Politik

Klientelpflege | 15.02.2010 12:00 | Rudolf Walther

Klassenkampf von oben

Mit seinen Äußerungen zu Hartz IV hat FDP-Chef Westerwelle kräftig an der Aggressionsschraube gedreht und versucht, die FDP-Günstlingspolitik zu rechtfertigen

Das dumpfe Gerede Guido Westerwelles über „“Sozialismus“, „sozialistische Züge“ im Hartz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts, „spätrömische Dekadenz“ und „Hartz IV-Betrüger“ sollte man nicht zum Anlass nehmen, über das intellektuelle Niveau und den Bildungsstand des Außenministers zu diskutieren. Was Westerwelle in dieser Hinsicht mitbringt oder was ihm fehlt, ist ebenso seine Privatsache wie seine Schuhgröße oder Religionszugehörigkeit. Westerwelles Gerede ist aber nicht nur private Marotte, sondern auch der Ausdruck der verkommenen Mentalität im spätliberalen juste Milieu der „Besserverdienenden“ und „Leistungsträger“. Kommentatoren beschreiben dieses Milieu als den Hort „neuer Bürgerlichkeit“.

Wodurch sich diese auszeichnet, ist bei der jüngsten Intervention des Talk-Show-Philosophen Peter Sloterdijk deutlich geworden. Der Blasen- und Phrasenfabrikant aus Karlsruhe beschäftigte sich mit Steuern und sprach dabei von der „Ausbeutung der Produktiven durch die Unproduktiven“ und teilte die Bürger ein in „Steueraktive“ und „Steuerneutrale“ beziehungsweise in „Transfermassegeber“ und Transfermassenehmer“ ein. Diese Terminologie beruht auf der weichgespülten, in ihrem Kern allemal sozialdarwinistisch imprägnierten Unterscheidung Nietzsches zwischen „Herrenmenschen“ und „Herdenmenschen“.

Im Weltbild des politisch und intellektuell auf den Hund gekommenen „Liberalismus“ der „neuen Bürgerlichkeit“ erscheint die rechts- und sozialstaatliche Ordnung, wie sie das Grundgesetz umschreibt, als Angriff der „unproduktiven“ Hartz-IV-Empfänger auf die Konten den besserverdienenden FDP-Klientel. Dabei ist es kein Geschäftsgeheimnis, sondern seit 50 Jahren ein Dauerskandal, dass ein nennenswerter Transfer von oben nach unten weder bei den Einkommen noch beim Vermögen trotz der demagogischen Propaganda der Hartz-IV-Religion von SPD, Grünen, FDP und CDU/CSU gerade nicht stattfindet. Zwischen 1950 und 2000 hat sich nichts daran geändert, dass rund zwei Prozent der Haushalte drei Viertel des Produktiv-Vermögens und über ein Drittel des Gesamtvermögens besitzen. 20 Prozent „Besserverdienende“ kassierten 1950 wie 2000 rund 45 Prozent aller Einkommen.

Und wenn sich die FDP-Günstlingspolitik in der Steuer- und Gesundheitspolitik durchsetzen sollte, werden die Disparitäten zwischen unten und oben, Armen und Reicher nicht kleiner, sondern noch größer. Das hat gar nichts mit „spätrömischer Dekadenz“, aber sehr viel mit Klassenkampf von oben zu tun.
 

 
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Artikelaktionen
Kommentare
schwarzbart schrieb am 15.02.2010 um 13:49
Dies Anekdote über unseren Aussenminister muss mal öffentlich erzählt werden, wirft sie doch ein Licht auf seine Grundhaltung. Ob der Mann darüber hinaus ein Dummkopf ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Mir will eher scheinen, dass für Dr. Guido gilt, was Schmidt-Schnauze mal über Prof. Biedenkopf sagte: "Der Mann ist zu intelligent, um klug zu sein".
Nun aber die Anekdote: Der kleine Dr. Guido wurde, dunnemals am Gymnasion, von seinen Mitschülern allgemein "Brettchen" genannt. Und dies deshalb, weil erals Schüler, immer ein eben solches, samt Besteck, in seiner Schultasche mit sich führte - zum standesgemässen Verzehr seines Pausenbrots.
Mit spätrömischer Dekadenz - jener der Oberschicht - ist der Herr Westerwelle also von Kindes Beinen an vertraut.
Onkel Wanja schrieb am 16.02.2010 um 14:45
Ja danke, dass sie uns diese Anekdote nicht vorenthalten haben. Sie bringt mich zu seinen Wurzeln und ob den Herr Westerwelle seinen liberalen, bürgerlichen Arbeits- und Leitungsethos, gerecht wird.

