was er in der Hand halten kann, kein materielles Recht, keine Sicherheiten, der wird gar nicht verstehen, was man ihm da aus unserer Sicht nahelegt.

Selbst in den bittersten Stunden, die Frankreich nun erleben musste, sah dieses Land eben nicht aus, wie in einem Krieg, und seine Antwort war unter den Bürgern jeder Herkunft klar, bestimmt, entschieden, aber nicht feindselig oder ausgrenzend. Das hatte Würde, die vielleicht nicht heute, sondern morgen, in den Ländern wirkt und verstanden wird, in denen derzeit der Terror regelrecht wütet.

Nur einige Politiker, vorzüglich jene der inneren und äußeren Sicherheit, sowie einige Medialisten, riefen wieder einmal aus, sie befänden sich nun im Krieg gegen den Terrorismus, der so ausgerufen ja fast ewig gälte und ein "Kriegsrecht" nach sich zieht. Selbstverständlich sagten sie allzu selbstverständlich "wir".

Es sah nicht einen einzigen Tag in Paris so aus, wie es zum Beispiel in Aleppo, in Vierteln von Damaskus, in Kobane, in Gaza oder nun in Baga aussieht.

Was die Sanktionen angeht, verhängen wir lieber welche gegen Russland, als nur einem Ableger der saudischen Königsfamilie seine Assets einzufrieren oder gar wegzunehmen. Und lieber rufen unsere Politiker, allen voran, neben den amerikanischen Präsidenten in Folge, die britischen Premiers, von Blair bis Cameron, zum ewigen Terrorkrieg, der unsere Gesellschaften mehr deformiert, als die Attentate.

Beste Grüße

Christoph Leusch

PS: Gut, dass so ein wichtiger Artikel adäquat übersetzt wird. Danke Holger Hutt

stiller 14.01.2015 | 23:56

Das Problem bleibt:

Auch die bürgerliche Gesellschaft orientiert sich immer noch an Vulgärdemokrata: "Die da oben, wir da unten".

Kant meinte dazu:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. ‚Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‘ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

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Ehemaliger Nutzer 15.01.2015 | 00:46

Sehe ich auch so. Der Terrorismus ist - na ich will nicht zynisch werden - eingeplant und wird gern als Vorwand genommen.

He? Was ist denn das für eine Verschwörungstheorie?

Lässt Jepsen grüßen?

Und was soll daran, bitte schön, nicht "zynisch" sein?

Ich denke, es ist sogar reichlich zynisch, solche Sätze zu posten, gerade mal ein paar Tage nach der brutalen Ermordung von Journalisten, Polizisten und Juden in Paris (eine der Toten in der Zeitung war keine Karikaturistin, sie war "bloß" Jüdin. Es wird wohl auch kein Zufall gewesen sein, dass außgerechnet ein koscherer Supermarkt ausgesucht wurde, um dort Menschen zu töten.)

"Die Gefahren sind anderswo"

Ich bestreite nicht, dass es anderswo auch Gefahren gibt, aber den Islamismus jetzt runterspielen zu wollen mit den raunenden Worten, da gäbe es noch viel Schlimmeres, ist schon ein bisschen verwegen. (An dem Tag, wo die Zeitungen als Aufmacher die 12 Toten von Paris hatten, fand sich auch ein sehr kleiner Bericht über ein Massaker, verübt von islamistischen Bombenlegern auf einem Mart in Nigeria mit über 50 Toten. Das mal am Rande.)

Passt nicht so ins Bild, dass es da Menschen gibt, die aus religiösen Gründen morden - und keine Christen sind?

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Ehemaliger Nutzer 15.01.2015 | 12:15

Danke Freitag, daß hier auch zionistische hardliner mit einem zugegeben recht handzahmen Beitrag, für den der Wolf Kreide gefressen hat, vertreten werden. Cohen ist in Großbritannien als Fürsprecher des dritten Irak-Kriegs 2003 und vor allem als Islamophobiker, Linken-Kritiker und unbedingter Israel-Verteidiger bekannt.

Achja, die Meinungs- und Pressefreiheit! Das Freitag-Zensurteam wird jetzt gleich die Meinungsfreiheit retten und meinen Kommentar und mein Konto einfrieren oder gar löschen, weil ich einen Zionisten beim Namen genannt habe. Gesegnet seien die unter den Menschenkindern, die gelernt haben, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden!

anatole france 19.01.2015 | 13:38

@magda: Liebe Merkelversteherin (das ist nicht ironisch gemeint!)Magda, ich habe eine Frage.

Wieso betrachtet Merkel die tschetschenischen Islamisten, denen sie hier Asyl gewährt, als Freiheitskämpfer (gegen Putin natürlich)?

Und warum trauert sie nur um die Charlie-Opfer und nicht um die Menschen, die beim Terroranschlag gegen das Haus der Presse in Grosny vor kurzem ums Leben kamen?

Mein Fazit: für Merkel und co. sind derartige Anschläge in der EU und den USA - Terror, in RUS - Freiheitskampf...

Das allein genügt doch, um zu sehen, was für eine Zynikerin diese Frau ist!

Und das sie weder Stolz noch Achtung vor sich selbst hat ist daraus ersichtlich, wie sie zu den USA steht, nachdem diese sie ausspionieren!