Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau 5a

Khashoggi Press review 5a Neue Details und Videos/Fotos: Doppelgänger täuschte vor, dass K. das Konsulat verließ - Film von Abtransport der Leichenteile - Salman-Vertrauter telefonierte via Skype.
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... mit Khashoggi im Konsulat - PKW des Konsulates gefunden - Erdogans Pressekonferenz bringt nichts Neues - US-saudische Beziehungen weiter in der Kritik, Trump-Regierung laviert - Wie Saudis Dissidenten bespitzeln und einschüchtern

New details and videos/photos: Double pretended that Khashoggi left consulate - Film: Bringing away his body parts - Salman intimate phoned to Khashoggi directly before he was killed - Car of consulate found - Erdogan's press conference shows nothing new - US-Saudi relations under fire, Trump government is maneuvering - How the Saudis are spying and intimidating dissidents

Diese Medienschau besteht aus zwei Teilen / This press review is divided in two parts

Zweiter Teil / Second part

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-5b

Schwerpunkte / Key aspects

Klassifizierung / Classification

cp01 Alle Berichte auf Deutsch

cp02 The Khashoggi criminal case: Reports in English

cp03 Reaktionen in den USA; Beziehungen USA-Saudi Arabien / Reactions in the US; US-Saudi relations

cp04 Internationale Reaktionen / International reactions

cp05 Lange Geschichte von saudischen Entführungen / Long history of Saudi abducations

cp06 Propaganda

cp07 Weitere Folgen / Further implications

cp08 Erinnerung an Khashoggi / Remembering Khashoggi

cp09 Satire

Klassifizierung / Classification

***

**

*

(Kein Stern / No star)

? = Keine Einschatzung / No rating

A = Aktuell / Current news

B = Hintergrund / Background

P = Politik / Politics

Frühere Berichte / Earlier reporting:

Jemenkrieg-Mosaik / Yemen War Mosaic 465, cp8

https://www.freitag.de/autoren/dklose/jemenkrieg-mosaik-465-yemen-war-mosaic-465(Oct. 4)

Jemenkrieg-Mosaik / Yemen War Mosaic 466, cp8

https://www.freitag.de/autoren/dklose/jemenkrieg-mosaik-466-yemen-war-mosaic-466(Oct.7)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 1 / Press review 1

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-entfuehrt-ermordet(Oct. 11)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 2 / Press review 2

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-teil-2(Oct. 15)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 3a, b / Press review 3a, b

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-3a

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-3b(Oct. 18)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 4 / Press review 4

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-4-1

cp01 Alle Berichte auf Deutsch

(* A P)

NEWS-TICKER ZUR TÖTUNG DES JOURNALISTEN

11.42 Uhr: Die Erklärung Erdogans ist beendet.

11.40 Uhr: Erdogan fordert Saudi-Arabien zu Ermittlungen zur Ermordung Khashoggis auf. Die Türkei lasse sich nicht abspeisen und wolle wissen, wer den Auftrag zum Mord erteilt habe. Trotzdem habe er „keinen Zweifel an der Freundschaft und dem Wort von König Salman“. König Salman habe zu ihm gesagt, dass im Fall Khashoggi in Saudi-Arabien 18 Personen festgenommen worden seien. Die Verdächtigen im Mordfall Khashoggi müssten außerdem in der Türkei angeklagt werden, da die Tat in Istanbul geschehen sei.

11.32 Uhr: Die Ermittlungen würden zeigen, dass Khashoggi „auf brutale Art“ getötet wurde, sagt Erdogan. Die Türkei erwarte, dass die Verantwortlichen nach vollständigem Recht zur Verantwortung gezogen und verurteilt würden. Die Hinweise würden eindeutig zeigen, „dass dies ein geplanter Mord war“. Es müsse geklärt werden, wer für diesen politischen Mord zuständig war. Viele Fragen seien offen: Von wem habe das Spezialkommando den Mordauftrag erhalten? Wo ist die Leiche Khashoggis? Warum sei das Konsulat erst Tage später für Ermittlungen geöffnet worden?

11.20 Uhr: Erdogan sagt, er möchte, dass Khashoggi in Frieden ruhe. Er spricht seiner Familie und seinen Journalisten-Kollegen sein Beileid aus. Dann spricht er von einem „Mordkomplott“ an Khashoggi.

11.10 Uhr: Die Pressekonferenz des türkischen Präsidenten Erdogan zur Tötung von Khashoggi beginnt. Erdogan spricht während der Fraktionssitzung seiner Regierungspartei AKP.

9.48 Uhr: Vor der heutigen Erklärung von Erdogan zur Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabiens Außenminister Adel al-Dschubeir Konsequenzen und umfassende Ermittlungen angekündigt. Riad werde "sicherstellen, dass so etwas nie wieder passieren kann", sagte al-Dschubeir am Dienstag bei einem Besuch in Jakarta. Riad werde zudem dafür sorgen, dass bei einer "gründlichen und vollständigen" Untersuchung die "Wahrheit" herauskomme, und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

9.30 Uhr: Mit Spannung wird heute eine Erklärung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Tod des Journalisten erwartet. Drei Wochen nach dem mutmaßlichen Mord an Jamal Khashoggi will der türkische Präsident Erdogan nach eigenen Worten „ins Detail gehen“ und die „nackte Wahrheit“ preisgeben.

https://www.merkur.de/politik/mord-an-journalist-jamal-khashoggi-kam-befehl-per-skype-erdogan-kuendigt-details-an-news-ticker-zr-10345943.html

Pressekonferenz auch hier:

www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-recep-taayip-erdogan-gibt-erklaerung-ab-newsblog-a-1234633.html

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/jetzt-im-livestream-erdogan-erklaerung-zum-horror-mord-an-khashoggi-57985764.bild.html

https://www.stern.de/politik/ausland/jamal-khashoggi--recep-tayyip-erdogan-gibt-erklaerung-zu-dem-fall-ab-8414002.html

Weitere Berichte zu verschiedenen Punkten:

https://www.sueddeutsche.de/politik/khashoggi-salman-tuerkei-1.4181366

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_84655044/fall-khashoggi-kostet-mutmasslicher-mord-bin-salman-die-krone-.html

(A P)

CIA-Chefin schaltet sich ein

CIA-Direktorin Gina Haspel schaltet sich offenbar persönlich vor Ort in die Ermittlungen zum Tod des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi ein. In Washington sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters, Haspel reise am Montag (Ortszeit) in die Türkei, um an der Untersuchung zu arbeiten. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, dass Spitzenvertreter des Geheimdienstes in der Türkei seien. Er nannte jedoch keine Details.

https://www.n-tv.de/politik/CIA-Chefin-schaltet-sich-ein-article20683284.html

(* A P)

"Wir werden sicherstellen, dass so etwas nie wieder passiert"

Saudi-Arabien hat im Fall Khashoggi eine vollständige Aufklärung angekündigt. Die Türkei bot eine gemeinsame internationale Untersuchung an.

Kurz vor einer Erklärung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Fall des in der Türkei getöteten Journalisten Jamal Khashoggi hat der saudische Außenminister Abdel al-Dschubeir "umfassende Ermittlungen" versprochen. Alle, die für den Tod des Journalisten verantwortlich seien, würden in Haft genommen. Das Königreich fühle sich einer vollständigen Aufklärung verpflichtet. Man werde sicherstellen, "dass so etwas nie wieder passieren kann".

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu bot am Dienstagvormittag gemeinsame Ermittlungen der UN, von internationalen Gerichten und anderen Institutionen an. Diese könne zusätzlich der Aufklärung dienen. "Wir haben eine gemeinsame Ermittlung mit den Saudis, aber der Istanbuler Staatsanwaltschaft führt auch eine eigene Ermittlung durch", sagte Çavuşoğlu.

Erdoğan will am Dienstag bei einem Treffen seiner AK-Partei eine Erklärung in dem Fall abgeben. Am Montag hatte ein AKP-Sprecher die Darstellung des Königreichs zurückgewiesen, wonach der Tod Khashoggis im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul ein Versehen war. Es handle sich um einen "monströs geplanten" Mord.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/fall-khashoggi-ermittlungen-aussenminister-saudi-arabien

(** A P)

Khashoggi-Mord: Neues Video gibt dem Fall eine skurrile Wendung

Der US-Sender CNN berichtet über ein Video, das einen von Khashoggis mutmaßlichen Mördern in dessen Kleidung zeigt.

Das Video will CNN von türkischen Sicherheitsbehörden zugespielt bekommen haben. Auf ihm ist ein Mann zu sehen, der augenscheinlich die Kleidung trägt, die Khashoggi beim Betreten des Konsulats trug.

Es soll sich bei dem Mann um Mustafa al-Madani handeln – einen jener 15 Agenten aus Saudi-Arabien, die mutmaßlich in die Türkei reisten, um Khashoggi zu töten.

Das von CNN veröffentlichte Video zeigt, wie al-Madani, der auch einen falschen Bart und eine Brille trägt, das Konsulat durch die Hintertür verlässt. Es zeigt ihn auch vor der Blauen Moschee in Istanbul.

In einem weiteren Ausschnitt ist zu sehen, wie al-Madani das Konsulat durch die Vordertür betritt – da noch in eigener Kleidung, ohne Bart und mit weißen Sneakern.

Diese scheint der mutmaßliche Auftragsmörder auch zu tragen, als er das Konsulat mit Khashoggis Kleidung am Leib verlässt.

Ein anonym zitierte türkischer Sicherheitsbeamter sagte CNN: “Khashoggis Kleidung war wahrscheinlich noch warm, als al-Madani sie anzog.”

https://www.huffingtonpost.de/entry/khashoggi-mord-neues-video-gibt-dem-fall-eine-skurrile-wendung_de_5bcda1d6e4b0a8f17eee5375

und

(** A P)

Überwachungs-Video zeigt: So haben die Saudis Khashoggis Kleider verschwinden lassen

Im Fall Kashoggi vergeht zurzeit kein Tag ohne neue Entwicklungen. Heute haben die türkischen Behörden ein Video veröffentlicht, welches darauf schliessen lässt, wie die Kleidung des getöteten Journalisten entsorgt wurde. Im Zentrum der Aufnahmen steht ein gewisser Mustafa al-Madani.

Und das ist auf dem Video zu sehen:

11:03: Madani betritt saudisches Konsulat

13:14: Khashoggi betritt saudisches Konsulat

14:52: Madani verlässt Konsulat

Etwa eineinhalb Stunden später verlässt Madani das Konsulat. Abgesehen von den Schuhen hat er genau die gleichen Kleider wie Khashoggi an. Sogar einen falschen Bart und eine Brille trägt er.

16:04: Madani vor der blauen Moschee

Später taucht der Mann auf Überwachungskameras vor der blauen Moschee im beliebten Touristenviertel der Bosporus-Metropole auf.

16:29: Madani hat die Kleider gewechselt

Der Mann betritt eine Toilette auf dem Platz vor der Moschee. Nachdem er sie wieder verlässt, hat er wieder die Kleider vom Morgen an und trägt einen Plastiksack. Er wirft den Sack in eine Mülltonne. Gemäss CNN war darin die Kleidung von Khashoggi.

Zeit unbekannt: Im Hintergrund werden die Kleider entsorgt

Zeit unbekannt: Madani in der Nähe des Mövenpick-Hotels

CNN berichtet, dass türkische Behörden ihnen die Videoaufnahmen zugespielt hätten. Die Polizei gehe davon aus, dass Saudi-Arabien mit dieser Aktion die Spur von Khashoggi vertuschen wollte (Fotos, Film)

https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/ueberwachungs-video-zeigt-so-haben-die-saudis-khashoggis-kleider-verschwinden-lassen-133616192

und auch https://www.blick.ch/news/ausland/saudi-agent-wollte-ermittler-taeuschen-so-wollte-das-khashoggi-double-seine-spuren-verwischen-id9009018.html

Film, noch mit weiteren Hintergründen: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Khashoggi-Double-sollte-falsche-Faehrte-legen-article20682974.html

Film: https://www.bild.de/video/clip/journalist/hier-soll-das-khashoggi-double-durch-istanbul-marschieren-cnn-57980482.bild.html

(** A P)

Scheich-Berater gab angeblich per Skype den Mord-Befehl

„Bringt mir den Kopf dieses Hundes“, soll er gefordert haben

Wusste Saudi-Scheich Mohammed bin Salman über den Journalisten-Mord genau Bescheid? Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet, befehligte ein enger Vertrauter des Kronprinzen die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi.

Saud al-Qahtani, Top-Berater des Scheichs, soll per Video-Chat mit Khashoggi gesprochen haben, während dieser im saudischen Konsulat in Istanbul war, um Dokumente für seine Hochzeit abzuholen. Danach wies al-Qahtani seine Agenten an, Khashoggi zu ermorden.

Saud al-Qahtani galt bis zu seiner Verhaftung am vergangenen Samstag als rechte Hand des Kronprinzen. Er steuerte dessen Aktivitäten auf den sozialen Netzwerken, spielte im vergangenen Jahr die Hauptrolle bei der Verhaftungswelle gegen kritische Saudi-Scheichs und war an der versuchten Entmachtung von Libanons Premierminister Saad Hariri beteiligt, berichtet Reuters.

Unter Berufung auf hochrangige arabische Quellen mit Zugang zu Geheimdienst-Informationen berichtet Reuters, dass al-Qahtani per Skype ins Konsulat geschaltet wurde und es zum Streit mit dem Journalisten kam.

Türkischen und arabischen Informanten zufolge soll al-Qahtani den Journalisten während des Gesprächs wüst beleidigt haben. Kashoggi ließ sich die Beleidigungen nicht gefallen und antwortete dem Scheich-Berater ebenso harsch.

Das Gespräch soll geendet haben, als al-Qahtani seinen Schergen die Mord-Anweisung zurief: „Bringt mir den Kopf dieses Hundes!“

Die Festnahme von al-Qahtani soll die Entschlossenheit des saudischen Königshauses beweisen, den Mordfall aufklären zu wollen. Allerdings ist unklar, ob der frühere Top-Berater tatsächlich im Auftrag des Saudi-Scheichs oder ohne dessen Wissen gehandelt hat. Doch mit jeder Enthüllung gerät derjenige in Bedrängnis, der sich am stärksten vom Khashoggi-Fall distanzieren will: Mohammed bin Salman.

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/saudi-kritiker-khashoggi-tot-scheich-berater-forderte-mord-per-skype-57982714.bild.html

und

(** A P)

Mord angeblich via Skype überwacht

Ein Vertrauter und langjähriger Berater des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman soll den Mord an dem saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi (Dschamal Chaschukdschi) durch ein 15 Mann starkes Killerkommando via Skype überwacht haben, so die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf mit dem Fall vertraute Personen am Montag.

Laut Reuters soll Kahtani Khashoggi vor dessen Tod mehrmals angerufen, ihn zur Rückkehr nach Saudi-Arabien gedrängt und ihm einen Job angeboten haben. Khashoggi misstraute allerdings Kahtani und soll einem Freund gesagt haben: „Glaubt er wirklich, dass ich nach Saudi-Arabien zurückkehre und er mich ins Gefängnis werfen kann?“

Kahtani ist einer der wenigen, für die der Fall Khashoggi bisher Konsequenzen hatte. Er wurde mit vier weiteren Beratern am Wochenende von König Salman seiner Funktionen enthoben. Laut Reuters, das sich auf Quellen im Königshaus beruft, sollen der Kronprinz und Kahtani einander so nahestehen, dass es als unwahrscheinlich gilt, dass der Kronprinz, obwohl er es vehement abstreitet, nichts von der Ermordung Khashoggis wusste. Wie der US-Sender NBC News erst kürzlich berichtete, soll sich Khashoggi mit einem Bruder des Kronprinzen „Ende 2017 oder Anfang 2018“ in der saudischen Botschaft in Washington getroffen haben.

Kahtani gilt als der Mann fürs Grobe des Kronzprinzen. Er überwacht die Social-Media-Agenden des Prinzen und attackiert dabei brutal Kritiker und Gegner des Königshauses.

https://orf.at/stories/3074761/

(* B P)

Wie Erdogan den Khashoggi-Skandal nutzt

Die Türkei nutzt den Skandal um den Tod von Jamal Khashoggi, um ihr Verhältnis zum Westen zu verbessern und in der Konkurrenz mit Saudi-Arabien zu punkten.

Die Beziehungen zwischen Ankara und Riad sind seit Langem angespannt.

Der Aufstieg des saudischen Thronfolgers Mohammed bin Salman hat die Rivalität verschärft. Vor einigen Monaten warf der Kronprinz der Türkei vor, sie bilde mit dem Iran und radikalen Islamisten ein „Dreieck des Bösen“. Nun will die Erdogan-Regierung den Skandal um Khashoggi nutzen, um das Reform-Image des saudischen Kronprinzen zu unterminieren, wie der Istanbuler Politologe Serhat Güvenc dem Sender Al Dschasira sagte.

Dieses Ziel wird von der regierungsnahen türkischen Presse unterstützt: Erdogan-treue Blätter streichen immer wieder die angebliche Nähe der Khashoggi-Mörder zu Mohammed bin Salman heraus.

Anders als die saudische Führung, die mit Lügen und widersprüchlichen Aussagen ihre eigene Glaubwürdigkeit im Westen untergrub, fuhr die Türkei in der Khashoggi-Affäre von Beginn an einen konsequenten Kurs.

Alle Brücken abbrechen will die Türkei aber nicht. Durch die Vermeidung einer amtlichen Kampfansage an den saudischen Thronfolger Mohammed erhält sich Erdogan die Möglichkeit, mehr Öl von den Saudis kaufen zu können, wenn Anfang November die neuen US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft treten.

Doch die Erdogan-Regierung achtet auch darauf, dass ihr Ruf als Beschützer der von Saudi-Arabien verfolgten Muslimbruderschaft keinen Schaden nimmt.

https://www.tagesspiegel.de/politik/tuerkei-wie-erdogan-den-khashoggi-skandal-nutzt/23216830.html

(* A P)

NEWS-TICKER ZUR AFFÄRE IN SAUDI-ARABIEN

13.00 Uhr:

Wegen des Todes des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat das Auswärtige Amt den Botschafter des Königreichs zu einem Gespräch ins Ministerium gebeten. Die Unterredung sei „zeitnah angedacht“, sagte Außenamts-Sprecherin Maria Adebahr am Montag in Berlin. Dabei solle dem Botschafter die deutsche Position zu dem Fall dargelegt werden.

12.32 Uhr: Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und sein US-Kollege Donald Trump haben am Telefon über den Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gesprochen. Wie der Élyséepalast am Montag in Paris mitteilte, teilten die beiden Präsidenten „ihre Besorgnisse“ mit Blick auf die Umstände, die zu dem „tragischen Tod“ des Journalisten geführt hätten. Das Telefonat fand bereits am Sonntag statt.

