Holger Hutt
29.08.2011 | 15:48 26

Ken Loach: "Die herrschende Klasse lässt die Peitsche knallen"

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Holger Hutt

Seit über 40 Jahren gibt Ken Loach der britischen Arbeiterklasse mit seinen Filmen eine Stimme. Anlässlich einer Retrospektive seiner Arbeiten, die am ersten September am British Film Institute in London beginnt, sprach der linke Filmemacher mit der Guardian-Autorin Kira Cochrane, unter anderem über die jüngsten Unruhen in London

Im Rahmen der Retrospektive, die am ersten September am British Film Institute in London beginnt, wird erstmalig Ken Loachs Dokumentation Save the Children aus dem Jahr 1969 gezeigt werden. Da der vom Fernsehen in Auftrag gegebene und von der Hilfsorganisation Save the Children zu einem Drittel kofinanzierte Film nicht den Erwartungen seiner Auftraggeber entsprach, wurde er nie ausgestrahlt. Anstatt die Arbeit der Hilfsorganisation zu loben, lenkte Loach den Blick auf die potenziellen Probleme von Entwicklungshilfe. Dies war nicht die einzige Dokumentation Loachs, die der Zensur zum Opfer fiel. Auch die Reihe Questions of Leadership, die sich Anfang der Achtziger kritisch mit den Reaktionen der Gewerkschaftsbosse auf den Thatcherismus auseinandersetzte, wurde aus offensichtlich politischen Gründen nie gesendet. Auf die Frage, ob es ihm etwas ausmache, wenn seine Arbeiten zensiert oder zurückgezogen werden, sagt Loach:

Es ärgert mich, nicht um meiner selbst willen, sondern wegen der Leute, deren Stimmen unterdrückt werden. Wenn Gewerkschaftler, gewöhnliche Leute, die Basis, die sonst nie im Fernsehen zu Wort kommen, nie interviewt werden, nicht angehört werden dürfen, dann ist das ein Skandal. Und das passiert immer wieder. Wir haben von den Kids, die da in London randaliert haben, doch eigentlich nur sehr wenig gehört. Man sah ein paar Leute mit Kapuzenpullis, die sich nicht besonders gut ausdrücken konnten, aber tatsächlich durften sich nur sehr wenige von ihnen überhaupt äußern.“

In Bezug auf den strengen Umgang der Gerichte mit denjenigen, die im Zusammenhang mit den Ausschreitungen angeklagt wurden, bemerkt er in Anlehung auf die Rechtspraxis früherer Tage voller Lakonie: „Als nächstes werden sie wohl wieder Leute wegen Schaftdiebstahls erschießen, oder was meinen Sie? Aber irgendwie weiß man ja: Wenn irgend etwass Dramatisches passiert, zieht jeder sich auf den Bereich zurück, in dem er sich wohl fühlt. Die Tories ziehen sich darauf zurück, Sozialleistungen zu kürzen, die Leute aus ihren Wohnungen zu zerren und drakonische Gefängnisstrafen zu verhängen. Das ist ohnehin das, was sie wollen. Also nehmen sie, egal, was passiert, zum Vorwand, das zu machen, was sie ohnehin immer wollen.“

Als Cochraine die beiden jungen Männer anspricht, von denen jeder zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, weil sie versucht hatten, auf ihren Facebook-Seiten zu Unruhen aufzurufen, zuckt Loach mit den Schultern und bemerkt, dass deren Fälle wohl in Revision gehen werden. „Die herrschende Klasse lässt die Peitsche knallen, oder? Es ist abstoßend. Wir müssen uns organisieren. Mit den Worten des alten amerikanischen Gewerkschafters Joe Hill: `Klagt nicht, organisiert euch.´ Ich denke, die den Unruhen zugrunde liegenden Faktoren sind für jedermann klar ersichtlich, der Augen hat, um zu sehen … Mein Eindruck ist, dass jede wirtschaftliche Struktur zerstört wurde, die jungen Leuten eine Zukunft bieten könnte. Traditionell werden sie in die Arbeitswelt integriert. Dort haben sie mit Erwachsenen zu tun, die die Jungen losschicken, um einen Lufthaken oder Knallblättchen für den Drehmomentschlüssel zu besorgen, und sie derart zum Besten halten.Aber sie lernen dort auch, Verantwortung zu übernehmen, ein Handwerk auszuüben und über ihre Fähigkeiten definiert zu werden. Thatcher hat das zerstört. Arbeitsplätze in Bereichen wie zum Beispiel der Eisenbahn, im Bergbau und der Stahlindustrie wurden von ihr ganz bewusst abgebaut und der Übergang von der Adoleszenz ins Erwachsenenleben dadurch prekarisiert. Dies geschah bewusst und wissentlich.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es vor 40 oder 50 Jahren einen solchen Nihilismus unter den Kids gegeben hat wie heute. Heute gibt es keinen Platz mehr für sie, Punkt. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir trotz der materiellen Fortschritte heute schlechter dran sind.“ Die politische Klasse – egal auf welcher Ebene – verstehe nicht, was es bedeutet, arbeitslos zu sein, so Loach weiter.

