Krieg gegen den Blitztransfer

Report Sogenannte Hochfrequenzhändler ziehen immer mehr Geld aus den Märkten, und alle schauen zu. Der Amerikaner Michael Lewis eine Sammelklage gegen alle US-Börsen eingereicht

In den 90er Jahren hatten die US-amerikanischen Mediziner ihren Kampf gegen die Tabakindustrie eigentlich schon aufgegeben, dann aber trat der Anwalt Michael Lewis mit einer völlig neuen Strategie auf den Plan: Er wollte die Tabaklobby im Namen ganzer US-Bundesstaaten und ihrer Gesundheitssysteme belangen und verklagte im Jahr 1994 im Namen des Staates Mississippi 13 Zigarettenhersteller auf die Behandlungskosten von Erkrankungen, die durch Tabak ausgelöst worden sind. 38 weitere Staaten schlossen sich ihm an, sodass Big Tobacco, derart unter Druck gesetzt, sich zur Zahlung von sage und schreibe 368,5 Milliarden Dollar bereit erklärte. Eine spektakuläre Niederlage, ein Meilenstein in der Geschichte der Rechtsprechung. Seither ist Michael Lewis eine Art Legende.

Lewis wirkt wie viele selbstbewusste Männer aus Mississippi, er versteckt seine messerscharfe Intelligenz hinter einer ruhigen Eleganz. Er hört zu, ehe er spricht, fällt einem nicht ins Wort. In den 50 Jahren, in denen er als Anwalt tätig war, hat er eigentlich alles gesehen. Zumindest glaubte er das. Doch seit er im Ruhestand ist, also genauer gesagt seit 14 Jahren, schaut er zu, wie die Welt um ihn herum in einen neuen, technologiegesteuerten Feudalismus hineintaumelt und ein riesiges Wohlstandsgefälle produziert. Gegen dieses System würde er, das wurde Lewis immer klarer, genauso kämpfen müssen wie einst gegen die Tabakkonzerne. Er würde erneut einen Drachen töten müssen.

Aber zurück an den Anfang der Geschichte: Im April 2013 besuchte er gemeinsam mit Bonnie Van Ness, die an der University of Mississippi die Fakultät Betriebswirtschaftslehre leitet, ein Basketballspiel. Man kam auf ihren Mann Robert zu sprechen, der, ebenfalls Professor, zur selben Stunde in Boston einen Vortrag zum Thema „Quote Stuffing“ hielt. „Quote Stuffing?“

So heißt der Trick, mit dem sogenannte High Frequency Trader, also Hochfrequenzhändler, an amerikanischen Börsen in Sekundenbruchteilen mit riesigen Mengen an Aufträgen im System handeln und sie sofort wieder löschen, bevor überhaupt irgendjemand reagieren kann. Sie verdienen damit unfassbar viel Geld, weil sie die Konkurrenz an der Nase herumführen. Einfach gesagt. „Das musst du missverstanden haben“, sagte Lewis. „Das wäre ja illegal. Marktmanipulation!“ Aber nein, Quote Stuffing sei total real, erwidert Bonnie. Die Börse sei doch längst eine Art Wilder Westen mit Raketenantrieb, unfassbar, was da abgehe.

Alles legal

Lewis las in den nächsten Wochen also alles, was er über den Hochfrequenzhandel (HFT) finden konnte. Ihm wurde klar: Die Märkte unterstanden keiner menschlichen Kontrolle mehr, sie wurden längst von superschnellen Maschinen beherrscht, die mithilfe komplexer Algorithmen gegeneinander kämpften. Das uns vertraute Bild von Männern, die auf dem hektischen Börsenparkett wild mit ihren Armen wedelten, war Geschichte. Der Aktienhandel wurde von Computern abgewickelt, und auch diese Algorithmen waren nicht mehr von Finanz- oder IT-Fachleuten erstellt worden, sondern von Quantenphysikern, Klimaforschern und spekulativen Mathematikern.

All das glich einem technologischen Wettrüsten für einen heimlichen Krieg: Diese millionenteuren räuberischen Algorithmen waren fähig, die Algorithmen der größeren, langsameren Pensions- oder Investmentfonds zu umschwärmen wie Piranhas einen Ochsen, sie in Stücke zu reißen und die Gewinne einzusacken. Die Börsenaufsicht kam nicht hinterher. Wenn sie einzugreifen versuchte, waren die Algos schon längst mutiert.

Und je mehr sich der Staranwalt Michael Lewis mit diesen Geschäften befasste, umso deutlicher wurde ihm diese entmutigende Wahrheit: Um die Börsen, Banken und Hedgefonds herum hatten Lobbyisten und Politiker ein Bollwerk von Gesetzen errichtet. So unmoralisch der Hochfrequenzhandel sein mochte, er war in Wahrheit genauso legal wie all jene anderen Geschäfte, die zu den großen Finanzkrisen der vergangenen Jahre geführt hatten.