Dazu muss man sich bei Wikipedia seinen Eintrag ansehen, der wie folgt untergliedert ist:

1.Ausbildung 2. Partei 3. Abgeordneter 3.1 Nebeneinkünfte 4. Familie und Privates

Nun entnehme ich diesem Eintrag, dass er noch nie in seinem Leben einer gewerblichen Arbeit nachgegangen ist. Er ist nach Abitur, Studium und Staatsexamen direkt in die Politik. Sein streben galt Parteiämtern und einem möglichst schnellen Einzug in den Bundestag-was ihm auch gelang.

Er ist also wie jeder Harz IV Empfänger Bezieher von STAATLICHEN LEISTUNGEN, hat allerdings wie die meisten Harz IV Empfänger für unsere Gesellschaft noch nie etwas gleistet!
Weder hat er je einen Stein auf den anderen gesetzt, noch irgend etwas zusammengebaut. Keinen Stuhl gezimmert, kein Loch geschaufelt, keine Mülltonne geleert. Er ist nicht mal als Rechtsanwalt
-also in seinen Beruf- irgend geleistet.

de.wikipedia.org/wiki/Westerwelle
RGabriel schrieb am 16.02.2010 um 20:58
Onkel Wanja

"...hat allerdings wie die meisten Harz IV Empfänger für unsere Gesellschaft noch nie etwas gleistet!..."

Wer sagt Ihnen denn, dass Hartz IV-Empfänger für unsere Gesellschaft noch nie etwas geleistet haben? Sie vergessen wohl: Hartz IV ist ehemals ALG II, wird also nach einem Jahr Arbeitslosigkeit bezahlt. Das kann einem passieren, wenn man 30 Jahre sozialversichert gearbeitet hat!
Onkel Wanja schrieb am 18.02.2010 um 12:50
Oh, ich bitte um Entschuldigung! Ich wollte eigentlich folgendes ausdrücken:

"Er ( Westerwelle) ist Bezieher von staatlichen Mitteln, hat allerdings -anders als die meisten Harz IV Empfänger, für unsere Gesellschaft noch nie etwas gleistet!."

Gruß, Onkel Wanja
Cato42 schrieb am 15.02.2010 um 14:08
Was mag die Wähler veranlasst haben,
diese Partei zu wählen?
Die Schreihälse und Demagogen waren
alle bekannt.
mahung schrieb am 15.02.2010 um 16:41
Die treffend kurz und knapp formulierte Antwort gab´s bereits im letzten Jahr und ich poste sie gern umd immer, immer wieder:

„Guido Westerwelles Atout: Er bietet jedem etwas. Die einen wählen den FDP-Chef, weil sie ihn für einen angepassten Streber halten, die anderen lieben ihn als Krawallkopf mit Profilneurose. Westerwelles Kurs ist dialektisch: Wählen lässt er sich vom kleinen Mann mit Neidkomplex, den er dann für seine asoziale Wahlentscheidung mit Leistungsentzug und Lohnverbot bestraft; das Geld reicht er weiter an jene, die weder finanziell noch politisch auf ihn angewiesen sind und es sich leisten können, Hobbyparteien wie die Grünen zu wählen. So etwas imponiert Westerwelle! Nebenbei bewahrt er sich auf diese Weise seine Unabhängigkeit – Westerwelle nennt sie `das Wichtigste, was es auf dem politischen Markt zu kaufen gibt`“ TITANIC 11/2009; S. 35
Cato42 schrieb am 16.02.2010 um 07:35
Ein Agitator und Demagoge übelster Art.
Fritz Teich schrieb am 16.02.2010 um 11:20
Protest! Zu lange grosse Koalition. Zu lange Fischer. Die NPD hat enttaeuscht.
biopilz schrieb am 16.02.2010 um 11:48
> ...Was mag die Wähler veranlasst haben,
diese Partei zu wählen?...
ich fürcht viele wussten in der kabine vor dem grossen blatt schlicht nicht (mehr) dass die sog. "zweitstimme" mehr ist als der "zweitwagen" oder gar die "dritten zähne"...
B. Friendly schrieb am 15.02.2010 um 14:51
Ich bekomme das kalte Gruseln, wenn ich diese Hartz 4 Kommentare aus "Bild" und Politik lese. Selber musste ich mit 45 in den sauren Hartz Apfel beissen, und schlimmer als das Nicht-mehr-an-der Gesellschaft-teilnehmen-Koennen ist die staendige Schelte, die man -als "Schmarotzer" bezieht , leider von den Medien nur zu gerne gedruckt. Keiner, der den Mund voll nimmt musste je von Hartz 4 ueber die Runden kommen. Als wenn wir alle- alle 3 Millionen Arbeitslose- freiwillig die relative Armut waehlen statt angestellt zu sein. Es ist zum Wimmern.
Schackerbilly schrieb am 16.02.2010 um 08:13
Ich frage mich auch, ob die ganze Kampagne mit "Deutschlands frechstem Arbeitslosen" Arno Dübel vielleicht von Anfang an auf das Harz-IV-Urteil ausgerichtet gewesen sein könnte. Man wusste ja, für welchen Termin das Urteil angesetzt war, und es war auch lange vorher zu erahnen, wie es ausfallen würde.