Auf die Frage, ob er in Anbetracht von Finanzkrise, Spesenskandal im britischen Unterhaus, dem Skandal um Murdochs News Of the World mitsamt der allzu großen Nähe der Londoner Polizei zu Murdochs Medien-Imperium und den Kürzungen im sozialen Bereich und öffentlichen Dienst eine Chance für eine revolutionäre Situation in Großbritannien sehe, verweist Loach auf die Notwendigkeit der Organisation. „Das alles ist wie Dampfdruck. Der Dampf wird nichts in Bewegung setzen, solange es keinen Motor gibt und niemanden, der ihn anheizt und die Räder rotieren lässt.“ In der jüngeren Geschichte sieht er den Moment, an dem eine Bewegung hätte entstehen können, in den Demonstrationen gegen den Irakkrieg 2003. Doch dieser Moment sei verpasst worden.

Das Interview mit dem Guardian finden Sie hier

www.guardian.co.uk/film/2011/aug/28/ken-loach-class-riots-interview

(Foto auf der Startseite: Abbas Momani/ AFP/ Getty Images)

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (26)

Daniel Meister 29.08.2011 | 18:57

Und "seit über 40 Jahren" hat er Gottseidank kaum Erfolg und ist nur in seiner ureigensten "Szene" ein Begriff.

"Man sah ein paar Leute mit Kapuzenpullis, die sich nicht besonders gut ausdrücken konnten , aber tatsächlich durften sich nur sehr wenige von ihnen überhaupt äußern."

Anständig äußern darf sich jeder. Nur, wieder einmal stellt jemand die Täter in den Vordergrund, nicht die Opfer.

Holger Hutt 29.08.2011 | 19:06

Der Mann beschäftigt sich seit langem mit der Lebenssituation und den Problemen derjenigen, die am Rande der bürgerlichen Gesellschaft zurechtkommen müssen und ist daher in Bezug auf die Ausschreitungen weitaus kompetenter als die meisten Politiker, die sich dazu geäußert haben. Dass sie sich darüber freuen, dass seine Filme nicht so erfolgreich sind wie Blockbuster, sei Ihnen gegönnt. Ich habe mich bisher über fast jeden dieser Filme gefreut, nicht zuletzt deshalb, weil es in ihnen – im Gegensatz zu vielen Mainstream-Streifen – keine Unterscheidung zwischen Opfern und Tätern gibt, sondern Menschen gezeigt werden, die sich in bestimmten Verhältnissen und Situationen verhalten müssen und dabei immer Opfer und Täter zugleich sind: It's a free world

ed2murrow 29.08.2011 | 19:30

Der chirurgische Blick, jener Versuch, das Objektive an Verhältnissen zu destillieren, dazu sind nur wenige berufen. Und wenn, werden sie von denen nachträglich sanktioniert, die sich eingebildet haben, mit der Heuer gleichzeitig ein Schweigegeld überwiesen zu haben. Loach hatte das Pech, in eine Wirklichkeit hinein zu filmen, als sich Nichtregierungs-Organisationen aufmachten, das Geschäftsmodell des IKRK und von AI zu kopieren. Vor allem die monetäre Seite, die dazu geführt hat, dass diverse sog. ONG heute größere Grundbesitzer in Ländern Asiens und Afrikas sind als selbst die Vermögenden vor Ort.