Aber zum Glück gab es Eric Scott Hunsader. Lewis und er trafen sich am 6. Mai 2014 zum ersten Mal. Und endlich würden all jene Jahre, in denen sich der Programmierer – nicht wenige halten ihn für einen der begabtesten Amerikas – wie ein einsamer Rufer in der Wüste vorkam, zu Ende sein. Hunsader hatte früh begonnen, vor dem Hochfrequenzhandel zu warnen, die Leute hatten ihn als Wirrkopf beschimpft, doch nun sitzen ihm an einem Konferenztisch nicht nur der berühmte Anwalt gegenüber, sondern auch dessen ganzes Dream-Team für Sammelklagen. Sie haben Hunsader gebeten, sein Wissen mit ihnen zu teilen. Ein harter Job, denn HTF ist eine hochkomplexe Angelegenheit.

Die Juristen kämpfen lange mit der sperrigen Materie, beginnen an sich zu zweifeln, bis es dann doch einem nach dem anderen zu dämmern beginnt. Aber Hunsader dämpft die Freude, er weiß, dass die Börsen und Banken alles tun werden, um sich vor einem Rechtsstreit zu schützen. Rechtsanwalt Lewis vergleicht die Lage mit der Szene im ersten Star-Wars-Film, als Luke Skywalker einen nur meterbreiten Luftschacht nutzt, um den Todesstern zu zerstören. Dieser Luftschacht ist jetzt Hunsader, und Lewis nennt seine nach ihm benannte Strategie den „Hunsader-Torpedo“. Wenn der zündet, wird sich der Programmierer im Herzen einer der großen Gerichtsschlachten des 21. Jahrhunderts wiederfinden: Die Menschen gegen Big Finance.

Vier Jahre zuvor: Der 6. Mai 2010 eröffnet wie ein gewöhnlicher Börsentag. Asien ist ruhig, aber die USA und Europa zeigen sich nervös, weil in Großbritannien gewählt wird und die Griechen gegen die Austeritätspolitik auf die Straße gehen. Die Aktienkurse sind seit Jahresbeginn auf einer Welle billiger Kredite gestiegen, doch nun trübt die Stimmung ein. Jedes Mal, wenn Bilder aus Athen über die Fernsehschirme flimmern, fällt der Dow Jones. Um 14:30 Uhr hat er 2,5 Prozent eingebüßt. Keine Katastrophe, aber Anlass zur Wachsamkeit.

Dann geschieht etwas Unerwartetes. Der Kurs der „E-mini“-Terminverträge beginnt zu flattern; diese Investmentpapiere werden an der Chicagoer Börse CME gehandelt und gelten als Indikator für breitere Tendenzen. Doch fast niemand schöpft Verdacht. Bis aus dem Zucken ein Beben wird und dann ein Spasmus, der die Kurse in den Abgrund reißt. Der Taumel der E-minis greift von der CME auf andere Börsen über, die Indizes rauschen in den Keller.

Innerhalb von Sekunden hat der Dow Jones 100 Punkte verloren, Sekunden später sind weitere 100 Zähler dahin. Manager brüllen: „Alles rausziehen!“, während Händler auf ihre Tastaturen hämmern und Aufträge löschen, um den Schaden zu begrenzen. Entsetzt sehen sie die Kurven weiter abstürzen. 300 Zähler verloren, 400, 500.

Bei minus 600 ist der Dow tiefer gefallen als nach der Nachricht vom Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2006. Damals zog sich der Crash über einen ganzen Tag hin; diesmal reichen Minuten. Nicht einmal der 11. September hatte die Märkte so erschüttert. Etwas Furchtbares muss passiert sein. Bloß was? Jim Cramer, Börsenguru beim Nachrichtensender CNBC und erfahrener Hedgefondsmanager, schreit: „Die Maschinen sind kaputt. Das sind keine echten Kurse!“, und fragt sich, warum niemand dem Spuk ein Ende setzt.

Doch die Notfallsicherungen, mit denen sich der Handel bei unnatürlichen Kursschwankungen stoppen lässt, stehen immer nur bis 14:30 Uhr bereit. Jetzt ist es 14:47 Uhr, der Dow stürzt einem beispiellosen 1.000-Punkte-Verlust entgegen. Fast eine Billion Dollar wäre aus den Bilanzen gelöscht. Doch dann passiert etwas noch Seltsameres. Kurz vor der Apokalypse machen die Kurse kehrt und beginnen zu steigen. So unmöglich wie sie vorher gefallen sind. 600 Zähler Verlust, 400, 300, 200. Die Händler atmen wieder. Die dramatischste Episode der gesamten Börsengeschichte hat nur zehn Minuten gedauert. Das war der „Flash Crash“. Willkommen in der Welt des Hochfrequenzhandels.

