Covid19 und Feinstaub

Feinstaub Covid19 Covid19 / Feinstaub
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

In diesem Artikel handelt es sich ausdrücklich nicht darum:
1. Woher der Virus kam
2. Wie man ihn eindämmen kann
3. Was ansonsten gegen ihn zu tun ist außer die Ansteckungszahlen mit der Zeit zu strecken damit man genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung hat.

Es geht in diesem Artikel nur darum evtl. die unterschiedlichen Todesraten zu erklären, obwohl natürlich im Moment die Biologen, Virologen, Statistiker und Epidemikologen anderweitig beschäftigt sind, zu Recht.

Dazu:
https://www.umweltbundesamt.at/pm25
Die als Feinstaub (PM2,5) bezeichnete Staubfraktion enthält 50% der Teilchen mit einem Durchmesser von 2,5 µm, einen höheren Anteil kleinerer Teilchen und einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen. PM2,5 ist eine Teilmenge von PM10 - Partikel dieser Größe können bis in die Lungenbläschen gelangen. Sie sind maximal so groß wie Bakterien und können daher mit freiem Auge nicht gesehen werden. Der gut sichtbare Staub, der bei Baustellen oder durch Streusplitt entsteht, besteht zum Großteil aus Grobstaub. Durch die geringe Größe der Feinstaub-Partikel, der daraus resultierenden langen Verweilzeit in der Atmosphäre (Tage bis Wochen) und der atmosphärischen Transportdistanz von bis zu 1.000 km ist PM2,5 von hoher nationaler und internationaler Relevanz.
Gesundheitliche Auswirkungen
Eine aktuelle Bewertung der Gesundheitsauswirkungen von Feinstaub durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat klar gezeigt, dass eine erhöhte PM2,5-Belastung in Zusammenhang mit schweren Gesundheitsauswirkungen (z.B. Herz-Kreislauferkrankungen (Lungen?)) steht. Für diese Auswirkungen konnte kein Schwellenwert gefunden werden, das heißt, sie können auch bei Belastungen unter dem Grenzwert auftreten. Dadurch kann es zu einer signifikanten Verminderung der Lebenserwartung kommen“.

Hierzu Wuhan:
https://aqicn.org/map/wuhan/de/

Was ist aqicn.org ?
The World Air Quality Index project is a non-profit project started in 2007. Its mission is to promote air pollution awareness for citizens and provide a unified and world-wide air quality information.“ Die könnten auch von der Industrie gekauft sein, aber wenn man sich die Zahlen so anschaut ist man geneigt das Gegenteil dessen zu sehen.

Da kann man sehen, das „Wuhan (武汉) past 75 months daily average AQI
die Luftqualität im Dezember 2018, Januar 2019 ziemlich schlecht war, und im Dezember 2019 ein sehr schlechter und im Januar gleich 4 Tage sehr Ungesund waren. Dazwischen dümpelte es zwischen „Mässig und Ungesund für sensible Gruppen“. Damit sind noch nicht mal die letzten 20-50 Jahre eingerechnet, die werden für Wuhan auch nicht sehr interessant sein, ganz im Gegensatz zu Ländern die schon seit Jahren mit dem Problem zu kämpfen haben.

https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/Publikationen/Weitere_Publikationen/PDF/feinstaub.pdf

Seite 165: Ein kleiner Report zu Atemwegserkrankungen durch Feinstaub und „UFP“ (Ultrafeine Partikel)
…“ Als bekannteste Untersuchungen mit vorübergehenden Verkehrsbeschränkungen sind die Studien bei der Olympiade 1996 in Atlanta und bei den Asienspielen 2002 in Korea zu benennen. In beiden Städten nahm die Häufigkeit von kindlichem Asthma während oder im Anschluss an die Einschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs deutlich (bis zu 27 % in Korea) ab (Friedmann et al., 2001; Lee et al., 2007).“… Das hat wahrscheinlich nichts mit den Todesraten Covid19 2020 zu tun, oder doch?

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Smogalarm im Ruhrgebiet am 17. Januar 1979

Also noch einmal, die Datenlage ist da bisher sehr sehr dünn, also muss man sich mit den wenigen „Hotspots“ begnügen, „Ischgl“ zählen nicht, die können bei guter lokaler Luft von überall hergekommen sein, Altersheime in Wolfsburg und Spanien ebenso wenig, könnten von außen eingeschleppt sein und hat nichts mit der Mortalitätsrate zu tun, also sucht man wie eine Nadel im Heuhaufen die wenigen Zahlen:
Selbst Connecticut mit einer Hochzeitsgesellschaft mit 40 Leuten als Hotspot hilft nicht:
https://www.wfsb.com/news/people-in-connecticut-exposed-to-coronavirus-at-a-party-officials/article_fec07741-707f-5b9d-b648-eede7518a436.html
Dann:
...“Gov. Ned Lamont said 1,291 people have now tested positive for COVID-19 in the state, with 271 new infections, 27 deaths, and 173 hospitalizations“…
https://ctmirror.org/2020/03/27/rising-covid-19-cases-hospitalizations-are-the-beginning-of-the-surge-in-connecticut/

Also Todesrate von mehr als 2%, Stand 27. März. Man weiß ja jetzt nicht was diese 2% die letzten 40 Jahre gemacht haben.
Interessanter fand ich dann diese Zahlen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/254247/umfrage/bestand-an-pkw-in-deutschland-nach-bundeslaendern/