Der endgültige Hass (engl: Loathe) schlägt Menschen wie Loach aber entgegen, wenn sie denselben Blick auf die Wirklichkeit im eigenen Land richten. Nur eines würde ich gerne ergänzen: Den jungen Menschen ist der Sinn für Solidarität ausgetrieben worden. Und das war Teil des taktischen Verhältnisses zur Wahrheit in den Bergarbeiterstreiks bis hin zur Selbstverständlichkeit von Kriegsführung. Die junge Generation hat daraus nicht gelernt, ist aber davon geprägt.

Danke für den Text, Herr Hutt.

Daniel Meister 30.08.2011 | 01:38

@Holger Hutt

Was die Filme betrifft, ist mir das ziemlich gleichgültig. Unsere Freiheit erlaubt absolute Schaffensfreiheit. Mir geht es um seine politischen Äußerungen, welchen ich vehement widerspreche.
Ginge es um Gewalt unter Gleichgesinnten, soll heißen Bandenkriege, Gangster A schlägt Gangster B, könnte ich Ihrer Argumentation noch folgen. Nur bei den Krawallen und Plünderungen wurden unbescholtene Bürger Opfer von gewaltbereiten Jugendlichen. Da gab es meiner Meinung nach eine klare Opfer- und Täterrolle

Thanks for feddin' the "right wing troll"!
Wenn man hier nicht konform ist, ist man nämlich nicht gern gesehen.

Holger Hutt 30.08.2011 | 03:21

@Daniel Meister
Ich finde ehrlich gesagt die zunehmende Brutalität und Verrohung, die sich in der hohen Anzahl an Gewaltdelikten mit Messern und Schusswaffen unter Kindern und Jugendlichen (gerade in London, aber natürlich auch an vielen anderen Orten dieser Welt) zeigt, viel beängstigender und beklemmender als Eigentumsdelikte in Form von Plünderungen und "Autodafés". Das kann man doch nicht unter Gangster killt Gangster abtun, das sind Kinder, die einander da abstechen. Hier ein weitsichtiger Text aus dem Guardian, der vor den Riots geschrieben wurde und auf den von Ihnen ungeliebten Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Situation im Lande abhebt.
www.guardian.co.uk/uk/2011/jul/29/gang-violence-rises-as-councils-cut-youth-services?INTCMP=ILCNETTXT3487

Wollen Sie die Leute denn einfach alle wegsprerren, damit sie nach ein paar Jahren umso verrohter und mit noch weniger Perspektive in die Gesellschaft zurückkehren? Ich will da gar nichts entschuldigen, aber Ihr Opfer-Täter-Schema nebst Lösung scheinen mir doch ein wenig sehr simpel.
Die Besitzverhältnisse, auf denen unsere Gesellschaft gründet, sind gewaltsam entstanden und der Staat existiert zu dem ureigensten Zweck, sie aufrecht zu erhalten. Das kostet jede Menge Opfer, hier wie in den Ländern der Dritten Welt, die wir für die Aufrechterhaltung unseres relativen sozialen Friedens ausbeuten und mit Kriegen überziehen oder diese doch wenigstens billigend und achselzuckend hinnehmen. Ich kann jeden Ladenbesitzer gut verstehen, dem keine Versicherung den Schaden an seinem Kaptial bezahlt und der jetzt sauer ist, aber ich will die Opfer nicht gegeneinander aufrechnen. Wozu sollte das gut sein? Bei Gewalt gegen Personen liegt der Fall meiner Ansicht nach anders.

Daniel Meister 30.08.2011 | 14:12

@Holger Hutt schrieb am 30.08.2011 um 01:21

Die zunehmende Brutalität und Verrohung unter Jugendlichen beobachte ich auch. Allerdings schlägt sich dies nicht in absoluten Zahlen nieder.
Schauen Sie zurück...10, 20, 30 Jahre. War es um die Straßengewalt 1981, 1991, 2001 besser bestellt. Waren die Besitzverhältnisse damals anders?

