Bundesregierung unterstützt Strukturwandel

Automobilindustrie Nun ist eine Förderung in Milliardenhöhe von der Bundesregierung eingerichtet, um den Wandel der Autobranche zu fördern.
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Bis zum Jahr 2025 sei der „Zukunftsfonds“, der ein Volumen von einer Milliarde Euro umfasst, startklar, sagte Olaf Scholz (SPD), der Finanzminister, bezüglich eines Autogipfels von der Regierung. Damit solle die Zukunftsorientierung von der Branche sowie den Auto-Regionen unterstützt werden. Das Ziel der Bundesregierung sei, dass die deutsche Automobilindustrie zukunftsfähige und klimafreundliche Autos baue, Wertschöpfung erhalten bleibe und neue Arbeitsplätze entstehen würden.

Olaf Scholz erklärte, dass regionale Kooperationen für Unternehmen und Beschäftigte vor Ort mit über 300 Millionen Euro gefördert werden sollten, damit diese an konkreten Zukunftsideen arbeiteten. Es gehe daneben um Hilfen bei der Umstellung der Produktion für die neuen Antriebstechnologien wie zum Beispiel Elektromobilität sowie um Hilfen bei Digitalisierungsprozessen.

Jens S., der Co-Vorsitzende des Gremiums von der Universität Düsseldorf sagte, dass es in Deutschland 70 Cluster gebe und von diesen seien 20 bis 30 mögliche Problemfälle. Von zahlreichen kleineren Zulieferern seien diese geprägt, die auf die Verbrenner-Technologie bislang stark fokussiert seien. Für die Zukunft hätten diese Zulieferer noch keine Strategie entwickelt. Durchschnittlich sollen sie sich laut dem Bericht pro Jahr um zwei bis drei Millionen Euro bewerben können. Mit dieser Förderung sollen die Zulieferer zusammen mit Unternehmen, Arbeitsagenturen sowie Forschungseinrichtungen sogenannte Transformationsagenturen aufbauen.

Jens S. erklärte, dass zu den Regionen, welche Anträge schon vorbereitet hätten, Saarland, Südostniedersachsen und Südwestfalen gehören würden. 23 weitere Kommunen und Regionen würden sich ebenfalls bewerben wollen. Zu diesen würden Leipzig, Sachsen-Anhalt, Südwestsachsen, Köln, Berlin, Heilbronn, Reutlingen und Mittelhessen gehören.

Es heißt in dem Bericht des Expertengremiums der Bundesregierung für den Autogipfel, dass von der Bundesregierung weitere 410 Millionen Euro bereitzustellen seien, damit die Digitalisierung der Branche gefördert werden könne. Dazu würden auch autonome Fahrfunktionen sowie neue Betriebssysteme für Fahrzeuge gehören. Jens S. sagte, dass für eine erfolgreiche Transformation das zentrale Thema die Digitalisierung sei – und dies sei unabhängig von zukünftigen Antriebsformen. Das Gremium empfiehlt weitere Fördermittel für eine Umstellung der Fertigungstechniken in Richtung nachhaltiger Kreislaufwirtschaft und elektrischer Antriebe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird für die Zukunft von dem Automobilstandort Deutschland zum sechsten Spitzengespräch einladen. Zu den Mitgliedern dieses Formats zählen Vertreter der Koalition, Ministerpräsidenten aus Ländern, in denen sich große Hersteller aus der Automobilbranche befinden, Vertreter der Autoindustrie, Vertreter der Arbeitnehmer, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften sowie die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM).

Laut der Bundesregierung ist es das Ziel der Gespräche, Deutschland als Produktions- und Innovationsstandort zu stärken. Die Bundesregierung wolle im Mobilitätssektor vor dem Hintergrund der Veränderungen mit betroffenen Unternehmen sowie Experten die Chancen und Herausforderungen sowie Handlungserfordernisse und -optionen erörtern.

07:34 26.08.2021
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Geschrieben von

Charlotte P. Kraus

Echte Niendorfer Dirn
Charlotte P. Kraus

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