11.33 Uhr: Die Türkei ermittelt weiter mit Hochdruck im Fall des im Istanbuler Konsulat getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Fünf Zeugen seien am Montag von mehreren Staatsanwälten in Istanbul verhört worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Dabei handele es sich um Konsulatsmitarbeiter. Mehr als 20 weitere Zeugen, darunter Türken und Ausländer, würden im Laufe des Tages noch befragt. Bereits am Vortag hatte der Sender NTV von einer Vorladung berichtet.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte nach Angaben von Anadolu am späten Sonntagabend mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Die beiden seien übereingekommen, den Fall Khashoggi von allen Seiten zu beleuchten. Für Dienstag hat Erdogan eine Erklärung zum Tod Khashoggis angekündigt.

11.05 Uhr: Im Konflikt um den getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi will Saudi-Arabien eigenen Angaben zufolge sein Öl nicht als politische Waffe einsetzen. Es gebe keinen Plan, wie 1973 die Ölfördermengen zu drosseln, sagte der saudische Ölminister Chalid al-Falih in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der russischen Agentur Tass. Zugleich schloss er jedoch Ölpreissteigerungen im Zuge der Iran-Sanktionen nicht aus.

8.43 Uhr: Nach dem Tod des Regimekritikers Jamal Khashoggi haben sowohl der König Saudi-Arabiens als auch sein Thronfolger in der Nacht zum Montag der Familie des Getöteten kondoliert.

Montag, 22. Oktober, 7.00 Uhr: Nach dem Tod des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat sich EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) gegen einen sofortigen vollständigen Stopp von Waffenexporten in das Königreich ausgesprochen.

https://www.merkur.de/politik/news-ticker-zu-journalist-khashoggi-in-saudi-arabien-auswaertiges-amt-bittet-botschafter-zu-gespraech-zr-10345943.html

(* B P)

Wie Saudi-Arabien immer weitere Todes-Versionen verbreitete

Saudi-Arabien hat am Samstag die Tötung des prominenten Dissidenten und Journalisten Jamal Khashoggi eingestanden – demnach starb der 59-Jährige nach einer Auseinandersetzung im Konsulat des Königreichs in Istanbul. Damit rückte Saudi-Arabien von bisherigen Darstellungen ab, mit Khashoggis Verschwinden nichts zu tun zu haben. Türkische Ermittler gehen von Mord aus. Eine Chronologie der letzten zwei Wochen.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_84649382/chronik-im-fall-jamal-khashoggi-die-geschehnisse-im-ueberblick.html

(A P)

Die türkische Verlobte von Khashoggi wurde laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu unter 24-stündigen Polizeischutz gestellt.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/jamal-khashoggi-koenig-salman-kronprinz-mohammed-bin-salman-kondolieren

(* B P)

Fall Khashoggi: Die Lügen der Saudis

Der Mord an dem Kritiker war ungeheuerlich, die Erklärungsversuche der Saudis sind es auch. Die Welt muss hart reagieren.

Jede neue Lüge macht das saudische Herrscherhaus auch aufs Neue angreifbar, jede Lüge treibt es weiter in die Isolation. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan spielt meisterlich mit seinem Herrschaftswissen, das er aus dem Istanbuler Generalkonsulat gewonnen hat.

Er kann den Hof in Riad weiter zappeln lassen, indem er dosiert Erkenntnisse und Beweise über die Tötung in die Öffentlichkeit spielt und damit den Kronprinzen und dessen Vater, den saudischen König, entlarvt. Jede neue Lüge hat ihren Preis in Erdoğans großem Spiel um regionalen Einfluss und Vormacht.

Am Ende wird ein Sturm aufziehen, der das Machtgefüge am Hof und die Außenbeziehungen Saudi-Arabiens durcheinanderwirbeln kann.

Schaden nehmen außerdem die USA. Ihr Präsident Donald Trump hat nicht verstanden, dass er mit dem Prinzen im selben Loch sitzt, weil er seinem Buddy nicht eindeutig die Glaubwürdigkeit absprach

https://www.sueddeutsche.de/politik/fall-khashoggi-die-luegen-der-saudis-1.4179074

(* A P)

Fall Khashoggi: Saudi-Arabien verspricht "umfassende Ermittlungen"

Nach dem Tod des Journalisten Khashoggi wehrt sich Saudi-Arabien gegen Vorwürfe, die Ermittlungen zu blockieren. Die Verantwortlichen würden in Haft genommen.

Im Fall des in der Türkei getöteten Journalisten Jamal Khashoggi wächst der Druck auf die Regierung in Saudi-Arabien. Riad wird vorgeworfen, den Regierungskritiker ermordet zu haben. Zuletzt hieß es zudem, die Untersuchungen würden von Vertretern des Regimes weiter behindert.

Kurz vor Erdogans Auftritt sucht Riad nun offenbar einen Weg aus der Defensive. Der saudi-arabische Außenminister Abdel al-Dschubeir versprach "umfassende Ermittlungen". Die Regierung habe ein Team in die Türkei entsandt und alle, die für den Tod des Journalisten verantwortlich seien, würden in Haft genommen, sagte er.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-saudi-arabien-verspricht-umfassende-ermittlungen-a-1234602.html

(** A P)

Saudi-Arabien verbreitet neue Version im Fall Khashoggi

Die Tötung des saudischen Journalisten Khashoggi bleibt mysteriös: Nun hat ein Regierungsvertreter den Ablauf der Ereignisse noch einmal anders beschrieben.

Das international unter Druck geratene Saudi-Arabien hat im Fall des getöteten regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi weitere Details in Umlauf gebracht. Ein hochrangiger Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte, der 59-Jährige sei durch einen Würgegriff gestorben.

Der neuen Version zufolge wollte die saudische Regierung Khashoggi überzeugen, in das Königreich zurückzukehren.

Der Plan sei gewesen, Khashoggi notfalls in einem Versteck außerhalb Istanbuls festzuhalten, so der saudische Regierungsvertreter. Er sollte aber "nach einer gewissen Zeit" wieder freigelassen werden, sollte er nicht nach Saudi-Arabien zurückkehren wollen.

Das nach Istanbul gesendete Team habe ihre Anweisungen überschritten und schnell Gewalt angewendet. Khashoggi habe sich widersetzt, er sei deswegen in einen Würgegriff genommen worden. "Sie haben versucht zu verhindern, dass er schreit." Dabei sei der Journalist gestorben. "Es war nicht die Absicht, ihn zu töten."

Die Leiche sei in einen Teppich eingewickelt und in einem Auto des Konsulats weggeschafft worden. Sie sei an einen lokalen Helfer übergeben worden. Es werde versucht herauszufinden, wo sie entsorgt worden sei.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_84648966/jamal-khashoggi-saudi-arabien-spricht-von-toedlichem-wuergegriff-.html

https://www.tagesspiegel.de/politik/saudi-arabien-regierungsvertreter-schildert-neue-version-im-fall-khashoggi/23212032.html

https://www.srf.ch/news/international/neue-version-im-fall-khashoggi-es-war-nicht-die-absicht-ihn-zu-toeten

(* A P)

Film: Saudi Arabien/USA: Der Fall Khashoggi - Welche Rolle spielt der saudische Kronprinz?

Mehr als zwei Wochen hat es gedauert, bis die saudische Regierung einräumte, dass der Journalist Jamal Khasshoggi im saudischen Konsulat in Istanbul ums Leben gekommen ist. Der Weltspiegel berichtet über die jüngsten Entwicklungen.

https://www.ardmediathek.de/tv/Weltspiegel/Saudi-Arabien-USA-Der-Fall-Khashoggi-/Das-Erste/Video?bcastId=329478&documentId=57056620

(* A P)

Weiter Zweifel an Saudi-Arabiens Erklärungen

US-Präsident Trump ist mit Riads Version zum Fall des getöteten Journalisten Khashoggi nicht zufrieden. Zugleich wandte sich Trump erneut dagegen, Geschäfte mit Saudi-Arabien auszusetzen. Die Bundesregierung will Rüstungsexporte vorerst nicht mehr genehmigen.

Trump sagte vor Journalisten im Weißen Haus, Riads Erklärungen zum Fall Khashoggi seien nicht zurfriedenstellend. Er habe in der Angelegenheit mit dem saudischen Kronprinzen bin Salman gesprochen. Gleichzeitig ist Trump weiterhin nicht dazu bereit, Geschäfte mit Saudi-Arabien auf Eis zu legen. Er wolle saudische Investitionen in den USA nicht verlieren, sagte Trump in Washington.

https://www.deutschlandfunk.de/fall-khashoggi-weiter-zweifel-an-saudi-arabiens-erklaerungen.1939.de.html?drn:news_id=938151

Mein Kommentar: Er will also eine neue Version. Die Wahrheit wird kaum in seinem Interesse liegen.

(* A P)

Wie Trump die Khashoggi-Krise lösen will

Es ist ein diplomatischer Eiertanz. Im Fall des ermordeten saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi will US-Präsident Donald Trump (72) einerseits bei der Aufklärung helfen, andererseits nicht die saudischen Investoren verprellen.

Er schickte CIA-Chefin Gina Haspel (62) in die Türkei, um die Geheimdienste bei den Ermittlungen zu unterstützen.

Er entsandte Finanzminister Steven Mnuchin (55) zu einem persönlichen Gespräch mit Kronprinz Mohammed bin Salman (33), der sich zwar als Reformer präsentiert, aber eine skrupellose Machtpolitik verfolgt.

Trump will die Angelegenheit vom Tisch haben

Trump hatte noch am Wochenende erklärt, dass er die jüngste Version der Saudis (eigenmächtige Agenten, die an Salman vorbei gehandelt haben sollen) für glaubwürdig hält. Doch nachdem neue Beweise auftauchten, dass Kashoggi doch nicht erstickt, sondern mit einer Säge zu Tode gefoltert wurde, erklärte Trump: „Ich bin noch nicht zufrieden mit dem, was ich gehört habe.“

Und auch sein anderer Vertrauter in Sachen Nahost, Schwiegersohn Jared Kushner (38), ließ wenig Zweifel daran: Die Beziehungen des Weißen Hauses zu den Saudis sollen stabil bleiben. Kushner soll nach Informationen der „New York Times“ ein enges Verhältnis zu Scheich Salman aufgebaut haben.

Sowohl Mnuchin als auch Jared Kushner und Donald Trump selbst machten allerdings klar, dass die Saudis weiter in Erklärungsnot stehen. Jared Kushner sagte auf die Frage, welchen Rat der Salman geben würde: „Transparent zu sein. Die Welt schaut zu.“

Was die Welt sieht, ist ein Schulterschluss von Washington mit Riad. Kronprinz Salman dürfte sich damit zwar gewarnt, aber in seinem eiskalten Machtspiel auch bestätigt fühlen.

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/us-minister-in-saudi-arabien-wie-trump-die-khashoggi-krise-loesen-will-57983188.bild.html

(* A P)

Trumps ungenierte Realpolitik

Auch im Fall der Tötung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi zeigt sich die verlogene Dreistigkeit des amerikanischen Präsidenten. Eine Analyse.

Um dieses Urteil kam auch Donald Trump nicht herum: Um die Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi ranken sich Lug und Trug. Angesichts der Indizien ist Riads Behauptung lachhaft, dass der Regimekritiker bei einer ausgearteten Konsulatskeilerei umgekommen sei. Wie praktisch, dass die eigens nach Istanbul gereisten Vertreter Saudi-Arabiens eine Knochensäge dabei hatten! Doch Amerikas Präsident erklärte Riads Version zunächst für „glaubwürdig“ und rühmte Kronprinz Muhammad Bin Salman dafür, dass er alles unter Kontrolle habe – „im positiven Sinne“.

Trump rückt dagegen die Waffenkäufe ins Zentrum, weil davon Jobs in Amerika abhingen. Außerdem hofft Washington, dass bald mehr saudisches Öl sprudelt, damit die angestrebte Isolation Irans keine Energiekrise heraufbeschwört, und es will Riads neue Nähe zu Israel nicht aufs Spiel setzen. Persönlich ließ Trump darum früh einen Testballon für die Saudis steigen, als er spekulierte, abtrünnige „Killer“ könnten Khashoggi auf dem Gewissen haben. Nun bekräftigte er, dass im Konsulat etwas „schiefgelaufen“ sein könnte.

Verspielt Donald Trump mit alledem Amerikas moralische Autorität? Die Antwort hängt davon ab, ob man der Supermacht überhaupt noch moralische Autorität zubilligt.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fall-jamal-khashoggi-donald-trumps-ungenierte-realpolitik-15849322.html

(* A P)

Der Journalist Khashoggi ist tot, so droht die Welt Saudi-Arabien (oder auch nicht)

So reagiert die Welt auf die Geschichte des saudischen Königshauses:

[Überblick, mit Die Ausreden Saudi-Arabiens im Fall Khashoggi: Eine Chronologie]

Die Washington Post, Khashoggis Arbeitgeber

In einem Statement des Herausgebers Fred Ryan kritisiert die Zeitung die Saudis aufs Schärfste: "Die Regierung von Saudi-Arabien hat schändlich und wiederholt eine Lüge nach der anderen aufgetischt, in den fast drei Wochen, seit denen Jamal Khashoggi verschwunden ist. Sie liefern keine Beweise, widersprechen sogar denen, die es bisher gibt und erwarten nun, dass die ganze Welt glaubt, Jamal sei in einem Faustkampf nach einer Diskussion gestorben. Das ist keine Erklärung, das ist eine Vertuschung."

https://www.bento.de/politik/der-journalist-khashoggi-ist-tot-so-droht-die-welt-saudi-arabien-oder-auch-nicht-a-c837a166-9c79-47c7-b4ae-b50baace5b02

https://www.stern.de/politik/ausland/fall-jamal-khashoggi--donald-trump-will-riad-weiter-waffen-liefern-8411310.html

(** A B P)

Bloß kein Drama

Trotz des enormen Drucks wegen der Tötung von Jamal Khashoggi durch die saudischen Verbündeten versucht Donald Trump, die Krise auszusitzen. Sein Plan könnte aufgehen.

Die Krise war für den Präsidenten eigentlich schon vorbei: "Ich glaube, wir stehen kurz vor der Lösung eines großen Problems", sagte Donald Trump am Freitag zu Journalisten. Da hatte die saudische Regierung gerade den Tod des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi eingeräumt. Dass das Königshaus den Tod als Unfall darstellte und eine Anordnung von oben abstritt – trotz widersprüchlicher Ergebnisse der amerikanischen Geheimdienste und türkischer Ermittler – schien den US-Präsidenten nicht zu irritieren.

Drei Wochen vor den wichtigen Kongresswahlen befindet sich Trump dennoch in der bislang vielleicht größten außenpolitischen Krise seiner Präsidentschaft. Während internationale Partner Saudi-Arabien angreifen, Unternehmen Geschäfte auf Eis gelegt und CEOs die Teilnahme an einer für Oktober geplanten Konferenz abgesagt haben, hält sich der US-Präsident aber weiter mit offener Kritik an Kronprinz Mohammed bin Salman zurück.

Doch der US-Kongress erhöht den Druck, Stellung zu beziehen. Am Samstag erklärten insgesamt 55 Abgeordnete beider Parteien, sie bereiteten ein gemeinsames Schreiben an den US-Geheimdienstchef vor, in dem sie Einblick in Berichte über interne Kommunikationen der Saudis verlangten.

Bislang hat der Kongress keine eigenen Schritte angekündigt. Die Abgeordneten könnten aber Geschäfte mit Saudi-Arabien, wie geplante Waffenverkäufe, auch im Alleingang blockieren und sich damit gegen den Präsidenten stellen. Vielleicht noch wichtiger: Die Forderungen aus dem Kongress sorgen nur wenige Wochen vor den Wahlen einmal mehr für offene Spannungen zwischen Trump und seiner Partei.

Doch Trump weiß um den wachsenden Druck und bleibt bei seinen Äußerungen nicht ohne Grund vage, um sich eine Kehrtwende offen zu halten. "Ganz offensichtlich gab es Täuschung, und ganz offensichtlich gab es Lügen", hatte der Präsident am Samstag in einem seltenen Telefoninterview mit der Washington Post gesagt. Die Erklärungen der saudischen Regierung gingen "in alle Richtungen". Im selben Interview verteidigte Trump Saudi-Arabien als "unglaublichen Alliierten" und sagte erneut, es sei durchaus möglich, dass der Kronprinz von der Operation nichts gewusst habe.

Die Krise könnte auch Außenminister Mike Pompeo schwächen.

Auch die enge Verbindung zwischen Jared Kushner und dem Kronprinzen könnte sich nun rächen.

Der konservative Sender Fox News gab der saudischen Regierung unterdessen die Chance, dem amerikanischen Publikum ihre Version direkt zu präsentieren. Im Interview erklärte der saudische Außenminister Adel al-Jubeir am Sonntag, der Tod Khashoggis sei ein "schrecklicher Unfall".

Dass der Fall Khashoggi dem US-Präsidenten längerfristig tatsächlich schadet, ist zweifelhaft. Der Präsident hat in den knapp zwei Jahren im Amt immer wieder bewiesen, wie wenig ihm politische Krisen gefährlich werden.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-10/jamal-khashoggi-donald-trump-saudi-arabien

(* A B P)

Warum es in Riad zum Fall Khashoggi so still ist

Die Empörung über die Ermordung Khashoggis ebbt nicht ab. Doch in Saudi-Arabien ist man voll des Lobes für den Kronprinz. Der König hat ihn sogar gestärkt – zumindest vorerst. Doch Teile der Familie hoffen angeblich auf einen internen Sturz.

International nimmt die Kritik an Kronprinz Mohammed Bin Salman, dem mächtigsten Mann im Lande und mutmaßlichen Auftraggeber des Mordes, zu. Doch wie sehen die Saudis den Mord eines Mitbürgers?

Offizielle Medien waren am Wochenende voll des Lobes für den Kronprinzen. Saudi-arabische Zeitungen und Medien verbündeter Staaten wie Ägypten, der Vereinigten Arabischen Emirate oder des Jemen priesen die „unabhängigen Ermittlungen“. Saudi-Arabiens höchste religiöse Einrichtung erklärte Samstag sogar, die Ergebnisse der Untersuchung des Königs würden „Gerechtigkeit im Einklang mit islamischer Rechtsprechung erreichen“. Denken alle so?

Tatsächlich fand man am Wochenende auch in sozialen Netzwerken kaum Kritik. „Ich kann in Saudi-Arabien nur eine Stimme ausmachen, und die steht voll und ganz hinter Mohammed Bin Salman“, sagt Orit Perlman, Forscherin arabischer sozialer Netzwerke am Institut für Strategische Studien in Tel Aviv, WELT.