Nun gut. Die Ursachen hierfür sehe ich sowieso nicht in den Besitzverhältnissen. Die haben sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert. Jedoch nahm eine Verrohung der Medien (TV, Internet, etc.) zu. Darüber hinaus fand eine "Kuschelpädagogik" sondergleichen statt.
Lehrkräfte sind keine Respektspersonen mehr, Polizisten darf man ungestört anpöbeln, Strafen für kleine Delikte gibt es nicht, Wänden dürfen besprayt werden.
All das haben die Erwachsenen erlaubt, bzw. zugelassen. Nicht die Kids von sich aus.

"Eigentumsdelikte in Form von Plünderungen und "Autodafés"

Der Schutz des Eigentums - auch Ihres - ist eines unserer höchsten Güter, welches uns von Anarchie bewahrt.

"Die Besitzverhältnisse, auf denen unsere Gesellschaft gründet, sind gewaltsam entstanden und der Staat existiert zu dem ureigensten Zweck, sie aufrecht zu erhalten."

Na, na. Also wenn wir bis ins Mittelalter zurückgehen gebe ich Ihnen Recht. Nur wird hier fast immer die Mittelschicht, das Bürgertum übersehen. Sie sehen meist nur DIE Superreichen und DIE Armen. Jeder hat die Chance zum Aufstieg und was aus sich zu machen. Natürlich erfordert das Opfer und ehrliche Arbeit.

"Wollen Sie die Leute denn einfach alle wegsperren, damit sie nach ein paar Jahren umso verrohter und mit noch weniger Perspektive in die Gesellschaft zurückkehren?"

Ich fordere, wie die meisten Briten auch, den Bobby an der Straßenecke und "abschreckende Strafen". Sämtliche Plünderer, welche interviewt wurden, graben an keine Angst vor den läppischen Strafen zu haben. Sie nehmen eine Polizei die sich nicht wehren darf nicht ernst

betsyp 31.08.2011 | 01:20

um zu verstehen was da in London/England passiert ist wäre es hilfreich einige Zeit dort verbracht zu haben um zu wissen, wie es um die jungen Leute aus den schwierigen Stadtteilen dort wirklich steht ("...there is no future for us here").
Sie können sich oft nicht äussern weil sie es nicht gelernt haben sich zu äussern, weil sie in schlechten Schulen waren die ihnen das Gefühl gaben, dass ohnehin niemand an ihnen oder ihrer Meinung interessiert ist noch ihnen die Möglichkeit gab, eine Sprache zu erlernen, mit der sie verstehen und verbalisieren könnten, warum sie sich in einer für sie oft ausweglosen Situation befinden.
Das Klassensystem in England definiert sich ja auch und vor allem über die Sprache. Jeder hört sofort wo man aufgewachsen ist.
Und zu merken, dass sie oft von Leuten ihres Alters ausgeraubt und verprügelt werden, der absolute Normalfall in bestimmten Stadtteilen, macht ja alles noch schlimmer.

Danke für den Text.

betsyp 01.09.2011 | 03:11

müder Versuch der Provokation, oder ? Ist doch klar dass friedlich besser ist als Gewalt.

aber Zitat ed2murrow :"Nur eines würde ich gerne ergänzen: Den jungen Menschen ist der Sinn für Solidarität ausgetrieben worden."

bei den ersten Reaktionen englischer Politiker nach den riots bekam man ein latentes Gefühl von Übelkeit und wünschte sich irgendwie, dass sie mit ihren vermuteten Burberry oder sonstigen Koffern mal 3 Monate in eine social flat in Peckham o.ä. ziehen müssten und "on the dole" klarkommen oder gar dem Schulunterricht an einer public school in der neighbourhood beiwohnen und sich vielleicht nach solch einem reality check wieder äussern...

Daniel Meister 01.09.2011 | 13:24

@betsyp schrieb am 01.09.2011 um 01:11

Wie wärs mit hocharbeiten statt "on the dole" zu leben. Auf Handy, TV, Zigaretten, Drogen verzichten??
Jaja...spießig, ich weiß. Aber nun mal die Wahrheit.Sie zeichnen ein Bild der Arbeiterklasse, das ins 19. Jahrhundert gehört und verkennen die Realität.
Der Schulunterricht wäre OK, dürften die Lehrer durchgreifen und würden die Schüler zuhören. Oder was passt nicht an den public schools? Die Ausstattung. Die alleine machts nicht.

betsyp 01.09.2011 | 14:00

ich zeichne kein Bild einer Arbeiterklasse.