In Nordrhein-Westfalen sind im Vergleich der Bundesländer die meisten Personenkraftwagen registriert. Zudem erreichte die Anzahl der zugelassenen Pkw in Nordrhein-Westfalen mit über 10,2 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2020 einen neuen Rekordwert.

https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/immissionen/aktuelle-luftqualitaet

Jetzt haben wir hier und heute in Köln geradezu paradiesische und glasklare Luft, was PM 10 angeht, PM 2,5 wird noch nicht mal gemessen,

https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/immissionen/aktuelle-luftqualitaet
dazu ein kleiner Wikipediaeintrag:

...“Wissenschaftliche Diskussion
Neben dem PM-Standard, der nach Partikelgröße einteilt, kann man Stäube auch nach Beschaffenheit, Herkunft oder anderen Kriterien einteilen. Während also bei PM die von der Größe abhängige Wirksamkeit im Vordergrund steht, schlüsseln andere Modelle etwa unter dem Aspekt der stofflichen und strukturellen Toxizität oder nach dem Verursacher auf. Eine hinreichend vollständige Betrachtung lässt sich nur unter Einbeziehung mehrerer Modelle erreichen. Ein rein auf einem PM-basierendes Erfassungs- und Auswertekonzept wäre damit prinzipbedingt mindestens unvollständig (und/oder irreführend); ebenso jegliche Diskussion, die sich rein auf den Begriff des Feinstaubs beschränkt, während es um die Diskussion von Luftschadstoffen bzw. um Luftreinhaltung geht.
Näheres hierzu führte ein Bericht in Die Zeit bereits im Jahr 2005 unter Berufung auf den Experten Joachim Heyder aus:

„Die Beschreibung dieses allerfeinsten Universums nur durch sein Gewicht ist keine brillante Idee.“
Heyder selbst, bis Ende 2004 Leiter des Instituts für Inhalationsbiologie im GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, beschreibt die aktuellen Erkenntnisse wie folgt:
„Je kleiner die Partikel, umso gefährlicher sind sie für Menschen“
Die Zeit führte weiter dazu aus:
„Das Gewicht einzelner Partikel verrät kaum etwas über deren Toxizität. Über die Gefährlichkeit entscheiden vielmehr deren Inhalt und Form, sprich die Chemie und die Physik der Teilchen, etwa ihre Größe und Gestalt.“
Ein generelles Problem der Feinstaub-Bewertung steckt demnach in den verwendeten Messmethoden, die oftmals das Gewicht der Partikel bemühen und stark vom Feuchtegehalt der Partikel je nach Wetterlage beeinflusst werden können. Weiterhin finden sich bei den üblichen Messmethoden oftmals Abweichungen im Bereich bis zu 30 %, und manchmal sogar bis zu 50 %. Diese Abweichungen lassen sich zunächst dadurch vermeiden, dass nur die Trockenmasse des Feinstaubs ermittelt wird, was wiederum die Wirkung in der Luft je nach Kondensation vernachlässigt. Die Wirkung der Kondensation und Zusammenballung von Teilchen ist umso größer, je kleiner die einzelnen Teilchen sind. Dies ist der Grund für die Erweiterung der Messverfahren von PM10 auf PM2,5. Eine qualitative Analyse setzt jedoch eine Mindestmasse an Probensubstanz voraus, die mit den bisherigen Erfassungsmethoden oft nicht vorhanden ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub

Das sind natürlich hanebüchene Wikipedia Einträge, aber schauen wir uns das Modell von einer anderen Seite an:
Thüringen, das Bundesland mit den wenigsten CO2 Emissionen in Jahrzehnten, aber natürlich auch mit einer sehr geringen Bevölkerungsdichte.
Covid19 Fälle in Thüringen gesamt:
https://www.tmasgff.de/covid-19

28 März 2020 Gesamtzahl der Infizierten: 672 und 5 Todesfälle = 0,74%
und in NRW ?:

In NRW sind mehr als 14.442 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 138 Menschen sind bereits an den Folgen von Covid-19 verstorben, das sind dann schon mal 0,95%

https://www.derwesten.de/region/neues-von-coronaviurs-nrw-virus-covid19-karte-news-aktuell-symptome-faelle-infektionen-zahlen-kontaktverbot-tote-id228788067.html

Wenn man dann die Zahlen im Jahr 2025 – 2030 danach abgleich, wer hat von den 0,74% Toten in Thüringen die Mehrheit seiner Lebenszeit in diversen DDR – Schloten gearbeitet? Wird man wahrscheinlich auf signifikante Unterschiede der Lebenserwartung im Covid19 2020 finden.
So, jetzt stecke ich mir mal die 375001 erste Fluppe an, ohne Raucherhusten, da im unter PM2,5 lebend.

Es gibt ehemahlige Autobauer, die haben da etwas Dreck am stecken, eine gute Rente und nichts zu befürchten, weil, wenn die Auspacken gehen einige ehemalige Minister sofort mit in den Bau.

Besten Gruß
P.S. Hier ein kleiner Artikel zur Erinnerung:
https://www.spiegel.de/geschichte/dicke-luft-erster-deutscher-smog-alarm-1979-im-ruhrgebiet-a-1246998.html

P.P.S. besten Dank von inspirierenden Kommentaren von Gelse

12:32 31.03.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare 169

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar