Hans Springstein
20.06.2014 | 16:03 291

Maidan-Aktivisten zeigen "Russen" im Käfig

Ukraine/Faschismus Eine in Kiew im April 2014 eröffnete Ausstellung warnt: »Vorsicht vor den Russen« und widerspricht allen, die nichts von Faschismus in der Ukraine sehen und wissen wollen

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Hans Springstein

Die Tageszeitung Neues Deutschland macht in der Ausgabe vom 20. Mai 2014 auf Seite 7 darauf aufmerksam: "Der ukrainische Bürgerkrieg hat nicht nur politische und militärische Dimensionen. Auch die Kultur wird zum Kriegsschauplatz. Ein makaberes Beispiel ist die im April im Kiewer Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnete Ausstellung »Vorsicht vor den Russen«, in der russische Menschen in Käfigen präsentiert wurden.
Die Russen-Darsteller hatten die Rolle heruntergekommener Bettler und Alkoholiker zu übernehmen, wurden in Drahtkäfigen vorgeführt. Die Darsteller trugen Sankt-Georgs-Bänder, die Käfige russische Trikoloren. Erkennbar sind Schilder, mit der Aufschrift »Bitte nicht füttern« und »Vorsicht vor den Okkupanten«. Träger dieser Aktion ist eine »ukrainische Kulturfront« von Künstlern und Maidan-Aktivisten. ..." Der Blog Moskowskii Monitor veröffentlichte Bilder aus der Ausstellung. Der russische Sender Vesti berichtete darüber am 26. April 2014. Einen weiteren Bericht veröffentlichte das ukrainische Online-Magazin LB.ua am 24. April 2014.

Hierzulande äußerte sich bisher von politischer Seite nur Wolfgang Gehrcke von der Linksfraktion im Bundestag am 21.5.14, der die "Ausstellung" kritisierte, "in der „Russen“ wie Tiere vorgestellt werden. „Füttern verboten“ steht an den Gittern der Verhöhnung. Ich erinnere mich an die Bilder, die deutsche Nazis für ihre Propaganda herstellen ließen, auf denen Jüdinnen und Juden und sowjetische Kriegsgefangene in einer Ausstellung „Bilder der Untermenschen“ präsentiert wurden. Die Opfer, die dort abgebildet waren, wurden anschließend in den Konzentrationslagern vergast. Jetzt erreichen Europa aus der Ukraine neue Bilder von angeblichen Untermenschen. Ich will diese Bilder nicht sehen und doch gehen sie nicht aus meinem Bewusstsein, denn man muss wissen, was dort abläuft. Die Bilder der Unmenschlichkeit aus Kiew erinnern mich an die Bilder der Unmenschlichkeit aus Abu Graib: Eine Gefängniswärterin triumphiert über ihre Opfer. Als diese bekannt wurden, ging ein Aufschrei um die Welt. Und heute? ..."

Gehrcke ist zuzustimmen, wenn er feststellt: "Sage keiner, er habe es nicht gewusst!" Und: "Wer wegschaut, wer darüber schweigt, macht sich mitschuldig. Das gilt auch für uns!" Der Linkspartei-Angeordnete hofft, dass die Faschisten in der ukrainischen Bevölkerung auf wenig Zustimmung stoßen. Mag sein, dass nur wenige deutlich "Ja" sagen, aber schon auf dem Maidan-Platz wurde mindestens weggeschaut, als die faschistischen Schlägertruppen das Kommando übernahmen. Darauf hat u.a. der Moskauer Soziologe Vadim Damier in einem Interview, das die anarchistische Monatszeitung Graswurzelrevolution mit ihm führte und in ihrer April-Ausgabe (GWR 388) veröffentlichte, deutlich gemacht. Während Linke aus dem Protestlager „mit Gewalt entfernt“ wurden, sei der Einfluss der Rechtsextremen in Folge der Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften wie den „Berkut“-Einheiten gewachsen. Sie waren zwar zahlenmäßig in der Minderheit, so der Soziologe, „qualitativ aber war ihre Präsenz viel bedeutender und manchmal hegemonial“. Die Protestbewegung habe nie dagegen protestiert, sondern „ihren neofaschistischen Teil tolerierend oder billigend in Kauf“ genommen. Die Neonazis wären die „erfahrensten und am besten trainierten“ unter den „Selbstverteidigungskräften“ auf dem Platz gewesen. Diese hätten „eine entscheidende Rolle beim Staatsstreich Ende Februar 2014“ gespielt. Ähnlich beschrieb es u.a. der Osteuropa-Experte Alexander Rahr in der Sendung Panorama der ARD am 6. März 2014: "Der rechte Sektor war aus meiner Sicht entscheidend für den Umsturz, weil er eine Organisation ist, die auch bereit war, in Kampfhandlungen mit den Polizisten, mit den Sicherheitskräften einzutreten. Sie waren gut organisiert, sie hatten auch immer wieder einen Plan, wie sie angriffen, wie sie sich verteidigten, so dass sie einen großen Anteil am Erfolg des Maidans gehabt haben."

S0 haben sich die Protestierenden auf dem Kiewer Maidan-Platz mitschuldig gemacht, egal welche ehrenwerten Motive sie auch protestieren ließen. Die Ausstellung in Kiew ist ein weiterer Beleg dafür, dass auch in der Ukraine gilt, was Bertolt Brecht schon 1941 in "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" feststellte: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"

Nachtrag vom 24. Juni 2014:
Poroschenko-Berater nennt Aufständische "Affen mit Handgranaten"
"Russland verhindert die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und EU mit allen ihm zugänglichen Mitteln und versucht, Druck auf die Staatsführung auszuüben. Dies schreibt Berater des ukrainischen Staatspräsidenten Juri Luzenko auf Facebook.
„Das Scheitern der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der EU ist die Hauptdirektive für Verhandlungsteilnehmer seitens des Kremls (beim Treffen in Donezk am 23. Juni – Anm. d. Red). Deswegen haben Medwedtschuk und die Affen mit Handgranaten aus der „Donerzker Volksrepublik“ und „Luhansker Volksrepublik“ die Waffenruhe bis zum 27. Juni verkündet. Das ist eine Erpressung“, betonte der Politiker.
(Ukrinform, 24.6.14)

ergänzt am 24.6.14

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (291)

Richard Zietz 20.06.2014 | 17:07

Große Klasse :-(. Ehrlicherweise sollte die Ausstellung von der deutschen Regierung, insbesondere Außenminister Steinmeier, gesponsort werden – wo sie doch so vorzüglich deutsche Kontinuitäten betont. Einen Orden, vielleicht das Bundesverdienstkreuz, hat – wegen Führung der linken Front gegen die Anti-Maidan-Defätisten – allerdings auch Frau Ditfurth verdient. Sind doch Politiker, die kritisch auf derartige Zustände hinweisen wie beispielsweise Wolfgang Gehrcke, in ihren Augen und der mit ihr verbündeten Antifa nichts anderes als zu bekämpfende »Querfrontler« und verkappte »Rechte«.

Soloto 20.06.2014 | 17:16

Ja, ich will und muss einfach noch mal meinen Kommentar vom Heyden-Artikel wiederholen:

Die Vorkommnisse in der Ostukraine und der Umgang mit ihnen werden die Debatten der nächsten zehn Jahre prägen. Auf welcher Seite standest Du in der Stunde, da es darauf ankam, Position zu beziehen? Was ist Dein Engagement für Menschenrechte wert, wenn es für Dich ok ist, dass Menschen, die auf der "falschen Seite" stehen, mit Panzern und Artillerie beschossen werden? Wie glaubwürdig ist Dein Antifaschismus, wenn Du lieber die "Verschwörungstheoretiker" von den Montagsdemos bekämpfst als das westliche Bündnis mit realen ukrainischen Nazis, die weder vor Mord noch vor Pogrom zurückschrecken?

All diese Fragen werden beantwortet werden müssen, wenn man wieder miteinander reden will. Vor allem von den Grünen und den hiesigen, gut situierten Wohlfühllinken, die zwar einen Bezug zu den liberalen Menschenrechten haben, aber die Augen davor verschließen, wenn das grundlegendste Recht auf Existenz mit Füßen getreten wird.

Magda 20.06.2014 | 17:23

Ich habe erst gedacht, dass sei ironisch gemeint mit dieser Ausstellung. Aber, ist wohl nicht so. Wer waren denn die "Russen-Darsteller"?

S0 haben sich die Protestierenden auf dem Kiewer Maidan-Platzmitschuldig gemacht, egal welche ehrenwerten Motive sie auch protestieren ließen.

Woran sind sie denn schuldig? Dass sie das zu Beginn vielleicht gar nicht übersehen haben, wie da Kräfte an die Macht drängten, die besser organisiert waren. Eine echte Flasche ist der Witali Klitschko, das stimmt.

Magda 20.06.2014 | 17:31

Bravo, bravo - immer gleich instrumentalisieren. Aus Ihnen wird mal ein prima Politiker, wenn Sie es nicht schon sind. Ihre Argumentation schlängelt sich um drei Ecken.

Jutta Ditfurth stellte auf facebook fest: "Es fällt auf wie sehr deutsche Massenmedien versuchen, den Antisemitismus und Neofaschismus in der "Freiheitsbewegung" in der Ukraine kleinzureden." https://www.facebook.com/jutta.ditfurth.5/posts/1455888581309526

Sie ist doch da ganz eindeutig. Was also soll bitte der Quatsch.

Wo ist der Gehrcke - "in ihren Augen" - ein verkappter Rechter? Wo bitte.

Sie sind langsam aber sicher mehr als unredlich in Ihrer Argumentation.

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Ehemaliger Nutzer 20.06.2014 | 17:34

In Teil V der Machtergreifung nahm ich noch irrtümlich an:

"In der heutigen Zeit kann die Bevölkerung eines Landes als Ganzes nicht mehr diffamiert werden, wie noch im Dritten Reich, als in der Ausstellung "Das Sowjet-Paradies" die russische Bevölkerung als in Erdlöchern dahinvegetierende dumpfe Masse dargestellt wurde."

Wie man nun erleben muss, die Bevölkerung eines Landes kann immer noch als Ganzes diffamiert werden. Sehr erschreckend. Dagegen war Hagenbecks Völkerschau noch regelrecht zivil ...

Magda 20.06.2014 | 17:36

Wie glaubwürdig ist Dein Antifaschismus, wenn Du lieber die "Verschwörungstheoretiker" von den Montagsdemos bekämpfst als das westliche Bündnis mit realen ukrainischen Nazis, die weder vor Mord noch vor Pogrom zurückschrecken?

Die Frage wird eher lauten: Wie glaubwürdig sind Montagsdemonstranten, die Hassmails an ihre Kritiker schicken? Wie glaubwürdig sind Leute, die andauernd Zusammenhänge und Verschwörungen vermischen und politisch eher unbedarft sind.

Die Frage wird lauten:Wo hast Du versucht, Dich wirklich sachlich und kundig zu informieren und wo hast Du aus dem Bauch heraus irgendwelche Schreihälse unterstützt, die am Ende nicht einmal wussten, was sie bekämpfen.

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Ehemaliger Nutzer 20.06.2014 | 18:11

War es Kunst, karikiert sie die Primitiviät der Propaganda vieler Politdarsteller in der derzeitigen Kiewer Regierung. War es Propaganda, decouvriert sie die Primitivität des Talents und das unteriridische kreative Potential der "Künstler".

Und wer trägt auch "Schuld" am Maidan? Janukowitsch, der eben auch nur ein Kleptokrat wie alle seine Vorgänger/innen war. Auch ihn kannst' nicht aus der Verantwortung entlassen.

Richard Zietz 20.06.2014 | 18:53

|| Bravo, bravo - immer gleich instrumentalisieren. Aus Ihnen wird mal ein prima Politiker, wenn Sie es nicht schon sind. ||

Bravo – wie die Protagonistin immer mit der Keule ;-). Zu den Fakten: Natürlich attackiert JD Wolfgang Gehrcke, Dehm & Co. als Rechte (bzw. Rechte-Unterstützer) und Querfrontler. JD, Facebook-Seite, Eintrag 18. Mai, Zitat: »Das Land, in dem wir leben. Linke wie Diether Dehm und Wolfgang Gehrcke, die Neurechte Demos unterstützen. (…)«

Die ukrainekritischen FB-Passagen von JD sind von mir in meinen beiden Artikeln – dem JD-Portrait und dem zu der friedensbewegungsfeindlichen Neuantifa – keinesfalls unter den Tisch gekehrt worden, warum auch? Das Problem, da kann man leider auch mit viel Redlichkeit nicht aushelfen: In all dem ausufernden Sermon zu den Montagsdemos findet man sie kaum. Allerdings fällt selbst bei den ukrainekritischen Äußerungen der guten Frau auf, dass sie vom Thema keine Ahnung hat bzw. sich hochgradig von ihrer vorgefertigten Ideologie leiten läßt. Antisemitismus war im Verlauf der Maidan-Machtergreifung – gottlob – bislang nur ein randständiges Problem. Russophobie, Nationalismus, Neofaschismus sowie nunmehr auch antirussischer Rassismus – siehe Artikel oben mit den neuesten Errungenschaften in Sachen westlicher Demokratie – allerdings sehr wohl.

Für die Annahme, dass die Reise von Frau Ditfurth mittlerweile stramm Richtung Westen geht, habe ich auf ihrer FB-Seite zwei weitere aktuelle Hinweise gefunden – im Kommentarkasten zu der Veranstaltung in Hannover am 18. Juni. Ein enthüllender Link weist warnend auf das Netzwerk der in Anführungszeichen gesetzten russischen Alternativmedien hin. Wo bei N23 dann u. a. die junge welt mit gelistet ist, die wackere deutsche Antimontagsdemobewegung jedoch nicht. Hm, wird da der Putinversteher wohl denken: Warum auch? Hinzu kommt ein Warn-Link zu einem Spiegel-Artikel, der sich – geht natürlich überhaaaaaupt nicht – mit dem Thema NSA-Überwachung in Deutschland kritisch beschäftigt. Schön, dass die FB-Seite von JD uns auf solchen Defätismus aufmerksam macht.

Redlichkeit hin oder her: Die Ausweitung der glorreichen aktuellen Schlacht über das Thema Montagsdemos hinweg auf antirussische bzw. proamerikanische Thematiken werde ich ganz sicher im Auge behalten. Und gegebenenfalls mit einem schönen (d. h.: aufklärerischen) Artikel bedachen. – Schöne Grüsse.

Richard Zietz 20.06.2014 | 20:38

Keine Ursache. Ich jedenfalls weiß, dass ein Regime, dass Menschen zu Belustigungs- bzw. Diskriminierungszwecken in Käfigen zur Schau stellt, abscheulich ist. Sie können ja gern weiter in Maidan-Romantik machen und die tollen westlichen (leider nur ausgesuchte Personengruppen gültigen) Werte abfeiern. Ich jedenfalls weiß wenigstens, dass ich auf der richtigen Seite stehe. Und Sie, tut mir Sorry, auf der falschen.

Hans Springstein 20.06.2014 | 23:28

Magda, es ist doch nachzulesen, an welchem Punkt sich die Maidanisten, die verschiedenen Analysen nach vorrangig aus der bürgerlichen Mitte kamen und denen am wichtigsten war, nach "Europa" zu kommen, schuldig gemacht haben. Damier hat es benannt, siehe im Text. Aber ich wiederhole es gern noch einmal in diesem Fall:

Ich zitiere: Während Linke aus dem Protestlager „mit Gewalt entfernt“ wurden, sei der Einfluss der Rechtsextremen in Folge der Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften wie den „Berkut“-Einheiten gewachsen. Sie waren zwar zahlenmäßig in der Minderheit, so der Soziologe, „qualitativ aber war ihre Präsenz viel bedeutender und manchmal hegemonial“. Die Protestbewegung habe nie dagegen protestiert, sondern „ihren neofaschistischen Teil tolerierend oder billigend in Kauf“ genommen.

Ich zitiere noch einmal Gehrcke und stimme ihm zu: "Wer wegschaut, wer darüber schweigt, macht sich mitschuldig. Das gilt auch für uns!"

Und damit es ganz sicher verständlich ist: Damier schreibt bzw. stellt fest: Die Maidanisten haben weggeschaut, als sich die faschistischen Schlägertrupps den Weg freischlugen, auch gegen Linke auf dem Platz. Und wenn sie wegschauten, weil ihnen die Schläger mit ihren Wolfsangeln und anderen erkennbaren faschistischen und rechtsextremistischen Symbolen nützlich waren, dann sind sie gewissermaßen noch etwas mehr schuldig.

Aber dass die bürgerliche Mitte immer recht nah bei rechtsextremen und faschistsichen Bewegungen ist, ist ja kein ukrainisches Phänomen, sodnern leider auch hierzulande eine gewissermaßen typische Erscheinung, auch geschichtlich.

janto ban 21.06.2014 | 08:25

Da wissen Sie richtig. Menschen zu Belustigungs- bzw. Diskriminierungszwecken in Käfigen zur Schau zu stellen, ist ganz schön schlecht. Dabei arbeiten die, die so etwas tun, doch auch nur ihre irgendwie unbändige Aversion ab. Und genau wie Sie könnten die bestimmt den einen oder anderen 'guten' Grund anführen, warum sie tun, was sie tun - und nichts besseres.

Konflikt-Betrachtung muss - zurückhaltend gesprochen - zu unvollständigen Ergebnissen führen, wenn man sich zur 'strategischen Analyse' vollends auf die Seite einer der Parteien schlägt, den Konflikt somit mono-kausal/-direktional betrachtet. Nur so ist die himmelschreiende Unterteilung zwischen gutem und schlechtem Turbo-Nationalismus, den Sie und andere Block-Denker hier seit Monaten betreiben, doch zu erklären.

Aber wissen Sie, was Ihr vorgestriges Schachtel-Denken a la "Reise ... stramm Richtung Westen" oder "antirussische bzw. proamerikanische Thematiken" mich interessiert..?

Ich habe mich in keiner der beiden von Ihnen erkannten und genannten Schachteln versammelt, sondern mich hinter den Friedensappell der länderübergreifenden Linken in diesem Konflikt gestellt, aus der ich im Nachtrag zu meinem Blog zitiere.

|| Schon auffällig, dass weder die Pro- noch die Antiamerikanisten, die beide sonst so fleißig Links ausbuddeln und uns hinstreuen, solche Infos im Angebot haben || goedzak

Erhellend auffällig sogar. Also weitermachen. Guten Tag.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 09:36

Als nächste Aktion der Rechtsextremisten und Faschisten in der Ukraine ist eine Ausstellung von nichttraditionelle sexuellen Beziehungen, Homosexualität usw. geplant. Die Betroffenen werden in Schulen, in öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen in Käfigen zur Schau gestellt, was eine heilsame Wirkung ausüben soll.

Die Reaktion der EU/USA bleibt aus, da es laut deren Definition in der Ukraine keine Rechtsextremisten und Faschisten gibt ...

Einige Linke der EU/USA beschränken sich darauf, beide Seiten sehen und verstehen zu wollen und verlesen dazu ausgeglichene, länderübergreifende Phamplete, die leider weder wahrgenommen werden, noch irgendwelche Wirkung zeitigen. Grundsätzlich entschuldigen sie das Vorgehen in der Ukraine und weisen in ihrem Verständnis darauf hin, dass Käfige immer noch besser als Baukräne seien.

Reporter, die über die Zustände in der Ukraine berichten, werden ebenfalls in Käfigen ausgestellt ...

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 10:46

Letzlich ist die beschriebene Ausstellung nur ein Spiegel des Grundkonflikts Ost-West in der Ukraine. Beide positionierne sich geschichtlich ganz anders, was den II.WK betrifft.

Dieser Riß wird von beiden Seiten kultiviert. Die "Sowjets" im Osten, die sich in der Tradition des Siegers Stalin sehen und die "Freiheitskämpfer" im Westen, die für Unanbhängigkeit und danit gegen die Sowjetunion waren und letzlich dabei an der Seite der Deutschen landeten.

Der Freiheitskampf wird im Westen hoch gehalten, der Verbündete Deutschland und die gemeinsamen Kriegsverbrechen einfach ausgeblendet, während der Osten den Sieg Stalins hochhält und seine Verbrechen in der Ukraine ausblendet.

Da stehen sich zwei Geschichtszerrbilder gegenüber die im Heute weitergelebt werden.

Ein Graben ohne Brücke ...

Richard Zietz 21.06.2014 | 10:49

Zum Thema »Verständnis« hat Mopperkopp ja bereits das Wesentliche gesagt.

Zum Thema »Schachteln« bzw. Schubladen (auch so ein Topos, der regelmäßig von der Seite der »Ukraineversteher« ins Spiel gebracht wird): Wer sagt Ihnen, dass Hans Springstein, Mopperkopp oder ich (als bei dem Thema stark exponierte FC-Blogger) uns nicht umfassend informiert haben über unterschiedliche Aspekte dieses Konflikts? Ich beispielsweise hatte bereits frühzeitig (so Februar/März) eine Internet-Recherche gestartet darüber, wie prominente, hier bei uns lebende Russen bzw. allgemein Osteuropäer den Konflikt sehen – also etwa Wladimir Kaminer, Yurij Gurzhy (»Russendisko«) die Schauspielerin Alina Levshin oder auch die russisch-jüdischstämmige Autorin Lena Gorelik. Kaminer hat klare Ansagen gemacht. Gut, seine Einschätzung entspricht nicht der meinigen. Meine Wertschätzung – sowohl von Kaminer als Autor und Musik-Supporter als auch seiner Sichtweise auf den Konflikt – hat sich dadurch jedoch um Null geändert. (Off Topic: Artikel zu dem Thema in Vorbehalt sowie grosses Interesse am Freitag-Salon mit W. Kaminer).

