Freibad-Komödie: „Wir sind nicht alle gleich“

Kino Die neue Komödie „Freibad“ der preisgekrönten Regisseurin Doris Dörrie spielt in einem reinen Frauenfreibad. Ein Gespräch mit den beiden Schauspielerinnen Sema Poyraz und Semra Uysallar über Konflikte, Besetzungspolitik und die Dreharbeiten
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 35/2022

Fast ist er vorbei, der Sommer. Aber Doris Dörrie nimmt uns noch einmal mit ins Freibad: Ihre so betitelte Komödie über Spannungen in einem reinem Frauenfreibad startet am 1. September bundesweit in den Kinos. Die Schauspielerinnen und Schwestern Sema Poyraz und Semra Uysallar spielen in Freibad ältere türkische Frauen und sprechen über das Kopftuch, Klischees und Konflikte.

der Freitag:Frau Poyraz, Frau Uysallar, „Freibad“ verhandelt das Frausein in einem reinen Frauenbad. Sie spielen die klassischen Rollen für türkeistämmige Schauspielerinnen: Frauen mit Kopftuch. Wie war denn Ihre erste Reaktion auf das Drehbuch?

Sema Poyraz: Ich wurde angefragt und habe gesagt: Mach ich nicht. Ich möchte keine Frau mit Kopftuch spielen. Gerade

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