Die größte Steuerlüge aller Zeiten

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Mir ist aufgefallen, dass immer wieder voller Überzeugung und aller Orten behauptet wird, die Reichen und Spitzenverdiener würden mit ihren hohen Steuerzahlungen - als sogenannte Leistungsträger - den Staat überwiegend finanzieren. Während die Niedriglohnempfänger und HartzIV-Bezieher nichts dazu beitragen würden. Selbst von der SPD und einigen Linken, hörte man mitunter, die Niedrigeinkommensbezieher würden keine Steuern zahlen. Mittlerweile haben sich einige besonnen und stellen immerhin fest, dass auch die Armen jeweils 19 bzw 7% Mehrwertsteuer auf die von ihnen gekauften Waren zahlen.

Aber auch das ist nicht die ganze Wahrheit.

Wenn jemand ein Unternehmen gründet, muss er sich die Frage beantworten: Was möchte ich Verdienen – wie viel möchte ich von dem erwirtschafteten Gewinn für mich behalten?

Ein Unternehmer rechnet dabei wie jeder andere auch, in Netto – was habe ich in der Tasche – worüber kann ich frei verfügen.

Wenn er nun die Preisberechnung für seine produzierten Waren oder Dienstleistungen anstellt, werden alle Ausgaben - und dazu gehören für ihn natürlich auch alle Steuern die anfallen – in den Produktpreis eingerechnet.

Das heißt, dass es letztlich der Endverbraucher ist, der sämtliche Steuern zahlt.

Jeder – auch der HartzIV-Bezieher - bezahlt mit dem Produktpreis der von ihm gekauften Ware, auch die Einkommenssteuer der Spitzenverdiener und alle anderen Steuern, die für ein Unternehmen und die an der Produktion Beteiligten anfallen – und dann kommt auch noch die Mehrwertsteuer oben drauf.

Falls mal wieder ein Spitzenverdiener darüber jammert oder herumprahlt, wie viel Steuern er zahle, kann man das getrost ignorieren.

Ein Bild das zeigt, dass hier in den letzten Jahrzehnten etwas in die falsche Richtung gesteuert wurde:

http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2010/03/Verm%C3%B6gensverteilung.jpg

15:17 13.02.2010
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Geschrieben von

Fro

Bürgerperspektive
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Fro

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