Blitzbesuch statt Blitzkrieg

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Gerade hat der Graf mit dem feinen Näschen für gutte Miene und smarte Pressebilder „unsere“ Soldaten am Hindukusch – samt Gattin im Schlepptau und Kerner am Mikro – heimgesucht. Weihnachtliche Ruhe kommt danach keinesfalls in die Truppe. Nun muss Chefin Angie fix auch mal raus ins Feld. Hat Merkels Aufguss (wenigstens) einen Hintersinn?

Hundert Soldaten im Feldlager Kunduz hatten das große Los gezogen. Sie durften lebend und live miterleben, was die Bundeskanzlerin preisgab. Merkel teilte in ihrer unvergleichlich direkten Art mit: „Wir haben hier nicht nur kriegsähnliche Zustände, sondern Sie sind in Kämpfe verwickelt, wie man sie im Krieg hat.“ Surprise!

So klar hatten die Herren das wahrscheinlich noch nie gesehen! Und die Kanzlerin legte noch einen nach: „Das ist für uns eine völlig neue Erfahrung. Wir haben das sonst von unseren Eltern gehört im Zweiten Weltkrieg.“ Das sei aber eine andere Situation gewesen, weil Deutschland damals Angreifer war. Hallo?

Das wollen wir mal militärisch zackig kommentieren. Erstens: Angie wird ihrem kongenialen Spitznamen „Teflon“ Merkel mal wieder voll und ganz gerecht. Zweitens: Eine Regierungschefin, die als zweite aufs Zielfoto kommt, ist auf dem absteigenden Ast. Drittens: Wenn sich die Truppe jetzt nicht missbraucht und verarscht vorkommt, hat sie ein IQ Problem. Wegtreten!

10:53 18.12.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

cu, t.

tobias sckaer
Schreiber 0 Leser 1
cu, t.

Kommentare 1