Nichts als Daten

Eric Hunsader hat nie selbst am Markt gezockt, seine Sache war das Programmieren. Als Schüler drängte man das schlaue Kind zu einer Medizinerkarriere, doch die Arbeit mit Computern war für ihn wie die große Liebe. Es machte ihn glücklich, dass ein Rechner y tat, wenn man x eingab. Und dass man, wenn er das nicht tat, einen Fehler gemacht hatte, den man finden und beheben konnte.

In den 80er Jahren schrieb er ein Programm, das Börsenkurse vorausberechnen sollte. Doch der Handel war ihm zu nervenaufreibend, er blieb bei der Softwareentwicklung. Ein Auftrag brachte ihm einiges Geld ein, sodass er ein Haus bauen und sein Meisterwerk schreiben konnte, ein Programm namens NxCore. Damit ließen sich Börsendaten in komprimierter Form sammeln, speichern und über seine eigene Firma, Nanex, an Kunden übermitteln. Es kümmerte ihn nie, was diese Daten besagten, sondern nur, dass die Software schnell, fehlerfrei und leicht zu verwenden war. Er hatte seinen eigenen Blick auf den Markt: Wo andere auf Kurse starrten, sah er nur Daten.

Zumeist vertiefte er sich in seinem Büro in der idyllischen Chicagoer Vorstadt Winnetka ins Programmieren, während seine Software von alleine lief. Doch am 6. Mai 2006 war es anders. Wie immer arbeitete Hunsader bei heruntergelassenen Jalousien. Kein Radio oder Fernsehen, nur eine Flut von Börsendaten auf einer Reihe von Bildschirmen. NxCore konnte ihm den Kurs sämtlicher Aktien und Derivate, die an den 13 US-Börsen gehandelt wurden, zeigen, auf die Millisekunde genau.

Bei allem Kauderwelsch arbeitet die Börse wie jeder andere Markt. Es gibt Verkäufer und Käufer. Die Verkäufer bieten eine bestimmte Menge Aktien zu einem festen Preis an, die Käufer wollen eine bestimmte Menge Aktien zu einem festen Preis erwerben. Klafft eine Lücke zwischen Kauf- und Verkaufsangebot – eine „Geld-Brief-Spanne“, im Börsenjargon –, muss eine Seite sich bewegen, damit der Handel zustande kommt. Sonst verbleiben beide Angebote als „Quoten“ im System.

Ganz einfach. Bloß dass Hunsader in den vergangenen Jahren immer häufiger beobachtete, wie Preise oder Quotenmengen in Sekundenbruchteilen geändert wurden, obwohl die Zahl der abgeschlossenen Händel konstant blieb. Wer dieses Störfeuer verursachte, wusste er nicht, doch egal: Solange der Markt funktionierte und seine Kunden zufrieden waren, war er es auch.

An diesem Tag verfolgte Hunsader die Kurse genauer als sonst, kurz nach 14:30 Uhr explodierte im Netzwerk innerhalb eines Augenblicks die höchste Auftragsmenge, die er je gesehen hatte. In Sorge wegen der Belastung, die dies für seine Software bedeutete, schaute er nicht länger auf die Preise, sondern auf das Datenvolumen. Während der Rest der Welt die Kurse abstürzen sah, erblickte Hunsader ein System, das von Informationen überflutet wurde.

Durch die Nachrichten geisterten Erklärungsversuche, von Ängsten in der Eurozone, schlaffer Geldpolitik und Nachwirkungen des Schocks von 2008 bis hin zu Cramers These von den kaputten Maschinen oder einem unglückseligen Händler, der „Milliarde“ statt „Million“ eingetippt und damit die ganze Herde aufgescheucht habe. Nichts davon klang plausibel, denn wer würde Aktien von Accenture oder Centerpoint Energy, die bei verlässlichen 40 bzw. 13 Dollar standen, plötzlich für 5 Cent abstoßen? Oder welche von Apple (bei 250 Dollar) oder Sotheby’s (35 Dollar) auf einmal bei 100.000 Dollar pro Stück ansetzen? Schließlich meldete Reuters, dass um 14:40 Uhr ein großer institutioneller Händler an der CME die kolossale Menge von 75.000 E-mini-Terminverträgen zum Verkauf geboten hatte. Diese Riesenorder, von einem automatisierten Programm unvermittelt ausgeführt, hatte eine Verkaufspanik ausgelöst. Am Ende dieses ersten Tages war auch schon ein mutmaßlicher Schuldiger gefunden: Waddell & Reed, eine in Kansas ansässige Anlagefirma. Die US-Börsenaufsicht kündigte Ermittlungen an, doch um die nötigen Daten zu sammeln, würde sie Monate brauchen.