Dafür dürfte es zwei Gründe geben: Zum einen hätten die Menschen dort Angst, sagt Perlman. Der Mord an Khashoggi habe „vielen Bloggern klargemacht, was ihnen blüht, wenn sie das Regime kritisieren“. Wie die „New York Times“ berichtet, ist Khashoggis Ermordung nur das aktuellste Beispiel für den brutalen Umgang des Kronprinzen mit der Opposition im Internet.

Das Königshaus soll Hunderte saudi-arabische Blogger für ein Monatsgehalt von umgerechnet 2500 Euro beschäftigen, die Kritiker auf Twitter und anderen Netzwerken angreifen, diffamieren oder übertönen. Diese Armee von Trolls oder „Fliegen“, wie andere sie nennen, soll von einem der engsten Berater Mohammeds kommandiert worden sein: dem Medienberater Saud al-Kahtani, der auch an der Ermordung Khashoggis beteiligt gewesen sein soll.

Reichte das verbale Bedrängen von Kritikern nicht, griff der Kronprinz zu Gewalt: So landete der bekannte Schriftsteller Chaled al-Alkami nach mehreren Tweets in Haft.

Doch Mohammed Bin Salman herrscht nicht nur mit Angst. Viele junge Saudis setzen auch auf den neuen ambitiösen Kronprinzen, der verspricht, sein Land zu modernisieren und die Arbeitslosigkeit, die gerade bei den Jungen hoch ist, zu bekämpfen. Gerade die jungen Saudis machen die verkrusteten, korrupten Herrschaftsstrukturen des Königshauses für die Krise verantwortlich.

https://www.welt.de/politik/ausland/article182458206/Getoeteter-Journalist-Warum-es-in-Riad-zum-Fall-Khashoggi-so-still-ist.html

(* B P)

Der Fall Khashoggi sorgt für Aufruhr am saudischen Hof, doch der Kronprinz hat nichts zu befürchten

Riad ringt nach dem Eingeständnis, dass Jamal Khashoggi tot ist, um Erklärungen. Der mächtige Kronprinz Mohammed bin Salman sitzt aber fest im Sattel.

Das saudische Königshaus hat sich nach der abrupten Kehrtwende im Fall Jamal Khashoggi um Schadensbegrenzung bemüht. In der Nacht auf Samstag hatte Riad bestätigt, dass der bekannte Kritiker von Kronprinz Mohammed bin Salman tot ist.

Der saudische Aussenminister Adel al-Jubeir versuchte die Zweifel am Sonntag zu zerstreuen. Riad werde alles unternehmen, die Todesumstände aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, sagte Jubeir in einem Interview mit dem amerikanischen Sender Fox News. Ein enormer und schwerwiegender Fehler sei begangen worden. «Es ist eine furchtbare Tragödie.»

Dass das Königshaus und vor allem Kronprinz Mohammed bin Salman den Auftrag gegeben hätten, Khashoggi zu verschleppen oder gar zu ermorden, stellte Jubeir in Abrede. Das Königshaus habe in seiner Geschichte noch nie so etwas getan. Vielmehr hätten die Täter ihre Kompetenzen überschritten und versucht, die Tat zu vertuschen, sagte der Aussenminister.

Damit erhärtet sich, was sich schon Tage zuvor abzeichnete: Der Kronprinz sitzt weiterhin fest im Sattel. Zwar setzte der König zwei der engsten Vertrauten von MBS, wie der Kronprinz in Saudiarabien genannt wird, ab. Gleichzeitig beauftragte er diesen jedoch mit der Restrukturierung des Geheimdienstapparats, der eine federführende Rolle bei der Tötung von Khashoggi spielte. Hinter den Palastkulissen rumort es freilich gewaltig. Nach Auskunft von Kennern des Hofs fühlen sich mächtige Prinzen von MBS hinters Licht geführt.

https://www.nzz.ch/international/aufruhr-am-saudischen-hof-doch-der-kronprinz-hat-nichts-zu-befuerchten-ld.1430004

(* A B P)

Auf Twitter diskreditiert: Troll-Armee soll Khashoggi attackiert haben

Saudi-Arabien soll es mit gezielten Online-Attacken bereits vor dessen Tod auf den regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi abgesehen haben. Das berichtet die "New York Times". Mithilfe einer Troll-Armee sollen Khashoggi und andere Kritiker der Regierung auf Twitter über einen längeren Zeitraum angegriffen worden sein. Aus Riad sorgten Trolle so dafür, dass Khashoggi und andere auf der Plattform diskreditiert werden, heißt es in dem Bericht.

Außerdem habe die Regierung in Riad einen Spion bei Twitter eingeschleust, um dort Accounts regimekritischer Staatsbürger auszuspähen, berichtet die Zeitung weiter. Twitter wollte sich dazu nicht äußern. Auch die saudi-arabische Botschaft in Washington wollte den Vorwurf nicht kommentieren, so das Blatt.

Saudische Geheimagenten sollen bereits 2010 eine Kampagne initiiert haben, um politische Dissidenten in sozialen Medien zu attackieren und zu diskreditieren. Die Idee dazu soll von Saud bin Abdullah al-Kahtani stammen, einem der engsten Berater des Kronprinzen Mohammed bin Salman. Al-Kahtani war von seinem Posten als Berater entlassen worden, nachdem Saudi-Arabien den mutmaßlichen Mord von Khashoggi eingeräumt hatte.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die Unternehmensberatung McKinsey den Auftrag gehabt haben soll, für Saudi-Arabien in Internetforen die öffentliche Auffassung von wirtschaftlichen Sparmaßnahmen zu analysieren. In dem Bericht aus dem Jahr 2015 hatte McKinsey die Regierung in Riad darüber informiert, dass Sparmaßnahmen von der öffentlichen Meinung in der Summe eher negativ bewertet würden. Außerdem gab das Beratungsunternehmen die Namen dreier Twitter-Nutzer weiter, die in der Diskussion besonders scharfe Kritik an Riad geübt haben sollen.

Kurz nachdem der Bericht an die saudi-arabische Regierung übergeben wurde, sei einer der Kritiker verhaftet worden, berichtet die britische Zeitung "The Times". Ein weiterer Dissident erklärte, die Regierung habe zwei seiner Brüder verhaftet sowie sein Mobiltelefon gehackt.

https://www.n-tv.de/politik/Troll-Armee-soll-Khashoggi-attackiert-haben-article20681352.html

(* A P)

Saudische Herrscher kondolieren Khashoggis Sohn

Saudi-Arabien hat die Tötung des Regimekritikers Khashoggi in Istanbul eingeräumt. Nun sollen sich König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman telefonisch bei der Familie gemeldet haben.

Nach dem Tod Khashoggis habe sowohl der König Saudi-Arabiens als auch sein Thronfolger der Familie des Getöteten kondoliert, teilte die amtliche Nachrichtenagentur Spa mit.

König Salman habe mit Mitgliedern der Familie Khashoggi telefoniert. Auch Kronprinz Mohammed bin Salman habe den Hinterbliebenen telefonisch sein Beileid ausgedrückt. Saleh Khashoggi, Sohn des getöteten Journalisten, soll sich laut dem Bericht der staatlichen Agentur für die Anteilnahme bedankt haben. Über den weiteren Inhalt der Gespräche lagen keine Angaben vor.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-koenig-salman-und-mohammed-bin-salman-kondolieren-sohn-des-opfers-a-1234387.html

Mein Kommentar: Weit oben auf der nach oben offenen Heuchler-Skala.

(* B P)

Saudisches Regime räumt Tötung Kashoggis ein

Weltweit schätzen praktisch alle Politiker und Mainstreammedien das saudische Narrativ als primitiven Vertuschungsversuch ein, der sich auf ein unglaubwürdiges Flickwerk von Lügen stützt.

In den USA versuchen die Demokratische Partei und Medien wie die New York Times und die Washington Post im Vorfeld der Kongresswahlen, die Situation auszunutzen, indem sie Trump wegen seiner wohl dokumentierten Finanzbeziehungen zur saudischen Monarchie und seiner Beihilfe zur Vertuschung des Mordes an Khashoggi attackieren.

Der Times-Korrespondent Nicholas Kristof schrieb letzte Woche in einer Kolumne: „Die USA sollten gegenüber der saudischen Königsfamilie eindeutig klarstellen, dass der verrückte Prinz zu weit gegangen ist – nicht nur mit diesem Mord, sondern auch mit seinem Krieg im Jemen, seiner Konfrontation mit Katar und der Entführung des libanesischen Ministerpräsidenten – und dass er sich für immer diskreditiert hat. Ein Mörder gehört nicht auf Staatsbankette, sondern in eine Gefängniszelle.“

Dass sich eine den Demokraten nahestehende Fraktion des amerikanischen Establishments einer solchen Rhetorik bedient, ist der Gipfel der Heuchelei. Der US-Imperialismus unterstützt die brutale, halbfeudale saudische Diktatur schon seit über 80 Jahren. Der völkermörderische Krieg, den Saudi-Arabien seit 2015 gegen die Bevölkerung des Jemen führt, genoss auch die volle Unterstützung der Obama-Regierung.

Zudem ist Donald Trump längst nicht der einzige Angehörige der amerikanischen Kapitalistenklasse, der von Beziehungen zur saudischen Königsfamilie profitiert. Die Clinton-Stiftung hat beispielsweise seit ihrer Gründung 1997 von Saudi-Arabien Spenden in Höhe von 25 Millionen Dollar erhalten.

Trotz aller gespielten Empörung über den kriminellen Mord an Khashoggi werden die amerikanische Regierung und herrschende Klasse die Stabilität des saudischen Regimes weiterhin gewährleisten. Saudi-Arabien gehört nach wie vor zu den wichtigsten Verbündeten des amerikanischen Kapitalismus' im Nahen Osten und ist ein privilegierter Kunde für amerikanisches Kriegsgerät.

https://www.wsws.org/de/articles/2018/10/22/khas-o22.html

(* B P)

Umgang mit Partnern wie Saudi-Arabien hinterfragen

Nach dem Mord an Khashoggi warnen Anhänger des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, der Westen dürfe bei seiner Reaktion die Stabilität Saudi-Arabiens als Schlüsselland im Nahen Osten nicht gefährden. Welche Stabilität? Der Prinz hat einen Streit mit Katar vom Zaun gebrochen, führt einen brutalen Krieg im Jemen, hat den libanesischen Premier zum Rücktritt gezwungen – und jetzt einen Regimekritiker umbringen lassen. Über Jahrzehnte hat der Westen im Nahen Osten eine ganze Reihe brutaler Herrscher gestützt oder auch entmachtet. Dahinter verbirgt sich das Ziel, die Machtinteressen von USA und Europa zu sichern.

Gefragt ist jetzt ein neuer Umgang mit einem Partner wie Saudi-Arabien, der Journalisten umbringt und mit dem Krieg im Jemen 20 Millionen Zivilisten zum Hungern verdammt. Falsche Vorstellungen von Stabilität dienen nicht den Interessen des Westens, sie schaden ihnen.

https://www.schwaebische.de/ueberregional/politik_artikel,-umgang-mit-partnern-wie-saudi-arabien-hinterfragen-_arid,10951800.html

(A P)

Mehr Härte, weniger Waffen? Saudi-Politik auf dem Prüfstand

Nach der von Saudi-Arabien eingestandenen Tötung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi wächst der Druck auf die Bundesregierung, mehr Härte gegenüber dem Königreich zu zeigen.

«Nach einem derart unfassbaren Vorgang gehört das Verhältnis zu Saudi-Arabien grundsätzlich auf den Prüfstand», sagte die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles der «Bild am Sonntag». Dazu gehörten auch die Rüstungsexporte. «Es muss spürbare Konsequenzen geben.» Außenminister Heiko Maas will vorerst keine weiteren Genehmigungen.

Grüne und Linke fordern einen sofortigen Stopp - mit Genehmigungen im Wert von 416,4 Millionen Euro ist Saudi-Arabien in diesem Jahr bisher nach Algerien der zweitgrößte Empfänger deutscher Rüstungsgüter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die Tötung «in aller Schärfe». «Die vorliegenden Angaben zu den Abläufen im Konsulat in Istanbul sind nicht ausreichend», hieß es darin. In der Debatte um Konsequenzen gibt es nun mehrere Forderungen - das Dilemma: der Wüssen-Ölstaat ist auch ein wichtiger, zahlungskräftiger Partner.

https://www.bkz-online.de/node/1183492

https://web.de/magazine/politik/todesfall-jamal-khashoggi-angela-merkel-ruestungsexporte-saudi-arabien-33255110

(A P)

Film. Merkel auf Pressekonferenz

https://twitter.com/Dr_E_Kendall/status/1054319227614715904

und

(A P)

Saudis kaufen für 400 Millionen Euro deutsche Waffen - ist das nach dem Tod von Jamal Khashoggi noch zu verantworten?

Maas forderte, aktuell keine Waffenexporte nach Saudi-Arabien zu genehmigen: "Ich glaube, solange diese Untersuchungen andauern, solange wir nicht wissen, was da geschehen ist, gibt es keine Grundlage, auf der positive Entscheidungen für Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien zu treffen sind", sagte der SPD-Politiker.

https://www.rtl.de/cms/saudis-kaufen-fuer-400-millionen-euro-deutsche-waffen-ist-das-nach-dem-tod-von-jamal-khashoggi-noch-zu-verantworten-4239434.html

Mein Kommentar: der Jemenkrieg spielt für die deutschen Überlegungen offensichtlich keine Rolle mehr.

Und

(A K P)

Die Linke: Die Nibelungentreue gegen Saudi-Arabien muss ein Ende haben

“Die Nibelungentreue der Bundesregierung gegenüber dem saudi-arabischen Regime muss ein Ende haben. Eine sofortige Aussetzung aller Waffenexporte an Saudi-Arabien, das in Jemen einen brutalen Krieg führt, bis zur Aufklärung des Falls Khashoggi wäre ein überfalliges Signal aus Berlin, dass Deutschland die Politik des saudischen Königshauses missbilligt”, fordert Dietmar Bartsch.

https://www.theeuropean.de/dietmar-bartsch/14892-inakzeptable-doppelstandards-in-der-aussenpolitik

(* B P)

Zweierlei Maß bei Kashoggi – Maulkorb für Scholz

Es hat lange gedauert, bis sich die EU zum Mord am saudischen Journalisten Kashoggi äußerte – beim EU-Gipfel letzte Woche kam er nicht einmal zur Sprache. Nun fordern die Außenminister aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien “größere Bemühungen” um die Wahrheit. Wie bitte? Geht es noch diplomatischer? – Im Fall Skripal waren sie nicht so zaghaft.

Als es um die Vergiftung – nicht: Ermordung – des ehemaligen russischen Doppelagenten ging, da haben die “großen Drei” der EU keine Ermittlungen abgewartet. Sie gaben UK ohne Prüfung recht – und wiesen dutzende russische Diplomaten aus.

Dafür wurden alle normalen politischen Sicherungen ausgeschaltet. Man hat sich nicht einmal um Mehrheiten im Ministerrat bemüht. Es war ein Präzendenzfall im neuen Kalten Krieg gegen Russland.

Diesmal hingegen, beim saudischen Mord im Nato-Land Türkei, hat es Wochen gedauert, bis die EU überhaupt reagiert. Doch selbst jetzt, da sich das staatlich angeordnete Verbrechen nicht mehr leugnen lässt, droht sie nicht mit Konsequenzen.

“Wir unterstreichen daher, dass größere Bemühungen darum, die Wahrheit in umfassender, transparenter und glaubwürdiger Weise ans Licht zu bringen erforderlich sind und erwartet werden”, heißt es in dem Brief der drei Außenminister.

Davon hänge die Glaubwürdigkeit Saudi-Arabiens ab – “und inwieweit wir darauf vertrauen können, dass ein so schändlicher Vorfall sich nie wieder ereignen wird und kann.” Will man Riad etwa eine zweite Chance geben?

Das ist nicht nur zweierlei Maß – es ist auch eine Anmaßung des deutschen Außenministers Maas, der sich erst vor kurzem bei den Saudis für “Missverständnisse” entschuldigt hatte – denn sein Amtsvorgänger Gabriel hatte Tacheles geredet.

https://lostineu.eu/zweierlei-mass-bei-kashoggi-maulkorb-fuer-scholz/

(* A P)

EU ringt um Reaktion auf Khashoggis Tod

Kanzlerin Merkel stellt sich gegen Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien, solange die Tötung des Journalisten Khashoggi nicht aufgeklärt ist. EU-Kommissar Oettinger warnt hingegen vor übereilten Reaktionen.

Gerade hat die Bundesregierung zusammen mit Frankreich und Großbritannien Aufklärung im Fall Khashoggi verlangt und über einen Rüstungsexport-Stopp nach Riad nachgedacht, da warnt EU-Kommissar Günther Oettinger vor übereilten Reaktionen. Entscheidungen über "einzelne Rüstungsexporte" könnten zwar zurückgestellt werden, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Eine grundsätzliche Entscheidung sollte man aber erst treffen, wenn eine umfassende Aufklärung geschehen ist - oder wenn man Vertuschung bei den Saudis vermuten muss." Saudi-Arabien habe zwar eine "Tötung" Khashoggis zugegeben, aber noch sei nicht klar, "ob es ein gemeiner Mord war", sagte der CDU-Politiker.

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen rief zur Besonnenheit auf: "Wenn wir immer gleich die Wirtschaft als Waffe der Politik nutzen, sind wir auch nicht besser als die Trumps, Putins und Erdogans dieser Welt", sagte Verbandspräsident Holger Bingmann der "Bild". Er könne sich jedoch bis zur vollständigen Aufklärung des Falls "kein business as usual" vorstellen.

https://www.tagesschau.de/ausland/khashoggi-185.html

Mein Kommentar: Ein Vergleich mit den Reaktionen im Fall Skripal zeigt das Ausmaß an Heuchelei. Da wurde rein auf Verdacht sofort sanktioniert. Und die Skripals leben noch.

(A P)

Paris zum Khashoggi-Mordfall: Viele Fragen bleiben noch unbeantwortet

Frankreichs Außenminister hat vollständige Untersuchungen über den Mord des saudischen regimekritischen Journalisten, Dschamal Khashoggi, gefordert.

Nachdem Saudi-Arabien den Tod Khashoggis zugegeben hat, teilte Jean-Yves Le Drian mit, es gebe noch viele offene Fragen zum Mord an einem saudischen Journalisten, berichtete der Nachrichtensender "Russia al-Youm" gestern.

http://parstoday.com/de/news/world-i44144-paris_zum_khashoggi_mordfall_viele_fragen_bleiben_noch_unbeantwortet

(* A E P)

Nach Fall Khashoggi: US-Firmen meiden "Wüsten-Davos"

Der saudische Kronprinz Salman hat zu einer Investorenkonferenz der Superlative geladen. Doch nach dem Tod des Journalisten Khashoggi hagelt es Absagen - vor allem aus den USA.