Bietet es sich in so einer Situation nicht geradezu an, schon im Vorfeld ein Hassobjekt aufzubauen?
Deaktivierter Nutzer schrieb am 16.02.2010 um 10:48
@ shackerbilly
Arno Dübel

Deuschland sucht den Superstar? Deutschland hat den Superstar!
Vom Hartz4ler zum Schmarotzer-Darsteller & Medienliebling.. Was für ein Karrieresprung.

Jeder kennt Arno Dübel. Er hat vermutlich genauso viel Redezeit im TV, wie unser Guido. Arno Dübels Auftritte finde ich auch lustiger, als so manche Büttenrede.

Guido Westerwelle. Ein Aussenseiter. Schon immer gewesen. Wir haben ihn weder gewählt noch gewollt.
Also, den will keiner im Ausland empfangen. Seine Schecks werden aber auch auf Mykonos gerne genommen.

Meine Meinung:
Der Typ befindet sich im Freien Fall. Aber, er hat es geschafft. Die Vollversorgung für sich & seinen Mann. Die sind ja verheiratet. D.h. wenn dem Guido was passiert, dann kriegt der Michael dessen Pension. Oder nicht?
Und überall hinfliegen darf der Michael auch.
Sitzt in der Holzklasse? So wie der Herr Prof. Sauer?
Das würde mich mal interessieren.
rheinelbe schrieb am 15.02.2010 um 15:44
Die Arbeitslosen
sind ja so gemein.
Sie sorgen dafür, dass kaum mehr anständige Löhne in Deutschland gezahlt werden und dann vernichten sie einfach mal aus reiner Bosheit die Mittelschicht.
So gemein.
So spätrömisch dekadent.
Da weiss ich als Zocker-Banker (Leistungsträger!)gar nicht, wie ich mich noch empören soll!
So, erst mal den Antrag auf Staatsgeld ausfüllen und dann lecker Champagner im "Mövenpick" trinken.

Morgen gibt's ne saftige FDP-Parteispende für saubere Arbeit.
PROST!
Anette Lack schrieb am 15.02.2010 um 16:52
Ich war bei einigen Wahlkampfveranstaltungen hier in Hamburg. Immer das gleiche Szenario: Wenn es an die Verkündigung der Wahlprogramme ging, tönte der entsprechende FDP-Kandidat mit kräftiger Stimme von den Steuersenkungen. Nach der Finanzierung befragt, wurde die Stimme plötzlich immer leiser, und die Aussage nebulös. Es gab schlicht kein Konzept, wie das bezahlt werden sollte, und keiner machte sich große Mühe, das zu verbergen. Vielleicht dachten sie, dass Sterntaler wie im Märchen...

Die Frage ist: Wo ist Merkel? Sich so ein bisschen verbal von der Rhetorik des W. zu distanzieren, reicht nicht aus. Wenn die CDU noch eine Volkspartei sein will, muss sie hier deutlichere Grenzen setzen.
misterl schrieb am 15.02.2010 um 18:04
Nur mal als Gedankensplitter in den Raum geworfen. Könnte die Heftigkeit Westerwellscher Rhetorik im Zusmmenhang mit dem Angang genau seiner Mitregierung gegen Steuerhinterzieher per Daten-CD geschuldet sein, die "er" nicht verhindern konnte aber wollte, weil es wahrscheinlich FDP-Klientel ist, die nun in Massen sich selber anzeigen muss?

Also quasi der umgekehrte Neidfaktor?
Hans Hütt schrieb am 15.02.2010 um 20:18
Guido Westerwelle vollzieht eine Rochade. Er überholt die CDU/CSU von rechts mit dem Ziel, die konservativen Wechselwähler dauerhaft an die FDP zu binden, und trennt sich von den altliberalen Stammwählern in der Hoffnung, auf der rechten Seite mehr zu gewinnen, als er in der Mitte verliert.
kinkelstein schrieb am 15.02.2010 um 22:03
Dieser Kommentar wurde aufgrund eines Verstoßes gegen die AGB editiert

Der Klassenkampf wird schärfer. Man soll sich nicht täuschen: nach den Wahlen in NRW wird auch vonseiten der Union nach unten getreten.
horst pavlack schrieb am 15.02.2010 um 22:10
die Aussagen von GW geben doch aus Sicht des klassischen FDP-Wähler vollkommen Sinn.

Das Bverfg hat deutlich gemacht, dass die Berechnungsgrundlage für Hartz4 auf murks basiert. So weit, so richtig. Somit muss eine neue Berechnungsgrundlage gefunden werden.