Atemberaubende Wahrheiten

Hunsader aber hatte die Daten schon und konnte den Job im Nu erledigen. „Tun wir es einfach“, sagte er zu seinem Mitarbeiter Jeffrey Donovan: „Nehmen wir uns eine Woche Zeit und schauen wir, was wir finden.“ Wie konnte ein schlechter Börsentag zum Flash Crash werden? Um 14:42 Uhr hatte der jähe Kurssturz begonnen, also untersuchten sie genau diese Minute. In Sekunde 44 war die Auftragsrate explodiert. Hunsader extrahierte die Sekunde und tastete sich darin herum wie in einem Geisterhaus. Bei 75 Millisekunden fand er den Anfang. Ein Datensturm, der an die Kapazitätsgrenze des Börsensystems ging. Ihrer britischen Herkunft gemäß zwangen die Computer all die Aufträge in eine geordnete Warteschlange.

Hier kam Hunsader ein Gedanke, zunächst eher ein „Was-wäre-wenn“ als eine handfeste Theorie. Er sah sich die CNBC-Übertragung des Flash Crashs noch einmal auf Video an und verglich die Zeitleiste unten auf dem Bildschirm mit der Zeitleiste seiner eigenen Firma. Dabei erkannte er, dass die Echtzeit-Kursangaben, die über den Börseninformationsdienst liefen, verzögert waren. Das heißt, während die Experten den Dow noch im Fall sahen, erholte er sich bereits wieder rasant. Wer in diesem Moment verkaufte, verlor alles. Und der Käufer machte ein Vermögen. Wer dabei wer war, konnte Hunsader nicht herausfinden, solche Informationen sind geheim. Wie bei einer Pokerpartie, bei der die Spieler Masken tragen. Cramer hatte Recht: Unter der Informationsflut war das Börsensystem zusammengebrochen. Mit bis zu 24 Sekunden Verzögerung waren die Kurse von General-Electric-Aktien übermittelt worden, bei anderen fehlten bis zu 36 Sekunden. Doch niemand hatte es bemerkt – jedenfalls hatte niemand etwas gesagt.

Als Hunsader den Beobachtungsabstand wieder vergrößerte, erlebte er die nächste Überraschung. Er sah Muster, die sich oft über Stunden, Tage oder Wochen wiederholten und offenbar der Tarnung dienten. Hier erteilten und löschten Maschinen in einer Sekunde zehntausendmal dieselbe Order, oder sie erhöhten Gebote in Einserschritten von einer einzigen Aktie auf 100 und gingen dann genauso wieder zurück, abermals innerhalb von Millisekunden, immer und immer wieder.

Die Nanex-Software konnte diese Anomalien als Formen darstellen, die Hunsader und Donovan als Kornkreise bezeichneten und dann noch individuell benannten: Wild Thing, Zuma, The Click oder Living On The Edge. Schnell bemerkten sie, dass diese Muster nicht nur den Zweck hatten, das System zu manipulieren, sondern sich selbst vertuschen und obendrein langsamere Algorithmen übertölpeln sollten. War der Flash Crash absichtlich herbeigeführt worden, indem man die New Yorker Börse mit Aufträgen „verstopfte“ und verlangsamte, damit superschnelle Maschinen die so entstehenden flüchtigen Kursdiskrepanzen zum Zuschlagen nutzen konnten?

Als die verdächtigte Firma Waddell & Reed den höchst ungewöhnlichen Schritt unternahm, Hunsader um eine Untersuchung ihres Algorithmus und seiner Aktivitäten an jenem 6. Mai zu bitten, erkannte er schnell, dass dieser Algo niemals den Flash Crash ausgelöst haben konnte.

Einige Insider ließen bereits Fragen laut werden. David Lauer etwa, ein so wissbegieriger wie redegewandter Händler, der Informatik, internationales Finanzwesen und Philosophie studiert hatte, ehe er in die Börsenwelt einstieg. Er verlegte sich auf den Hochfrequenzhandel, doch bald kamen ihm Bedenken. „Ich machte eine Menge Geld, aber es gefiel mir nicht“, sagt er. „Ich versuchte mich damit zu beruhigen, dass HFT eben die Schmiere ist, die das Räderwerk des Kapitalismus am Laufen hält.“ Doch diese Standardrechtfertigung für den Hochfrequenzhandel hatte der Flash Crash pulverisiert. Lauer folgte seinem Moralempfinden und stieg aus. Hatte er Kollegen von seinen Bedenken erzählt?

