Gleichnis von der Ausgrabung der Tafelsteuer.

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Gleichnis von der Ausgrabung der Tafelsteuer.

Gebot öffentlicher Tafelrunden, oder die Ausgrabung der Tafelsteuer

Es war die Zeit als Pontius Pilatus im Römischen Reich römischer Statthalter in Syrien war.
Da war in Palästina, Judäa, Israel für viele Menschen in wachsender Zahl eine große Not um das tägliche Brot.

Korrupte Pharisäer, Philister des jüdischen Volkes duldeten als profan elitäre Priesterschaar und Synode das unbotmäßige Treiben von Handel, Wandel, Handwerk rund um und im Tempel nicht nur zu Jerusalem.
Von nah und fern tummelten sich Händler, Handwerker, Geldverleiher, Fahrensleute im Tempel zu Jerusalem, ohne, wie es die Gebote des Handel, Wandel, Verkehrs im und rund um den Tempel vorsahen, ihre Tempel- Gebühr in öffentliche Kassen der Tempel- Verwaltung zu entrichten, weil korrupte Priester im Auftrag von Pharisäern privat heimlich bis unverschämt offen Gebühren unterm Tisch abkassierten.

Worauf der ganze Stadtkreis von Jerusalem bei Geld-und Pfandleihern in eine Schuldeninflation geriet.

Die Freiheit des Bettelwesens wurde rund um und im Tempel zu Jerusalem, zunächst eingeschränkt, dann unter Androhung des Tempel- und Stadtverweis auf Lebenszeit ganz verboten.

Das Messias- Wesen feierte damals nie geahnte Urzustände, hatte einmal mehr Hochkonjunktur.
Täglich riefen sich Männer, wie Frauen durch Hunger, Elend, Not, körpereigene Drogen, deren Entzug von Psychosen geschüttelt, wild gestikulierend, gar ekstatisch in Veitstänze geratend, heillos zum Messias aus.
Immer mehr Menschen kamen, von Hunger, Elend, Krankheit geschwächt, geschändet, morgens nicht mehr von ihren eigenen wie öffentlichen Nachtlagern, Schlafplätzen hoch.

Andere fuhren im Minuten- Takt, von bösen Geistern gejagt, geplagt, an öffentlichen Plätzen von ihren Nachtlagern unvermittelt hoch und brüllten, seufzten, stöhnten herzergreifend gen Himmel:
“Mein Leib ist auferstanden!“.
Dabei waren sie nur wieder m Minuten- Takt aus einem Sekundenschlaf erwacht, hochgefahren, als sei ihr Leib „Gott habe Erbarmen!“ aus dem Reich der Toten klerikal bildungsfern wie -nah auferstanden.

Sie taten so, wie ihnen ihr seelisch körperlicher Zustand geheißen, eingedenk des verschollenen Gebotes nach alter Weise in Judäa, dass ein jeder Mann, eine jede Frau, Kind, Greis, ein Recht auf „Auferstehung des Leibes“ vom Nachtlager, Schlafplatz durch die Speisung an öffentlich finanzierten Tafelrunden hatte, denn Lohn für Arbeit an sich, gab es ohnehin nicht, dafür aber das unveräußerliche Recht auf gestrenge Ansprache durch den Herrn.
Das Gebot in den Landen, jedermann, von nah und fern, freien Zugang zu öffentlichen Tafelrunden zu gewähren, war sang- und klanglos, erst privatisiert, dann abgeschafft.

Denn die hoch organisierte Priesterschaar in Judäa war zu elitär, zu erhaben, zu korrupt, um die für die Finanzierung der Speisung der Vielen an öffentlichen Tafelrunden vorgesehene Tafelsteuer einzutreiben.

So verfiel das öffentlich in Schriftrollen verbriefte Gebot der morgendlichen „Auferstehung des Leibes“ durch die Speisung an öffentlichen Tafelrunden immer mehr, bis dieses verbriefte Gebot ganz ins Private entschwand.

Da geschah es, wie es geschehen musste.
Ein junger Mann, namens Jesus Christus von Nazareth, geboren in der Weihnacht des 24. Dezember im Jahre Null des Herrn zu Bethlehem, hatte kundig die Schriftrollen des Volkes Israel, die Bibel studiert, das Gebot öffentlich finanzierter Tafelrunden durch die Eintreibung der Tafelsteuer, auch Tempel- bzw. Stempelgebühr genannt, ausgegraben und allerorten an öffentlichen Plätzen vollmundig verheißungsvoll gepredigt, zuletzt während seiner Bergpredigt mit einem mächtigen Kyrieeleison, und Halleluja durch die Massen der andächtig Anwesenden gelobt und gepriesen.

Damit die Deutschen im fernen Norden der Erde das Wort Tafelrunde auch verstehen, hatte Jesus Christus von Nazareth diesen, soweit zu- und angereist anwesend, während seiner Bergpredigt das germanische Wort für das hebräische Wort Tafelrunde "Abendmahl" lauthals „urbi et orbi“ aus voller Kehle, voller Brust und mit langem tiefem Atem ohne „Megaphon“ zugerufen:

„So gehet auch ihr aus Germanien hin in alle Welt und verkündet im Frieden, Krisen, Krieg, Katastrophen gleichermaßen das Gebot des öffentlich finanzierten „Abendmahls“ durch Gott, auf dass eure Priester/innen, wie es unser persönlicher Gott der Christen/innen befiehlt, die notwendigen Finanzmittel durch die Eintreibung einer allgemeinen Tafelsteuer (Abendmahlsteuer), urbi et orbi, pflichtgemäß beibringen“.

Das ist das Gleichnis von der Ausgrabung der Tafelsteuer.

JP

16:27 11.12.2009
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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