So wie sich durch Hartz4 der Niedriglohnsektor erst richtig durchsetzen konnte, ängstigt den Guido doch die gegenteilige Entwicklung. Angst vor Hartz4 verleitet viele Menschenen ihre Arbeitskraft zu fast jedem Preis zu verschenken. Wäre Hartz4 nicht mehr bedrohlich für die eigene (menschenwürdige) Existenz (wie es das Bverfg gefordert hatte), würde evtl. das Verschleudern der eigenen Arbeitskraft auf dem Markt gestoppt werden (ergo: höhere Löhne)

Somit dürfte es ihn sorgen, dass durch eine Anhebung der H4-Sätze der Niedriglohnsektor ebenfalls geringfügigen Anpassungen (an den neuen H4-Satz) gerecht werden müsste. Dies würde doch ganz klar seine FDP-Klientel (z.B. Hoteliers) treffen.

Ein frühzeitiger Mißbrauch dieser ganzen Thematik ist somit voll in seinem Interesse. Also die Beeinflussung der Diskussion mittels Irrsinn (eigentlich der typische FDP-Stil)

Durch die Fixierung auf Guidos abwegige Äußerungen wird leider die Umtriebigkeit anderer völlig außer Acht gelassen. Dass das Finanzministerium (Schäuble) bereits verkunden ließ, welche Kosten auf den Steuerzahler (Leistungsträger) zukommen könnten, ohne dass irgendjemand bereits konkrete Pläne bzgl. der Berechnung einer allgmein anerkannten Grundlage zu bieten hat, zeigt doch wohin diese Reise (leider) gehen wird. Die Bedarfsermittlung wird nicht realitätsgebunden betrachtet, sondern wird wieder politisiert.

Es scheint nicht geplant zu sein, darüber nachzudenken, welche erforderliche Grundlage einer menschenwürdigen Existenz gerecht wird, sondern es wird via Taschenspielertrick versucht, eine gleichbleibende Höhe des Satzes mittels angepasster Berechnungsgrundlage bieten zu können. (Kinder werden sicherlich etwas mehr erhalten)

Aus FDP-Wähler Sicht wurde folglich völlig richtig verfahren. Die allgemeine Diskussion wird leicht verschoben. Die Feststellung des Bedarfs tritt in den Hintergrund und ökonomische Betrachtungen werden zwecks Bedarfsermittlung herangezogen.
mahung schrieb am 15.02.2010 um 23:03
Sie haben vollkommen recht. Es wird bereits jetzt politisch vorbereitet, was nach der NRW-Wahl "durchgezogen" werden kann. Ich fürchte die Kampagne verfängt.

Bis dahin wird das Volk geschickt manipuliert bzw. das PR-Kunststück vollbracht, die "obere" Unterschicht mit Arbeitsplatzbesitz (zu welchen Bedingungen auch immer), gegen die "echte" Unterschicht in Stellung zu bringen. Die Angst vor dem Sturz, führt zum Tritt auf die bereits Gestürzten. Der "Pöbel" schlägt sich untereinander um die wenig verbliebenen Pfründe, während sich die Profiteure dieser doch etwas unschönen, aber machtpraktisch komfortablen Situation mit dem Wirtschaftsteil der NZZ, FAZ oder Rheinischen Post (etc. pp.) in ihre Leistungsträgerrefugien zurückzuziehen, um den Dingen zu harren, die da kommen.

Um es mit Tocotronic zu sagen:

STÜRMT DAS SCHLOSS - SDS
mahung schrieb am 15.02.2010 um 23:18
"Wäre Hartz4 nicht mehr bedrohlich für die eigene (menschenwürdige) Existenz (wie es das Bverfg gefordert hatte), würde evtl. das Verschleudern der eigenen Arbeitskraft auf dem Markt gestoppt werden (ergo: höhere Löhne)"

Genau so sehe ich das auch und habe in einem Beitrag von Andrea Arcais zum Thema:

www.freitag.de/community/blogs/andreaarcais/westerwelle-ideologe-an-der-macht-

... folgendes geschrieben:

