Blick hinter die Kulissen

Zur Ausstellung Wie sieht die Rückseite des Werkes aus, welche Informationen tauchen bei der Überprüfung auf und welche Quellen stehen Forscher:innen zur Klärung der Herkunftsgeschichte zur Verfügung? Diese und weitere Fragen werden an Werken der Sammlung diskutiert
Ausstellungsansicht im Museum Kunst der Westküste
Ausstellungsansicht im Museum Kunst der Westküste

Foto: Lukas Spörl

Ölstudie: Wäschetrocknen – Die Bleiche

Die Ölstudie Wäschetrocknen – Die Bleiche gehörte ehemals dem Leipziger Unternehmer Moritz Ury, der 1937 in die Schweiz emigriert war und dort 1939 verstarb. Im Jahr 2017 geriet sie in den Verdacht, während der NS-Zeit ihrem jüdischen Vorbesitzer unrechtmäßig entzogen worden zu sein. Der jetzige Eigentümer hatte das von Max Liebermann 1890 im niederländischen Zandvoort gemalte Werk – ohne Kenntnis der Vorgeschichte – 2006 erworben. Die komplexe Provenienzgeschichte zeichnet die Herkunftsgeschichte lückenlos nach und konnte den Anfangsverdacht ausräumen.

Provenienzforschung – Was ist das?

Provenienzforschung stellt sich der Aufgabe, die Herkunfts-, Sammlungs- und Eigentümergeschichte von Kunst- und Kulturobjekten zu klären. Wem hat ein Werk oder ein Gegenstand zu welchem Zeitpunkt gehört? Ziel ist es, Provenienzketten und somit den Weg von Besitzer- und Ortswechseln bis zum aktuellen Standort lückenlos nachzuzeichnen. Diese Angaben können etwas über Bedeutung, Wert und Ansehen eines Objekts aussagen.

12:06 12.07.2022

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Facettenreiche Kollektion

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Sammlung Die Fragen nach der Herkunft des Bestandes diskutiert das Museum Kunst der Westküste im Rahmen der Ausstellung an einigen Werken der Sammlung. Dabei reicht das Spektrum von Johan Christian Dahl bis Peder Severin Krøyer. Im Fokus steht Max Liebermann
Macht mit!

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Workshops Im Rahmen der Ausstellung „Provenienzgeschichten – Max Liebermann im Fokus“ lädt das Museum der Westküste große und kleine Besucher:innen ein, sich bei Führungen und in Workshops auf Spurensuche zu begeben
Herausragend kuratiert

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Netzschau „Wenn Ulrike Wolff-Thomsen über die Ausstellung spricht, ist spürbar, wie wichtig diese für sie ist. Sie spricht von Verantwortung – auch dafür, das an jüdischen Mitbürger:innen begangene Unrecht aufzuarbeiten und Geschichte sichtbar zu machen.“

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