Dan Tynan
Ausgabe 1317 | 12.04.2017 | 06:00 17

Die Erde ist nicht genug

Raumfahrt Internetmilliardäre wie Elon Musk oder Jeff Bezos wollen das Weltall erobern und besiedeln

Die Erde ist nicht genug

Yachten? Schlösser? Die technikbewusste Elite von heute hat andere Statussymbole

Foto: SpaceX

Noch 50 Kilometer weiter war die Explosion zu spüren. Am 1. September um 9.07 Uhr verwandelte sich eine SpaceX-Rakete mit mehr als 280.000 Litern Kerosin und flüssigem Sauerstoff an Bord in einen Feuerball und hinterließ in der grauen Luft über ihrer Abschussrampe in Cape Canaveral eine Wolke aus schwarzem Rauch. An Bord befand sich ein 200 Millionen Dollar teurer, fast fünf Tonnen schwerer Satellit, bestimmt für das Projekt Internet.org, mit dem Mark Zuckerberg das ganze subsaharische Afrika mit Breitband-Internet versorgen will. Zuckerberg schrieb auf seiner Facebook-Seite, er sei „tief enttäuscht zu hören, dass beim gescheiterten Start von SpaceX unser Satellit zerstört wurde“. SpaceX-Gründer Elon Musk sprach von „einem der schwierigsten und komplexesten Fehlschläge“ seit dem Gründungsjahr des Unternehmens, 2002.

Diesen Herausforderungen zum Trotz hat eine kleine Gruppe technikverliebter Milliardäre in den vergangenen fünf Jahren hunderte Millionen Dollar in Weltraum-Projekte investiert. Vergessen Sie Yachten und Schlösser – das neue Statussymbol der technikbewussten Elite sind Raumschiffe. Musk ist für Ingenieure schon zu einer fast gottgleichen Gestalt geworden, die ihr Vermögen zuerst mit PayPal, dann mit dem Luxus-Elektroautobauer Tesla und mit der Ökostrom-Firma Solar City gemacht hat. Sein wirklicher Antrieb aber seien Musks galaktische Ambitionen, sagen Insider. „Seine Leidenschaft ist es, den Mars zu besiedeln“, sagt einer.

Multiplanetarische Spezies

Ende 2018 will er nun erst einmal zwei Weltraum-Touristen den Mond umrunden lassen. SpaceX hat seit 2006 knapp drei Dutzend erfolgreiche Starts absolviert und Material zur internationalen Raumstation gebracht, hat sich unter anderem bei der NASA Aufträge in Höhe von mehr als zehn Milliarden US-Dollar gesichert. Musk will aber noch mehr. Er sagt, er sei dabei, einen „Plan B“ für die Menschheit zu entwerfen, für den Fall, dass die Erde endgültig scheitert. Er hat einen Fahrplan für die Kolonisierung des roten Planeten aufgestellt, die seiner Meinung nach 2022 beginnen könnte. Als er im vergangenen September beim Internationalen Astronautenkongress in Mexiko sprach, beschrieb er eine 120 Meter große Rakete, die 100 Kolonisatoren auf einmal für mehrere Jahrzehnte auf den Mars bringen könnte. „Entweder wir bleiben für immer auf der Erde und es tritt irgendwann ein Ereignis ein, das uns auslöscht“, sagte er den Wissenschaftlern und Ingenieuren. „Oder wir werden zu einer Zivilisation von Weltraumfahrern, zu einer multiplanetarischen Spezies.“

Diese Ambitionen würden aus einem Mix aus Unternehmertum, Altruismus sowie Egoismus gespeist, sagt der Journalist und Autor des Buches Elon Musk: Tesla, SpaceX, and the Quest for a Fantastic Future, Ashlee Vance. „Heute sind die Nerds die Herrscher des Universums. Sie sind alle Geeks, die mit Science-Fiction und Weltraum-Visionen der 1960er und 70er aufgewachsen sind. Jetzt verfügen sie über das Geld, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.“