Ungeachtet dessen lasse ich mich ungern zu Schweigen verdonnern, wenn jemand in einem solchen Konflikt unfair spielt. Abgesehen davon, dass ich die Sichtweise »Nehmen wir Konfliktpartei A und Konfliktpartei B und subrahieren Die Wahrheit™ irgendwo auf der Mittellinie« für wenig zielführend halte, haben international vor allem NATO + EU in dem Konflikt »gefoult«, in der Ukraine die Kräfte, die nunmehr an die Macht gelangt sind und in Deutschland die Medien. Darüber habe ich vorzugsweise berichtet. Schwer übers Ziel hinausgeschossen (jedenfalls in meinen Augen) ist darüber hinaus auch eine Kampagne, die sich – von scheinbar »links« – auf Menschen gestürzt hat, die um den Frieden in Europa besorgt sind, den Medien (aus m. M. n. gutem Grund) nicht mehr trauen und sich aus diesem Grund den sogenannten Montagsmahnwachen angeschlossen haben. Mit dem mir nicht so ganz schön erscheinenden Effekt, dass sie nun mit einem völlig entgrenzten, schrill personalisierten Feldzug konfrontiert sind, in dessen Zug sie – mit sichtlichem Genuss – als »Wichtel« oder auch »Wahnwichtel« etikettiert werden, die auch schon mal »zuviel Batteriesäure« geschnüffelt haben. Analogien zu der im Eingangsbeitrag beschriebenen Käfigzurschaustellung von Menschen mag man sehen – muß man aber nicht.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde Kriterien wie »Wer ist in der aktuellen Auseinandersetzung Täter, wer Opfer?« sowie die Frage nach Gerechtigkeit zielführender als den Anspruch, partout »über« den Parteien stehen zu wollen. Entsprechend ist auch der Fokus meiner Beiträge und Kommentare.

Fazit: Sicher ist auch mir in der Hitze des Gefechts der ein oder andere Patzer passiert bzw. die ein oder andere suboptimale Formulierung untergekommen. Allerdings: Insgesamt sehe ich recht wenig, was ich mir vorzuwerfen hätte.

Magda 21.06.2014 | 11:09

werde ich ganz sicher im Auge behalten. Und gegebenenfalls mit einem schönen (d. h.: aufklärerischen) Artikel bedachen. – Schöne Grüsse.

Behalten Sie im Auge, behalten Sie ruhig. Vor allem den eigenen Balken.

Bei facebook sah ich auch noch so einen Kommentar:

"Menschen wie Sie, Frau Ditfurth, sind eine größere Gefahr für unser Land als es der Nationalsozialismus oder der Bolschewismus je waren"

Davon abgesehen: Die Netzwerkgeschichte hat sich mir nicht ganz erschlossen. Übrigens: Wenn Sie aufklären wollen, dann müssten Sie sich um eine etwas klarere Sprache bemühen. Niemand versteht diesen anspielungsvollen Satz. Es ist inzwischen sehr viel Insider-Zank, mit dem ich mich nicht befassen will.

Hinzu kommt ein Warn-Link zu einem Spiegel-Artikel, der sich – geht natürlich überhaaaaaupt nicht – mit dem Thema NSA-Überwachung in Deutschland kritisch beschäftigt. Schön, dass die FB-Seite von JD uns auf solchen Defätismus aufmerksam macht.

Verstehe ich einfach nicht, weil ich mich zwischendurch mit anderen Sachen beschäftige.

Und sagen Sie mir bloß, warum Sie unbedingt eine eigene Friedensbewegung am Montag brauchen. Es gab und gibt genug friedensbewegte Menschen . Ist das wie mit Loriots "Jodeldiplom", wollen Sie was Eigenes? Friedensengagement braucht - das ist richtig - einen breiten Konsens und auch Bündnisse. Aber, eigentlich formulieren die Montagsdemonstranten ja auch einen Führungsanspruch - warum soll ich mich denen denn anschließen?

Und erkären Sie mir bloß, warum Sie nicht sehen und hören wollen, wie antisemitisch Ken Jebsens Zionismus-Video ist. Und klären Sie mich auf, was an Jürgen Elsässers egomanem Getue aufklärerisch ist. Und sagen Sie mir bitte, was ich von diesem Lars Märhholz halten soll. Kennt der sich mit Politik wirklich aus?

Und - wo sind eigentlich die Frauen in diesem ganzen krawalligen Laden?

berlino1010 21.06.2014 | 11:34

Ich finde Kriterien wie »Wer ist in der aktuellen Auseinandersetzung Täter, wer Opfer?« sowie die Frage nach Gerechtigkeit zielführender als den Anspruch, partout »über« den Parteien stehen zu wollen.

1) In guter Tradition sehen die hier von Janto Ban zitierten Linken der UKR, BEL und RUS die eigentlichen Konflikte nicht zwischen den jeweiligen Ländern, sondern zwischen den Klassen. Jede Militarisierung und Nationialisierung beraubt das Volk seiner Interessen und stärkt die, der Mächtigen und Reichen, wie man unschwer auch in der Ukraine sehen kann. Im eigentlichen Sinne stehen die imperialistischen Führer der EUSA und der UKR zusammen mit denen RUS gegen das Volk der Ukraine, des Donbass und RUS.

Richard Zietz 21.06.2014 | 11:44

Naja, Magda, Ihr Stil ist nun auch nicht so der absolute Bringer ;-).

Ansonsten habe ich selten eine so große Ansammlung von Strohmann-Argumenten beisammen gesehen (Begriff vorsichtshalber verlinkt; Sie beschäftigen sich ja, wie Sie sagen, zwischendurch viel mit anderen Sachen).

Ich persönlich hätte angesichts Ihrer sticheligen, mich ad personam attackierenden Kommentare eigentlich bereits vor zwei, drei Wochen die Reißleine ziehen sollen. Nunmehr passiert; Sie haben bei mir ab sofort Blog-Verbot. Wie Hans Springstein und andere das handhaben mögen, sei den jeweiligen Moderatoren überlassen.

Ansonsten weiterhin viel Erfolg – mit dem Tipp, ob Sie Ihre Aktivitäten nicht vielleicht stärker auf diese Seite fokussieren wollen.

berlino1010 21.06.2014 | 11:52

Danke für den Link. In der Tat erleben wir das Problem:

ist jede Vorstellung von einem linken oder befreienden Nationalismus brandgefährlich.

In der Analyse des Ukraine-Konfliktes sind nur wenige in der Lage, sich sowohl mit sozialen Protesten auf dem Maidan als auch mit den einfachen Menschen des Donbass zu solidarisieren.

Stattdessen tendieren viele Linke dazu, national zu denken, den Maidan komplett zu verteufeln, und reaktionäre, nationalistische Führer im Donbass zu verklären.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 11:53

Hasilein, keiner konstruiert hier Deine Nähe zu Rechtsextremisten. Es geht nur um Deine putzige Strategie, sich bezüglich der UKraine blind zu stellen, lustig zu relativieren und lieber auf den Unsiversalbösewicht Putin hinzuweisen, weil es in Russland kritikwürdige Gesetze gibt. In den USA gibt es die NSA, ist darum Obama nun an allem in der Welt schuld.

Aber da Du heute so forsch dabei bist, wird es Dir bestimt leicht fallen, die Fragen aus dem Beitrag "Mark Frankchetti berichtet" zu beantworten:

"Was ist mit dem, was Mark Franchetti sagt? Kannst Du dazu was sagen?

Was ist damit, dass militante Kräfte der "Kiew-Regierung" Journalisten foltern und töten, Zivilisten töten und Artillerie gegen Zivilisten einsetzen.

Erkennst Du, dass es sich dabei auch um Sondereinheiten des Rechten Sektors und der Bandera-Faschisten handelt?

Was sagst Du dazu, dass Mark Franchetti anführt, dass es sich um einfache Bewohner der Ost-Ukriane handelt, nicht um militärisch ausgebildete Einheiten. Dass er wedermoderne Ausrüstung noch ausländische Spezialisten gesehen hat. Das er ganz bewusst von Kämpfern und nicht von Terroristen spricht."

dame.von.welt 21.06.2014 | 12:20

°Ich persönlich hätte angesichts Ihrer sticheligen, mich ad personam attackierenden Kommentare eigentlich bereits vor zwei, drei Wochen die Reißleine ziehen sollen. Nunmehr passiert; Sie haben bei mir ab sofort Blog-Verbot. Wie Hans Springstein und andere das handhaben mögen, sei den jeweiligen Moderatoren überlassen.

Ansonsten weiterhin viel Erfolg – mit dem Tipp, ob Sie Ihre Aktivitäten nicht vielleicht stärker auf diese Seite fokussieren wollen.°

Das ist, was Sie in meinem Blog unter °ich gebe mir Mühe° (so oder ähnlich) aussagen wollten? Meinen Respekt, Herr Zietz.

Daß ein einzelner Blogger so dermaßen blöde sein kann, Magda mit °Strohmann-Argumenten° in Verbindung bringen zu wollen, sie mit Tips zum Seiten-fokussieren zu behelligen und sich auch noch mit einem Blog-Verbot für sie lächerlich zu machen, das ist eine Leistung an sich. Und was Magdas °stichelige ad-personam°-Kommentare angeht (wenn Sie schon nicht imstande sind, die als treffende Mahnung zum Überdenken Ihrer Performance hier zu begreifen): a Guater hoits aus, um an Schlechtn is net schad.

Vielen Dank aber für die Erheiterung...;-)...

janto ban 21.06.2014 | 12:22

|| Wer sagt Ihnen, dass Hans Springstein, Mopperkopp oder ich (als bei dem Thema stark exponierte FC-Blogger) uns nicht umfassend informiert haben über unterschiedliche Aspekte dieses Konflikts? ||

Ihr sagt mir das. Vergleiche diesen Kommentar und folgende.

|| Ungeachtet dessen lasse ich mich ungern zu Schweigen verdonnern, wenn jemand in einem solchen Konflikt unfair spielt. ||

Schande, wat sind Sie'n armer, geknechteter Mensch. Gezwungen, Conchita Wurst gut zu finden und nun auch noch zum Schweigen verdonnert. Du liebe Güte, wie unfair.

Und nein, was ich sage, impliziert nicht einmal, die Wahrheit läge auf der Mittellinie. Ich betrachte meine Haltung, im neu entbrannten Ost-West-Konflikt keine Partei für Putins hochgerüstete "Heilsbringer" in der Ost-Ukraine zu ergreifen, für ziemlich links. Und den Kommentar, in dem ich das Kapern der Maidan-Proteste durch wirtschaftsevangelikale US-Spinner oder die vom Westen her uneingeschränkte Solidarität mit der Regierung in Kiew gutheiße, müssen Sie mir mal bitte zeigen. Den gibt's nämlich nicht.

Links und rechts, das sind entlarvenderweise die Schachteln, die die neuen "Rothschild-Friedensbewegten" abschaffen und gegen die beiden Kategorieen Wahrheit und Indoktrination ersetzen wollen. Aber nicht mit mir. Und mit Ihnen auch nicht, wie ich lese. Dann müssen wir uns also weiter streiten, wer von uns beiden der wahre Linke ist.

|| eine Kampagne, die sich – von scheinbar »links« – auf Menschen gestürzt hat, die um den Frieden in Europa besorgt sind, den Medien (aus m. M. n. gutem Grund) nicht mehr trauen ||

Ja genau. Die Medien, die dank der sog. Zwangsgebühr und des jüngsten BVerfG-Urteils zu den unabhängigsten der Welt gehören, den Öffentlich-Rechtlichen, heißen jetzt "Propaganda-Medien" und Putins Staats-Medien sind die einzig verbliebenen, unabhängigen Quellen, die nichts wollen, außer sachlich und nüchtern berichten. Ich weiß doch. Und wenn die Kämpfer für das Gute im Donbas die Arbeit der OSZE nicht unmöglich machen würden, hätten wir es Ihrer Meinung nach vermutlich mit noch mehr westlicher Propaganda zu tun. Ich habe verstanden.

Bei dem "Feldzug" gegen die neuen Montagsmahnwacher beteilige ich mich genauso wenig an Extrem-Sprech, wie im Ukraine-Konflikt. Alles in einen Sack zu packen und friedensbewegt draufzuhauen ist nicht meine Art, sondern eher die derer, denen im Ukraine-Konflikt vor Geifer der Schaum aus den Mundwinkeln läuft. Im Westen, wie im Osten. Hier in der Com allerdings eher vor blinder Wut auf den Westen. Mit Betonung nicht auf Wut, sondern auf blind.

|| Ich finde Kriterien wie »Wer ist in der aktuellen Auseinandersetzung Täter, wer Opfer?« sowie die Frage nach Gerechtigkeit zielführender als den Anspruch, partout »über« den Parteien stehen zu wollen. ||

Da unterscheiden wir uns unüberbrückbar massiv, weil Sie mit "Parteien" die in der Ukraine einen Stellvertreter-Bürgerkrieg anheizenden, altbekannten Blöcke meinen. Schließen Sie sich mal lieber dem Folgenden an, wenn Sie sich als links bezeichnen:

|| Der Krieg in der Ukraine dient nur der herrschenden Klasse zur Konsolidierung der Gesellschaft, ihres politischen Regimes und den Interessen der Großbourgeoisie. Der Krieg hindert das Volk im Westen und Osten des Landes, für ihre sozialen und politische Rechte zu kämpfen. Die Regierungen von Russland, der EU und den USA benutzen den Bürgerkrieg in der Ukraine für den gleichen Zweck - Menschen, die im Donbass sterben - sind Schachfiguren ihrer Auseinandersetzungen || link

|| Insgesamt sehe ich recht wenig, was ich mir vorzuwerfen hätte. ||

Eine sympathische Ich-Aussage. Daran gibt's nix zu rütteln.

dame.von.welt 21.06.2014 | 12:30

Und die mopperkoppenden Inquisition, gute Güte - kein Klogriff zu tief. Nein, Janto Ban muß schön darauf hingewiesen werden, daß Homosexuelle in Käfigen ausgestellt werden, um Parteinahme zu erzwingen. Reicht das noch nicht aus, kommt die üblich-peinliche Befragung in partiellem Fettdruck.

Jaja, und nun kommt sicher das vielbemühte Affentheater, lassen Sie mal stecken, ist zu blöd.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 12:46

Etwas kurz gedacht. Faschisten hetzen immer zuerst gegen die Gruppierungen, bei denen es die größte Zustimmung im "Volk" gibt, um dann immer weiter zu schreiten, siehe Drittes Reich.

Es wundert mich nicht, dass Personen, die bisher nicht nur keinen klaren Standpunkt fahren, sondern sich von dem Etikettierungs-Modus der Medien einlullen lassen, nun Schwierigkeiten bei der Benatwortung ein paar einfacher Fragen haben und diese als "Inquisition" hinstellen. So ist das nun mal, wenn man ein schlechts Blatt zu hoch reizt, dann kommt igrendwann der Moment der Wahrheit ...

Aber vielleicht gehen Sie mit leuchtendem Beispiel voraus, schalten mal den ad personam Etikettierungs-Modus aus und beantworten diese einfachen Fragen aus dem Beitrag "Mark Frankchetti berichtet":

"Was ist mit dem, was Mark Franchetti sagt? Kannst Du dazu was sagen?

Was ist damit, dass militante Kräfte der "Kiew-Regierung" Journalisten foltern und töten, Zivilisten töten und Artillerie gegen Zivilisten einsetzen.

Erkennst Du, dass es sich dabei auch um Sondereinheiten des Rechten Sektors und der Bandera-Faschisten handelt?

Was sagst Du dazu, dass Mark Franchetti anführt, dass es sich um einfache Bewohner der Ost-Ukriane handelt, nicht um militärisch ausgebildete Einheiten. Dass er weder moderne Ausrüstung noch ausländische Spezialisten gesehen hat. Das er ganz bewusst von Kämpfern und nicht von Terroristen spricht.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 12:46

Langt es mal wieder nur zu Rumgeschwafel? Wenn es gegen andere Communitonen geht, in anderen Blogs, wenn also über andere Communitonen hergezogen wird, über sie in Abwesenheit schlecht geredet wird, dann kannst Du dich doch erstaunlicherweise viel klarer äußern.

Also kann ich resümieren, dass Du nicht den Arsch in der Hose hast, im Beitrag "Mark Frankchetti berichtet" vor Ort zu kommentieren, da Du diese Ignoriermasche fährst. Weiterhin lässt sich einmal mehr festhalten, dass Antirussisten sich zwar seitenweise über "Putin-Versteher" auslassen, sich den Griffel dabei krummschreiben.

Aber wenn es ans Eingemachte geht, wenn ihnen unangenehme Fakten auf den Tisch kommen, wenn es gilt, kritische Fragen zu beantworten, dann überkommt sie auf einmal eine merkwürde Schreiblähmung. Dann werden sie kleinlaut und es verschlägt ihnen die Sprache. Aber nur, um sofort wieder in den Diffamierungs- und Etikettierungsmodus zu verfallen.

Also was ist nun? Bist Du in der Lage ein paar einfach Fragen zu beantworten? Oder bricht dann Dein wackeliges Kartenhaus zusammen? Ich wiederhole die Fragen gerne für Dich:

"Was ist mit dem, was Mark Franchetti sagt? Kannst Du dazu was sagen?

Was ist damit, dass militante Kräfte der "Kiew-Regierung" Journalisten foltern und töten, Zivilisten töten und Artillerie gegen Zivilisten einsetzen.

Erkennst Du, dass es sich dabei auch um Sondereinheiten des Rechten Sektors und der Bandera-Faschisten handelt?

Was sagst Du dazu, dass Mark Franchetti anführt, dass es sich um einfache Bewohner der Ost-Ukriane handelt, nicht um militärisch ausgebildete Einheiten. Dass er weder moderne Ausrüstung noch ausländische Spezialisten gesehen hat. Das er ganz bewusst von Kämpfern und nicht von Terroristen spricht.

Der Kommentar wurde versteckt
janto ban 21.06.2014 | 12:55

|| Es geht nur um Deine putzige Strategie (...) auf den Unsiversalbösewicht Putin hinzuweisen, weil es in Russland kritikwürdige Gesetze gibt. In den USA gibt es die NSA, ist darum Obama nun an allem in der Welt schuld ||

Guck mal, das sind alles unhaltbare Unterstellungen. Ich mache Putin und sein offizielles Russland nur für das verantwortlich, für das ich es verantwortlich halte. Die Für-das-gesamte-Übel-der-Welt-Kiste unterstellst du mir nur. Zur anderen Unterstellung hatte ich gestern hier schon gesagt:

|| Mir vorzuwerfen, meine Sicht auf die Ukraine-Krise speise sich imgrunde aus der Tatsache, dass ich persönliche Rache an diesem Gesetz (oder sowas) üben wolle, ist doch der einfachste Versuch, mich für's Thema zu diskreditieren. Soll heißen: Du kannst nicht mitreden, denn du bist befangen. Lobby deiner selbst, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. ||

Ein ganz ein hinterfotziges Vorgehen ist das. Man sehe sich den diesem Kommentar nachfolgenden Thread gut an, um zu erkennen, wes Geistes Kind ich mich hier gegenüber sehe. Dann versteht man auch, warum ich mich da, wo ich stehe, gut aufgehoben fühle.

wwalkie 21.06.2014 | 12:55

Und erkären Sie mir bloß, warum Sie nicht sehen und hören wollen, wie antisemitisch Ken Jebsens Zionismus-Video ist. Und klären Sie mich auf, was an Jürgen Elsässers egomanem Getue aufklärerisch ist. Und sagen Sie mir bitte, was ich von diesem Lars Märhholz halten soll. Kennt der sich mit Politik wirklich aus?

Und - wo sind eigentlich die Frauen in diesem ganzen krawalligen Laden?

Sie werden keine Antwort bekommen, Magda. Dann würde das ganze mühselig aufgebaute Bollwerk zusammenbrechen: "Wir" sind für "Frieden", "Wir" sind gegen die Manipulation der "Mainstreammedien", "Wir" sind weder rechts noch links, sondern einfach nur einfache "Menschen", "Wir" sind gegen das aggressive Amerika, "Wir" sind für den lupenreinen Demokraten und Mann der Gerechtigkeit Putin, "Wir" sind nicht antisemitisch, sondern "nur" gegen den "Zionismus an den Hebeln der Welt", "Wir" als BRD sind nicht "souverän", "Wir" sind deutsche Unternehmer und Prollis Arm in Arm gegen die 1 Prozent Finanzkapitalisten (ich könnte noch 20 Minuten weiter schreiben, aber es nervt einfach, weil es seit den 20er Jahren immer wieder gekaut wird, mal in Edelnazidiktion mal als "Volkes" Stimme).
Und die "Rolle" der Frauen auf den Bühnen der Friedensdemos erleben wir auf den Youtube-Filmchen: das langhaarige Hippie-Mädchen, das "mit falscher Stimme und echtem Gefühle" vom Frieden singen darf, die ältere Dame, die Tierrechte einfordern darf, die überzeugte Veganerin, die Yogalehrerin ...Die richtige Politik ist "natürlich" den Männern (immer denselben, den "Organisatoren" nämlich) vorbehalten. Das "richtige" Entertainment auch: männlichen Rappern und singenden Bundestagsabgeordneten. Sehr beschäftigt mich die unerträgliche Leichtigkeit und Rapidität der Manipulation über die neuen Medien. Die Organisatoren sind ja eher drittklassige Medienunternehmer. Aber viele der einfachen "Mahnwächter" scheinen wirklich zu glauben, was Elsässer, Jebsen &Comp. ihnen einhämmern. Dass jemand applaudieren kann, wenn man in veralteter Werbesprache ihn als "Zielgruppe Mensch" oder - wie Elsässer - als "Zielgruppe Volk" bezeichnet, kann man nur mit zeitweiligem Vernunftverlust erklären, zeigt aber, wie leicht es Politmarketing heute hat. Traurig stimmt mich die Erkenntnis, wie viele Linke auf der schiefen Ebene langsam, aber stetig nach rechts rutschen; auch sie merken es nicht oder haben kein Problem damit. Unseren Konfu-Fighter freut dies; er muss es bald nicht mehr alleine genießen, dass das Abendland untergeht. What's left? Ein Kuraufenthalt im "Grandhôtel Abgrund"?

Hans Springstein 21.06.2014 | 12:56

Nochmal mit Schreibfehlerkorrektur:

Als nicht neuraler Diskussionsbeobachter muss ich mal bemerken, dass nicht Mopperkopp nicht nur anderen nichts unterstellt, sondern fragt, er hat ebenso nicht mit unsachlichen und unterstellenden Bemerkungen begonnen. Kürzlich hat er mich bei einem anderen Beitrag sogar zu Recht gebeten, sich nicht über abwesende Kommentaristen zu äußern

Das ist das Interessante an solchen Diskussionen, wie schnell statt Fakten, Argumenten, Belegen zu bringen mit irgendwelchen Behauptungen, Unterstellungen, Vorwürfen und auch Missverständnissen um sich geworfen wird.

