Ukraine-Krieg - Deutschlands leichtfertige Verstrickung

Der mutlose Bundeskanzler Deutschland zur Kriegspartei zu machen, ist der schlimmste Fehler einer Bundesregierung seit 1949. Eine noch nie probierte Alternative ist möglich.
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Im Grunde wusste der Bundeskanzler, wie er sich im Ukraine-Krieg zu verhalten hat: Keine Waffenlieferungen an die Ukraine, weil er Deutschland damit zur Kriegspartei machen und die Ausweitung und Verlängerung des Krieges damit wahrscheinlicher machen würde; auch für die Ukraine.

Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik - er hätte sich durchsetzen müssen. Aber ein Bundeskanzler braucht eben auch eine Portion Mut, und der fehlt Herrn Scholz offensichtlich.

Stattdessen befinden wir uns jetzt in der abartigen Situation, dass sich "schiessgeile" Zivilisten, Laien in Regierungsverantwortung, durchgesetzt haben, allen voran die angeblich so pazifistischen Grünen. Und das gegen den Rat der Ex-Bundeswehrgeneräle Kujat und Vad, Profis mit Verantwortungsbewusstsein, die wissen wovon sie sprechen. Denen hätte Herr Scholz ja auch folgen können, wenn er schon nicht Manns genug war, seine eigene Entscheidung zu treffen und dazu zu stehen.

Nun sind wir dort angelangt, wo wir 1914, 1939 und eigentlich früher schon immer waren: Krieg ist wieder einmal ein Mittel der Politik. Etwas anderes ist ja auch noch nie probiert worden.

Dabei haben wir von der Denkwerkstatt phantastische-demokraten.de schon 2016 in unserem Denkmodell eine alternative Politik aufgezeigt:

"Deutschland sollte die militärische Zusammenarbeit mit der Nato beenden.
Ein grundgesetzliches Verbot der Einmischung in ausländische Bürgerkriege und sonstige kriegerische Auseinandersetzungen erlassen.
Auf deutschem Boden befindliche ausländische Truppen und Atomwaffen ausländischer Staaten zum Abzug veranlassen.

Die Rüstungsindustrie verkleinern und umgestalten. Freiwerdende Kapazitäten in zukunftsfähige Industrien umwandeln: Weltraum, Öko-Energie, Öko-Agrartechnologie, Klimaschutz.

Kriegswaffenexporte grundsätzlich und vollständig einstellen.

Die Bundeswehr auflösen und umgestalten durch Verstärkung von Polizei, Grenzschutz, Feuerwehr und THW.
Ohne Militär ist Deutschland nicht mehr befähigt, an Kriegseinsätzen teilzunehmen."

Tatsächlich sind wir doch gar nicht besiegbar. Unsere Kultur, unsere auf der Freiheit des Individuums basierende Lebensart in Frieden und Freiheit ist tausendmal stärker als die Eroberungsgelüste machtbesessener diktatorischer Regime mit ihren Massenvernichtungswaffen oder religiös motivierten Unterdrückungsmechanismen gegenüber ihren Untertanen, besonders den Frauen.

Unsere Vorbilder als politische Führer sind Gandhi und Nelson Mandela, die, völlig gewaltfrei, am Ende als Sieger hervorgingen.

Und wenn wir nun noch (nur als Beispiel) das Adagio aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur anhören, dann wird doch glasklar vor der ganzen Welt, wer jetzt schon Sieger ist im Kampf der erbärmlichen weltlichen Mächte.

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Geschrieben von

Eckart Härter

Alter weisser Mann; Tangotänzer und Tangolehrer
Eckart Härter

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