„Ich habe es versucht. Ein Freund von mir, der auch im HFT war und jetzt raus ist, sagte: Was hast du denn gedacht? Warum bist du wohl hier reingeraten? Dann wurde meine Frau schwanger, das war ein weiterer Faktor. Ich wusste nicht, wie ich meiner Tochter erzählen sollte, warum wir so reich sind – denn das wären wir geworden, wenn ich weitergemacht hätte. Ich glaube, es gibt vor allem zwei Gründe, mit HFT anzufangen. Zu wohl 95 Prozent geht es um Geld. Aber der andere Grund ist, dass Wissenschaftler kniffelige Probleme mögen. Da suchst du nach Lösungen und bekommst sofortige Resonanz. Du weißt gleich, ob du dein Problem geknackt hast oder nicht, und wenn ja, wirst du fürstlich entlohnt. Das ist wohl auch für Wissenschaftler verlockender als der übliche Weg über Forschung und Publikationen.“

Lauer bringt mich mit Ezra Rapaport zusammen, einem New Yorker Börsenhändler, der in Harvard Informatik studiert hat und Rätselspiele liebt. Den Rubikwürfel löst er in weniger als 90 Sekunden, und seinen Job beschreibt er so: „Mir wird eine gewisse Menge Kapital zur Verfügung gestellt, von der ich so viel wie möglich in den Markt stecken soll. Also versuche ich jeden Tag, das schwerste Rätsel der Welt zu lösen: Was sind die Märkte?“ Das ist ein Spiel mit hohem Adrenalinfaktor: „Da hantieren Computer mit echtem Geld, mit Aufträgen und Wertpapieren. Die Gefahr, die ganze Operation zu vergeigen, ist riesig. Und die Tatsache, dass das schneller gehen kann als ein Mensch in der Lage wäre, den Stecker zu ziehen, hält mich nachts wach.“

Er meint damit das Risiko, nicht seine persönlichen Skrupel: „Es war klar, dass so etwas kommen musste, denn die Technologie durchdringt alle Bereiche der Gesellschaft. Ich vergleiche es mit der Formel 1: Wir versuchen, auf demselben Markt innovativ zu sein wie die anderen Teams. Also wird jedes Team, was Finanzen und Talent angeht, so gut ausgestattet wie möglich.“

Ist es Gier, die ihn antreibt? „Auf jeden Fall. Habe ich damit irgendwelche existenziellen oder moralischen Probleme? Nein. Wir sind nicht darauf aus, die Technologie zu verbessern. Wir tun es nur, weil wir Gewinn machen wollen. Als Rechtfertigung reicht es mir zu sehen, wie mein Kind und meine Frau davon profitieren.“

Doch während Rapaport sich reuelos zeigt, glaubt Lauer, das Grundproblem mit HFT würde sich schnell und leicht beheben lassen. Aber warum kümmere sich niemand darum? Diese Frage stellte sich auch Hunsader, als die Börsenaufsicht nach fünfmonatigen Ermittlungen in Sachen Flash Crash die Schuld der Firma Waddell & Reed zuschob – also genau dem Akteur, von dem er wusste, dass er nicht verantwortlich sein konnte.

In den vergangenen Jahren hat sich die Welt des Börsenhandels bis zur Unkenntlichkeit gewandelt, vor allem dank eines neuen Regelwerks, das Ende 2007 in Kraft trat. Es sollte die Transparenz erhöhen und verlangte den Brokern darum ab, ihren Kunden stets den bestmöglichen Kurs an allen US-amerikanischen Börsen anzubieten. Die Kursinformationen mussten also synchronisiert werden – eine technische Herausforderung, die bewirkte, dass die Märkte nur noch sehr schwer zu überwachen sind. Mit Lichtgeschwindigkeit rasen nun die Daten zwischen den Börsen hin und her.

Seither wetteifern die großen HFT-Firmen um winzige Zeitvorteile, sowohl durch Algorithmen wie durch Infrastruktur. Berge wurden durchbohrt, Milliarden Dollar, Euro und Pfund in den Bau gigantischer Datenzentren gesteckt und in Mikrowellen-Übertragungssysteme, wie etwa zwischen Frankfurt/Main und London – denn Licht bewegt sich durch Luft marginal schneller als durch Glasfaserkabel.

Kampf um Nanosekunden

Die NYSE in New York war die erste Börse, die ihr eigenes Datenzentrum errichtete, in Mahwah, New Jersey (und dazu den europäischen Zwilling in Basildon, Essex). Einen Ingenieur zu finden, der beschreiben kann, was in so einem 37.000-Quadratmeter-Hangar vor sich geht, ist nicht einfach, aber wenn es doch gelingt, wird die Seltsamkeit dieses Mikroversums in durchaus komischer Weise lebendig. Es begann damit, dass die NYSE einen „Hülse“ genannten Raum baute, in dessen Mitte der „matching engine“ stand – ein zentraler Server, der Daten sammelt und gegen eine Gebühr an Marktteilnehmer weitergibt. Gegen eine höhere Gebühr jedoch konnten Hochfrequenzhändler ihre eigenen algorithmischen Computer ebenfalls in der „Hülse“ unterbringen. Und weil aller Platz in Hülse 1 auf diese Weise schnell verkauft war, wurde eine zweite gebaut. Als dann die Händler in Hülse 2 sich beklagten, dass sie weiter vom „matching engine“ entfernt seien, begann eine Monty-Python-hafte Komödie.