Ist für mich nicht ganz verwunderlich, auch auf diese Weise lässt sich gewissermaßen ein Thema erschlagen. Dennoch finde ich es bedauerlich, wie schnell es um alles geht, aber nicht um das Thema und wie schnell dabei das Niveau absackt.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 13:02

Du redest immer weiter drumrum. Du bist derjenige, der Putin in die Ukraine-Diskussion zieht und behauptet, er sei der Grund allen Übels dort.

Beantworte doch einfach die Fragen. Aber Du weißt genau, warum Du das nicht tust, weil dann offensichtlich wird, mit welch schlechtem Blatt Du zu hoch gezockt hast, nur um anderen das Etikett "Putin-Verstehr" o.Ä. anzuheften und sie in diese Ecke zu drängen, ganz geschmeidig medienkonform eben.

Soll ich die Fragen wiederholen?

MO 21.06.2014 | 13:11

"Als nicht neuraler Diskussionsbeobachter..."

Bin zwar ebensowenig neutraler Leser, vermute aber, dass es die zur Genüge geben wird und die hier eindeutig die gut und logisch argumentierte Mopperkopp-Linie nachvollziehen können. Die anderen mögen sich Luft machen und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, werden aber wahrscheinlich selbst wissen, dass sie nicht sehr überzeugend sind.

Magda 21.06.2014 | 13:12

Gut, kein Ausweichen nach dem Motto: "Wir stellen hier die Fragen". Bitteschön.

Wie glaubwürdig ist Dein Antifaschismus, wenn Du lieber die "Verschwörungstheoretiker" von den Montagsdemos bekämpfst als das westliche Bündnis mit realen ukrainischen Nazis, die weder vor Mord noch vor Pogrom zurückschrecken?

Mein Antifaschismus - verehrter verhörender Genosse Gold - kann, wie ich dringend hoffe, vor Ihnen bestehen: Denn ich bekämpfe zwar die Montagsdemos, weil mir nicht klar ist, wieso ich mich engagieren soll bei egomanen Krawallschoten.
(Ehrlich: Wenn ich Ken Jebsens Video sehe, zucke ich zusammen. Teils wegen des hanebüchenen Inhalts, teils aber auch wegen des poppigen Getues. Wenn ich Elsässer sehe, weiß ich nicht, wofür diesen Vogel bewundern soll. Dehm - der Quereinsteiger - ist hinlänglich als enfant terrible bekannt. )
Mir scheint - die Querfront ist was für Männer in der Mildifecrisis. Da kriegen die ja alle so einen Drive. Wenn ich die sehe frage ich mich auch: Was für eine Welt enstünde, wenn die was zu sagen hätten, und dann wird mir gleich noch mal sehr eigen.

Ich bin, was die Ukraine betrifft, eher eine "Putinversteherin", finde die Unterstützung für ukrainische Nationalisten auch sehr kritikwürdig.
Ich sehe aber auch, dass der gute Wladimir (Beherrsche die Welt) kein Engel ist und halt auch "sein Spiel spielt".

Trotzdem denke ich, dass Realpolitik bedeuten würde, jetzt Einfluss auf Poroshenko zu nehmen, damit von dort ein bisschen mehr Stabilität entstünde. Die haben sich doch mal prima verstanden - Poroshenko und Putin. Wenn hinter den Kulissen mehr geredet würde, das wäre zu wünschen.

Die Ukraine selbst ist zutiefst national gespalten und ein höchst zerrissenes Land, das versucht, andauernd die Schuld an der eigenen Misere bei anderen zu suchen. Und jene, die Russen sind oder "zu den Russen wollen" werden zu Feinden stilisiert. Das geht schon so, seit die unabhängig geworden sind.

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/des-schrecklichen-anfang

Hier habe ich mal einen Essayband der ukrainischen Autorin Oksana Sabuschko besprochen. Die formuliert eine Menge der ukrainischen Kränkeleien und Krankheiten. - nebenher war ich vor langer Zeit auch mal ein bisschen Slawistin.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 13:13

Guter Tipp überigens, man sehe sich diese Diskussion an. Aber nicht nur diese Diskussion, sondern auch die Historie. Und man stelle erstaunt fest, wie der hier so lieb und unschuldig auftretende Janto Ban dazu neigt, stetig in anderen Blogs, in Abwesenheit der Betroffenen, über diese herzuziehen und ihnen Dinge zu unterstellen, die nicht stimmen.

Was ausgewogene Phamplete von Linken oder Anarchisten betrifft, die habe ich übrigens schon vielfach gepostet, nicht nur mit Bezug auf die graswurzelrevolution.

dame.von.welt 21.06.2014 | 13:14

°... und beantworten diese einfachen Fragen ...°

Nö, warum sollte ich? Ich habe mich aus guten Gründen aus der FC-Ukraine-Diskussion bislang rausgehalten und habe nicht vor, das aufgrund Ihrer freundlichen und ergebnisoffenen Aufforderung zu ändern. In einem haben Sie allerdings recht: °Faschisten hetzen immer zuerst gegen die Gruppierungen, bei denen es die größte Zustimmung im "Volk" gibt, um dann immer weiter zu schreiten, siehe Drittes Reich.° Manche brauchen nicht mal unbedingt Gruppen dazu.

Zu Ihrer Infamie in Richtung Janto Ban: mit Ihren felsenfesten Standpunkten und Ihrem lausigen Diskussionsstil nicht d'accord zu sein, bedeutet weder °Rumgeschafel° noch °nicht den Arsch in der Hose° zu haben noch °wackeliges Kartenhaus°. SchönenAbendnoch.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 13:22

Nein, keiner hat etwas gegen Kritik, Hasilein. Was aber von denen zu halten ist, die nicht den Arsch in der Hose haben, diese den Betroffenen ins Gesicht zu sagen, sondern sie hintenrum an die Frau oder den Mann bringen, dazu noch diffamierend, das mag jeder selbst entscheiden.

Übrigends beziehe ich mich nicht auf Hintenrum-Äußerungen über mich, die sind mir egal, spricht doch das hinterum über andere herziehen für sich und wer sich darauf einlässt, der outet sich ganz alleine.

janto ban 21.06.2014 | 13:29

Na gut, dann ist es jetzt eben mein Zitier-Verhalten, das mich zu einem Freund von NAZIs, Folter und Tod macht. Wenn dir die diskreditierenden Anwürfe ganz ausgegangen sind, sag kurz Bescheid. Gemeinsam finden wir noch welche. Ich schmiere zum Beispiel manchmal Popel unter den Sitz meines Firmenwagens, also wünsche ich mir den Genozid der russischsprechenden Ost-Ukrainer (m/w). Nur als kleiner Tipp von mir, damit dir dein Agendasetting nicht zwischen den Fingern zerrinnt..

Hans Springstein 21.06.2014 | 13:37

Ja, er spricht für sich oder über seinen Autor ...

Aber ehrlich gesagt bin ich angesichts der ausufernden und abseitigen Diskussion hier, bei denen trotz Deiner Bitten darum Argumente und Fakten wieder fast keine Rolle spielen, nur Deutungen, Vorurteile und Glaubenssätze, wieder geneigt, die Kommentarfunktion zu meinem Text zu schließen, so ganz als Diktatorautor oder Autodiktator ...

Hans Springstein 21.06.2014 | 13:59

Bleiben Sie mal ganz locker. Sie können anmerken, was und wo Sie wollen. Es ist immer eine Frage des Stils.

Ich habe nur darauf hingewiesen, dass hier wie schon bei anderen Texten, nicht nur meinen, etwas stattfindet, was nichts mit Diskussion zu Fakten, Argumenten, Tatsachen, Informationen und Hintergründen zu tun hat, sondern mit persönlichen Befindlichkteiten, rein subjektiven Meinungen und Glaubenssätzen, was sicher nicht verwunderlich ist bei einem "Meinungsmedium". Das hat sicher auch was mit unterschiedlichen Verständnissen von dieser Plattform mit dem Etikett "Community" zu tun.

Kleiner persönlicher Scherz am Rande: Haben Sie sich mal nicht so damenhaft ...

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 14:03

Immerhin handelt es sich bei Mark Franchetti um einen prämierten Kriegsreporter, der viele Jahre von brisanten Kriegsschauplätzen berichtet hat, nun bei diesem Einsatz fast zu Tode gekommen wäre und auch nicht als Russlandfreund gilt, im Gegenteil, Russland bezeichnet ihn als "russlandfeindlich".

Dass Du als einzige Antwort darauf nur wieder einen auf die Person zielenden herabsetzenden Vergleich bietest, war zu erwarten und spricht für sich ...

karamasoff 21.06.2014 | 14:08

Man könnte ja eigentlich mal das Fass aufmachen und analog zu Rasmussens ziegenstarren auf Trolle behaupten es tummeln sich in den Gazetten haufenweise Obamas bezahlte Trolle.

Rasmussen-Elsässer-Syndrom

Wenn man mal EINEN der Einsprungszeitpunkte für offizielle Meinungsmache sehen möchte, weil man nicht lesen möchte, dann hier aktuell: Interview über eine 3 Jahre alte sprachanalytische Arbeit, die schon einmal in einem der Machtergreifung-blogs verlinkt war und vor Monaten bereits von den Nachdenkseiten als Download-Link bereitgestellt wurde.

Ein weiterer Artikel verweist auf ein Kernproblem , welches gerne ignoriert wird, weil ja nach wievor gilt: Viel Feind viel Ehr, auch oder gerade WEIL der erklärte Feind in Teilen exakt das gleiche vertritt wo er doch gefälligst alle paar Tage was anderes zu machen hat, hauptsache es stört nicht die reframing-Aktionen und hoffähig gewordenen cognitive distortions.

JA WAS DENN NU? Helfen? Nichthelfen? Abzug, Rückzug? Vollzug? Ist ja auch völligegal, hauptsache er tanzt nach den Vorgaben der westlichen Friedenspfeifen und das Volk tanzt mit: Tanz den Poroschenko, Tanz den Barack Obama...

Begriffs Musturbation

Magda 21.06.2014 | 14:29

Sie haben recht wwalkie. Aber, so richtig eine Antwort habe ich auch nicht erwartet.

Unseren Konfu-Fighter freut dies; er muss es bald nicht mehr alleine genießen, dass das Abendland untergeht.

Ja, das stimmt. Der freut sich über all die "Pudel" in allen Farben, die er hier gezüchtet hat, einschließlich derer, die sonst eigentlich ganz vernünftig waren. Nichts ist aggressionsfördernder als eine komplizierte Welt.

Man sagt aber, dass sich dieser Montagsdemo-Hype mit der "Zielgruppe Mensch" (herrlich- woher nehmen die diesen Hochmut) bald auflöst.

mymind 21.06.2014 | 14:34

Danke Hans für dieses Blog! Einfach pervers was sich kranke Hirne alles ausdenken & ätzend die Betrachter die entweder dabei klatschen oder sich nicht mit eindeutigen Statements dagegen positionieren.

Einfach erbärmlich auch die immergleichen Versuche Einzelner durch Anmache anderer Kommentatoren jegliche Threads, die ihnen nicht passen zu sprengen …

JR's China Blog 21.06.2014 | 14:38

Amigos (oder auch nicht): wer guten Willens ist, erkennt die Masche - sie ist "Bild"-mäßig. Was mich an diesem Thread empört ist, wie eigentlich anständige Menschen auf eben diese Masche hereinfallen. Das hilft niemandem weiter, es sei denn, der Nutzen läge in diesem Verbalgebolze. Ist das nicht entwürdigend? Glaubt wirklich jemand, hundertmal Blödsinn müsse hunderteinmal widersprochen werden?

Just my five cents - und damit bin ich auch wieder weg.

Hans Springstein 21.06.2014 | 15:06

Falls Sie mit wer guten Willens ist, erkennt die Masche - sie ist "Bild"-mäßig meinen die Diskussion auslösenden Text meinen, schlage ich Ihnen vor, einen Beleg, mindestens einen zu bringen, dass all die Kritiker der Ausstellung, die ich zitiere, Unrecht haben und es sich bei der Ausstellung in Kiew um eine zugespitzt satirisch-zynische Aktion handelt, von Künstlern, die sich ganz ironisch "Ukrainische Kulturfront" nennen und das alles nur machen, um auf die rassistisch-faschistischen antirussischen Stereotype in der ukrainischen Gesellschaft und Politik hinzuweisen und diese zu kritisieren.

Sollten Sie das nachweisen können, bin ich der Letzte bzw. der Erste, der das aufnimmt und darauf hinweist, dass die Ausstellung von ihren Kritikern missverstanden wurde.

Da würden Sie mal einen sachlichen und begrüßenswerten Beitrag zur Debatte leisten, als ebenfalls nur Ihre Vorurteile zu pflegen und alles abzuweisen, was nicht in Ihre Sichtweise passt.

Hans Springstein 21.06.2014 | 15:09

Wie in Kiew so anderswo:

"... Jetzt ist im lettischen Riga ein Denkmal für SS-Soldaten aufgestellt worden.

http://kaliningrad-domizil.ru/media/publication/photo/2014-06-19/Denkmal.jpg

Foto: "Denkmal" und Kinderspielplatz

Dieses „Denkmal“ in Riga erfüllt eine Doppelfunktion: Zum einen ist es Denkmal und zum anderen ein Kinderspielplatz. Dieses „Kunstwerk“ wurde neben der Kirche des Heiligen Peters aufgestellt. Das verwendete Material ist Holz und in rosaroter Farbe angestrichen. Am Denkmal sind keinerlei militärische oder Hoheitsabzeichen angebracht, aber die Ausführung, insbesondere die Stahlhelmform und die Nachbildung des Gewehres sind eindeutige Hinweise, wer hier abgebildet ist. ..." (Informationsagentur Kaliningrad-Domizil, 20.6.14)

berlino1010 21.06.2014 | 15:20

Unanständig lese ich nicht.

Was mich stört, es ist wieder einer dieser Blogs, der die Zuteilung von Gut und Böse auf einer der beiden Seiten verteilen will. Und dabei die jeweiligen Völker gegeinander ausspielt.

Pro-Russische Propaganda

Die (West-) Ukrainer sind bösartige Faschisten und Täter oder zumindest west-verführte Idioten.

Die Russen in der Ukraine sind sympathische Opfer, die man unterstützen muss.

Die Kiewer Führer sind Verbrecher.

Die Politiker der EUSA sind die einzigen Aggressoren und Imperialisten.

Die Russischen Politiker verteidigen nur sich und ihre Landsleute.

Der Bürgerkrieg in der Ukraine muss gewonnen werden = Separation.

Pro-Kiewer Propaganda

Die Russen in der Ukraine sind bösartige Terroristen und Täter oder zumindest russisch-verführte Idioten.

Die (West-) Ukraine sind sympathische Opfer, die nur Freiheit und Demokratie wollen.

Die Donbass Führer sind Verbrecher.

Die Politiker der EUSA helfen nur den Ukrainern, Freiheit und Demokratie zu bekommen.

Die Russischen Politiker dominieren die UKR bösartig und imperialistisch .

Der Bürgerkrieg in der Ukraine muss gewonnen werden = Niedrschlagung der Separation.

Pro Wahrheit?

Die Russen in der Ukraine, die Ost-Ukrainer wehren sich zu Recht gegen Unterdrückung, Fremdbestimmung und militärische Verbrechen.

Die (West-) Ukrainer wehrten sich zu Recht gegen Unterdrückung und Verbrechen.

Die Kiewer Führer sind Nationalisten, Verbrecher und handeln gegen die Interessen des Volkes .

Die Donbass Führer sind Nationalisten, Verbrecher und handeln gegen die Interessen des Volkes .

Die Politiker der EUSA verfolgen nur ihre eigenen Interessen.

Die Russischen Politiker verfolgen nur ihre eigenen Interessen.

Der Bürgerkrieg in der Ukraine muss beendet werden = friedliches Zusammenleben in selbstbestimmter Autonomie.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 15:36

Weder Springstein noch ich betreiben "Pro-Russische Propaganda", wir liefern Pro-AufklärerischeInformationen, berichten Pro-Wahrheit, Pro-Fakten.

Es geht von Anfang an darum, die Situation in der Ukraine zu hinterfragen. Und zu erhellen, welche Position EU/USA, Russland einnehmen und was diesbezüglich die Medien bringen.

Die "Pro-Russen, Putin-Versteher" Diffamierung wurde seitens der Medien gestartet, die sich anders nicht mehr gegen Fakten zu helfen wissen, diese Masche wird hier leider von einigen aufgegriffen.

Was neutrale, linke und auch anarchistische Positionen betrifft, ob nun bezüglich Frieden usw., so haben wir von Anfang an stetig darauf hingewiesen und darauf verlinkt.

Allerdings werde ich keine Kompromiss bezüglich der Rechtsextremisten und Faschisten in der UKraine eingehen, diese nicht weichspülen. Hier gibt es sehr wohl ein Gut-Böse.

Oder möchtest Du nun, da sich die Rechtsextremisten und Faschisten weiterhin in der Regierung und auf wichtigen Positionen befinden sagen, nun denn, lasst uns das um des lieben Friedens willen akzeptieren und das Beste draus machen?

So blöd war beispielsweise die Linke in Ägypten, die, um Mursi wegzubekommen, einen faulen Kompromiss mit den Militärs eingegangen ist. Und wohin hat sie das gebracht?

Da nutzen auch keine lieb gemeinten Proklamationen, die eine ähnliche Wirkung entfalten, als würde ich sie bei mir an die Innenseite der Klotür heften.

Richard Zietz 21.06.2014 | 16:49

Damit nicht der Eindruck entsteht, in der FC würde einseitig berichtet, habe ich eine kleine Netzrecherche gestartet, ob die Ausstellung nicht eventuell doch eine Satire ist. Ergänzend an der Stelle noch ein Artikel auf k-p-d-online mit ähnlichem Tenor wie der Blogbeitrag.

Hier das vollständige TV-Feature auf hromadske.tv, laut diesem Bericht ein ukrainisches Basisjournalismusprojekt, das sich der unabhängigen Berichterstattung verschrieben hat. Der Bericht enthält teils dieselben Szenen, die auch in den russischen Medien berichtet wurden. Neben den Russen in Käfigen (einer spielt sogar Balalaika und scheint recht heiter gestimmt zu sein) zeigt der Bericht einen Videovorführraum, in dem ein Film über die Maidan-Tage im Februar gezeigt wird. Danach wird ein Lied intoniert, am Schluss intonieren die Russen im Käfig »Putin! Putin! Putin!«

Auffällig fand ich, dass die Feature-Macher(innen) ihr Feature so gut wie nicht kommentiert haben. Das Feature hat allerdings Untertitel, in kyrillischer Schrift und (vermutlich) ukrainischer Sprache; sachdienlichere Hinweise müßte hier eventuell jemand liefern, der beides kann.

Zusätzlich habe ich mir noch die YT-Kommentare angesehen bzw. einige durch die Übersetzungsmaschine gejagt. Ein «Petr Romanoff« beschwert sich (auf Englisch): »This is racism. (…)« (Übersetzung, falls erforderlich, wird gerne nachgeliefert.) Bei «Olga from Ukraine« sieht der Kommentar nicht so gut aus. Auszug, vielleicht hat ja auch Google nur falsch übersetzt: »(…) Sie sind uns fremd und böse, wir hassen dich, und im Fall von bewaffneten Zusammenstößen, wird unsere Hand nicht zittern!«

Nunja, bei der Recherche nach den satirischen Intentionen bin ich noch immer nicht weitergekommen. Aber vielleicht liegt es an mir bzw. meinen mangelnden Sprachkenntnissen.

berlino1010 21.06.2014 | 17:00

Ich verstehe, dass man in unserem Land dazu genötigt ist, die hiesige Propaganda als solche zu entlarven.

Duldung und Unterstützung der Faschisten in Rebellion und Regierung ist eine entlarvende Offenbarung imperialistischer Politik des Westens, der sich einen feuchten Kehricht um Demokratien, Freiheit und Menschenrechte kümmert. Der Ausschluss der faschistischen Kräfte aus der Regierung und Staatsämtern ist conditio sine qua non einer demokratischen und friedlichen Lösung.

Es dient aber nicht eine gerechten und menschenfreundlichen Lösung, bei den nationalistischen Auseinandersetzungen mitzumachen und einseitig Partei für eine nationalistische Seite zu ergreifen.

Meine Partei ist das Volk (der Ukraine in West und Ost). Seinen Interessen und Bedürfnissen ist Geltung zu verschaffen. Und das verlangt die Auflösung der nationalitischen Spaltung aus jeweils imperialistischen Interessen.

berlino1010 21.06.2014 | 17:19

Ja, es gibt dieses anti-russische Feindbild, das dem Ukrainischen Nationalismus zangsläufig innewohnt. Er basiert auf Lügen und Geschichtsverfälschung. Und wird schon den jüngsten in der West-Ukraine eingeimpft. Das ist schlimm und muss bekämpft werden. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen.

Es gab und gibt aber auch eine Verunglimpfung berechtigter Volksbewegungen der West-Ukrainer, des Maidan als faschistisch und verbrecherisch. Auch das ist schlimm.

Es spielt den Imperialisten auf beiden Seiten in die Hände, diese nationalen Differenzen hochzuschaukeln und den gegenseitigen Hass zu säen.

Es gilt, die Gemeinsamkeiten in der Ukraine zu betonen. Die gemeinsamen politischen und sozialen Bedürfnisse sind viel stärker als der eingepflanzte Hass der jeweiligen Machthaber.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 17:21

Es war nicht meine Grundintention, die "hiesige Propaganda zu entlarven". Mir ging es immer darum, darauf hinzuweisen, dass dort Rechtsextreme und Faschisten an einem Umsturz beteiligt sind, der von EU/USA unterstützt wird und dass sie in die Regierung gelangen. Darüber berichte ich immerhin seit Februar.

Dass der Großteil der Medien sich derart einseitig und blind zu den Rechtsextremisten und Faschisten positioniert, und das in einer derartigen Penetranz, dass man sogar dazu übergeht, alle, die um Klarheit bemüht sind zu diffamieren und etikettieren, das war so nicht absehbar.

Es war auch nicht absehbar, jedenfalls nicht für mich, wie viele irgendwie Linke auf diese Masche anspringen.

