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Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

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Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

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Kultur : Vergesst die Links nicht

Der New Yorker Medienprofessor Jeff Jarvis warnt die Verlage davon, ihre Inhalte nicht mehr jedermann zugänglich zu machen

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Vivian Schiller bezeichnete das Gerede darüber, Nachrichten online bezahlpflichtig zu machen, vergangene Woche in einem Interview mit dem Newsweek-Magazin als „Massentäuschung“. Sie sollte es wissen. Schiller, inzwischen CEO beim US-amerikanischen National Public Radio, stand newyorktimes.com vor, als man dort die eigenen Inhalte kostenpflichtig machte und diese Kostenpflicht wieder abschaffte.

Financial Times und Wallstreet Journal sind die einzigen Häuser, die ihre Inhalte erfolgreich verkaufen, ich habe nichts dagegen. Doch für die allermeisten ist es nicht nur müßig, sondern möglicherweise selbstmörderisch, die Hoffnungen auf ein Überleben der Nachrichten auf die Erhebung von Gebühren zu setzen.

Die Erhebung von Gebühren auf Inhalte bringt Marketing- und Kundenservicekosten mit sich. Online fällt dadurch die Zahl der Kunden und der Anzeigen, die aufgrund der Besucherzahlen geschaltet werden. Inhalte hinter einer Paywall zu verbergen, schneidet diese Inhalte von Suchen und Verlinkungen ab. Man verliert dadurch Googlejuice.

Wenn Verlagshäuser solche Mauern errichten, stoßen sie die Tür für Konkurrenten auf, die ihre Inhalte umsonst anbieten und nun praktisch unbehindert einsteigen können. Verlage, die sich von dem Gedanken täuschen lassen, dass die Gebühren sie retten werden, verhindern lediglich Innovationen und Experimente, die der einzige Weg zu Online-Erfolg sind.

Lionel Barber, Chefredakteur der britischen Financial Times hat vorausgesagt, dass die meisten Zeitungshäuser auf ihren Internetseiten Gebühren einführen werden, weil sie es tun sollten – und weil sie ihre Inhalte nie hätten weg geben sollen. Allerdings habe ich noch nie von einem Businessplan gehört, der auf dem Verb „sollte“ aufbaut.

Die Zeitungsbranche hatte seit der Einführung des Internetbrowsers 15 Jahre Zeit zur Verfügung, sich auf die Realität des Post-Gutenberg-Zeitalters ein- und neu aufzustellen. Das hat sie aber nicht getan. Nun versucht sie, für eine neue Medienökonomie auf alte Geschäftsmodelle zurückzugreifen. Ich nenne diese neue Medienökonomie die Link-Economy. In dieser verleihen Links den Inhalten Wert. Schneidet man sich von Links ab, schneidet man sich vom Internet und seinem wirklichen Wert ab.


Übersetzung: Zilla Hofman
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