„Ich fand das sehr witzig“, lacht der Ingenieur ins Telefon, „denn ein Fuß Kabellänge entspricht einem Zeitunterschied von einer Nanosekunde – das ist eine Milliardstelsekunde. Und als diese Beschwerden aufkamen, konnten die meisten Maschinen, um die es ging, Nanosekunden nicht einmal darstellen.“ Wer darüber lacht, den erinnern die Fachleute daran, dass Computer nicht arbeiten wie wir. Unser Konzept von Zeit bedeutet ihnen nichts. Eine Nanosekunde kann genauso gut eine Sekunde sein oder ein Jahrhundert. Die Order, die zuerst eintrifft, bekommt den Zuschlag.

Hunsader hielt seine Beobachtungen in einem Blog fest. Die HFT-Firma Knight Capital, größter Aktienhändler der USA, brach zusammen, als ein Testalgorithmus versehentlich für den echten Handel benutzt wurde, der in einem 45 Minuten währenden elektronischen Krampf 2,6 Millionen Aktien pro Sekunde kaufte und verkaufte und 440 Millionen Euro Verlust produzierte. Ein andermal tauchte aus dem Nichts ein mysteriöser „Geister-Algo“ auf, der jeden Morgen bis 10:30 Uhr in je 25 Millisekunden kurzen Anfällen Aufträge platzierte und wieder löschte, womit auf ihn vier Prozent des US-Börsenverkehrs entfielen, ohne dass er einen einzigen Handel abschloss; nach einer Woche verschwand er wieder, spurlos. Ein Twitter-Scherz, dass Präsident Obama bei Explosionen im Weißen Haus verletzt worden sei, löste einen weiteren beängstigenden Kursrutsch aus, der als „Hash Crash“ bekannt wurde, weil die Maschinen nun ja offenbar Twitter lasen. Ende 2013 zählte Hunsader täglich im Durchschnitt zwei Dutzend Mini-Flash-Crashs bei einzelnen Aktienwerten.

Die Zahlen waren schwindelerregend. In den 1960er Jahren wurde eine Aktie im Mittel vier Jahre lang gehalten, im Jahr 2000 waren es noch acht Monate, 2008 zwei Monate. Nun aber wurden Aktien schon nach durchschnittlich 20 Sekunden wieder abgestoßen, mit Tendenz zu zehn Sekunden, und die schnellsten Maschinen waren in der Lage, in einer Millionstelsekunde Quoten abzurufen. Zwei Jahre nach dem Flash Crash entfielen auf den Hochfrequenzhandel 70 Prozent der Marktaktivität in den USA und 40 Prozent in Europa. Mittlerweile waren über 50 sogenannte „Dark Pool“-Märkte gebildet worden, um langsamere Händler durch Anonymität zu schützen, doch in die meisten davon drangen die Räuber-Algorithmen bereits vor – in einige so weit, dass sie zu „toxischen Dark Pools“ verkamen, in denen niemand mehr sicher war. Wissenschaftler, die sich aufs Algo-Design verlegt hatten, bekamen siebenstellige Jahresgehälter, und NxCore verarbeitete jeden Tag eine Billion Byte an Informationen. Je schneller die Maschinen wurden, desto weniger ließ sich sagen, was wirklich vor sich ging.

Einiges war aber auch klar. Konnte Hunsader den Maschinen keine festen Motive zuordnen, so sah er doch, auf welche Weise große Pensions- und Investmentfonds in die Falle gelockt wurden. Die Algos prüften sie auf Hinweise, ob sie kaufen oder verkaufen wollten, und nutzten dann ihre eigene höhere Geschwindigkeit, um sie zu Verkäufen zu niedrigerem oder Käufen zu höherem Preis zu bringen. Hochfrequenzhändler bezeichneten ihre Beute als „Wale“, „tief hängendes Obst“, „dummes Geld“ oder „Abendessen“. Der Aktienmarkt war erfunden worden, damit das Kapital dahin fließen konnte, wo es am nützlichsten war; er erlaubte es Menschen, die Geld übrig hatten, es in die Energie und Ideen anderer zu investieren. HFT aber hatte nichts zu tun mit dem Schaffen oder Bemessen von Werten. Das einzige Ziel der Maschinen war, mit Hochgeschwindigkeit zu zocken. Kleine Anleger wurden ausgeraubt, und traditionelle Investoren zogen sich aus dem Markt zurück. Immer weiter entfernte sich der Kapitalismus von allem, was Adam Smith oder auch die Gründer der New Yorker Börse für tugendhaft befunden hätten. Manche Handelsfirmen operierten nun zudem von unregulierten Rechtsräumen wie Russland oder der Tschechischen Republik aus. Was konnte Terroristen davon abhalten, in das Spiel einzusteigen? Nichts.