Eigentlich sollten die ganzen Niedrig- und Billiglöhner, die via BILD und anderen Kanälen über die "reichen und faulen Hartzer" jammern, sich stattdessen konsequent kündigen lassen, wenn ihre Ausbeutungseinkommen unter dem Niveau der ja lediglich existenzsichernden Grundsicherung liegen und ganz bewusst ALGII beantragen; gewissermaßen als Protest gegen einen Staat, welcher Ausbeutung gesetzlich zulässt. Wäre doch auch mal eine Form des sozialen Protestes, die, wenn eine bestimmte kritische Masse erreicht ist, den Staat finanziell derart unter Druck setzte, dass er gesetzliche Mindestlöhne durchsetzt und somit dem Lohnabstandsgebot wieder seinen eigentlichen Sinn gibt (natürlich wird das auch nichts, s. o.). Westerwelle und Co. haben dieses Prinzip ja völlig pervertiert und wollen dies weiterhin tun, indem sie es weiter als Lohndrückargument einsetzen. Nicht ohne Erfolg, wie man Teilen der öffentlichen Diskussionen dieser Tage schon wieder entnehmen kann.
Andreas Kemper schrieb am 16.02.2010 um 00:05
"Dekadenz" entspricht dem Vokabular der Sarrazin/Sloterdijk/Heinsohn-Debatte und revitalisiert den Sozialeugenik-Diskurs.

bit.ly/b96cme

Der offen geführte Klassenkampf findet nicht nur um Erhöhung von ALG-II vs. Senkung der Steuern statt, sondern auch in den schulpolitischen Auseinandersetzungen in Berlin und Hamburg, für die der "Dekadenz-Vorwurf" konkret gemünzt ist.
Calvin schrieb am 16.02.2010 um 01:14
"Dabei ist es kein Geschäftsgeheimnis, sondern seit 50 Jahren ein Dauerskandal, dass ein nennenswerter Transfer von unten nach oben weder bei den Einkommen noch beim Vermögen [...] nicht stattfindet."

Äh, der Skandal ist doch wohl eher, dass der Transfer von oben nach unten nicht stattfindet, oder?

Zumindest entnehme ich den anderen Äußerungen deines Artikels, dass du es wahrscheinlich so gemeint hast.

Die FDP-(Wester)welle wird ganz schnell wieder vorüber sein. Das hat auch den Grund, dass deren Klientel (und damit meine ich nicht die 12 von den 14 %, die ihr Kreuz versehentlich an der falschen Stelle gemacht haben) alles tut, um die FDP schlecht aussehen zu lassen.

Was für Assoziationen bekomme ich bei "Liberal" in Deutschland? Ellenbogenmentalität, rücksichtslos, am besten aus reichem Hause.

Da muss sich eigentlich keiner wundern. Ist mal jemand auf die Idee gekommen, dass gerade die Wohlhabenden und ihre Steuertricks und Auslandskonten etc. den Staat viel mehr Schaden, als die Hartz IV - Empfänger?

Ich glaube, den reichen Betrügern sind die -aus ihrer Sicht- armen Betrüger einfach unerträglich.

Warum kann BILD nicht mal Konsequent in die andere Richtung hetzen? Gegen Homosexuelle, Juden und Reiche lässt sich nicht mehr gut hetzen. Bleiben immerhin noch die Armen, die noch nicht so arm sind, wie sie es aus der Sicht einiger Leute (die bis vor noch gar nicht langer Zeit selber Opfer von Diffamierung und Verfolgung wurden) sind.

Bravo, Guido. Kannst du da deinem Mann noch in die Augen schauen? Was du deinen Kindern erzählen wirst, brauche ich ja nicht zu fragen.

Genossenschaftlicher Gruß,

Calvin
Andreas Kemper schrieb am 16.02.2010 um 03:26
Hallo Calvin,

Westerwelles sexuelle Orientierung hat mit seinen Äußerungen nichts zu tun. Und gegen "Homosexuelle und Juden" kann noch immer sehr gut gehetzt werden, es passiert auch regelmäßig.
mahung schrieb am 16.02.2010 um 03:31
"Was für Assoziationen bekomme ich bei "Liberal" in Deutschland? Ellenbogenmentalität, rücksichtslos, am besten aus reichem Hause."

Zustimmung!

"Da muss sich eigentlich keiner wundern. Ist mal jemand auf die Idee gekommen, dass gerade die Wohlhabenden und ihre Steuertricks und Auslandskonten etc. den Staat viel mehr Schaden, als die Hartz IV - Empfänger?"

Ja, ich. Habe aber leider keine Stimme im Parlament - wie man so schön sagt. Ich muss sogar mit Bekannten über die angebliche "Unmoral" des Kaufs von Steuer-CD´s streiten. Weil, Steuerhinterziehung ist nämlich Notwehr! Der Staat ist ein notorischer Abzocker! Autobahnen, City-Tunnel in Leipzig, Waldschlösschenbrücke in Dresden oder Stuttgart 21 finanzieren sich nämlich quasi von selbst.

Die selbsternannte Steuersenkungspartei ist eigentlich eine Steuerverschwendungspartei, weil sie bei derart ineffizienten und verschwenderischen Größenwahnprojekten immer die Hand hebt, aber in Bezug auf angeblich überbordende Sozialleistungen Hierzulande das große Lamento anstimmt.

