Sturm im Westen

Kurzprosa zum Thema Natur
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An diesem Sonntag brach ein Sturm herein, d.h. jedoch nicht sofort, denn als ich an diesem Feiertag am frühen Morgen gegen 6.00 Uhr aufstand und zunächst noch schlaftrunken von meinem Bett aus regungslos gegen die Decke starrte, konnte von einem Sturm noch nicht die Rede sein. Eher herrschte draußen eine Totenstille, was wohl daraus resultiert, das der Straßenverkehr an diesem Feiertag doch stark reduziert ist, weil der größte Teil der Bevölkerung am Sonntag nicht arbeiten muss und froh ist, sich Zuhause ausruhen zu können; ehe am darauffolgenden Tag, dem Montag also, das Arbeitsleben wieder ruft, aber höchstwahrscheinlich der Sturm vom gestrigen Sonntag sich wohl nicht fortsetzen wird.

Aktuell jedoch fegt der Sturm recht ordentlich durch die Gegend, was sich wie “ das Fauchen” eines wilden Tieres anhört und bei mir angst machende Symptome verursacht, die dem ganzen Szenario zudem eine gruselige Note verleiht.
In einiger Entfernung von meinem Haus, erkenne ich eine Reihe verkrüppelter Bäume, an denen aber keine Blätter mehr sind und dadurch völlig kahl ausehen, ragen sie aber bestimmt drei bis vier Meter in die Höhe. So werden sie von den Windböen aber kontinuierlich erfasst, so dass der Sturm vor allem über die Wipfel der kahlen Bäume besonders laut hinwegfegt und sich die Bäume dadurch hin und her biegen, als würde eine tonnenschwere Last auf ihnen liegen.
So passt auch der düstere Himmel zu diesem Sturm doch recht gut und so wechseln sich helle mit dunklen Wolken ständig ab, die zügig vom Westen nach dem Osten ziehen.
Stundenlang schaue ich dem Sturm von meinem Fenster aus zu, doch selbst gegen 15 Uhr ist der Spuk mit dem Sturm weiterhin im Gange und am “wüten”, so dass ich nicht einschätzen kann, wie lange dieses extreme Wetter noch andauern wird.
Denn schließlich bin ich ja auch kein studierter Meteorologe, der in der Lage wäre hierzu eine präzise Prognose abgeben zu können und somit bin ich leider zum Zuschauen dieses Naturschauspiels verdammt.
15:29 14.03.2019
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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