Im vergangenen Jahr kamen 3800 Teilnehmer aus 90 Ländern zur Investorenkonferenz nach Riad. Auch in diesem Jahr hatte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman wichtige Unternehmenschefs und Finanzpolitiker aus aller Welt in die saudische Hauptstadt geladen. Sein Lockruf: Milliarden-Investitionen, mit denen Saudi-Arabien seine Wirtschaft diversifizieren will.

Doch aus den USA hagelte es diesmal Absagen - schon bevor Saudi-Arabien den gewaltsamen Tod des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi einräumte. Aus Protest distanzierten sich bereits früh die Medienpartner CNN, "New York Times", Bloomberg und "Financial Times". Vor wenigen Tagen sagte auch Fox Business ab.

Nicht zuletzt aufgrund des Drucks der US-Medien folgten zahlreiche Absagen von Unternehmenschefs.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/wuesten-davos-us-absagen-101.html

und

(* A E P)

Nach Mord an Khashoggi: Etliche Redner boykottieren "Wüsten-Davos"

Nach dem Mord an dem Journalisten Khashoggi sagen immer mehr Referenten ihre Teilnahme an der Konferenz "The Future Investment Initiative" in Saudi-Arabien ab. Darunter sind viele Unternehmen, Minister und Medien.

Immer mehr Politiker und Unternehmer sagen nach der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi ihre Teilnahme an einer Wirtschaftskonferenz in Saudi-Arabien ab. An der Konferenz "The Future Investment Initiative" (FII), die am Dienstag in Riad beginnt, nehmen nur noch rund 120 Referenten und Moderatoren teil, wie die Veranstalter mitteilten. Am vergangenen Montag hatten noch mehr als 150 Redner auf der Liste gestanden.

Als Reaktion auf die Khashoggi-Affäre hatte es in den vergangenen Tagen bereits Dutzende Absagen gegeben: Neben US-Finanzminister Steven Mnuchin und der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sagten unter anderem der US-Autobauer Ford, die US-Bank JP Morgan und der Fahrdienstvermittler Uber ihre Teilnahme an der "Wüsten-Davos" genannten Konferenz ab.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Etliche-Redner-boykottieren-Wuesten-Davos-article20681125.html

(* A P)

AKP positioniert sich im Fall Khashoggi

Mit öffentlichen Schuldzuweisungen zum Tod Jamal Khashoggis in der Türkei war Ankara bislang zurückhaltend. Jetzt preschen führende AKP-Politiker vor

Die Vizechefin der regierenden AKP, Leyla Sahin Usta, bezeichnete die Erklärung Riads, wie es zum Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Konsulat seines Heinmatlandes in Istanbul gekommen sein soll, als "nicht überzeugend". AKP-Sprecher Ömer Celik sagte, von Vorverurteilungen wolle er absehen, "aber wir lassen es nicht zu, dass hier irgend etwas vertuscht wird". Die Türkei werde herausfinden, was vorgefallen sei und alles enthüllen, daran solle niemand zweifeln, sagte Celk nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Das sei auch der Wille von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. "Wir führen auch eine unabhängige Untersuchung durch", betonte der Parteisprecher.

https://www.dw.com/de/akp-positioniert-sich-im-fall-khashoggi/a-45971122

(* B P)

Der Khashoggi-Mord und der verlogene Westen

Ein bekannter regierungskritischer russischer Journalist im britischen Exil, nennen wir ihn Igor, betritt die Botschaft seines Landes in London, um sich Papiere für seine geplante Hochzeit zu besorgen. Doch er kommt nicht mehr aus dem Gebäude, nie mehr. Die ganze Welt wundert sich, empört sich, die britische Regierung gibt schließlich bekannt, ihr lägen Beweise vor, dass Igor in der russischen Botschaft gefoltert, ermordet und zerstückelt worden sei.

Überall in den westlichen Ländern werden russische Botschafter zur Rede gestellt, die NATO ruft eine Sonderkonferenz ein, die Westmächte inklusive Deutschland drohen Russland mit einschneidenden Sanktionen, der Papst appelliert, Amnesty International hyperventiliert. In immer größerer Not lässt Putin schließlich erklären, in der Botschaft sei es zu einem Streit mit Igor gekommen, der mit dem Tod des Journalisten geendet habe. Der Vorfall sei bedauerlich, aber selbstverständlich habe Putin mit all dem nichts zu tun.

Die höhnisch-aggressiven Reaktionen von Berlin über Paris bis Washington lassen sich leicht vorstellen. Was aber sind die Reaktionen auf den nun faktisch eingestandenen Mord an dem regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi im Konsulat von Saudi-Arabien in Istanbul?

Nach dem Mordgeständnis der Saudis sind selbstverständlich wortreiche Distanzierungen und medienwirksame Verurteilungen solch brutal-grausiger Praktiken zu erwarten. Doch die Abhängigkeiten von saudischem Öl, Investitionen und Beteiligungen ist für den Westen viel zu groß, um zu jenen Maßnahmen zu greifen, die Russland gewiss wären, wenn es in gleicher oder ähnlicher Weise gegen Putin-Feinde vorginge. Und gilt nach einer sicherlich sündhaft teuren, aber durchaus erfolgreichen PR-Kampagne im Westen der mehr als nur mutmaßliche Auftraggeber des Mordes, nämlich Kronprinz Mohammed bin Salman, nicht als großer Reformer des Königreichs? Es hat schließlich auch bisher keine Rolle gespielt, dass dieser „Reformator“ für ungeheure Kriegsverbrechen im armen Jemen verantwortlich ist.

Wenn sich die ersten Empörungswogen geglättet haben, wird der Westen, insbesondere der verlässliche Waffenlieferant Deutschland, wieder schnell seinen Frieden finden mit dem Kronprinzen und seiner superreichen Verwandtschaft – von W. Hübner

(* B P)

Die dunkle Seite des Thronfolgers

Die Tötung des Regimekritikers Jamal Khashoggi bringt nicht nur den saudischen Kronprinzen in Bedrängnis, sondern die gesamte Regionalmacht. Eine Analyse

Der Mord an Jamal Khashoggi wird zum Fiasko für den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Das Verbrechen sollte einen lästigen Kritiker aus dem Weg räumen – erschüttert nun aber die gesamte Politik Saudi-Arabiens.

Der barbarische Mord an dem Regimekritiker Khashoggi schockt die Welt – allein dieses Entsetzen ist eine politische Last für Saudi-Arabien. Selbst wenn die erste Abscheu der internationalen Gemeinschaft abgeklungen sein wird, dürfte der Mord im Konsulat dauerhafte Folgen für Riad haben.

Neben dem Imageschaden für das Land ist da zunächst die Selbstzerstörung der politischen Glaubwürdigkeit einer bisher sehr selbstbewussten Regionalmacht.

Mit der offiziellen Erklärung aus Riad über den angeblichen Tod Khashoggis bei einem „Handgemenge" ist dieses Problem für die saudische Führung keineswegs aus der Welt. So ist nach wie vor unbekannt, was mit Khashoggis Leiche geschehen ist – niemand erwartet, dass die saudische Regierung jetzt die Wahrheit sagen wird.

Auch der Versuch der Regierung, Thronfolger Mohammed aus der Schusslinie zu bringen, wird scheitern: Die Bestrafung enger Berater des Kronprinzen ist ein Bauernopfer, das im Westen niemanden überzeugen dürfte. Politisch ist der 33-jährige Kronprinz, der oft nur MBS genannt wird, nun einmal der Verantwortliche.

Die Konsequenzen reichen weit über Ansehensfragen hinaus. Ein Blick auf die Kernpunkte im Reformprogramm des Kronprinzen zeigt, wie groß der wirtschaftliche Schaden sein dürfte. Der angestrebte Umbau Saudi-Arabiens zu einem modernen Staat, der sich von der Ölindustrie löst und führend im Hightechbereich wird, erfordert Milliardeninvestitionen und die Hilfe von westlichen Technologiekonzernen.

Auf politischer Ebene droht MBS ebenfalls Ärger.

In der Konkurrenz mit der Türkei um die ideologische Führungsrolle bei den sunnitischen Muslimen hat Riad ebenfalls eine schwere Niederlage erlitten.

https://www.tagesspiegel.de/politik/der-fall-khashoggi-die-dunkle-seite-des-thronfolgers/23211698.html

(* A B P)

Khashoggi: Korrekturen, Lügen und eine Leiche, die verschwunden ist

Allein dieses Eingeständnis hat schon angesichts dessen, dass das Königreich zuvor noch erklärt hatte, Khashoggi habe das Konsulat lebend verlassen, einige Wucht, weil hier eine Lüge oder zumindest eine willentliche Irreführung herumgeistert, da die jüngste Version des Geschehens notwendigerweise darauf schließen lässt, dass die Führung über den Hergang Bescheid wissen musste.

Der Umgang mit Khashoggi ist keine kleine Geschichte, die man allein Subalternen überlassen hat.

Der Fall Khashoggi hat sich zu einem Politikum ersten Ranges hochgeschaukelt, mit dem viele bedeutende Interessen verbunden sind (und zuletzt auch die Macht im Haus Saud). So drängt sich zwingend auf, dass die Version des Todes, die Saudi-Arabien nun verbreitet, nach Maßstäben konstruiert ist, die nach Innen Macht demonstriert und nach Außen eine bestimmte Sphäre der Öffentlichkeit beruhigen sollen. Gemeint ist diejenige, die das Beiwort "offiziell" hat.

Die Wahrheit muss gewissen Interessen den Vortritt lassen. An erster Stelle ist dabei US-Präsident Trump zu nennen, der dem saudischen Könighaus auch freundlich zunickte: "Gute erste Schritte", "good first steps", soll Trump signalisiert haben.

Wieso werden "Dissidenten" (richtiger wäre es, von einem Gegenspieler des Kronprinzen und dessen Familienzweigs zu reden) mit einem 15-Mann-Aufgebot davon überzeugt, dass sie ins Land zurückkehren sollen?

Konsequenzen

Wer wird das glauben und wie sehen die Konsequenzen aus, wenn diese Position eingenommen wird? Weiteren Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien steht nichts im Weg? Das Königreich bleibt ein verlässlicher Partner für Nato-Länder im Nahen Osten und auch große Unternehmen wie z.B. Siemens in Deutschland ändern nichts

Wer wird das nicht glauben und die Traute haben, das öffentlich einzugestehen - wie sehen dann die Konsequenzen aus? Welche Regierung im Nato-Verbund hat den Mut, auf Abstand zu Saudi-Arabien zu gehen?

Wird der Jemen-Krieg, die anderen unsichtbaren viele Tausende Leichen im Keller des Königreiches, nun mit anderen Augen gesehen?

Selbst angenommen, dass sich die Regierungen zum Beispiel in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien dazu entschließen, der saudi-arabischen Version nicht ans Eingemachte zu gehen, sie ohne größere Einwände "abzukaufen", um angesichts der politischen und wirtschaftlichen Verbindungen der Diplomatie den Vorrang zu geben - wie werden die Länder mit den anderen Stimmen in der Öffentlichkeit umgehen?

Wie werden sie mit Politikern der Opposition umgehen und den Debatten, die daraus entstehen.

Es gibt viele wichtigen Fragen, die einstweilen offenbleiben. Betrachtet man den Fall als Krimi, so ist es die Frage: Wo ist eigentlich die Leiche?

Auch Erdogan selbst äußerte sich im Sinne, dass der Fall nicht so leicht auf die Seite gelegt werden kann. Auch das ist eine wichtige Frage des Politikums Khashoggi: Welche Karten wird der türkische Präsident noch ausspielen?

https://www.heise.de/tp/features/Khashoggi-Korrekturen-Luegen-und-eine-Leiche-die-verschwunden-ist-4197686.html

aus den Kommentaren:

Von wegen Sanktionen. Nach westlichem Prozedere müsste Saudi Arabien jetzt in Grund und Boden bombardiert werden und dieser Salmon bin Dingens, oder wie er sich nennt, auf der Flucht erschossen, gepfählt und gevierteilt werden. So geschehen mit Libyen.

Oder ist da ein etwa Unterschied? Ach ja, Gaddafi wollte bloß vom Dollar weg und eine afrikanische Währung einführen. Und die Saudis massenmorden im Jemen und zerteilen politische Gegner, bzw. die die sie dafür halten, bei lebendigem Leib mit der Knochensäge.

Jetzt verstehe ich, die Saudis entsprechen mit ihrem Vorgehen ganz US-Tradition, also liegt Trump schon richtig.

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Khashoggi-Korrekturen-Luegen-und-eine-Leiche-die-verschwunden-ist/Westliche-Standards/posting-33288002/show/

Journalisten sind für die NATO-Warlords "militärische Ziele"

Die NATO verübt ganz offen Massaker an Journalisten und nicht heimlich wie deren islamistischer Terrorexporteur SA. Was die westlich-wahabitische Wertegemeinschaft unter Pressefreiheit versteht, kann man auch am NATO-Terroranschlag gegen RTS 1999 sehen, um Berichte über die NATO-Kriegsverbrechen zu zensieren.

NATO-Sprecher Shea erklärt RTS-Journalisten für vogelfrei und zum militärischen Angriffsziel:

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Khashoggi-Korrekturen-Luegen-und-eine-Leiche-die-verschwunden-ist/Journalisten-sind-fuer-die-NATO-Warlords-militaerische-Ziele/posting-33287588/show/

(* B P)

Knochensägen-Moderne

Was wie Freiheit schmeckt, sind nur sorgsam eingezäunte Luxusressorts und Freizeitparks. MBSgibt dem Volk Kino und Bikinis und stößt jeden in den Treibsand, der dem Thron zu nahe kommt. Jamal Khashoggi merkte das: „Der Kronprinz ist nur noch von Jasagern umgeben“, schrieb er. Es wurde ihm unheimlich, er wanderte nach Amerika aus.

Auch Niederlagen halten den blind wütenden Prinzen nicht auf. Denn er will nicht nur König werden, sondern Alleinherrscher. Bisher regierten die saudischen Herrscher stets in einer sorgsam austarierten Machtbalance aus Beratern und Familie. MBS will alles allein. Sein Megaprojekt ist die Vision 2030 für ein modernes Saudi-Arabien, das auch ohne Öl erfolgreich wirtschaftet. Ja, MBS hat Visionen. Allerdings keine von Demokratie und Freiheit, sondern nur von sich selbst – als Entwicklungsdiktator auf dem Thron.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ein-kommentar-zum-fall-khashoggi-knochensaegenmoderne-15848168.html

(* B P)

Trump und der Fall Khashoggi: Mörder und Heuchler

Die Khashoggi-Affäre offenbart, wie sehr die US-saudischen Beziehungen von Eigennutz getrieben sind. Menschenrechte interessieren kaum - keiner zeigt das so schamlos wie Donald Trump.

"Das war wirklich toll", preist Trump sich anschließend selbst vor den mitreisenden Reportern. "Noch Fragen?"

Natürlich - und fast alle drehen sich um den mutmaßlichen Mord an dem saudi-arabischen Regimekritiker Jamal Khashoggi in Istanbul - und um Trumps endloses Lavieren in dem Fall. Mr. President, machen Sie Kronprinz Mohammed bin Salman mit verantwortlich? Glauben Sie Riads Version der Todesumstände? Sind Sie damit zufrieden?

Trump laviert weiter, obwohl der Rest der Welt längst klar Stellung bezogen hat.

"Nein, ich bin nicht zufrieden", sagt er zwar - doch sagt er dann sofort, wie so oft, genau das Gegenteil: "Aber es war ein großer erster Schritt. Es war ein guter erster Schritt." Leichtgläubigkeit, Zynismus, Kalkül? Bei Trump ist alles möglich.

Am Abend, nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus, legt er nach, in einem Interview mit der "Washington Post", für die Khashoggi als Kolumnist gearbeitet hatte. "Natürlich gab es Täuschung und Lügen", sagt Trump über die saudischen Ausflüchte. Doch Kronprinz bin Salman sei "eine starke Person". Und: "Er liebt sein Land wirklich."

Macht durch Gewalt fasziniert ihn.

Doch hier geht es um viel mehr als Trumps Gewaltfantasien. Es geht um Amerikas weltweite Rolle als Wächter der Menschenrechte - eine Rolle, die es längst nur noch auf dem Papier gibt. Nur hat niemand das bisher so schamlos offenbart wie Trump.

Es gehört schon allerhand dazu, die "offizielle" saudische Erklärung zum Tod Khashoggis als "guten ersten Schritt" zu würdigen. Diese Erklärung - die wohl auch US-Geheimdiensterkenntnissen widerspricht - ist fast so dreist wie die Tat selbst.

Intern habe sich Trump zwar skeptisch gezeigt, dass Khashoggi ohne Wissen des Kronprinzen zu Tode gekommen sei, und sei auch von seinen Beratern gewarnt worden, dass Riad die Wahrheit vertuschen könnte, berichten US-Medien. Doch wolle er nicht "überreagieren", um die Beziehungen nicht ganz zu verderben.

Diese Beziehungen werden hier nun aber mehr denn je seziert - dank Trump. Plötzlich diskutiert man über Riads Rolle in Trumps Nahost- und Iran-Strategie. Über Amerikas Rolle bei der humanitären Schande des Kriegs im Jemen. Über Milliarden-Dollar-Waffengeschäfte.

Nichts daran überrascht. Die Allianz zwischen Riad und Washington war immer schon wertefrei - lange vor Trump und selbst als herauskam, dass die meisten der 9/11-Attentäter saudische Staatsbürger gewesen waren.

Menschenrechte interessierten dabei selten. Nur war die Heuchelei früher diskreter.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-donald-trump-beschuetzt-saudi-arabien-a-1234309.html

Mein Kommentar: Die USA haben nie die „weltweite Rolle als Wächter der Menschenrechte“ ausgefüllt, von Anfang an war das Propaganda. Es gibt wohl kaum ein Land, das weltweit mehr die Menschenrechte verletzt hat als die USA.

(* B P)

Die Allmacht des saudischen Kronprinzen ist das Problem

Das ist so glaubwürdig wie die vorherige Erklärung der saudischen Propaganda.

Die hatte kürzlich noch behauptet, es habe sich bei dem Agententeam nur um Touristen gehandelt - die mit zwei Privatjets der Regierung für einen Nachmittag nach Istanbul geflogen waren.

Es ist ein müder Versuch voller Unstimmigkeiten, um die Wahrheit zu vertuschen - nämlich, dass eine Killertruppe losgeschickt wurde, um einen unliebsamen Kritiker des Kronprinzen umzubringen. Und um ebenfalls zu vertuschen, dass Mohammed bin Salman dafür die politische Verantwortung zu tragen hat, egal, ob er selbst die gedungenen Mörder beauftragt hat oder nicht.