Parallel wird eine Klientel, welche entweder gut gezahlt hat oder lukrative Jobs nach der Politikkarriere in Aussicht stellt, zu befriedigen gesucht.

Und die guten Jobs hat sicher nicht der sich ansammelnde "soziale Müll" - nach FDP-Lesart definiert.

"Ich glaube, den reichen Betrügern sind die -aus ihrer Sicht- armen Betrüger einfach unerträglich."

Ich glaube den reichen Betrügern sind die armen Betrüger ziemlich gleichgültig. Die wissen doch recht gut, dass sich die unteren Schichten im Ernstfall zunächst gegenseitig zerfleischen. Keine Gefahr Nirgends, solange sich das normal mittelständische Bevölkerungsklientel gegen alles unter ihm Liegende - sei es auch noch so nah an der eigenen Situation - durch Nachtreten "wehrt". Nach oben treten wäre einerseits zu anstrengend, aber andererseits auch zu anrüchig. Man könnte ja schließlich ggf. auch irgendwann aufsteigen. KÖNNTE, VIELLEICHT, IRGENDWANN. Wunschszenario.

Abstiegsangst wird im Treten nach unten kompensiert. Guido weiß das. Angela auch und Schäuble ohnehin. Nach NRW im Mai wird durchmarschiert - ähm, durchregiert.
Calvin schrieb am 16.02.2010 um 03:49
Um Gottes Willen,
so wollte ich es auch nicht verstanden wissen. Wohl aber, das der Guido vor 30 Jahren in der Politik nicht möglich gewesen wäre und er genug Grund hätte, sich ein wenig zu zügeln.
carlfatal schrieb am 16.02.2010 um 04:02
Ohne Calvins Hinweis hätte ich den wunderschönen Fehler übersehen, außerdem springe ich an dieser Stelle dem ollen Friedrich bei, der nu echt nix dafür kann, wenn er in wagnerschem Sinne mißverstanden wird; der passendere Begriff wäre sicher "Herrenreiter" gewesen.
Aber jetzt genug Besserwisserei von meiner Seite, denn alles andere findet meine vollste Zustimmung.
Danke, cf
Dreamtimer schrieb am 16.02.2010 um 05:15
Es gehört zu den Denkwürdigkeiten unserer Zeit, dass die Linke nicht mehr in der Lage ist, Begriffe wie Arbeit und damit auch Leistung ( Leistung = Arbeit/Zeit ) positiv zu besetzen. Die berühmte "Entfesselung der Produktivkräfte" war ein Leistungsdiskurs sui generis und die Kapitalisten galten als Schmarotzer, statt, wie heute, als "working rich". Das ist wohl für immer Geschichte.

Was übrig geblieben ist, ist eine Art nachtragender Konspirationismus: die Oberschicht ist eine kriminelle Bande, deren Lügen und Machenschaften man unbedingt aufdecken muss. Das mag ein nobles Ziel sein, nur ist damit eigenartiger Weise keinerlei befreiende Hoffnung mehr verbunden. Niemand weiss, wodurch er die working rich austauschen soll. Der letzte diesbezügliche Versuch endete in der Nomenklatura, die keine wirklich Besserung der Verhältnisse brachte.

Ebenso, wie das Konzept Arbeit/Leistung, verschiebt sich auch jenes des Klassenkampfes. Klassengegensätze gibt es allenthalben, aber man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass Klassenkampf auch aktiv nicht ausschließlich von Oben geführt wird. Was bleibt ist die Einforderung politischer Korrektheit, für die sich immer eine ganz große Koalition bis hinein in die FDP findet, frei nach der Devise: "Herr Westerwelle hat ja Recht in der Sache, aber er möge doch nicht so dispektierlich von unseren allseits geschätzten und respektierten Mitbürgern, den Arbeitslosen, reden."

Dekadenz ist kaum bezweifelbar, dazu muss man gar nicht die spätrömische Antike zitieren, in der i.ü. die "blonde Bestie" ihren Einstand als barbarischer Eroberer feierte.
kinkelstein schrieb am 16.02.2010 um 15:17
"Das mag ein nobles Ziel sein, nur ist damit eigenartiger Weise keinerlei befreiende Hoffnung mehr verbunden. Niemand weiss, wodurch er die working rich austauschen soll."

Derartige "Probleme des Klassenkampfes" sind mir als Anarchosyndikalist gänzlich fremd. Staatsstrukturell-angehauchten Gestalten mag es da anders gehen. Selber schuld. :-)
Andreas Kemper schrieb am 16.02.2010 um 16:01
@ Dreamtimer

Ich hoffe doch, dass die Linke sich nicht mehr positiv auf Leistungskonzepte bezieht und damit Kapitalisten als dekadente Schmarotzer sieht.

