asansörpress35
17.05.2017 | 10:46 19

Merkels Mehrwertsteuer-Staat

Mehrwertsteuer Was für den Mainstream offenbar kein Thema ist, findet an diesem Platz gerne Erwähnung: Eine interessante Pressemeldung zur Mehrwertsteuer ist es diesmal

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied asansörpress35

Hier der Text einer Autorengemeinschaft der ACCADEMIA ED ISTITUTO PER LA RICERCA SOCIALE VERONA:

Gähnende Langeweile in Sachen „Steuern“ in der letzten Runde vor den Bundestagswahlen. Allenfalls chronisch-verschnupftes Lamento beim Steuerzahlerbund zum ewigen Thema Einkommensteuer-„Progression“. Allerlei „wissenschaftlich“ untermauerte Klagen über die zu hohe Abgabenlast in den Medien. Steuersenkungs-Nuscheleien von Schäuble. Steuerverbesserungs-Bauchläden der Parteien. Interessieren ? – tut’s keinen. Und das zu Recht.

Die wirkliche Steuerpolitik begann gleich 1950/51 mit der Adenauer-Erhard-Steuer- Reform.Die Kapitalseite wurde durch Abschreibungserleichterungen enorm begünstigt. Beschäftigte und Bevölkerung wurden dafür durch eine Umsatzsteuererhöhung enorm belastet. Alle BRD-Steuerreformen in den kommenden Jahrzehnten liefen dann mehr oder weniger nach dem gleichen Muster der „Gegenfinanzierung“ ab. Wie der Name schon sagt: Staatsfinanzierung und Kapitalsubventionierung gegen die Beschäftigten, die Bevölkerung, das Volk.

Die letzte Runde war dann die besonders dreiste „Merkel-Steuer“ der ersten GroKo mit ihrer Erhöhung von 16 Prozent auf 19 Prozent . Die hat dem Merkel-Regime seit dem Jahr 2007 zusätzliche Einnahmen von 275 Milliarden Euro gebracht und damit die hunderte Milliarden Mehrwertsteuerverluste bei den Exportüberschüssen zu Gunsten der Exportkonzerne „gegenfinanziert“.

Das Ergebnis: Die vormalige Umsatzsteuer, heute Mehrwertsteuer, ist in den einhundert Jahren nach ihrer Einführung zu Beginn des Ersten Weltkrieges zur aufkommens- und anteilsstärksten Einnahmequelle des Staates geworden. Und Sie konfisziert das „Geld des Volkes“. Mehrwertsteuer bringt das kleinste Baby, der frechste Schüler, die älteste Oma bei jedem noch so dürftigen Verbrauch. Und auch der islamistischte „Gefährder“, selbst wenn er endlich im Gefängnis gelandet ist, verschafft Merkel-Schäuble Geld für ihre Politik. Vielleicht ist das ja der wahre Inhalt der „Willkommenskultur“.

Fakt ist: Die Mehrwertsteuer wurde in den 100 Jahren ihrer Beitreibung vor allem für die Aufrüstung, für die Kriegführung und für die Kriegsfolgen, für die Krisenbewältigung, für so genannte Reformen, für das Parteiengekungel, für die Exportförderung, für den DDR-Anschluss, für die EU- Dominierung etc. immer wieder erhöht.

Nach dem, was Schäuble jüngst an der John-Hopkins-Universität in Washington an Berliner Finanzdiktatur über die EU angedroht hat, wird er sicherlich schon eine seiner Bosheiten ausgedacht haben, mit der er nach den Wahlen die Mehrwertabschöpfung noch einmal vertiefen kann. Für seine finanzimperialistischen Pläne hat Schäuble jetzt schon einmal einen frisch gewählten Laufburschen in Paris – nun braucht er nur noch das „Geld des Volkes“ in Deutschland.

Dieser Staat ist ein Mehrwertsteuer-Staat, der am schmerzlichsten auch von den vielen Millionen Kindern, Schülern, Auszubildenden, Studenten, Arbeitslosen, Kranken, Rentnern, Hausfrauen etc. bezahlt werden muss."

Quelle: ACCADEMIA ED ISTITUTO PER LA RICERCA SOCIALE

Autorengemeinschaft Steuerkultur

Verantw. i.S.d.Pressegesetzes: Prof.(Gast) Albrecht Goeschel

Hinweis: Die zum Text gehörige Grafik finden Sie hier.

Dazu passend auch: "Mehrwertsteuer - das Geld des Volkes".

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (19)

Michaela 18.05.2017 | 11:07

Tja, wer intelligent konsumiert, der kann diese Umstatzsteuern vermeiden.

Akkus an öffentlichen Orten laden.

Essen containern oder falls möglich Garten, Feld, Wald, Wiese.

Leitungswasser von öfftenlichen Orten.

Duschen und Toilette - öfftenliche Orte!

Eigene Wohnung? - Niemals - immer besetzen, mobil bleiben (per pedes!).

Im Wohlstandsdschungel gibt es viel zu holen - wer im Mainstream lebt, sorry, der ist ein Nutzviech - ist er sehr "erfolgreich" - steigt er eben zum Menschnutzviechnutzer auf.