Gleichzeitig weise ich immer wieder darauf hin, dass der Grundgedanke jeden Widerstandes in der Ukraine, soziale Defizite und Oligarchenherrschaft, nicht eingelöst wurde. Im Gegenteil, die Strukturanpassungsprogramme des IWF und das Assoziierungsabkommen, außerdem abgeschlossen von der "Übergangsregierung", verschlimmern die soziale Lage. Und bezüglich der Oligarchenherrschft muss resümiert werden, dass nur ein Ausstausch stattfand, der die Lage allerdings auch verschlimmert. Der aktuelle Pro-EU-Oligarch geht mit Militär und Neu-SS-Stoßtruppen gegen die eigene Bevölkerung los. Das ist übrigens Teil des Blogs "Mark Frankchetti berichtet".

Kurz:

Die "nationalistische Auseinandersetzung" wurde von außen in die Diskussion getragen, um sie zu zerstören. Ganz davon abgesehen, dass ich strikter Gegner jeglichen Nationalismus bin, was ich schon vielfach und an vielen Stellen sehr deutlich zum Ausdruck gebracht habe.

Hans Springstein 21.06.2014 | 17:26

Als Atheist kann ich angesichts solcher Äußerungen von Ihnen einer dieser Blogs, der die Zuteilung von Gut und Böse auf einer der beiden Seiten verteilen will. Und dabei die jeweiligen Völker gegeinander ausspielt. nur noch sagen: Herrgott, hilf!

Oder ist es ein Witz, dass Sie mir vorwerfen die jeweiligen Völker gegeinander ausspielt?

Oder ist es das alte Problem, dass der Überbringer der schlechten Nachricht der Übeltäter ist, sein muss?

Und wenn ich nicht ganz tiefenentspannt wäre, würde ich Ihnen solche Behauptungen übel nehmen, als üble Beschimpfung und Beleidigung ... Aber so entspannt wie ich bin, sehe ich Ihre Äußerungen nur als unbedacht und dumm und als bedauerlich an ... und Sie beleidigen sich intellektuell selber damit.

Es ist ein Trauerspiel, wie Sie und viele hier auf Fakten, Informationen und Argumente reagieren, Fakten, Informationen und Argumente, die das Gegenteil dessen belegen, worauf ich aufmerksam mache - nicht mehr und nicht weniger tue ich -, sind nicht nur weitestgehend Fehlenzeige sondern sind nicht vorhanden, nada, niente, oder wie der Russe sagte: ничего. Dafür zur Genüge Gift und Galle, Vorurteile, fetsgefahrene Meinungen, Abwehrreflexe usw. usf.

Andererseits ist es erstaunlich, welche Wirkung ein Text eines Einzelnen hier hervorruft.

Hans Springstein 21.06.2014 | 17:30

Meinen Sie das tatsächlich ernst, dass u.a. der Hinweis auf eine Ausstellung einer "Ukrainischen Kulturfront", die Klischee-"Russen" in Käfigen mit dem Schild "Nicht füttern" zeigt, dass dieser Hinweis darauf bedeutetet bei den nationalistischen Auseinandersetzungen mitzumachen und einseitig Partei für eine nationalistische Seite zu ergreifen?

Nein, das kommentiere ich nicht weiter, da ich mir vorgenommen habe, möglichst immer ganz sachlich zu bleiben ... selbst wenn nicht mal das mehr hilft ...

Hans Springstein 21.06.2014 | 17:39

Danke. Ich bin immer wieder fasziniert, was ich als einzelner Autor unter vielen auf dieser Plattform mit einem einzelnen Text auslöse ... Als würde wenn schon nicht die Welt aber die geliebte "Freitag-Community" untergehen ...

Aber es ist auch ein Trauerspiel, nicht nur intellektuell, wie viele hier auf Fakten, Informationen und Argumente reagieren. Fakten, Informationen und Argumente, die das Gegenteil dessen belegen, worauf ich aufmerksam mache - nicht mehr und nicht weniger tue ich -, sind nicht nur weitestgehend Fehlenzeige, sondern sind nicht vorhanden, nada, niente, oder wie der Russe sagte: ничего. Dafür zur Genüge Gift und Galle, Vorurteile, festgefahrene Meinungen, Abwehrreflexe usw. usf.

Ja, und statt des Inhaltes wird über Deutungen gestritten, wird jenem, der auf so etwas wie diese Ausstellung hinweist, vorgeworfen, er betreibe Hetze ...

Ist es die Hilflosigkeit angesichts der erschreckenden Nachrichten wie dieser aus Kiew? Hilflosigkeit macht ja immer aggressiv ...

Ach, ich wiederhole mich, Entschuldigung. Am Ende bleibt Staunen ...

Magda 21.06.2014 | 17:41

Danke, Danke - vor allem aber für den ganzen Damier, der auch nicht von "schuldig" spricht. Das ist Springstein.

Damier ist eigentlich recht ausgewogen und hält auch Putins antifaschistische Ukraine-Erregung für Heuchelei.

Zitat: Das (Der russische Verweis auf die Ultrarechten-Magda) kann alles stimmen, doch aus dem Munde der russischen Herrscher und Medien klingen solche Argumente wie reine Heuchelei. Es genügt, an eine zügellose Hetzkampagne im Sommer und Herbst 2013 gegen die ArbeitsmigrantInnen in Russland zu erinnern, die gleichzeitig mit den Razzien, Verhaftungen, Deportationen der MigrantInnen, dem migrantenfeindlichen Berichten in den Medien und dem Pogrom im Moskauer Stadtbezirk Birjuljowo lief. Die Behörden benutzten die Hetze für die Verschärfung der Gesetze gegen die MigrantInnen, und einige hochrangige Vertreter besserten sogar ihr "Verständnis" gegenüber den migrantenfeindlichen Stimmungen aus. Die russische politische und Medien-Elite als Faschismus-Bekämpfer, das klingt wirklich lächerlich!

So siehts wohl aus.

Magda 21.06.2014 | 17:57

Fakten, Informationen und Argumente.

Fakten und Informationen o.k., aber daraus ergeben sich halt verschiedene Schlussfolgerungen und daraus auch unterschiedliche Argumente. Das ist das Problem. Es gibt keine Wahrheit, die Springstein und Mopperkopp so in der Tasche durch die unnütze und ignorante Forenwelt tragen können.

Eben gerade der Link zu Damier weiter oben hat mich schon wieder drauf gebracht. Jeder und jede wählt aus bei solchen verlinkten Texten. Von daher ist der Wahrheitsanspruch so eine Sache.

Ja, und statt des Inhaltes wird über Deutungen gestritten, wird jenem, der auf so etwas wie diese Ausstellung hinweist, vorgeworfen, er betreibe Hetze ...

Der Inhalt erschließt sich erst, wenn man ihn deutet. Es ist auch sehr sonderbar, dass nicht genauer nachgesehen wird. Ich habe auch versucht, dieses Video zu entschlüsseln. Mein Russisch ist leider fragmentarisch geworden. Es ist nicht einfach eine "Russenvorführung" - es soll provozieren. Na, wie das so ist mit Sachen, die sich "Kunst" nennen. Und kann auch eine Antwort auf entsprechende russische Diskriminierung aus alter Zeit sein: Dieses "Moskali"-Lied. Habe ich erst mühsam recherchiert. Das haben die Russen noch zu Sowjetzeiten gesungen: Wir dienen nicht bei den Moswitern oder so ähnlich. Wissen wir, was einen Teil der Ukraine so von den Russen wegtreibt? Wissen wir, an welchen erlebten Ressentiments man da andocken kann? Wir wissen am Ende wenig über alle Motive und Beweggründe. Ihr - Mopperkopp und Du - Ihr speist das alles ein in den großen Wahrheits- und Weltenplan. Von daher: Wundere Dich nicht, dass da auch Ablehnung kommt angesichts des "Politunterrichts".

Und noch am anderen Ende - im Zusammenhang mit Deinem Papst-Blog: Zu DDR-Zeiten wussten sie auch immer nix über christliche Soziallehren, über christliche Friedensbewegungen und -bestrebungen. Auch nicht über bürgerliche Friedensbewegungen.

Mein übelstes Teil war, wie einmal "Brot für die Welt" als CIA-Ableger diffamiert wurde. Das nur am Rande. Aber, da wo ich zugange war - da wusste und kannte man das schon. Sehr eindimensional war immer die damalige Wahrnehmung. Eine Tradition, die man nicht fortsetzen sollte.

Hans Springstein 21.06.2014 | 18:04

Magda, Himmelhergott, muss ich mal ganz atheistisch sagen: Natürlich hat nicht Damier gesagt, dass die Maidanisten mitschuldig sind an den Faschisten und ihrem Wirken, sondern er hat wie andere auch darauf hingeweisen, dass ihr Wirken geduldet, unerstützt und befördert wurde, auch, weil es nützlich war. Und ich habe gesagt, dass das ein beleg dafür ist, dass gehrcke Recht hat mit dem Schuldhinweis und dass der auch für die Maidanisten gilt, nicht nur für uns. Bitte zitiere mich doch nicht noch falsch. und dabei ging es nicht darum, wofür russische Politiker und Medien den antifaschistischen Anspruch eventuell missbrauchen, was ich gar nicht in Abrede stelle, ohne es beurteilen zu können, aber mit dem Wissen um das, was ein Freund von seinem Studium in Moskau in den 1970er Jahren erzählte, nämlich, dass er bis dahin und nachher keine sinngemäß so rassistische Gesellschaft erlebt habe. Aber Entschuldigung, das war nicht das Thema. Und wenn ein Teil des offiziellen russischen Antifaschismus verlogen sein mag, heißt das, dass deshalb nicht der inzwischen mitregierende Faschismus in der Ukraine kritisiert werden darf ... Ich kann es nicht glauben ... Muss ich tatsächlich alles wiederholen, um wenigstens korrekt zitiert zu werden?

Ich habe schon mehrmals darauf hingewiesen, dass ich keine Gessler-Hüte grüße!

Muss ich eventuell stolz sein, dass ich hier zum Teil den "Prügelknaben" gebe, an dem sich alle austoben, die die Welt insgesamt verbessern möchten, die negativen Energien ihrer Erfolglosigkeit bei diesem Streben aber wenigstens an irgendjemand mindestens verbal auslassen müssen, damit sie davon nicht innerlich zerferessen werden?

Gehörte ich zu jenen, gegen welche die meist selbst ernannten Linken hier auf dieser Plattform vorgeblich sind und kämpfen, ich würde mich so dermaßen freuen über dieses Theater, über das sich gegenseitig Beschimpfen und Behacken, ich würde es noch befeuern, anstacheln, weil es das Beste ist, was den angeblich kritisierten Herrschenden und Mächtigen hierzulande und anderswo passieren kann.

Weil ich aber nicht zu jenen gehöre, die sich darüber freuen, falls sie es denn zur Kentnnis nehmen überhaupt, stelle ich nur fest: was für ein Trauespiel! Und frage erneut: "Merkt Ihr's noch?" und wollt Ihr alle tatsächlich "Mit Obama nach Moskau gegen Putin?"

berlino1010 21.06.2014 | 18:10

Was soll denn die Bloßstellung nationalistischer und rassistischer Exzesse von Extremisten bewirken? Die Gegenseite antwortet mit nationalistischen und rassistischen Exzessen von Extremisten in RUS etwa nach der Ermordung von Jegor Schtscherbakow im letzten Jahr ...

Das vertieft doch nur die nationalistische Spaltung. Und kocht den Hass hoch. Nicht die jeweils 10% Radikaler gilt es zu verbinden, sondern die 90% Friedensfähigen.

berlino1010 21.06.2014 | 18:18

In Birjuljowo herrschte im letzten Jahr Ausnahmezustand nach dem Mord an einem 25 jährigen Moskauer durch Kaukasier. Das Problem der Tschetschen Mafia anzugehen, die als die härteste der Welt gilt, ist kein Rassismus. Und RUS hat auch tatsächlich ein Riesenproblem mit ArbeitsmigrantInnen, weit über 10 Mio. Menschen, die illegal arbeiten und wohnen.

Auch ein überhartes Vorgehen disqualifiziert RUS Eliten nicht für einen antifaschistischen Kampf, der allerdings in der UKR zugegebenermaßen instrumentalisiert und übertrieben wird, um auch allen innländischen Protest zu diskreditieren. Und in RUS antifaschistische und nationalistische Stimmung anzuheizen.

Hans Springstein 21.06.2014 | 18:18

Magda, komme mir doch nicht damit:

Ihr speist das alles ein in den großen Wahrheits- und Weltenplan.

Du beleidigst mich und Mopperkopp damit gewissermaßen intellektuell.

Und das auf Zusammenhänge als "Politunterricht" zu bezeichnen, ebenso.

Das tust Du ebenso mit sowas: im Zusammenhang mit Deinem Papst-Blog: Zu DDR-Zeiten wussten sie auch immer nix über christliche Soziallehren, über christliche Friedensbewegungen und -bestrebungen. Auch nicht über bürgerliche Friedensbewegungen.

Ich wußte Einiges darüber ... ne, das muss ich nicht weiter ausführen. Wenn Du mir jetzt auf die Art mit der DDR-Schiene kommst, die auch mit dem Papst-Beitrag nichts zu tun hat, dann tut es mir wirklich leid. Dann tust Du mir leider leid. Hatte bisher nicht ganz den Eindruck, dass Du das nötig hast.

Was habt Ihr bloß für Probleme mit Euch und der Welt?

Und ein Letztes: Selbst das was einen Teil der Ukraine so von den Russen wegtreibt? Wissen wir, an welchen erlebten Ressentiments man da andocken kann? kann kein Grund sein, auch nur ein Yota Verständnis für Hass und inhumane Phantasien, siehe Timoschenko und Co. und den Liquidierungsfeldzug in der Ostukraine zu haben oder deshalb zu verzichten, darauf hinzuweisen, wie sehr in der Ukraine gerade für eine Trennung der tiefen historischen Verbindungen zu Russland getrommelt wirde, was nur jenen nutzt, die im Westen sich auf die ukrainischen Rohstoffe, den ukrainischen Absatzmarkt, die billigen ukrainischen Arbeitskräfte und die neuen Stützpunkte für das US- und NATO-Militär 500 Kilometer vor Moskau freuen. Sowas fängt immer mit Hasspropaganda an, bevor geschossen und Bomben geworfen werden ... Verstehen wo das herkommt, ist was anderes, sich dafür einzusetzen, mit allen begrenzten Möglichkeiten, dass diese Hass-Spirale endlich aufhört, zumindest dafür zu schreiben, das ist das Einzige, was ich tun kann. Dazu gehört eben auch, immer wieder auf Menschenfeindlichkeit und Faschismus, der sich auch in dieser antirussischen Hetze zeigt, aufmerksam zu machen.

mymind 21.06.2014 | 18:24

Aber es ist auch ein Trauerspiel, nicht nur intellektuell,…

Auch ein menschliches Trauerspiel, für den Anteil daran ist nicht allein das Bildungssystem heranzuziehen. Ich grübele seit langem darüber nach, warum diverse Communauten der DFC als auch viele Medienleute & Politiker ihren Anspruch für Menschenrechte nur in den ihnen eigenen Kreisen bzw. Interessen festzurren & entsprechend vertreten. Alle Menschen & deren Rechte, die über diesen Horizont hinausgehen, entsprechen offensichtlich einer anderen Kategorie. Entsprechende Feindbilder müssen hergehalten werden, um noch ansatzweise zu begründen, warum x anders als y ist, oder a anders als b, , ansonsten funktioniert diese Doppelmoral nicht…

Das alles erinnert an das Beispiel Syrien : Nicht nur Journalisten & etliche andere Persönlichkeiten, sondern auch alle Blogger & Kommentatoren, die keine uneingeschränkte Solidarität mit den sog. Rebellen bekundeten, vielmehr auf die Gefahr, die von diesen extremistischen, alles andere als demokratisch orientierten Gruppierungen hinwiesen, wurden auf ausfälligster Art & Weise angegangen, beschimpft & als Diktatorenfreunde bzw.-Fans diskreditiert. Davon warst Du auch betrofffen.

Es sind wie immer, nicht nur in der DFC, die ´üblichen Verdächtigen´, die öffentlich gewollte Meinungsmache nachplappern ohne den eigenen Verstand einzuschalten. Aufgrund der aktuellen Situation im Irak geht der Trend der Meinungsmache dahin, dass die sog. Rebellen nun als Extremisten & Terroristen bezeichnet werden, was sie auch sind. Die gleichen Leute, die vorher etwas anderes behauptet haben & beide Augen zugedrückt haben, plappern nun diese Version nach, als wenn sie vorher nie anders gedacht & sich niemals anders geäußert & verhalten hätten. Wie nennt man das eigentlich?

Ich habe viel Verständnis für alle, die sich irren, diesen Irrtum erkennen & entsprechend reagieren. Verständnis für selbstherrliche Opportunisten, die anstandslos & stillschweigend ihr Fähnchen nach dem Wind ausrichten & dabei in anderen Zusammenhängen in gleicher Manier kopflos rumätzen _ das geht mir ab!

mymind 21.06.2014 | 18:38

Hallo Magda,

bzgl. der Aktion, von Kunst mag ich in diesem Zusammenhanng nicht sprechen wollen, habe ich heute ein wenig recherchiert, mit wenig qualifizirter Ausbeute, außer den bereits genannten links.

Das spricht dafür, dass die Performance keinesfalls eine provokante Wirkung im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung mit den russophoben Teendenzen in der Ukraine darstellen sollte. Wäre dieses Anliegen die Idee gewesen, dann wäre eines sicher: Die allgmeine & allumfasende Berichterstattung über diese Event. War aber nicht so.

Tja, so einfach ist es inzwischen, die Motivation zu ergründen. Wahrlich ein Trauerspiel für unsere Informationsmedien & dessen Konsumenten...

berlino1010 21.06.2014 | 18:53

Glauben Sie denn ernsthaft, die Russen sind da besser? Ich kann ihnen zig Beispiele aufzählen, die in ähnlicher Weise wie die Kiewer Käfig-"Kunst" in RUS selbst passieren. Etwa wenn Nawalny im Werbe-Video einen Muslim "abknallt" oder als Zahnarzt verkleidet die "kaukasische Karies" aus dem Russischen Mund rausbohrt. Oder Schirinowski den Kaukasus mit Stacheldrahtzäunen umgeben und gegen die Fruchtbarkeit der dortigen Frauen vorgehen will? Oder die Erstürmungen eines Einkauszentrum in Birjuljowo durch einen nationalistischen Russischen Mob?

Was bitte wollen Sie mit solchen Blogs erreichen? Darstellen, dass die Ukrainer schlimm sind? Sorry, aber für mich stiftet das genauso unberechtigte Hysterie wie die Berichte über homophobe Gewaltexzesse in RUS.

Hans Springstein 21.06.2014 | 19:10

Ein allerletztes Mal eine Antwort an Sie, der anscheinend nicht versteht, was Information bedeutet: Was Sie schreiben bedeutet, dass auch hierzulande nicht auf das hinzuweisen wäre, was alte und neue Faschisten tun, von sich geben, anrichten, wie sie morden, denn das sorgt nur weiter für Unfrieden und bringt nur die Antifaschisten auf, denn Nicht die jeweils 10% Radikaler gilt es zu verbinden, sondern die 90% Friedensfähigen.

Wunderbare absurde Logik.

Übrigens sind Dugin und Schirinowski und ihre Anhänger bekanntermaßen nicht Teil der russischen Regierung und stellen auch nicht die russische Nationalgarde.

Und noch ein allerallerletztes Mal: Unterstellen Sie mir nichts, wenn Sie schon nichts verstehen, von wegen Darstellen, dass die Ukrainer schlimm sind? Sie können anscheinend nicht einmal lesen, sonst hätten Sie vielleicht bemerkt, dass ich an keiner Stelle von "den Ukrainern" geschrieben habe. Das hat auch nicht Wolfgang Gehrcke getan, auch nicht Mopperkopp usw. usf.. Verstehen Sie nicht einmal, was ich als Bitte formulierte?

Ich versichere Ihnen, dass es mir schwer fällt, Ihnen auf dieser Plattform noch mit dem notwendigen Respekt zu begegnen und zu antworten.

Soloto 21.06.2014 | 19:17

Werte Magda, "Verhören" - ein Vorwurf, der ein wenig trifft. Liegt es doch nur in meiner Absicht, zu konfrontieren und zu einem Positionsbeziehen zu drängen, ja, zu zwingen. Da ist es zu einem Verhör wohl wirklich nicht so weit.

Dabei habe ich vor allem die Gespräche der Zukunft im Blick, wenn die Werte-Interventionisten bei nächster Gelegenheit wieder ihre Leier anstimmen, ohne zur Kenntnis zu nehmen, was eigentlich in ihrem Namen angerichtet wird.

Montagsdemos - bekämpfen. Ich finde es problematisch, wenn man seine Energie lieber in die Bekämpfung der Montagsdemos steckt, statt sich über die Geschehnisse in der Ostukraine zu informieren.

Ignorieren oder blöd finden kann man die Montagsdemos meinetwegen gerne.

Ansonsten kann ich mit dem Rest d'accord gehen. Slawistik hab ich übrigens auch studiert ...

willibald hamster 21.06.2014 | 19:28

Passt nicht wirklich oder nicht ganz zum Blog-Inhalt, wegen der Quantität der Kommentare & dem an mancher Stelle drohenden Abgleiten ins Relativieren füge ich dieses Interview, das eigentlich nur bereits Bekanntes wiederholt und zusammenfasst, ein:

»Ein schlimmer Tabubruch«. Sahra Wagenknecht, Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, und Alexander S. Neu, MdB und Außenpolitik-Experte, im Interview über die dramatische Situation in der Ukraine.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 19:57

Einfach nur genial, die Masche. Keine mühselige Recherche mehr. Kein darauf achten, ob auch jedes Wort stimmt, jedes Argument sitzt und belegt ist. Keine Links mehr, nix. Einfach mal eben aus der Hüfte geballert. Ein bisken Emo dazu: Ach, wie schwer ist es zwischen all den dummen Putin-Trotteln, die den guten Freitag kaputt machen, macht mich voll fertig. Ich meine es doch nur gut. So die Masche. Voll ignorieren muss man die alle, diese Putin-Würste. Darfste nicht lesen, was die schreiben, kriegste Augenkrebs. Ich sag nur: ignorieren, ignorieren, ignorieren. Diese blöden Putin-Pudel alle ...

Magda 21.06.2014 | 20:11

Mopperkopp, Dich habe ich nur einbezogen, weil es auch Springstein tat. Es ist nicht neu, dass Du sowieso keine Kritik verträgst und eigentlich lieber die ganze FC für Dich hättest. Hegemoniale Bestrebungen bei Dir an allen Ecken und Enden.

