Vogel Strauß

Kommentar Am Montag dieser Woche hat Außenminister Steinmeier Teheran eine Verschärfung der Sanktionen angedroht, sollte der Streit über das Atomprogramm nicht ...

Am Montag dieser Woche hat Außenminister Steinmeier Teheran eine Verschärfung der Sanktionen angedroht, sollte der Streit über das Atomprogramm nicht bald gelöst werden. Wieder einmal zeigt sich, dem Kanzlerkandidaten fehlt das Format seines Vorbilds Gerhard Schröder, der in gefährlichen außenpolitischen Konfliktlagen "klare Kante" zeigen konnte. Zum Iran wären doch heute ganz andere Erklärungen abzugeben. Vor einem Monat erst wurde gemeldet, Israel beharre auf dem Recht, Iran militärisch anzugreifen, um das Atomprogramm zu stoppen. Der israelische Außenminister sagte, zwar seien die USA "nicht bereit, uns zu unterstützen", doch hätten sie eine Verbesserung der israelischen Raketenabwehr angeboten. Vorher hatte es andere Meldungen gegeben, die besagten, das Atomprogramm werde unterirdisch betrieben und könne daher seinerseits, wenn überhaupt, dann nur mit Atombomben angegriffen werden. Vielleicht ist das der Grund, weshalb Präsident Bush denn doch davor zurückschreckt, den Krieg noch in seinen letzten Amtsmonaten vom Zaun zu brechen. Und was hat Israel vor? Steinmeier steckt den Kopf in den Wüstensand - ihm fällt kein Kommentar ein.

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Mit Lust am guten Argument

Geschrieben von

Michael Jäger

Redakteur (FM)

studierte Politikwissenschaft und Germanistik. Er war wissenschaftlicher Tutor im Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin, wo er bei Klaus Holzkamp promovierte. In den 1980er Jahren hatte er Lehraufträge u.a. an der Universität Innsbruck für poststrukturalistische Philosophie inne. Freier Mitarbeiter und Redaktionsmitglied beim Freitag ist er seit dessen Gründung 1990. 1992 wurde er erster Redaktionsleiter der Wochenzeitung und von 2001 bis 2004 Betreuer, Mitherausgeber und Lektor der Edition Freitag. Er beschäftigt sich mit Politik, Ökonomie, Ökologie, schreibt aber auch gern über Musik.

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