Auf niemanden trifft dies mehr zu als auf Amazon-Gründer Jeff Bezos und dessen Vermögen von geschätzt 67 Milliarden US-Dollar. Sein Unternehmen Blue Origin, das er 2000 gegründet und bis 2006 geheim gehalten hatte, gewann mit Eutelsat jüngst seinen ersten Kunden und soll für ihn 2021 den ersten Satelliten in die Umlaufbahn bringen. Später soll die Trägerrakete New Glenn Passagiere zum Mars bringen, ein Dutzend Teststarts sind bereits absolviert. Auf einer Konferenz im Juni verglich Bezos die neue Raumfahrtindustrie mit den frühen Tagen des Internets: So wie das Glasfaserkabel, das in den 60ern und 70ern für sprachliche Kommunikation verlegt worden war, schließlich den Weg für die datengetriebene Ökonomie von heute bereitet habe, werde er die Infrastruktur für das Weltraumzeitalter aufbauen. „Ich setze mein Vermögen dafür ein, eine grundlegende Infrastruktur einzurichten, damit künftige Generationen von Unternehmern ein Sonnensystem vorfinden, das so dynamisch und variabel ist wie das, was wir heute im Internet sehen.“ Bezos interessiert sich für eine grenzenlose Zukunftsökonomie, in der ein Großteil der Produktion im All stattfindet und die Erde so vor weiterer Verschmutzung bewahrt wird.

Bezos und Musk haben bei alldem eine intensive persönliche Rivalität entwickelt. 2013 stritten SpaceX und Blue Origin um die Kontrolle einer Raketenabschussrampe der NASA und ein Patent, um Raketen im Wasser landen zu lassen; Musk gewann. Als Blue Origin versuchte, SpaceX die Nutzung der Abschussrampe im Kennedy Space Center in Florida zu verweigern, schickte Musk eine Mail an Space News, in der er in Frage stellte, dass Blue Origin eine Rakete bauen könnte, die den NASA-Standards entspricht: „Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass wir tanzende Einhörner entdecken.“

Eines aber verbindet Musk und Bezos: Beide sind darüber frustriert, wie wenig die Erforschung des Weltraums bislang vorangekommen ist. Wie viele andere dachten auch sie, dass die Menschen 40 Jahre, nachdem sie auf dem Mond gelandet waren, Urlaub im All machen und Kolonien auf dem Mars etablieren würden. Doch statt Menschen zur Erkundung des Universums zu entsenden, schickte die NASA unbemannte Sonden, die die Planeten im Vorbeifliegen erkunden sollten. Ein Großteil des Budgets ging an die Internationale Raumstation und die Raumfähre für den Transport von Vorräten und Astronauten – das ähnelt also weniger Star Trek als vielmehr einem interplanetaren Logistikkonzern.

Es ist eben ein teures Unterfangen, vom Gravitationsfeld der Erde aufzusteigen und durch die Atmosphäre zu stoßen. Der NASA zufolge liegen die Kosten für den Start eines Shuttles bei rund 450 Millionen Dollar. Eine Analyse der University of Colorado verortete sie eher bei 1,5 Milliarden. Um das All für private Akteure zu einem rentablen Ziel zu machen, müssen die Kosten dramatisch gesenkt werden. Musk und Bezos versuchen Millionen zu sparen, indem sie die teuren Trägerraketen wiederverwenden, anstatt diese in der Atmosphäre verglühen zu lassen. SpaceX taxiert seine „Falcon 9“ mit ungefähr 60 Millionen Dollar pro Start. Die größere Falcon Heavy, die höhere Umlaufbahnen erreichen kann, kostet 90 Millionen. In diese Zahlen ist das Sparpotenzial noch nicht mit eingerechnet, das sich aus einer mehrfachen Verwendung der Raketen ergibt. SpaceX hat bereits erfolgreich sechs Raketen wiederhergerichtet, allerdings noch keine von ihnen ein zweites Mal ins All geschossen. SpaceX schätzt, dass die Kosten eines Falcon-9-Starts mit einer wiederverwendbaren Trägerrakete um weitere 30 Prozent sinken könnten.