Kritiker oder Kritikerinnen sind bei Dir niedlich, oder süß oder Schatzi oder Hasi. Aber, wenn es der Wahrheitsfindung dient, bitteschön.

Ich habe mich in Deinem Gauck-Blog gemeldet, weil mir das Thema am Herzen lag. Du machst aus allem Dein Thema, das ist mir in diesem Falle egal.

Ihr vertreibt Leute, an denen mir gelegen hat. Ihr bedient einen gemütlich in seinem Widerstandnest hockenden höchst konservativen Scherzkeks und bleibt am Ende unter Euch. Genau so, wie Ihr es anderen vorwerft.

mymind 21.06.2014 | 20:15

Ich versuche es noch einmal:

Werden die von Ihnen genannten Beispiele perverser Hirne als Kunst in staatlich geförderten Museen in Moskau ausgestellt?

Ist die Frage so schwer zu verstehen, um sie zu ignorieren bzw. auszuweichen?

&´`a propos hilfreiche & nötige Diskussionsbeiträge: Sind das allein jene, die ein Feindbild à la Putin & mit ihm den Russen schlechthin entsprechen sollen?

Richard Zietz 21.06.2014 | 20:19

Bestürzend finde ich an dem Video bzw. der Ausstellung die Tatsache, wie weit sich der nationalistische Hass, die Bereitschaft, sich rassistisch aufgeladene Feindbilder zu eigen zu machen, bereits in die Breite der ukrainischen Bevölkerung durchgefressen hat. Die Leute in der Ausstellung – alles normale Leute, keinesfalls Rechter Sektor oder sowas, eher sogar intellektuelle Leute, zum großen Teil nicht unsympathisch wirkend. Die im Video gezeigte Stimmung wirkt eher beiläufig: eher so, dass man sich um die Feindbildschaffung keine großen Gedanken macht bzw. diese als »normal« ansieht.

Ich weiß nicht, wie es andern geht, aber eigentlich kann das nur besorgt machen. Auch ich habe vor ca. sechs Wochen in einem Beitrag die Hoffnung geäußert, dass mit Poroschenko ein Kompromisskandidat, einer mit Fähigkeiten, die Gräben zu überbrücken anstatt ein Extremist, die Wahl gewinnt. Das war wohl Pustekuchen. Offensichtlich ist ein Großteil der ukrainischen Bevölkerung zwischenzeitlich diesem teils nationalistischen, teils fatalistischen Drive erlegen. Bandera-Tradition, die jahrhundertealte Knechtung durch den »Großen Bruder« im Norden – meiner gänzlich unmaßgebenden Meinung nach sieht das alles überhaupt nicht gut aus.

Eine korrigierende Kraft ist weit und breit nicht in Sicht. Obwohl eine deutsche Regierung – da im konkreten Fall eher durch den »Großen Bruder« auf der anderen Atlantikseite getrieben – durchaus die Möglichkeit hätte, real deeskalierend tätig zu werden. Allerdings würde das eine Öffentlichkeit und einen öffentlichen Druck bedeuten, der derzeit weit und breit nicht gegeben ist. Dank übrigens auch der enervierten Bemühungen einer Person, deren Namen aufzuführen in der FC zwischenzeitlich streng verboten ist.

Der Rest ist, ähnlich wie beim Kosovo-Krieg, typisch deutsche Gesinnungsethik. Man feinsinnt oder rabuliert, je nach Temperament, durch die Blögge und gibt sich gegenseitig Nachhilfe in Geschichte – notfalls zurück bis zu Hermann dem Cherusker. Nein – den Jebsen mag ich nicht. Nein – den Schmidt auch nicht – der quarzt zu viel. Die Krone-Schmalz? Die Frisur hat mir noch nie gefallen. Fast würde ich sagen: Lieber mit Kaminer und Gurzhyi runterfahren und sich einer ukrainischen Einheit anschließen (die ehrlich an ihre Seite glaubt und sich dafür einsetzt), vielleicht bei den Sanis, als diese gigantische Übung in Rechthaberei, Selbstgerechtigkeit und geheucheltem Interesse.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 20:26

Das passt ja sehr gut. Siehe meine Kommentar weiter oben. MopperKopp der Weltbeherrscher.

Ich kann mit Kritik sehr gut umgehen. Das kann jeder vielfach nachlesen.

Allerdings ist das, was hier manche von sich geben, keine Kritik. Dazu kommt die Masche, hinter dem Rücken schlecht über andere zu reden. Oder Blogs über andere zu verfassen und nicht mal den Anstand haben, diese zu erwähnen, oder direkt anzusprechen, ich erwähne da nur das Pudel-Blog.

Die ganze FC für mich. Klar. Wenn Du mal genauer hinsehen würdest, dann würdest Du merken, dass ich sehr selten in anderen Blogs meine Weltherrschaft ausübe.

Ich nutze die wenige Zeit und verfasse Blogs. Aber auch das ist nur ein untrügliches Zeichen meiner angestrebten Weltherrschaft.

Und all die Verjagten, da kommen mir aber die Tränen. Wovon denn verjagt? Vielleicht davon, dass sie mit ihrer anmaßenden Masche nicht durchkommen?

Vielleicht werden viele auch von dem ewigen Querfront, Montagsdemo und Mahnwachen-Gezanke und Gekeife verjagt?

(Und ich garantiere jetzt schon, die nächsten "Kritiker" werden wie immer auf die Person zielen, aus einem ganz einfachen Grunde, weil ihnen sonst nichts einfällt, einfältig eben.)

berlino1010 21.06.2014 | 20:50

Ächz ... ist es so schwer zu verstehen?

Ich mag es nicht, wenn man die Völker und die Menschen gegeneinander ausspielen oder aufhetzen will - was die Politiker und Medien tun.

Ich halte die Ukrainer als Volk und in den Extremen auch nicht anders als die Russen. Selbst die Russen sagen, die West-Ukrainer werden aufgehetzt. Was sollen Kinder und Jugendliche in Lemberg über Russen denken, wenn sie von den Mächtigen, den Politikern, den Nationalisten aufgehetzt werden, mit Völkermord und Unterdrückung der Ukraine durch Russen?

Ähnliches muss ich leider im RUS TV erleben, wenn die Medien ständig West-Ukraine = Rechter Sektor verbreiten?

Es wird von den Nationalisten ein gegenseitiger Hass hochgekocht, der imperialistischen und volksfeindlichen Interessen dient.

Bitte macht Euch das nicht zu eigen, sondern führt den Feldzug weiter gegen verantwortliche Politiker, Nationalisten, Faschisten ... meinetwegen auch einseitig ...

Hilfreiche & nötige Diskussionsbeiträge sind für mich alle, die Licht ins Propaganda-Dunkel bringen, ich verstehe auch die einseitige Abwehr unserer Propaganda.

Ich bin gleichermaßen von der beider Seiten betroffen und fühle mich auch den Menschen der Ukraine und RUS verpflichtet. Ich kann nicht immer nur Applaus stiften.

willibald hamster 21.06.2014 | 21:10

Im Kommentarbereich der Jungen Freiheit, wo wahrscheinlich auch eher Eingeweihte miteinander diskutieren, oder in diversen rechten Foren kann ich mir so ein Gezeter und Gestichel ehrlich gesagt nicht vorstellen. Wo aber "links" oder Ähnliches draufsteht, sieht das aber wieder ganz anders aus, habe ich das Gefühl (auch wenn z.B. in kommunisten.de eher um die richtige Anwendung der Leninschen oder Luxemburgschen Imperialismustheorie gestritten wird, während im Freitag lauter schöne Seelen* versammelt sind).

*Von deren Bewusstsein Hegel meint: Es fehlt ihm die Kraft der Entäußerung, die Kraft, sich zum Dinge zu machen und das Sein zu ertragen. Es lebt in der Angst, die Herrlichkeit seines Innern durch Handlung und Dasein zu beflecken, und um die Reinheit seines Herzens zu bewahren, flieht es die Berührung der Wirklichkeit und beharret in der eigensinnigen Kraftlosigkeit, seinem zur letzten Abstraktion zugespitzten Selbst zu entsagen und sich Substantialität zu geben, oder sein Denken in Sein zu verwandeln und sich dem absoluten Unterschiede anzuvertrauen. (Quelle)

mymind 21.06.2014 | 21:14

Keine Antwort auf eine einfache Frage ist auch eine Antwort!

Ich mag es nicht, wenn man die Völker und die Menschen gegeneinander ausspielen oder aufhetzen will - was die Politiker und Medien tun.

D´accord, doch habe ich Deinen Kommentar aufgegriffen, der die Aktion in Kiev damit abschwächte, dass ähnliches auch in RU passiert. Nur sehe ich durchaus den Unterschied, ob dieser Schwachsinn in staatlichen Museen oder im Rahmen von Veranstaltungen suspekter Oppositionspolitiker & deren Parteien stattfindet, bei denen die jeweilige Regierung nicht ohne weiteres einschreiten kann, auch nicht in RU. Wie ich mich erinnere wird i.Ü. Nawalny vom Westen hofiert, was allerdings nicht verwundert, weil jeder der gegen die derzeitige russische Regierung ist, einen GoodGuy für den Westen darstellt _ in der Ukraine ist das Resultat zu beobachten.

Im Übrigen werden auch hier Leute aufgehetzt gegen alle Völker & Regierungen, die nicht so kooperieren wie es die Allmacht wünscht. Dass es in RU auch so ist, verwundert nicht, allerdings bietet z.Zt. die westlich installierte Regierungscrew in Kiev auch genügend Sprengstoff für einen fruchtbaren Boden dieser Darstellung, was umgekehrt nur mit halbseidenen Konstrukten, gespickt mit nicht verifizierten Behauptungen & i.d.F gepaart mit den üblichen. russophoben Tendenzen aufrecht zu erhalten ist.

Es geht hier nicht um Applaus stiften, weder für die eine oder andere Seite, aber stets alles & alle über einen Kamm zu scheren, ist ebenso wenig konstruktiv.

Hans Springstein 21.06.2014 | 21:15

Ihr vertreibt Leute, an denen mir gelegen hat. Ihr bedient einen gemütlich in seinem Widerstandnest hockenden höchst konservativen Scherzkeks ...

Entschuldigen, aber geht's noch? Gehört diese Plattform hier jemandem außer Jakob Augstein und dem Freitag-Verlag? Was ist mit der vielbeschworenen Vielfalt und Meinungsfreiheit?

Wie ich vorhin schon schrieb: Ich bin immer wieder fasziniert, was ich als einzelner Autor unter vielen auf dieser Plattform mit einem einzelnen Text auslöse ... Als würde wenn schon nicht die Welt aber die geliebte "Freitag-Community" untergehen ... Es gibt hier so viele Texte und Themen, zu denen ich mich nicht äußere, Mopperkopp auch nicht. Meist äußere ich mich, wenn sich jemand zu meinen texten äußert. Wenn anderen nicht passt, was ich schreibe, auch, was Mopperkopp schreibt, warum lest ihr es dann? Wenn Euch nicht passt, wie und welche Themen und Informationen wir darstellen, schreibt doch selbst etwas dazu, aber nehmt auch nicht weniger in Kauf, wenn wir uns dazu äußern.

Ansonsten steht es mir gar nicht zu, mich in irgendeiner weise urteilend über andere Autoren und Texte zu äußern, wo ich zum Thema nichts so oder so beisteuern kann, wo es um tatsächlich persönliches geht, um Themen und Dinge, mit denen ich nichts zu tun habe und zu denen ich nichts sagen kann. Und da gibt es so viele ...

Ich bekomme schon wieder das Kopfschütteln angesichts, dessen, was Du da mitteilst und uns vorwirfst. Ihr fordert von uns, andere Meinungen zu akzeptieren, werft uns vor, das nicht zu tun, Belege dafür bringt Ihr nicht wirklich, und reagiert so auf unsere Texte und Beiträge? Geht es eigentlich auch 'ne Nummer kleiner und entspannter? "Ihr" in dem Fall = Du.

Du beleidigst Dich gewissermaßen intellektuell selber. Ich würde Dich nie beleidigen. Ich könnte jetzt als Hobbypsychologe rangehen, lasse es aber. Nur eine Aufforderung: Projiziert doch Eure Probleme mit Euch selbst nicht auf uns. Egal bei welchem Thema.

Und: Lasst Euch doch nicht von meinen Beiträgen abhalten, hier weiter zu veröffentlichen. Das wäre ja bedauerlich.

Oder suchst Du und Ihr hier selbst das, was Du und Ihr Mopperkopp und mir und anderen vorwerft: Eine feine kleine abgeschottete "Community", wo Ihr unter Euch seid, alle Du zueinander sagt und Euch niemand bei Euren kleinen und großen Welt- und Lebensbetrachtungen stört? Stören wir Euch dabei, ist das Euer kleines, aber feines Problem, dass Euch so verkrampft und abweisend auf jede andere Sicht reagieren lässt? Mir deucht, das könnte es sein ...

Aber den Gefallen, hier nicht mehr zu veröffentlichen und mich auch nicht mehr zu anderen Beiträgen zu äußern, werde ich bei allem Verständnis und Mitgefühl Dir und Euch nicht tun. Auch weil ich mich hier nicht in einem Kindergarten angemeldet habe vor zweieinhalb Jahren und diese Plattform auch weiter nicht als Kindergarten verstehe, so wie ich sie eben auch nicht als kleine, aber feine abgeschlossene "Community" verstehe.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 21:27

Nun, die richtige Anwendung der Leninschen oder Luxemburgschen Imperialismustheorie wird im Freitag tasächlich weniger diskutiert.

Schöne Seelchen, das trifft es genau.

Hegel spricht auch eine wichtigen Punkt an. In der Realität weht ein rauer Wind. Ich habe ab und an den Eindruck, manche leben tatsächlich in einer Playmobilwelt, wie oben schon mal angeführt, spielen mit Barbie und Ken Beziehungsprobleme durch und erschrecken furchtbar, wenn auf Patzigkeiten mal ein Echo erfolgt.

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 21:48

Passend zur Putinologie nun noch diese Nachricht:

Umweltbewegung russisch unterwandert

"NATO-Chef hat alarmierende Erkenntnisse über Fracking-Gegner

Wofür der neue kalte Krieg der NATO-Staaten gegen Russland doch so gut sein kann: Sogar zur Stimmungsmache gegen Umweltschützer eignet er sich. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat nämlich erfahren, dass Fracking-Gegner eigentlich nur russische Agenten sein können.

...

Andrew Pendleton von der britischen Friends-of-the-Earth-Sektion kommt hingegen ins Grübeln. Könnte es nicht sein, spekuliert er, von Rasmussen angeregt, dass die Russen in ihrer Furcht vor dem großen Potenzial hiesiger Wind- und Solarenergieressourcen westeuropäische Regierungen infiltriert haben, um die deutsche Energiewende mittels EEG-Novelle abzuwürgen oder in Italien Solaranlagen-Besitzern rückwirkend die Förderung zu kürzen.

Aber wie es scheint, hat der Rechtsliberale, der einst gemeinsam mit der rassistischen Dänischen Volkspartei seinem Land eine extrem fremdenfeindliche Gesetzgebungverpasste und den Ausbau der Windenergie zum Stillstand brachte, keine Angst, sich mit solchen Äußerungen zu blamieren."

Das lässt erahnen, wohin die künstliche Spaltung in "Putin-Versteher" und Antirussisten noch führen wird.

berlino1010 21.06.2014 | 22:00

Antwort auf die Frage: ich weiß nicht, ob die Ausst. in Kiew in einer staatlichen Institution ausgestellt ist - sie sieht ziemlich klein aus - und es gibt es kuratorische Freiheiten - und vermutlich lokal finanziert (Klitschko) - und ja, die Kiewer Regierung hat ja genug faschistischen Abschaum zu bieten - und nein, ich weiß nicht, ob es etwas Ähnliches in Moskauer Kunsthallen gibt - ich weiß nur, dass sie "The Sochi Project" von Rob Hornstra kurzfristig abgesagt hatten - worüber ich mich sehr geärgert habe ... es ist sicher so, dass die Atmosphäre in Kiew momentan ekelhaft nationalistisch und anti-russisch aufgehetzt ist und wird ... und dennoch ... mir gefällt es nicht, weder die Menschen der Ukraine (als rassistisch) noch die, der RUS (etwa als homophob) zu verunglimpfen

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 22:27

Das kann auch schnell so werden, wie mit der Nase, die zu dicht an der Tafel ist. Man denke an den Besuch der Piratin auf dem Maidan.

Wenn dem so wäre, dann brauchte niemand mehr Medien konsumieren, niemand mehr recherchieren, dann befindet sich sozusagen die Welt im trauten Heim.

Auch die NSA würde sich ganz von alleine den Bewohnern der USA offenbaren.

Erscheint dann doch etwas mager, diese Argumentation.

Mal abgesehen davon, dass sich so manche Leute gerne mit fremden Ländern schmücken, die sie nie wirklich gesehen haben ...

dame.von.welt 21.06.2014 | 23:36

°mich in die SchämDichEcke verfrachten zu dürfen°

Bitte was habe ich? Sie können ja ohne Ende darüber diskutieren, ob Kunst gut, schlecht, unterirdisch, lausig, wasauchimmer ist. Nicht aber, ob Kunst Kunst ist.

Liebe Mymind, falls es Ihnen entgangen ist: hier wird derzeit jede/r in allermindestens SchämDichEcken verfrachtet, der sich nicht auf eine (1) Seite zu schlagen bereit ist, ein Grund, warum ich mich aus den Ukraine-Diskussionen konsequent raushalte.

Dabei ist es offensichtlich, daß es übelste Propaganda ohne Ende von jeder, von ukrainischer, russischer, deutscher und jeder anderen Seite gibt, für mich unmöglich, mich auf irgendeine Seite stellen zu können. Mir ist vorhin der Kragen angesichts des 3. Weltkriegs seitens der vorgeblich besonders Friedfertigen in der FC geplatzt. Mich macht der Umgang miteinander in der FC krank.

mymind 21.06.2014 | 23:49

Mich macht der Umgang miteinander in der FC krank.

Mich auch! Von daher verstehe ich Bemerkungen wie:>> Ihnen ist aber noch bewußt, wohin das Absprechen des Kunstcharakters schon geführt hat, Mymind?<< überhaupt nicht.

Mal abgesehen davon, dass auch anderen hier etwas unterstellt wird, was außerirdisch ist! Wo sehen Sie speziell hier im Blog & Thread einseitige Propaganda? Wer verfrachtet hier wen wohin? Wer läßt sich nicht auf ein Thema ein, sondern führt Scheingefechte?

Das Fassen an die eigene Nase wäre ein guter Barometér zum Nachdenken über das eigene Verhalten.

Magda 21.06.2014 | 23:50

Eine feine kleine abgeschottete "Community", wo Ihr unter Euch seid, alle Du zueinander sagt und Euch niemand bei Euren kleinen und großen Welt- und Lebensbetrachtungen stört? Stören wir Euch dabei, ist das Euer kleines, aber feines Problem, dass Euch so verkrampft und abweisend auf jede andere Sicht reagieren lässt? Mir deucht, das könnte es sein...

Hallo, wie denn das? Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich zu denen gehört habe, die Dich gebeten haben zu bleiben, als Du selbst lieber gehen wolltest. Mindestens zweimal.

So eine Community ist kein feststehender Verein, aber es ist nun auch mal mehr als ein politisches Schlagabtausch-Forum, in dem um Meinungs-Hegemonie gestritten wird und am Ende eine kleine Grupee siegt. So kommt mir das hier eher vor.

Es macht mir und anderen keinen Spaß mehr, weil der Krawall sich als Analyse gibt - zumindest im Ton. Und weil hier einer oder zwei oder drei das ganze politische Spektrum unter sich aufteilen und andere, die davon abgestoßen sind und vielleicht auch einen anderen Stil besser fänden, einfach weggehen.

Und - und ich akzeptierte auch eine andere Sicht. Weiter oben - an Soloto - habe ich mich eher als Putin-Versteherin charakterisiert. Das war ich immer - erinnere Dich mal an den Normandie-Beitrag. Und ich hatte damit auch ne Menge Ärger.

Nur eine Aufforderung: Projiziert doch Eure Probleme mit Euch selbst nicht auf uns. Egal bei welchem Thema.

Wer ist denn ihr und wer ist denn uns? Freund-Feind-Denken. Für mich kann ich nur sagen, ich schreibe gern - in der Community und ab und an auch für den Print. Aber es sind nicht mehr viele da, die daran Freude haben. Eher haben die das Gefühl, dass sie hier stören. Aufklärung geht anders. Wirklich.

berlino1010 21.06.2014 | 23:52

Ich weiß nicht mehr, was ich aufgeführt habe ... im Zweifel meine Abwehr dagegen, die Menschen gegeneinander aufzubringen ... böse West- gegen gute Ost-Ukrainer... ich denke, sie sind ähnlich ... sie unterscheiden sich nur durch ihre Führer ...

Ich habe mich immer dafür eingesetzt, die Menschen zu sehen und ihre berechtigten Sorgen und Nöte ..

Ich habe mich immer dafür eingesetzt, die gerade die Menschen in der Ost-Ukraine nicht zu verteufeln. Ich habe sie und ihre Sorgen persönlich kennengelernt - ähnlich wie das der Britische Reporter gesehen hat:

Ost-Ukraine ist bombenreif

Anti-Terror-Einsatz Wir sind medial vorbereitet

Ich möchte aber auch nicht, dass man die Menschen im Westen der Ukraine verteufelt.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 00:16

Schon wieder solch ein anmaßend wertender Kommentar. Welche Einbildung steht eigentlich dahinter?

Und dann der Goedzak, der ein diffamierendes Blog über andere schreibt, welches aus zusammengesuchten Texten aus dem Internet besteht, mit denen die Person, über die im Blog geschrieben wird, nichts zu tun hat, es aber so dargestellt wird, also ob?

Der nicht mal genug Charakter hat, den Betreffenden darüber zu informieren, ihn direkt im Blog mit Namen zu nennen oder ihn einfach anzuschreiben? Der auch gerne über andere herzieht und hauptsächlich wertende Kommentare schreibt?Und das ist noch nicht alles. Der passt wirklich genau auf die Schiene. Hatten wir weiter oben schon.

Es ist nicht so, dass eine Person, die beruflich bedingt fehlerfrei formuliert und nett menschelt, keinen miesen Charakter haben kann.

