Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Neun Zählmaschinen (was auch immer das sein soll und wie auch immer so etwas funktioniert) haben gezählt: mindestens 16.283 Menschen nahmen Teil an der bislang größten Protestkundgebung gegen Stuttgart 21.

Um 19. 00 Uhr begann diese mit einem krachlauten, von Walter Sittler moderierten „Schwabenstreich“ vor dem zum Abriss bestimmten Nordflügel des Stuttgarter Bahnhofs. Es folgten Redebeiträge von Werner Wölfle (B90/Grüne), Hermann Scheer (SPD) und Hannes Rockenbauch (SÖS).

Anschließend zog der Demonstrationszug lautstark und frohen Mutes ca. 2 Stunden durch die Stuttgarter Innenstadt, was u.a. dazu führte, dass der zentrale Autoverkehr in dieser Auto-Stadt zeitweise zum Erliegen kam und auch dazu, dass nobel betuchte Restaurantbesucher sich einer Vor- oder Nachspeise besonderer Art nicht entziehen konnten. (Verwirrend für Jene, dass u.a. auch nobel betuchte Demonstranten ihnen das servierten).

Ein „Schwarzer Block“ war ebenfalls angereist. Und auch dieser trug zu einer gewissen Verwirrung bei, da er sich als solcher nicht hervor tat, sondern lässig 'ausflockte' und trotzdem mit dabei war – Stuttgart ist schon eine merkwürdige Stadt...

Optisch verglichen die Zahl der Menschen auf bekannten Arealen und Straßen mit der Protestdemonstration vom 12. Juni „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“ , an der sich 20.000 Menschen beteiligt hatten, waren es diesmal ca. 25.000 – 30.000 Teilnehmer.

16.283 sagen neun schwäbische 'Zählmaschinen'.

Immerhin.

Die Puzzilei korrigiert das bislang auf schlappe 10.000...

Gefühlt waren es 35.000 – 40.000.

Aber was ist schon ein Gefühl gegen neun schwäbische Zählmaschinen.

Und darüber hinaus: gegen das untrügliche Schätzvermögen der völlig unabhängigen baden- württembergischen Staats-Beamten in Uniform.

...weitere, ständig aktualisierte Informationen und Entwicklungen, aber auch Hintergründe und weiter führende Links zum Protest gegen 'Stuttgart21' kann man auf dieser Seite finden.

02:35 08.08.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare 7