Daniel Lücking

Journalist - verfolgt den 1. Untersuchungsauschuss des Bundestags zum Attentat am Breitscheidplatz vom 19.12.2016
Daniel Lücking
RE: Empörung in der Truppe | 04.05.2017 | 12:43

Dort bin ich auch Mitglied und zeitweise auch bei den Fachtagungen. Doch im konkreten Fall, wenn Mobbing passiert oder Drohungen ausgesprochen werden, ist man zunächst einmal allein. Erfolgt so etwas sprachlich versiert, dann ist die Drohung nicht justiziabel.

RE: Der brave Soldat und die Zivilgesellschaft | 30.04.2015 | 17:30

Immer wieder treffe ich in Berlin auf Menschen, mit denen ich intelligente, kritische Unterhaltungen über Krieg, Frieden und Politik halten kann. Doch wenn ich dann meine Afghanistan-Vergangenheit offenlege, kommt es bei manchen zu einer Art "Übersprungshandlung" und ich werde "verdammt" und belehrt, dass ich meinen Fehler hätte erkennen müssen.

Mir kommt es vor, als obsiegt in solchen Momenten moralische Überlegenheit.

Ich dringe dann weder mit dem, was ich für Frieden und Demokratie leiste durch, noch mit der kritischen Haltung gegenüber Bundeswehr und Politik.

Mittlerweile halte ich das aus und verschwende nicht mehr meine Zeit mit denen, die nur Schwarz und Weiß kennen wollen.

Die Friedensbewegung vergibt Chancen, wenn sie Ex-Soldaten nicht zuhört.

RE: Liebe Robin | 16.04.2015 | 00:29

Danke für die sehr sachliche Darstellung. Ich hoffe Sie sind mit meiner eher metaphorischen Schilderung einverstanden. Ich würde die Worte ungern als unangemessen empfunden wissen.

Aber so kam das vermutlich nicht an - auch nicht bei Robin, mit der ich heute kurz im Austausch stand.

RE: Siegreiche Rückzüge und Rommel rückwärts | 23.02.2015 | 12:04

Im übrigen:
Ich denke, nach deiner realisitischen Betrachtung des derzeitigen IST-Zustandes dürfte es nicht einmal mehr die Hälfte der derzeitigen Auslands-Abenteuer der Bundeswehr geben.

Meiner Auffassung nach muss die Truppe dringend auf Kernkompetenzen und Aufgabenfelder reduziert werden. Mehr als Landesverteidigung darf danach nicht übrig bleiben.

Der Personalkörper der Bundeswehr sollte danach nur noch für z.B. den Betrieb von Flüchtlingslagern oder die Seenotrettung von Geflüchteten zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus sollten Personalkapazitäten bei Katastrophenlagen unter Leitung und Koordination ziviler Dienste, wie THW, Rotes Kreuz, etc. zum Einsatz kommen.

Aber wer fragt schon mich - ich bin ja (nach Maßstäben der Bundeswehr) krank ...

RE: Siegreiche Rückzüge und Rommel rückwärts | 23.02.2015 | 11:48

Ich habe deutlich dran geschrieben, dass mit "Glorifizierung von Wehrmachtssoldaten" fern liegt. Und im Grunde zeige ich auf, dass wir Rommels Beobachtung in die Gegenrichtung verkehren und zur Reduzierung der politischen Ambition verwenden sollten.


Ich habe mich längst von der Bundeswehr distanziert - setze aber alles daran, den Schaden zu minimieren, den dieses Instrument der Politik derzeit anrichten darf.

Das meine persönliche Geschichte dran hängt dürfen sie als Disclaimer verstehen. Ich gehe als Journalist betont offen damit um, weil es schon der Anlass war, mir einen Job zu kündigen. Kritische Inhalte sollten damals nicht erscheinen - ich erhielt den "Befangen"-Stempel.
Und zwischen "Befangen" und "Experte" liegt in der Medienwelt eben nur die Entscheidung, ob dem Sender / Medium gefällt, was geschrieben wird oder eben nicht.


RE: Siegreiche Rückzüge und Rommel rückwärts | 22.02.2015 | 19:45

Die Aufgaben, die ich sehe sind schnell formuliert: Landesverteidigung und Personalreserve im Katastrophenfall für Dienste, wie Technisches Hilfswerk oder Dienste, wie das Rote Kreuz. Dazu dezidierte Aufgaben, wie Aufbau und Betrieb von Flüchtlingslagern, Seenotrettung von Flüchtlingen.

Stattdessen aber wird die kriegerische Expansionspolitik der USA vorangetrieben - wer glaubt denn in einer globalisierten Welt noch an Erfolge? Das Umdenken muss aber auf politischer Ebene geschehen. Erst, wenn wir einen weltweiten Armutsausgleich anstreben, dann überwinden wir auch die Kriegsgründe.

Mit heutigen Politiker und Besitzverhältnissen aber nicht zu machen. Da müsste weltweit umverteilt und in großem Stil Schulden beseitigt werden ...

RE: Scheuklappen auf und bloß nicht hinterfragen! | 17.01.2015 | 00:38

Das sind die Ansagen, die die Parlamentarier nach jeder Sitzung machen. Meist sind aber die Kameras der TV-Anstalten schon weg oder das Material schafft es nicht in die Nachrichten.

RE: „Ihre Rechtsauffassung dürfen Sie haben … | 16.01.2015 | 23:00

Es ist erschreckend zu sehen, wie abgekoppelt die Regierung vom Rest des Parlamentes zu operieren scheint. Meine Grundthese bleibt, dass die Regierungsparteien regelmäßig der Verlockung erliegen, die Dienst für den Machterhalt zu nutzen und das genau das in den letzten - sagen wir mal - 10 Jahren massiv genutzt wurde.
Nun muss der Ausstieg her, denn gemeinsam mit den USA ging man zu weit.
Für mich ist nur eines klar: einen so agierenden Regierungskörper wollten wir in diesem Land nie wieder haben. Viel zu tun - packen wir es an und sehen, was ihnen nachzuweisen ist.

RE: [unredacted] Grundsatzdebatte nicht erwünscht | 17.12.2014 | 07:38

Parallelen zum 3. Reich sind nicht notwendig - die Sitzung vom Juni in der Verfassungsrechtler die Praktiken des BND einordneten belegt längst, dass nach heutigem Recht weit am Grundgesetz vorbei agiert wird.

RE: Denn sie wissen nicht, was sie tun? | 28.11.2014 | 23:54

Bei RT wird es nur das Bundeswehr-Thema geben. Leider ist die Reputation des Senders nicht die Beste. Die Nachrecherche zum RT-Beitrag war aber ebenfalls interessant.