Aktionstag UmFAIRteilen

Nürnberg: Ein persönlicher (Nicht-)Erlebnisbericht
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ich bin gestern, beim Bundesweiten Aktionstag 'UmFAIRteilen - Reichtum besteuern', daheim geblieben. Ich hätte im Rahmen von ver.di mit nach Frankfurt fahren können, oder im Rahmen meiner Initiativen-Kolleg_innen mit nach Regensburg. Daheim geblieben heißt, in Nürnberg, wo ich am Nachmittag in der Innenstadt unterwegs gewesen bin. Leider habe ich nichts thematisch Aktionsmäßiges zu UmFAIRteilen gesehen.

Jedoch beschreibe ich hier, was ich gesehen habe:

* das Übliche: die eifrig konsumierende und flanierende Masse

* Werbestände und Akteur_innen von Firmen, die sich zunehmend in bewegterer Form präsentieren

* die bunten Marktstände, auch im Zuge des Altstadtfestes

* Staatsorgane, insbesondere beim Hauptbahnhof, die jedoch vergeblich nach Unbotmäßigen Ausschau gehalten haben

* einen Stand von Amnesty International, wo ich ein längeres Gespräch mit einem Aktivisten hatte: über die Tätigkeiten und Veranstaltungen der Organisation, über meine Tätigkeiten als Bewegter, über das BGE, über Menschenrechte, über Hartz-IV, Arbeit und Bezahlung; zudem über das relativ geringe Bewegungs-Interesse der Nürnberger_innen, die der Aktivist im Vergleich mit anderen Städten festgestellt hat

* eine Stand-Reihe von Tierschutz-Organisationen

* eine Bühne mit einer internationalen Gospel-Band plus Bankreihen davor im Rahmen einer Eine-Welt-Veranstaltung

* eine Bühne mit mir unbekanntem Zweck, die gerade abgebaut wurde

* Straßenmusikant_innen und Unterhaltungs-Akteur_innen, die vermehrt das Straßenbild in der Innenstadt prägen; unter anderem sind das auch Gruppen von jüngeren Leuten

* eine internationale Christengemeinschaft, die mit Makrophon und Bibel durch die Straßen gezogen sind, und dabei aus der Offenbarung des Johannes zitiert haben; sie haben mir ein Flugblatt über die 'Göttliche Endzeit Offenbarung' in die Hand gedrückt, das ich davor schon in meinem Postkasten gefunden hatte

* und die stillen Armen, die im Großstadttrubel fast untergehen, was zum UmFAIRteilen-Plakat passt, wie ich eines dem Büro der Linken Liste fürs Schaufenster gegeben hatte, wo gezeichnet ein Obdachloser gezeigt wird, der auf einer Parkbank liegt, während im Hintergrund die reiche Frankfurter Banken-Skyline prangt

11:28 30.09.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Red Bavarian

Die Vergangenheit analysieren, die Gegenwart gestalten, die Zukunft erdenken.
Schreiber 0 Leser 3
Red Bavarian

Kommentare 2