Ihr seid wirklich ganz tolle Helden. Wenn man all eure Kommentare hier aufeinander legt, ganz feste drückt, dann kommt unten nur ein winziges Tröpfchen Information raus, aber jede Menge ad personam Geschwafel und ein wahrer Strom halbgare Unterstellungen.

Vielleicht wird der Kommentar auf Wunsch bestimmter Leute gelöscht, aber was wahr ist muss wahr bleiben und auch genannt werden dürfen ...

mymind 22.06.2014 | 00:20

Entschuldige bitte Magda,

das ist doch wohl nicht wahr, oder? Da fühlen sich einige abgestossen, weil hier einige ihre Meinung vertreten & einige Infos bringen, die nicht unbedingt in der allgemeinen Berichterstattung erwähnt werden? Ja gehts denn noch?

1. Muss keiner auf die Blogs eingehen & kommentieren.

2. Kann jeder seine Meinung & seinen Stil kultivieren.

3. Ich habe mich hier nicht zum Spasshaben angemeldet & lese die meisten Blogs auch nicht aus Langeweile & wegen des Spassfaktors, dafür sind die Themen, die mich interessieren nicht witzig genug.

4. Was Du Krawall & ich Anmache bzw. Bashing nenne, erfolgt nicht von den Bloggern, sondern von bestimmten DFC-Kommentatoren, die nicht im Sinn haben Gegenargumente zu liefern, sondern regelmäßig grätschen, stänkern, nicht nachvollziehbare & beleidigende Unterstellungen & Verdrehungen des geschreibenen Textes verbreiten. Das macht nicht nur krank, sondern ist krank. Ich frage mich auch, was die Motivation & das Ziel dieser DFC-ler ist.

5. Ich habe auch oft das Gefühl, dass ich hier störe, so what?

6. Wie geht denn Aufklärung & wie würden es die machen, die gegangen sind?

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 00:49

Wenn überhaupt etwas eine Community kaputt macht, dann sind es Cliquen, wertende ad personam Kommentare, klammheimliche Absprachen und entsprechende Arbeitsteilung im Vorgehen gegen andere User.

Unerfahrene Neulinge bekommen das mit voller Gewalt zu spüren und bleiben direkt wieder weg.

Das ist wohl das Ergebniss von Terretorialverhalten, welches manche langjährige User an den Tag legen.

Sehr traurig. Mich trifft das kaum, liegt doch der Schwerpunkt meines Lebens außerhalb der Virtualität. Manche aber, die sich sehr viel Mühe und Arbeit machen, die trifft solche oft unsägliche und unsachliche Anmache, und genau die packen dann ihren Koffer ...

Der Kommentar wurde versteckt
Hans Springstein 22.06.2014 | 00:55

Mit Schreinfehlerkorrektur nochmal:

Sie deuten schon wieder etwas in meine Worte hinein, was ich nie kund getan habe und nie kundtun würde: bzw. unterstellen mir und anderen etwas: um Meinungs-Hegemonie gestritten wird und am Ende eine kleine Grupee siegt

Wenn Sie diesen Eindruck haben, dann ist das Ihr Problem. Nicht ich und auch nicht Mopperkopp fangen hier Streit oder Ähnliches an, sondern das beginnnen immer die Kommentaristen und wird auch nur von denen geführt, die aus irgendwelchen Gründen ein Problem mit unseren Beiträgen haben. Jene nehmen jeden Versuch von Analyse als Anlass für Krawall, manches Mal auch Sie leider.

Zu hier einer oder zwei oder drei das ganze politische Spektrum unter sich aufteilen kann ich nur wiederholen: Geht's auch ne Nummer kleiner? Was für widersinnige Unterstellungen und Deutungen, schon, weil dazu niemand in der Lage ist noch hat jemand die Absicht dazu. Das können nur Spiegelungen der Absichten jener sein, die uns so etwas vorwerfen. Ich habe niemand gesagt, dass er stört. Wenn manche meiner klaren Ansagen, dass ich mit einzelnen, die sich in Debatten mit mir in etwas reinsteigerten, keinen fruchtlosen Austausch mehr pflegen werde, auch aus Gründen des grundsätzlichen Respekts vor den anderen Meinungen, wenn das falsch verstanden wird in dem Sinne, er störe hier, na dann kann ich auch nicht weiterhelfen. So einfach ist das. Das steht mir gar nicht zu. Das zeigt aber, wie andere, auch Sie, tatsächlich mit anderen Meinungen umgehen, was für Probleme sie damit haben, was sie dann aber anderen vorwerfen ... Ist schon traurig, wozu ein einzelner Beitrag eines einzelnen Autors, in dem Fall ich, führt, was er auslöst. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es nur zum Lachen. Ja, und mit dem, was Sie hier von sich geben, reihen Sie sich anscheinend frewillig bei denen ein, die Autoren wie Mopperkoppen und mich und andere hier lieber gern nicht mehr hätten, weil wir Ihnen keinen Spaß mehr bereiten ... Echt, da muß ich mich erneut wiederholen: Merkt Ihr's noch? Schaltet mal 'nen Gang runter und nehmt Euch nicht wichtiger als Ihr seid. Pöbelt andere nicht voll, dann gibt's auch keinen Krawall. und wenn Euch irgendwas nicht gefällt oder einfach nicht Eure Sicht, Meinung oder nicht Euer Thema ist, dann lest es einfach nicht. Mach ich auch so. Ich schreibe hier nicht für eine "Community", sondern für jene, die sich für Informationen, Fakten, Argumente und Hintergründe interessieren. Wen die nicht interessieren, der muss es nicht lesen. Wer mit Gegenargumenten und Gegenfakten eine Diskussion führen will, ist dazu herzlich eingeladen, sich zu meinen beiträgen zu äußern, sachlich, mit Respekt. Aber solch ein persönlich nehmendes und austeilendes Theater wie dieses, ne ... Ich nehme das wahrscheinlich einfach noch zu ernst.

Es ist wirklich absurd und bedauerlich.

Hans Springstein 22.06.2014 | 00:59

Interessant: Ich habe die Hälfte meines Lebens in der DDR gelebt und würde nie darauf kommen, das ich nun weiß und ausreichend einschätzen könnte allein auf Grundlage meines eigenen Erlebens und allgemeingültig erklären könnte, wie das in der DDR und warum es war wie es war. Ich würde maximal meine Sicht darauf einbringen. Aber selbst da hat ja J. Taylor schon erklärt, wie das war ...

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 01:03

Wieso ist das so schwer zu verstehen, dass das, was Sie hier an Perversitäten aufzählen, kein Nationalitätenproblem ist, sondern ein Charakterproblem und ein Problem derer, die solche Dinge dulden, fördern oder versuchen zu unterbinden.

Zu denen, die so etwas versuchen nicht zu unterbinden, gehören Menschen, die durch eine faschistische Ideologie, inklusive sozialdarwinistischer, indoktrinierter und unreflektiert verinnerlichter Lehren nebst Gewaltphantasien, die sie zu rechtfertigen suchen, blind und kalt wie Steine im sibirischen Winter geworden sind.

Und solche bedauernswerten Menschen, die Sadisten sind.

Tatsache, es gibt auch russische Nazis. Und ja, es gibt auch ukrainische Humanisten und solche, die durch die einen lebendigen Leibes verbrannt wurden, nachdem man sie bestialisch quälte.

Ursache des Leidens sind Gier und Unwissenheit, sagte ein kluger Kopf. Recht hat(te) er.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 01:05

Ich habe einen Fehler gemacht. Ich hätte die Auseinandersetzung nicht in Deinem Blog führen dürfen. Das war falsch. So bleibt auch ein Teil an Dir hängen.

Mich hat die schleichende Zunahme unsachlicher Kommentare, die sich der Putin-Versteher-Masche bedient, insbesondere bezüglich Deiner Arbeit, gestört.

Trotdem hätte ich das nicht hier thematisieren dürfen, vor allem nicht auf diese Art.

Hans Springstein 22.06.2014 | 01:09

Ach wissen Sie, ich habe mich nie für unparteiisch gehalten oder solches von mir behauptet und immer klar Stellung bezogen, zu Syrien, bei der Ukraine und ab und zu andern Themen. Wenn Sie das Bereitstellen von Informationen wie in dem auslösenden Beitrag oben samt deutlicher Wertung, die darauf basiert, dass Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist, nicht mehr als Berichterstattung verstehen mögen, dann haben Sie dafür sicher Ihre eigenen Gründe. Das gilt auch von wegen Goedzaks Querfrontthese, wofür auch noch Äußerungen von mir als Anlass genommen wurden. Dafür hat sich Goedzak damals zumindest halb auch entschuldigt. Ganz wird ihm das sicher nicht möglich sein, so mit dem Genossen Mauser an der Seite. Und wenn Sie in dem Zusammenhang mit diesem Beitrag von mir wieder davon anfangen, Entschuldigung, dann kann ich Ihnen nicht weiterhelfen, das will ich auch nicht. Das ist ganz allein Ihr Problem. Nur verschonen Sie mich bitte damit und mit anderen Befindlichkeiten ähnlicher Art.

dame.von.welt 22.06.2014 | 01:14

SehnSe, den Eindruck hatte ich von Ihnen auch immer, weswegen auch ich Ihr angekündigtes Ausscheiden aus der FC bedauert und Sie zum Bleiben zu überreden versucht habe, woran sich auch nichts geändert hat.

Angesichts Sätzen wie °nicht Mopperkopp fangen hier Streit oder Ähnliches an° kommen mir Zweifel an Ihrer Sicht und ich find's abscheulich, wie mit Janto Ban in den Ukraine-Blogs umgegangen wird.

Wie gesagt, war ein Fehler, in Ihrer Diskussion und nicht bloß Ihren Blog gelesen zu haben.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 01:18

Hallo Magda, das überrascht mich. Sie werden persönlich?

"Ihr vertreibt Leute, an denen mir gelegen hat. Ihr bedient einen gemütlich in seinem Widerstandnest hockenden höchst konservativen Scherzkeks und bleibt am Ende unter Euch. Genau so, wie Ihr es anderen vorwerft."

Das sehe ich gaaaaanz anders. Wegen leuten wie Mopperkopp und Hans-Springstein und mm u.ä. bin ich noch hier. Und um die zu ärgern, die mich gerne wegmobben möchten. Und weil ich hier Dinge schreiben kann, die ich sonst nirgens veröffentlichen kann und damit der mehr oder weniger maskierte rechte Mob hier nicht zu dominant wird.

Immer schön bei der Sache bleiben. Das ist manchmal ganz schön schwer. Grüße

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Hans Springstein 22.06.2014 | 01:19

Kann mich auch gut erinnern: Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich zu denen gehört habe, die Dich gebeten haben zu bleiben, als Du selbst lieber gehen wolltest. Mindestens zweimal.

Damals haben mich genau solche Theater schwer beschäftigt und beinahe davon abgehalten, auf dieser Plattform weiter zu veröffentlichen. Wissen Sie, was das entscheidende Argument für mich war, nicht aufzugeben: Der Hinweis von jemand, dass die Plattform freitag.de potentiell für mehr Leser auch für meine Beiträge sorgt als irgendein persönlicher Blog so für sich im weiten Netz, den ich aber sicherheitshalber dennoch eröffnet habe.

Und inzwischen bin ich gewissermaßen abgehärtet, so dass mich solch ein Theater wie dieses hier, an dem Sie sich leider auch beteiligen, mich nochmal ans Aufhören denken ließe. Nichtsdestotrotz finde ich es bedauerlich, was hier einige abziehen und von sich geben, auch Sie.

Hans Springstein 22.06.2014 | 01:25

Zu Ihrer Bemerkung zu Janto Ban wiederhole ich gern erneut Worte, die ich schon an Magda richtete: Ich habe niemand gesagt, dass er stört. Wenn manche meine klaren Ansagen, dass ich mit einzelnen, die sich in Debatten mit mir in etwas reinsteigerten, keinen fruchtlosen Austausch mehr pflegen werde, auch aus Gründen des grundsätzlichen Respekts vor den anderen Meinungen, wenn das falsch verstanden wird in dem Sinne, er störe hier, na dann kann ich auch nicht weiterhelfen. So einfach ist das.

Nicht überrascht bin ich, dass Leute gern austeilen, aber eben gar nicht gut einstecken können ... Ja, das gilt auch für den erwähnten Janto Ban.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 01:28

"Hilfreiche & nötige Diskussionsbeiträge sind für mich alle, die Licht ins Propaganda-Dunkel bringen, ich verstehe auch die einseitige Abwehr unserer Propaganda.

Ich bin gleichermaßen von der beider Seiten betroffen und fühle mich auch den Menschen der Ukraine und RUS verpflichtet. Ich kann nicht immer nur Applaus stiften."

Glaube ich Ihnen nicht. Von jemanden, der sich mit dem Russischen wirklich gut auskennt, hätte ich erwartet, dass er auf falsche, völlig sinnentstellte Gesetzestexte, die Russlandhetze begünstigen, eingeht und richtigstellt. Und noch ein paar andere bedenkliche Dinge. Aber, Respekt, Fachwissen haben Sie - und zwar sehr umfassend.

dame.von.welt 22.06.2014 | 01:36

Hier im Blog z.B.: °Als nächste Aktion der Rechtsextremisten und Faschisten in der Ukraine ist eine Ausstellung von nichttraditionelle sexuellen Beziehungen, Homosexualität usw. geplant. Die Betroffenen werden in Schulen, in öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen in Käfigen zur Schau gestellt, was eine heilsame Wirkung ausüben soll° klick.

Fand Ihren/Hans Springsteins Widerspruch nicht und ist nur ein Beispiel unter x. Zu Mopperkopps Performance anderen und mir gegenüber spare ich mir jedes weitere Wort, ist Zeitverschwendung - Sie können selbst lesen.

Hans Springstein 22.06.2014 | 01:44

Fand Ihren/Hans Springsteins Widerspruch nicht

Bitte bringen Sie mich nicht mit Ihrem Unverständnis von Mopperkopps Worten in Verbindung. Wenn Sie etwas nicht verstehen, könnten Sie nachfragen, anstatt zu verurteilen. Und jener, den Sie erwähnten und der Ihnen anscheinend sehr schutzbedürftig erscheint, kann sich sicher selber wehren, falls er denn angegriffen wird, was er aber anscheinend öfters glaubt, als dass es tatsächlich passiert ...

mymind 22.06.2014 | 01:47

Haben Sie ggf. eine Ahnung warum MK diesen Kommentar in diesem Sinne verfasste?

Das erinnert mich ein bißchen an die Geschichte des kleinen Jungen, der gern provoziert & wenn es kritisch wird, kommen seine grossen Brüder bzw. Schwestern & nehmen ihn in den Schutz & verprügeln die anderen Jungs.

Ich bin nicht immer der gleichen Meinung wie MK, aber habe bei kontroversen Diskussionen bislang von seiner Seite keine Beleidigungen oder absurde Unterstellungen erfahren. Doch letzteres von Ihnen, nicht nur in diesem Thread, Sie erinnern sich vielleicht.

dame.von.welt 22.06.2014 | 01:49

Sie behaupten, ich würde Foristen gegeneinander ausspielen. Warum?

Sie stellen einen Blog ein, der die Verfolgung russischer Homosexueller nach Verabschiedung des Propaganda-Gesetz verharmlost, schließen dessen Kommentarfunktion und dienen ihn aber als *Fakten* in x weiteren Blogs an. Warum?

Sie betrachten eine einfache Übersetzung eines Gesetzestextes ohne jede Quelle als sakrosankt und korrigieren in einer anderen einfachen Übersetzung herum. Warum?

Fragen über Fragen...

Ich gehe mit (oder ohne) Ihrer @aller freundlichen Erlaubnis jetzt trotzdem zu Bett.

dame.von.welt 22.06.2014 | 02:00

°... keine Beleidigungen oder absurde Unterstellungen erfahren. Doch letzteres von Ihnen, nicht nur in diesem Thread, Sie erinnern sich vielleicht.°

Nein, erinnere ich nicht, außer, daß ich Sie mal versehentlich aus einem Blog warf, den ich wegen üblem Getrolle (wer anderes) dicht machen mußte und darum mehrfach bei Ihnen um Verzeihung bat. Davon abgesehen, habe ich Sie eher in Schutz genommen, ich erinnere z.B. popkontext, die Ihnen in x Aufzügen den Kopf abzureißen versuchte. Was ich auch erinnere, ist Ihr ständiges Mißtrauen ob meiner Gesinnung, reicht.

Die Bemerkung über Kunst war in der Tat eine Randbemerkung, die Sie zum Drama aufpusten. Nochmal: wenn ein Künstler wasauchimmer zur Kunst erklärt, ist das Kunst, fertig. Sie können diese Kunst Scheiße finden, das steht in Ihrem Belieben. Nicht aber, Kunst den Kunstcharakter absprechen, no way.

Jeder, wie er mag. Ich mag nicht mehr.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 02:06

Wenn ich wüsste, dass Sie sich für die Antworten wirklich interessierten, würde ich Sie ihnen liebend gern und alle beantworten. Gute Nacht und eine Empfehlung noch:

https://www.freitag.de/autoren/elisrea/musik-ist-der-beste-brueckenbauer

Vieleicht bringen Sie die Urteile des Obersten Gerichtes der RF oder ein paar andere Zitate doch noch ins Grübeln. Was ich leider nicht glaube. Schade, denn Widerspruch inj der Sache kann eine Bereicherung für beide Seiten sein. Wenn man das überhaupt will.

SuzieQ 22.06.2014 | 02:18

Guten Morgähn:

Es liest sich wie: Schulhofklopperei.

Denn es spielt überhaupt keine wirkliche Rolle (mehr), worum es geht.

Kloppen um des Kloppens willen.

Es wird nicht gelesen, was geschrieben wird. Vielleicht wird auch einfach nicht verstanden, was gelesen wird. Und dennoch folgt ein: ich, ich, ich, ..., nee, du, du, du...

Am schlimmsten finde ich persönlich, dass die Klopper auch noch stolz auf die Klopperei sind. So direkt stehend neben einer überdimensionalisierten Goldwaage.

Als wäre 'auf die eigene Brust' und auf andere einkloppen ein Zeichen für Stärke.

Profilierung und Projektion. <3-lichen Glückwunsch.

Und: es liest sich, als würden auf dem Schulhof alle im Käfig ausgestellt. Und manche wollen raus! Und manche fühlen sich wohl darin!

Manche fliegen nicht mal, wenn die Käfigtür offen steht...

Hans Springstein 22.06.2014 | 02:26

Ja und was Mopperkopps Warnung vor dem, was ukrainische Faschisten und ihre Mitläufer, auch die "künstlerischen", sich noch so leisten werden, auch an Homophobie und Gewalt gegen Schwule und Lesben, darauf gab ein Ereignis in Schweden im März einen kleinen Ausblick: "Im schwedischen Malmö kam es in der Nacht des 8. März 2014 zu einem Überfall organisierter Neonazis auf eine kleine Gruppe von Antifaschist_innen. Der Tathergang sowie die zugefügten Verletzungen lassen keinen Zweifel an der Tötungsabsicht der Angreifer, ...
... [eines der] Opfer wurde vor kurzem auf der schwedischen Neonazi-Homepage „Realisten“ mit Bild und vollem Namen als Aktivist einer Kampagne von Fußballfans gegen Homophobie geoutet. ...
Alle drei mit Vorwurf des versuchten Mordes inhaftierten sind bekannte Neonazi-Aktivisten: ... Nebulös bleibt, warum der ebenfalls am Angriff beteiligte langjährige SVP-Aktivist Andreas Carlsson nicht inhaftiert wurde. Er soll nach Berichten lokaler Antifaschist_innen bereits in der Vergangenheit an Überfällen auf Antifaschist_innen beteiligt gewesen sein, bei denen er demnach auch mehrfach Messer einsetzte. Carlsson war erst wenige Tage vor dem Angriff aus der Ukraine nach Schweden zurückgekehrt. Dort hatte er als Teilnehmer einer Delegation schwedischer Neonazis als "Ukrainafrivilliga" (Ukraine-Freiwillige) Kameraden der „Svoboda“ bei ihrer gewaltsamen Machtübernahme unterstützt und im Internet über die Mission berichtet – auf der Seite „Realisten“. ..." (Quelle) Davon haben Sie sicher auch gehört.

Und wie sagte doch Andreas Umland, ein Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der "Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie" u.a. laut Wall Street Journal vom 20.3.14 über die an der Putschistenregierung mitbeteiligte rechtsextreme Swoboda"-Partei: "Ich würde sagen, sie stehen rechts außen, aber Faschismus ist das nicht ... Ihre typischen Themen sind Homophobie, Anti-Abtreibung, nationaler Ruhm, Unabhängigkeit und so weiter." Die werden ihren Einfluss sicher nicht ungenutzt lassen wie sie bisher schon bewiesen haben ... Umland hat seine Thesen nach dem Prinzip "Eher ist Putin ein Faschist, auch wenn er keiner ist" in einem Text für die Heinrich-Boell-Stiftung näher erläutert.

Was interessiert da, worauf u.a. der Tagesspiegel online am 19.3.14 aufmerksam machte, dass Swoboda-Parteichef Oleg Tjahnybok 2004 auf einer Kundgebung seinen Anhängern zurief: „Schnappt euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und anderen Unrat!

Jazenjuk-Stellvertreter Alexander Sytsch von der Swoboda ist Verantwortlicher für den "Schutz der nationalen Minderheiten". Das fiel selbst Uwe Klußmann von Spiegel online unangenehm und als unpassend auf.

Swoboda-Mitbegründer Andrij Parubi ist der neue Sekretär der Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine. Klußmann dazu: "Jetzt gehört er der Vaterlandspartei von Julija Timoschenko an. Zum Koordinator der Sicherheitsdienste stieg der Rechtsradikale auf, weil er zuvor "Kommandant" des Maidan gewesen war.
Dort kooperierte er eng mit dem Führer des militant rechtsextremistischen Rechten Sektors, Dmitrij Jarosch. Der ließ seit Januar seine Kameraden auf die Polizei schießen. So trug er maßgeblich zur blutigen Eskalation bei.
Jarosch hat zwei Jahrzehnte lang bewaffnete Nationalisten bei Wehrübungen geschult. Sein Rechter Sektor verfügt jetzt über mehrere tausend bewaffnete Kämpfer. Jarosch nennt seine Kameraden "Soldaten der nationalen Revolution" und ruft zum "nationalen Befreiungskrieg" für die "Entrussifizierung der Ukraine" - ein Appell zum Bürgerkrieg.
Zu den Feindbildern des Rechten Sektors gehören außer Russland die EU, die er als "Brüsseler bürokratisches Monster" bezeichnet, der "totalitäre Liberalismus" und die sexuelle "Perversion". ..." Usw. usf.