Auf nach Alpha Centauri

Einen anderen Ansatz verfolgen Microsoft-Mitbegründer Paul Allen und der britische Tycoon Richard Branson. 2015 stellte Allens Vulcan Aerospace das weltgrößte Flugzeug vor – den Stratolauncher. Mit 107 Metern Spannweite kann er Satelliten mit einem Gewicht von 454 Kilo in große Höhen transportieren und sie in den niedrigen Erdorbit schießen. Bransons Virgin Galactic wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, kurze suborbitale Flüge für Zivilisten anzubieten und einen Markt für Weltraumtourismus zu etablieren. Über 700 Passagiere haben vorab rund 250.000 Dollar für Flüge mit dem „SpaceShipTwo“ bezahlt, angeblich sind Tom Hanks, Leonardo DiCaprio sowie Ashton Kutcher darunter. Sechs Jahre nach dem Zeitpunkt, für den Richard Branson einst den Beginn der Flüge angekündigt hatte, warten sie noch immer.

Derweil hat der russische Unternehmer Juri Milner 100 Millionen Dollar in die Erforschung von Lasern investiert, die kleine Roboter mit einem Fünftel Lichtgeschwindigkeit in Richtung Sterne werfen sollen. Er hofft, Raumschiffe zu entwickeln, die dann innerhalb von 20 Jahren Alpha Centauri, das unserem Sonnensystem nächstgelegene Sternensystem, erreichen können.

Doch für Erfolge braucht man in der Weltraumforschung einen langen Atem. Zwar waren die meisten SpaceX-Flüge erfolgreich, wenige Katastrophen aber machen die Shareholder nervös. Blue-Origin-Raketen haben es noch nicht in den Orbit geschafft, der Stratolauncher wird auf Jahre hinaus nicht voll einsatzfähig sein. Und bis zur Entwicklung eines Systems, das von Menschen gemachte Objekte schnell genug durchs All treiben kann, um einen Stern während der Lebensspanne eines Menschen zu untersuchen, kann es Jahrzehnte dauern. Wenn es überhaupt je gelingt.

Dan Tynan arbeitet als Journalist von San Francisco aus unter anderem für den Guardian

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 13/17.

Kommentare (17)

na64 12.04.2017 | 08:17

Gehen wir mal davon aus das man das Sauerstoffproblem mit diesen neuen künstlichen Pflanzen geregelt bekommt.

Pflanzenforschung.de :: Künstliche Photosynthese Neuer Katalysator ...

Wie verhält sich das mit dem Bewusstsein dem weiterentwickeln von Gehirnarbeit die tagtäglich im Alltag stattfindet, wenn die Menschen wärend Sie im Raum fliegen und schlafen, darin unaktiv sind und nur träumen!?. Jeder der im Raum schlafend und unaktiv Jahre und Jahrzente herumfliegt findet eine befremdende Menschheit vor sich, wenn er wieder aufwacht. Und Weltraum als Aussichtschnappender Tourismus wird bestimmt eine riesen große Menge an Müll produzieren. Das ist wie mit dem ersteigen der höchsten Berge auf diesem Planeten. Die Müllspur die man dort vorfimdet ist unglaublich. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie man mit allen möglichen Mitteln versucht die Inspiration um den Glauben an ein unendliches Wachstum für die Menschheit, so wie Sie mit Ihren Bewusstsein von streben nach Glück an den tatsächlichen Problemen die die Menschheit verursacht vorbeidenkt. Wir lieben diese bestimmenden Arten der geistigen Bewegung über Kommunikation, wie auch körperlichen Anstrengungen im Sport für unsere Motivationen und Rechtfertigungen unserer innovativen Arbeiten. Und flunkern hat beim mentalen motivieren noch nie geschadet, um Konformität (Börsengeschäft) in einer Bewegung zu geährleisten. Zum Schluss bleibt zu Fragen: Wo ist der Geist einer Inspiration, um gerüstet zu sein, für die wirkliche tatsächliche Zukunft, die uns erwartet!?.

