Fundstücke 28

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Nach einer kurzen Phase der Abkühlung soll es nun wieder heiß werden. Wo es den besten Wetterbericht für die eigene Region gibt, kann man auf Zeit.de lesen. Für den einen oder anderen ist vielleicht ein Gebiet dabei, das er vorher noch nicht kannte.

In den USA werden im Rahmen der Gesundheitsreform nun Solarien mit einer extra Steuer belegt, das brachte der US-Administration den sehr originellen Vorwurf des Rassismus ein. In dem Artikel steht auch, dass man von einer Besteuerung von Botox Abstand genommen hat.

Einen runden Geburtstag feierte diese Woche Ludwig Bayer, da spiele und gratuliere ich allerdings nicht mit.

Wenn Linke übers Ziel hinausschießen, hat das gerne mal was mit „verbieten“ zu tun und ist meist nicht zu Ende gedacht. Wie wichtig und schwer es ist, sich vom braunen Sumpf abzugrenzen, ist hier zu lesen. Da nimmt es sich gut aus, dass die Bundeszentrale für politische Bildung nur ihren solidarisch gebotenen Anteil am Sparpaket tragen muss, oder?

Bei der Taz arbeiten auch nur Rowdies, das ist natürlich wenig überraschend. Überraschend hingegen fand ich diese Aussage aus den Reihen der CDU.

Auf Telepolis liest man über die Neigung Linker, Kriminalität zu verharmlosen, ich find’s ein bisschen hoch gehängt. Nicht hoch genug hängen kann man die Einstellung des Verfahrens gegen einen bekannten Demonstranten.

Hier hat wohl wieder so ein Kriminalität verharmlosender Linker gutes Geld verforscht. Eine Möglichkeit, den einen oder anderen Suizid zu verhindern, untersuchten schwedische Forscher.

Wind aus den Segeln einiger Deterministen nimmt Gottfried Schatz in einem Beitrag, der hier zusammengefasst wird. Wir sind, so meint er, mehr als die Summe unserer Gene. Einige Prozesse sind allerdings extrem konserviert, wie zum Beispiel die Entwicklung unseres Gehirns, das bei jedem Menschen die Evolution nochmals durchzumachen scheint. Apropos Gehirn, dieser Bericht kommt für Phrenologen ein paar Jahrzehnte zu spät.

Wenn bei Facebook demnächst mal jemand total begeistert von einer Apfelkuchenmischung eines Backkonzerns ist, sollte einen das nicht wundern. Hemmungen, versteckt zu werben, gibt es ohnehin kaum. Auch schön in diesem Zusammenhang der Begriff „umsatzrelevante Indikationen“.

Ein kleines Gedankenspiel:

Wir führen ein großes Pharmaunternehmen und haben ein Diabetesmedikament im Portfolio, mit dem richtig gutes Geld verdient wird. Wir sind beunruhigt von Gerüchten, unser Medikament verursache Herzprobleme, bis hin zum Tod, und geben eine Studie in Auftrag, welche die Gerüchte bestätigt. Wir mögen unsere Kunden, deren Geld mögen wir aber noch mehr, also halten wir die Klappe.

So passierte es GlaxoSmithKline mit seinem Medikament Avandia, über das die FDA in den nächsten Tagen richten wird. An diesem Fall kann man sehen, dass klinische Studien in ihrer jetzigen Form nicht dazu geeignet sind, den Nutzen von Medikamenten zu untersuchen. GSK rät: „Talk to your Doctor“.

Das ist mal ein guter Tipp, denn eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessert das Ergebnis. Bald in Ihrer Apotheke: „Sprechosan Forte“?

Allerdings könnte es in nächster Zeit weniger Gelegenheit geben, mit dem Hausarzt zu sprechen, der wird nämlich öfter mal den Rösler ärgern.

Gerne würde ich wissen, wer die ganze Wurst isst. Dazu passt die Aussage meines Bruders, der ein neues Produkt erfunden hat: Tofuwurst im Naturdarm.

Im letzten Satz dieses Textes haben sich drei Randgruppen und eine gute Nachricht versteckt.

15:01 19.07.2010
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Geschrieben von

merdeister

Ein guter Charakter erzieht sich selbst. - Indigokind - Blogtherapeut
merdeister

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