Und wer davor warnt, vor dem, was da noch droht, nach dem mit den "Russen" aufgeräumt wurde, künstlerisch und militärisch, dem wird vorgeworfen, er verletze empfindliche Kommentaristen ... Wie absurd ist das denn bitte sehr?

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 02:26

„Och nö, nicht noch mehr davon“

Sie haben recht. Es war Ausdruck meiner „Fassungslosigkeit“ über diese starrsinnige und dickfällige Borniertheit.

Nur sollte schon klar sein, dass dies ganze irrationale Gezeter und Gekeife keinem Dissens in der Sache entspringt. Wie man allerdings damit souveräner und für sich selbst gesünder umgehen könnte, dass weiß ich auch nicht so recht.

Gute Nacht

mymind 22.06.2014 | 02:27

So ist das mit der Selbst- & der Fremdwahrnehmung. Weder kann ich mich an popkontext erinnern, noch an Aufzügen (?), die mich guillotinieren sollten, manche Kommentare prallen eben selbst an eine Dünnhaut ab _ wie Staub im Wind...

Kein Grund Ausuferungen in hitzigen Diskussionen überzubewerten, die sollten allerdings so fair sein, dass der Andere nicht auf übelste Art & Weise diffamiert wird. Soweit ich das verfolgen kann als auch darüber hinaus, sind ihre Anschuldigungen ggü. MK & HS haltlos. Machen Sie sich nicht zum Popanz von JB, der alles andere als ein Kind von Unschuld bzgl. Austeilen ist, i.d.R. sucht er die Konfrontation.

Ihren Kunstbegriff finde ich bedenklich, wenn Menschen diffamiert werden _ so hat das Beuys sicher nicht gemeint. Schade, dass er nicht mehr lebt, gerade aktuell fehlen politische Künstler mit Weitblick...

janto ban 22.06.2014 | 02:35

|| Nicht die jeweils 10% Radikaler gilt es zu verbinden, sondern die 90% Friedensfähigen ||

*****

Ich habe das hier noch nicht alles gelesen und schaffe es heute Nacht wohl auch nicht mehr. Will nur kurz sagen, dass ich es erschreckend finde, dass sie nicht einmal dir und deinen Argumenten zuhören.

Obwohl es mich eigentlich nicht wundert, denn du weißt nicht nur aus erster Hand, wovon du redest, sondern stehst der ganzen Sache wahrscheinlich neutraler gegenüber als ich. An den Stellen, wo wir nicht einer Meinung waren, warst du jedenfalls immer ein bisschen 'pro-russischer' + 'anti-westlicher' als ich. (Weiß gerade nicht, wie ich das anders formulieren soll.)

Das zeigt aber ganz deutlich, um was es denen geht - und um was eben nicht. Andernfalls hätten die deinen Blog nicht ignoriert - und sich schon gar nicht abfällig darüber geäußert. Ich denke, dass da Hopfen und Malz verloren ist, weil entweder nicht die Fähigkeit oder nicht die Absicht vorhanden ist, neben den vielen, oftmals berechtigten, schlechten Wörtern über die Ukraine, die EU und die USA auch nur ein schlechtes Wort auf Russland kommen zu lassen. Bei dieser Parteinahme muss es sich entweder um Obsession oder um Broterwerb handeln. Anders erklären kann ich mir das mittlerweile wirklich nicht mehr..

SuzieQ 22.06.2014 | 02:39

Was wollen Sie eigentlich sagen, Frau Schulhofaufseherin?

Sie verstehen nicht, was ich schreibe? Oder verstehen Sie nicht, was Sie lesen?

: )

Ich finde es bemerkenswert, manchmal, wenn Menschen sich selbst lächerlich machen.

Und nicht andere Menschen.

Ich kann daher nur gratulieren zum Aufstieg vom Kindergartenspielplatz auf den Schulhof.

Ich bin gar keine Aufseherin, ich dachte, schau mal hinein, bei deeeem content... tja, geschissen, um es mal auf deutsch zu sagen, mymind.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 06:23

Da muss man schon unterscheiden. Die Medien geben momentan die fassungslosen Reaktionen vieler Verbände und Einzelner auf das dämliche Gerede wieder, fahren aber schon selber seit geraumer Zeit eine Aufweichungsstrategie bezüglich der breiten Abwehrhandlung gegen Fracking, ähnlich der gegen Krieg.

Und sie unterstützen die Aktion der Bundesregierung, die im Windschatten der Fußball-WM das "Fracking-Erleichterungs-Gesetz" durchbringen will.

Außerdem habe ich das schon vor Wochen in der Serie "Die Machtergreifung" prognostiziert, dass es nun ein "Fracking gegen Putin" geben wird.

apatit 22.06.2014 | 08:40

... und man muß in diesem Beitrag nicht mit allem einverstanden sein wie die Geschichte mit G. Westerwelle. " Homosexuelle sollen nach Ansicht des früheren polnischen Arbeiterführers Lech Walesa im Parlament in der letzten Reihe sitzen - oder gleich hinter einer Mauer. Der Friedensnobelpreisträger will nicht, dass seine "Kinder und Enkel von dieser Minderheit verwirrt werden". Das ist dann aber OK - Doppelmoral und zwar WESTLICHE!

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 12:06

"Guten Morgähn:"

Sie langweilen sich, finden es aber trotzdem kurzweilig sich hier mitzuteilen.

"Es liest sich wie: Schulhofklopperei."

Klartext: Die Kommentatoren hier benehmen sich wie kleine ungezogene Kinder. Wenn Sie Wortgefechte verurteilen, wäre es da nicht sinnvoll etwas zur Deeskalation beizutragen, statt abzuwerten und anzuheizen?

"Denn es spielt überhaupt keine wirkliche Rolle (mehr), worum es geht."

Was haben Sie hier zur Sache gesagt?

"Kloppen um des Kloppens willen."

Eine sehr selektive Sichtweise, bei der Ungleiches gleichgesetzt wird. Nach dem Motto, die einen verhalten sich nicht besser als die anderen - sich selbst dabei ausnehmend.

"Es wird nicht gelesen, was geschrieben wird. Vielleicht wird auch einfach nicht verstanden, was gelesen wird. Und dennoch folgt ein: ich, ich, ich, ..., nee, du, du, du..."

Wobei Sie bei Ihrem pauschalisierenden Rundumschlag welche Rolle spielen?

"Am schlimmsten finde ich persönlich, dass die Klopper auch noch stolz auf die Klopperei sind. So direkt stehend neben einer überdimensionalisierten Goldwaage."

Und wo stehen Sie dabei?

"Als wäre 'auf die eigene Brust' und auf andere einkloppen ein Zeichen für Stärke."

Sie kloppen hier auf alle ein und auf die eigene Brust.

"Profilierung und Projektion. <3-lichen Glückwunsch."

Naja, das kommt bei jedem mal vor. Es menschelt halt. Bei Ihnen auch, wie Sie hier gerade sehr anschaulich belegen. Macht aber nichts. Tun wir ja alle mehr oder weniger - je nach Gelegenheit.

"Und: es liest sich, als würden auf dem Schulhof alle im Käfig ausgestellt. Und manche wollen raus! Und manche fühlen sich wohl darin!"

Diese Anspielung hat im Vergleich zu den in Kiew zwecks Provokation und Demütigung in Käfigen ausgestellten Menschen einen ganz bitteren Beigeschmack.

"Manche fliegen nicht mal, wenn die Käfigtür offen steht..."

Und Sie? Wo befinden Sie sich? Und was bezwecken Sie mit diesem Beitrag?

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 12:15

Das Interessante daran ist, das bestimmte Leute in den Medien mit der Homophobiekeule auf DIE Russen, DIE russische Regierung und Putin einschlagen und so gut wie nicht erwähnen, dass die Gewalt gegen Homosexuelle in erster Linie von Rechtsradikalen ausgeht und geschürt wird - und religiös phqanatisierte Kreise keine unwesentliche Rolle dabei spielen.

Man benutz Homosexuelle, um von den wirklichen Tätern abzulenken und sie auf den politischen Feind zu hetzen. So schlägt man mindestens zwei Klappen und macht die Fliege.

Magda 22.06.2014 | 12:21

Das sehe ich gaaaaanz anders. Wegen leuten wie Mopperkopp und Hans-Springstein und mm u.ä. bin ich noch hier. Und um die zu ärgern, die mich gerne wegmobben möchten.

Das freut mich für Sie. Sie sind angekommen, ich bin ermüdet und manchmal empört. Andere sind zwar nicht weggemobbt, aber vertrieben worden oder sind achselzuckend auf dem Rückzug. Sie ist das eben. Und - auch ich sehe mich nach wie vor als "links". Rechts-Links-Vermanschungen kann ich nicht verstehen.

Immer schön bei der Sache bleiben. Das ist manchmal ganz schön schwer. Grüße

Was ist die Sache? Was bitte. Für mich ist die Art, wie jemand seine "Sache" kommuniziert auch wichtig. Das ist mein Thema. Über andere Dinge kann ich selbst recherchieren. Und ich folge dankbar einem Link, wenn er auf einen interessanten Fakt verweist. Wenn mir jemand zuviel Welterklärung vor die Füße wirft, werde ich eher verdrossen.

Vor allem möchte ich hier nach wie vor gern schreiben. Mehr will ich dazu nicht sagen. Es macht sich ein Hochmut breit, der sich Aufklärung nennt und alle anderen als "Nichtdenkende" oder so ähnlich denunziert. Ich werde auch immer wieder dann "persönlich" werden, wenn ich mich fragen muss: Was ist das für einer oder eine an der Tastatur, der oder die sich so artikuliert. Ich bin auch nicht ohne scharfe Töne, aber am Ende hat es meist einen Ausgleich gegeben. Hier sind Leute, die haben immer Recht. Und das erschreckt mich.

Ihren Link habe ich aktualisiert und das Video etwas verkleinert, sehe aber dass es den schon in Ihrem Gergijew Blog gab. Man muss in die HTML-Funktion gehen.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 12:59

Hallo Magda, ich versuche Sie zu verstehen. Kann auch Vieles von dem, was Sie hier schreiben nachvollziehen. Und so weiter. Ich glaube auch, dass man mit Ihrer Kritik ganz gut leben und entsprechend reagieren kann, ohne dass sich eine verbale Gewaltspirale nach oben dreht.

Der Link war versehentlich in meinen Kommentar gerutscht. Den hatte ich wohl noch in der Zwischenablage. Aber danke für die Visualisierung (sagt man das so?)

O.K. Schönen Sonntag noch und so :-)

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 15:03

"Habt ihr immer noch nicht begriffen, dass ihr die Stellvertreterkriege nicht zu führen, sondern zu kritisieren habt?"

Wenn sie die Notwendigkeit von Kritik an Stellvertreterkriegen begriffen haben, warum äußern sie diese dann nicht hier?

Heute ist übrigens der 22. Juni.

Zuder Zeit im Jahre 1941 war die Sowjetführung übrigens fürchterlich nationalistisch und ziemlich antisemitisch, außerdem die Speerspitze einer gnadenlosen Spitzel- und Terrorherrschaft. Homophob waren die vermutlich sowieso.

SuzieQ 22.06.2014 | 16:31

Ich versuche, mich zu informieren.
Da ich kein Russisch spreche, helfen mir links auf Beiträge in dieser Sprache nicht wirklich weiter. Hier gab es über 100 Kommentare, also beginne ich, mich durchzuackern, obwohl ich ansonsten die Vielkommentierten eher meide. Es ist mir echt zu mühsam, weil mich vieles von dem, was ich lese, im Thema nicht wirklich weiterbringt.
Aber schon vor dem 10. Kommentar wird die sachliche Ebene verlassen. Es wird persönlich, geht weg vom Beitragsthema. Und es ist allemal steigerungsfähig.

Seit Ende April lese ich in der dFC überhaupt erst wieder, und ich bin sehr erschrocken über das Klima, über den Umgang miteinander.
Ich finde, da ein Blogautor die Verantwortung übertragen bekam, im eigenen Blog zu moderieren, das auch bedeutet, 'eine klare Linie' zu fahren. Und Verantwortung fürs eigene Blog zu tragen. Nicht mitzuhacken...
Hier lese ich von 'ich überlege, ob ich die Kommentarfunktion desaktiviere'. Das wäre mE der allerletzte, weil hilfloseste Schritt.

Deeskalieren, ja, wäre schön. Ich komme bei Kommentar Nr. 200? dazu, und dann halte ich eben mal einen Spiegel vor, es liest sich bis dahin eben schon so, als seien manche fast ineinander verbissen.
Soll ich dazwischen gehen? Nein.
Darf ich aufzeigen, welche Wirkung es auf mich hat? Ich denke, ja.

Und dieses blog ist ja nur eins von vielen, in denen ich förmlich den Schaum vorm Mund mitlesen kann. Und immer auf der persönlichen Ebene. Ja, ich kann mich auch umdrehen und gehen...
Stattdessen hatte ich zB vor einem Monat die 'wahnwitzige Idee' ein Ausweich-Blog anzubieten, um die Streitigkeiten aus den Blogs selbst herauszuziehen. Eine Möglichkeit zur Deeskalation...

Es menschelt halt. Bei Ihnen auch, wie Sie hier gerade sehr anschaulich belegen. Macht aber nichts. Tun wir ja alle mehr oder weniger - je nach Gelegenheit.

Nein, das hat für mich mit menscheln nichts mehr zu tun.

Diese Anspielung hat im Vergleich zu den in Kiew zwecks Provokation und Demütigung in Käfigen ausgestellten Menschen einen ganz bitteren Beigeschmack.

Dabei ging es gerade mit diesen Bildern, die ich malte, darum, aufs Blogthema zurückzukehren. Da ist für mich trotz Kunst ein ganz bitterer Beigeschmack, der aber evtl beabsichtigt ist...
Mir ist bewusst, dass jeder die eigene Interpretation liest.
Provokation kam mir letzte Nacht in diesem thread hier als das richtige Mittel zum Zweck vor. Ich hab mich quasi nur 'eingereiht'.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 16:48

„Könnte es sein, dass Sie die Intention meiner kleinen unkriegerischen "Intervention" nicht ganz verstanden haben?“

Da sie sich durch meinen Kommentar überhaupt nicht angesprochen fühlen, könnte das durchaus möglich sein. Da ich davon ausgehe, dass sie verstanden werden wollen, haben sie sicherlich selbst das Bedürfnis, noch einmal kurz verständlich zu machen was sei meinen, ohne sich extra bitten zu lassen.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 18:19

elisRea 22.06.2014 | 02:06

Wenn ich wüsste, dass Sie sich für die Antworten wirklich interessierten, würde ich Sie ihnen liebend gern und alle beantworten. Gute Nacht und eine Empfehlung noch:

https://www.freitag.de/autoren/elisrea/musik-ist-der-beste-brueckenbauer

Vieleicht bringen Sie die Urteile des Obersten Gerichtes der RF oder ein paar andere Zitate doch noch ins Grübeln. Was ich leider nicht glaube. Schade, denn Widerspruch inj der Sache kann eine Bereicherung für beide Seiten sein. Wenn man das überhaupt will.

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Ehemaliger Nutzer 22.06.2014 | 18:47

Ich habe gerade gesehen, dass Sie die von Ihnen verlinkte Gesetzesübersertzung von dem julius-hensel-blog kopiert man haben. Das erklärt einiges. :-)

So fehlerhaft, sinnentstellend und verdreht kann man einen Text nur absichtlich wiedergeben.

Für Sie ist die Angabe der Quelle, wo Sie die Übersetzung gefunden haben, ein Hinweis worauf?

Wenn es Ihnen wichtig ist zu wissen, ob ein Text richtig übersetzt ist, dann fragen Sie doch jemand, der Russisch kann. Vielleicht hilft Ihnen berlino1010 weiter.

Als Russlandkenner kennt er vielleicht die Sprache und kann die Übersetzung in meinem Beitrag anhand der russischen - verlinkten Quellen - prüfen und sie gegebenenfalls korrigieren.

Ich habe übrigens eine interlineare russdisch-deutsch-Übersetzung eingestellt und Ihnen verlinkt.

Es ist vorteilhaft - wenn auch oft mühsam - sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, bevor man sich darüber ein Urteil bildet und das in der Öffentlichkeit verbreitet.

"Sie stellen einen Blog ein, der die Verfolgung russischer Homosexueller nach Verabschiedung des Propaganda-Gesetz verharmlost,..."

Wenn Sie begründen könnten, inwiefern ich was verharmlose, könnte ich das vielleicht nachvollziehen und gegebenenfalls richtig stellen.

Ich rechne allerdings nicht damit, dass Sie das tun werden bzw. können.

Die Frage, warum ich die falsche "Übersetzung" von Ihrem julius-hensel-blog korrigiert habe, können Sie sich sicher selbst leicht beantworten. :-)

Rüdiger Grothues 23.06.2014 | 20:26

"Ich nutze die wenige Zeit und verfasse Blogs."

Es liegt ein wenig außerhalb des Themas hier, genau wie das Zitat, aber da musste ich doch sehr lachen: Die wenige Zeit nutzen?
Wenn ich Weltmeister im Sekretär_in-Schnellschreibwettwerb (New York 1984) und im Schnelllesewettbewerb (Moskau 1994) geworden wäre und hätte die letzten Monate keine Sekunde geschlafen, dann wäre es mir doch und trotzdem schwergefallen, Mopperkopps Output (Beiträge & Kommentare) auch nur in etwa nahezukommen, von Nachdenkseitenzeiten mal ganz abgesehen.
Und da sprichst Du von "die wenige Zeit"?

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Ehemaliger Nutzer 23.06.2014 | 20:40

Das ist sehr interessant. Wie kann es nur sein, dass Realität und Eindruck so voneinander abweichen?

Ich kommentiere zu über 90 Prozent in meinen Blogs. Dies hier ist eine ganz seltene Ausnahme. Und die Anworten in den eigenen Blogs gehen leicht von der Hand, da ich dort nun mal im Thema bin.

Benachrichtigt werde ich automatisch, im Fall eines Kommentares an mich, wie hier. Die Antwort ist zügig geschrieben.

Andere kommentieren wesentlich regelmäßiger, allerdings breiter gestreut, weniger fokussiert. vielleicht liegt es daran.

Beiträge verfasse ich immer so, wie gerade Zeit ist, oft abends und am Wochenende und veröffentliche sie meist geraume Zeit nach Erstellungsbegin, manchmal sogar erst Tage später. So kann es aber auch sein, dass ich mehrere Beiträge schon fertig verfasst unveröffentlicht "auf Vorrat" habe. Vielleicht vermittelt die so mögliche Regelmäßigkeit der Veröffentlichungen einen "Dauerbetrieb".

Es ist tatsächlich so. Ich verbringe wesentlich weniger Zeit im Freitag als es anscheinend den Eindruck erweckt, das nennt sich Zeitökonomie ...

Rüdiger Grothues 23.06.2014 | 21:22

Danke für die Einlassung auf mein so neben dem eigentlichen Thema hier zum Ausdruck gebrachten Erstaunen - einen gewissen Schlendrian gegen die allseitige Beflissenheit zu setzen schien mir früher schon erstrebenswert, aber vielleicht habe ich es ja übertrieben...

Trotzdem...
"Ich verbringe wesentlich weniger Zeit im Freitag als es anscheinend den Eindruck erweckt, das nennt sich Zeitökonomie ..."
...musst Du hier häufiger zugange sein, als die Zeitökonomie-Polizei erlaubt, denke ich.
Werde mich jetzt mal mit Zeitökonomie beschäftigen, dem einzigen Wirtschaftsgebiet, das sich noch nicht im Würgegriff der Finanzwirtschaft befindet.

knattertom 24.06.2014 | 00:49

S0 haben sich die Protestierenden auf dem Kiewer Maidan-Platzmitschuldig gemacht, egal welche ehrenwerten Motive sie auch protestieren ließen.

"Woran sind sie denn schuldig? Dass sie das zu Beginn vielleicht gar nicht übersehen haben, wie da Kräfte an die Macht drängten, die besser organisiert waren. Eine echte Flasche ist der Witali Klitschko, das stimmt."

Das habe ich mich beim Lesen des Artikels auch gefragt, zumal inzwischen bekannt ist, dass es nicht nur ukrainische Rechte waren, die auf dem Maidan anwesend waren.

Heise Online - Ukrainische Rechte bekamen Unterstützung aus Schweden

Da lachte wohl ein ordentliches Handgeld.....

Auch ich dachte beim ersten Lesen, dass die Aktion nur sarkastisch gemeint sein kann. Nach dem Motto: Schaut, was ihr jetzt angerichtet habt! So Denken wir inzwischen übereinander......

"Der rechte Sektor war aus meiner Sicht entscheidend für den Umsturz, weil er eine Organisation ist, die auch bereit war, in Kampfhandlungen mit den Polizisten, mit den Sicherheitskräften einzutreten. Sie waren gut organisiert, sie hatten auch immer wieder einen Plan, wie sie angriffen, wie sie sich verteidigten, so dass sie einen großen Anteil am Erfolg des Maidans gehabt haben."

Ein Regierungswechsel war ja überhaupt nicht die Forderung der urspünglichen Maidan-Proteste, sondern eine andere Wirtschaftspolitik und eine Machtbeschneidung der Oligarchen.

knattertom 24.06.2014 | 01:00

"Die Frage wird lauten:Wo hast Du versucht, Dich wirklich sachlich und kundig zu informieren und wo hast Du aus dem Bauch heraus irgendwelche Schreihälse unterstützt, die am Ende nicht einmal wussten, was sie bekämpfen."

Liebe Magda,

in der Ukraine kaum 24 Std. Autofahrt von Berlin, werden Städte voll mit Menschen von anderen Menschen mit Haubitzen und Mörsern beschossen, mit Panzern angegriffen und getötet.

Wenn hier nun Menschen dazu aufrufen, dagegen, und für Frieden, zu demonstrieren, ist das doch erstmal gut und unterstützendswert.

