radioeins und Freitag Salon
21.01.2016 | 12:47

radioeins & Freitag Salon mit Naika Foroutan

Salon In regelmäßigen radioeins und Freitag Salons diskutieren wir – jenseits von Netz und Papier – mit unseren Gästen über Glück und Unglück der Gegenwart

radioeins & Freitag Salon mit Naika Foroutan

Freitag Illustration

08. Februar 2016, 20.00 Uhr

Deutschland ist bunt- doch wie viel Farbe verträgt das deutsche Leitbild?

Jakob Augstein im Gespräch mit Prof. Dr. Naika Foroutan

Deutschland hat sich zu einer pluralen Einwanderungsgesellschaft entwickelt. Dies bleibt nicht ohne Konflikte aus: Zugehörigkeiten und Rechte von Minderheiten werden ausgehandelt, Befürworter und Gegner von Vielfalt treffen aufeinander, Allianzen entstehen über Herkunftsgrenzen hinweg. Kann eine solch diverse Gesellschaft noch in der Unterteilung von Migranten und Nichtmigranten gedacht werden? Prof. Dr. Naika Foroutan fordert: Wir brauchen ein Leitbild für das neue Deutschland! Wie wir uns als Gesellschaft definieren, so Foroutan, sei nicht eine Frage der Empirie, sondern des Narrativs. Was macht dieses Land aus? Wie wollen wir hier zusammenleben? Und wo wollen wir hin? Gemeinsam diskutiert Jakob Augstein mit Prof. Dr. Naika Foroutan über genau diese Fragen, über die Notwendigkeit einer Leitbild-Kommission und über die Veränderung des deutschen Selbstbildes durch die Flüchtlingskrise.

Naika Foroutan, Jahrgang 1971, ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören u.a. die Themen Migration, Integration und postmigrantische Gesellschaften; Transformation von Einwanderungsländern; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; sowie Identität und Hybridität. Sie ist zudem Vorstandsmitglied des Rats für Migration, einem Zusammenschluss von über 100 deutschsprachigen Wissenschaftlern, die mit ihrer wissenschaftlichen Expertise in den öffentlichen Raum hinein intervenieren, um zur Versachlichung der Debatte um Migration und Integration beizutragen.

 Am Montag, den 08.02.2016 um 20 Uhr im Maxim Gorki Theater, Studio Я , Hinter dem Gießhaus 2, 10117 Berlin.

Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Zu hören auch live auf radioeins von 20.00 – 21.00 Uhr.

 

Der radioeins und Freitag-Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Maxim Gorki Theater Berlin - ein Zwiegespräch zwischen "Freitag"-Verleger Jakob Augstein und seinem Gast. Zuletzt waren u.a. Gesine Schwan, Philipp Ruch, Thilo Bode, die Yes Men, Frank Bsirske, Gregor Gysi, Constanze Kurz, Sandra Maischberger, Evgeny Morozov, Claudia Roth, Harry Rowohlt, Sahra Wagenknecht, Harald Welzer, Marina Weisband, Bodo Ramelow, Wolfgang Herles und Jean Ziegler zu Gast. Jenseits von Netz und Papier diskutiert Jakob Augstein mit den Gästen über Glück und Unglück der Gegenwart. Das Format existiert seit Oktober 2009 und findet seitdem in regelmäßigen Abständen statt.

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und seit 2013 Chefredakteur der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris (Sciences Po Paris). Er schrieb für die "Berliner Zeitung", war zehn Jahre lang für die "Süddeutsche Zeitung" als Reporter in Berlin und den neuen Bundesländern unterwegs und war für "die Zeit" tätig. Seit Januar 2011 schreibt er für Spiegel Online die Kolumne S.P.O.N. – Im Zweifel links.

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