Die Diskussion ist doch schon sehr viel weiter. Der Feminismus hat den Arbeitsbegriff auf das Privatleben ausgedehnt (Reproduktion, Subsistenz, Beziehungsarbeit) und im Zusammenhang mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wurde ebenfalls der veraltete Arbeitsbegriff dekonstruiert.
Dreamtimer schrieb am 18.02.2010 um 20:31
Klar, man kann Westerwelle immer noch auf dem liberalen Flügel überholen. Das ist dann jedoch leeres Gesinnungsgehubere ohne jede Relevanz.
groucho schrieb am 16.02.2010 um 05:24
Die Peinlichkeit der Liberalen

Das Problem des heutigen Liberalismus ist seine Überflüssigkeit. Sein Hauptanliegen, Kapitalismus und Rechtsstaat, sind durchgesetzt, es gibt keine bedeutende politische Kraft, die selbige in Frage stellt. Auch der liberale Antiklerikalismus ist ein Thema von gestern.

Also erheben die Liberalen "Marktwirtschaft" und Rechtsstaat zur Religion, als Oppositionspartei kann die FDP mit entsprechenden pathetischen Allgemeinplätzen manchen Punkt machen.

Das reicht allerdings nicht, um sie komfortabel über die 5%-Hürde zu bringen. Auch nicht ihre praktische Bedeutung als Mehrheitsbeschaffer und Anwalt einer gewissen Klientel von Besserverdienenden. So viele Hoteliers, Apotheke, Anwälte und Ärzte gibt es nun mal nicht, die allein deshalb und ausreichend bei der FDP ihr Kreuzlein machen.

Also greift diese erzbürgerliche Partei zu Methoden, die allem, aber nicht der feinen bürgerlichen Art entsprechen. Versucht hat sie es mal als Spaßpartei, die ernsthaft glaubte, wenn sie nur laut genug von ihren Zielen spricht, dann würde sie diese auch erreichen, sprich 18%.

Auf der anderen Seite versuchte ein gewisser Herr M., seiner Zeit Westerwelles Mann fürs Grobe, ganz unspaßig mittels kruder Angriffe auf einen deutschjüdischen Publizisten im rechten Lager zu fischen.

Da nunmehr die FDP in Regierungsverantwortung steht, wurde wieder mal deutlich, dass (Markt)theologie und praktische Politik zwei paar Schuh sind. Positiv, ein Paradies der Marktseligkeit ist nicht in Sicht. Also müssen Sünder her, dies sind zwar nicht die Juden, auch nicht die Mühseligen und Beladenen, für die kein Platz ist, um sich ihr täglich Brot zu erarbeiten. Aber doch jene Sozialpolitiker, die diesen ein wenig mehr zukommen lassen wollen. Indem Pfarrer Dr. Westerwelle das als ein generelles Versprechen von "leistungslosen Wohlstand" verteufelt.

Mag sein, das sich damit genug Bürger gebauchpinselt fühlen, die meinen, sie seien so einzigartig tüchtig, dass sie nie im Leben auf staatliche Zuwendungen angewiesen sind. Sicher ist dies jedoch nicht, nicht wenige erfahren und wissen heutigen Tages, dass es mit dem besserverdienen schnell vorbei sein kann.

Zumal die Rabiatheit der Marktreligion auch bei manchem im bürgerlichen Bildungsmilieu Anstoß erregt:

>>Gegensätze und Widersprüche kommen bei der FDP nicht vor, sie macht auf Wirtschaftstheologie. Wenn man nur dran glaubt wird alles schön und rund. Eine Welt, in der Scheitern und Trauer nicht vorkommen.<< (T. Schmid, DIE WELT)
lebowski schrieb am 16.02.2010 um 07:28
"Diese Terminologie beruht auf der weichgespülten, in ihrem Kern allemal sozialdarwinistisch imprägnierten Unterscheidung Nietzsches zwischen „Herrenmenschen“ und „Herdenmenschen“."

Hier tun Sie Nietzsche doch wohl etwas unrecht. Unter Herrenmenschen hat Nietzsche etwas anderes verstanden als nützliche Idioten des Kapitals wie Sloterdijk oder Westerwelle.
Und über den Arbeits- und Leistungsfetisch hatte Nietzsche auch seine ganz eigene Meinung:

"Man schämt sich jetzt schon der Ruhe; das lange Nachsinnen macht beinahe Gewissensbisse. Man denkt mit der Uhr in der Hand, wie man zu Mittag isst, das Auge auf das Börsenblatt gerichtet, - man lebt, wie Einer, der fortwährend Etwas "versäumen könnte". "Lieber irgend Etwas thun, als Nichts" - auch dieser Grundsatz ist eine Schnur, um aller Bildung und allem höheren Geschmack den Garaus zu machen. Und so wie sichtlich alle Formen an dieser Hast der Arbeitenden zu Grunde gehen: so geht auch das Gefühl für die Form selber, das Ohr und Auge für die Melodie der Bewegungen zu Grunde. Der Beweis dafür liegt in der jetzt überall geforderten plumpen Deutlichkeit, in allen den Lagen, wo der Mensch einmal redlich mit Menschen sein will, im Verkehre mit Freunden, Frauen, Verwandten, Kindern, Lehrern, Schülern, Führern und Fürsten, - man hat keine Zeit und keine Kraft mehr für die Ceremonien, für die Verbindlichkeit mit Umwegen, für allen Esprit der Unterhaltung und überhaupt für alles Otium. Denn das Leben auf der Jagd nach Gewinn zwingt fortwährend dazu, seinen Geist bis zur Erschöpfung auszugeben, im beständigen Sich-Verstellen oder Ueberlisten oder Zuvorkommen: die eigentliche Tugend ist jetzt, Etwas in weniger Zeit zu thun, als ein Anderer. Und so giebt es nur selten Stunden der erlaubten Redlichkeit: in diesen aber ist man müde und möchte sich nicht nur "gehen lassen", sondern lang und breit und plump sich hinstrecken."

gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1960&kapitel=6&cHash=d55e3d9dd12#gb_found
tetenal schrieb am 16.02.2010 um 22:09
richtig, Big Lebowski! die Verwendung von Nietzsche im Beitrag von Rudolph Walter ist wirklich daneben. Das ist bloß das Stammtisch-Bild von Nietzsche. Bisschen peinlich.
miauxx schrieb am 16.02.2010 um 16:46
Mir kommt es so vor, als dass Politiker nun wieder öfter einmal sagen, was sie wirklich denken und meinen. Da fallen mir neben Westerwelle eben auch Koch, Rüttgers, Sarrazin u.a. ein. Und das ist doch eigentlich gut. Man muss ja wissen, woran man ist.

Wer aus der bisherigen Linie der FDP zur Erringung der Regierungsbeteiligung noch nicht wusste, woran er bei denen ist, weiß es nun - von Guido quasi mit dem Zaunpfahl argumentiert. Obwohl - ich fürchte das versuchte Aufhetzen der Geringverdiener gegen die Hartz-IV-Bezieher wird vielleicht doch funktionieren ...
Was man bräuchte wäre eine neue Volks-Solidarität. Und ganz wie es groucho oben richtig sagt: Liberale bzw. diese 'liberale' Partei braucht man eigentlich nicht mehr.
RGabriel schrieb am 16.02.2010 um 21:10
Ein merkwürdiger 1. Absatz, der mir eigentlich jegliche Lust nimmt, weiterzulesen:

Zuerst heißt es, man sollte das dumpfe Gerede des GW nicht zum Anlass nehmen, über das intellektuelle Niveau und den Bildungsstand des Ministers zu diskutieren (Ich frage dagegen: warum eigentlich nicht? Müssen wir uns damit abfinden, einen Deppen als Außenminister zu alimentieren?)

Dann erfahre ich, dass Westerwelles intellektuelle Fähigkeiten oder Defizite anscheinend Privatsache sein sollen wie seine Schuhgröße. (Ich frag mich wieder, warum Privatsache? Der Mann hat gefälligst seinen öffentlichen Job anständig zu machen und zu diesem Job braucht man öffentlich Intellekt.)

Als nächstes werden wir belehrt, dass Westerwelles Gerede nicht nur private Marotte (sag ich doch!!), sondern auch Ausdruck der verkommenen Mentalität usw. usw.

Herr Walther, was um Himmels Willen, wollen Sie sagen? Sie behaupten etwas Falsches und widerlegen sich dann selber? Wollen Sie den Leser auf den Arm nehmen oder ist das schlicht Schlamperei?
task schrieb am 16.02.2010 um 21:39
Ein lesenswerter Artikel zur "Propaganda der Ungleichheit" von Elteideologen wie Sloderdijk und Sarrazin findet sich hier:

www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2009/dezember/propaganda-der-ungleichheit
SiebzehnterJuni schrieb am 23.02.2010 um 03:59
Hartz-IV-Gipfel bei BILD „Wir haben uns über Sie geärgert, Herr Westerwelle“
FDP-Chef stellt sich Betroffenen und gibt Ratschläge +++ Alle Fragen, alle Antworten: Am Dienstag in BILD und bei BILD.de

www.bild.de/BILD/politik/2010/02/22/hartz-iv-gipfel-bild/wir-haben-uns-geaergert-herr-westerwelle.html

Na endlich!! Das hat uns gerade noch gefehlt!!

Haben die gespendet oder bekommen die eine private Krankenversicherung??


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Christoph von Marschall Was ist mit den Amis los? Herder Verlag 2012

260 Seiten. Gebunden.

18,99
 
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten >> mehr
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