Ich sehe es nicht so, dass man mit seiner Anwesenheit auf einer dieser Demonstrationen Schreihälse unterstützt, sondern vor allem erstmal diese eine zentrale Forderung. Die Friedensbewegung den frühen siebziger Jahren in den USA und in den 80ern hier in Deutschland ist auch ohne Schreihälse grossgeworden, obwohl vielleicht der eine oder andere da am Anfang auch mit dabeigewesen sein mag.

Meine Meinung.

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 02:10

Unseren Konfu-Fighter freut dies...

Ja, das stimmt. Der freut sich über all die "Pudel" in allen Farben, die er hier gezüchtet hat,

^^


Das ist ja mal eine steile These. Die antifaschistischen Blogger - man beachte das Blog, unter dem hier "diskutiert" wird, bilden sich ihre Meinung also gar nicht selbst, womöglich an der Wirklichkeit? Nein, nein!

In Wahrheit sind sie alle seelenlose Zombies, denen Dr. Konfuzikuntz in seinem geheimen unterirdischen Labor das Gehirn raussaugt, ehe er sie mit dem Wahnsinn impft, um sie dann in die Community einzuschleust. Sein Ziel ist eindeutig die Weltherrschaft.

Es gilt die Community vor diesem Hintergrund neu zu denken!

Ein Blogger wie Springstein ist in Wahrheit nicht fleißig - sondern vom Finsterich mit Amphetaminen vollgepumpt.

So, und jetzt in der Nacht, bei Blitz und Donner, musiziere ich in meinem Schloß in Transsilvanien noch ein wenig auf der Putinorgel mit 2000 Registern!

Hohohohohohohoho! Einer muss der Bluthund sein!

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 09:06

Ich wusste es, ich wusste es schon immer. Die Community ist bevölkert von Zombies, Untoten, Werwölfen, Marsianern, ich bin übrigens Boris Karloff, Vampiren, Lykanern, Jekyll & Hydes usw.

Alle gezüchtet und ausgebrütet im Tiefgeschoss am Hegelplatz 1.

Ziel:

Die irgendwie linke Weltherrschaft

Hans Springstein 24.06.2014 | 10:15

Sehen Sie Magda, genau solch eine Reaktion wie die Ihrige habe ich erwartet. Und wo Herr Konfuzikuntz Recht hat, hat er Recht. Ich gebe sogar Ihnen Recht, wenn Sie Recht haben ...

Es ist wirklich absurd, was hier für sinnbefreite Thesen aufgestellt werden, wer wen benutzt oder wer sich für was benutzen lässt. Sie und alle, die ebenfalls solche Thesen vertreten, beleidigen sich mal wieder selbst, nicht nur intellektuell. Das nehme ich mit Bedauern zur Kenntnis.

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 10:34

Ich mag den Misk wegen seiner spitzen Zunge. Allerdings ist der Beitrag in der taz alles andere als spitz, er ist klotzig und platt, sehr schade.

Was kein Wunder ist, zieht man in Betracht, in welche Ecke die taz sich bei den Themen, die angesprochen werden, bugsiert hat. Der Beitrag passt somit wie taz auf Grün.

Alleine der Satz verdeutlicht das:

"Leute, die wirklich meinen, Steinmeier wäre ein Kriegstreiber und Putin ein vom faschistischen Westen und bösen Obama bedrängtes Opfer."

Bezüglich der Ukraine hat Steinmeier sehr bedenklich agiert, da er sich mit einem Bandera-Faschisten an einen Tisch setzte, einen Vertag aushandelte, der kaum 24 Stunden Bestand hatte, ohne dass er sich dagegen verwahrte.

Putin wurde medial als Querblocker eingezogen, um denen eine Denkprothese zu liefern, die sich der anhaltenden sachlichen Kritik nicht mehr erwehren konnten.

Dass nun Misk zu einem derartigen Plattitüdenhammer greift um nicht nur die immer vorhandenen "Spinner", links und rechts, zu erschlagen, sondern mit ihnen auch gleich alle Kritiker, da er der "Putin-Verstehr" Denkprothese Futter gibt, dass spricht in diesem Fall nicht für ihn ...

Magda 24.06.2014 | 11:18

Gerne, wenn Sie Dinge nicht verstehen wollen. Ich war schon perplex, dass Sie Mopperkopps - mit heißester Nadel gestrickten oberflächlichen Russlandfeldzug goutieren, der nichts anderes war, als mit dem Brecheisen eine dubiose Antirussisten-These für die gegenwärtigen medialen Scharmützel in Stellung zu bringen. Sie lesen offensichtlich nicht, was Sie da belobigen. Wenn Ihnen das alles genügt, dann herzlichen Glückwunsch.

Ich hätte das auch in den Blog geschrieben, aber es wird gewiss eingeklappt, wie auch goedzaks Kommentar dazu.

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 11:37

Liebe Magda, ich habe noch nie eine sachliche Kritik eingeklappt. Die unsachliche Kritik von Goedzak habe ich auch nur eingeklappt, da ein Kommentator darauf hinwies, dass Inner-Community-Zankereien doch etwas deplaziert unter solch einem Thema sind. Dem musste ich recht geben, habe somit meine entsprechenden Antworten auch eingeklappt. All das ist für Mitglieder der Community allerdings weiterhin lesbar.

Mit heißer Nadel oder nicht, immerhin habe ich einen Beitrag eingestellt. Sie? Goedzak? Niente. Null. Das sind die wahren Fakten.

Nicht bei mir liegt das Problem. Auch im Beitrag "Gauck zum ewigen Frieden" habe ich alle ihre Ergänzungen zustimmend begleitet, zu einem sogar extra ein Buchportrait aufgenommen.

Sie waren es dann wieder, die erklärte, dort hätten Sie ausschließlich taktisch kommentiert, nur um mir dann im gleichen Atemzug zum wiederholten Male "Weltherrschaftsambitionen" zu unterstellen.

Kurz:

Kommentieren Sie jederzeit in all meinen Beiträgen. Ich habe sachliche Kommentare bisher immer Willkommen geheißten und werde das auch weiterhin tun.

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 11:48

"mit heißester Nadel gestrickten oberflächlichen Russlandfeldzug goutieren, der nichts anderes war, als mit dem Brecheisen eine dubiose Antirussisten-These für die gegenwärtigen medialen Scharmützel in Stellung zu bringen"

Bei der Lektüre der nachfolgenden Kommentare dort dürfte klar werden, dass es um mehr geht. Schon die Buchportraits zeigen das.

Spätestend aber diese Erklärung zur Begrifflichkeit und diese zum Gesamtkontext.

Ab und an beschleicht mich der leise Verdacht, dass sich da jemand nicht mit der Komplexität des Geschriebenen und Verdeutlichten auseinandersetzt, warum auch immer, sondern den Verfasser eintütet, schon lange eingetütet hat, und entsprechend kommentiert.

Der Kommentar wurde versteckt
Hans Springstein 24.06.2014 | 12:09

Wegen Rechtschreibfehler nochmal korrigiert:

Ich bin gleich mal zum Online-Links-Rechts-Arzt gegangen angesichts mancher besorgniserregender Diagnose einiger Kommentaristen über mein Linkssein. Ich kann beruhigt aufatmen, ich bin ja sowas von linkslibertär. Die Diagnose stelle ich gern öffentlich zur Schau

Da kann ich ja auch mal verraten, dass ich einst in einem anderen Land, in dem eine Partei regierte, die immer Recht hatte, von deren Vertreter zum "Parteifeind" erklärt wurde ... Was hatte ich getan: Ich hatte gewarnt, dass, wenn sie so weiter machen wie bisher, sie die politische Idee gefährden, für die sie behaupteten einzutreten. Als dann das Land unterging, sagten mir doch bei zufälligen Begegnungen tatsächlich zwei jener, die mich mit zum "Parteifeind" erklärten: Entschuldigung, Du hast Recht gehabt. Ähnliches passierte mir später nochmal, das frühere Land mit der immer Rechthabenden Partei gab es nicht mehr, als mich einer, der sich als Kommunist sah, als "Faschist" bezeichnete, wofür er sich bei einer zufälligen Begegnung 15 Jahre später tatsächlich entschuldigte.

Solche Erlebnisse, die ich in einer Anwandlung von "doch mal was Privates preisgeben" hier mal preisgebe, lassen mich manches, was ich hier lesen darf und muss, als umso absurder sehen, und berechtigterweise auch so einschätzen.

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 14:27

Wobei der Test schon so sein Geschmäckle hat. Auch ich wäre demnach ein Linksliberaler. Habe ihn schon ein paar ausgefüllt und lande immer in dem Quadranten unten links. Die vertikale Position kommt zwar ganz gut hin. Aber die horizontale nicht.

Diese ist in dem Test aber auch mit rein ökonomischen Fragen unterlegt. Um mich Crossovers Mittellinie horizontal auch nur zu nähern, müsste ich vermutlich im Grunde die Antwort fast schon insinuierende Fragen wie denn bejahen, ob denn Trinkwasser als Handelsware in Plastikflaschen zu begrüßen sei.

Würde ich gefragt, was ich von der französischen Revolution halte und von der Heiligen Allianz, von Robespierre oder von Metternich, Marx oder Gott, wäre das Ergebnis ein anderes.

Wenn man alle fünf Sinne beisammen hat, ist es fast unmöglch, bei ehrlichen Antworten in diesem Test nicht in dem Qudranten unten links zu landen. Nun gut. Konfuzi ist ein Linksliberaler.

Vielleicht nehm ichs aber mal als Anregung und schreib ein paar Fragen auf, nach denen 90% der Leute als pfeiferauchende Konservative im Tweedjacket dastehen. ^^

Ziehen Sie Produkte aus ländlichen Biolandbetrieben im Familienbesitz solchen aus kollektivierter Massentierhaltung vor?

Sind Sie der Auffassung, dass bei einer Hochzeit ein Priester anwesend sein sollte?

Was halten Sie von der Idee, Nationalflaggen am Außenspiegel und Rückfenster während internationale Fußballturniere zu verbieten?

Oder, um zum Thema zurückzukommen:

Die russische Regierung, die der Hauptgegner des ukrainischen Faschismus ist eine marxistisch orientierte Regierung.

Stronly Disagree.

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 15:30

Oha, es gibt genug, die nicht links-unten landen.

Echt jetzt?

Wobei. Wenn Gandhi dort das historische Beispiel ist...

Das ist dann aber etwas entschieden anderes, als eine Militäroffensive gegen "russische Banditen" zu bejubeln.

Aber natürlich können Konfuzikuntz und Wwalkie gerne gemeinsam einen Community-Test kreieren ...

Der träumt eher von der höchstverlagsinstanzlichen Einführung einer im Profil direkt sichtbaren Markierung, die Skeptiker der westlichen Politik in der Ukraine oder Leser sowjetfreier Schriften für die freie Gesellschaft klar vormarkiert. Die armen Kinder, denen er tagtäglich das Hirn frittiert. Sie werden all wehrlos sein gegen die NSA und den "Aufklärungsstaat" Amerika sein - seinen Klassenfeind, dessen Kolonie ihn als Beamten beschäftigt, die eigene Selbstaufgabe zu propagieren. Vollkommen absurder Vogel.

Aber eine sterbende Art, die auf ihre alten Tage, die Revolution fürchtend, um sich schlägt.

Im Ernst: Was hier gerade aufeinanderprallt sind Lagerdenken vs. Diskussion politischer Sachfragen unabhängig von der Farbe der Krawatte, die man trägt. Nennt man sogar in abendländisch-westlichen Szenekreisen Pluralismus.

Die Fraktion, die Springstein hier anschießt (wenn man das gesamtgesellschaftlich denn Fraktion nennen will, da sind Dinge Stalinfeminismus eher ein Orchideenerscheinung) ist nachweislich, man lese diesen Thread nochmal in Ruhe, außerstande, ob aus intellektuellen oder charakterlichen Gründen (was zutrifft, möge der Leser dieses Threads entscheiden) mit Springstein auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren.

Darum geht es ihnen auch gar nicht. Stattdessen wollen sie das verirrte Schäfchen ihrer Herde einfangen, das gegen die ziemlich unlinke Allianz von Richard Nixon und Stepan Bandera protestiert.

Nur steht das Schäfchen Springstein in dieser Frage im lichtesten Sonnenschein auf der Weide, während andere Schäfchen im Morast von CIA und rechtem Sektor suhlen und dafür auch noch Applaus erwarten. Ja Springstein sogar zurufen, er habe sich verlaufen und, auf der sonnigen Wiese sei es geführlich, dort harrten die Nazikapitalisten.

Über nichts anderem zerlegt sich diese Community. Dass Springstein Schäfchenfell nicht dieselbe Tönung hat wie andere Schäfchen, die da auch auf derselben Wiese stehen, einfach, weil ihnen bestimmte Dinge auffallen, das stimmt. Es spricht aber nicht gegen ihn, sondern maximal für ihn, dass er sich deswegen nicht in die Scheiße stürzt.

Weil ihn eine Sachfrage interessiert. Die den im ukrainischen Nazimorast suhlenden Linken eigentlich am Herzen liegen sollte. Die sich stattdessen in einer völligen Verkehrung sämtlicher Tatsachen aber auf ihn stürzen. Das kann einen schon ein bisschen wütend machen, wenn man sich anschaut, mit welcher Selbstverständlichkeit dieses Milieu meint, in diesem Land für die politische Intonation verantwortlich zu sein.

Mit etwas weiterem Blick: Die europäische Linke ist auch deswegen so am abkacken (was ich aus einem taoistischen Gleichgewichts-Blickwinkel durchaus bedauere), weil Leute wie Springstein mit Parteifreunden an den Start gehen müssen, die im Stande sind, auf den Stadtsratsantrag eines Konservativen, der mehr Grünflächen in Bahnhofsnähe fordert, mit dem glühenden Ruf "Nie wieder Faschismus!" zu reagieren - aber ein zwei Stufen höher Hand in Hand mit dem CIA und dem rechten Sektor Dinge die Ostukraine plattmachen und in der Westukraine Dinge verbrechen wie das, worum sich dieser Blogeintrag dreht.

So, bin raus hier.

@ Springstein und Springstein-Gutfinder: Weiter so!

Hans Springstein 24.06.2014 | 16:53

Poroschenko-Berater nennt Aufständische "Affen mit Handgranaten"
"Russland verhindert die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und EU mit allen ihm zugänglichen Mitteln und versucht, Druck auf die Staatsführung auszuüben. Dies schreibt Berater des ukrainischen Staatspräsidenten Juri Luzenko auf Facebook.
„Das Scheitern der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der EU ist die Hauptdirektive für Verhandlungsteilnehmer seitens des Kremls (beim Treffen in Donezk am 23. Juni – Anm. d. Red). Deswegen haben Medwedtschuk und die Affen mit Handgranaten aus der „Donerzker Volksrepublik“ und „Luhansker Volksrepublik“ die Waffenruhe bis zum 27. Juni verkündet. Das ist eine Erpressung“, betonte der Politiker.
(Ukrinform, 24.6.14)

wwalkie 24.06.2014 | 17:02

FC, Juni 2914

Da bittet man jemand, zugegeben etwas ironisch, was allerdings inhaltlich verständlich ist, beim Grölen nationalistischer Hasslieder doch wenigstens den richtigen Text zu verwenden - und was passiert?

Kübelweise leert der Gröler seine nicht wenigen Vorurteile aus - über Linke, Lehrer, Beamte. Er kann gar nicht aufhören, skatalogisiert mit Ausdrücken wie "am Arsch vorbei", Scheiße", "Linke, die sich im ukrainischen Nazimorast suhlen, "am Abkacken" sind etc. und bezeichnet einen vermeintlichen Bruder im Geiste, diesen gleichzeitig herabsetzend, als "Schäfchen" (weil das Bild gerade so schön ist).

Alles sehr unappetitlich. Und das, obwohl er Akademiker der xten Generation ist. Übel. Übel.

Und nach der Entleerung kommt wie dann, wie so oft bei diesen Verbalaggressoren, ein anti-kommunikatives "So, bin hier raus".

Confus, wie sagt(e) man in Ihren Akademikerkreisen der xten Generation: "Und nun Salamander." Prost, Noske.

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Ehemaliger Nutzer 24.06.2014 | 17:21

für mich ist jemand, der an einem Kriegerdenkmal immer wieder Blumen nieder legt und sich dabei auch noch das passende Gedenk-Band umbindet, alles andere, aber auf keinen Fall das, was ich links nennen würde.

Sechzehn weiße Marmorsarkophage stehen entlang der äußeren Begrenzung dieses Feldes. Sie sind auf den beiden Längsseiten mit Reliefs aus derGeschichte des Vaterländischen Krieges der Sowjetvölker versehen und tragen auf der dem zentralen Feld zugewandten Schmalseite Zitate von Josef Stalin, auf russisch auf der linken (nördlichen) und in der deutschen Übertragung auf der rechten (südlichen) Seite der Anlage.

Wieso haben Sie eigentlich nichts gegen diese seltsame Art der Ausstellung von Russen?

Immerhin ist trotz der monatelangen Hetzpropaganda hier eine sich anbahnende Lösung des Ukrainekonflikts in Sicht, offenbar hat die Haltung "des Westens" bei Putin doch mehr Eindruck gemacht, als hier prognostiziert wurde: drohende Sanktionen scheinen Wirkung zu zeigen.

Jetzt müssen nur noch die Terroristen im Osten der Ukraine ihre Geiseln frei geben und den Waffenstillstand einhalten, dann könnten zusammen mit dem Rückzug von Putins Schergen schon bald wieder die Menschen der Ukraine auf Normalität hoffen.

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Ehemaliger Nutzer 25.06.2014 | 00:48

Confus

Ich nenne Sie dann ab sofort Alkie.

Wann kam Ihre Familie auf Maloche in den Pott?

Ihr unübersehbarer Hass auf das Gemeinwesen, in dem Sie Leben, er scheint mir durchaus sozialisationsbedingt. Gebe war nebenan so zurückhaltend, den Untergrund Ihrer pathologischen Kommunikation, die sich in intellektualistische Seifenblasen hüllt, lediglich zu streifen.

Das ich nun weiß, womit ich treffe, will das gerne tun und da hineinpiksen, wenn Sie nochmal machen, was sie hier gemacht haben, Alkie.

Sie können dem Mord an den Menschen der Ostukraine mit einem Achselzucken begegnen, solange Sie wollen. Es ist Ihnen unbenommen, genauso wie es selbstverständlich Ihr gutes Recht ist, eine Übereinstimmung in der Sache zwischen Hans Springstein und mir beunruhiger zu finden als das, was CIA, Rechter Sektor und die ukrainische Armee im Osten der Ukraine tun.

Das mag man verrückt finden, aber es ist Ihr gutes Recht, wwalkie.

Was Ihnen hingegen nicht frei steht, ist mir hinterherzukritteln und mich fast schon zu stalken.

Das lassen Sie ab sofort.

Natürlich können wir auch so lange weitermachen, bis Sie keine Lust mehr haben. So war es bei Goedzak. Es hat seiner Reputation nicht genutzt, sondern geschadet.

Ich hatte in diesem Thread durch Zustimmung zu Solotos Kommentar, dem ich mich vollumfänglich anschließen konnte, gesagt, was ich sagen wollte. Alles weitere ging von Ihnen aus. Ich bin nicht das Thema dieses Blogs und nicht das Thema des dazugehörenden Threads. Wenn Sie das zu oft machen und die Ihnen doch so wichtige "Arbeit am Begriff" darüber vernachlässigen, beginnt diese Community über die psychologische Motivation Ihres Bloggens klarzusehen.

Und den französischen Intellektualismus haben Sie ja auch schon aufgegeben.

Mit einem vorgeblichen Pazifist, der einer politischen Situation, die längst keine von Krieg und Frieden mehr ist, nichts besseres zu hat, als sich in einem Online-Forum andere Blogger zu stürzen, verrät seine Motivation und psychischen Strukturen.

Ich bin nicht der erste, der wahrnimmt, dass Sie auf Geschriebenes nicht eingehen. Aber darum geht es Ihnen ja nicht. Daher die Diskurs"defektion".

Wir können indes gerne noch ein paar Runden drehen, wenn Sie nicht anders können. Dann sollten Sie aber damit rechnen, dass Sie Dinge zu lesen bekommen, die Sie nicht einmal erahnen.

Und räumen Sie dazu vielleicht irgendein altes Blog mit dem Franzosenkram frei. Die ukrainische Politik ist zu wichtig, um sich im Thread an anderen Bloggern abzuarbeiten ("Unser Konfu-Krieger").

Abschließend sei noch, in nüchterner Sprache als oben, erwähnt, dass ich für die zunehmene Präsenz von Bloggern, die die Sichtweise des Antimaidan teilen, nichts kann. Die kommen ganz von selbst.

Und wenn es Ihnen wirklich um politische Debatte geht, ist es Ihnen ja unbenommen, sich an dieser zu beteiligen.

Geschlossener marxistischer Literaturclub, nichts dagegen, siehe mein "Zangen"Blog geht nicht auf dem großen Platz in der Innenstadt. Wo alle möglichen Leute herumlaufen.

Ich denke, ich brauche Ihnen das Wort "Forum" nicht übersetzen.

Hans Springstein 25.06.2014 | 09:31

Wissen Sie, ich bin der Meinung, dass Herr Konfuzikuntz sich sehr wohl und gut selbst verteidigen kann und dass seine Worte, auch die Ihnen gegenüber, stehen bleiben können. Letzteres gilt auch für Ihre Worte, die für sich selbst bzw. für Sie, oder genauer: über Sie sprechen. An Sie wie einige andere Kommentaristen habe ich nur die rein rhetorische Frage, ob Sie wissen, was Sie hier tun ...

Und ein Letztes: Selbst wenn jemand einer ganz anderen Meinung ist als ich, hat er meinen ganz normalen menschlichen Respekt verdient. Das hat natürlich auch immer was mit Gegenseitigkeit zu tun. Und wenn er die Welt aus einer ganz anderen Perspektive sieht als ich, aus welchem Grund auch immer, hat er diesen grundlegenden Respekt ebenso verdient. Ich muss Meinungen und Sichten nicht teilen, kann darüber auch streiten, wenn sie zu weit voneinander entfernt ist, bin ich für akzeptieren, aber wenn es manchmal gleiche Meinungen und Sichten gibt, aus unterschiedlichen Perspektiven, habe ich kein Problem damit. Mir fällt immer wieder das Prinzip "friedliche Koexistenz" ein ...

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