Rüdiger Heescher 12.04.2017 | 14:45

Also ich bin begeistert. Endlich geht es weiter voran. Vergessen bei der Aufzählung wurde auch die Ikarus Konferenz im August in Monterrey, wo man plant eine Kolonisation des Mondes in Angriff zu nehmen. Nicht zu vergessen dabei auch die Pläne der Chinesen.

Insgesamt gesehen finde ich es äusserst erfreulich, wie Milliardäre da Geld investieren und wirklich ein Haufen Geld verballern für den Fortschritt auf lange Sicht für die Menschheit.

Elon Musk, Yuri Millner und Co sind einfach solche innovativen Nerds wie Steve Jobs. Und solche Leute brauchen wir.

Endlich durchbrechen wir das Mittelmass und die Mittelmässigkeit.

na64 13.04.2017 | 09:12

Der Gott der Liebe versteckt sich hinter unseren Ängsten die wir Ignorieren, damit wir Glückseligkeit erfahren können. Das Bewusste Sein von nicht annehmen wollen und sich auseinandersetzen mit den eigenen persönlichen Ängsten, kreiert meine ignorante geistige Haltung in mir zu gewissen Themen und es werden so die Weichen für meine intrinsischen motivierten Handlungen gestellt. Mobilität und Design von Zeit, von Epoche, von Umgebung, von $ystem Leben wie wir es uns als Menschen in seiner Formbarkeit heraus aus einem Mittelmaß an unserer Existenz hin zu höheren Inspirationen und Zielen aufsteigen möchten und uns so vorstellen. Dies beinhaltet der Tourismus, die Werbung als Motivation allgemein, eine Teilhabe an Gruppendynamiken zu erleben die uns aus dem alltäglichen Mittelmaß herausreißt und unserer persönliche Selfie Sicht mit neuer Umgebung ausstattet. Der Gott der Liebe hat in unserem Bewusstsein sein verstecktes zu Hause. Jedes Bewusstsein liebt auch andere Vorlieben und Gewohnheiten und Triebe als Inspirationsquelle für die eigene spezifischen Handlungsweisen in uns und somit formt und prägt es unser Ich und unser werden als menschliches Wesen. Wir lieben die Arbeiten an unserer Mobilität und am Design unserer kleinen schönen Welt und durch diese Arbeiten soll unser geistiger Himmel, der ein Schwarzes Loch der Zeit darstellt, von dieser Dunkelheit befreit werden und mittels neuer Zeitinhalte durch Aktivitäten kreativ beleuchtet sein. Die Dunkelheit ist das Mittelmaß dem wir entfliehen wollen. Das Dunkle ist die Liebe die wir nicht erleben wollen und übertünchen Sie mit dem Licht der Inspirationen, damit wir sie nicht sehen sollen. Es ist ja auch schön für die Aussicht im Weltall als Tourist, für ein Foto in die Dunkelheit der Universums kurz einzutauchen und seine Angst vor dem unendlichen, dass auch endlich sein kann zu verstehen. Beneiden wir hierbei Fische, die das bewusste verlassen von Wasser in das Medium Luft durch einen Sprung genau das vormachen was wir nicht können!?. Wer aus der Bevölkerung kann sich den Sprung ins Weltall leisten und zieht einen Nutzen daraus!?. Das Militär, die Börse, gewisse Konzerne!?. Für die mittelmäßige Bevölkerung gibt es dann noch den Red Bull Club, um Zeitinhalte durch Aktivitäten kreativ beleuchten zu können. Das Spiel mit der Angst um seine Ängste zu besiegen und um aus dem Mittelmaß seiner Alltagsumgebung ausbrechen zu können, für die eigene Inspiration von: That's the way I like it. Das macht zwar auch ganz viel Müll. Ist aber billiger und für jeden gibt es dabei Entfaltungsmöglichkeiten. Ich brauch keinen Milliardärsclub um meine Ignoranz für Ihre Entfaltung mit Flügel zu bestücken. Mit taugt die Mittelmäßige Form auch ohne Red Bull von: That's the way I like it.

