Ratgeber: Tipps gegen schlechten Mundgeruch

Mundgeruch ist unangenehm - sowohl für den Betroffenen selbst als auch für seine Mitmenschen. Mit ein paar Tipps kann das Problem leicht gelöst werden.
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Manchmal nicht gut aus dem Mund zu riechen kennen wohl alle, sei es morgens nach dem Aufstehen - noch vor dem Zähneputzen - oder nach gelegentlichem Knoblauchgenuss. Wird Mundgeruch jedoch zum chronischen Zustand, sollte dem auf den Grund gegangen werden. Denn Mundgeruch kann zu einer Minderung der Lebensqualität führen, besonders was Sozialkontakte anbelangt. Nur wenn die individuellen Ursachen für Mundgeruch gefunden werden, kann dem entsprechend entgegengewirkt werden. Denn die jeweilige Antwort auf die Frage, woher der schlechte Atem resultiert, kann einen großen Unterschied für die Problemlösung machen.

Betroffene wissen nicht immer um ihren schlechten Atem

Besonders unangenehm ist es, von anderen auf den eigenen schlechten Atem aufmerksam gemacht zu werden. Denn viele der Betroffenen merken selbst nichts davon - bevor es ihnen mitgeteilt wird. Denn Selbstversuche wie ein Hauchen in die eigene Hand sind nicht immer effektiv. Wer bereits ahnt, an Mundgeruch zu leiden, sollte vertrauensvoll mit seinem Zahnarzt darüber sprechen. Dieser kann sowohl Tipps zum Thema geben als auch ggf. medizinische Ursachen dafür finden. Entzündungen des Zahnfleischs können genauso zu Mundgeruch führen wie Karies oder Karzinome. In der Zahnarztpraxis kann sogar per Gasanalyse gemessen werden, wie stark oder gering der schlechte Geruch aus dem Mund- oder Rachenbereich ist. Weiter kann ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt prüfen, ob möglicherweise eine unbemerkte Nasennebenhöhlenentzündung vorliegt. Auch ein Mangel an Zink oder den Vitaminen B und C kann Mundgeruch auslösen.

Ursachen und Bekämpfung von Mundgeruch

Schlechter Atem kann z. B. entstehen durch die häufige Aufnahme von Nikotin, Koffein, Alkohol oder auch gesunden Lebensmitteln wie Zwiebeln oder Knoblauch. Teilweise kann also bereits eine Reduzierung des Konsums eine Änderung bewirken. Generell gilt, dass viel Eiweiß zu Mundgeruch führt. Bestimmte Bakterien, die sich im Mundbereich einnisten, leben von den Überresten von eiweißhaltigen Lebensmitteln (z. B. Fleisch, Milchprodukten und Eiern). Je mehr Eiweiß der Mensch zu sich nimmt, desto mehr Bakterien können sich bilden. Diese Bakterien scheiden regelmäßig schwefelhaltige Verbindungen aus, die in etwa so riechen wie verfaulte Eier. Um zu prüfen, ob Mundgeruch an falschen Ess- oder Trinkgewohnheiten liegt, hilft es, diese Produkte für einen gewissen Zeitraum strikt abzusetzen.

Auch eine ungenügende Mundhygiene führt zu schlechtem Geruch. Die Benutzung von Zahnseide vor dem Zähneputzen trägt dazu bei, Lebensmittelreste zwischen den Zähnen zu entfernen. Auch spezielle Zungenreiniger entfernen im Mund befindliche Bakterien. Angepriesene Mundspülungen können zwar kurzfristig Abhilfe schaffen. Allerdings beheben sie auf die Dauer nicht das eigentliche Problem.

Auch eine Milchunverträglichkeit oder häufiger Stress kann zu schlechtem Atem führen. Ein häufiger Verzehr von Avocados kann stressbedingten Darmveränderungen vorbeugen. In manchen Fällen führt ein Flüssigkeitsmangel zu Mundgeruch. Betroffene sollten unbedingt daran denken, über den Tag verteilt ausreichend zu trinken. Mit Mineralwasser und Kräutertee lassen sich im Mund angesammelte Bakterien am besten fortspülen.

Natürliche Kräuter helfen besser als Kaugummis und Atemfrische-Bonbons

Häufig Kaugummis zu kauen oder sogenannte Atemfrische-Bonbons zu lutschen wirkt sich auf die nahen Mitmenschen des Betroffenen positiv aus. Jedoch werden die schuldigen Bakterien davon nicht in die Flucht geschlagen. Der Geruch wird damit nur kurzfristig überdeckt. Petersilie dagegen kann auf natürliche Weise für eine Verbesserung des Atems sorgen. Das enthaltene Chlorophyll vernichtet die verantwortlichen Bakterien tatsächlich.
Auch anti-bakterielle Kräuter wie Minze, Eukalyptus, Nelken, Salbei oder Fenchel wirken positiv gegen Mundgeruch. Ein Geheimtipp ist Bockshornklee oder Kardamon. Beides kann entweder gekaut oder zu Tee gekocht werden.

Wer an Mundgeruch leidet, sollte erst einmal seine Ernährungsweise überprüfen. Liegt die Ursache nicht darin, ist ein Arzt aufzusuchen. Mundgeruch lässt sich gut bekämpfen, wenn die Ursachen bekannt sind.

12:05 19.11.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Maku

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