Die saudische Verschleierungstaktik ist auch deshalb möglich, weil Präsident Recep Tayyip Erdoğan bislang - aus taktischen Gründen - weder öffentlich Saudi-Arabien des Mordes bezichtigt noch die angeblichen Aufzeichnungen aus der saudischen Vertretung offengelegt hat. Druck, die Vorgänge in Istanbul aufzuklären, muss daher auch auf die Türkei gemacht werden, denn groß ist die Versuchung für Erdoğan, einen Deal mit Riad zu machen.

Der größte Skandal allerdings ist, dass König Salman zwar per Dekret zwei enge Berater seines Sohnes ihrer Ämter enthebt. Der Thronfolger selbst aber soll nun ein Komitee für eine Geheimdienstreform leiten

https://www.sueddeutsche.de/politik/fall-khashoggi-die-allmacht-des-saudischen-kronprinzen-ist-das-problem-1.4178418

Mein Kommentar: Salman muss weg und dann ist alles gut? Wohl kaum. Auch ohne Salman war Saudi Arabien eine Kopf-ab-Diktatur mit einer absoluten, gewaltbereiten und menschenverachtenden Ideologie, die es auch noch aktiv weltweitverbreitet hat.

(* A P)

Propaganda-Leute des Prinzen: Wer wurde nach Khashoggi-Mord entlassen?

Unter den namentlich bekannten Männern, die für den Tod Khashoggis verantwortlich gemacht werden, handelt es sich um Geheimdienstleute und um enge Vertraute von Kronprinz Mohammed bin Salman (33), die auch für seine Kommunikationsstrategie zuständig waren.

Ob die 18 Verdächtigten in Saudi-Arabien festgenommen wurden, war zunächst nicht klar, weil einer von ihnen noch am Samstag Morgen Nachrichten auf Twitter veröffentlichte.

Mr. Hashtag oder der Bannon Saudi-Arabiens

Saud ben Abdullah al-Kahtani - (auch Qahtani oder Kahtani), wurde vom König entlassen. Er war auch für die Medienstrategie des Kronprinzen zuständig, wegen seiner Scharfmacherei wird al-Kahtani in arabisch- und englischsprachigen Medien als der "saudische Steve Bannon" bezeichnet, sein Spitzname ist "Mr. Hashtag". Zu den Methoden al-Kahtanis gehörten laut Berichten in den vergangenen Monaten schwarze Listen mit Namen von Gegnern des Königshauses und im Internet verbreitete Fake-News.

General Ahmed al-Asiri - der Sprecher des Kriegs im Jemen

Laut Riad hauptverantwortlich für den Tod Khashoggis ist der Vizechef des Geheimdienstes General Ahmed al-Asiri, ein enger Mitarbeiter des Kronprinzen. Der General war zuvor das Gesicht des Kriegs der von Saudi-Arabien - zunächst unter Verteidigungsminister Mohammed bin Salman - angeführen Miltiärallianz gegen das Nachbarland Jemen.

Dass der General ohne Wissen des Kronprinzen die Ermordung beschlossen und durchgeführt haben soll, halten Experten für wenig wahrscheinlich. Laut türkischen Medien, die 15 Personen zum sogenannten "Killer-Kommando" zählen, war der Vize-Geheimdienstchef nicht persönlich in Istanbul.

Sind die 18 verhafteten Verdächtigen nur Sündenböcke?

Schon Tage vor der Bekanntgabe der 18 jetzt Verhafteten, die hinter der Ermordung des Journalisten stecken sollen, waren in Riad mehrere Namen kursiert - darunter der von General Ahmad Asiri. Er habe dem Kronprinzen vorgeschlagen, gegen Khashoggi vorzugehen.

Doch viele Experten vermuten, hochrangige Mitarbeiter wie General Asiri würden entlassen, um den Kronprinzen zu schützen.

In der New York Times zeigt sich ein Journalist, der Jamal Khashoggi gut kannte, geschockt von den jetzt verbreiteten "Lügen".

https://de.euronews.com/2018/10/20/killer-oder-sundenbocke-wer-sind-die-18-saudis-hinter-dem-mord-an-khashoggi

(* A P)

Todesfall Khashoggi: „Keine Grundlage für Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien"

Der internationale Druck auf Saudi-Arabien in der Kashoggi-Affäre steigt. Die EU, Deutschland und Frankreich zeigen sich wenig überzeugt von der hanebüchen klingenden Erklärung aus Riad.

Der Fall Khashoggi erschüttert das Verhältnis zwischen Saudi-Arabien und dem Westen. Führende Politiker äußerten sich wenig gewillt, der saudi-arabischen Version der Todesumstände des Regimekritikers Jamal Kashoggi zu glauben. Am Samstagabend forderte die EU eine umfassende Untersuchung der gewaltsamen Tötung des Journalisten.

"Daher besteht die Europäische Union genau wie ihre Partner auf der Notwendigkeit fortgesetzter umfassender, glaubwürdiger und transparenter Ermittlungen, die die Umstände der Tötung angemessen aufklären und alle dafür Verantwortlichen uneingeschränkt zur Rechenschaft ziehen", hieß es in der Erklärung weiter.

"Washington Post" hält saudische Darstellung für Vertuschungsaktion

Die "Washington Post" hält die Darstellung Saudi-Arabiens zum gewaltsamen Tod ihres Kolumnisten für eine Lüge und Vertuschungsaktion.

"Die Regierung von Saudi-Arabien hat in den fast drei Wochen, seit Jamal Khashoggi in ihrem Istanbuler Konsulat verschwunden ist, wiederholt und beschämend eine Lüge nach der anderen angeboten", erklärte der Herausgeber der Zeitung, Fred Ryan, am Samstag in einer Mitteilung. "Sie legen keine Beweise vor und erwarten jetzt, dass die Welt entgegen aller Erkenntnisse glaubt, dass Jamal in einem Kampf gestorben sei, der auf eine Diskussion folgte. Das ist keine Erklärung; das ist Vertuschung."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-eu-fordert-umfangreiche-aufklaerung-a-1234306.html

(* A P)

Angela Merkel und Heiko Maas verurteilen Khashoggis Tötung

Saudi-Arabien gibt an, Jamal Khashoggi sei bei einer Prügelei gestorben. Mehrere deutsche Politiker halten das für unglaubwürdig. Auch die EU fordert Aufklärung.

Die Bundesregierung und Vertreter der Opposition haben Zweifel an der saudi-arabischen Darstellung zum Tod des Journalisten Jamal Khashoggi geäußert und politische Ahndung gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) schrieben in einer gemeinsamen Erklärung, sie hätten den Tod Khashoggis "mit großer Betroffenheit" aufgenommen. Sie verurteilten die Tat "in aller Schärfe" und forderten "Transparenz im Hinblick auf die Todesumstände und die Hintergründe". Auch müssten Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden. Die vorliegenden Angaben zu den Abläufen im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul nannten Merkel und Maas "nicht ausreichend".

Die EU forderte eine umfassende Untersuchung der gewaltsamen Tötung Khashoggis. Die "ans Tageslicht kommenden Umstände betreffend den Tod von Jamal Khashoggi" seien "höchst beunruhigend", sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. "Daher besteht die Europäische Union genau wie ihre Partner auf der Notwendigkeit fortgesetzter umfassender, glaubwürdiger und transparenter Ermittlungen, die die Umstände der Tötung angemessen aufklären und alle dafür Verantwortlichen uneingeschränkt zur Rechenschaft ziehen".

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-10/jamal-khashoggi-saudischer-journalist-unglaubwuerdigkeit-darstellung-tod-aufklaerung

(* A P)

Saudi-Arabien steht nach Khashoggis Tod unter Druck

Der Fall hat nicht nur das politische Verhältnis zwischen dem Westen und Saudi-Arabien schwer belastet, sondern auch die wirtschaftlichen Beziehungen. Immer mehr Größen aus Wirtschaft und Politik sagten in den vergangenen Tagen ihre Teilnahme an einer anstehenden Investorenkonferenz in Riad ab, darunter US-Finanzminister Steven Mnuchin und IWF-Chefin Christine Lagarde. Auch die Chefs von Großbanken wie Credit Suisse oder JP Morgan reisen nicht nach Saudi-Arabien.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sagte ebenso ab wie Airbus-Rüstungschef Dirk Hoke. Der Medienkonzern Fox Business Network zog sich als Sponsor der Veranstaltung zurück. Am Sonntag erklärte auch die neuseeländische Regierung, keine Vertreter zu der Veranstaltung zu schicken.

Maas sagte in den ARD-"Tagesthemen", die Absagen seien ein richtiges Signal.

Röttgen: Testfall für die moralische Führungsrolle der USA

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen regte an, die Ausweisung saudischer Diplomaten aus Deutschland zu prüfen. Und falls in Riad nicht "ganz kurzfristig" entscheidende Konsequenzen gezogen werden, müsse es umgehend einen Stopp aller Waffenlieferungen geben, auch der bereits zugesagten, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der "Welt am Sonntag".

Die Bundesregierung sollte aus Röttgens Sicht überdies zusammen mit allen europäischen Regierungen den USA und dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump klarmachen, "dass es sich hier um einen absoluten Testfall der moralischen internationalen Führungsrolle der USA handelt"

Riads Verbündete loben Erklärung

Saudi-Arabiens Regionalverbündete boten dagegen uneingeschränkte Rückendeckung. Mehrere Staaten, darunter Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate veröffentlichten Mitteilungen, in denen sie den König lobten.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_84648114/saudi-arabien-geraet-nach-tod-von-khashoggi-stark-unter-druck.html

Mein Kommentar: So etwas wie eine „moralische Führungsrolle der USA“ hat es nie gegeben. Das was Herr Röttgen hier sagt ist Propaganda zur Begrenzung des Schadens an der pro-USA-Propaganda.

(A P)

Andrea Nahles will Rüstungsexporte an Saudi-Arabien überprüfen

Die SPD-Chefin fordert spürbare Konsequenzen für das autoritär regierte Königreich.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/jamal-khashoggi-spd-nahles-bundesregierung

(A P)

Keul will Ende der strategischen Partnerschaft mit Saudi-Arabien

Die abrüstungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katja Keul, fordert wegen der Tötung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens drastische Konsequenzen von der Bundesregierung. Der Mord sei "ein besonders drastischer Beleg von vielen dafür, dass Saudi-Arabien kein strategischer Partner für Frieden und Stabilität im Nahen Osten sein kann", sagte Keul dem "Handelsblatt".

Die einzige Form der Stabilität in dem wahhabitischen Königreich sei eine "Friedhofsruhe". Menschenrechtsverletzungen seien dort "keine Ausrutscher, sondern systemimmanent". Daran ändere auch die Entlassung eines Geheimdienstchefs nichts.

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-10/45059082-keul-will-ende-der-strategischen-partnerschaft-mit-saudi-arabien-003.htm

Mein Kommentar: Für die „Grünen“ nicht mal eine Erwähnung wert: Jemen.

(B P)

Dieses Saudi-Arabien ist kein Partner für die Schweiz

Der Westen legt dem Regime seit Jahren den roten Teppich aus. Das Land ist nicht nur ein unverzichtbarer Öllieferant, sondern insbesondere für die USA ein strategischer Partner in der Auseinandersetzung mit dem Iran. Doch auch die Europäer haben sich mit den Gewaltherrschern am Golf bestens arrangiert.

Angesichts der Ereignisse stellt sich die Frage, wie gerechtfertigt diese opportunistische und letztlich moralfreie Aussenpolitik ist.

Dennoch sind wir an einem Wendepunkt angelangt.

https://www.aargauerzeitung.ch/kommentare-aaz/dieses-saudi-arabien-ist-kein-partner-fuer-die-schweiz-133606405

Mein Kommentar: immer wieder überraschend: Alle tun jetzt empört, als hätten sie jetzt erst erfahren, was für ein Schurkenstaat Saudi Arabien ist. Spätestens seit dem Beginn des saudischen Luftkriegs im Jemen ist das aber allgemein bekannt.

(* B P)

Auf die Idee mit dem Faustkampf muss man erstmal kommen. „Volksverarsche“ nennt man das. Natürlich war klar, dass die USA und Saudi-Arabien die Rolle des saudischen Kronprinzen „MBS“ bei der Ermordung Khashoggis vertuschen würden. Und notfalls auch einige Komplizen (vorläufig) verhaften würden. Als „Bauernopfer“. Um das 450 Milliarden Dollar Geschäft zu retten, das Trump in Riad vereinbart hatte. Trump nennt es das vielleicht größte Geschäft der Weltgeschichte. 110 Milliarden allein für Waffenkäufe! Das lassen sich amerikanische Waffenfirmen und deren Lobbyisten nicht entgehen.
Manche werden jetzt fordern, den Kronprinzen vor den „Internationalen Strafgerichtshof“ zu stellen. Ihn zu ächten und zu bestrafen wie Saddam Hussein, Gaddafi, Milosevic, Assad usw. Doch MBS wird nie vor ein Gericht gestellt werden. Weil der Westen nie gegen Freunde vorgeht. Nur Feinde werden vor Gericht gestellt.

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/photos/a.10150173554135838/10155927487005838https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/photos/a.10150173554135838/10155927487005838

Liebe Freunde, der Mordfall Khashoggi zeigt das wahre Gesicht der US-Politik. Befreundete Diktatoren dürfen morden, soviel sie wollen. Vor allem, wenn sie soviel Geld abliefern wie die Saudis. Trump wird daher nicht aufklären, sondern vertuschen und verharmlosen. Damit er weiter Waffen an Saudi-Arabien verkaufen kann. Er ist nicht sauer, dass gemordet wurde. Sondern dass so dumm gemordet wurde. Liebe US-Regierung: „Erzählt uns nie mehr, es gehe Euch um Wahrheit und Menschenrechte! Euch geht‘s um Geld. Nur um Geld“.
Die USA werden daher ihre Waffenlieferungen an Saudi-Arabien selbstverständlich nicht stoppen. Schon gar nicht wegen eines Mordes. US-Waffen sind schließlich auch zum Morden da. Im Jemen, in Syrien, in Gaza. Morde befreundeter Despoten waren schon immer ok. Sie dürfen nur das Image der USA als „Hüter der Menschenrechte“ nicht all zu sehr ankratzen. Und auch Deutschland wird weiter Waffen liefern. Notfalls über deutsche Tochterfirmen in Südafrika. Was für ein Schurkenstück! – von Jürgen Todenhöfer

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/photos/a.10150173554135838/10155923190025838

(* A P)

DER FALL KHASHOGGI: Schlimmer als jeder Horrorfilm

[Überblick]

https://www.bild.de/politik/ausland/news-inland/der-fall-khashoggi-schlimmer-als-jeder-horrorfilm-57946018.bild.html

(* A P)

Todes-„Faustkampf“ mit 18 Gegnern?

Saudi-Arabien räumt endlich ein: Der regierungskritische Journalist Jamal Khashoggi wurde in Istanbul getötet. 18 Verdächtige seien in Gewahrsam.

[Überblick über die neuere Entwicklung]

http://www.taz.de/!5544561/

(B P)

Der Mann, den Saudi-Arabien fürchtete

Der saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi ist tot. Er war eine bekannte Stimme aus der arabischen Welt.

[kurzer Nachruf]

https://www.blick.ch/news/ausland/jamal-khashoggi-59-ist-tot-der-mann-den-saudi-arabien-fuerchtete-id9001423.html

(* B P)

Ermordet in der Botschaft: Wer war Jamal Khashoggi?

Khashoggi war keineswegs ein radikaler Gegner des Königshauses, die Bezeichnung Dissident lehnte der Journalist selber ab. Vielmehr galt er als gemäßigter Kritiker, der die von Kronprinz bin Salman eingeleiteten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformen durchaus begrüßte, aber den Mangel an Partizipation und Pressefreiheit kritisierte.

Zu Beginn seiner Karriere war der am 13. Oktober 1958 in Medina geborene Journalist islamistischen Ideen zugeneigt und interviewte wiederholt den späteren Al-Kaida-Führer Osama bin Laden in Afghanistan und im Sudan. Später wandte er sich liberaleren Ideen zu und kritisierte die strikte Lesart des Islam durch die Salafisten, was ihn in Konflikt mit dem religiösen Establishment brachte.

Kashoggis Verhältnis zum Königshaus war ambivalent. Zeitweilig diente er als Berater des mächtigen Prinzen Turki al-Faisal, der lange Botschafter in Washington war und die Geheimdienste leitete. In seiner langen Karriere arbeitete er für zahlreiche Medien; zwei Mal übernahm er die Leitung der Zeitung „Al-Watan“, zwei Mal musste er wegen seiner kritischen Berichterstattung gehen.

https://www.epochtimes.de/politik/welt/ermordet-in-der-botschaft-wer-war-jamal-khashoggi-a2679239.html

(* B P)

Khashoggi wähnte sich in relativer Sicherheit

Dass das Leben saudischer Kritiker im Ausland bedroht ist, wenn sie eine diplomatische Einrichtung betreten, ist neu Frage: Wie ist es möglich, dass ein intimer Kenner der saudischen Verhältnisse wie Jamal Khashoggi überhaupt in das Konsulat und damit in die Falle ging? Musste er nicht mit Schwierigkeiten rechnen? Antwort: Er hat wohl höchstens damit gerechnet, dass ihn einer der Konsulatsangestellten auffordert, nach Saudi-Arabien zurückzukehren. Das passiert saudischen Dissidenten ständig. Aber Khashoggi wurde ja nicht wirklich verfolgt, er war weiter gut in Saudi-Arabien, auch in der Familie Saud, vernetzt, sein Konflikt betraf nur den Kronprinzen und seine Umgebung. Frage: Was warf er dem Kronprinzen vor? Antwort: Interessant ist, dass MbS, wie Mohammed bin Salman genannt wird, eigentlich einen Reformweg eingeschlagen hat, den Khashoggi in seinen Schriften propagierte.

Frage: Es sind Meldungen aufgetaucht, dass Khashoggi ein Muslimbruder war und Terroristen nahestand, was ist da dran? Antwort: Es ist eine Kampagne, die auf Khashoggis Vergangenheit basiert. In seiner Jugend sympathisierte er mit den Muslimbrüdern, die damals als Opposition gegen die undemokratischen Verhältnisse in der arabischen Welt auftraten. Und er interviewte in den 1980er-Jahren den in Afghanistan gegen die Sowjets kämpfenden Osama bin Laden. Abgesehen davon, dass das lange vor 9/11 war: Bin Laden wurde damals von Saudi-Arabien und indirekt von den USA unterstützt.

Frage: Wie stehen die arabischen Regierungen zum Fall Khashoggi? Antwort: Es ist ganz typisch, dass jene sich als Erstes hinter Saudi-Arabien gestellt haben, die stark gegen die Muslimbrüder sind.

https://derstandard.at/2000089809647/Jamal-Khashoggi-waehnte-sich-in-relativer-Sicherheit

(* B P)

Strippenzieher im Fall Khashoggi: Beim Kronprinzen laufen die Fäden zusammen

Kronprinz Mohammed bin Salman, der faktisch die Geschicke des Landes lenkt, inszeniert sich gern als liberaler Reformer.

