Wein doch nicht gleich

Musik-Kolumne Wer gerade verlassen wurde, sollte lieber nicht Damien Rice hören, sondern Country oder die traurig-süßen Balladen der Carpenters. Deren Melancholie hat etwas Tröstendes

Wir sind mittendrin in der Jahreszeit, in der man Dachgeschoss-Balkone und Hochhausdächer meiden sollte.

Nicht aus Höhenangst sondern aus Sehnsucht nach der Tiefe. „Melancholie, fick dich ins Knie“, singt der Hamburger Musiker Gisbert zu Knyphausen angriffslustig und blickt doch in den meisten seiner großartigen Songs trübsinnig auf die Qual, die wir Leben nennen. Aber zum Künstlerdasein gehört die Depression quasi wie der Nebel zum November und deshalb besteht auch jede gut sortierte Musikbibliothek aus einem ganzen Katalog an Stimmungstiefs.

Musikblogs wie ">Skinner

küren Toplisten der traurigsten Songs und der Autor Tom Reynolds hat den Tränenschleusen-Tönen gar ein Buch gewidmet://en.wikipedia.org">I Hate Myself And I Want To Die

Verena Reygers schreibt in dieser Kolumne über Genderthemen in der Musikbranche. Sie kolumniert immer montags im Wechsel mit Katrin Rönicke, die sich mit Gender- und Bildungsthemen befasst.

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13:58 05.12.2011
Geschrieben von

Verena Reygers

Musikfetischistin, Feministin, Blames it on the Boogie
Schreiber 0 Leser 6
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Ausgabe 38/2020

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