Indessen multiplizierten sich die Invasions-Algorithmen. Nanex spürte einen auf, der den Namen The Disruptor erhielt, denn er knallte so viele Aufträge ins System, dass der ganze Markt erzitterte. Wie konnte das legal sein? Der Wirtschaftsnobelpreisträger Michael Spence forderte 2011 ein komplettes Verbot des Hochgeschwindigkeitshandels, und mehrere Abgeordnete des Europaparlaments drohten Maßnahmen an. Doch die britische Regierungskoalition sperrte sich dagegen. Obwohl Thomas Peterffy, Republikaner, Milliardär und Chef des Finanzdienstleisters Interactive Brokers, sagt: „Die Leute, deren Geld in den großen Pensions- und Investmentfonds steckt, verstehen nicht, was da geschieht. Würden sie begreifen, dass die Banken ihnen vor allem ihr Geld abknöpfen, dann würden sie sich wehren. Doch das Problem ist, es ist zu kompliziert.“

Manche finden, der Aktienmarkt sei mittlerweile für fast überhaupt niemanden mehr verständlich. Professor Neil Johnsons Fachgebiet sind komplexe Systeme, und er analysiert an der Universität Miami seit Jahren die Finanzmärkte. Bis vor kurzem teilte er die Ansicht, um Märkte zu verstehen, müsse man langfristige Trends untersuchen; was im Stunden-, Minuten- oder Sekundenmaßstab passiere, sei bloßes Rauschen, statistisch unerheblich. Doch als er von Hunsaders Recherchen erfuhr, wurde Johnson neugierig. Er flog nach Chicago, wo ihn die Nanex-Daten gleichermaßen faszinierten wie erschütterten. Die erstaunlichste Entdeckung für ihn war eine Konzentration von „Mini-Flash-Crashs“ bei Bankaktien wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan und Lehman Brothers im unmittelbaren Vorfeld der Finanzkrise von 2008/2009.

In die Evolution entlassen

„Das erschreckt mich, ehrlich gesagt, immer noch“, sagt er. „Denn es deutet auf eine Verbindung hin zwischen dem, was auf der Ebene von Sekundenbruchteilen geschieht, und dem, was im Maßstab von Monaten vor sich geht. An dem Punkt sah das Ganze plötzlich wie ein Ökosystem aus. In einem Ökosystem gibt es Raubtiere jeder Größe – und ich glaube, genau das sehen wir hier. Die Algorithmen suchen alle nach irgendwelchen Schwachstellen in diesen speziellen Bankaktien, und auf die hacken sie dann ein.“ Was folgt daraus? „Seit Jahren reden wir, wenn auch eher vage, von der Ökologie von Computersystemen, von Viren, Würmern und dergleichen. Hier aber haben wir ein echtes, arbeitendes System vor uns, das wir studieren können. Das Problem ist bloß, wir wissen gar nicht, wie es arbeitet oder wohin es führen könnte.“

Noch komplizierter wird das Szenario dadurch, dass manche Firmen ihre Algos lernfähig machen. So erklärt der Wissenschaftshistoriker George Dyson: „Die Algorithmen schaffen ihre eigenen Regeln, man hat sie in eine Evolution entlassen, so wie die Natur es mit den Organismen tut.“

Könnte in einem gewaltigen globalen Splash Crash das gesamte Börsensystem zusammenbrechen? Der Denker und Erfinder Ray Kurzweil, heute technischer Entwicklungsleiter bei Google, sagt seit langem einen Moment voraus, den er „die Singularität“ nennt und in dem die Maschinen das Kommando übernehmen. Könnte der Inkubator für solch ein Ereignis der unbeaufsichtigte Aktienmarkt sein? Der Gedanke klingt fast zu abwegig, um ihn zu äußern, doch keiner der für diesen Text befragten Fachleute wollte ihn rundheraus von sich weisen.

Doch es zeigen sich Risse. Auch Haim Bodek war erfolgreich, bis das Blatt sich wendete und er Geld zu verlieren begann. Er verbrachte ein Jahr damit, seine Algorithmen auseinanderzunehmen, auf der Suche nach dem Grund, warum die Konkurrenten ihm plötzlich jeden Handel wegschnappten. Eines Tages raunte ihm ein Insider ein Geheimnis zu: Eine Gruppe von Händlern erhielt an der Börse eine Vorzugsbehandlung in Gestalt eines speziellen „Sonderauftrags-Codes“, mit dem sie immer an die Spitze der Warteschlange springen konnten. Der Insider legte Bodek nahe, sich diesem Kreis anzuschließen.

