Immer ran an die Augen

Wildnis Krokodile bezwingt ein Griff in den Rachen, Tigern zieht man besser eine Schöpfkelle über. Und wenn ein Elefant angreift? Die Videos des National Geographic wissen Rat

Vor die Aussicht gestellt, von einer Kreatur von überlegener Stärke, Geschwindigkeit und Zahnausstattung angegriffen zu werden, würden die meisten von uns ihr Heil in der Flucht suchen. Dies könnte die Situation allerdings sogar noch verschärfen und dazu führen, dass Sie sich schneller im Rachen des Angreifers wieder finden, als Ihnen lieb ist.

„Gehen Sie auf die Augen “, ist der Ratschlag, der Eddi Sigais Leben rettete, als er beim Schwimmen mit seinen Kindern im Queensland-River von einem Krokodil angegriffen wurde. Als das Tier sich seinen linken Arm schnappte und versuchte, ihn nach unten zu ziehen, erinnerte sich Signai an eine Dokumentation über wilde Tiere, in der ein Mann erzählt hatte, er habe einen ähnlichen Angriff überlebt, indem er dem Krokodil mit den Fingern ins Auge gestochen habe.

In den Rachen des Tieres fassen

„Ich dachte schon, das war’s, ich bin tot“, erinnert sich der 37-jährige Bergarbeiter. „Aber es ist schon erstaunlich, wozu man in der Lage ist, wenn man nur noch an die Sicherheit seiner Kinder denken kann. Alles, woran ich mich erinnere, ist, dass ich es packte, schüttelte, schlug und versuchte, an seine Augen ran zu kommen.“

Nach Angaben afrikanischer Safari-Experten besteht eine andere Technik darin, in den Rachen des Tieres zu fassen (Ihr Arm befindet sich möglicherweise ohnehin schon dort) und zu versuchen, den im hinteren Bereich befindlichen Kehldeckel zu öffnen. Dies in der Hoffnung, dass das in die Lungen einströmende Wasser das Tier dazu bringen wird, von Ihnen abzulassen.

Das erstbeste Küchengerät

Es ist klar, dass jede Tierart eine andere Taktik erfordert. National Geographics hat eine Reihe hilfreicher Videos erstellt, die bei Angriffen verschiedener Tiere Hilfestellungen bieten.

Wenn Sie zum Beispiel von einem Elefanten angegriffen werden, ist es das Beste, diesen direkt in die Augen zu sehen, mit den Armen über dem Kopf zu wedeln, zu schreien und zu rufen. Die Attacke eines Grizzly-Bären zu überleben, erfordert Nerven aus Stahl: Stellen Sie sich tot, indem sie sich flach auf den Bauch legen und die Arme im Nacken verschränken.

Das beste Mittel ist womöglich, immer eine Schöpfkelle mit sich herumzutragen: Diese Woche machte die Meldung die Runde, ein malaysischer Mann, der gerade auf der Eichhörnchenjagd war, sei von seiner Frau vor einem Tiger errettet worden, indem sie mit dem erstbesten Küchengerät auf das Raubtier zugerannt sei, das sie in die Hände bekommen konnte. Nachdem sie der Bestie einen Schlag auf den Kopf versetzt hatte, habe diese kehrt gemacht und sich in Todesangst in den Dschungel verdrückt.


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Übersetzung: Holger Hutt
Geschrieben von

Leo Hickman | The Guardian

Der Freitag ist Syndication-Partner der britischen Tageszeitung The Guardian

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