Also, nicht klagen, sondern handeln!

Jeder Umsatz ist Dummheit und wird eben bestraft!

Heinz 19.05.2017 | 08:42

Was wäre die Alternative?

Insgesamt weniger Steuern, keine Frage.

Das Steueraufkommen wird ja noch um die Sozialabgaben ergänzt, die seit den 1950er Jahren partikulär auf die unteren Einkommen abgewälzt werden; das Splitting von Arbeitskosten in Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Anteil dient lediglich der Beschönigung von Gesamtkosten. Die Staatsquote nennt den Gesamtanteil an staatlichen Abgaben und sind noch zu ergänzen um die gesetzliche Unfallversicherung, die gesetzliche Pflegeversicherung und die gesetzliche Krankenversicherung.

Darum meine Frage für Butter an die Fische:

«Was ist eine sozial verträgliche Abgabenordnung?»

Gugel 19.05.2017 | 09:44

Der Eingnagbeitrag ist auch wieder ein Beitrag zur Verdummdüvelung der Leute.

Es bedarf schon einer profunderen Kenntnis der Dinge - angefangen von der sog. Allphasen-Umsatzsteuerhin zur Mehrwertsteuer, von der Austarierung der Belastung des Bürges zwecks Staatsfinazierung über den Sektor Verbrauxch und Einkommen, differenzierte Mehrwertsteuersätze etc - um so einen polemisches Gepansche , wie es der Artikel darstellt, unterlasen zu können.

Hier ist der Index, der aussagefähig die richtige Information liefert um einen Einstieg in deas verständnis der Materie zu erlangen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Abgabenquote

Die Abgabenquote ist der Maßstab und da ist eindeutig - breve dargestellt - die Ausgewogenheit zwichen der Besteuerung des Verbrauchs und des Einkommens dargestellt.

Der, der mehr Einkommen hat, zahlt natürlich !!! (im Sinne von mathematischer Naturgegebenheit) weniger Verbrauchssteueranteil an seinem Steueraufkommen im Verhältnis seines verbrauchssteuerbelasteten Einkommens. Das ist eine Bauernweisheit. Aus dieser Weisheit heraus hat der Staat als Sozialstaat Deutschalnd z.B. die Lebensmittel nur mit dem ermäßigten STuersatz von 7 % besteuert.

Wo ist eigentlich das Problem des Beitragserstellers.. ???? .außer etwas Sozialgeschwafel los werden zu müssen.

Gugel 19.05.2017 | 11:55

Sehr guter Hinweis !

"der konsum von medikamenten..."

Hier liegt eine wirkliche Schieflage in der Sache Umsatzsteuer auf Medikamente vor. Das ist ein Politkum erster Güte.

Der Mehrwertsteuersatz von 19 % auf Medikamnente ist absolut zu kritisieren.

Grund:

der Sozialstaat hat Lebensnotwendige Güter nach den Kriterien der geringst möglichen Besteuerung zu beurteilen. In anderen Ländern Europas ist die Abgabe von medikamenten merhwertsteuerbefreit z.B.

Die Umsatzsteuersystemantik (Mehrwertsteuer/Vorsteuer) wird auch die Kürzungsbeträge der KV bei verschreibungspflichtigen Medikamenten zu Lasten der Apotheken durchbrochen.

Aber das ist ein politsch zu lösendes Problem, was seit Jahren auf der Aganda steht und nict angegangen wird.

Heinz 19.05.2017 | 21:01

(Eigentlich) ist eine Betrachtung von Steuern zur «... Belastung des Bürges zwecks Staatsfinazierung ...» nur sinnvoll, wenn alle Steuern als Summe ihres Aufkommens und ihrer Wirkung betrachtet werden. Nicht einmal die Abgabenquote allein ist ohne die Staatsquote und die verdeckten Aufwendungen für die staatliche Zuarbeiten, wie Steuerberatung, Steuererklärung, Statistische Anforderungen und privaten Aufwendungen für diese Abgaben, vollständig.

Von ÜBEL ist ganz besonders die Doppelbesteuerung mit der MWSt, weil alle enthaltenen »Vorsteuern« aus Löhnen, Versicherungen und Branntwein oder Bier nicht abgezogen werden, sondern einfach und frech nochmal besteuert werden, mit der MWSt diese Steuern also nochmal erhöht werden.

Michaela 20.05.2017 | 08:10

.... der Staat ist schlicht die Stallvorrichtung für das menschliche Nutzvieh.

Letztlich zahlen auch die Menschen, wie die Mastsau, das Legebatteriehuhn, die Milchkuh - mit ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit, ihrem Glück und nicht wenige mit einem sehr vorzeitigem Ableben.

Bei den Menschen läuft lediglich das Nutzen-Nutzen Spiel etwas komplexer - der Jungmensch bleibt nicht in einer Box, wird - meist - nicht sofort getötet, wenn er nicht einen erwartbaren Nutzen erbringen wird, darf vordergründig betrachtet frei herumlaufen (wehe, wenn er es tatsächlich tut!) und hat - wie hier die meisten jedoch negieren! - die Wahl, sich nutzen zu lassen, oder sich dem Stall zu entziehen.