Und auf Handy Drogen etc verzichten ist eine super Idee wie hocharbeiten auch - aber so einfach ist das für adoleszente Jugendliche aus eventuell desolaten Familien in einer Stadt mit Hipstertum und Partykultur eben nicht.
Die Basis dafür wäre gute Bildung die ihnen vermittelt dass es andere Möglichkeiten gibt und dass man sich artikulieren kann und vor allem die Hoffnung dass es eine Möglichkeit gibt sich hochzuarbeiten statt in der Arbeitslosigkeit zu landen.
Und natürlich ist das in Realität möglich - mehr geht es darum ob die Jugendlichen es fühlen - als Möglichkeit für sich selber.

Hallo ?
Kann hier vielleicht auch mal wieder jemand mitdiskutieren zu dem Thema ?

Daniel Meister 01.09.2011 | 14:09

@betsyp schrieb am 01.09.2011 um 12:00

"in einer Stadt mit Hipstertum und Partykultur"
Richtig. Wäre auch Zeit das mal einzudämmen. Zu viel Wohlstand verdirbt auch.
Nur, die Chance auf Bildung ist da. Aber sie wird nicht wahrgenommen. Siehe Disziplinlosigkeit der Schüler.
"ob die Jugendlichen es fühlen"
Da wird meiner Erachtens zu viel Wert darauf gelegt. Ein Minderjähriger ist eben ein Minderjähriger. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Ich habe mit 16 auch anders gedacht. Aber die jungen Leute werden heute viel zu oft nach Ihrer Meinung gefragt, v.a. in der Schule und dann verstehen sie die Welt nicht mehr, wenn im richtigen Leben Ihre Meinung erstmal unwichtig ist.

Daniel Meister 02.09.2011 | 18:21

@betsyp schrieb am 02.09.2011 um 16:05

Als altväterlich wurde ich auch noch nie bezeichnet;)!
Manches ist bestimmt provokant formuliert, aber das sind hier viele andere Kommentare mir gegenüber erst recht.
Wenn Sie inhaltliche Fragen haben, bitte!
Als einer der wenigen weiche ich nicht dauernd aus und schwadroniere um den heißen Brei herum. Ich beziehe klar Stellung.
Ihr Problem ist das des "linken Konsenses". Es gibt einfach in Ihrer Welt Dinge die unumrückbar festgelegt sind, geschweige denn, dass man Gegenteiliges vertreten möge.
Erinnert an...Spießertum, Verbohrtheit, Reaktion, etc., nur mal andersrum

betsyp 02.09.2011 | 20:41

"ihre Welt" - sehr witzig
sie kennen mich gar nicht
das ist eine klare Übertragung - sie schliessen von etwas oder jemanden den sie kennen und einigen wenigen Kommentaren auf "meine Welt"

wären sie wirklich interessiert am Diskurs hätten sie nicht einfach selber spiessige werterhaltende Kommentare geschrieben sondern versucht herauszufinden, woher meine Haltung in diesem einen speziellen Fall - Jugendliche in London - eigentlich kommt

ein spezifischer Fall ist nicht gleich "meine Welt" ist nicht gleich "linker Konsens" undsoweiterundsofort

Daniel Meister 03.09.2011 | 16:11

@betsyp schrieb am 02.09.2011 um 18:41

Ich sag’s mal mit Ronald Reagan, "Here you go again!"
Sie haben's ja quasi selbst bestätigt. Zitat: "hätten sie nicht einfach selber spiessige werterhaltende Kommentare geschrieben".
Sie mögen meine Kommentare als spießig und werterhaltend bezeichnen. OK. Nur mischen Sie dem Ganzen sofort eine negative Deutung bei.
Was ist bitteschön an "werterhaltend" schlecht?
Und...diskutieren Sie nur mit Leuten, die Kommentare abgeben, welche im weitesten Sinne Ihrer Meinung entsprechen?