Doch die Rolle des modernen Staatenlenkers ist nur eine Seite des Kronprinzen. Er gilt als impulsiv, dünnhäutig, schwer berechenbar – und machtbesessen. Er trägt als oberster Befehlshaber die Verantwortung für die Eskalation im Jemen, die das Land in eine beispiellose humanitäre Krise gestürzt hat. Eine militärische Lösung des Konflikts ist das, was er anstrebt. Es geht ihm offenkundig darum, sich als Feldherr zu inszenieren, den Einfluss des schiitischen Irans zu schmälern und seine Macht auszubauen.

Wer die Herrscher kritisiert, lebt gefährlich. Harte Strafen drohen, faire Prozesse sind nicht zu erwarten.

Die ehrgeizigen Zukunftspläne geraten ins Stocken

Auch der erwünschte Aufschwung bleibt aus. Tatsächlich steigt die Zahl der Arbeitslosen, besonders unter den jungen Menschen. Die anfängliche Euphorie, die dem Kronprinzen entgegen schlug, ebbt ab.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_84655044/fall-khashoggi-beim-kronprinzen-bin-salman-laufen-die-faeden-zusammen.html

(A P)

Khashoggis Verlobte schreibt rührende Abschiedsbotschaft

Mit einer Botschaft auf der Nachrichtenplattform Twitter hat Hatice Cengiz sich von ihrem verstorbenen Verlobten Jamal Khashoggi verabschiedet

"Deine körperliche Anwesenheit haben sie meiner Welt entrissen", schreibt Cengiz nun auf Twitter, "aber dein wunderbares Lachen wird für immer in meiner Seele bleiben." Dazu postete sie ein Video, das einen Ausschnitt eines Fernseh-Interviews mit Khashoggi ein: Während der Journalist spricht, springt ihm eine Katze auf den Schoß – und Khashoggi bricht in herzhaftes Lachen aus.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_84655168/fall-jamal-khashoggi-verlobte-nimmt-emotionalen-abschied-mit-tweet.html

und das ist ihr Twitter Account, auf dem sie auch verschiedene private Fotos von Khashoggi veröffentlicht hat: https://twitter.com/mercan_resifi

Mein Kommentar: Erinnern Sie sich, die saudixche Propaganda hatte erst behauptet, sie sei eine „Fake-Verlobte“.

(B P)

Film: Khashoggis Stories - Vermächtnis von Khashoggi

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-462475.html

(B P)

Was der Mord an Khashoggi lehrtDer Mord an Khashoggi zwingt Unternehmen, sich politisch zu positionieren. Das geht manchmal sehr schief.

www.faz.net/aktuell/fall-khashoggi-zwingt-unternehmen-sich-politisch-zu-positionieren-15851733.html

cp02 The Khashoggi criminal case: Reports in English

(* A P)

Turkey's Erdogan says there's strong evidence to show that the Khashoggi killing was planned

Turkish President Recep Tayyip Erdogan said Tuesday there was evidence to show that Saudi journalist Jamal Khashoggi was the victim of a "vicious, violent murder," rejecting claims that he died in an accident.

"Whitewashing such barbarity will of course injure and wound the conscience of all humanity," he said in translated comments to lawmakers in Ankara.

Detailing the events that both led up to and followed Khashoggi's disappearance, Erdogan said there were "strong signs" that "the incident was not a momentary issue or a momentary result of something that happened on site, but rather the result of a planned operation."

He said additional information was being assessed by Turkey's security and intelligence services, but added that this points "to the fact that the incident was pre-planned, premeditated." The Turkish president revealed no formal evidence during his speech.

Addressing a number of different points, and working through the last few weeks chronologically, he said that prior to the killing a number of individuals had visited the city of Yalova and the Belgrad Forest, where searches for Khashoggi's body have since been conducted. He said that CCTV had also been removed from the consulate prior to Khashoggi's visit.

https://www.cnbc.com/2018/10/23/turkey-khashoggi-statement-by-erdogan.html

(* A P)

Khashoggi murder 'planned days in advance" - Turkey's Erdogan

The killing of journalist Jamal Khashoggi was planned days in advance, the Turkish president says, addressing MPs from his ruling party.

He said Turkey had strong evidence Khashoggi was killed in a premeditated and "savage" murder at the Saudi consulate in Istanbul on 2 October.

He also called for the suspects to be tried in Istanbul.

He also demanded Saudi Arabia provide answers about where Khashoggi's body was and who ordered the operation.

https://www.bbc.com/news/world-europe-45949742

(** A B P)

How the man behind Khashoggi murder ran the killing via Skype

He ran social media for Saudi Arabia’s crown prince. He masterminded the arrest of hundreds of his country’s elite. He detained a Lebanese prime minister. And, according to two intelligence sources, he ran journalist Jamal Khashoggi’s brutal killing at the Saudi consulate in Istanbul by giving orders over Skype.

Saud al-Qahtani, a top aide for Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman, is one of the fall guys as Riyadh tries to stem international outrage at Khashoggi’s death. On Saturday, Saudi state media said King Salman had sacked Qahtani and four other officials over the killing carried out by a 15-man hit team.

But Qahtani’s influence in the crown prince’s entourage has been so vast over the past three years - his own rise tracking that of his boss - that it will be hard for Saudi officials to paint Qahtani as the mastermind of the murder without also raising questions about the involvement of Prince Mohammed, according to several sources with links to the royal court.

“This episode won’t topple MbS, but it has hit his image which will take a long time to be repaired if it ever does. The king is protecting him,” one of the sources with ties to the royal court said.

Qahtani himself once said he would never do anything without his boss’ approval.

“Do you think I make decisions without guidance? I am an employee and a faithful executor of the orders of my lord the king and my lord the faithful crown prince,” Qahtani tweeted last summer.

SKYPE CALL

To stem the fallout of the Khashoggi killing, the crown prince, commonly known by his initials MbS, allowed Qahtani to take the fall, according to one source close to the Saudi royal court.

A second senior Saudi official said Qahtani had been detained following his sacking by royal decree, but he continued to tweet afterwards. The sources with links to the royal court said he was not believed to be under arrest.

In the Khashoggi killing, Qahtani was present as he has been in other key moments of MbS’s administration. This time, though, his presence was virtual.

According to one high-ranking Arab source with access to intelligence and links to members of Saudi Arabia’s royal court, Qahtani was beamed into a room of the Saudi consulate via Skype.

He began to hurl insults at Khashoggi over the phone. According to the Arab and Turkish sources, Khashoggi answered Qahtani’s insults with his own. But he was no match for the squad, which included top security and intelligence operatives, some with direct links to the royal court.

A Turkish intelligence source relayed that at one point Qahtani told his men to dispose of Khashoggi. “Bring me the head of the dog”, the Turkish intelligence source says Qahtani instructed.

It is not clear if Qahtani watched the entire proceedings, which the high-ranking Arab source described as a “bungled and botched operation”.

The Arab source and the Turkish intelligence source said the audio of the Skype call is now in the possession of Turkish President Tayyip Erdogan. The sources say he is refusing to release it to the Americans.

QAHTANI’S RISE

Qahtani, 40, has earned a reputation at home as both a violent enforcer of princely whims and as a strident nationalist. In blogs and on social media, some liberal Saudi journalists and activists dubbed him the Saudi Steve Bannon for his aggressive manipulation of the news media and behind-the-scenes strategizing.

The high-ranking Arab official and Saudi sources with ties to the royal court said Qahtani was MbS’s “bad cop” late last year when 200 people, including Saudi princes, ministers and business tycoons, were detained and put under house arrest at the Ritz Carlton in an anti-corruption sweep. Qahtani oversaw some of the interrogations, the Arab official said.

A KIDNAPPING

The extent of Qahtani’s power is perhaps best illustrated by the kidnapping of Lebanese Prime Minister Saad al-Hariri last year, several of the Saudi and Arab diplomatic sources said.

AN OFFER TO RETURN HOME

At least three friends of Khashoggi told Reuters that in the months after the journalist moved to Washington a year ago he received multiple phone calls from MbS’s right-hand man urging him to return to Saudi Arabia. Khashoggi had balked, they said, fearing reprisals for his Washington Post columns and outspoken views.

Qahtani had tried to reassure the former newspaper editor that he was still well respected and had offered the journalist a job as a consultant at the royal court, the friends said.

Most of the 15 hit-man team identified by Turkish and Saudi authorities worked for the kingdom’s security and intelligence services, military, government ministries, royal court security and air force. One of them, General Maher Mutreb, a senior intelligence officer, who is part of the security team of Prince Mohammed, appeared in photographs with him on official visits earlier this year to the United States and Europe.

The high-ranking Arab official and the Turkish intelligence source said it was Mutreb’s phone that was used to dial in Qahtani while Khashoggi was being interrogated.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-adviser-insight/how-the-man-behind-khashoggi-murder-ran-the-killing-via-skype-idUSKCN1MW2HA

My comment: There also had been reported that crown prince Salman himself phoned to Khashoggi after he came to the consulate. Who really phoned to him? Salman? Qahtani? Both?

(B P)

To be fair, the international community has given him a pass for much worse crimes. So the confusion is somewhat understandable. Starving millions in Yemen Bombing school busses Detaining feminist activists Murdering one journalist in a consulate in Turkey

https://twitter.com/Elizrael/status/1053987566519836672

Not only a pass. US and UK are complicit in all the above crimes by selling arms and helping training Saudi military. I’m still happy, however, that Al Capone was caught for tax evasion, not for the murders he ordered. Use whatever helps reining the evil of the House of Saud.

https://twitter.com/roboso/status/1053997093629636610

(* A P)

Film: BREAKING — Turkish TV @tvahaber broadcasts images showing Saudi Consulate staff in Istanbul are burning documents one day after #Khashoggi murder

TV anchor, “This is an archaic way to destroy documents. They don’t even use a document shredder. Likely that they would like to completely destroy every evidence related to #Khashoggi

It is also possible that the Saudi Consulate was captured by a camera mounted nearby tall building. There are many skyscrapers in the area

https://twitter.com/ragipsoylu/status/1054413660767117313

Comment: This video of #Saudi counsulate on Istanbul burning documents points to the role #Saudi FM @AdelAljubeir played in the murder of #JamalKhashoggi . He alone can authorize such access to diplomatic post

https://twitter.com/AliAlAhmed_en/status/1054466774924713990

(** A P)

Police find abandoned Saudi consulate car in Istanbul parking lot

Vehicle, bearing diplomatic number plates belonging to the Saudi consulate, found in Istanbul's Sultangazi district as part of probe into killing of Saudi journalist Jamal Khashoggi. CCTV footage from the lot shows involvement of a second vehicle.

Turkish police on Monday found a diplomatic vehicle which belongs to the Saudi Consulate in a parking lot as part of the probe into the killing of Saudi journalist Jamal Khashoggi, according to security sources.

Amid Turkey's efforts to investigate the Khashoggi case, Istanbul police found the diplomatic car in the city's Sultangazi district.

Police asked for the permission of the chief public prosecutor's office and the consulate general of Saudi Arabia to search the vehicle.

The vehicle was registered in the name of the Saudi consulate in Istanbul and was bought in 2011, according to documents obtained by TRT World.

Meanwhile, TRT World also obtained exclusive CCTV footage of a suspect leaving the vehicle in the parking lot.

TRT World obtained another exclusive footage from the parking lot, where the abandoned Saudi consulate Mercedes car was found, that shows a man approach the vehicle in a BMW car.

The footage the shows the trunk of both the cars open and the man transfer a package from the already-parked Mercedes into the BMW before driving away on October 18.

The second vehicle also bore diplomatic number plates (photos, film)

https://www.trtworld.com/turkey/police-find-abandoned-saudi-consulate-car-in-istanbul-parking-lot-21052

film here: https://www.youtube.com/watch?v=o2lD4oZ62Hg = https://twitter.com/trtworld/status/1054374210217209857

first record:

https://twitter.com/TRTWorldNow/status/1054342727351988224

Comment: Anyone reporting on or closely following the horrific war in #Yemen is not in the least surprised by the outright lies, arrogance & incompetence of the #Saudis we are seeing here

https://twitter.com/Sophiemcneill/status/1054363284529270785

(** A P)

Surveillance footage shows Saudi 'body double' in Khashoggi's clothes after he was killed, Turkish source says

A member of the 15-man team suspected in the death of Jamal Khashoggi dressed up in his clothes and was captured on surveillance cameras around Istanbul on the day the journalist was killed, a senior Turkish official has told CNN.

CNN has obtained exclusive law enforcement surveillance footage, part of the Turkish government's investigation, that appears to show the man leaving the Saudi consulate by the back door, wearing Khashoggi's clothes, a fake beard, and glasses.

The same man was seen in Khashoggi's clothing, according to the Turkish case, at the city's world-famous Blue Mosque just hours after the journalist was last seen alive entering the consulate on October 2.

The man in the video, identified by the official as Mustafa al-Madani, was allegedly part of what investigators have said was a hit squad, sent to kill the journalist during a scheduled appointment to get papers for his upcoming wedding.

In the apparent cover-up that followed Khashoggi's death, Madani, 57, who is of similar height, age and build to Khashoggi, 59, was used as a decoy for the journalist, according to the Turkish official.

A senior Turkish official told CNN that the video showed that Madani was brought to Istanbul to act as a body double.

"You don't need a body double for a rendition or an interrogation," the official said. "Our assessment has not changed since October 6. This was a premeditated murder and the body was moved out of the consulate."

Madani, a decade older than the other members of the 15-man team, exited the consulate building by the back door along with an alleged accomplice. Madani was wearing what the video appears to show to be Khashoggi's dark blazer, gray shirt opened at the collar and trousers.

Four hours earlier Madani had entered the consulate by the front door, alongside an alleged accomplice. Saudi's forensic medicine chief Salah al-Tubaiqi, another key suspect who was identified using facial recognition analysis together with CNN's timeline of events that day, was also present. The video appears to show Madani without a beard, wearing a blue and white checked shirt and dark blue trousers. When he exited the consulate dressed as Khashoggi, the video then appears to show him wearing the same dark pair of sneakers with white soles that he first arrived in prior to the journalist's death.

"Khashoggi's clothes were probably still warm when Madani put them on," the senior Turkish official told CNN (photos, film, timeline)

https://edition.cnn.com/2018/10/22/middleeast/saudi-operative-jamal-khashoggi-clothes/index.html

https://edition.cnn.com/videos/world/2018/10/22/saudi-operative-jamal-khashoggi-clothes-pkg.cnn

https://twitter.com/ZeinakhodrAljaz/status/1054317169088098304

https://twitter.com/BNONews/status/1054326123981606912

https://twitter.com/HussamSanabani/status/1054420604634480640 (film)

and

(** A P)

Jamal Khashoggi Body Double Created False Trail in Turkey, Surveillance Images Suggest

The team of Saudi agents that killed the Saudi dissident Jamal Khashoggi in Istanbul brought a body double who resembled Mr. Khashoggi and wore his clothes as part of a cover-up, Turkish and Saudi officials said Monday.

Turkey leaked security camera video footage on Monday showing the look-alike strolling the streets of Istanbul shortly after Mr. Khashoggi had been killed inside the Saudi Consulate.

The impostor was easily recognizable in part because he wore different-colored shoes than Mr. Khashoggi was when he entered the consulate. A Saudi official as well as another Saudi briefed on the kingdom’s investigation into the killing confirmed the ruse.

The inclusion of a body double in the squad is the latest indication that the death of Mr. Khashoggi, a Virginia resident and Washington Post columnist last seen on Oct. 2, occurred during a premeditated plot by the Saudis to abduct or kill him and hide what they did.

https://www.nytimes.com/2018/10/22/world/middleeast/jamal-khashoggi-turkey-saudi-arabia.html

(** A P)

Video of #Saudi monarchy agents moving #JamalKashoggi body parts in large bags outside the consulate October 2. You can see AndulAziz Almutreb (film; photos)

https://twitter.com/AliAlAhmed_en/status/1054204118540185600

Correction: that’s Maher AlMutreb, not Abdulaziz. Just horrified by this and angry.

Remark: And this Mutreb is from prince Salman’s close entourage, as has been revealed.

(** A P)

Saudi crown prince 'phoned Khashoggi at the consulate right before he was killed'

Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman reportedly spoke on the phone with journalist Jamal Khashoggi moments before he was murdered in the kingdom's consulate in Istanbul.

Turkish pro-government daily Yeni Safak revealed new alleged details of the case in a report on Sunday, contradicting claims by Saudi authorities that Prince Mohammed played no part in Khashoggi's murder.

"Khashoggi was detained by the Saudi team inside the consulate building. Then Prince Mohammed contacted Khashoggi by phone and tried to convince him to return to Riyadh," the report said.

"Khashoggi refused Prince Mohammed's offer out of fear he would be arrested and killed if he returned. The assassination team then killed Khashoggi after the conversation ended," it added.
While it is difficult to verify the source of this information, Turkish pro-government media have been receiving a steady stream of leaks many of which turned out to be accurate, including pictures of the hit team as they entered Turkey and reports of audio recordings of the murder said to be in the possession of Turkish authorities.

https://www.alaraby.co.uk/english/news/2018/10/21/saudi-crown-prince-phoned-khashoggi-just-before-murder-report

and

(* A B P)

Saudi Crown Prince Spoke To Khashoggi By Phone Moments Before He Was Killed: Report

In the latest bombshell report involving the Khashoggi murder, Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman reportedly spoke on the phone with journalist Jamal Khashoggi moments before he was murdered in the Saudi consulate in Istanbul.

The shifting Saudi narrative of the killing has been met with scepticism and condemnation from the international community, and has left the U.S. and other allies struggling for a response on Sunday.

Saudi Arabia’s al-Jubeir told Fox News on Sunday that the journalist’s death was an “aberration.”

More importantly, he said that Prince Mohammed had no knowledge of the events, although if the Turkish report is confirmed, it will be yet another major flaw with the official narrative.

Several senior members of US President Donald Trump's Republican Party said they believed Prince Mohammed was linked to the killing, and one called for a "collective" Western response if a link is proved.

Meanwhile, as Western firms and high-ranked officials scramble to avoid any Saudi involvement, Russia is more than happy to step in and fill the power vacuum void left by the US. As a result, Russian businesses are flocking to attend the investment forum in Saudi Arabia, as Western counterparts pull out.

Meanwhile, all eyes are fixed squarely on the Crown Prince whose position of power is looking increasingly perilous.

