Jan Jasper Kosok
15.04.2011 | 12:10 8

Video: Till Kreutzer - Geistiges Eigentum vs. Kreativität 2.0 #rp11

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Jan Jasper Kosok

Till Kreutzer von irights.info hielt gestern auf der re:publica 11 einen hervorragenden Vortrag über die Probleme und Herausforderungen der aktuellen Urheberrechtsdebatte. Eine warme Empfehlung.

JJK

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (8)

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2011 | 13:21

Nun,

von "wahrer Kunst" verstehen wohl die Wenigsten von uns mehr als wenig, aber darum ging es nach meinem Eindruck bei diesem Vortrag höchstens peripher.

Die technischen, die rechtlichen, die gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge und die daraus ableitbaren, aktuellen sowie zukünftigen Weiterungen, das kam bei mir an.

Aber vielleicht habe ich das auch nicht richtig verstanden....

Ullrich Läntzsch 16.04.2011 | 15:52

Okay, es geht auch kleiner, aber es bleibt doch das Problem, auf das ich hinaus will:

Wer statt selbst wirklich Eigenes zu schaffen aus Versatzstücken anderer per copy glaubt gleichberechtigt über Rechte zu verfügen wie sie aus originärem Schaffen erwachsen der irrt in seinen Voraussetzungen.

Das auch originäres Schaffen auf fremder geistiger Produktion aufbaut ist etwas anderes.

copy plus Kenntnisse von Programmen, mit deren Hilfe dann ohne jegliche Kreativität das Urprodukt aufgemotzt werden kann - sorry dies -um ein Beispiel aus der Musik zu nehmen - schallt heutzutage aus allen Hitparaden. Gähnend langweilig! - und würde man den Erzeugern die Urbeats wegnehmen - es bliebe nichts.

So ließen sich so gut wie alle Genres durchdeklinieren.

Am traurigsten: der sogenannte Kunstmarkt!

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2011 | 20:21

OK, akzeptiert, die etwas kleinere, natürlich subjektive Sicht.

In der Sache selbst jedoch darf ich nachlegen, gerade aus Sicht der wissenschaftlichen Rezeption. Als hobbymäßiger Altersstudent der brotlosen Künste (Kulturwissenschaften) lese ich viel, habe mit Fußnoten und Querverweisen zu kämpfen, muss schon mal den aufgezeigten Nebenpfaden folgen, komme dabei unter Umständen gar zu neuen Ufern.

Kaum jemand erfindet das Rad von Grund auf neu; niemand ! Das Entscheidende, und hier bin ich wieder bei den Beispielen von Till Kreutzer ist doch nicht der Eureka-Effekt:

"I have found" - kreativ und beinahe aus dem Nichts.

Substantiell sind die Quellenangaben, wie in jedem guten Open Source Modell gefordert, die nur von Blaublütlern - wie wir ja kürzlich lernen konnten - eben mal vergessen werden.

Die Beurteilung dessen, was dann ggf. an Kunst "hinten raus kommt" ist und bleibt sehr subjektiv und wie letztens hier bei einer Diskussion um das Kunstwerk der "pissenden Petra" von mir konstatiert, gibt es dafür, für "wahre Kunst" keine allgemein akzeptierte, verbindliche Skala. Von "langweilig" über "schmuddelig" bis "verbieten, verbieten" darf da gern durchdekliniert werden.