Kapitalismus, System der Anreize

VW-Abgasbetrug Der Kapitalimus betrügt nicht, dafür fehlt ihm das Organ, der Kapitalismus folgt nur richtigen oder falschen Anreizen.
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Kapitalismus, System richtiger, falscher Anreize

Jakob Augstein schreibt in seiner aktuellen S.P.O.N. Kolumne

"VW-Skandal und Kapitalismus: Das Auto? Der Betrug!"

"Guter Kapitalismus, böser Kapitalismus? Gibt's nicht. Nur die Notwendigkeit des starken Staates."

Das klingt plausibel, aber welcher Staat ist gemeint?, ein Kirchenstaat, der Gebote unter Androhung der Verdammnis, ein Rechtsstaat der Verbote unter Androhung von Sanktionen bei Verstössen setzt?

Oder ein Staat, der richtige Anreize setzt, weil er weiss, welches lernendes Gesellschaftssystem er mit dem Kapitalismus im Guten wie Schlechten vor sich hat?

Der Kapitalismus ist weder mit Geboten, noch Verboten auf wirklich humanisierende Weise zu bändigen und zu domestizieren, außer mit konsequent richtig gesetzten Anreizen zum Wohl der Allgemeinheit.

Im Fall dieselgetriebener Fahrzeuge hat der deutsche, haben andere Staaten den falschen Anreiz gesetzt, der Allgemeinheit aus dunklem Grunde vorzugaukeln, dass es möglich sei, auf einfachste Art und Weise, kostengünstig, Stickoxid Abgasemissionen beim Fahren nachhaltig zu senken. Jetzt ist die deutsche Politik, kapitalisitisch betrachtet, feige genug, nicht zu ihren absichtsvoll falschen Anreizen zu stehen, statt dessen eine ganze Branche, Ingineurswissen im öffentlichen Ansehen, in Misskredit geraten, den Bach hinuntersausen zu lassen, statt Verantwortung zu übernehmen "Mea culpa".

Beispiel Versagens staatlich systemischen Handelns:

Wenn Stickoxid- Abgasfilter in Dieselmotoren ab einer Geschwindigkeit von 130 Km/h den Motor gefährden, dürfen die Motoren nicht so konstruiert, vom TÜV zugelassen, sein sein, dass sie eine Höchsgeschwindigkeit von 200 Km/h im KFZ- Schein unter technischen Daten ausweisen, real erreichen.

Die Folge ist, VW u. a. Kraftfahrzeugbauer mutmaßlich auch, setzen out of order, mangels Unternehmensstrafrecht hierzulande, eine Software ein, die zur Sicherung des Motors, ab einer Geschwindigkeit von 130 Km/h den Abgasfilter abschaltet.

Die Ergebnisse dieser falschen Anreize stinken als Stickoxid- Abgaswolke gesundheits- und umweltgefährendend gen Himmel, als wäre ein Dinosaurier des Kraftfahrzeugbaus, von der Leine gelassen, unterwegs.

Weiteres Bispiel systemrelevant falscher Anreize:

Wenn dem Kapitalismus durch Anreize siganilsiert wird, dass die Erde eine abschüssige Scheibe ist, finanziert er nicht Fahrzeuge mit Motoren auf rollenden Rädern, sondern ohne Motor auf Kufen.

Vielleicht ist der individualverkehr, wie wir ihn weltweit ausweiten, kapitalistisch betrachtet, von Grund auf der falsche Anreiz, der nicht dem Allgemeinwohl, der Umwelt, dem Erhalt der Artenvielfalt dient, sondern aufdeckt, Autos fressen Landschaften, verknappen durch Versiegelung von Flächen Agrarflächen, machen Nahrungsmittel-, Bodenpreise für Mehrheiten unerschwinglich teuer.

Autoabgase töten in Ballungsgebieten jährlich weltweit MIllionen Menschen mit ihren giftigen Emissionen

Der Kapitalimus betrügt nicht, dafür fehlt ihm das Organ, der Kapitalismus folgt nur richtigen oder falschen Anreizen.

In der Politik braucht es Kampagnenstärke, persönlichen Mut, frühzeitg konsequent richtige Anreize zu setzen, falsche Anreize entchieden zurückzunehmen
JP

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/frickes-welt-was-dieselgate-kosten-kann-1.266285z
Volkswagen-Skandal - Was Dieselgate kosten kann
24. September 2015, 18:55 Uhr

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/vw-das-auto-der-betrug-jakob-augstein-zur-abgas-affaere-a-1054547.html#js-article-comments-box-pager
VW-Skandal und Kapitalismus: Das Auto? Der Betrug!
Donnerstag, 24.09.2015 – 15:58 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein

00:10 25.09.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 9

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