Die Flüchtlingswelle aus Sicht der Medien

Essay über die aktuelle Flüchtlingsproblematik
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Die Furcht vor den Flüchtlingen läßt sich anhand der Medien gut erklären. Weil sie das Flüchtlingsphänomen den Bürgern der BRD täglich sehr nahe bringen, bald zu nahe, so das eine berechtigte Beunruhigung bei den Bürgern darüber offenbar wird, die sich zudem in einem gewissen Entsetzen darüber äußern kann, die dann zu einer Starre führt, wie bei
einem leichten Schock ähnlich. Menschenmassen – dies ist psychologisch bewiesen – erzeugen beim Menschen in der Regel ungute Gefühle, die sich in panikartige Zustände verlieren können, die z.B den Herzschlag eines Jeden, spürbar erhöhen können. Die Medien jedoch, übertragen jenes Flüchtlingsdrama weiterhin und wissen vielleicht nicht, was sie damit bei den Fernsehzuschauern anrichten können. Doch die nformationspflicht, in die ARD und ZDF rechtlich eingebunden sind, zwingen die öffentlich-rechtlichen zur Berichterstattung, auch und insbesondere über jene Thematik, ob sie dass wollen oder nicht! Durch die tägliche Berichterstattung jedoch, gibt es kaum neue Informationen über die Flüchtlinge, weil ARD und ZDF ständig alle paar Stunden darüber berichten müssen, wird es aber zu dem Flüchtlingsproblem nichts Neues zu vermelden geben. Denn in der Kürze der Zeit, ist es für die Korrespondenten nicht möglich, Neuigkeiten über die Flüchtlinge in Erfahrung zu bringen. Alle Medien berichten einmütig über jenes „Top-Thema“, so das eine „Gleichschaltung“ der Medien über ein und dasselbe offenbar wird, welches zu einer übermäßigen Fokussierung jener Thematik führt. So wird durch die massive Berichterstattung über die Flüchtlinge, jene möglicherweise noch schlimmer und manipulativer dargestellt, als es sich in Wahrheit zuträgt. Das „Überinformieren“ durch die Medien über einbestimmtes Thema – hier aktuell der Flüchtlingsstrom – wird den Zuschauern dadurch eine Nähe vermittelt, die den Konsumenten in eine „pathologische Haltung“ versetzt, die bei ihm auch eine mögliche „Mitschuld“ an dem Geschehen in dem Krisengebiet erzeugt, die er aber garnicht haben muss. Aber schon am folgenden Tag, wird die Berichterstattung über jenen Krisenherd weiter fortgesetzt. Besonders die Zuschauer aber, werden von den Medien wieder mit einbezogen und belästigt, so als sehen sich die Zuschauer als mögliche „Helfer“ in dem Krisengebiet und eine Möglichkeit sich irgendwie daran zu beteiligen, welches natürlich nur eine Utopie sein kann. Dennoch kann so eine „Live-Übertragung“ über jenen Krisenherd die Stimmung beim Zuschauer durchaus herab setzen, wenn beispielsweise eine Familie vor dem Fernseher sitzt und jenes Flüchtlingsdrama mit ansehen muss, es unter den Familienmitgliedern, sich ein heftiger Streit während der Übertragung plötzlich entfachen kann, obwohl jenes Ereignis doch recht weit entfernt ist. Dennoch sollte man die Medien bezüglich der Flüchtlingskrise nicht gleich verteufeln! Als Informationslieferant und Berichterstatter, kommen ARD und ZDF ihrem Auftrag bezüglich des Rundfunkstaatsvertrags durch Fernsehübertragungen oder dem Hörfunk pflichtbewußt nach. Welches jedoch einen Kontrast zu den privaten Anbietern bildet, in der die öffentlich-rechtlichen, in puncto Qualität und Häufigkeit der Übertragungen aus dem Krisengebiet, die Nase vorne haben. Somit setzen die öffentlich-rechtlichen Anbieter ihre Tradition mit Elan und Verve und einer Prise Enthusiasmus kontinuierlich fort.

Die Flüchtlinh

08:44 20.09.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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