Rüdiger Heescher 13.04.2017 | 13:53

Es geht um Fortschritt für die Menschheit als Ganzes. Das schafft man nicht mit Mittelmass.

Mittelmass ist die Dieselautoindustrie, die bald verschwindet, weil man der Elektroautoindustrie um 10 Jahre hinterherhinkt, tut man aber noch so, als wenn es Zukunft wäre.

Das macht das Mittelmass.

Wir haben mittlerweile einen Punkt erreicht, der uns aufzeigt, dass wir nicht alleine sind im Universum. Und wir sind nicht gerüstet für den Zeitpunkt, der kommen wird in 50 Jahren. Wir wissen noch nicht genau, was, aber wir wissen, dass es eine Entwicklung geben wird in 50 Jahren, die alles umwälzen wird. Einige haben verstanden, was auf uns zu kommen wird. Und das ist nicht das Mittelmass.

iDog 13.04.2017 | 22:22

"Er sagt, er sei dabei, einen „Plan B“ für die Menschheit zu entwerfen, für den Fall, dass die Erde endgültig scheitert"

Selten eine so absurden Satz gelesen. Zigarettenwerbungsniveau. "Falls die Erde scheitert". läch-er-lich, wenn hier was scheitert , dann ist es nicht die Erde. Dieser Musk muss ein Vollidiot sein. .... Kürzlich trat er in einer Partyszene in einem als Hollywoodkomödie verkleideten public relation Streifen auf. Wahrscheinlich hatte er den gesonsert. Der Held war der verliebte , prollige, aber grundehrliche Silcon Valley Multimillionär .... ein übles Machwerk , bei der die symbolische Rettung der Menschheit durch günes wachstum aus papierlosen Toiletten bestand, die dann auch für den Komödienanspruch zuständig waren. Auuuua, das ist mehr als peinlich. Das ist "idiocracy" at it's best, aber unfreiwillig.

Das "Scheitern der Erde" als Euphmismus für das Scheitern des Menschen in seinem warenfetischistischen Wahn zu benutzen , zeigt an sich diesen Wahn recht genau. Man könnte dem Mann fast dankbar sein für soviel naive Offenheit. Aber leider handelt es sich offensichtlich nur um eine unreflektierte Fortschrittsgläubigkeit, die nicht begeifen kann, dass der "Fortschritt" immer nur die Rettung vor ihm selbst ist in seiner Maskerade als Lösung der Misère , die er selbst erzeugt hat. Wie man sich lebhaft erinnert wurden schon bei Douglas Adams' Satire "Per Anhalter durch die Galaxis" die komplett Überflüssigen zu tausenden ohne Rückfahrkarte ins all geschossen .... heute sind es die Millardäre, die dafür Schlange stehen. So was nennt man Weitsicht.

Hey Musk, ich rufe Dir zu : Uns fehlte es hier unten auf Erden an nichts , wenn es Dich und und Deines Gleichen nicht gäbe. Und das schon seit gut 300 Jahren. .... Ihr sucht an der falschen Stelle nach Intelligenz.... usw. ... Ihr seit bescheuerte Geschäftemacher und nichts weiter ... wegen Euch "scheiteret die Erde".... und wie immer: die "Ratten" verlassen das sinkende Schiff. Wir schauen zu und wissen: Weit kommen die nicht in ihren aufgenmotzten Coladosen. Da kracht Alpha Centauri eher in die Sonne ....