(Das versuchen auch ab und an andere Nutztiere, die werden eingefangen und wieder in den Stall gestellt.)

Das perfide am Menschen ist, er gaukelt der Masse seiner Artgenossen vor, sie wären auch Individuen und als solche selbstbestimmte Wesen, was es ihm im günstigsten Fall ermöglicht, für eine Population von - sagen wir ca. 500.000 Nutzermenschen - 45.000.000 Nutzmenschen - zu halten, ohne sich vor diesen fürchten zu müssen, ja im Gegenteil, die meisten von den Nutzmenschen blicken mit Respekt und Demut auf die Karossen, in denen sich die Menschenhalter chauffieren lassen, träumen davon, endlich auch zu Haltern aufsteigen zu dürfen, dabei gar nicht diese Kathegorisierung vornehmend, sie denken nur an "Aufstieg" und fürchten den "Abstieg".

Ich frag mich nur - wohin kann ein Mensch, der 40 Stunden die Woche mehr oder weniger täglich die gleichen Nutzleistungen für seine Halter erbringt, mehr oder weniger dabei andere Nutzmenschen benötigt, von deren Nutzleistungen abhängt, in diesem Stall gefangen vegetiert, sich frei fühlt, wenn er in eine Aluröhre gepresst wird, um einen Erholungszeitraum abzuleben, sich "freut" wenn er in einem bedudeltem "Konsumfutterareal" herumwandelt (in seiner "Freizeit"), wer weiß - vielleicht sogar abends im Chor singt oder Theater spielt - , wohin kann der noch absteigen?

Bin ich zu anspruchsvoll, erwarte ich zu viel vom Leben?

Nö, denke ich nicht, ich bin abgehauen und ich bin frei, ich habe keine Arbeit, erbringe keinen Nutzen und stelle mich der Herausforderung als geborenes Nutzvieh ein wildes Leben zu führen!

Solange der menschliche Verstand nur dazu missbraucht wird, einigen Menschen ein materielles Irrsinnsland zu schöpfen und die schiere Masse der Menschen dabei wie Nutzvieh zu missbrauchen, ihnen einzuflößen, das wäre die tollste Möglichkeit das Leben zu gestalten, sprich, den Verstand in ein perverses Handlungsplanungsmedium für Menschennutzer zu transformieren, solange hat man nur diese eine Wahl - zu fliehen, oder sich im 'Stall zu arrangieren - 99,99% arrangieren sich.

(.... und wer dann krank wird, muss sich nicht wundern - und krank geborene Menschen verrecken fast überall auf dieser Erde schon im Kindesalter - dass in unserer Zone ein scheinbarer Habitus von Humanität (im positiven Sinne) herrscht, ist ein pures Kalkül der Menschennutzer, ist schlicht dem System der Stallkathegorien zu verdanken - ganz Unten müssen die Viecher von der Scheisse jener leben, die durch den Rost der oberen Stalletagen fällt - wer das goutiert, der kann dann über ein tolles Sozialsystem im oberen Stallbereich parlieren und sich auf seine Schulter klopfen! Ich kann und will das nicht!

Insofern - ich denke, die Ställe werden immer besser organisiert werden, die Nutzmenschen immer effektiver dressiert werden und egal wie sehr man es auch erkennt, kaum ein Mensch wird die Freiheit suchen, wenn ihm dabei sein Geborgenheit verlorengeht und die Menschen in den untersten Stalletagen, werden ledigleich versuchen in einen besseren Stall zu kommen, sie werden nicht versuchen, die Menschennutzer endlich aus ihren Palästen zu treiben, die Ställe niederzureißen und eine andere Gesellschaft aufzubauen - davon träumen zwar viele, doch tätig wird letztlich kaum einer.

Daher bleibt nur die Flucht, das individuelle Überleben und der Kampf gegen die Schadenfreude, da man nicht selten als freier Mensch von der Feigheit der angepassten agewidert und über deren tägliche Entwürdigung selstsam amüsiert ist - ein ungutes Gefühl, das leider immer aufkommt, wenn man einen Blick in die Ställe riskiert.

Tja, aber wie ich oben schon sagte, der clevere Bauer hat zufriedenes Vieh - das macht wenig Stress - insofern, werden die meisten hier die Welt viel positiver sehen - bis zu dem Tag, da ihnen ein anderes Menschlein vielleicht das lauschige Plätzchen im Stall streitig macht...... - nun, aber damit muss ich auch kämpfen - ich muss täglich um mein Überleben kämpfen, nur eben ganz, ganz anderes als im Stall.

Vielleicht rührt daher die Zynik, die manchmal hochsteigt - da ich persönlich denke, wir hätten andere Möglichkeiten, wir müssten uns nicht halten lassen, sondern könnten uns gegenseitig an den Händen halten und in anderer Systematik unterstützen - doch da fehlen mir die Hände - die ich halten könnte, da bleibt mir nur die Pflanze und ab und an ein anderes Wesen - sehr, sehr selten menschliche.