Gold Star For Robot Boy

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23.01.2011 | 21:38

Tatort Anne Will: Dirk Niebel kämpft an der Heimatfront

Rechtzeitig zur erneuten Mandatsverlängerung der deutschen ISAF-Mission entdeckt die Will Redaktion das Thema "traumatisierte Soldaten" und hinterfragt die Fürsorge für deutsche Kameraden, die am Hindukusch unsere Sicherheit verteidigen:

" In Afghanistan kämpfen sie für mehr Sicherheit, zurück in Deutschland oft um Anerkennung, und manchmal gar um ihre Existenz. Viele Soldatinnen und Soldaten leiden nach ihrer Rückkehr unter Verletzungsfolgen und Traumata, haben Schwierigkeiten, in ein “normales” Leben zurückzufinden. Dies alles zeigt der SR-Tatort “Heimatfront” am kommenden Sonntag und lässt den Zuschauer mit vielen Emotionen und Fragen zurück. Was erleben die Bundeswehrangehörigen vor Ort? Kümmert sich der Staat auch nach Ende ihres Einsatzes genug um sie? Und sollten die Bürger, auch wenn sie sich mehrheitlich gegen das Afghanistan-Mandat aussprechen, mehr Respekt zeigen? "

Da Ken zu Guttenberg derzeit andere Sorgen hat wird Klüngelminister und Kriegsbeschöniger Dirk Niebel ins Rennen geschickt um die Emotionen und Fragen des Publikums aufzufangen. Im Vergleich zur hoch spannenden und aufschlussreichen Story der letzten Sarah Lund-Staffel, die den Afghanistan-Krieg im Spannungsfeld politischer Vertuschungen, zweifelhafter Sicherheitsgesetze und traumatisierter Soldaten thematisiert , dümpelt der Tatort leider im deutschen Krimi-Mittelmaß.

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 23.01.2011 um 21:58
@GSFR

Du beschreibst dieses ganze Elend immer so gekonnt und pointiert.

Wenn ´S Dich als Blogger nicht gäbe, müsste man Dich erfinden. ;)

Sorry, hoffentlich ist es nicht zu anbiedernd, aber es ist halt meine Art, dass ich Deine Blogs Sehr gerne lese. ;)

Herzliche Grüße

por
Gold Star For Robot Boy schrieb am 23.01.2011 um 22:04
Das freut mich und es motiviert weiter zu schreiben.

Danke für die netten Worte.

Gruß,

gsfrb
Gold Star For Robot Boy schrieb am 23.01.2011 um 22:06
Anne Will :"Matussek, der den Einsatz für einen gerechten Krieg hält..."
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.01.2011 um 22:12
Matussekt - ein gutes bzw. ein böses Beispiel dafür, wer in diesem Land die veröffentlichte Meinunung beherrscht und den Diskurs bestimmt. Irgendwie hat der SPIEGEL den Knacks 1990 mit Augstein und seiner Deutschtümelei bekommen und erholt sich auch nicht mehr davon.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.01.2011 um 22:14
Denken wir uns das "t" mal weg & hoffen, das Gold Star 4 .... (wie üblich) auch bei der Schreibweise gut informiert war.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.01.2011 um 22:21
TweetDeligöz

Matussek scheint eine geistesverwandte Schwester zu haben, auch die GRÜNE Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz macht gerne mit dem Leid anderer Stimmung für einen schmutzigen Krieg. Der Link führt zu dem Bild der Afghanin im Time-Magazin.
Rahab schrieb am 23.01.2011 um 22:25
nennt sich "embedded feminism"
Rahab schrieb am 23.01.2011 um 22:09
ach du je!
was versteht denn frau will unter "respekt zeigen"?
Gustlik schrieb am 23.01.2011 um 22:24
Irgendwie geht uns die Flugroute nicht aus dem Kopf, vorher war es das Frühstücksei. Traumatisierte Themen, ein Land voller Grasnarben im Kopf. Eine grüne Woche, ungenießbar.
Gold Star For Robot Boy schrieb am 23.01.2011 um 22:34
Matussek:" das Bild des Krieges ist die abgeschnittene Nase..."
Spiegel Kriegspropagandist Nr.1
dame.von.welt schrieb am 23.01.2011 um 22:47
Wir erinnern auch alle den Time-Titel? 'What happens if we leave Afghanistan' - völlig ungeachtet, daß die Nase dieser bemerkenswerten Frau verstümmelt wurde, while we happen to be in Afghanistan.
Gold Star For Robot Boy schrieb am 23.01.2011 um 22:58
Wir erinnern den Time-Titel der ganz im Sinne der CIA Propaganda (Red Cell Memo) in Europa Stimmung für den Afghanistan-Krieg provozieren sollte.
Magda schrieb am 23.01.2011 um 22:36
Ich auch: Danke für den Blog. Niebel sehe ich gerade nebenher: Ohgottogott. Matussek einfach nur peinlich.
Gold Star For Robot Boy schrieb am 23.01.2011 um 22:42
Anne Will: "Guttenberg hatte leider keine Zeit zu kommen..."
Gustlik schrieb am 23.01.2011 um 23:01
Mir kam gerade ein schlimmer Gedanke, embedded: Matussek würde ich nicht ausziehen, sondern einziehen.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.01.2011 um 23:25
Nun weiss jede/r warum die beim Spiegel ganz andere Files von WL lesen als der Guardian. Das muss ich denn doch mal gucken. Gute Nacht.
weinsztein schrieb am 24.01.2011 um 02:01
Werter Gold Star For Robot Boy,

Dirk Niebel sollte man niemals unterschaetzen. Seit er immer oefter zu Talkshows eingeladen wird, um dort treuen Blickes FDP/Positionen zu vertreten, geht es mit seiner Partei bergab.
Danke, Anne Will - und bitte viel mehr Niebel!

Matussek hatte seine beste Zeit 1989/1990 im SPIEGEL waehrend der deutschen Wende. Das war seine grosse Zeit der Abrechnung mit allem und jedem in der DDR, etwa mit Bertolt Brecht. Doch so schien er auch fuer den irgendwie erneuerten SPIEGEL auf Dauer nicht tragbar zu sein, Matussek wurde Schritt fuer Schritt entsorgt, an den redaktionellen Rand. Er endete als berlinernder Talkshowbloedel. Man ist meist ein wenig peinlich beruehrt, wenn er mitdiskutieren darf, aber er ist immer fuer einen Lacher gut.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.01.2011 um 02:33
Na das ist ja nette Unterhaltung. Warum ist der Niebel eigentlich immer mit dabei, ist es weil Frau Will eine ähnliche Diskussionskultur pflegt wie sein Parteichef: Total naive (Gefälligkeits) Fragen an den Niebel stellen und damits nicht so auffällt darf auch mal der vom Theater was sagen. Das ist echte Unterhaltungskultur auf toischem Niveau. Einfach Spitzenklasse. Mit Ausnahme von der Goos, die war cool, - ne ehrlich!
Rahab schrieb am 24.01.2011 um 20:06
habe mir gerade die "nette Unterhaltung" angetan.
und habe hören müssen, der veteran sei ein neues problem, und zudem eines "mit ner ganz neuen Psychodynamik"

da dachte ich mir dann mal wieder: was den umgang mit psychischen traumata anbelangt ist die brd immer noch ein entwicklungsland
und ein fall von leider anhaltender transienter globaler amnesie
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