The obvious question is what happens and how the Saudi royal family will respond if it is pushed too far, and whether the worst case scenario, a sharp cut in oil exports, could be on the table if MBS feels like he has little to lose from escalating the situation beyond a point of no return.

https://www.zerohedge.com/news/2018-10-21/saudi-crown-prince-spoke-khashoggi-phone-moments-he-was-killed-report

(* A P)

New photos of Khashoggi and Khadija reveal what happened on his arrival in Istanbul

New photographs recently published by the late Saudi journalist Jamal Khashoggi were documented on his arrival in Istanbul and what he did afterwards.

According to pictures published by the Turkish newspaper Haberler on Monday, Khashoggi arrived on September 28 at Ataturk International Airport.

After that, he went with his fiancée Khadija Genghis to Fatih Municipality at 9:20 am to complete their marriage.

At 9:23 pm, the couple sat in front of the municipal employee, who, after receiving the necessary information, left at 9:28 in the direction of the Saudi consulate to obtain papers related to the marriage, without taking an appointment.

At 9:32 am, the Saudi journalist and his fiancé boarded a taxi and went to the Saudi consulate in Istanbul. Upon arrival, he left his cell phone in Khadija and entered the consulate building, according to Haberler.

After about an hour and a half Khashoggi came out smiling and told Khadija that a consular officer told him that everything was fine and that he was preparing his papers and that he had to return on October 2 to take it.

Jamal took advantage of the opportunity and traveled to London to participate in a press conference and returned on October 2 to Istanbul. One of the pictures shows his arrival on Tuesday 2 October at 4:07 am to Ataturk Airport in Istanbul, while Maher Al-Mutabar and some of the 15 members of the Saudi team arrived at 4:29 on the same day.

According to the Turkish newspaper, while the Saudi journalist and his fiancée were eating breakfast, the singer and his group entered the consulate building. At 1:00 PM, Jamal called the consulate and told him that his documents were ready. He took a taxi and went with Khadija (waiting outside the consulate) Then forever after entering the consulate building

https://www.facebook.com/rtarabic.ru/posts/2258808160840152

(* A P)

Turkey's Erdogan says to speak on Khashoggi case on Tuesday

Turkish President Tayyip Erdogan said he would make all the necessary statements about the killing of the Saudi journalist Jamal Khashoggi at a meeting with members of his ruling AK Party in parliament on Tuesday.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-turkey-erdogan/turkeys-erdogan-says-to-speak-on-khashoggi-case-on-tuesday-idUSKCN1MV0N8

and

(* A P)

Erdogan: We’ll Announce All Details of Khashoggi’s Case on Tuesday

Turkish President, Recep Tayyip Erdogan, said in a statement on Sunday that his country will announce Tuesday all the details of Khashoggi's killing. "Why did 15 people come here? Why were 18 others arrested? All the details of these matters should be disclosed, and I will talk about them very differently Tuesday during my speech to the parliamentary bloc, and I will go into details then", Erdogan said.

https://english.almasirah.net/details.php?es_id=3364&cat_id=3

and

(** A B P)

Turkey’s President Vows to Detail Khashoggi Death ‘in Full Nakedness’

Turkish officials have been leaking lurid details for weeks about the assassination and reported dismemberment of the Saudi dissident Jamal Khashoggi in the kingdom’s consulate in Istanbul. But President Recep Tayyip Erdogan, keen to maintain good relations with Saudi Arabia, has until now mostly held his tongue.

On Sunday, Mr. Erdogan broke his silence, promising that within 48 hours he would remove the lid completely from what his spokesmen are now calling a Saudi cover-up.

“We will reveal it,” he said in a televised speech. “It will be revealed in full nakedness.”

With international outrage at Mr. Khashoggi’s killing increasingly focused on the potential culpability of Saudi Arabia’s de facto ruler, Crown Prince Mohammed bin Salman, Mr. Erdogan appears to sense an opportunity.

The Turkish president may now risk antagonizing a country that is among the richest and most influential in the region. But he may have concluded that risk is worth the chance to strike a blow in a broader regional conflict.

Crown Prince Mohammed is the linchpin of a coalition of Middle Eastern states hostile to Mr. Erdogan and his Islamist allies. Mr. Erdogan has cast himself as a champion of the Arab Spring revolts and the election-minded Islamists who hoped to ride them to power.

By hinting that he might reveal details of Mr. Khashoggi’s killing that could implicate the crown prince, Mr. Erdogan is sending tremors of anxiety through much of the far-flung coalition that has lined up with Saudi Arabia to crush the Islamists. The coalition ranges from the United Arab Emirates and Bahrain in the Persian Gulf to the strongmen in Egypt and eastern Libya.

The backlash over the Khashoggi killing “is the biggest event in the region since the Arab Spring,” said Michael Stephens, a researcher at the Royal United Services Institute, a London think tank.

Steven Cook, who studies Turkey and Saudi Arabia at the Council on Foreign Relations: Mr. Erdogan, he argued, might have looked ridiculous to his own domestic political base if he had gone along with it, especially after the many leaks to pro-government newspapers about the killing.

Now Mr. Erdogan, whose government is ranked among the biggest jailers of journalists, can enjoy a novel turn as a defender of the free press, by calling for justice for Mr. Khashoggi.

“What a happy gift that M.B.S. gave Erdogan!” Mr. Cook said, using the common shorthand for the crown prince.

Some noted that, for all his bluster, Mr. Erdogan was still giving a 48-hour warning to the Saudis and holding back from providing details about Mr. Khashoggi’s death. The delay, some argued, might be intended to allow for some kind of accommodation with the Saudis.

“He may be giving the Saudis another 48 hours to come up with a better deal of some kind,” said Mr. Stephens, of the London think tank.

But any arrangement to limit further Saudi embarrassment, he said, will surely come at a higher price now that the royal court has so mismanaged its previous statements.

In part because of the kingdom’s importance as a regional power and a trading partner, Mr. Erdogan has long treated Saudi Arabia very differently from the United Arab Emirates, its closest Arab ally.

[and more on Erdogan’s relationship to Saudis, Emirates] – by David D. Kirkpatrick

https://www.nytimes.com/2018/10/21/world/middleeast/erdogan-khashoggi-turkey-saudi-arabia.html

(* A P)

Erdogan’s Party Vows Dire Consequences If Facts of Khashoggi’s Killing Are Obscured

A senior member of Turkey's ruling Justice and Development Party (AKP) said on Sunday that his country would not allow any facts to be blocked after the death of journalist Jamal Khashoggi at the Saudi consulate in Istanbul, warning that the consequences could be severe. "If the incident took place as it was said around the world, there is no way for Saudi officials to cover up that by saying that a team from Saudi Arabia came and killed him two or three," Numan Quartulmush, the party's vice president, told CNR Turk, who are they".

"The commission of a crime in a consulate that can not be carried out without the knowledge of senior officials in that State, If that crime has already been carried out as it has been said, If the evidence actually indicates that result, the situation will be horrific and must have very serious legal consequences."

https://english.almasirah.net/details.php?es_id=3362&cat_id=3

(** A B P)

How the Saudi narrative of Khashoggi's killing changed

A summary of Saudi's response to news of journalist Jamal Khashoggi, who was killed at the kingdom's Istanbul consulate.

Below is a summary of how Saudi Arabia's narrative surrounding the circumstances of Khashoggi's death changed over the weeks as international pressure mounted.

https://www.aljazeera.com/news/2018/10/saudi-narrative-khashoggi-killing-changed-20-days-181020082300134.html

Remark: Saudi lies in a nutshell.

(* A P)

Saudis do not know how Khashoggi was killed: foreign minister

Saudi Arabian officials do not know details of how dissident journalist Jamal Khashoggi was killed in their consulate in Istanbul or where his body is, Saudi Foreign Minister Adel al-Jubeir said on Sunday.

He told Fox News in an interview that Khashoggi was approached by “Saudi security team” when he entered the consulate and their account of what happened after that differed from that of Turkish officials, which prompted the Saudis to investigate.

“He was killed in the consulate. We don’t know in terms of details how. We don’t know where the body is,” Jubeir said. “We are determined to uncover every stone. ... We are determined to punish those who are responsible for this murder.”

Jubeir was the first senior Saudi official to speak on the record since the Saudis admitted on Saturday that Khashoggi was dead.

The Saudis have laid out different versions of the circumstances that led to the death of Khashoggi.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-jubeir/saudis-do-not-know-how-khashoggi-was-killed-foreign-minister-idUSKCN1MV0PO

and also https://www.trtworld.com/turkey/saudi-arabia-admits-khashoggi-s-killing-was-murder-21035

here the interview on Fox: https://twitter.com/FoxNews/status/1054036024538681345 and https://www.mirror.co.uk/news/world-news/breaking-jamal-khashoggi-saudi-minister-13454453

My comment: This is version 4 of Saudi fairy tales. Remarkable: For the first time, any Saudi official is speaking of “murder”.

and

(* A P)

Saudi Arabia calls Khashoggi killing 'grave mistake,' says prince not aware

Saudi Arabia on Sunday called the killing of journalist Jamal Khashoggi at its Istanbul consulate a “huge and grave mistake,” but sought to shield its powerful crown prince from the widening crisis, saying Mohammed bin Salman had not been aware.

The comments from Foreign Minister Adel al-Jubeir were some of the most direct yet from Riyadh, which has given multiple and conflicting accounts about Khashoggi’s killing on Oct. 2, first denying his death and later admitting it amid an international outcry.

“This was an operation that was a rogue operation. This was an operation where individuals ended up exceeding the authorities and responsibilities they had,” Jubeir said on the U.S. broadcaster Fox.

“They made the mistake when they killed Jamal Khashoggi in the consulate and they tried to cover up for it,” he said.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi/saudi-arabia-calls-khashoggi-killing-grave-mistake-says-prince-not-aware-idUSKCN1MV0HI

My comment: Exactly as in the case of Yemen air raids, when evidence is absolutely clear: Labeling “mistake” what is “crime”.

(* A P)

Saudi Crown Prince phones murdered journalist's eldest son to express his condolences after an 'unacceptable rogue operation' led to his death, but DENIES any involvement as Trump says 'there has been deception and lies'

Saudi King Salman and his son Crown Prince Mohammed bin Salman have called Jamal Khashoggi's eldest son to express their condolences over the journalist's death.

The rulers phoned Saleh Khashoggi more than two weeks after his father went missing having entered the Saudi consulate in Istanbul to get papers so he could marry his Turkish fiancee.

Saudia Arabia's royal court put out an official image, featuring both King Salman and Prince Mohammed's pictures, to announce the phone call to Saleh.

'The leadership extends condolences to the family of Jamal Khashoggi,' the headline of the image read.

'Custodian of the Two Holy Mosques King Salman bin Abdulaziz Al Saud extends condolences to the family and relatives of Jamal Khashoggi.'

'Crown Prince Mohammed bin Salman bin Abdulaziz, Vice President of the Council of Ministers and Minister of Defense, has made a phone call with Saleh Khashoggi, in which he offers condolences to him and his family on the death of Jamal Khashoggi.'

The image comes as it was revealed that Prince Mohammed was reportedly shocked by the backlash against Khashoggi's murder and Saudi Arabia's response to it.

His royal court was 'relaxed' when news of Khashoggi's disappearance first broke, a source close to Saudi Arabia's royal family told the Wall Street Journal.

'Then it snowballed. When things started heated up in the States, everybody started getting worried,' the source added.

And no one was reportedly more surprised than the Crown Prince, who couldn't see why the story was 'such a big deal'.

'He was really shocked that there was such a big reaction to it,' added another source close to the royal court.

'He feels betrayed by the West. He said he will never forget how people turned against him before evidence was produced.'

https://www.dailymail.co.uk/news/article-6301235/Saudi-Crown-Prince-reportedly-shocked-Jamal-Khashoggi-backlash.html

(* A P)

UK, France and Germany demand 'facts' from Saudi Arabia over killing of Jamal Khashoggi

[survey, latest events]

https://www.telegraph.co.uk/news/2018/10/21/donald-trump-accuses-saudi-arabia-deception-killing-jamal-khashoggi/

(* A B P)

Film: Role of propaganda in death of Jamal Khashoggi | The Weekly with Wendy Mesley

Saudi Arabia’s propaganda machine was behind the ever-changing stories about the disappearance and killing of dissident journalist Jamal Khashoggi. The kingdom’s propaganda master, who has been compared to Steve Bannon and was closely tied to Crown Prince Mohammed bin Salman, was fired as more details about Khashoggi’s death became public. We talk to former Canadian ambassador Dennis Horak and tech expert Jesse Hirsh about how Saudi officials tried to control the story, and the man behind the propaganda campaign, Saud al-Qahtani.

https://www.youtube.com/watch?v=fO2-0-ECXCY

(A P)

Film: The Khashoggi Killing: James Dorsey joins the discussion

https://www.youtube.com/watch?time_continue=28&v=eveD5qDWEKE

(** A B P)

Khashoggi killing: All eyes on Turkey as calls for answers mount

Analysts say Riyadh's 'brawl' account of critic's killing puts onus on Turkey to disclose any proof it may have.

Sultan Barakat, director of the Center for Conflict and Humanitarian Studies at the Doha Institute, said while Saudi Arabia has managed to "find scapegoats" for now, it would be difficult for King Salman to stand by his son if Turkey were to reveal the purported evidence.

Barakat said Turkey's possible reluctance to do so could be because it "cannot own up to where the evidence is coming from" as "the Turkish government may have tapped the Saudi consulate or infiltrated the Saudi consulate for some time - and that will complicate Turkey's relations with Saudi Arabia".

Audio and video tapes

A key factor in whether Turkey will publicise the alleged audio and video recordings will be the US response in the coming days, said Matthew Bryza, a former US diplomat and long-standing Turkey observer. If Trump "becomes part of the effort to whitewash" the killing, "they will leak this information", he said.

Osman Sert, research director at Ankara Institute and former aide to ex-Turkish Prime Minister Ahmet Davutoglu, said he expected Turkey to continue its investigation until it uncovers "who was behind the order" for the killing.

"That's because Turkey wants to show foreigners that Istanbul and Turkey will stay a safe and secure place for visitors, whatever their political views are," he said. "If powerful elites are allowed to remain free by blaming others, how can they convince the world Turkey is safe?"

He also noted high-ranking Turkish officials have pledged to prevent a "cover-up".

Hours after the Saudi admission, Omer Celik, spokesperson for the ruling Justice and Development Party (AK Party), said Turkey was not "accusing anyone in advance but we don't accept anything to remain covered (up)". Meanwhile, Numan Kurtulmus, AK Party's deputy head, promised Turkey "would not abstain from sharing with the world" evidence of Khashoggi's death and will never "allow a cover-up" of what he called an "ugly, frightening, inhumane case".

Sert said Celik and Kurtulmus' statements should be taken "seriously" and reflect Turkey's commitment to establish the truth of what happened to Khashoggi.

There were geopolitical factors at play, too, Sert said.

Observers said the strategy Turkey deployed over Khashoggi's killing - controlled leaks to the media - gives it political leverage over Saudi Arabia - Ankara and Riyadh are at odds on a number of regional issues, including a Saudi-led boycott of Qatar and relations with Iran.

The case has also presented an opportunity for Ankara to repair its relations with Washington, which had soured over several disputes, including US support for Kurdish fighters in Syria and Turkey's plans to buy a Russian missile defence system.

It is precisely the political manoeuvring that has others worried.

Mohamed Cherkaoui, professor of conflict analysis and resolution at George Mason University, said neither Turkey nor Saudi Arabia could be trusted to be fully transparent on the Khashoggi case.

"My concern is there is a heavy-handed diplomatic political force that has suppressed the transparency of the legal investigation by the Turks, and the same thing will be done by Saudi Arabia."

Calling for a UN probe into Khashoggi's killing, Cherkaoui said: "The longer it takes, the more politicised it will become ... and you need someone who doesn't have any political investment in the process."

https://www.aljazeera.com/news/2018/10/khashoggi-killing-eyes-turkey-calls-answers-remain-181020214139734.html

(** A B P)

Jamal Khashoggi: what we know so far

Saudi Arabia admitted the Riyadh critic died at its consulate in Istanbul, saying it was the result of a brawl. Earlier, Riyadh had denied any knowledge of Khashoggi's fate, saying he left the building alive, a claim Turkey refuted from the outset.

[timeline back to Oct. 2, all events, by TRT]

https://www.trtworld.com/turkey/jamal-khashoggi-what-we-know-so-far-20806

(** A B P)

Saudi Explanation of Jamal Khashoggi’s Killing Fails to Squelch Skepticism

Saudi Arabia’s explanation on Saturday only added to the international uproar over the killing of the dissident Jamal Khashoggi in Istanbul.

Doubters questioned why it took 18 days after Mr. Khashoggi disappeared in the Saudi Consulate in Istanbul for the royal court to admit knowledge of his fate — after insisting for two weeks that he had left the consulate freely after a brief visit. Nor did the Saudis explain why Mr. Khashoggi, a 60-year-old writer, sought to resist in a fight against multiple Saudi security agents.

Although the Saudis say that the mission in Turkey was carried out without the specific authorization or awareness of Crown Prince Mohammed bin Salman, 33, the emerging account failed to explain the apparent connections of at least four suspects to the prince’s security detail. The Saudis also offered no explanation for why a doctor specializing in autopsies was sent on the mission, rather than one who treats live patients or manages forensic evidence.

But the most decisive blow to the credibility of the Saudi account could come from Turkey.

If the Turks do possess such evidence, disclosing it to the public or sharing it with Western intelligence services could do incalculable damage to the crown prince.

The Saudis have said that the mission initially sought only to persuade Mr. Khashoggi to return to the kingdom. But Turkish officials, speaking on condition of anonymity, have called the participation of Dr. Salah al-Tubaigy, the autopsy specialist, evidence that the mission’s intent was always deadly.

Citing audio recordings from inside the consulate, a Turkish official familiar with the investigation has said that Dr. Tubaigy dismembered the body with a bone saw — a standard instrument used in autopsies — that he had brought for that purpose.

The Saudi official familiar with the investigation denied that the doctor had brought a bone saw, and he insisted that he was dispatched only to help erase evidence if necessary, not to help dispose of Mr. Khashoggi.

The doctor “was added to the team as a forensic expert,” the Saudi official said. “In case the team’s presence was revealed and the operation was compromised,” the official said, Dr. Tubaigy was expected to remove incriminating details like fingerprints.

The Saudi official, however, offered no explanation for why the doctor was a specialist in autopsies rather than, say, in fingerprints or other evidence.

The Saudis appear to be making a risky bet that they can persuade world leaders to accept their new narrative.

The credibility of the new account could determine the continued willingness of Western leaders and business executives to work closely with Prince Mohammed

The director of the Turkish Arab Media Association, who is close to Mr. Erdogan and had been a friend of Mr. Khashoggi’s, described the Saudi account as “far from reality” and urged the crown prince’s removal from power.

“This is not over. It’s just starting,” said the director, Turan Kislakci. “We want Jamal’s murderers to be punished,” he added, including “the authority that gave the orders.”

