Ein kalter Putsch

Interview Die Bundeswehr soll künftig wieder einen Generalstabschef haben wie einst die Wehrmacht. Für Ex-Staatssekretär Wimmer ein restauratives Zeichen ausgerechnet zum 20. Juli

Der Freitag: Braucht die Bundeswehr künftig einen Generalstabschef?


Einen institutionellen Putsch im Ministerium?


Meinen Sie, es dient jener Wechsel als historische Vorlage, den es beim Übergang von der Weimarer Republik zur NS-Diktatur beziehungsweise von der Reichswehr zur Wehrmacht gab, die wieder einen Generalstabschef hatte?

Nun hat der frühere Generalinspekteur Schneiderhan einmal formuliert, wenn er auf NATO-Konferenzen sei, gebe es dort 27 Generalstabschef und einen Generalinspekteur und zwar ihn selbst. Warum sollte die Bundeswehr nicht bekommen, was andere längst haben?

Wäre ein künftiger Generalstabschef als einer von zwei Staatssekretären im Bundesverteidigungsministerium denkbar?


Welche Konsequenzen hätte ein Generalstabschef für die Auslandseinsätze der Bundeswehr?


Mit welchen Reaktionen im Bundestag auf diese Strukturreform rechnen Sie?


Aber es wird Gesetz zu dieser Strukturreform geben, das den Bundestag passieren muss und eine Debatte auslösen wird ...


Wenn das so ist, weshalb wehren sich die Parlamentarier des Bundestages nicht entschiedener?


Das Gespräch führte Lutz Herden

Willy Wimmer war von 1988 bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium

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Ihre Freitag-Redaktion

11:40 20.07.2010
Geschrieben von

Lutz Herden

Redakteur Politik
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Lutz Herden

Ausgabe 42/2021

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