iDog 14.04.2017 | 00:41

mach ich ja, ich lache über diese feuchten Coladosenträume und ihren Wahn. ... wie gesagt , lächerlich. Das Verückte ist doch , dass die Realität immer mehr auf irrealen Annahmen beruht. Gerade das macht die Situation so lächerlich. Chaplin hat es auf den Punkt gebracht. Wenn jemand in einer peinlichen Lage handeln muss, ist das komisch. Wir lehnen uns zurück und Musk ist peinlich. Er ist nicht der einzige. Ich denke aber daran , dass auch wir , Ich , handeln müssen in dieser quasi selben Grundsituation. Ich bin nicht sicher ob überhaupt irgend jemand nicht lächerlich und peinlich ist, nicht unfreiwillig komisch. Und wenn man so will konkurrieren nun alle darum , wer der Peinlichste ist, den größten Irrsinn anstellt, um dem Irrsinn zu entgehen. Man meint, das Lachen vergehe einem dabei.... aber was bleibt ausser Humor und Philosophie ?

Und Du , welchen privaten Plan B hast Du für die ganze Menscheit vorgesehen ?

na64 14.04.2017 | 09:26

Für mich sind das nur Menschen die sich eine eigene Konformität, so wie es der Glaube in den Religionen und Parteien darstellt aufbauen, um Ihre Produkte verkaufen zu können. Daher auch der Vergleich mit Red Bull. Im Bezug zu solchen Menschen bin ich da auf der Seite von Heinz und Idog. Es geht hier ausschließlich nur ums Geschäft, um die $$$$$ Zeichen. Mit Mobilität und Design lässt sich immer gut Geld machen. Wir wollen ja integriert sein in dieser Bewegung von mobil und gut designt in der Zukunft mit superschneller Kommunikation ausgestatte, zum oberen Mittelmaß dazugehören. In Grunde genommen ist das nichts anderes wie, sich abgrenzen von ... , obwohl ich diese von ... benötige, damit ich meine Abgrenzung über meine Produkte vollziehen kann und es mit $$$ als Mittel für meine eigene persönliche Abgrenzung von Normalen Bürgertum ausleben kann. Dies vermarkte ich dann und mache eine Leitkultur für die Normalos daraus damit Sie inspiriert in die falsche Richtung laufen und mich als Firmenbesitzer immer reicher machen. Die Vermarktung muss nur ein Bedürfniss erzeugen, welches wir als Normalos für unser gesteigertes Selbstwertgefühl benötigen und schon läuft das. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann habe ich auch schon Jahre damit verbracht solch eine Gelddruckmaschinerie selber aufzustellen. Bin leider kein so guter Verkäufer wie die anderen. Und verkaufen hat was mit dem Erwerb eines Illusionszauber zu tun, denn der gibt uns den symbolischen Wert von einfachen oder gehobenen Mittelmaß über das Produkt. Lasse ich diesen Illusionszauber weg, dann verlieren auch die Produkte Ihren Glanz, wie auch die damit verbundenen Persönlichkeiten, die Sie so toll finden. Und jetzt arbeite ich einfach weiter an meinen eigenen Inspirationen und Ideen. Ich denke das mache ich so wie Elon Musk mit Tesla. Das Automobil ist einfach da und es interessiert eigentlich gar nicht der Verkauf und über diesen Illusionszauber von sauberer Mobilität und guten Design ein neue Infrastruktur aufzubauen, sondern nur in und bei Großkonzernen in der Automobilindustrie, wie auch bei der Kommunikation der Dinge mit dabei zu sein. Einzig und allein um ein Großes Stück vom Geldkuchen zu bekommen. Wenn es ums Geld geht, dann gibt es keine ehrenwerte Gedanken.

iDog 14.04.2017 | 11:15

Auf lange Sicht sind wir alle tot» ist ein auf dem Liberalismus, dem erzwungenen "freien" Markt basierender Zynismus, der besagt : Wir können ja eh nichts dagegen tun. Auch Keynes ist darauf hereingefallen, dasss der Kapitalismus zur Natur des Menschen erklärt worden ist. Die Sinnlosigkeit der Kapitalakkummulation im Angesichts des begrenzten Lebens selbst ist von anderen besser begründet worden.

Ich dachte also Plan B könnte zumindest beinhalten , dass wir vorher wirklich gelebt haben, anstatt nur eine Illusion von Leben zu bewirtschaften.