merdeister

135 rote Waldameisen

06.12.2009 | 19:25

Baut Brücken über Türme

Auch die Türme in uns.

Bitte Ruhe!

West Eastern Divan Orchestra

 

Weiter geht es hier:Brückenbau

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 06.12.2009 um 21:19
Lieber merdmeister,

einfach herrlich. Vielen Dank. Ich sitze im Internet-Cafe und bin gerade bei 4:15. Leider gibt es hier oft starke Nebengeräusche, aber wenn es ruhig ist, ist klar erkennbar, dass das Stück wunderbar ist. Der reine Wahnsinn! ;O)

Sowas habe ich heute noch gesucht. Einen Moment der Entspannung! ;O)
Ich war heute auch arbeiten und das war unangenehm laut, das hier ist total angenehm und gar nicht laut, selbst wenn der Kopfhörer auf volle Pulle steht. ;O)

Herzliche Grüße

por
Cassandra schrieb am 07.12.2009 um 01:05
Hör's mal zu Ende - dann ist es nicht mehr so brav-romantisch sondern wahrlich höllisch.
poor on ruhr schrieb am 07.12.2009 um 18:42
Liebe cassandra,

ich habe es wirklich zu Ende gehört und es hat mir gefallen, so wie es ist. ;O)

Herzliche Grüße

por
Cassandra schrieb am 11.12.2009 um 00:31
Schließt sich ja nicht aus...
Cassandra schrieb am 07.12.2009 um 00:33
Brückenbau
verstehende übereinkunft von verschiedenen ufern

Ich begann mit einem Stein. Steine sind stark, sagte man mir. Der Stein war zu schwer, für dich, für mich.

Du nahmst Eisen. Eisen ist formbar, versicherte man dir. Das Eisen war nicht stabil genug, für mich, für dich.

Ich besorgte mir Holz, verzweifelt. Holz ist leicht, beruhigte man mich. Das Holz faulte zu schnell, für dich, für mich.

Man sagte dir noch dies, mir noch das. Du drehtest dich hin, ich drehte mich her. Schwindel.

Du blicktest mich, ich blickte dich an, hilflos. Dann sahen wir uns.

Wir flochten ein Seil. Seile sind wackelig, sagte man dir, Seile verschieben sich voneinander weg, sagte man mir. Doch Seile sind flexibel und nicht an jeder Faser miteinander verbunden. Seile lassen Freiheit. Nicht für dich, für mich allein:

für uns.
Cassandra schrieb am 07.12.2009 um 01:04
PS. Ufer und Türme sind sich ja sehr ähnlich. Beide Male steht etwas im Weg.

Vielleicht aber sind die Ufer schon die fortgeschrittene Variante, weil man sich dazu aus seinem Turm heraus begeben muss. Dem inneren. Dem äußeren wohl auch. Aber das zweite ist vielleicht die Konsequenz aus dem ersten.
weinsztein schrieb am 07.12.2009 um 01:39
Das gefällt mir. Danke Cassandra.
weinsztein
Cassandra schrieb am 07.12.2009 um 00:38
Und eins, auf das ich stieß, vor zwei Jahren. Es handelt wohl von anderen Dingen, die überquert werden, aber ich fand es so schön, dass ich es hier einfüge.

Dazwischen

Geschwungen und doch fest hilft
sie Distanz halten zwischen hier
und dort und nicht mehr
und noch nicht.

Darunter das Fließende
darüber das Schwebende
dazwischen ziellos
ein Moment Glück.

S. Wagner-Dorka
Deaktivierter Nutzer schrieb am 12.12.2009 um 13:00
Schönes Gedicht! Wenn ich sowas könnte, hätte ich genau das geschrieben, als ich Anfang März meine große Tochter in NYC besuchte und morgens mehrmals bei Eiseskälte über die Broolyn-Bridge lief.
weinsztein schrieb am 07.12.2009 um 01:38
Leben einzeln und frei, wie ein Baum und dabei brüderlich wie ein Wald, diese Sehnsucht ist alt, sie gibt uns Halt in unserem Kampf gegen die Dummheit, den Haß, die Gewalt.

Nâzım Hikmet (türkischer Dichter, 1902 - 1963)
poor on ruhr schrieb am 07.12.2009 um 18:44
Liebe Cassandra,

das hat mir auch sehr gut gefallen. Danke.

por
Deaktivierter Nutzer schrieb am 08.12.2009 um 22:38
Ein schickes Lied noch:
merdeister schrieb am 07.12.2009 um 09:40
Dank Euch allen.
merdeister
Ein guter Charakter erzieht sich selbst. - Indigokind - Blogtherapeut
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