Bodeks jüdische Familie hatte im Holocaust erlebt, wie Wissenschaftler vor dem Missbrauch ihrer Technologien die Augen verschlossen. Und so nahm er die Einladung zwar an, doch mit mulmigem Gefühl, und bald wandte er sich an die Börsenaufsicht, wohl wissend, dass er sich damit zum Aussätzigen machte. Als Ende 2013 ein öffentlicher Aufschrei die Nachricht begleitete, dass besagter Händler-Klub gegen Geld auch noch Zugriff auf eine schnellere Datenleitung erhielt als der Rest der Welt, konnte Bodek nur lachen. Unternommen wurde wie üblich nichts.

Bodek, Sohn eines experimentellen Teilchenphysikers, lebt heute in Connecticut und ist immer noch wütend. Bevor er an die Öffentlichkeit ging, hatte er sich intensiv vorbereitet und setzte auf einen Knalleffekt. Stattdessen beharrten Händler und Börsen darauf, dass diese „undokumentierten Funktionen“ durch und durch legal seien. „Sie wollen sich selbst nicht als Kriminelle sehen“, sagt Bodek. „Sie halten sich für die Guten. Sie wollen nicht wahrhaben, dass sie seit zehn Jahren nichts als Wertpapierbetrug betreiben.“

Wieder nur Vasallen

Er selbst stehe in der Branche seit zwei Jahren auf der schwarzen Liste. Schwer zu verkraften sei, dass ihm die Leute von den Investment- und Pensionsfonds besonders abweisend begegneten, obwohl sie die Opfer des HFT seien: „Dass man etwas Schlechtes sieht und beim Namen nennt, ist anscheinend nicht erlaubt. Mir zuzustimmen hieße ja zu bekennen, dass sie selbst keine Ahnung hatten von dem, was da lief.“

Doch in den letzten Monaten hat sich die Lage geändert, die Branche beginnt in Bodeks Handeln eine Vorreiterrolle zu sehen. Der erste Plan von Anwalt Michael Lewis war, gegen die HFT-Firmen eine Klage wegen Marktmanipulation und Insiderhandel vorzubereiten. Je länger er mit Hunsader sprach, desto deutlicher sah er, dass dies zu kompliziert für jeden Richter werden würde. Stattdessen legte ihm Hunsader als Hebel die zwei größten Bevorzugungen nahe, die Hochfrequenzhändler von den Börsen erfuhren: die „Sonderauftrags-Codes“ und die private, schnellere Datenleitung.

Die US-Börsen garantieren ihren Kunden, sie über ihren Standard-SIP-Feed stets unverzüglich und akkurat zu informieren. Dafür zahlen die Nutzer insgesamt 500 Millionen Dollar pro Jahr. Es schien Lewis, als wären die Börsen hier vertragsbrüchig: „Die Informationen, die sie weitergaben, waren weder pünktlich noch akkurat, noch waren sie für alle gleich. Den eigentlichen Markt bilden diese privaten Datenfeeds ab. Der illusorische Markt, den der Investor auf seinem Monitor sieht, ist zwischen 900 und 1.500 Millisekunden alt. Das klingt nach wenig, denn 300 Millisekunden dauert gerade mal ein Wimpernschlag. Aber in der Welt des HFT ist das eine lange Zeit.“ Sollte so etwas erlaubt sein? „Auf keinen Fall! Die Gewinne, die da gemacht werden, werden normalen Investoren aus der Tasche gezogen.“

Für Lewis geht es um mehr als um die Zukunft des HFT; er nennt den anstehenden Rechtsstreit „nur ein kleines Scharmützel vor dem Hintergrund einer unermesslichen Anhäufung von Reichtum und politischer Macht“, die derzeit die westlichen Demokratien untergrabe. „In vieler Hinsicht sind wir alle wieder zu Vasallen geworden“, sagt er. „Und es ist ganz einfach: Die Leute, die die Regeln machen, gewinnen das Spiel. Dies ist nur ein Beispiel dafür. Aber irgendwo müssen wir schließlich anfangen.“

Dieses Irgendwo ist fürs Erste ein Gerichtshof im südlichen Distrikt des Staates New York. Dort wurde am 22. Mai eine Sammelklage gegen alle 13 US-Börsen und ihre Filialen eingereicht, als mögliches Vorspiel zu einem der größten Gerichtsdramen, die das Jahrhundert bisher gesehen hat. Die erste Zeile im 40-seitigen Dokument der Anwälte lautet: „Bei diesem Rechtsfall geht es um gebrochene Versprechen.“

Andrew Smith lebt als freier Autor in London und schreibt für den Guardian, The Face und Sunday Times. Zuletzt erschien Totally Wired: on the Trail of the Great Dotcom Swindle

Übersetzung: Michael Ebmeyer
06:00 09.07.2014
Geschrieben von

Andrew Smith | The Guardian

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