“Give Jamal back to us,” Mr. Kislakci said, referring to the remains of Mr. Khashoggi. “Give him back so we can raise his funeral.”

And very broad information on background and events up to now – By David D. Kirkpatrick and Ben Hubbard

https://www.nytimes.com/2018/10/20/world/middleeast/jamal-khashoggi-killing-saudi-arabia.html

My comment: These new version by this Saudi official really sounds not very helpful for Saudi Arabia either.

Comment: Why was an autopsy expert present at the consulate upon Khashoggi's arrival? “The Saudis also offered no explanation for why a doctor specializing in autopsies was sent on the mission, rather than one who treats live patients or manages forensic evidence”

I'm not sure if this is a very helpful "denial"

https://twitter.com/shadihamid/status/1054110101504700419

(** A P)

Amid scepticism, Saudi official provides another version of Khashoggi death

As Saudi Arabia faced intensifying international scepticism over its story about the death of journalist Jamal Khashoggi, a senior government official laid out a new version of the death inside the Saudi consulate in Istanbul that in key respects contradicts previous explanations.

The latest account, provided by a Saudi official who requested anonymity, includes details on how the team of 15 Saudi nationals sent to confront Khashoggi on Oct. 2 had threatened him with being drugged and kidnapped and then killed him in a chokehold when he resisted. A member of the team then dressed in Khashoggi’s clothes to make it appear as if he had left the consulate.

After denying any involvement in the disappearance of Khashoggi, 59, for two weeks, Saudi Arabia on Saturday morning said he had died in a fistfight at the consulate. An hour later, another Saudi official attributed the death to a chokehold, which the senior official reiterated.

Asked about allegations that Khashoggi had been tortured and beheaded, he said preliminary results of the investigation did not suggest that.

The Saudi official presented what he said were Saudi internal intelligence documents which appeared to show the initiative to bring back dissidents as well as the specific one involving Khashoggi. He also showed testimony from those involved in what he described as the 15-man team’s cover-up, and the initial results of an internal probe. He did not provide proof to substantiate the findings of the investigation and the other evidence.

This narrative is the latest Saudi account that has changed multiple times.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-official/amid-scepticism-saudi-official-provides-another-version-of-khashoggi-death-idUSKCN1MV04V

(* A B P)

The explanation in Jamal Khashoggi's death raised questions. Here's what we don't know

The admission Friday by Saudi Arabia that Washington Post columnist Jamal Khashoggi was killed in its consulate seemed to leave more questions than answers.

Where is Khashoggi's body?

Who was arrested?

What role did the royal family have?

This has been one of the biggest questions since Khashoggi's disappearance.

Khashoggi was an outspoken critic of the Saudi regime and lived in the U.S. in a self-imposed exile. The Post reported that the regime had worked to try and lure Khashoggi back this summer.

Multiple news reports have described U.S. intelligence suggesting that Saudi officials planned to get Khashoggi back into the country.

Saud al-Qahtani, one of those fired after Khashoggi's killing and the prince's closest adviser, wrote on Twitter last year: "Do you think I can act by myself without taking orders/guidance?" he wrote. "I am an employee and a trustworthy executive to the orders of the king and the crown prince."

Will Saudi Arabia be punished?

It's up to Trump and Congress.

https://eu.usatoday.com/story/news/world/2018/10/20/jamal-khashoggi-heres-what-we-still-dont-know-columnists-death/1711288002/

(* A B P)

For Jamal Khashoggi, There Is No Robert Mueller

or those of us who knew Jamal Khashoggi, Saudi Arabia’s announcement—tweeted in the wee hours of Saturday morning, Riyadh time—is infuriating. It confirmed Khashoggi’s death—a “painful outcome,” it said—and blithely reversed the kingdom’s repeated and insistent lies that he had safely walked out of the consulate in Istanbul shortly after he entered it, on October 2nd. Sixteen days later, the Saudis said that they need another month to investigate his death, which would conveniently time the release of their findings to the aftermath of a pivotal midterm election in the United States. Incredibly, the Saudi Foreign Ministry, which is in charge of the consulate in Turkey, offered no explanation of where Khashoggi’s body might be, even though its employees were among the last to see the dissident Washington Postcolumnist alive.

The most suspect development, though, is that the crown prince, Mohammed bin Salman—the autocratic, thirty-three-year-old royal most widely implicated, directly or indirectly, in Khashoggi’s disappearance—will play a role in the review. The three branches of government involved in the problem—the Foreign Ministry, the Interior Ministry and the Saudi security services—are all under his control anyway.

There is no Robert Mueller in the kingdom. The judiciary is an arm of one of the world’s most repressive governments; the crown prince is the de facto ruler, because of his father’s age and ailments. Saudi courts, the prosecution, and state security are, the State Department’s human-rights report from 2017 noted, “required to coordinate their decisions with executive authorities, with the king and crown prince as arbiters.” The report also stated that Saudi Arabia doesn’t adhere to a formal written penal code listing criminal offenses or the penalties for them. The legal system is a rigid interpretation of Islamic Sharia. In many ways, an investigation involving the crown prince—who is popularly known as M.B.S., after his initials—is like asking Tony Soprano to help figure out who was behind a mob hit. “It is absurd to entrust the investigation of Khashoggi’s murder to those most likely to have ordered it,” Summer Lopez, the senior director of pen America’s Free Expression Programs, which has championed the case, said in a statement – by Robin Wright

https://www.newyorker.com/news/daily-comment/for-jamal-khashoggi-there-is-no-robert-mueller

My comment: Keep in mind, that in the case of investigating war crimes in Yemen, Western government fully agreed that “Tony Soprano [was] to help figure out who was behind a mob hit”.

(* A B P)

Saudi Arabia's Khashoggi story is preposterous, but MBS will get a pass

Trump applauded MBS for his moment of epiphany on Saturday, after his state news agency admitted that 18 days after Khashoggi went missing, that he was in fact dead, just as Turkish officials have believed all along.

MBS told Bloomberg TV on the October 3, the day after Khashoggi went in to the consulate to obtain paperwork that would have allowed him to marry, "My understanding is he entered and he got out after a few minutes or one hour. I'm not sure. We are investigating this through the foreign ministry to see exactly what happened at that time."

His statement didn't pass the sniff test then, and the flimsy confection of the latest explanation doesn't pass it now.

It's not just that, in the state-run Saudi Press Agency's preposterous telling, a mild-mannered 59-year-old somehow got himself into a fatal fistfight with multiple Saudi officials. Or that MBS will be in charge of investigating his own intelligence agency that is stuffed full of his hand-picked ultra-loyalists. Or indeed that some of those loyalists are sidelined with no explanation. The whole accounting, released in the dead of night in Riyadh, lacks even the remotest hint of sincerity.

Part of the statement expresses "deep regret" about "the painful developments." Which raises the question: Why bury this announcement at 1 a.m. local time Saturday, not within the usual working hours for the Saudi Attorney General. And why with so much deep regret and sadness is the most important and painful issue for Khashoggi's family and friends not addressed, the whereabouts of his body or even a reason why this alleged fistfight broke out.

Whichever way you tap it, this cover story rings hollow.

Another part of the statement would have us all believe Saudi Arabia was keen to help Turkish investigators, almost from the get go.

Whichever way you tap it, this cover story rings hollow.

That doesn't even begin to correlate with facts on the ground. Turkish investigators weren't allowed in to the consulate until October 15, almost two weeks after Khashoggi went missing. When they got in, they discovered the Saudis had painted over some of what they needed to examine, Turkish President Recip Tayip Erdogan said. That is not cooperation by any stretch of the imagination, but this is what the Saudis would have the world believe.

Nothing in the new Saudi narrative explains why the 15 Saudi men whom Turkey believes was a hit squad came to Istanbul the day Khashoggi disappeared, spent the day in the consulate and the nearby Consul General's house before leaving again the same day.

Neither is there anything to plug one of the biggest holes in the mystery: MBS' role in all of it.

All power in Saudi Arabia passes through his hands.

https://edition.cnn.com/2018/10/20/opinions/saudi-arabia-khashoggi-statement-robertson-intl/index.html

(* A P)

The Saudi explanation for Jamal Khashoggi’s death is a fable. Still Trump plays along.

SAUDI ARABIA now has acknowledged that it lied to the world for 17 days about what happened to journalist Jamal Khashoggi when he entered its consulate in Istanbul on Oct. 2. But the new account offered by the regime of King Salman and Crown Prince Mohammed bin Salman is utterly devoid of credibility. The latest version asks us to believe that Mr. Khashoggi died after becoming engaged in a “brawl” with officials who had been sent to meet him. His body, Saudi officials told several journalists, was handed over to a “local collaborator” for disposal. That President Trump would pronounce this fable credible only underlines his shameful intent to assist in the attempt of the regime — and, in particular, the crown prince — to escape meaningful accountability.

As Mr. Trump surely knows, the new Saudi cover story is contradicted not just by evidence collected by Turkish authorities and by journalists but also by the reporting of the U.S. intelligence community. All point to Mohammed bin Salman as the instigator of a premeditated, cold-blooded and brutal murder, followed by the dismemberment of Mr. Khashoggi’s body.

In a transparent attempt to satisfy demands for accountability while protecting the crown prince, the regime arrested the members of the team sent to Istanbul and several consular employees, and fired four senior intelligence officials, as well as a top aide to the crown prince, Saud al-Qahtani. Mr. Qahtani, who drew up a blacklist of critics of the crown prince, is evidently being scapegoated for targeting Mr. Khashoggi. Here is what he tweeted last year: “Do you think I can act by myself without taking orders/guidance? I am an employee and a trustworthy executive to the orders of the king and the crown prince.”

Mr. Trump, who called the Saudi actions “a good first step,” added that he had more questions, and a White House statement promised to “closely follow the international investigations into this tragic incident.” But there are no international investigations — only the blatant coverup exercise of the Saudis and a Turkish probe that could quickly be shut down if President Recep Tayyip Erdogan finds doing so politically convenient. The only way to determine the truth of what happened to Mr. Khashoggi is a genuine international investigation, led by a U.N.-appointed panel.

In the meantime, Saudi Arabia and its regime should be treated as outlaws by all who value human rights and free expression – by Editorial Board, Washington Post

https://www.washingtonpost.com/opinions/global-opinions/the-saudi-explanation-for-jamal-khashoggis-death-is-a-fable-still-trump-plays-along/2018/10/20/1777e3b8-d457-11e8-8c22-fa2ef74bd6d6_story.html

My comment: Why you now ask for a “a genuine international investigation, led by a U.N.-appointed panel”? Why did you not insist on this in the case of war crimes in Yemen? Why the US and its Western vassals helped Saudi Arabia to block such an investigation in the case of Yemen?? – How could the US and the UK tell us up to now that Saudi self-investigation in the case of Yemen would do it? – The Saudi fairy tales related to their war crimes in Yemen were and are as tall as in the Khashoggi case. Why you cry now and had been silent (and thus supporting the war criminals) in the case of Yemen????

(* A B P)

Khashoggi killing: Turkey vows to reveal 'truth' on Saudi critic's death

Turkey has vowed to reveal all details about the killing of journalist Jamal Khashoggi, after Saudi Arabia admitted for the first time he had been killed in its consulate in Istanbul.

"Turkey will never allow a cover-up," a ruling party spokesperson said.

Only a first step

Analysis by BBC Security Correspondent Frank Gardner

The Saudi leadership will now be hoping that its belated admission that Khashoggi did die, after all, inside its consulate - coupled with a handful of sackings and arrests - will be enough to draw a line under this affair. It will not.

This is only a first step towards publicising the truth of what really happened. Given the days of indignant denials by the Saudi leadership it's doubtful we would have even got this far without sustained international pressure.

There can only be one of two possible alternatives here: either - as many suspect - the powerful Crown Prince Mohammed Bin Salman was to blame or he had lost control of his inner circle, something most observers find hard to believe.

MBS, as he is known, has a huge following amongst young patriotic Saudis who see him as a visionary reformer. If that support were now to ebb away then the crown prince could find himself dangerously isolated at court.

[and overview, summary of the whole case]

https://www.bbc.com/news/world-europe-45926754

(* A P)

Investigators likely to discover what happened to Khashoggi body 'before long': Turkish official

Turkish investigators are likely to find out what happened to the body of slain journalist Jamal Khashoggi “before long”, a senior Turkish official said on Saturday.

The official, who declined to be identified, also told Reuters that Khashoggi’s DNA samples were being obtained from Turkey.

“We’ll find out what happened to the body before long,” the senior official said. “The DNA is being procured from within Turkey. It seems there will be no need to ask Saudi Arabia at the moment.”

Khashoggi’s killers may have dumped his remains in Belgrad Forest adjacent to Istanbul, and at a rural location near the city of Yalova, a 90-kme (55 mile) drive south of Istanbul, officials told Reuters on Thursday.

Investigators were also still examining traffic records of every car that went in and out of the Saudi Consulate on Oct.2, the day Khashoggi entered the consulate

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-turkey-investigation/investigators-likely-to-discover-what-happened-to-khashoggi-body-before-long-turkish-official-idUSKCN1MU0GY

(A P)

Saudi courts will look at Khashoggi case: justice minister

The case of journalist Jamal Khashoggi took place on Saudi sovereign territory and it will be looked at by Saudi courts when all procedures are complete, Saudi Arabia’s justice minister said in a statement issued by state news agency SPA on Saturday.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-minister/saudi-courts-will-look-at-khashoggi-case-justice-minister-idUSKCN1MU0RP

My comment: What a scam.

(A P)

Saudi Arabia has finally adopted American values. When something goes wrong, blame the black guy.

https://twitter.com/JFTrumm/status/1053426902269153280

By the way, General Asiri is a Yemeni origin from a modest family from #Yemen-i province #Asir, which has been occupied by Saudi Regime since 1930.

https://twitter.com/I4Yemen/status/1053721768769204224

(* A P)

Trump, Europeans call Saudi account of Khashoggi death incomplete

Asked during a trip to Nevada if he was satisfied that Saudi officials had been fired over Khashoggi’s death, Trump said: “No, I am not satisfied until we find the answer. But it was a big first step, it was a good first step. But I want to get to the answer.”

Trump’s comments about the Khashoggi incident in recent days have ranged from threatening Saudi Arabia with “very severe” consequences and warning of economic sanctions, to more conciliatory remarks in which he has played up the country’s role as a U.S. ally against Iran and Islamist militants, as well as a major purchaser of U.S. arms.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-politics-dissident/trump-europeans-call-saudi-account-of-khashoggi-death-incomplete-idUSKCN1MT1MH

(* A P)

Mohammed bin Salman's inner circle takes the blame for Khashoggi's death

After 18 days in which Saudi Arabia adamantly denied that any harm had come to Jamal Khashoggi at its consulate in Istanbul, it committed a startling about-face. Not only did Riyadh admit that Khashoggi came to a violent end, it pinned the blame on some of the closest aides to Crown Prince Mohammed bin Salman, Saudi Arabia's de facto ruler.

Ahmad al-Assiri and Saud al-Qahtani, both widely known figures who shot to fame during the crown prince's rapid rise to power, were among five high-ranking officials who were dismissed over Khashoggi's death. Eighteen others were detained.

Assiri is a former two-star general who is considered the chief architect of Saudi Arabia's war in Yemen. Qahtani is Prince bin Salman's communications chief and an outspoken supporter of his controversial policies over the years -- he has a Twitter following of over 1.35 million people.

In a flurry of coordinated statements, issued in the dead of night in Riyadh, Saudi Arabia claimed Khashoggi's death was accidental.

What will happen to those dismissed and detained is not clear. What is clear, though, is that Saudi Arabia's intelligence agencies appeared to bear the brunt of the fallout.

Along with Assiri and Qahtani, three other high-ranking intelligence officials were fired: Mohamed bin Saleh Al-Ramih, Abdullah bin Khalifa Al-Shayee and Rashad bin Hamed Al-Mohammady. King Salman has ordered Crown Prince Mohammed bin Salman to lead the charge of revamping the country's intelligence services.

https://edition.cnn.com/2018/10/19/middleeast/mohammed-bin-salman-aides-khashoggi-death-intl/index.html

(* B P)

Saudi Arabia deployed Twitter army against critics: NY Times

Saudi Arabia deployed an online army to harass dissident journalist Jamal Khashoggi and other critics of the kingdom on Twitter, the New York Times reported on Saturday.

The efforts to attack Khashoggi and other influential Saudis, and sway public opinion against them on the social media service, included a so-called troll farm based in Riyadh and a suspected spy within Twitter that the kingdom utilized to monitor user accounts, the New York Times reported.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-twitter/saudi-arabia-deployed-twitter-army-against-critics-ny-times-idUSKCN1MU0VB

(* B P)

Khashoggi met with crown prince's brother amid efforts to return him to Saudi Arabia

Prince Khalid had been contacting Khashoggi for at least a year to try to persuade him to return, three people told NBC News.

Months before he was killed in Istanbul, Jamal Khashoggi was invited up to the office of Crown Prince Mohammed bin Salman's brother, Prince Khalid bin Salman, the Saudi ambassador to the United States, for a friendly meeting at the Saudi Embassy in Washington, three people with knowledge of the meeting told NBC News.

Khashoggi, a prominent critic of the Saudi government, was visiting on a routine consular matter, but he was quickly recognized by embassy officials, who immediately called up to Prince Khalid's top-floor office. Soon, word was sent summoning Khashoggi upstairs, and the two spent roughly half an hour together.

The meeting at the tree-lined embassy, just across from the famed Watergate, took place in early 2018 or late 2017. It was described to NBC News by two of Khashoggi's friends, whom he told about the meeting, and by a third person who was told of the meeting by embassy officials. The Saudi Embassy confirmed that the meeting took place.

What exactly Khashoggi and Prince Khalid discussed is not clear. But the meeting came amid a monthslong campaign by the Saudi royal court to lure Khashoggi back to the kingdom — at first peacefully, through cordial encouragement, and then through more forceful means, which culminated in his killing early this month in the Saudi Consulate in Istanbul.

A friend of Khashoggi's recalled asking him whether Khalid, 30, who is Crown Prince Mohammed's younger brother, had been aggressive or threatening.

"He said, 'No, we just had a nice chat, and he was quite nice,'" the friend recalled Khashoggi saying.

Both Prince Khalid and Saud bin Abdullah Al Qahtani, a senior royal court adviser who was fired Friday for his role in Khashoggi's killing, had been contacting Khashoggi for at least a year to try to persuade him to return, all three people said.

https://www.nbcnews.com/news/mideast/khashoggi-met-crown-prince-s-brother-amid-efforts-return-him-n923031

12:44 23.10.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Dietrich Klose

Vielfältig interessiert am aktuellen Geschehen, zur Zeit besonders: Ukraine, Russland, Jemen, Rolle der USA, Neoliberalismus, Ausbeutung der 3. Welt
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Dietrich Klose

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